Warum die Deutschen den Dienstwagen so lieben
Für alle Dienstwagenfahrer und davon gibt es hier ja sehr viele: Ich habe einen Artikel gefunden, von dem ich glaube, dass er vielen hier im Forum interessant erscheinen dürfte. Also quasi ein Lesetipp.
http://www.cio.de/dienstwagen/2226633/ Seht ihr das auch so?
Beste Antwort im Thema
editiert auf Userwunsch durch MartinSHLZitat:
Zitat:
Original geschrieben von christian80Ich bin auch noch nicht in den "Genuss" gekommen...
Wem würde eine Geldspritze nicht gefallen? Es darf auch gerne eine Schenkung sein. 😉
Dass andere spenden sollen, du aber nicht mal bereit bist, mit einem kleinen Beitrag Hilfe zu leisten, das zeigt abermals, wie du denkst und fühlst.
Deine Aussagen disqualifizieren dich auf immer und ewig in diesem Forum – markenübergreifend. Leider kann man so viel XXXXXXX nicht ignorieren. Gegen so etwas muss man sich wehren.
119 Antworten
Einer Erbschaft kann ich wenig schönes Abringen, von daher bin ich ganz froh bisher noch nicht in den "Genuss" gekommen zu sein.
Aber du scheinst ja ganz scharf drauf zu sein?!
Zitat:
Original geschrieben von christian80
Wenn ein Firmenwagen doch so unattraktiv ist, warum sind dann 3 von 4 Porsche auf Firmen zugelassen?Zitat:
Original geschrieben von Baumbart
Bitte bitte befass Dich mal mehr mit dem Thema.War Dir klar das der Betrag der dem Mitarbeiter, auch dem Chef, versteuert abgezogen wird dem Umsatz zugerechnet wird und somit bei einem eventuellen Gewinn ein zweites Mal versteuert wird?
Übrigens wurde hier gerade der Neid eindrucksvoll bewiesen...
In anderen Ländern gibt es übrigens Preisgrenzen bei Firmenwagen, was auch richtig ist. Luxus und Steuervorteile passen nicht zusammen. Wer ein Fahrzeug mit einem Nettopreis (ohne MwSt.) abzüglich Rabatt von mehr als 50.000 Euro fahren will, der soll es komplett aus privater Tasche bezahlen.
Ein Rechenbeispiel:
BMW 530d mit Sonderausstattung: 59.000 Euro (ohne MwSt.) abzüglich 15 % Rabatt ergibt das 50.150 Euro und wäre also gerade an der Grenze. Das sollte für Geschäftszwecke ausreichen. Wer einen M5 will, der soll es komplett aus privater Tasche bezahlen.
Warum soll er den selbst zahlen? Weil er die Kohle lieber nach München schickt als auf die Caymans?
Zitat:
Original geschrieben von christian80
Wenn es wenigstens so wäre: Neid muss man sich erarbeiten - dem ist aber nicht so. Neid muss man sich ererben! 😁Zitat:
Original geschrieben von KingKamehaMeha
Der kleine Teutsche und der große Neid 😁 😁 😁
drollig 😛Hast du schon eine schöne Erbschaft gemacht in deinem Leben?
Ich will garnichts erben. Langes und gutes Leben den Alten!
Geh Dir nen ordentlichen Job suchen dann klappt's auch mit dem Bimmer. Meinen ersten neuen BMW hab ich als 21 jährigem Zivi selbst ohne Sponsor gekauft. 316 E36 comp. aber selbst um meiner. Mit 2 Nebenjobs war sogar noch ordentlich was über.
Zitat:
Original geschrieben von christian80
In anderen Ländern gibt es übrigens Preisgrenzen bei Firmenwagen, was auch richtig ist. Luxus und Steuervorteile passen nicht zusammen. Wer ein Fahrzeug mit einem Nettopreis (ohne MwSt.) abzüglich Rabatt von mehr als 50.000 Euro fahren will, der soll es komplett aus privater Tasche bezahlen.
"Die Linke" hat es in das BMW Forum geschafft. Respekt.
Stärken wir unseren Standort und die Arbeitsplätze in der heimischen Industrie halt nicht, damit ist allen geholfen (außer denen in Deutschland).
Ich schlage noch eine Vermögenssteuer auf (willkürlich berechnetes) Betriebsvermögen vor. Zwangsabgabe / Zwangsanleihe für alle "Reichen" (weil Deutschland es ja soooo schwer hat, sich auf dem Kapitalmarkt Geld zu organisieren).
Tempolimit wäre auch gut.
Spitzensteuersatz darf auch wieder höher.
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Der Dienstwagen ist und bleibt eine Neiddebatte. Innerhalb des Betriebes sowieso.
Die Debatte ist auch zum Großteil geprägt von Unwissenheit, speziell von Leuten, die keinen bekommen.
Abseits der üblichen Besteuerung 1% vom LP und 0,03% vom LP je Entfernungskilomter. Die anderen Sonderfälle mal außen vor.
Es gibt so viele Arten von Policys in den Unternehmen:
Das fängt an bei Mitarbeitern, die das Fahrzeug zwingend geschäftlich benötigen> der klassische Vertreter sei hier genannt.
Dann gibt es die Managementebene, die das Fahrzeug als Benefit bekommt.
Dann noch die sogenannten Gehaltsumwandler.
Die Bandbreite der Bedingungen ist auch vielfältig, von festgelegten Leasingraten oder Bruttopreisen über definierten Fahrzeugklassen und Ausstattungen über Zuzahlungen usw.
Dann gibt es auch noch Unterschiede in der Beteiligung an den variablen und fixen Kosten.
Von Vollversorgung incl. Urlaub bis Beteiligung ab einer gewissen KM- Zahl Privat ist alles dabei.
Dann gibt es auch unterschiedliche Regelungen, wer den Wagen aus der Familie fahren darf.
Und und und....
Was will ich damit sagen?
Jeder Fall ist speziell und dann muss man auch noch berücksichten, was die Person sonst fahren würde.
Ich persönlich habe einen Passat für ca. 40k€ brutto ohne Zuzahlung mit Vollversorgung, den auch meine Familie und auch im Urlaub fahren darf.
Das Auto ist ein Benefit, brauche das also eigentlich nicht für den Job.
Für mich lohnt sich das, da ich nur 8km zur Arbeit fahre und mir immer alle drei Jahre ein neues gekauft habe.
Ehrlicherweise kein 40k€ Auto, sondern eines im Bereich 25k€.
Die Besteuerung kostet mich ca. 220€/ Monat und davon kann ich das Auto natürlich nicht bezahlen.
Habe also einen schönen Vorteil, den ich mir verdient habe :-).., meine ich zumindest... :-)...
(Nur mal für die Unwissenden: Mein Kollege hat 50km zur Arbeit, den kostet das identische ca.445€/ Monat.)
Wer weiß was die Zukunft bringt....., wenn es der Firma mal schlechter geht oder BCG und Co mal wieder rumwühlen.
Zitat:
Original geschrieben von zemento
Für mich lohnt sich das, da ich nur 8km zur Arbeit fahre und mir immer alle drei Jahre ein neues gekauft habe.
Ehrlicherweise kein 40k€ Auto, sondern eines im Bereich 25k€.
Die Besteuerung kostet mich ca. 220€/ Monat und davon kann ich das Auto natürlich nicht bezahlen.
Habe also einen schönen Vorteil, den ich mir verdient habe :-).., meine ich zumindest... :-)...
Wobei man dabei ehrlicherweise sagen muss, dass dein AG dir (zumindest theoretisch) bei einem solchen Passat, kaum dienstlicher Kilometer und Vollversorgung auch ca. €7000 - €8500 mehr brutto zahlen könnte.
Der Wagen kostet dich (theoretisch) somit eher €5500 - €7500 netto pro Jahr (220*12 + Nettoanteil der 7000-8000). Eine theoretische Rechnung, da die meisten AG das nichtmachen.
Aber dennoch...
Zitat:
Original geschrieben von Chucker
Der Wagen kostet dich (theoretisch) somit eher €5500 - €7500 netto pro Jahr (220*12 + Nettoanteil der 7000-8000). Eine theoretische Rechnung, da die meisten AG das nichtmachen.Aber dennoch...
Sehr theoretisch, da das halt das Benefit-Modell ist.
Das steht halt in der Policy so fest für bestimmte Ebene. Da kannst Du nur nein sagen, sonst nichts.
Konzernpolitik.
Muß man nicht verstehen. Bin zufrieden damit und das zählt.
Der nächste wird ein BMW, hoffe ich. Deswegen tummel ich mich hier rum.
Zitat:
Original geschrieben von zemento
Ich persönlich habe einen Passat für ca. 40k€ brutto ohne Zuzahlung mit Vollversorgung, den auch meine Familie und auch im Urlaub fahren darf.
Das Auto ist ein Benefit, brauche das also eigentlich nicht für den Job.
Als Selbständiger müsste man den voll selbst bezahlen, da er nicht ins Betriebsvermögen gezählt werden dürfte. Aber mal angenommen der würde 50% betrieblich genutzt und man würde 1% Regel anwenden (mit Annahmen: 10TKM im Jahr; 40T BLP; Grenzsteuersatz 42%), dann würde man als selbständiger wie folgt rechnen:
Ausgeben (Cash-out) tut man:
Leasingrate (netto) -350€
MwSt auf Leasingrate -66,5€
Versicherung -100€
Sprit (netto) -70€
MwSt auf Sprit -13,3€
Summe= -599,80€
Am Ende des Monats macht man Vorsteueranmeldung:
MwSt auf Leasingrate: +66,5€
MwSt auf GWV: -64€
MwSt auf Sprit: +13,3
Summe: 15,8€ die man vom Finanzamt an Vorsteuer wiederbekommt.
Wenn man jetzt noch anteilig für diesen einen Monat die Einkommensteuer-Effekte bewertet (Geld fließt erst später):
GWV (auf Basis netto-LP) +336 €
Betriebliche Ausgaben: -599,8€
Summe: -263,8€
Steuereffekt (bei 42%): -111€, also man zahlt 111€ weniger Einkommenssteuer.
Im Ergebnis also:
Von den 599,8€ die der Wagen kostet bekomme ich vom Finanzamt also 15,8€+111€ = 126,8€ "wieder zurück". Es bleiben also schlappe 473€ die ich als Selbständiger noch selber trage. Für ein Auto dass ich zu 50% betrieblich nutze wohlgemerkt.
Für alle weiteren Ausgaben für das Auto gilt (also Reifen, Wartung etc.pp.) für jede 119€ die man mehr ausgibt beteiligt sich der Staat mit (salopp gesagt) 61€, d.h. den Rest in Höhe von 58€ trägt der Unternehmer weiterhin selber.
Das nur mal als Anhaltspunkt für diejenigen die meinen es gäbe als Selbständiger "alles geschenkt". Vielleicht wird jetzt deutlich was gemeint ist, wenn es dann im Gegenzug heißt, dass man erstmal das Geld erwirtschaften muss, bevor man es für so Dinge wie einen Firmenwagen ausgeben kann.
Zitat:
Original geschrieben von zemento
(Nur mal für die Unwissenden: Mein Kollege hat 50km zur Arbeit, den kostet das identische ca.445€/ Monat.)
Der Kollege bekommt aber dafür auch ca. 2000 km mehr Laufleistung als du und auch Treibstoff im Wert von um die 200 EUR im Monat geschenkt - oder hat es sich verdient. Je nachdem wie man es sieht.
Auch das ist wieder ein gutes Geschäft für ihn und der Nachbar und firmenwagenlose Mitarbeiter darf schon wieder den Neid auspacken, denn der zahlt auf jeden Fall viel mehr dafür als das bisschen Steuer.
Zitat:
Original geschrieben von zemento
Sehr theoretisch, da das halt das Benefit-Modell ist.
Das steht halt in der Policy so fest für bestimmte Ebene. Da kannst Du nur nein sagen, sonst nichts.
Schon klar, daher ja theoretisch. Ist bei uns ähnlich.
Wird aber gerne von Leute ("Ohne Dienstwagen habe ich mehr Kohle"😉 angeführt.
Zitat:
Michael Velte, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF): "Grundsätzlich kann man sagen, dass die deutschen Dienstwagen um eine Klasse besser sind als in den meisten anderen Ländern - wer zum Beispiel hier eine Mercedes-E-Klasse fährt, hätte im Ausland vielleicht eine C-Klasse."
Auch wenn ein Fahrzeug im Ausland ein anderen Stellenwert hat, trotzdem sind in vielen Ländern die Fahrzeuge auch immer noch ein ganzen Eck teurer als in Deutschland, das dürfte auch noch eine Rolle spielen. Sowohl im Anschaffungspreis als im Unterhalt (Steuern usw.), dann ist oftmals für das gleiche Budget auch weniger Fahrzeug drinn.
Zitat:
Original geschrieben von MartinBru
200 EUR im Monat geschenkt - oder hat es sich verdient. Je nachdem wie man es sieht.Zitat:
Original geschrieben von zemento
(Nur mal für die Unwissenden: Mein Kollege hat 50km zur Arbeit, den kostet das identische ca.445€/ Monat.)
Sicher hat der sich das auch verdient, ob nun durch Ausbildung, harte Arbeit, Glück, Vitamin B, whatever.
Das ist auch sehr vielfältig, gell .....
Am Ende ist es aber für jeden "Glücklichen" ein Stück Motivation. Gut so.
Ich habe die CIO auch im Abo.
Die Neider sind mir sowas von egal. Schließlich arbeite ich auch hart dafür. Ich muss mich ja auch nicht mit denen abgeben. Jeder, der Leistung erbringt soll auch was davon haben.
Aber es gibt halt dann die Berufskommunisten (z.B. BR), die alles gleichmachen wollen.
Für mich persönlich ist ein schöner Dienstwagen wichtig, damit baue ich auch Stress ab.
Unsere Regelung (Beratungs / Softwareunternehmen in privater Hand, 3100 MA in D):
Für jeden MA:
Dienstwagen nach der Probezeit, max. BLP 34.000 Euro, MA zahlt aus dem Netto 2,2% des BLP als Eigenleistung -> Das Benefit ist, dass der AG das Fahrzeug mit seinen Rabatten least und der MA kein Risiko eingeht.
Ab gewissem Joblevel (wie bei mir):
Fahrzeug on Top, auch wenn dienstlich nicht erforderlich, Vereinbarung über Zusatz zum Arbeitsvertrag. Kein Limit der Ausstattung. Pflichtausstattung: Klimaautomatik, Freisprecheinrichtung.
Inoffizielle Regelung: CO2 unter 150g/Km.
Hersteller: BMW, Audi, VW, Seat, Mercedes-Benz, Mini. Betriebskosten all-in, Tanken im Ausland bei Privatfahrten auf eigene Rechnung.
Ich brauche das Fahrzeug (derzeit A4 3.0TDI), zukünftig 320i GT nicht unbedingt dienstlich. Bei ca. 100 Flügen pro Jahr habe ich für das Autofahren ohnehin nur am WE Zeit.
Und meine Bonusmeilen sowie Status gehören auch mir - das ist übrigens das nächste Politikum in Unternehmen.