Qualitätsunterschiede beim Benzin

Guten Abend liebe Community,

mal eine kleine Frage zu dem Benzin.
Ich tanke eigentlich immer bei den Großen Marken wie Schell, Aral, Jet etc. und hab mich mal so gefragt ob es eigentlich Qualitätsunterschiede beim Benzin gibt.
Ich habe irgendwie "angst" bei einer kleinen Dorf Tankstelle zu tanken, da ich schon öfters gehört habe dass das Benzin dort nicht so gut sein soll und auf langer zeit den Motor schaden kann.

Stimmt das, oder kauft die kleine Dorf Tankstelle auch ihr Benzin auch bei den Großen marken, und ich kann dort problemlos Tanken und ein paar Cent pro liter sparen

Beste Antwort im Thema

Vielleicht solltest du mal selbst lesen was du geschrieben hast. @OHCTUNER

Das was da jetzt in merkwürdigster Grammatik steht sagt aus, dass Ultimate günstiger ist als anderer Sprit.
Wir sind hier aber nicht in einem Interpretationsforum für philosophische Satzkonstruktionen sondern in einem Technikforum.
Da kann man sich zumindest mal Mühe geben den Satz so zu schreiben, dass ihn überhaupt irgendwer versteht.

2041 weitere Antworten
2041 Antworten

Zitat :
Welche Fahrzeuge passen sich so dynamisch an den Sprit an und wie?

Na Motoren mit Klopfregelung .

Und das konnten z.T schon über 30 Jahre alte Autos. 😁

Ich kenne noch Autos wo man im Motorraum einen Stecker umdrehen musste, eine Seite war ROZ91 und die andere ROZ95 😁

Also eines kann man in allen Foren die sich mit unterschiedlicher Spritqualität, Auswirkungen auf Leistung und/oder Laufverhalten beschäftigen, feststellen:

Bei den EINEN sind spürbare Unterschiede vorhanden - bei den ANDEREN nicht.

Soweit so gut.

Das könnte jeder Verfechter von egal welcher Seite erstmal so stehen lassen und zur Kenntnis nehmen, da es ja evtl. tatsächlich so ist.

Sicherlich sind die Auswirkungen welchen Sprit man tankt/benötigt von sehr vielen Faktoren abhängig (Motortyp: Sauger, Kompressor, Turbo....., Optimiert oder nicht, Direkteinspritzer, Saugrohreinspritzer.....und so weiter, und so weiter..), dass es eigentlich viel interessanter wäre hier einmal Daten zu sammeln und aufzubereiten, damit man am Ende ein 'strukturiertes'/systematisches Ergebnis hat, wie z.B.:
- Ja, für Direkteinspritzer z.B. vom VW/Audi Konzern macht sich E10 positiv bemerkbar,
- für die Kompressor Motoren von AMG aber eben nicht oder so ähnlich....

Wie sieht das der Rest der hier vertretenen Schreiber?

Ähnliche Themen

Ich fang mal an:

Opel 1.4 Turbo 140PS - Turbomotor Saugrohreinspritzer
(es gibt auch noch einen 1.4T DI-Einspritzer!)
- E10/E5 verglichen mit Super Plus keinerlei Unterschiede in Leistung und Verbrauch
- Fahrzeug darf 95 Oktan tanken

Saab 9-5 2.3T 250PS - Turbomotor Saugrohreinspritzer
- E10/E5 verglichen mit Super Plus bei Wetter über 20°C Leistungsverlust
- Fahrzeug darf E10 und sogar 91 Oktan tanken, maximale Motorleistung wird laut Hersteller aber auf 98 Oktan erzielt
- Keine nachweisbaren Verbrauchsunterschiede zwischen den Kraftstoffen

Peugeot/Mini 1.6 120VTI - Saugmotor Saugrohreinspritzer
- E10 und E5 verglichen mit Super Plus keine Unterschiede in Verbrauch und Leistung
- Fahrzegu darf 95 Oktan tanken

Zitat:

@Leon596 schrieb am 9. September 2019 um 14:04:22 Uhr:


Saab 9-5 2.3T 250PS - Turbomotor Saugrohreinspritzer
- E10/E5 verglichen mit Super Plus bei Wetter über 20°C Leistungsverlust
- Fahrzeug darf E10 und sogar 91 Oktan tanken, maximale Motorleistung wird laut Hersteller aber auf 98 Oktan erzielt
- Keine nachweisbaren Verbrauchsunterschiede zwischen den Kraftstoffen

😕

Hallo Leon596,

erklär mal, weil ...

Welche Spritsorte wurde durchgehend am Stück getankt und wie war der Verbrauch dabei?

E10: 7.68 l/100km auf 1.168 km

E10: 7.26 l/100km auf 1.495 km

SuperPlus: 8.57 l/100km auf 2.088 km

Saab - 9-5 - 9-5 Aero Kombi insgesamt: 7,92 l/100km auf 9.173 km

Wie kann man da zu obiger Aussage "Keine nachweisbaren Verbrauchsunterschiede zwischen den Kraftstoffen" kommen? Da waren die Bedingungen oder Strecken, usw. doch kaum vergleichbar.

Und bevor jetzt kritisieren ist einfach kommt, hier meine Einzelfallbetrachtung. 😉

95 oder E10 = 7,1 l/100km
98 oder U102 = 6,8 l/100km

Super: 7.14 l/100km auf 11.372 km

E10: 7.12 l/100km auf 4.218 km

SuperPlus: 6.82 l/100km auf 1.204 km

Premium Benzin 100+ (U102): 6.82 l/100km auf 12.801 km

Wieso diese Auswahl?
Weil da überwiegend die gleiche Art und Weise der Nutzung, die gleichen Profile, Strecken usw. vorlagen. 😉

Golf 6 1.4 TSI insgesamt: 7,05 l/100km auf 60.967 km

Motor 1.4 TSI
- 118 kW @5.800 rpm
- 240 Nm von 1.500 - 4.500 rpm
- Direkteinspritzung
- Euro 5
- Super 95
- Twincharger der 2. Generation = Kompressor (0 - 3.500 rpm, 1:5) + Turbo

Der Twincharger der 1. Generation im Golf 5 (Euro 4) brauchte Super Plus.

Ergänzung:

Zitat:

@carcrazy schrieb am 9. September 2019 um 13:17:52 Uhr:


Also eines kann man in allen Foren die sich mit unterschiedlicher Spritqualität, Auswirkungen auf Leistung und/oder Laufverhalten beschäftigen, feststellen:

Bei den EINEN sind spürbare Unterschiede vorhanden - bei den ANDEREN nicht.

(...)

.

Leistung:
- kein Unterschied feststellbar, da nachträglich, zwangsweise durch VW per Feldaktion (Softwareupdate), beschnitten
- ab "5.000 rpm bis Anschlag" liegen 115 - 120 kW an, mit jedem Sprit

Laufverhalten:
- furchtbar, wenn kein U102 im Tank ist, Leerlauf = ruckel ...
- JET, egal welche Sorte, mag er nicht
- noname = heftiges Klopfen auf dem Beschleunigungsstreifen, einmal danach nie wieder
- alles außer U102 führt zu heftigem Rucken während der Kat-Aufheizung (homogen split = Doppeleinspritzung)
- alles außer U102 führt zu einem schwarzen Heck

VG myinfo

Zitat:

@myinfo schrieb am 9. September 2019 um 15:30:45 Uhr:



Zitat:

@Leon596 schrieb am 9. September 2019 um 14:04:22 Uhr:


Saab 9-5 2.3T 250PS - Turbomotor Saugrohreinspritzer
- E10/E5 verglichen mit Super Plus bei Wetter über 20°C Leistungsverlust
- Fahrzeug darf E10 und sogar 91 Oktan tanken, maximale Motorleistung wird laut Hersteller aber auf 98 Oktan erzielt
- Keine nachweisbaren Verbrauchsunterschiede zwischen den Kraftstoffen

Wie kann man da zu obiger Aussage "Keine nachweisbaren Verbrauchsunterschiede zwischen den Kraftstoffen" kommen? Da waren die Bedingungen oder Strecken, usw. doch kaum vergleichbar.

Richtig, Strecken bzw. Fahrweise nicht vergleichbar.

Auf der Autobahn auf meinen 290km-Langstrecken bin ich aber für die Teilstrecken egal ob E10 oder Super Plus immer zwischen 7.2-7.4 laut SID gelandet und das ist im Bereich der Messtoleranz.
Tendentiell mit E10 sogar 0.1-0.2l weniger aber die Abweichung ist so gering, dass das niemals eine verlässliche Aussage wäre. Von daher sind für mich dort keine Verbrauchsunterschiede Nachweisbar.
Die Aussage bezieht sich auf um die 10-12 Fahrten auf der Strecke.

Und da ich auf diesen Strecken schon über 60.000 Kilometer mit einem anderen Fahrzeug unterwegs bin (und dieses Fahrzeug jedes Jahr für 8 Monate NUR auf der Strecke bewegt wird) kann ich sagen, dass diese geringen Verbrauchsschwankungen auf der Strecke auch üblich sind.

Allerdings fahre ich mit dem Saab nicht nur Langstrecke sondern zwischendurch auch noch was.
Und E10 landet nicht im Tank wenn dabei mal forschere Fahrweise zu erwarten ist.
Daher logischerweise die Differenzen.

Ok, thx!

VG myinfo

Zitat:

@OHCTUNER schrieb am 9. September 2019 um 12:22:52 Uhr:


Zitat :
Welche Fahrzeuge passen sich so dynamisch an den Sprit an und wie?

Na Motoren mit Klopfregelung .

Arbeitet die Klopfregelung nicht erst, wenn es klopft und nicht vorher?!
Und was ist bei besserem Sprit?

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 9. September 2019 um 16:36:50 Uhr:


Arbeitet die Klopfregelung nicht erst, wenn es klopft und nicht vorher?!
Und was ist bei besserem Sprit?

Ich habe wenig Plan vom Thema dafür Rael_Imperial (= entwickelt Antriebe) aber viel. 😉

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 19. Juli 2011 um 20:47:34 Uhr:


(...)

Kennfelder sind zweidimensionale Datenfelder, die im Falle der Zündwinkel von der Motordrehzahl und Last (Drehmoment) abhängen. Die enthaltenen Daten werden im Laufe der Entwicklung ermittelt und fest ins Steuergerät geschrieben. Da tastet sich nichts ran.

Bei BMW werden die Zündkennfelder auf 98 Oktan ausgelegt. Von da aus gibt es für die Klopfregelung nur einen Weg: Nach spät. Bei Kraftstoff mit niedrigerer Oktanzahl zieht die Klopfregelung den Zündwinkel also so weit zurück, dass es nicht mehr klopft (und adaptiert das auch). Kraftstoff mit mehr als 98 Oktan führt aber zu keiner weiteren Frühzündung, als das, was im Kennfeld steht! Der Motor profitiert also zunächst nicht von dem Sprit.

Größer 98 Oktan kann aber zu Reserven in Extremfällen führen, z.B. im Hochsommer mit Volllast über die Autobahn. Da hätte wahrscheinlich auch mit 98er Benzin die Klopfregelung etwas zu tun.

-> Meine BMWs haben immer 98er bekommen, nicht weniger, aber auch nicht mehr.

.

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 14. März 2016 um 20:21:51 Uhr:


(...)

Die Klopfregelung funktioniert im Prinzip so:
Es wird versucht, mit dem optimalen Zündwinkel zu fahren. Dieser ist in einem (oder mehreren) Kennfeldern abgelegt. Wenn nun eine klopfende Verbrennung erkannt wird, wird der Zündwinkel in Abhängigkeit deren Stärke um einen bestimmten Betrag Richtung spät verstellt, z.B. 6 Grad KW (Kurbelwelle). Bei den nächsten Verbrennungen wird der Zündwinkel schrittweise (typ. um 0,75 Grad) nach früh verstellt. So lange, bis entweder wieder der Wert aus dem Kennfeld erreicht ist oder wieder ein Klopfen erkannt wird. So wird der Motor permanent an der Klopfgrenze betrieben.

Also kein Widerspruch!

E gibt übrigens auch noch eine Adaption. Um bei niedriger Oktanzahl nicht ständig extrem regeln zu müssen, wird eine gewisse Spätverstellung gelernt (adaptiert) und gespeichert. Insbesondere bei Lastsprüngen vermeidet das größere Klopfer.

.

Hier die Chemie dazu: Warum der Motor klopft und was man dagegen tun kann

VG myinfo

Die Klopfregelung arbeitet ständig, in dem sie den Zündzeitpunkt solange auf "Früh" stellt, bis ein Klopfen wahrgenommen wird. Dann wird die Zündung wieder etwas auf "Spät" verstellt usw.

Die meisten Fahrzeuge haben einen festgelegten Zündzeitpunkt für "Früh", der nicht überschritten wird, egal wie hoch-oktanisch der Sprit ist. Sie können jedoch durch die Klopfregelung auf "Spät" ändern, falls der Sprit schlechter ist. Nur Sportwagen bzw. Hochleistungsmotoren haben keinen festgelegten "Frühesten" Zündzeitpunkt und können deshalb einen höher-oktanigen Sprit ausnutzen.

Gruß
Franzose

Also ist eine dynamische Regelung bei Teillast auszuschließen. Klar, ein moderner Turbomotor kann auch schnell beim zwischenbeschleunigen, gerade beim Handschalter in den klopfenden Bereich kommen.
Nur, wird das Kennfeld dann anscheinend nur für diesen Bereich angepasst, rollt man wieder weiter läuft man schnell auf Standardwerten oder wie?
Dann spielt das Thema Verdichtung sicherlich auch eine Rolle.

Aber klar ist wohl, das Thema Kennfeldveränderung hat nichts mit den angeblichen Problemen oder Vorteilen der diversen Spritsorten auf den letzten Seiten zu tun.

@myinfo
Danke, du scheinst die Suche des Forums gut zu beherrschen, ich suche nach manchen Beiträgen manchmal viel zu lange!!

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 9. September 2019 um 17:28:37 Uhr:


(...)

@myinfo
Danke, du scheinst die Suche des Forums gut zu beherrschen, ich suche nach manchen Beiträgen manchmal viel zu lange!!

Wegen des Twins hatte ich mal versucht, herauszufinden was da los ist und habe dann einige Beiträge, Artikel dazu als Lesezeichen abgespeichert. 😰😉

Z.B. auch jene

heise Autos, 16.07.2008, Aufladung, Direkteinspritzung und variable Ventilsteuerung machen Motoren sparsamer
Druck-Erzeugnis – Hubraum ist doch zu ersetzen

heise Autos, 16.04.2013, Kurzes Innehalten des Downsizings nach Klopfzeichen aus dem Motor
Ausgeknockt?

2008: "Erhöht den Mitteldruck!"
2013: "Übertreibt es nicht und beachtet die dabei entstehenden Risiken."

Kurz zur Suche.
Ich nutze direkt google für MT.
"klopfregelung, Rael_Imperial site:www.motor-talk.de"; und Abfahrt.

VG myinfo

Ich will diesen Thread nicht kapern. Mir ist klar, dass dies OT sein könnte. Daher nur kurz noch ein Nachtrag zur Klopfregelung.

Eine weitere Erklärung bzw. Beschreibung von Rael_Imperial. Die Folgediskussion dort ist auch lesenswert. 😉

VG myinfo

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 9. Februar 2012 um 13:05:59 Uhr:


(...)

... Zu jeder ordentlichen Klopfregelung gehört eine Adaption, d.h., dass der Drehzahl-/Lastbereich in mehrere Bereiche unterteilt wird, in denen die jeweiligen Eingriffe der Klopfregelung ermittelt, gelernt und gespeichert werden. Die Werte dienen dann als Vorsteuerung der Klopfregelung (damit der Motor eben nicht permanent ins Klopfen rein läuft).

Eine Betankung mit ROZ91 würde also dazu führen, dass die Adaption die späteren Zündwinkel lernt. Nach einer späteren Betankung mit ROZ 98 müssen die Werte erst wieder "rausgelernt" werden.

Da die Klopfanfälligkeit stark temperaturabhängig ist, dürften die Eingriffe der Regelung im Sommer deutlich größer sein als im Winter. Im Zweifel also im Sommer lieber zu höheroktanigem Sprit greifen.

Jetzt wäre die Frage, welche Zusammenhänge es zum EA211 bzw. EA211 Evo gibt. Die Zeit ist eher kurz, die Entwicklung im Detail anscheinend nicht, zudem erst da die Einführung E10 im Raum stand und mittlerweile die Alltagsvorzüge klar sind.
Auch scheint der 1,4l TWIN einfach eine Zicke zu sein 😉 Ableitung zum Alltag des Durchschnittsnutzers der auch keine 160PS fährt ist schwierig.

Deine Antwort
Ähnliche Themen