Wie fahre ich einen Golf 7 mit TSI-Motor richtig?
Hallo,
damit Ihr mein Problem besser versteht, möchte ich zunächst einmal den „Status Quo“ beschreiben:
Seit über 14 Jahren fahre ich einen Golf 3 (Benziner 1,6 l / 75 PS, Handschalter, EZ 1996). In dieser Zeit bin ich praktisch so gut wie nie ein anderes Fahrzeug gefahren. Ich bemühe mich meistens, kraftstoffsparend zu fahren und schalte deshalb beim Beschleunigen frühzeitig hoch (i.d.R. so bei ca. 1800 - 2000 U/min., im höheren Gang bin ich dann bei ca. 1200 - 1400 U/min.). Der Wagen beschleunigt auch aus diesen niedrigen Drehzahlen heraus gleichmäßig und (sofern nicht mehrere Personen im Fahrzeug sind, was aber nur selten vorkommt) ausreichend zügig.
Am Golf 3 stünden jetzt leider eine Vielzahl an Verschleißreparaturen an. Deshalb habe ich den Kauf eines Golf 7 ins Auge gefasst (Benziner - ich fahre max. 12000 km im Jahr, Handschalter). Ich habe dazu bereits eine Probefahrt mit dem Golf 7 mit dem 85 PS, 105 PS und 140 PS TSI gemacht. Dies waren übrigens meine ersten Fahrten mit einem Benzin-Turbomotor 🙂
Der 85 PS TSI-Motor kam von seiner Fahrcharakteristik meinem alten Golf 3 noch am nächsten. Allerdings möchte ich mir für meinen neuen Wagen schon den Luxus einer höheren Motorisierung gönnen.
Mit dem 105 PS und 140 PS TSI-Motor bin ich aber nicht so gut zurechtgekommen. Beim Hochschalten war die Beschleunigung im unteren Drehzahlbereich gefühlt zunächst sogar geringer als bei meinem alten Golf 3. Nach kurzer Zeit bei etwas höheren Drehzahlen kam dann aber ein umso kräftigerer Beschleunigungsschub. Das, was an Beschleunigung zunächst gefehlt hat, kam dann zuviel. Ich empfand dieses Fahrverhalten sehr unangenehm und unharmonisch.
Nach allem, was ich so lese, beschwert sich aber niemand darüber, dass sich ein Turbo-Benziner schlechter fahren ließe als ein Saug-Benziner. Eher ist das Gegenteil der Fall.
Deshalb jetzt meine Frage: Was habe ich verkehrt gemacht? Wie muss man einen Turbo-Benziner fahren, damit er sich „vernünftig“ fährt? Die Gänge weiter ausfahren und erst wesentlich später hochschalten? Wie soll man dann noch kraftstoffsparend fahren? Und wie ist es in Situationen, in denen man nicht umhinkommt, im unteren Drehzahlbereich anfahren zu müssen (bspw. beim Abbiegen, wenn man nicht anhalten muss, sondern im 2. Gang weiterfahren kann - mein Golf 3 hat dann auch schon bei 1000 U/min. ausreichend Zug)?
Über hilfreiche Tipps und Hinweise würde ich mich sehr freuen!
Beste Antwort im Thema
Wenn du DSG orderst,
hast du eine potentielle Fehlerquelle mehr,
kauf einen Schalter.
Weil du vorher den trägen Golf 3 1,6 75 PS hattest,
wird dir der kleine 85PS 7er schon wie eine Höllenmaschine vorkommen.
Wenn du vom Golf 3 TDI 90PS auf den Golf 7 wechseln würdest,
kommt dir der 1,2 105Ps müde vor...
33 Antworten
Also doch (noch) keine bekannten Probleme in Bezug auf vorzeitige Motorschäden/-ausfälle beim ACT. Das wäre nach weniger als zwei Jahren ja sonst auch schlimm gewesen. Dann spräche also bislang nichts dagegen, wenn ich mich auch in die Riege der Betatester für dieses neue Motorenkonzept einreihen würde ...
Zylinderabschaltung ist ja auch keine neue Erfindung. Es bleibt nur die Frage wie gut hat es VW umgesetzt.
So, jetzt möchte ich (endlich) einmal erzählen, wie ich mich denn entschieden habe. Tja, ich konnte letztlich nicht über meinen Schatten springen und wollte doch bei einem Saugbenziner bleiben. Und dann ist es auch kein Neuwagen geworden ... sondern ein gebrauchter Golf 6 mit dem 1,6-Liter-Benzinmotor (75 kw / 102 PS).
Ab Mai 2010 wurde dieser Motor von VW beim Golf (außer in der BiFuel-Variante) aus dem Programm genommen; mein Golf 6 (gebaut im März 2010) gehört damit zu den letzten Gölfen mit diesem "alten" Motor.
Mit den Fahrleistungen bin ich, was meine Ansprüche betrifft, sehr zufrieden - der Motor läuft genau so, wie ich es mir von einem Motor wünsche. Allerdings gibt es das Manko, dass nur ein 5-Gang-Getriebe vorhanden ist, was zudem recht kurz übersetzt ist (bei ca. 100 km/h bereits ca. 3000 U/min). Da traut man sich auf der Autobahn kaum mehr als Richtgeschwindigkeit zu fahren 😉 Es fehlt einfach ein drehzahlsenkender 6. Gang - dann wäre alles perfekt. Das war mir natürlich auch schon vor dem Kauf bekannt; ich habe mich aber dafür entschieden, dies als das kleinere Übel anzusehen.
Was mir - im Vergleich zu meinem vorigen Golf 3 - noch so aufgefallen ist:
- Der Verbrauch ist - trotz zurückhaltender Fahrweise - um ca. 0,3 - 0,5 Liter höher als beim Golf 3 und bewegt sich insgesamt um die 6,5 l/100 km (Fahrprofil: Überwiegend Landstraße; Mittelwert Sommer/Winter).
- Im Winter ist die Heizleistung etwas schlechter bzw. es dauert etwas länger, bis die volle Heizleistung erreicht wird.
- Die Oberflächen im Innenraum, insbesondere die Sitze/Sitzpolster, scheinen mir doch um einiges empfindlicher zu sein als im Golf 3.
Insgesamt bin ich aber zufrieden mit meiner Fahrzeugwahl und hoffe, dass ich den Wagen noch lange fahren kann.
Also ich hatte bis Mitte diesen Jahres einen Golf Plus mit der 102 PS-Maschine
bevor ich mir dann vor einigen Wochen einen Golf 7 DSG TSI mit 125 PS
zugelegt habe. Ich muss sagen, dazwischen liegen Welten. Die 102 PS-Maschine
ist sehr zuverlässig gewesen und hat bei etwas über 200.000 Km keine Probleme
bereitet, ist jedoch vom Fahrverhalten recht zäh. Der TSI mit 125 geht dagegen
super ab, inbesondere mit dem DSG.
Diese Kombination mach richtig Spaß!