Staatliche Förderung von privaten Ladestationen kommt
Hallo. Wer es noch nicht gelesen hat, ist doch super oder?
https://www.heise.de/.../...-privaten-Ladestationen-kommt-4921996.html
Dann lass ich mir doch gleich für unseren GTE eine wallbox einbauen. Pauschal 900 Euro.
Welche würdet ihr empfehlen? Welche Firma für den Einbau im Raum Sachsen-Anhalt?
Beste Antwort im Thema
Cool, kein Geld wenn die Investion und Montage unter 900 Euro! Dann weiß man ja, wie hoch die Gesamtrechnung liegen muss. Hauptsache es werden Steuergelder sinnfrei umverteilt. Die 11kW entsprechen einem normalem Drehstromanschluss, abgesichert mit 16A, also nix besonderes.
Der Knaller ist der Ökostrom...ich hoffe mal dass die Ladestationen dann auch abgeschaltet werden, wenn kein Ökostrom zur Verfügung steht! Die Abnahme von "Ökostrom" ist gesetzlich geregelt. Wozu müssen die Leute dann noch einen Ökostromvertrag abschließen? Das ist moderner Ablasshandel, sonst nichts. Es gibt Leute, die argumentieren wie billig Solarstrom inzwischen ist...dann sollen diese Leute aber bitte auch auf eine zuverlässige und stabile Energieversorgung verzichten. Eine 100%-Ökostromversorgung ist technisch überhaupt nicht möglich derzeit in Deutschland und man kann es auch nicht kontrollieren.
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Zitat:
@andreas_siegen schrieb am 12. Dezember 2020 um 21:04:54 Uhr:
Das ist doch was völlig anderes.... Wir reden von dem RCD/FI Typ A der in manchen Wallboxen verbaut ist. Das von dir beschriebene Bauteil ist doch für die DC Fehlerstromerkennung.
Um 19.41 Uhr schrieb ich:
In den modernen Wallboxen ist auch nur ein RCD oder umgangssprachlich Fi für Gleichstrom verbaut. Das ersetzt natürlich nicht den Fi A mit 30mA.
Ja natürlich ist das Ding eine Gleichstromfehlererkennung, darüber haben wir in den letzten Mails gesprochen. Aber da könnte ich mich auch mit meiner Schreibtischlampe unterhalten. Würde wahrscheinlich weniger Unsinn ergeben. Jetzt ist hier Schluss für mich. Prost, ja ich weiß es ist Samstag Abend.
Zitat:
@ulliboy schrieb am 12. Dezember 2020 um 19:41:48 Uhr:
Es macht im Zusammenhang mit einer Wallbox keinen Sinn über Selektivität zu sprechen, weil das nicht funktioniert. Es sei denn, jemand hat noch einen uralten Fi mit 500mA verbaut und setzt dahinter den Fi mit 30mA für die Wallbox. In der Praxis kommt das kaum vor, weil schon lange die Fi mit 30mA Pficht sind und damit in Reihe keine Selektifität zu erreichen ist.
Ich will mich zwar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen da ich beruflich noch nie was mit Haus- und Gebäudetechnik tu tun hatte. Aber mein letzter Kentnissstand ist das 30mA Fehlerstromsensivität nur für bestimmte Bereiche wie Bad, Stallanlagen, etc. vorgeschrieben sind aber nicht für die restlichen Wohnräume.
Ich hab hier einen 30mA RCD fürs Bad aber ansonsten zwei 100 mA RCDs.
30mA RCDs haben haben nämlich den Nachteil das sie im Sommer bei stärkeren Gewittern zu Fehlauslösungen neigen. Und wenn dann in Abewesenheit z.B. der Router ausfällt und man nicht mehr auf NAS zugreifen kann oder noch schlimmer der ganze Inhalt vom Gefrierschrank verdirbt wäre das auch übel.
Zitat:
@ulliboy schrieb am 12. Dezember 2020 um 19:41:48 Uhr:
In den modernen Wallboxen ist auch nur ein RCD oder umgangssprachlich Fi für Gleichstrom verbaut. Das ersetzt natürlich nicht den Fi A mit 30mA.
Es gibt keine RCDs nur für Gleichstrom, sondern nur folgende Typen:
AC (wechselstromsensitiv, inzwischen nicht mehr zugelassen)
A (pulsstromsensitiv, Standard im Home&Office Bereich)
B (allstromsensitiv ohne HF)
B+ (allstromsensitiv incl. HF)
Ein normaler Typ A RCD würde bei Gleichstrom nicht auslösen, deshalb muss in der Wallbox nochmal ein mindestens Typ B RCD sein der auch bei Gleichstrom auslösen würde. Jedoch würde ein Typ B RCD genauso auch bei Wechselstrom auslösen.
*****
Strenggenommen gibt es aber trotzdem noch zwei Szenarios wo der RCD in der Wallbox nicht helfen würde.
1) Wenn der Fehler noch vor dem integrierten RCD auftreten würde, zum Beispiel in der Kabeldurchführung in die Wallbox rein. Allerdings kann das nur passieren wenn die Wallbox zumindest Teilweise berührbare Metallteile hätte. Bei einer Wallbox aus Kunststoff kann da eigentlich nichts passieren.
2) Man einen Nagel so präzise in die Leitung schlagen würde das man nur eine einzige Phase trifft und deshalb dann 230V am Nagel anliegen würden. Sobald man minderstens zwei Adern, egal ob zwei Phasen oder Phase mit N oder PE treffen würde, würden eh sofort die Sicherungen anspringen.
Da normale RCDs heutzutage nicht mehr viel kosten (so 30-40€) und der installationsaufwand in dem Fall auch nur eine Kleinigkeit ist, würde ich wahrscheinlich schon den zusätzlichen RCD einbauen.
Der einzige Grund der dagegen sprechen würde ist wenn der Platz knapp wird. Ein vierpoliger RCD braucht 4 Platzeinheiten, zusammen mit den drei Sicherungen wäre man dann bei 7 Platzeinheiten.
wir haben in unserem Altbau immer noch die 0,5 A Absicherungen. Ein Elektriker sagte, wiir sollten auf 30 mA umstellen, ein anderer sagte, dass er das wegen der vermutlich vielen Auslöser im Altbau eher nicht machen würde.
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@Martyn136
Bei Neuinstallationen oder wenn erweitert wird sind jetzt schon die Lampen an der Decke mit in einen Fi Stromkreis einzubeziehen. Auch Drehstromsteckdosen 16A gehören seit letztem Jahr dazu. Ausgeschlossen sind soweit ich weiß nur noch fest verdrahtete Drehstomgeräte wie Herd und Durchlauferhitzer.
Sobald z.B. eine Steckdose zusätzlich in den alten Stromkreis kommt, muss alles was dazugehört auf Fi 30mA geschaltet werden. Und ein FI darf nicht in eine 2 Draht Leitung also nur P und N geschaltet werden. Da muss immer auch ein Schutzleiter vorhanden sein.
RCD = Fehlerstromschutzschalter für die Hutschiene gibt es nicht allein in Gleichstromausführung. Ich hatte aber von Wallboxen mit integriertem Gleichstromfehlerschutz gesprochen und auch einen Link eingestellt, wo so etwas abgebildet ist.
Zitat:
@i need nos schrieb am 13. Dezember 2020 um 15:46:55 Uhr:
wir haben in unserem Altbau immer noch die 0,5 A Absicherungen. Ein Elektriker sagte, wiir sollten auf 30 mA umstellen, ein anderer sagte, dass er das wegen der vermutlich vielen Auslöser im Altbau eher nicht machen würde.
Der letzte Satz mit den vielen Auslösern im Altbau ist gut, den soll ein Elektriker gesagt haben, ja vielleicht im Suff als Scherz. In erster Linie überwacht ein Fehlerstromschutzschalter die angeschlossenen Geräte, weil es dort zu den meisten Fehlern kommt und auch die Gefahr für Leib und Leben lauert. Die angeschlossenen Geräte haben aber mit dem Altbau und der alten Installation nichts zu tun.
Der Fi macht nichts weiter als den abgehenden und eingehenden Strom, also + und - zu messen, gibt es eine Abweichung über dem Auslösewert, schaltet er ab. Wenn das in der alten Hausinstallation passiert, würde ich mir Gedanken machen. Da ist ja möglicherweise ein Brand nicht mehr weit.
Gruß Ulli
Zitat:
@ulliboy schrieb am 13. Dezember 2020 um 23:25:17 Uhr:
@Martyn136
Bei Neuinstallationen oder wenn erweitert wird sind jetzt schon die Lampen an der Decke mit in einen Fi Stromkreis einzubeziehen. Auch Drehstromsteckdosen 16A gehören seit letztem Jahr dazu. Ausgeschlossen sind soweit ich weiß nur noch fest verdrahtete Drehstomgeräte wie Herd und Durchlauferhitzer.Sobald z.B. eine Steckdose zusätzlich in den alten Stromkreis kommt, muss alles was dazugehört auf Fi 30mA geschaltet werden. Und ein FI darf nicht in eine 2 Draht Leitung also nur P und N geschaltet werden. Da muss immer auch ein Schutzleiter vorhanden sein.
Der letzte Satz mit den vielen Auslösern im Altbau ist gut, den soll ein Elektriker gesagt haben, ja vielleicht im Suff als Scherz. In erster Linie überwacht ein Fehlerstromschutzschalter die angeschlossenen Geräte, weil es dort zu den meisten Fehlern kommt und auch die Gefahr für Leib und Leben lauert. Die angeschlossenen Geräte haben aber mit dem Altbau und der alten Installation nichts zu tun.
Der Fi macht nichts weiter als den abgehenden und eingehenden Strom, also + und - zu messen, gibt es eine Abweichung über dem Auslösewert, schaltet er ab. Wenn das in der alten Hausinstallation passiert, würde ich mir Gedanken machen. Da ist ja möglicherweise ein Brand nicht mehr weit.
Hier laufen schon alle Stromkreise über einen RCD - nur eben die meisten Stromkreise über eine einen 100mA RCD und nur das Bad über einen 30mA RCD.
Der 30mA RCD löst leider wirklich jeden Sommer so 5-10x aus, die 100mA RCD die meisten Sommer garnicht höchstens wenn ein ganz schlimmer Gewittersommer ist vielleicht 1-2x im Jahr.
An der Hausinstallation scheint es definitiv nicht zu liegen, denn die ist noch garnicht so alt (1997), und wie gesagt von Herbst über Winter bis Frühling passiert garnichts. Nur im Sommer bei Gewitter.
Ich hab die Vermutung das bei Gewitter immer etwas Strom zwischen N und PE fliesst, wenn ein Blitzschlag das Erdpotential kurzzeitig etwas verschiebt. Zumal unsere Wohnsiedlung an einem Hang liegt und die ganze Gegend hügelig ist.
Ich habe gestern vom Vermieter das Update bekommen, dass der Antrag auf eine Steckdose bei der Eigentümerversammlung zwar genehmigt wurde, die Wallbox jedoch "trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema aufgrund der Komplexität" abgelehnt wurde. Er hat nun direkt Einspruch eingelegt mit der Begründung, dass der Antrag entsprechend der WEG-Reform nicht abgelehnt werden darf - ob das was bringt weiß ich nicht.
Je nachdem ist dann eben die Wallbox doch raus und es wird nur eine normale Steckdose, auch wenn das natürlich schade wär. War ja ursprünglich auch so geplant, aber dann kam eben WEG-Reform und Förderung .... da will man dann schon 😁
Auf jeden Fall hab ich einen Top-Vermieter! Hatte ihn einmal gefragt, ob das mit dem Strom klar geht und er hat daraufhin direkt beide Anträge gestellt und ist da dran 🙂
Zitat:
@Martyn136 schrieb am 14. Dezember 2020 um 01:49:00 Uhr:
Der 30mA RCD löst leider wirklich jeden Sommer so 5-10x aus, die 100mA RCD die meisten Sommer garnicht höchstens wenn ein ganz schlimmer Gewittersommer ist vielleicht 1-2x im Jahr.An der Hausinstallation scheint es definitiv nicht zu liegen, denn die ist noch garnicht so alt (1997), und wie gesagt von Herbst über Winter bis Frühling passiert garnichts. Nur im Sommer bei Gewitter.
Ich hab die Vermutung das bei Gewitter immer etwas Strom zwischen N und PE fliesst, wenn ein Blitzschlag das Erdpotential kurzzeitig etwas verschiebt. Zumal unsere Wohnsiedlung an einem Hang liegt und die ganze Gegend hügelig ist.
exakt so hat es mir der Installateur erklärt, der kürzlich wegen eines anderen Themas bei uns war und auf eine Umrüstung auf 30 mA Absicherung von mir angesprochen wurde. Er würde aber für die Umrüstung alles prüfen damit sowas NACH MÖGLICHKEIT nicht auftritt, was aber auch immer nur eine Momentaufnahme wäre. Ein Industrielektriker in der Familie hat es mir inhaltlich genausop erklärt. Beide kamen letztlich zu dem Schluss, dass man eine Umrüstung eigentlich schon machen sollte, aber dann eben auch mit den evtl. auftretenden Nachteilen leben müsste.
Ich habe heute das Angebot von unserem Elektriker erhalten. Installation, Inbetriebnahme, Prüfprotokolle, 20 M Kabel, Erdrohr, Kabelkanäle, 1 Wand/Bodenplattendurchbruch für 641,72 Euro.
Dann gleich auch den ID Charger Pro mit 7,5m Kabel bestellt, Lieferzeit bei 3-4 Wochen.
Hallo Zusammen,
Mein "Bauvorhaben" Wallbox ist abgeschlossen. Habe mich für die Wallbox Stark in Strom 11Kw Pro Connect entschieden. Bin mit der Verarbeitung und Funktion sehr zufrieden. Optisch ist diese Wallbox jetzt nicht unbedingt eine Augenweite, aber Sie tut was sie soll.
Vorteil: FI Typ B, Stromzähler, zusätzliche Schukosteckdose, Schutzklasse IP65, Steuerbar über die App, einstellbare Stromstärke, Modularer Aufbau und vieles mehr.
Nachteil: Design, Preis
Kostenrechnung:
Wallbox: 780€
Elektriker: 60€ (Anschließen der Wallbox + Verteilerkastenarbeiten)
Material: 280€ (Kabel in kompletter Eigenleistung verlegt)
Gesamtkosten: 1.120€ + 2 Kästen Bier 😉
Cool, innerhalb von zwei Tagen hat die KfW meinen Antrag genehmigt. Auszahlung der 900€ Ende Januar 21
Was nicht schlimm aber unschön ist bei den gewählten Komponenten in der abgebildeten Wallbox, dass jedes Bauteil von einem anderen Hersteller ist und nicht unbedingt die erste Wahl. In meine Hausinstalllation würde dieser FI von SISTEC nicht verbaut.
Das Symbol auf dem SISTEC FI steht für Typ A. Das Symbol für Typ B fehlt.
Zitat:
@andreas_siegen schrieb am 17. Dezember 2020 um 10:51:22 Uhr:
Was nicht schlimm aber unschön ist bei den gewählten Komponenten in der abgebildeten Wallbox, dass jedes Bauteil von einem anderen Hersteller ist und nicht unbedingt die erste Wahl.
Das stimmt, da muss ich dir recht geben.
Aber solang es funktioniert ist es mir egal. Man kann ja nach den 2 Jahren Garantie, die Komponenten tauschen bzw. sich bessere zulegen.
Wer weiß was in zwei Jahren überhaupt mit der E-Mobility ist.... Und ob die anderen Hersteller von Wallboxen besseres Material verarbeiten ist fraglich...
Hier mal ein Vergleich vom Aufbau der Wallbox von ABL und Heidelberg
https://www.youtube.com/watch?v=6WA8W31lwWE
Wahrscheinlich egal welches Produkt man sich anschaut, die ganzen Wallboxen sind am Ende nichts anderes als ein kleiner Verteilerkasten, mit Platine und Ladekabel im Plastikgehäuse. Einige Hersteller lösen das halbwegs elegant, andere Firmen wie Stark-in-Strom eher pragmatisch.
Insgesamt finde ich die Preise für die Wallboxen schon utopisch, gerade wenn irgendwelche billigen Komponenten im Ausland zusammengeschraubt werden. Aber die Nachfrage regelt halt den Markt.
Ohne die KFW Förderung hätte ich mir wohl wie auch viele andere keine Wallbox bestellt.
Insofern war die Initiative des Bundes letztlich ja erfolgreich.