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Sat Oct 06 15:47:08 CEST 2018    |    KaJu74    |    Kommentare (90)    |   Stichworte: Model S, Tesla

Warum polarisiert Tesla so sehr?

Hallo zusammen,

 

hier mal ein Bild von meinem Wagen, nach der Lackversiegelung:

 

Es kommen sehr viele Nutzer, die andere Marken fahren, in die Tesla Themen, um dort zu erklären, warum sie keinen Tesla kaufen werden/würden.

 

So was ist mir früher, als ich totaler Audi Fan (heute wäre ich ein Audi-Fanboy) war, nie eingefallen.

Ich wäre nie in ein BMW oder Mercedes Forum gegangen und hätte dort erzählt, warum ich keinen BMW oder Mercedes kaufen würde.

 

Bei Tesla ist das anders.

 

Warum denkt ihr, ist das so?

 

Bei der Umfrage sind Mehrfachnennung möglich.

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Sat Oct 06 16:10:58 CEST 2018    |    AustriaMI

kA, ob das so ist, hab mich bisher nie ins teslaforum verirrt. Oft hab ich aber auch den entgegengesetzten Eindruck, dass einem krampfhaft versucht wird einm ein Tesla aufs Aug zu drücken und dann mit Unverständnis agiert wird, wenn man sich (warum auch immer) dagegen entscheidet.

 

P.S. Die Farbe gefällt mir sehr gut. Das Design finde ich mittlerweile Barock (ebenso beim M3)


Sat Oct 06 16:20:59 CEST 2018    |    KaJu74

Wenn ich fragen darf, wurde der Tesla in einem BMW, Audi, Mercedes und Co. Forum empfohlen, oder war der BMW, Audi, Mercedes und Co. Fahrer in einem Tesla Beitrag am Schreiben?

 

Denn das ist ja die Ausgangslage.


Sat Oct 06 16:57:02 CEST 2018    |    Dynamix

Ich denke Tesla polarisiert aus mehreren Gründen:

 

Grund 1:

 

Tesla ist ein E-Auto Hersteller und dazu noch der erste einigermaßen erfolgreiche. E-Autos für die "breite Masse" sind relativ neu. Menschen sind Gewohnheitstiere und im Falle des Verbrennungsmotors hatten Sie ein gutes Jahrhundert Zeit. Autos sind mittlerweile völlig normal und selbstverständlich. Unsere ganze westliche Gesellschaft, besonders Deutschland ist da ein super Beispiel, ist vom Thema Auto stark beeinflusst. Autos sind keine bloßen Gebrauchsgegenstände, Sie sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Popkultur. Wäre dem nicht so würden Menschen keine Unsummen für besonders alte, seltene oder schnelle Autos ausgeben. Jetzt kommt da ein Hersteller der vermeintlich das Auto neu erfunden hat. Das ist neu, dass ist ungewohnt. Da Menschen sich mit zunehmendem Alter mit Veränderung sehr schwer tun und dementsprechend groß ist der Wiederstand. Diesen Effekt kann man wunderbar auch in vielen anderen Bereichen des Lebens beobachten.

 

Grund 2:

 

Tesla ist ein amerikanisches Unternehmen. Gut, der Punkt mag jetzt erst einmal nur auf Deutschland zutreffen aber wir sind hier schließlich auch in einem deutssprachigen Forum das seinen Sitz in Deutschland hat. Also los: Viele Länder mit eigener Autoproduktion haben in der Bevölkerung einen entsprechenden "Autopatriotismus". Die Deutschen lieben Ihre Autos, die Amerikaner lieben Ihre. Soweit so normal. Jetzt ist es aber nun mal so das sich gerade die deutsche Autoindustrie seit Jahrzehnten in dem Ruf sonnt besonders innovativ zu sein. Jetzt kommt da eine kleine Amiklitsche und baut E-Autos welche auch noch relativ gut funktionieren. Dazu nimmt sich der Laden auch noch der Probleme der E-Mobilität an welche von unserer Industrie als unlösbar angesehen wird solange sich Vater Staat darum nicht kümmert. Anstatt irgendwelche Regierungen um Subventionen anzubetteln (ja, ich meine dich deutsche Autoindustrie!) oder zu behaupten es sei allein Aufgabe des Staates die Infrastruktur für E-Autos aufzuziehen geht Tesla hin und schafft sich seine eigene Infrastruktur. Die Jungs wissen halt das Ihr Produkt nur halb so sexy ist wenn der Kunde dank fehlender Lademöglichkeiten keine Reichweite hat. Das lässt natürlich in der Presse schnell den Eindruck aufkommen unsere eigene Industrie würde den E-Auto Trend verpennen und das passt leider so gar nicht in das ach so innovative Image ;) Das wiederum ruft dann natürlich die Fanboys auf den Plan die Ihre Marken bis aufs Blut verteidigen. Immer schön zu sehen hier in den Newsbeiträgen zu Tesla. Ich bin mir ziemlich sicher das viele Menschen, besonders hier auf MT, E-Autos total abfeiern würden wären Mercedes, BMW oder Audi vor Tesla in die Massenproduktion von E-Autos eingestiegen.

 

Grund 3:

 

Tesla ist in den Medien omnipräsent. Dazu kommt der Hype um deren Produkte und den CEO Elon Musk. Das Ganze hat starke Parallelen zu Apple zu Zeiten von Steve Jobs. Apple war sowas wie die katholische Kirche der Tech-Branche und Steve Jobs war Ihr Messias. Das gleiche geht gerade bei Tesla ab. Von vielen wird Tesla als die Neuerfindung des Automobils gefeiert und Elon Musk ist der heilige Messias der Ihnen dieses himmlische Geschenk bereitet hat. Dazu das Image vom Altruisten das Musk hegt und pflegt. All das wird immer wieder in den Medien thematisiert. Da es oft genug Menschen gibt denen sowas schnell zum Hals heraushängt wird so eine Marke schnell zum Feindbild. Wenn diese Leute dann auch noch auf die "Teslajünger" treffen ist Stress vorprogrammiert.

 

Schaut man sich all diese Punkte an sollte die Frage warum Tesla so sehr polarisiert schnell beantwortet sein. Wenn man sich fragt warum es gerade hier auf MT zu dem Thema immer kracht nimmt man einfach alle 3 Punkte auf einmal und schon hat man seine Antwort ;)


Sat Oct 06 17:01:23 CEST 2018    |    St. Abilus

@ Dynamix: Dem stimme ich zu :)


Sat Oct 06 17:10:27 CEST 2018    |    KaJu74

@Dynamix

Sehr schön geschrieben. Dafür Danke.

 

Was mir in meinem Umfeld aber auffällt, dass sich die Jugend nicht mehr wie ich damals für Autos interessiert.

 

Und Musk ist aktuell eher ein Problem für Tesla und nicht die Lösung. So traurig es ist.


Sat Oct 06 18:47:41 CEST 2018    |    Lewellyn

Die Jugend heute spielt kein Autoquartett mehr. Yu-Gi-Oh ist angesagt. Technische Daten, Messwerte, interessiert doch heute so gut wie keinen Jugendlichen mehr.

 

Die Technik wird ja auch immer unzugänglicher. Öffne heute eine Motorhaube irgendeines aktuellen Verbrenners und man sieht nichts außer Plastik.

 

Im Grunde wollen die meisten Leute auch keine Details wissen. Ist ja auch nicht mehr wichtig. Man kann nichts mehr selber machen bei einem Problem unterwegs.

 

Ich hab (nach anfänglichen Widerstand, genau wie hier die Teslagegner) seit 2010 ein IPhone. Damals das 4er.

Ich hab erkannt, dass das iPhone mein Leben vereinfacht. Ich muss mich nicht mehr mit dem Thema Smartphone groß beschäftigen. Alle 2 Jahre das gerade Aktuelle und fertig. Das Zubehör passt noch, die Bedienung ist im Kern identisch und technisch sind sie zumindest immer vorne dabei. Ich kann bedenklich irgendwelche Apps installieren ohne mir Trojaner einzufangen. Apple hat zumindest mal drübergeschaut. Alle Apps, die ich jemals gekauft habe und fortlaufend nutze, laufen auch auf den neuen iPhone problemlos.

 

Es ist halt nur etwas teurer als im Rest der Smartphonewelt.

 

Und das bietet eben auch Tesla. Noch nicht überall, aber es wird. Wie in dem verlinkten Video zum Schluss gesagt: Mit Tesla habe ich die Frage der individuellen Mobilität für mich auf „ewig“ gelöst. Ich weiß, was mein nächstes Auto wird, ich weiß, dass ich überall laden kann und ich kann mit Tesla meinen Strom zu Hause selber erzeugen und speichern.

 

Kann ich mich um andere Probleme im Leben kümmern.


Sat Oct 06 19:19:10 CEST 2018    |    Trottel2011

Eigentlich wollte ich nicht darauf eingehen... Aber das Thema passt wunderbar zu deiner @KaJu74 Antwort zu meiner Antwort in deinem anderen Thread.

 

Ganz ehrlich: die Marke polarisiert weniger als es die Fahrer tun (und ich nutze "tun" als Wort eigentlich nie!).

 

Ich habe einen Kollegen, der einen Tesla Model S als ich glaube 80KWh oder so fährt. Auf jeden Fall ein früheres Modell mit "Kühlergrill". Er ist noch absolut normal. Er ist weder abgehoben noch sonst was. Die meisten Teslafahrer die ich bisher kennenlernen durften, sind mittlerweile auf dem gleichen Level angekommen, wie einst die progressiven Toyota Prius Fahrer es waren. Unaufgefordert wird einem erklärt, dass sie die Welt retten durch das Fahren mit Batterieunterstützung. Genauso sind mittlerweile viele (nicht alle!) Teslafahrer.

 

Wenn ich an einer "Auseinandersetzung" denke, wo ich mit Freunden vor'm Kino über Autos und so geredet habe, sprach ein Tesla Model X Fahrer uns an und sagte wir würden die Welt falsch sehen und Batterien seien die Zukunft und überhaupt, wie könne man so veraltet denken blah blah blah... Danach stieg er in sein X und düste viel zu schnell durch die 30er Zone und nahm dabei 3 Autos die Vorfahrt... Egal Karl.

 

Die Marke polarisiert nur, weil die Fahrer das Polarisieren ausnutzen um selbst noch mehr zu polarisieren. Man ist entweder für Tesla oder man ist Abschaum der Gesellschaft und gehört am besten verhaftet und in eine Ökozelle gesperrt bis man einsieht, dass Tesla die Weltrettung bedeutet ;) Oder so ähnlich...

 

Für mein Alltag wäre ein Tesla das Richtige. Ich habe vor der Haustür ein Starkstromanschluss. Bei der Arbeit sind auch überall Starkstomanschlüsse. Selbst auf dem Parkplatz meine ich eins gesehen zu haben. Kommt aber momentan nicht in Frage.


Sat Oct 06 19:31:25 CEST 2018    |    Hellhound1979

Auch ich stimme Dynamix zu und ich denke das fasst das Problem auch ganz gut zusammen.


Sat Oct 06 19:35:42 CEST 2018    |    KaJu74

@Trottel2011

Jetzt würde ich gerne wissen, warum?

Preis?


Sat Oct 06 20:12:29 CEST 2018    |    Lewellyn

Weil man die Leute nicht mag, die Sendungsbewusstsein entwickeln.

 

War doch bei den iPhones auch so. „Woran erkennt man den iPhone Besitzer? Er zeigts einem.“

 

Die Leute (nicht alle, aber auffällig viele) sind so begeistert von ihrem Erwerb, dass sie ungefragt zu missionieren anfangen.

 

Wie bei iPhone (Tesla) wird sich das in einigen Jahren legen, wenn Samsung (VW) erfolgreich Modelle rausbringt, die eine echte Alternative darstellen und die bisherigen „hater“ dasselbe in grün haben. Aber gewisse Ressentiments werden immer bleiben.


Sat Oct 06 20:21:54 CEST 2018    |    sestiphatis

Sehr schlau von Dir, so ein Thema in den Blog zu ziehen. Die Moderation im Tesla-Bereich ist echt anstrengend...

 

Zur Frage: Ich beziehe das mehr auf die Firma anstatt auf die Autos. Die Autos sind mir egal, sie sind nichts besonderes. Sie teilen die Vor- und Nachteile vieler Elektroautos, werden aber durch Konkurrenz erst übernächstes Jahr richtig unter Druck kommen, weil Preis-/Leistung nicht stimmt. Die Fahrer, ja, das sind so seltsame Prius 2.0 Typen, aber von beiden sollte man - wie auch von Veganern - niemandem im Freundeskreis haben. Weil, Leute mit Mission sind selten zu ertragen.

 

Aber jetzt zum Kern, zu Tesla, der Firma. Die Firma Tesla polarisiert. Sie ist börslich total überbewertet. Entsprechend volatil ist die Aktie per se. Dazu kommen stets zu optimistische Prognosen, ein von Tesla angestiftetes Verwirrspiel um echte Produktionszahlen, ein Personalkarussell, verrückte Workarounds, ständiger Verlust und eine enger werdende Kapitaldecke und, nicht zuletzt, ein CEO, der immer unberechenbarer wird und nie seine Klappe hält bzw. seine Twitterapp geschlossen hält. Dieser Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern tobt werktäglich an der Börse.

 

Wo gibt es so viel Action live? Dagegen ist ja ein Krimi wie eine Klausur im Kloster. Diesen Kampf finde ich hochspannend und bin gespannt, was morgen wieder kommt...Wer wird Verwaltungschef, geht der CFO, was wird die Richterin entscheiden, was macht das DOJ, was machen die Zivilkläger, was passiert wieder in der Fabrik, bei der Auslieferung, bei den Händlern?


Sat Oct 06 20:48:15 CEST 2018    |    Lewellyn

Tesla ohne den Hype darum würde nicht funktionieren. Dann wären sie nur ein Elektroautohersteller unter vielen und würden ein paar 1000 Autos im Jahr in gehobener Handarbeit herstellen.

 

Was kaum vorstellbar ist, dass das Model 3 im September nach Umsatz die Nr. 1 in den USA war. Kein Auto hat mehr Umsatz generiert. Und die Produktion läuft ja immer noch hoch. Im Oktober werden mehr Model 3 als im September produziert und verkauft werden, im November mehr als im Oktober usw.

 

In dem im anderen Blogartikel verlinkten Video war das in den News aus 2022 schön auf den Punkt gebracht. 1.000.000 Tesla und Produktionsstop bei VW wegen Zellmangel.


Sat Oct 06 21:02:16 CEST 2018    |    sestiphatis

Ja, in deinem Traum. Im echten Leben hat Tesla die angeblichen Produktions- und Auslieferungszahlen veröffentlicht und trotzdem stieg die Aktie nicht, sondern ist aktuell 45 Punkte oder 8 Milliarden unter dem 200-Tage-Schnitt. Und ob die Kapitaldecke reicht, darf bezweifelt werden. Damit meine ich nicht die erträumten Fabriken in China oder Europa. Sondern nur den Betrieb in den nächsten Monaten. Man hat noch 2,2 Milliarden und 1,3 werden im Frühjahr fällig. Und es drohen bis dahin noch drei Quartale mit Verlust...wenn das dreimal 300 Millionen werden, ist man zahlungsunfähig. Wir reden von März 2019, nicht von 2022.


Sat Oct 06 21:20:17 CEST 2018    |    Lewellyn

Ja und? Wen interessiert als Kunde der 200 Tage Aktienkursschnitt?

 

1,1 Mrd. $ Umsatz allein mit dem Model 3 im September, 4 Mrd. Mindestens im 4. Quartal allein mit dem Model 3,

ich mach mir da keine Sorgen. Das Tal der Produktionshölle ist durchschritten. Im 4. Quartal wird Gewinn ausgewiesen.


Sat Oct 06 21:23:18 CEST 2018    |    sestiphatis

Glaubst du wirklich, dass sie da Gewinn ausweisen? Never!

Sie haben aktuell mehr doppelte Produktionskosten, weil sie zwei statt eine GA in Betrieb haben und haben nur etwa 4000 Autos die Woche produziert. Und die Quali ist saumäßig. Überall im Land sind geheime Parkplätze mit defekten Autos, die irgendwann mal repariert werden müssen. Neuwagen, wohlgemerkt.


Sat Oct 06 21:24:15 CEST 2018    |    Dynamix

Die Zeit wird es zeigen. Lang ist es ja nicht mehr.


Sat Oct 06 21:30:37 CEST 2018    |    sestiphatis

Kunden in den USA haben bezahlt und kein Auto bekommen. Andererseits kann man ohne vorbestellt zu haben jetzt direkt ein Model 3 mitnehmen, wenn es denn mindestens 60,000$ kostet. Man sitzt also offenkundig auf 300.000 35,000$ Bestellungen. Und die kann man nicht bedienen. Denn ein Auto für 35,000 oder 40,000$ wäre im db1 schon negativ. Da brennt also in Q4 schon der Baum.

 

Das genau finde ich so spannend: Wann sind sie Pleite? Kommt dann oder kurz vorher ein weißer Ritter? Und wenn, wer? Oder, schaffen sie es Kapital aufzunehmen? Von wem, zu welchen Konditionen? Steigen Mercedes und Toyota noch einmal ein? Was macht Musk? Eine daily Soap...


Sat Oct 06 22:22:54 CEST 2018    |    KaJu74

Ich finde die Sicherheit mit der du deine Aussagen bringst bemerkenswert @sestiphatis.

 

Und das lustige ist, wir haben es schriftlich und wir werden in 2019, nach dem Q4 Bericht, sicher nochmal darauf zurück kommen.

 

Vor allem, wenn Tesla bereits in Q3 einen kleinen Gewinn ausweisen kann.


Sat Oct 06 22:28:15 CEST 2018    |    Trottel2011

@KaJu74

 

Warum ich kein Tesla genommen habe?

 

1. weil das Design mittlerweile bekannt ist und man 3 Fahrzeuge im Programm hat, die eigentlich gleich ausschauen (alle haben die bekannte Teslaform. Einer ist größer, einer ist höher und einer ist kleiner)

 

2. weil es kein Gratisladen an Superchargern auf Lebenszeit mehr gibt (außer für die paar Leute die ein Model S der frühen Sorte haben)

 

3. weil ich Benzin im Blut habe (ich kaufe keinen Diesel, auch wenn es mein Fahrprofil eher entsprechen würde)

 

4. Geld ist nicht meine Sorge. Wenn es danach ginge, würde ich nur Kleinstwagen aus den 80ern ohne alles fahren die schon so wertlos sind, dass Diebe da nicht einmal mehr einsteigen würden

 

5. die Unsicherheit wie ich im anderen Beitrag schrieb wo du es amüsant fandest und etwas komplett anderes hineingedichtet hattest und ein Widerspruch erkannt haben willst, es aber sofort von anderen Usern richtig aufgefasst und klargestellt wurde. Die Unsicherheit: WAS IST MORGEN!? Und was ist, wenn die Weltherrschaft öhm sorry, Marktdominanz deren eigenen Kapazitäten auffirsst? Wenn der Akku spontan kaputt ist. Es gibt ja JETZT schon manche Model S Akkus nicht mehr. Da gibt es nur die Wahl zwischen schwächeren Akku oder stärkeren Akku und dann natürlich mit massig Aufschlag wobei der Akku der gleiche ist, nur die Software anders blah blah. Wenn ich ein Wehwehchen habe, will ich genau DAS kaufen können was ich brauche und genau DAS was ich vorher hatte. Sonst würde ich etwas Neues kaufen müssen ;)


Sat Oct 06 22:34:03 CEST 2018    |    KaJu74

Zu 2. Das ist erst vor ein paar Wochen abgeschafft worden.

Zu 5. Wozu gibt es 8 Jahre Garantie auf den kompletten Antrieb ohne Kilometerbegrenzung?

Und wenn du aktuell einen 85er Akku hättest und Tesla muss dir nach einem Defekt einen 100er Akku einbauen, wärst du dann wirklich sauer?


Sat Oct 06 22:38:24 CEST 2018    |    notting

Leider fehlt mind. eine wichtige Auswahlmöglichkeit, auch wenn's hier leicht überspitzt formuliert ist:

[x] Tesla ist im Kfz-Bereich was Apple im IT-Bereich ist: Das Marketing hat auch mit viel Mithilfe des Firmengründers defakto eine Religion der achso perfekten Produkte mit vielen Jüngern aufgebaut (!=normale Kunden, die's aber auch gibt). Bzw. auch die Jünger machen aus jedem Fitzelchen an Info was ansatzweise mit Tesla in Verbindung gebracht werden kann große News, die bei anderen Firmen in dem Bereich nicht der Rede wert gewesen wäre (z. B. bei InsideEVs.com wird oft genug völlig sinnfrei Tesla in News eingebaut die sich überhaupt nicht um Tesla oder ihre Produkte drehen sondern eher allg. sind) und gehen dadurch selbst Leuten die an E-Mobilität interessiert sind auf den Sack. Desweiteren drehen die Jünger bei sachl. Kritik ganz schnell mal hohl oder wenn Tesla angebl. diskriminiert wird (z. B. der BMW i8 kam nie in die Fahrzeugliste für die staatl. E-Auto-Prämie in D...).

 

EDIT: Sehe gerade, dass https://www.motor-talk.de/.../...siert-tesla-so-sehr-t6458822.html?... in eine ähnl. Richtung geht.

 

notting

 

PS: Ein Comedian meinte auch mal sinngemäß: Wie findet man raus ob der Gegenüber ein iPhone hat? -> Er sagt's dir ungefragt. Trifft auch irgendwie auf Tesla-Jünger zu.


Sun Oct 07 08:38:38 CEST 2018    |    KaJu74

Antworten in der Umfrage ergänzt Warum die sofort 7 Nennungen haben wie die letzte, verstehe ich aber nicht. EGAL.

 

Zitat:

Bzw. auch die Jünger machen aus jedem Fitzelchen an Info was ansatzweise mit Tesla in Verbindung gebracht werden kann große News, die bei anderen Firmen in dem Bereich nicht der Rede wert gewesen wäre (z. B. bei InsideEVs.com wird oft genug völlig sinnfrei Tesla in News eingebaut die sich überhaupt nicht um Tesla oder ihre Produkte drehen sondern eher allg. sind)

Genauso geht es mir aber bei den Tesla News hier im Forum.

 

Da brennt ein Tesla und schon wird ein riesen Bericht daraus gemacht.

Das gleichzeitig (weil mehr und älter vorhanden) Verbrenner abbrennen wird nicht erwähnt.

 

Tesla wird als Brandgefährlich hingestellt, aber über so was wird nicht berichtet:

https://www.facebook.com/.../2235233090045535


Sun Oct 07 08:43:36 CEST 2018    |    notting

@KaJu74: Bei Tesla wird aber IMHO auch das mit der Sicherheit auch von offizieller Seite ständig auch sehr spezifisch sehr stark betont im Verhältnis zu anderen Herstellern. Dann müssen sich sich halt daran auch messen lassen.

 

notting


Sun Oct 07 10:09:48 CEST 2018    |    sestiphatis

Zitat:

Und das lustige ist, wir haben es schriftlich und wir werden in 2019, nach dem Q4 Bericht, sicher nochmal darauf zurück kommen.

Vor allem, wenn Tesla bereits in Q3 einen kleinen Gewinn ausweisen kann.

Fan hin, Fan her. Aber, mal nur für mein Verständnis: Meinst du das wirklich im Ernst? Das kann man doch im Dreisatz errechnen, dass Q3 negativ wird.


Sun Oct 07 10:47:39 CEST 2018    |    dodo32

Aus meiner Sicht polarisiert der Laden weil Elon Musk nach dem Motto verfährt: "alle sagen das geht nicht und dann kam einer und hat's dennoch gemacht". Ob er es schafft die Bude mittelfristig profitabel zu machen wird sich zeigen. Schafft er es nicht, wird die Idee eben verkauft. Sehe ich recht pragmatisch. Der Blaue auf dem Pic ist wirklich ein hübsches Fahrzeug aber ich halte das wie mit den Frauen: schön sein alleine reicht halt nicht ;)


Sun Oct 07 10:51:41 CEST 2018    |    KaJu74

Zitat:

Das kann man doch im Dreisatz errechnen, dass Q3 negativ wird.

Dann sag mir, woher hast du folgende Zahlen:

- Kosten und Umsatz PV Sparte

- Reduzierte Personalkosten durch Personalreduzierung

- Marge Model 3 durch höhere Produktion.

 

Und ich bin auch überzeugt, dass es noch negativ ist, habe nie was anderes behauptet.

Aber nur mal theoretisch, wenn es vom rund 750 Mio$ Verlust auf 100-200 Mio$ Verlust gesunken ist, was sagt dein Dreisatz dann zu Q4, wo die Anzahl der Model 3 weiter steigen wird?


Sun Oct 07 11:04:34 CEST 2018    |    AlwaysOnline

Es erstaunt mich das keiner von den immensen Ressourcen schreibt die bei der Herstellung der Akkus benötigt werden.

Das Auto ist sicherlich ganz nett , aber die Akkuherstellung , nicht nur für Tesla, ist für mich das no Go.


Sun Oct 07 11:33:01 CEST 2018    |    KaJu74

@AlwaysOnline

Bitte fang jetzt nicht mit der längst widerlegten schwedischen Studie an.

Lies mal hier:

http://www.manager-magazin.de/.../...er-als-ford-fiesta-a-1177177.html

Zitat:

Darum ist ein fetter Tesla Model X sauberer als ein kleiner Ford Fiesta

Und eine Frage die ich dann gerne stelle:

Hast du dir diese Gedanken, wegen der Ressourcen auch mal beim Verbrenner gemacht? Ich gehe mal von nicht aus.

Warum dann plötzlich beim Elektroauto?

 

Die größten Emissionen entstehen tatsächlich beim Elektroauto beim Akku.

Der Tesla soll 70% Emissionen sparen können durch Recycling.

https://www.tesla.com/.../...closed-loop-battery-recycling-program?...

Das war 2011!

Auch in Europa läuft das Programm:

https://www.tesla.com/.../...ttery-recycling-program-throughout-europe


Sun Oct 07 11:35:46 CEST 2018    |    DrHephaistos

Nicht die Marke Tesla oder deren Autos polarisieren. Sondern ihr Marktschreier Elon Musk. Die Trennung fällt vielen schwer.

 

Cheers,

DrHephaistos


Sun Oct 07 13:42:53 CEST 2018    |    gato311

Ich sehe auch das Messias-Getue um Musk von vielen Tesla-Fahrern und den Statusfaktor wegen des hohen Preises als Hauptursache für das Gezänk um Teslas. Der Statusfaktor ist wohl eher in D Ursache für Zankereien als in den USA, wo generell entspannter mit der Zurschaustellung von Reichtum umgegangen wird.

 

Speziell in Deutschland finde ich es auch etwas ärgerlich, dass andere sehr vielversprechende und heute schon mit viel weniger Einschränkungen als bei E-Autos voll nutzbare Brückentechnologien wie CNG auch von der Politik mit dem einseitigen Fördern von E-Autos künstlich kleingehalten werden. An der VW-Gruppe liegt es in dem Fall ausnahmsweise nicht, ganz im Gegenteil nach dem letzten Produktfeuerwerk Mit A4, A4, A5, Up/Mii/Citigo, Ateca, Octavia, Golf, Leon, Caddy...

 

Speziell mit den neuen Turbomotoren sind die CNG-Autos auch nicht mehr so lahm wie früher.

 

Da verstärken die Tesla-Jünger diesen Effekt noch und wirken daran mit, dass alternative Antriebe ausgebremst werden. Dazu kommt die Vermischung auch in der Presse mit dem klimatechnisch und im Bereich CO2 etwas weniger günstigen LPG.

 

In den nächsten Jahren wären für viele Nutzer solche Fahrzeuge von Umweltbilanz und Praxisnutzen auf Langstrecken mit vorhandener Infrastruktur schlicht die bessere Wahl, wenn es nicht allein auf schiere Beschleunigung ankommt. Wie viel besser die Fahrzeuge abschneiden, ist dann auch wieder eine Frage des konkreten Gasmixes. Da geht alles wie auch beim Strom, nur dass selbst russisches Erdgas bzgl. CO2 schon extrem gut dasteht zu vielen traditionellen Stromquellen.

 

Die genannten Tests versteifen sich auch recht einseitig auf CO2 und lassen andere Schadstoffe außen vor.

Andere Alternative Antriebe wie eben z.B. CNG werden völlig ausgespart. Da sähe es dann mit aktuellen Fahrzeugen schon ganz anders aus bei der Bilanz.

 

Dennoch bleiben die Teslas und auch andere E-Autos tolle interessante Autos, vor allem, wenn man zu Hause laden kann. Man sollte den Blick nur nicht auf die reduzieren.


Sun Oct 07 22:41:21 CEST 2018    |    etwina

Zitat:

Bitte fang jetzt nicht mit der längst widerlegten schwedischen Studie an.

Lies mal hier:

http://www.manager-magazin.de/.../...er-als-ford-fiesta-a-1177177.html

Eine perfekte Präsentation dessen, warum ich Tesla Besitzer/Fahrer verabscheue. Die Marke bzw. der Hersteller vertreibt ein gutes Produkt. Die besessenen Missionare sind das Problem.

 

Fake Argument Nr. 1: Akkus wären sauber.

 

Es ist eine bewiesene und nachlesbare Tatsache, dass für die Akkuproduktion südamerikanische Bauern enteigent werden (zur Not auch mit Gewalt) und auf Ihren ehemaligen Feldern Lithiumsalze geerntet werden. Bewaldetes Gebiet wird gerodet, was nicht in die CO2 Berechnung des MIT eingegangen ist. Weil die Lithiumgewinnung auch sehr Wasserintensiv ist, lässt man das Land derer, die zufällig keine fördernswerten Lithium Vorkommen haben durch die Grundwasserabsenkung zumindest vertocknen. Die Schäden am Ökosystem lässt das MIT aus.

 

Die Erdölproduktion ist kein bisschen besser für die Natur. Auch hier wird Grundwasserversäucht, aber es spielt sich auch niemand mit einem Benzin/Diesel Fahrzeug als der Heilsbringer der Welt auf.

 

Fake Argument 2: Energiebilanz

 

Hast du dir den Schwachsinn, den du verlinks auch mal durchgelesen? Bei Kraftstoffen wird die Produktion, das Raffinieren, der Transport, die Lagerung und Verteilung bis zur Zapfsäule in die Energiebilanz eingerechnet, beim Strom nicht. Weil man einen relevanten Anteil an Batteriefarzeugen auf deutschen Straßen will, muss das Stromnetz kräftig ausgebaut werden. Da hätte ich gerne den Energieverbrauch vom Kupfererz bis zur unterirdischen Stromtrasse auf dem Zettel des Akkufahrzeugs gesehen.

 

Traurige Wahheit: E-Auto Fahrer sind Sozialschmarotzer

 

Jeden Tag, wenn man sich über seine Einspeisevergütung freut, den kostenlosen Strom von der heimischen PV Anlage oder divensen kostenlosen Lademöglichkeiten ist keinem Teslafahrer klar, dass er das Geld verprasst, das sich Lieschen Müller vom Mund abgespart hat, hat absparen müssen weil sie per EEG Umlage gesetzlich verpflichtet ist die Renditen von PV Anlagen und den Betrieb von 80.0000€ Protzkarren mitzufinanzieren. Die Milliaren, die in die Subventionierung des Kaufs von E-Autos und Aufbau von Ladeinfrastruktur geflossen sind über Jahrzehnte einen kostenlosen öffntlichen Nahverkehr hätten finanzieren können.


Mon Oct 08 10:47:57 CEST 2018    |    knolfi

Weiß nicht, ob Tesla polarisiert, für mich ist es eine Automarke wie jede andere auch. Die Fahrzeuge wie der Firmeneigner sollen hip und stylisch wie ein iPhone rüber kommen, aber der Musk ist einfach nur penetrant und seine Kisten sehen aus wie eine Kreuzung aus einem Jaguar und einem Lotus (zumindest das Model S): nett im ersten Moment anzusehen, dann hat man sich aber auch schon optisch sattgesehen.

 

Warum ich keinen Tesla fahre? Weil die Zeit, um einmal vollzutanken, 30 Mal so lange dauert wie beim Benziner. Und die Zeit hab ich nicht.

 

Was mir aber auf den Keks geht, sind Typen mit Sendungsbewusstsein und bei solchen Automakren tummeln sich diese eben gerne. Da sind aber Oltimer- oder Sportfahrer bei der wochenendlichen Rudelausfahrt auch nicht anders.


Mon Oct 08 11:00:00 CEST 2018    |    JürgenS60D5

In der Tat: ich bin mir nicht so sicher, ob Tesla ausserhalb eines Forums polarisiert. Aber wenn, dann ist es eine Mischung aller oben genannter Gründe.

 

Neben dem -in der Tat penetranten Musk- muss man halt bei amerikanischen Marken die penetrante Werbung hinnehmen. Ist VW mit seinem "wir sind das Beste" aber wirklich besser?

 

Was mich aber ebenso umtreibt ist die Frage: wie ist es mit der Sorgfaltspflicht sogenannter Analysten bestellt? Darf -beispielsweise so was so was hemmungslos in die Umwelt geblasen werden? Da fange ich an, Musk zu verstehen.


Mon Oct 08 12:47:21 CEST 2018    |    KaJu74

@knolfi

Ganz wertfrei eine Frag, oder zwei.

Wie weit fährst du täglich im Schnitt und hast du einen festen Stellplatz oder bist Laternenparker?


Mon Oct 08 12:49:07 CEST 2018    |    KaJu74

@JürgenS60D5

Welche Werbung meinst du? Tesla macht ja keine Werbung im herkömmlichen Sinne.

 

Das mit dem analysten ist ja genau das, was ich immer bemängele.


Mon Oct 08 13:08:45 CEST 2018    |    KaJu74

@etwina

 

Ich wusste nicht, ob ich den Beitrag löschen sollte, stehen lassen und nicht antworten sollte, oder ob ich dir antworten soll.

Ich habe mich für letztes entschieden, wird mir aber bestimmt wieder falsch ausgelegt.

 

zu 1.) Wer hat behauptet, dass Akkus sauber sind?

Sie sind die größten Emissionserzeuger beim Elektroauto.

Aber zu einem sehr hohen Grad recyclebar.

 

Zu den armen Bauern (und das "arme" meine ich Ernst):

Hast du dir die gleichen Gedanken bei den Bauern gemacht, die dank fracking ihr Grundwasser anzünden können, oder ist dir dieser Bauer egal?

Hast du dir die gleichen Gedanken bei der Lösandförderung im Nationalpark in Kanada gemacht, oder ist das zu weit weg und dir egal?

 

Und Heilsbringer sind keine Fahrzeuge, sonder Fahrrad fahren.

 

Zu 2.) Wie viel muss man denn einrechnen, wenn der Strom dur PV direkt ins Auto geladen wird?

Regenerative Energie ist im Vormarsch. Der Strom wird also immer sauberer und bedarf immer weniger Vorkette.

Öl wird immer dreckiger, dank Fracking und Ölsnadgewinnung. Wir quetschen wortwörtlich die Welt aus um die letzten Tropfen Öl zu bekommen. Wir holen den Dreck der Vergangenheit mit mehr Dreck in die Gegenwart.

 

Zur traurigen Wahrheit.

Hast du eine Ahnung, wie stark die Braunkohle subventioniert werden?

Hast du eine Ahnung, wie stark die Atomkraftwerke subentioniert werden?

 

Erneuerbare Energien sind trotz Subvention der Braunkohle jetzt schon günstiger, aber dank der energilobby wird weiter auf Kohle gesetzt.

Selbst effizientere und sauberere Gaskraftwerke werden dadurch kaputt gemacht, weil Kohle den Energieriesen mehr Gewinn erbringen.

 

Weißt du was ?

Dein Beitrag tropft gerade zu vor Neid.

Sorry, kann ich nicht besser sagen.

Und ja, stempel mich gerne als Schmarotzer ab, wenn es dir hilft.


Mon Oct 08 14:03:16 CEST 2018    |    bimidi

Ich weiß jetzt nicht, warum oder ob Tesla polarisiert, aber ich kann dir sagen, warum ich mir keinen gekauft habe.

 

Zum einen gibt es im Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft negative Tesla-Erfahrungen bezüglich der Produktqualität und des Service, über die ich bei einem Fahrzeug dieser Preislage nicht hinwegsehen würde. (Die drei übrigens auch nicht, weshalb zwei schon wieder nicht mehr zur Familie gehören.)

 

Desweiteren ist da die Ladeproblematik. Etwa zwei Kilometer von meiner Adresse sind zwei öffentliche Einrichtungen, die von den gleichen Leuten heimgesucht werden: Supercharger und McDonald. Ich will aber nicht zu McDonald, wüsste aber nicht, wohin ich während des Ladens sollte - schließlich steht der Charger am Ar... des Propheten. Dazu kommt, dass mir (wie Knolfi) die "Tankzeiten" viel lang sind. Deshalb käme ein Tesla nur als Dritt- oder Viertwagen für unseren Haushalt in Frage. Mal ganz davon ab, dass ich keinen x-Wagen dieser Preisklasse kaufen kann oder will, setzt irgendwo vor dem Drittwagen - erst recht, wenn eine dicke Batterie an Bord ist - mein ökologisches Gewissen ein.

 

Entgegen ihres Sendungsbewußtseins sind aus o.g. Gründen Tesla-Fahrer oft die größten Umweltsünder. Ich war mal auf einer gigantischen Tesla-Veranstaltung im Grödnertal - da waren >100 Tesla-Eigner, die sich alle für aktive Umweltschützer gehalten haben. Absurd, weltfremd, egoistisch.

 

Ansonsten finde ich das Auto einigermaßen gut gestaltet und das Konzept ziemlich attraktiv. Allerdings sehe ich derzeit nur einen Sinn für elektrisch betriebene Kleinstwagen im Kurzstreckenverkehr, wenn man sie nachts in der Garage aufladen kann. Oder man nutzt eben car2go - das ist für mich perfekt. So habe ich jeden Tag die Vorteile von E-Fahrzeugen, ohne die Nachteile ertragen zu müssen.

 

Wenn du jetzt wieder (wie oben schon in diesem Thread) die Frage stellst, wie oft man denn mehr als 300km fährt und somit unterwegs nachtanken müsste, dann beantworte bitte die Frage, wie oft du mit mehr als zwei Personen unterwegs bist, also ein smart ED beispielsweise nicht ausreicht.


Mon Oct 08 14:11:57 CEST 2018    |    knolfi

@KaJu74 ich fahre regelmäßig Strecken von 550 km oder mehr am Stück. Mit einer Tankfüllung komme ich dabei im schlechtesten Fall (freie Bahn und Pedal to the Metal) rd. 450 km weit. Dann muss ich volltanken.

 

Beim Tesla käme ich mit gleicher Fahrweise rd. 220 - 250 km weit und müsste dann den so ziemlich leeren Akku wieder voll laden.

 

Ich hatte mir ebenfalls schon überlegt, meinen Firmen-LoadUp! nächstes Jahr gegen einen e-Load-Up! zu tauschen, da die Mühle nur im Stadtverkehr und Kurzstrecken läuft...eigentlich ideale Betriebsbereich für so ein Bügeleisen. Nur verlangt VW das fast 2,5-fache für das Bügeleisen ggü. eines konventionellen Verbrenners.

 

Ne, lass mal, dann fahre ich lieber weiter politisch unkorrekt durch die Gegend.


Mon Oct 08 14:18:44 CEST 2018    |    sestiphatis

Der Smart ist zum gleichen Preis auch als Forfour zu haben. Und er kostet ohne Anzahlung nur 159€ bei 48/10, was zu ebenso akzeptablen Konditionen änderbar ist, aber im Kurzstreckenverkehr für Viele gut passen könnte. Und auch der viertürige Smart verbraucht weniger Verkehrsfläche als ein Tesla.

 

Das ist der Angriff von unten, der in 18 Monaten vom VW ID Neo für unter 30.000€ weitergeführt wird. Den Tesla für 35.000€ wird dagegen in Europa keiner bekommen. Nicht dieses Jahr, nicht nächstes Jahr - nie.


Deine Antwort auf "Warum polarisiert Tesla so sehr?"

Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.

Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.

Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.

Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.

Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

 

Ich bin Auto und Technik verrückt.

Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

 

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

 

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

 

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.

Hybrid schon gar nicht.

 

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

 

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

 

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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