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Schaden nach Werkstattbesuch, Seitenschweller, Kotflügel

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 10. Juni 2014 um 19:50

Hallo,

bei meinem letzten Besuch beim Freundlichen musste dieser mir mitteilen, dass auf der Hebebühne etwas schiefgegangen ist und sowohl Seitenschweller als auch vorderer Kotflügel beschädigt wurden (siehe Foto). Unter der betreffenden Stelle auf dem Parkplatz war auch ein kleinerer (Öl-?)Fleck zu sehen und da der Schaden an einer neuralgischen Stelle ist (Verbindung Kotflügel, Tür, Schweller) könnte ich mir vorstellen, dass intern auch noch etwas mehr "getroffen" wurde. Ich bin kein Experte, vielleicht verläuft an dieser Stelle auch nichts.

Mir wurde versichert, dass der Schaden sachgerecht repariert werden würde und die Werkstattversicherung für die Kosten aufkäme. Ich bin mir etwas unsicher, wie ich verfahren soll. Da die Sachlage klar ist und ich der Geschädigte bin, habe ich ja das Recht auf Gutachter, Werkstattwahlt etc. Ich war mit der betreffenden (Vertrags-)Werkstatt bisher zufrieden und würde wahrscheinlich auch weiterhin hingehen - in diesem Fall bin ich mir aber nicht schlüssig, ob es nicht geschickter wäre, das unabhängig reparieren zu lassen. Nicht, dass doch nur oberflächlich gearbeitet wird, Schweller und Kotflügel ausgetauscht werden und mögliche darunterliegende Schäden ignoriert werden.

Wie gesagt, bisher hat besagter Freundlicher gut gearbeitet und ich vertraue ihm. Wie würdet ihr verfahren?

Gruss

Schweller
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34 Antworten

Uhh, das sieht übel aus. Bin mir da auch nicht sicher ob man das noch rausziehen kann. Vermutlich eher nicht, dann müsste der Holm getauscht werden.

Würde in dem Fall definitiv einen Gutachter einschalten.

Laut meinem freundlichen ist der Schweller ein tragendes Teil aus hochfestem Stahl der nicht Instandgesetzt werden darf.Da muß ein neues Teilstück rein.Also nichts mit rausziehen.

Die Aussage war zwar für einen Polo,beim Golf wird es aber genauso sein

Ja, da wird sicher geschweißt. Bei meinem Seitenunfall war der Schaden am Holm deutlich kleiner und es wurde dennoch ein Großteil der Karrosserie rausgeschweißt und ersetzt. Gutachter belief sich bei mir auf 800 Euro.

Gutachterpreise richten sich u.a. nach Höhe des Schadens. Aber so um die 800€ wird es wohl kosten.

Diese Kosten muss allerdings das Autohaus, bzw. deren Versicherung bezahlen. Ebenso einen von Dir evtl. eingeschalteten Anwalt. Ich hatte bisher 2 unverschuldete Unfälle, und hatte nach kurzer Zeit (nur 4Wochen von polnischem LKW) mein Geld. Den Anwalt hat mir mein Gutachter empfohlen.

am 11. Juni 2014 um 21:27

Ich hatte heute mal mit einem Dekra-Gutachter zu tun, und weil mir die Werke auch schon mehrfach Kratzer ins Auto gemacht hat wo vorher keine waren, hab ich mal unverbindlich nach Preisen für ein Gutachten gefragt - und dabei dieses Beispiel als Extrembeispiel angesprochen. Antwort: Kommt immer drauf an, ob (und was) abgebaut werden muss, um den ganzen Schaden zu sehen. Also bei meinen Kratzern ein Freundschaftspreis, bei dem Beispiel hier unter Umständen mehrere hundert Euro. Aber: Am Schweller ist doch gar nichts abzubauen...? Die Nachfrage hätte ich mir wohl sparen können. :)

am 11. Juni 2014 um 21:40

@dieselinside:

In dem Moment, wo das Autohaus ein Schreiben mit Anwaltsbriefkopf bekommt, besteht aber die große Gefahr, dass die auf stur schalten und dann halt ihren eigenen Anwalt einschalten und - viel schlimmer - ihre eigene Versicherung. Letztere hat einen sehr langen Atem und lässt jeden Bittsteller am langen Arm verhungern. Beste Taktik ist sicher, freundlich und sachlich zu bleiben und jegliche Konfrontation zu vermeiden. Wenn die sich querstellen und zB nicht bereit sind, einen gewissen Betrag "freiwillig" (lies: aus Verantwortungsbewusstsein) zu zahlen, und sei es nur als Aufwandsentschädigung, kann man immer noch zum Anwalt gehen.

Zitat eines Verkäufers bei meinem früheren FIAT-Händler: Wenn ein Autohaus in einen Rechtsstreit verwickelt wird, hat es schon verloren, egal wie das Verfahren ausgeht. Ein weiser Mann. Das Autohaus existiert trotzdem nicht mehr. :)

Das mag alles sein, jedoch ist bei einem Karrosserieschaden wo es um tragende Teile geht, ein Anwalt und Gutachter Pflicht. Das versteht auch das Autohaus, auch wenn sie es nicht sagen können. Man denke nur an eventuelle Folgeprobleme die erst später auftreten und wir wissen dass VW zu gerne sagt "Stand der Technik" oder es auf den Kunden abwälzen.

Man muss ja nicht warten bis der Brief des Anwalts ins Haus flattert, man kann auch hingehen und die Sachlage schildern, dass man das Auto der Werkstatt weiterhin überlassen wird, sich jedoch nochmal selbst absicher möchte.

Zitat:

Original geschrieben von rv112xy

Das mag alles sein, jedoch ist bei einem Karrosserieschaden wo es um tragende Teile geht, ein Anwalt und Gutachter Pflicht. Das versteht auch das Autohaus, auch wenn sie es nicht sagen können. Man denke nur an eventuelle Folgeprobleme die erst später auftreten und wir wissen dass VW zu gerne sagt "Stand der Technik" oder es auf den Kunden abwälzen.

Man muss ja nicht warten bis der Brief des Anwalts ins Haus flattert, man kann auch hingehen und die Sachlage schildern, dass man das Auto der Werkstatt weiterhin überlassen wird, sich jedoch nochmal selbst absicher möchte.

Mein reden....

Das mit dem Anwalt soll ja nicht böse gemeint sein, nur hat der ´Geschädigte in der Regel keine Ahnung und wenig Zeit um sich um alles richtig zu kümmern.

Auf dem Schaden wird die Werkstatt ja vermutlich nicht sitzen bleiben. Seriöse Betriebe sind gegen so etwas versichert.

Fehler passieren sicher überall, aber bei vorliegendem Schaden würde ich mir doch auch einen Fachanwalt suchen, das jedoch vorher über eine vorhandene (?) Rechtschutzversicherung klären. Zumindest ein Beratungsgespräch sollte möglich sein.

Und die A-Säule wird da definitiv heraus geschnitten werden.

Interessant wäre noch zu wissen, was mit dem Auto genau passiert ist. Ist es von der Bühne gefallen? Spätestens wenn das nicht eindeutig geklärt werden kann, würde ich das ganze Fahrzeug von einem Gutachter checken lassen.

Tip: als Gutachter jemanden nehmen, der eine gute Reputation hat. Niemals die Dekra in solchen Fällen! Die arbeiten grundsätzlich für die gegenerische Versicherung bzw erstellen das Gutachten in deren Sinn.

Bei Bedarf kann ich gern Hintergrundinformationen liefern oder auf ein Netzwerk von unabhängigen Gutachtern verweisen.

Bin selber mit der Dekra vor kurzem reingefallen, was mich im Nachinein mehrere Tausender gekostet hat.

Themenstarteram 12. Juni 2014 um 9:54

Der Anwalt würde zwar bezahlt werden, aber ich würde zunächst trotzdem gerne darauf verzichten. Ich telefoniere gleich trotzdem mal mit der Rechtsschutzvs.

Mein Plan war bisher, nach euren Tipps, einen Gutachter einzuschalten, der den Schaden und den Wertverlust beziffert und dann die Werkstatt machen zu lassen. Wenn es um Schadenersatz/Wertverlust geht, wird aber wohl auf jeden Fall die Versicherung der Werkstatt einspringen müssen? D.h. es wird langwierig und lohnt sich vielleicht doch den Anwalt einzuschalten?

Was genau passiert ist konnte/wollte mir niemand sagen. Habe nur gehört, dass etwas in den Holm gedrückt wurde.

Zitat:

Original geschrieben von dt64

Tip: als Gutachter jemanden nehmen, der eine gute Reputation hat. Niemals die Dekra in solchen Fällen! Die arbeiten grundsätzlich für die gegenerische Versicherung bzw erstellen das Gutachten in deren Sinn.

Bei Bedarf kann ich gern Hintergrundinformationen liefern oder auf ein Netzwerk von unabhängigen Gutachtern verweisen.

Bin selber mit der Dekra vor kurzem reingefallen, was mich im Nachinein mehrere Tausender gekostet hat.

Das wäre interessant, ja. Gerne auch per PM.

Du hast Post!

Hinsichtlich RA und Gutachter ist zu beachten, dass es hier sich nicht um einen Schaden handelt, der von einer KFZ Versicherung, also einer Pflichtversicherung, bezahlt wird.

Hier besteht nur ein Anspruch gegen die Werkstatt, nicht gegen dessen Versicherung.

Werkstatt hat bei Ausführung des Auftrages die mit der Annahme des Auftrages übernommene Nebenpflicht, sorgfältig mit Fahrzeug umzugehen, verletzt.

Es besteht daher der Anspruch auf kostenlose, sach- und fachgerechte Reparatur gegen die Werkstatt. Mehr nicht.

Ob die Werkstatt eine Versicherung hat, die diese Kosten übernimmt, ist unbedeutend.

Ansprüche bei Verletzung der Nebenpflichten sind gleich wie bei Verletzung der Hauptpflicht ( = Ausführung des Reparaturauftrages): Nacherfüllung oder, wenn das fehlschlägt, Schadenersatz.

O.

am 12. Juni 2014 um 16:17

Meiner sah so ähnlich aus :-D Die sind hier allerdings nur gegen einen Beton-Pfosten gefahren :D

Ebenfalls Vertrags-Werkstatt, wurde alles durch neu Teile ersetzt, lackiert .. alles tip top wieder ..

PS: Lass es einfach von der Werkstatt richten gegen Neuteile. Nimm zur Abholung einen Magnet mit ;)

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