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R1100GS, 100.000km ... und dann?

Themenstarteram 24. September 2019 um 10:14

Hallo Zusammen,

eine R1100GS mit 100.000km? Was kommt dann? Was wird mich erwarten?

Hat jemand Erfahrungen mit 100.000+km? Lohnen sich Zeit und Geld, oder

fällt das Bike einfach auseinander?

Würde mich freuen, wenn sich jemand meldet, der die 100.000km schon

durchbrochen hat und von seinen Erfahrungen berichtet :-)

Beste Antwort im Thema

Ich glaube, das wird hier noch lustig, hole schon mal Chips und Bier

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Ob 11er R GS RS RT oder S: Sind alles klasse Moppeds. Und die Motoren, ob in der 80 oder 90 PS Version, gehören zu den sogennten "unkaputtbaren". Werden nicht umsonst zu Flugzeugmotoren (ULM und Leichtflugzeuge, 80 PS Version) umgebaut. Ein Motorschaden bei 100.000 ist eine Ausnahme, die die Regel bestätigt. Dass die Getriebe Schxxx sind, wissen wir alle. Kann man mit leben. Fix sind die Möpps auch heute hoch, brauchen sich auf den Pässen vor nix zu verstecken, auch vor den 1250ern nicht.. Gutes Fahrwerk, guter Motor. Man muss nur wissen, wie man sie zu behandeln sind, die erschliessen sich nicht so leicht wie eine Honda....

Das mit den auf den Pässen nicht verstecken müssen ist sicher zum Grossteil dem Telelever und der längsrotierenden Kurbelwelle geschuldet. Mit dem Telelever kannst du auch auf übelstem Belag scharf anbremsen und deine Linie sauber ziehen. Fahr mal mit einer Apricati den Splügen oder Albula, da kommst du gewaltig auf die Welt. Es braucht Zeit um sich an die Vorderhand zu gewöhnen und bei der RS ist der Lenker dann auch noch in Gummi, aber wenn man Vertrauen aufgebaut hat und dat Ding laufen lässt, ist man schneller unterwegs als man denkt. Die Boxer sind unspektakulär aber auch heutzutage immer noch scharfe Landstrassenwerkzeuge.

Zitat:

@Lemning schrieb am 24. September 2019 um 10:14:14 Uhr:

Hallo Zusammen,

eine R1100GS mit 100.000km? Was kommt dann? Was wird mich erwarten?

Hat jemand Erfahrungen mit 100.000+km? Lohnen sich Zeit und Geld, oder

fällt das Bike einfach auseinander?

Würde mich freuen, wenn sich jemand meldet, der die 100.000km schon

durchbrochen hat und von seinen Erfahrungen berichtet :-)

Ich habe eine 1998er BMW R1100GS, die habe ich vor sieben Jahren mit 78.000 km gekauft, jetzt hat sie 125 tkm. Ich muss mal überlegen, welche erwähnenswerten Sachen ich hatte:

So bei rund 90.000 hing am einen vorderen Bremssattel ein Kolben, was zu einem unregelmäßigen Bremsbelagverschleiß führte und in Folge die Bremsscheibe zerstört hat. Das hat inklusive Neuteile ein paar hundert Euro gekostet.

Ein Jahr später ging der Anlasser kaputt, in Eigenregie gewechselt: 50 Euro.

Bei gut 110.000 km ging ein Temperatursensor kaputt und setzte die Öltemperaturanzeige schachmatt. Sie wollte dann manchmal auch nicht mehr anspringen. Kosten für den Sensor: 40 Euro.

Gerade vor zwei Wochen wollte sie plötzlich nicht mehr, da waren Kontakte an der Benzinpumpe korrodiert, BMW-Werkstatt: 140 Euro. Außerdem war das Sitzbankschloss kaputt, Ersatzteil selbst eingebaut 65 Euro.

Ich bringe die Maschine einmal im Jahr bei einem freien Schrauber zur Wartung, im Wesentlichen ist es das dann auch. Ich habe für die Maschine vor sieben Jahren 3,4k bezahlt, ich finde, das hat sich bis jetzt gelohnt.

Der Haken ist: Es muss nur eine große Sache passieren, und die Kostenrechnung sieht anders aus. Wenn zum Beispiel die Kupplung fällig ist und du das machen lassen musst, das kostet richtig Geld.

Kupplung kostet 350 Euro (Sachs). Teuer wird es, wenn sie dazu in die Werkstatt muss.

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 27. September 2019 um 15:50:14 Uhr:

Kupplung kostet 350 Euro (Sachs). Teuer wird es, wenn sie dazu in die Werkstatt muss.

Welche Alternativen hat man denn bei der Kupplung?

Nicht jeder hat entweder eine Garage in der Er/Sie das Motorrad zerlegen kann, oder man traut sich nicht an die "Materie" ran, weil es ja scheinbar doch ein größerer Aufwand ist???

Gibt es denn "Kontakte oder Empfehlungen" wo man eine Kupplung eben "günstig" reparieren lassen kann?

Das wäre doch mal ein paar Tipps wert.

Danke... :D

MfG Udo BMW R1100RS

Die Kupplung sollte doch inzwischen jede halbwegs kompetente freie Werkstatt hinbekommen. Der Preis ist dann eher eine regionale Sache.

Meiner wartet inzwischen sogar meine R12RS-LC, Teile soll ich immer selber besorgen. Zweiradmeister mit langjähriger MotoGuzzi/Kawa/BMW Erfahrung, aber auch für andere Marken offen. PLZ 636xx

Zitat:

@UdosBmwr1100rs schrieb am 27. September 2019 um 16:33:08 Uhr:

Zitat:

 

Welche Alternativen hat man denn bei der Kupplung?

Nicht jeder hat entweder eine Garage in der Er/Sie das Motorrad zerlegen kann, oder man traut sich nicht an die "Materie" ran, weil es ja scheinbar doch ein größerer Aufwand ist???

Der Haken an der GS-Kupplung ist, dass sie zwischen Motor und Getriebe sitzt, das heißt, beim Ausbau der Kupplung muss das Getriebe raus, der Kardan, der Hinterradantrieb, yay! Eine R1100GS, an der die Kupplung ausgebaut wird, sieht aus, als wenn sie in der Mitte explodiert wäre. Wenn du keine geeignete Werkstatt hast, wo du die Maschine auch mal über Nacht teilzerpflückt stehen lassen kannst, dann ist das schwierig. Grundsätzlich ist das wohl alles keine Rocket Science, aber man muss halt wahnsinnig viel ab- und wieder dranschrauben. Das Hauptproblem ist wohl das korrekte Zentrieren des Getriebes beim Wiedereinbau.

 

Wenn du das bei einer BMW-Werkstatt machen lässt, sind ruck zuck 1.000 Euro weg. Bei einem freien Schrauber reichen vielleicht auch 700. Schreib mal wo du wohnst, vielleicht kann dir da jemand was empfehlen.

 

Ein echter Haken ist, dass es an der Getriebeausgangswelle einen Simmerring gibt, der lecken kann, und dann verölt dir die Kupplung und muss raus.

 

Oder es ist wie bei meiner: 125.000 Km und immer noch die erste Kupplung (auf Holz klopf)

Ich kenne die Getriebe erst ab R11S, das ist im Prinzip so wie das der 1150.

Wieso sollte es schwierig sein, das Getriebe zu "zentrieren"? Es wird doch von Passstiften geführt.

Beim Kupplungswechsel wird der Heckrahmen hochgeklappt und der gesamte Antriebsstrang nach hinten abgezogen. Das sollte man aber lieber nicht alleine machen.

Bei der S ist das was anderes weil die einen Rahmen hat. Das macht es wesentlich aufwändiger.

Wenn man bei der GS schon mal die Kupplung gemacht hat, ist man bei der nächsten in gut 4-5 Stunden durch. Da ist dann aber auch der wechsel des Getriebes dabei, sprich, Schwinge lösen, ans neue Getriebe setzen und versuchen, die Kardanwelle aufs Getriebe zu bekommen ohne den Endantrieb abzubauen(ziemliches Gefummel).

Unten Bilder der S. Ohne Hebebühne hätte ich das nicht machen wollen.

Img-20160131
Img-20160206
Img-20160125

Getriebe drauf schieben war voll einfach. Kann ich bestätigen. Hab vorher die Passstifte eingefettet.

 

Im Grunde genommen war alles recht einfach, aber zeitaufwendig und Arbeit war´s auch.

Bisschen genervt haben die zahlreichen Stecker (Kabelbaum) und die Bremsleitungen.

 

Bremse entlüften war auch noch angesagt.

 

Ich hab auch schon Videos gesehen, wo die Leute bei der GS den kompletten Heckrahmen inkl. Hinterrad und Schwinge rausgezogen haben, um an die Kupplung zu kommen. Quasi quick & dirty.

 

Kann ich aber nicht empfehlen, weil man dann den Antriebsstrang nicht abfetten kann. Das Staburags, das bei meiner Kiste ab Werk drauf war, war bereits knochentrocken.

Zitat:

@sampleman schrieb am 27. September 2019 um 21:58:18 Uhr:

Zitat:

 

Wenn du das bei einer BMW-Werkstatt machen lässt, sind ruck zuck 1.000 Euro weg. Bei einem freien Schrauber reichen vielleicht auch 700.

Schreib mal wo du wohnst, vielleicht kann dir da jemand was empfehlen.

Oder es ist wie bei meiner: 125.000 Km und immer noch die erste Kupplung (auf Holz klopf)

Danke erstmal für die ausführliche Antwort.

Wohne in der Nähe von Aachen...

BMW wäre in Aachen vertreten - aber genau das sollte der "Haken" an der Sache sein...

Richtige "freie" Motorradwekstätten kenne ich in der Umgebung leider Keine...

Deswegen wäre ich für Tipps dankbar. :D

MfG Udo BMW R1100RS

 

Zitat:

@sq-scotty schrieb am 28. September 2019 um 07:56:34 Uhr:

 

Wieso sollte es schwierig sein, das Getriebe zu "zentrieren"? Es wird doch von Passstiften geführt.

Das Getriebe wird auch nicht zentriert, sondern die Reibscheibe. Wenn die Schrauben vom Kupplungsgehäuse angezogen sind, kann die Reibscheibe nicht mehr bewegt werden. Dann passen Lage der Verzahnung für die Getriebewelle und die Passstifte am Gehäuse nicht, wenn die Reibscheibe nicht zentrisch sitzt. Das Getriebe kann dann nicht aufgeschoben und montiert werden.

 

Dafür gibt es einen Zentrierdorn. Mit dem wird die Reibscheibe vor dem Anziehen der Schrauben vom Kupplungsgehäuse ausgerichtet. Wenn man diesen Dorn nicht hat, hilft gutes Augenmaß. Hilfsweise kann man das Kupplungsgehäuse montieren ohne Festziehen der Schrauben und mit dem Getriebe zentrieren. Ist unhandlich und das Risiko, beim wieder Abnehmen des Getriebes, die Zentrierung versehentlich zu verändern, ist durchaus gegeben.

 

Gruß Jürgen

Man muss auch manchmal an der Getriebeausgangswelle drehen, damit die Eingangswelle in die Reibscheibe passt.

Mit einer Hand Getriebe halten ist schon anstrengend. Eine zweite Person ist deshalb eine enorme Hilfe.

Es wurde hier ja geschrieben, das das Zentrieren des Getriebes schwierig sei. Darauf habe ich mich bezogen, weil das einfach nicht stimmt.

Dass die Reib- oder Mitnehmerscheibe zentriert werden muss, ist klar wie Kloßbrühe. Habe mir selber einen Dorn gedreht, ebenso passende Werkzeuge zum Einsetzen der Dichtringe.

Man kann auch eine Schlauchkupplung von Gardena nehmen, soll jedenfalls funktionieren. Festziehen der Kupplung geht ZUR NOT auch durch die Anlasseröffnung, ist aber eher nicht ratsam

Zitat:

@sq-scotty schrieb am 29. September 2019 um 14:12:02 Uhr:

Habe mir selber einen Dorn gedreht, ebenso passende Werkzeuge zum Einsetzen der Dichtringe.

Du bist mein Schraubergott. Ich halte auch dein Cape, wenn ich zuschauen darf, ja?

 

Worum es hier ursprünglich geht, nämlich einen Kollegen mit überschaubaren Schrauberfähigkeiten und noch überschaubareren Werkstattkapazitäten, ist dabei glaube ich etwas aus dem Fokus gerutscht.

Schon mehrmals in allen Variationen gemacht ... geht auch wunderbar alleine, wenn man die entsprechenden Hilfsmittel hat ...

20190831
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