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15.10.2018 18:21    |    KaJu74    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Abreitsluft, Außenluft, Feinstaub, Grenzwerte, synthetische Kraftstoffe, Wasserstoff, Wasserstoffantrieb

Hallo

 

Viele haben haben schon von Wasserstoffantrieben, Antriebe mit synthetischen Kraftstoffen, Arbeitsplatzgrenzwerten und Feinstaub gehört.

Leider machen sich die wenigsten die Mühe, sich die Sachen im Detail anzusehen.

 

Was mich besonders wundert, sind die Vermischung von Fakten/Werten.

 

Beispiele:

1. Wasserstoff und synthetischer Kraftstoff sind die Zukunft und nicht BEV:

Wasserstoff und synthetischer Kraftstoff sind keine Alternative, solange der Strom nicht komplett sauber ist:

http://www.manager-magazin.de/.../...-die-energiebilanz-a-1181147.html

Auf künstlichen Kraftstoffen ruht eine große Hoffnung für die Autoindustrie.

 

Würden alle Autos in Deutschland mit derartigem Sprit fahren, müsste die Stromproduktion um 206 Prozent gesteigert werden, wie die Grafik von Statista zeigt.

"Zusätzliche 110 Atomkraftwerke würden dafür benötigt", schreiben die Autoren der Untersuchung mit dem Titel "From CO2 neutral fuels to Emission-free driving".

 

2. Unterschied zwischen Außenluft- und Arbeitsplatzgrenzwert für NO2, außen ist er viel zu niedrig:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft

Zitat:

Arbeitsplatzgrenzwerte gelten nur für Arbeitende an Industriearbeitsplätzen und im Handwerk, bei denen aufgrund der Verwendung oder Erzeugung bestimmter Arbeitsstoffe eine erhöhte Stickstoffdioxid-Belastung zu erwarten ist.

Deshalb sind sie deutlich höher.

Aber die gelten natürlich nicht für alle, sondern nur spezielle:

Zitat:

Der Arbeitsplatzgrenzwert hat unter anderem einen anderen Zeit- und Personenbezug als der Grenzwert für die Außenluft: Der Wert gilt für gesunde Arbeitende an acht Stunden täglich und für maximal 40 Stunden in der Woche. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die berufsbedingt Schadstoffen ausgesetzt sind, erhalten zusätzlich eine arbeitsmedizinische Betreuung und befinden sich somit unter einer strengeren Beobachtung als die Allgemeinbevölkerung.

Der maximale Wert von 950 µg/m³ gilt natürlich nicht für Kindergartenarbeitsplätze, sollte logisch sein, obwohl hier im Forum schon mal als Basis genannt.

 

Anders ist das bei der Außenluft:

Zitat:

Stickstoffdioxid in der Außenluft sind hingegen alle Menschen rund um die Uhr ausgesetzt, wenngleich die Konzentration je nach Aufenthaltsort schwanken kann. Gerade empfindliche Personen wie Kinder, Schwangere, alte Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma reagieren zum Teil wesentlich sensibler auf Umwelteinflüsse.

Deshalb muss sie niedriger sein.

 

3. Feinstaub kommt viel mehr von Blumen als von Autos:

https://www.vcoe.at/.../...e-feinstaub-partikel-sind-am-schaedlichsten

Die Größe ist entscheidend und nicht die Menge:

Zitat:

Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. PM10 sind Partikel, deren Durchmesser kleiner als 10 ?m (Mikrometer) ist. PM2,5 sind Partikeln, deren Durchmesser kleiner als 2,5 ? m sind. Ultrafeinstaub sind Partikel, deren Durchmesser kleiner als 0,1 ?m ist (PM0,1).

Warum?

Zitat:

Während grobkörniger Feinstaub in der Nase „hängen“ bleibt, dringen die Kleinstteile bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf vor. Der besonders schädliche Dieselruß, der von der WHO als krebserregend eingestuft wird, enthält viele Ultrafeinstaubpartikel.

Den Rest lest selbst.

 

4. Wer mal etwas lachen will und Humor hat (wer nicht lachen will und keinen Humor hat, bitte nicht anklicken):

https://www.elektroauto-zoe.de/verbrenner-testfahrt/

 

5. Absichtliche Verdrehung der Tatsachen durch weglassen von Details:

In den letzten Tagen wurden mir auch Strecken genannt, die ein Tesla unmöglich fahren könnte:

1. 1.499km mit einem Schnitt von 88km/h.

Nur stellte sich später heraus, dass diese 1.499km an 3 Tagen gefahren wurden.

2. 520km zur Arbeit.

Nur stellte sich später heraus, das es Hin- und Rückweg waren und derjenige nur nicht zu Hause laden wollte.

Dann stellte sich heraus, dass der Arbeitgeber ihm zu Hause sogar eine Ladesäule installieren würde und die Probleme nur an den Wochenenden im Ferienhaus auftreten würden.

Wie gesagt, es geht nicht darum dass er dort nicht laden könnte, er will nur nicht, weil er den Strom bezahlen müsste.

 

Solche künstlich gebauten Gründe, warum sie kein Elektroauto fahren wollen finde ich komisch.

Sie können doch ruhig sagen, dass sie es einfach nicht wollen und gut.

Jeder hat seine freie Meinung/Wahl.

Aber warum werden extra künstlich Geschichten "erfunden" oder durch weglassen von Details so aufgebaut, dass das als Grund herhalten muss, warum es kein Elektroauto wird?

 

6. Dieselfahrverbote nur in Deutschland

Warum gibt es Dieselfahrverbote? Wegen dem Weltklima oder weil lokal zu viele Schadstoffe vorhanden sind und ich meine nicht CO2, sondern NOx und Feinstaub (siehe weiter oben).

 

Und die Dieslefahrverbote komme automatisch, wenn die Zulassungsverbote für Verbrenner greifen:

 

7. Rohstofflüge und Doppelmoral:

https://energiewende-rocken.org/leise-pr-leise-luegen-001/

Erst beim E-Auto werden der Abbau und die Bedingungen kritisiert. Vorher und aktuell fördern sie diese Stoffe aber mehr für andere Alltagsgegenstände.

 

Ich bin offen für eine Diskussion, werde die Kommentare aber schnell abschalten, wenn hier nur Blödsinn kommt.

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15.10.2018 18:40    |    Goify

Na so ist es eben, wenn einem Fakten zu mühsam zu lesen sind und man seine eigene Meinung irgendwie nicht mehr vertreten kann, weil man merkt, dass man auf dem Holzweg ist, es aber trotzdem nicht zugeben will.

Wer nicht laden will, wird irgendwann stehen bleiben und wer seinen Verbrenner nicht tanken will, wird genau so stehen bleiben. Da ist das E-Auto natürlich Schuld. :D

 

Das mit der Luftreinhaltung in unseren Straßen und auf den Weltmeeren müssen die meisten auch irgendwie immer in Zusammenhang bringen und argumentieren dann mit dem Wind, der die Abgase der Ozeanriesen dann mehrere Tausend Kilometer weit in unsere deutschen, engen Gassen treibt. Dass Autos allein beim Bremsen, Beschleunigen und Lenken Feinstaub emittieren, unabhängig vom Motor, will man auch nicht verstehen und stellt dann die lustigen Rechnungen von Schiff-XY ist schlimmer als 108493202ß2ß308402 Passat-TDI auf. Und was kann man in einem Passat so an Gütern transportieren und was auf einem Güterschiff? Egal. Dass diese riesigen Pötte viel zu dreckig sind, steht außer Frage, aber da kann eine Regierung von Stuttgart auch nicht viel unternehmen.


15.10.2018 18:55    |    KaJu74

Ja, weil andere Dinge schlimmer sind, brauchen wir uns um die schlimmen nicht mehr kümmern.

Scheint oft die Aussage zu sein.


15.10.2018 19:11    |    gato311

Naja, zu den Dieselfahrverboten fallen mir weltweit reihenweise Städte ein, wo Diesel seit je her für PKW verboten sind.

Ich glaube da eher den selbst gefälschten Statistiken.

 

Nicht zu vergessen ganz Brasilien, eine riesige Dieselverbotszone (die Autos dürfen gar nicht erst zugelassen werden).

 

Santiago de Chile, auch praktisch dieselfrei bzgl. PKW. Und bei den Benzinern darf man nur mit den neusten Modellen der letzten 3 Jahre immer fahren, ansonsten im Winter immer abhängig von der Endziffer des Kennzeichens.

Wegen Feinstaub werden die Straßen gewässert.

 

Das gab es schon alles vor 10 Jahre, da hat hier noch keiner über Fahrverbote gesprochen.

 

Von vielen Städten in China reden wir mal gar nicht.


15.10.2018 19:54    |    AustriaMI

Ehrliche Frage: warum tust du dir diese vielen Artikel in recht kurzer Zeit an bzw was sind deine Beweggründe?


15.10.2018 22:59    |    KaJu74

Ich habe für mich beschlossen, mehr im Blog zu schreiben und weniger im Forum.

 

Ich würde mehrfach von verschiedenen Usern angeschrieben, warum ich nicht mehr im Blog mache.

 

Und das mache ich jetzt.

 

So und jetzt hoffe ich, dass wir zu den Punkten was zu besprechen haben.


Deine Antwort auf "Unterschiedliche Sichtweise auf Dinge:"

Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.

Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.

Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.

Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.

Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

 

Ich bin Auto und Technik verrückt.

Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

 

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

 

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

 

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.

Hybrid schon gar nicht.

 

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

 

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

 

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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