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Spurverbreiterung beim FK3

Themenstarteram 26. April 2009 um 20:06

Auch wenn es hier schon einige Threads gibt, in denen Spurverbreiterungen thematisiert wurden, vermisse ich das, was mich persönlich interessiert:

 

Das einzige, was ich an meinem FK3 anbringen würde, wären Spurplatten vorn und hinten, damit ich höhere Kurvengeschwindigkeiten mit ihm erreichen könnte.

 

Wichtig dabei ist das Beibehalten des Serienfahrwerks, also keine Tieferlegung oder andere Felgen als die bekannten 17er.

 

Wer hat das schon machen lassen und wie deutlich war die Steigerung der Kurvengeschwindigkeiten?

Beste Antwort im Thema

Einfach in einem Physikbuch nach Trägheitsmoment und dem Zusammenhang mit Drehmoment und Winkelbeschleunigung suchen. Dann kommst du weiter, ich will hier jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben.

Was man hier wissen muß ist einfach, das eine rotierende Masse, je weiter sie vom Mittelpunkt (=Achse) entfernt ist, umso schwerer zu beschleunigen ist. Das gemeine daran ist, das dies nicht linear sondern quadratisch steigt. Eine Felge von doppeltem Durchmesser aber gleicher Masse (=Gewicht) ist 4x schwerer zu beschleunigen als eine kleine Felge.

Bei den üblichen Niederquerschnitt-Hochzoll-Felgen ist es nun so, das sie extra breit (= Gewicht) und extra groß (dazu braucht man schon wieder mehr Metall, das sich noch extra weit vom Mittelpunkt entfernt konzentriert) sind. Gegen den Reifen kann man sowieso nix tun, denn hier konzentriert sich das Gewicht in der Lauffläche und die ist egal ob Civic mit 16" oder mit 18" gleich weit entfernt (klar sonst muß ja der Tacho geeicht werden). Allein die zusätzliche Breite bringt etwas mehr Gewicht, das ist im Vergleich zur Felgenänderung aber zu vernachlässigen....

So, ich hoffe das ist nun mal verstanden. Jetzt kommen wir zum nächsten Thema:

Warum haben Autos wie der FK3 dann dennoch 225er mit 17" Felgen, wenn 16" von der Beschleunigung besser wären?

Ist ganz einfach, durch den hohen Seitenwände läßt sich der Reifen leichter zur Seite drücken und verbiegen. Das reduziert nun den Grip dramatisch und das Fahrgefühl wird schwammig. Daher hat der FK3 recht breite Reifen um dennoch ein direktes und sportliches Fahrgefühl zu vermitteln.

Warum funktioniert's dann beim Integra?

Der Integra ist leicht (nur 1050kg ohne Fahrer, der FK3 1350kg). Des weiteren ist er wesentlich besser ausbalanciert (ich schätze fast 55:45), während der FK3 sehr kopflastig ist (60:40 mindestens, wenn nicht gar 65:35). Ein weiterer Grund warum der Integra mit 195er auskommt ist die sehr aufwändige Double-Wishbone-Aufhängung vorne und hinten. Das ist eine Technik die normalerweise nur im Rennsport eingesetzt wird.

Ich zitiere hier mal kurz von www.DC2.ch einer Fanseite über den Integra:

R steht für "Racing", und genau für das hat Honda den Integra Type-R auch gebaut. Dieses Auto ist nichts für Warmduscher, es ist hart laut und kompromisslos. Das Ziel, ein strassentaugliches Rennauto zu bauen, wurde durch konsequentes Einsparen von Gewicht und weglassen von allem Überflüssigen erreicht. Zusammen mit dem hochdrehenden VTEC-Motor war dann das Gesamtpaket perfekt. Dabei ging es nicht darum ein möglichst schnelles und leistungsstarkes Auto zu bauen, sondern darum mit Hi-Tech das bestmögliche aus der gegebenen Basis heraus zu holen.

Also langer Aufsatz auf die kurze Frage, ob das auch beim Civic funktioniert:

Beschleunigungstechnisch ja, von der Straßenlage wirst du aber nicht glücklich werden....

Grüße,

Zeph

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naja, wird schon einen Grund haben, dass der FN hinten 3cm breitere Spur hat. ob sich's lohnt vorne auch zu verbreitern sei dahingestellt. Aber versuch doch mal irgendwo einen FN probe zu fahren, dann siehste ja wie das ist.

Themenstarteram 26. April 2009 um 20:50

Hallo mikrocosm,

 

ein FN hat sicher noch andere Unterschiede aufzuweisen, als ein FK3.

 

Daher wäre ein Vergleich nicht so gut möglich. Mir kommt es auch nicht auf Optik an, sondern lediglich auf die Optimierung der Fahreigenschaften in Kurven.

 

Wenn man dies mit SV nur hinten erreicht, ist das umso besser.

 

Gruss von ralphus1

WIE soll das denn gehen? Spurverbreiterungen HINTEN, für höhere Kurvengeschwindigkeiten, bei einem Modell, bei dem selbst der leichteste Benziner kopflastig ist?

Wenn du höhere Kurvengeschwindigeiten mit nem fetten FK3 haben willst: vorne tiefer, vorne weicher, hinten höher hinten härter, hinten mehr Luftdruck, Sturz vorne negativer. Und all das dann noch abstimmen.

Themenstarteram 26. April 2009 um 21:32

Hallo Peter Pike,

 

danke für deinen ausführlichen Vorschlag. Ich möchte aber auf keinen Fall einen tieferen Wagen.

 

Es ging mir nur darum aus 1. Hand zu erfahren, ob Spurverbreiterungen bei einem Serienfahrzeug tatsächlich bringen, was die Werbung verspricht und daher nicht nur auf die "Radkastenoptik" zielen, die mir persönlich völlig egal ist.

 

Gruss von ralphus1

 

 

Naja, du hast natürlich mehr Grip an der Hinterachse, aber das ist ja in dem Fall eher kontraproduktiv.

Zitat:

Original geschrieben von Pete Pike

Naja, du hast natürlich mehr Grip an der Hinterachse

Wie soll das denn gehen? Die Reifenauflagefläche bleibt doch die selbe... ob mit oder ohne Spurplatten.

ich denke, dass sich der schwerpunkt durch den breiteren radstand ändert!

Wirklich was bringen würde nur eine Tieferlegung und Slicks. Alles andere ist rein für die Optik bzw. das Fahrverhalten ändert sich nur subjektiv etwas...

Ein guter Reifen in Verbindung mit dem richtigen Luftdruck wirken manchmal auch Wunder! ;)

Zitat:

Original geschrieben von capt. kirk

Zitat:

Original geschrieben von Pete Pike

Naja, du hast natürlich mehr Grip an der Hinterachse

Wie soll das denn gehen? Die Reifenauflagefläche bleibt doch die selbe... ob mit oder ohne Spurplatten.

Wie das gehen soll? Physik hattet ihr nicht in der Schule oder?

Zitat:

Original geschrieben von Pete Pike

Zitat:

Original geschrieben von capt. kirk

 

Wie soll das denn gehen? Die Reifenauflagefläche bleibt doch die selbe... ob mit oder ohne Spurplatten.

Wie das gehen soll? Physik hattet ihr nicht in der Schule oder?

Also Grip (und darum ging es in meinem Statement) ist ja eigentlich nur ein anderer Begriff für die Haftreibung. Und die besteht bei einem Auto nun mal nur zwischen Reifen und Strassenbelag.

Und mit Spruplatten wird die nicht größer. Da würden nur dickere Puschen oder Reifen mit wenig Profil zusätzlichen "Grip" bringen.

Aber ich lasse mich da auch gerne eines besseren belehren... :)

Mehr Grip im Sinne von Reibung am Rad gibts natürlich nicht - aber durch die Platten verändert sich die Fahrwerksgeometrie und der Schwerpunkt der verbreiterten Achse wandert etwas nach unten.

 

Bei einer untersteuernden Vorderachse würde ich eher diese verbreitern - bei einem nervösen Heck dann diese ... ;)

 

danach fängt auch wieder das lenkradzerren an, solche verbreiterungen setzen den felgenmittelpunkt um einige zentimetern raus und bei längsrillen zieht er links oder rechts, bei starker beanspruchung wurde schon mal früher dadurch ein rad verloren. (kein scherz)

da würde ich lieber 18" mit yoko´s drauf machen, ach ja das kostet ja wieder...

Themenstarteram 28. April 2009 um 18:09

Leider wurde meine Frage noch nicht beantwortet, ob jemand die Kurvengeschwindigkeiten vor und nach einer Spurverbreiterung nachgemessen hat. Offenbar hat das niemand bisher gemacht, weil es entweder seiner Meinung nach nichts bringt bzw. allein die bessere Optik Grund für die Maßnahme war, oder der Werbeslogan mit der deutlich besseren Straßenlage und dadurch erhöhter Sicherheit verpufft bei den Fahrern völlig.

 

Vielleicht findet sich doch jemand, der seine Erfahrungswerte posten kann.

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