Privatkauf mit Motorschaden. Fehlerspeicher mit Datum und Häufigkeit auslesen lassen?

Audi A3 8P

Hey Leute,
hatte mir vor 2 Monaten einen Audi A3 Bj. 2008 mit 90.000km 1.8 tfsi automatik gekauft gehabt. Nun war es so, dass ein Privatkauf war und der Wagen bei der Probefahrt tadellos lief. Nach ca. 10 Kilometern und einer vollen Tankfüllung lief alles schief. Es gingen ALLE Lampen an die gingen. Die Motorkontrollleuchte, Service und ABS. Verkäufer hat mich überall blockiert und will mit der Sache nichts zu tun haben. Nun bin ich gerade mit der Hilfe meines Anwaltes am versuchen die ganze Sache so zu drehen, dass ich den Wagen doch irgendwie wieder zurück zu diesem Betrüger Verkäufer bekomme, um somit mein Geld wieder zu erhalten. Ich muss nachweise, dass diese Probleme bzw. Fehler schon vor Kauf des Kfz existiert haben und der Verkäufer darüber bescheid wusste. Ich habe Videos , Fotos und genügend Zeugen dabei, jedoch hat der Wagen nun einen Motorschaden und der Verkäufer hat bestimmt zu 100% den Fehlerspeicher gelöscht und mir den Wagen sozusagen durch arglistig verschwiegene Mängel verkauft. Weiß einer, ob man den Fehlerspeicher von Audi auslesen kann und sehen kann wie lange diese Probleme schon existieren?
Ich habe den schon bei einer „0815“ Kfz Werkstatt auslesen lassen und dort kamen Zündungsaussetzer, Glühkerzenfehler und Zylinderfehler in einen der Zylinder raus. Wie kann ich nun am besten nachweise, dass der Schaden schon vorher am Auto war und nicht erst nachdem ich den Wagen gekauft habe?

Kann Audi den Fehlerspeicher auslesen und dann gucken seit wann genau dieses Problem besteht? Müsste genau wissen, ob die Probleme schon vor 2-3 Monaten bestanden oder erst jetzt aktuell. Falls mir dennoch einer Tipps geben kann, wie man bei sowas am besten vorgeht, dann wäre ich der Person sehr dankbar!!

Mit freundlichen Grüßen

69 Antworten

Nur 2 Zylinder aber laut Fehlermeldung "Zündaussetzer" auf allen Zylindern.
Bin gespannt....

Ja. Ich werde euch up to date halten über die Lage und sobald der Motor dann endlich ausgebaut ist, werde ich hier mal genau und konkret sagen, was das Hauptproblem ist bzw. worans liegt. Der Meister meinte, dass es schlecht aussieht und es sehr teuer werden könnte...

Der Wagen ist anscheinend wirklich komplett hinüber. Der KFZ‘ler hatte mich angerufen und gemeint, dass viel mehr als gedacht am Wagen Probleme bereitet und das der Motor „viel Luft zieht“ (nagelt mich nicht auf das Fachjargon fest, aber er meinte so etwas in der Richtung) und das ich morgen dann entgültig gesagt bekomme, was am Wagen alles defekt ist bzw. Probleme bereitet und ich dann das Ergebnis hier posten werde. Motor ist aber anscheinend wortwörtlich kaputt, laut ihm.

Zitat:

@Jeff90 schrieb am 17. Februar 2021 um 18:53:58 Uhr:


Der Wagen ist anscheinend wirklich komplett hinüber. Der KFZ‘ler hatte mich angerufen und gemeint, dass viel mehr als gedacht am Wagen Probleme bereitet und das der Motor „viel Luft zieht“ (nagelt mich nicht auf das Fachjargon fest, aber er meinte so etwas in der Richtung) und das ich morgen dann entgültig gesagt bekomme, was am Wagen alles defekt ist bzw. Probleme bereitet und ich dann das Ergebnis hier posten werde. Motor ist aber anscheinend wortwörtlich kaputt, laut ihm.

Alle deine Aussagen klingen nicht ansatzweise fachgerechnet, auch das mit dem "Luft ziehen" jetzt nicht.

Bekommst du nur solche wirren Aussagen von den Werkstätten oder hat dir auch mal eine schriftlich gegeben, was gemacht werden muss?

Ich seh in dem Fehlerbild von harmlos bis ernst fast alles, aber keine klare Aussage von deinen Fachkundigen da.

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Leider gibt es in meiner Umgebung nur irgendwelche schlechten Werkstätte, die mich mit so abgespeckten Aussagen abspeisen. Morgen bekomme ich entgültig eine gescheite Antwort eines Fachkundigen und werde den Fehlerbericht auch hier posten.

So Leute,
da die KFZ-Werkstatt im engen Kontakt zu meinem Anwalt steht, war es etwas schwer einen sehr akkuraten Fehlerbericht zu bekommen. Stand jetzt könnt ihr euch unten anschauen. Aktuell wird nach einem erneuten Gutachter gesucht, der sich etwas besser mit dieser Materie auskennt und erst dann wird der Motor komplett „geöffnet“ und drüber geschaut.

Asset.JPG

Wenn Du keine Werkstatt findest, die Dir bezeugt, dass der Verkäufer wegen des Schadens bei ihr war und dass man ihm den genauen Umfang auch mitgeteilt hat, kann der Gutachter schreiben, was er will. Die 10 km vor dem Kauf lief der Wagen. Vielleicht die letzten 15000 km auch, selbst mit Schaden. Nachzuweisen ist hier nicht, dass der Schaden bei Übergabe vorhanden war (denn um ganz genau dafür nicht zu haften schließt man die Gewährleistung aus), sondern dass der Verkäufer das ganz genau wusste und es Dir trotzdem nicht gesagt hat. Dass der Gutachter schreibt, er wusste es sehr wahrscheinlich reicht nicht. Mehr kann er aber nicht schreiben, weil er kein direkter Zeuge ist. Selbst, wenn man so recht nicht dran glauben mag, dass einer DAS nicht wusste - es kann halt durchaus sein. In Kombination mit "er lief bei mir zunächst problemlos ein paar km" schon zweimal.

Ein weiteres Problem - und das macht mich mehr als stutzig - normalerweise geht sowas ans Gericht mit der Bitte um ein selbstständiges Beweisverfahren. Das Gericht beauftragt dann einen neutralen Gutachter. Da kann man nicht wechseln, weil man einen anderen haben will.

Im Übrigen erschließt sich mir auch jetzt nicht, was der genaue Defekt sein soll. Das klingt alles ein wenig nach übergesprungener Steuerkette und defekten Ventilen. Dazu würden auch die 2.000 Euro passen. Und das ist halt wirklich einfach Pech. Der läuft jetzt - und 2 km später springt sie über, beim Lastwechsel zum Beispiel. Ist halt blöd, aber Pech für Dich und Glück für den Vorbesitzer. Wenn es das ist... Wir bräuchten schon einen genauen Bericht, um das einschätzen zu können.

Also ich habe gestern noch einmal mit meinem Anwalt telefoniert und dieser meinte, dass die Chancen 70/30 stehen (für die Gegenseite). Das Bedeutet, dass jetzt erstmal von beiden Seiten genug gesagt wurde und nun das Gericht entscheiden muss. Ich habe erstmal versucht selbst einen Gutachter aufzutreiben, jedoch wurde mir davon dringend abgeraten von meinem Anwalt und deshalb versucht er aktuell dem Gericht eine Art „Vorschlag“ zu unterbinden, dass unbedingt zur Beweislast meiner Seite aus, ein Gutachter rausgeschickt werden soll (ein neutraler vom Gericht), der sich die Sache persönlich anschauen soll und dann seinen Senf zu der Sache abgeben soll. Nun wird sich die Sache noch ein wenig ziehen, da das Gericht sich nun erstmal alle Beweise anschauen wird und dann entscheiden wird, ob ein Gutachter rausgeschickt werden soll oder nicht. Falls einer rausgeschickt wird und dieser dann sagt, dass der Schaden zu 100% vorher am KFZ erkennbar gewesen sein muss, wird das Verfahren zu meinen Gunsten dann verlaufen und ich gewinne ggf. den Prozess und bekomme mein Geld wieder. Falls der Gutachter aber sagt, dass dieser Schaden nicht wirklich vorher dran war, dann wird es unmöglich den Prozess zu gewinnen.

Aktuell habe ich folgende Beweise:
-> Fehlerspeicher von 3 verschiedenen Werkstätten
-> Video der Heimfahrt und die aufgetretenen Fehler
-> Beweise über den Chatverlauf beider Parteien und Treffpunkt (der laut seiner Aussage anders war, jedoch er einen Tag vorher selbst festgelegt hat im Chat)
->Die KFZ-Werkstatt, die bezeugt, dass dieser Schaden vorher erstanden sein MUSS und eigentlich klar erkennbar gewesen sein muss bei der Probefahrt // er es eben halt nicht war bzw. bei der Probefahrt war alles perfekt
-> 2 andere Zeugen
-> verkorkste Zundkerzen- und defekte Spulen

Nun muss ich auf einen guten Gutachter hoffen und das dieser dann zu meinen Gunsten Aussagt bzw. klar den Fehler am KFZ erkennt und diesen bestätigt.

Zu dem Defekt:
Da die KFZ-Werkstatt im engen Kontakt zu meinem Anwalt steht bekomme ich kaum Informationen über den Schaden bzw. dem Defekt. Nun sieht es so aus, dass die KFZ-Werkstatt diese paar Fehler sehen konnte, jedoch den Wagen nicht 100% aufgemacht und analysiert hat, da der Gutachter nur das Recht dazu hat und ich ansonsten alle wichtigen Beweise mir selbst „kaputt“ mache. Daher steht der Wagen nun schon seit 6 Monaten bei der KFZ-Werkstatt rum und ich probiere wie gesagt mit meinem Anwalt und seinen Fähigkeiten, so schnell wie es geht einen Gutachter über das Gericht zu bekommen, der mir dann hoffentlich bzw. ggf. den Schaden bestätigen wird, damit ich dann handfeste Beweise über den Schaden habe.

Wenn du irgendwas vom Verkäufer zurückbekommen möchtest, musst du zweifelsfrei beweisen, dass dem Verkäufer der Schaden bekannt war. Er muss nicht einmal seine "Unschuld" beweisen. Und wenn bei der Probefahrt von dir alles tadellos lief, dann sehe ich die Beweisführung sehr schwierig. Vielleicht findest du im Serviceheft oder am Ölwechselschild einen Hinweis auf eine Werkstatt, in der möglicherweise der Schaden vor dem Verkauf diagnostiziert wurde.

mWn wird auch der Gerichtsgutachter vom Verlierer bezahlt.
Zusätzlich zu Anwalts- und den anderen Gerichtskosten.

Der Eigentümer alleine entscheidet wer den Wagen wie weit zerlegt, wenn Du den bis in die letzte Schraube auseinander haben willst (und bereit bist die Arbeit zu bezahlen) dann kann das keiner verhindern.

Im Zuge der Beweissicherheit ist es aber vielleicht besser wenn der Gerichtsgutachter der Erste ist der den Motor komplett zerlegt.

Hast Du schon mal durchkalkuliert was Du zahlen musst wenn Du vor Gericht verlierst?

Na klar zahlt der Verlierer alles. Schon jetzt dürften die Kosten in Richtung des Schadens gehen. Das Gericht selbst kostet nicht die Welt. Die Anwälte und Gutachten sind das teure. Bei Privatkauf hätte ich erst dann was gemacht, wenn ich hätte beweisen können, dass ich arglistig getäuscht wurde. Aber bisher ist nicht zu erkennen, worauf der Anwalt die Forderung stützt, noch was diese Zeugen meinen, noch was genau der Schaden ist. Dem Schreiben da nach mutmaßt er selbst nur und die Werkstatt ebenso.

Falls ich verliere bleibe ich auf den Kosten definitiv sitzen. Das ist denke ich klar. Jedoch zahlt die Rechtschutzversicherung größtenteils alles. Aktuell sieht es etwas schwierig aus, jedoch bleibe ich einfach dran und probiere es. Die Kiste kann ich immer noch, falls ich verliere dann für 2k reparieren und gut is.

Wie langer war denn der Verkäufer der Halter von dem Wagen?
Wenn der Verkäufer 3 Jahre den Wagen im Besitz hatte, ist es schon etwas anderes als wenn er nur drei Monate mit dem Wagen gefahren wär.

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