Neue Pressemitteilung: VW bietet großzügige Kulanz bei defekter TSI-Baureihe
Heute neue Pressemitteilung in "derwesten" zu den TSI Motoren.
Der Volkswagen-Konzern hat über alle Marken hinweg die Kulanzregelung für bestimmte Defekte bei TSI-Motoren erweitert. Sie ist unbefristet und gilt auch für Altfälle rückwirkend. Hintergrund ist der drohende Imageschaden und das dadurch gefährdete Gebrauchtwagen-Geschäft.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von heppler
Bin mit meinem, BJ 2009, bisher noch nicht betroffen *3x auf Holz klopf*, aber gut zu wissen. 🙂
genau, noch nicht ..... :-) wir (mein onkel) hat vor wenigen Tagen seinen Golf 5, Bj09, nach etlichen Defekten/Mängeln (Turbolader, Steuerkette, Turbolader, Katalysator) - alle aufgetretenen Mängel natürlich völlig "untypisch" - an den Händler zurückgegeben. Bei den defekten und mehrmaligen Reparaturversuchen musste er den Wagen zurücknehmen, war der Wütend ....
Interessehalber habe ich in den letzten Wochen die Entwicklung von Gebrauchtwagenpreise für TSI Fahrzeuge verfolgt. Ich glaube seit dem TSI Debakel ein sinkendes Preisniveau festgestellt zu haben (um ca. 1000 - 1500 € für ein 3-jähriges Fahrzeug).
Wie lange gilt das "Kulanzversprechen" von VW und wie Kulant wird VW in Zukunft sein ?? Volle Kulanz für 3-jährige Fzg und darüber hinaus bzw. ältere Fahrzeuge anteilige Kulanzregelungen auszusprechen ist eine absolute Frechheit. Demzufolge bleibt jeder VW TSI Fahrer, dessen Fzg. älter als 3 Jahre ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf (Teil)Kosten sitzen obwohl ein Serienfehler vorliegt ??!!
In China wurde die Garantie für TSI Motoren und DSG Getriebe auf sagenhafte 10 Jahre erweitert. Garantiert ohne wenn und aber. Der Chinese ist mittlerweile der "wichtigste" Kunde.....
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Zitat:
Relevant sind in diesem Zusammenhang allerdings andere Zahlen:
Der Anteil der Meldungen zu TSI-Motoren im Verhältnis zu gebauten Einheiten liegt weit über dem Durchschnitt - sowohl innerhalb des Konzerns im Vergleich zu anderen Motoren, als auch im Vergleich zu anderen Herstellern. Auch das hat AB geschrieben.
Die Statistik würde mich mal interessieren. Der AB wird ja generell gern zugeschrieben recht "unsolide" und auch ungerechte Nachrichten zu verbreiten, hier wird solch eine Aussage natürlich (auch gern von Fremdmarkenfahrern) nur zu gern geglaubt ... frage mich warum hier kritisches Hinterfragen nicht erwünscht (oder besser: gewollt) ist ?!
Zitat:
Die Aussage an sich wird im selben Satz schon ad absurdum geführt - "wir wissen nicht welche Autos, aber es sind nur ein paar hundert". Entschuldigung, da hab ich moderne Produktions- und Logistikabläufe ja völlig falsch eingeschätzt... Man muß sich doch nicht so plump veräppeln lassen.
Was ist daran nicht zu verstehen ? Es sind wenige hundert Fälle bekannt bei einer unbekannten Anzahl von Fzg. die es betreffen könnte und das ganze beruht nicht auf einer festen Charge von Fehlerteilen sondern auf vom Zulieferer "ab und an" (nämlich wenn die Maschine mal wieder verschlissen war) geliefert wurden.
Auf den Ketten steht ja nicht drauf "so das sind jetzt die letzten 100 der Maschine bevor diese instand gesetzt bzw. ausgewechselt wird". Wie soll man das also abschätzen ?
Wenn der Zulieferer aber sagt "Das betrifft im Schnitt XY Ketten bei XY Machinenwechseln" so kann man schon relativ genau sagen wieviele Fzg. es betreffen könnte. Nur halt nicht genau welche.
Btw. ich reviediere meien erste Aussage zum Thema "Wieviele Briefe sind bei der AB eigegangen" ... die Autobild hat nicht "um die 100" Briefe erhalten sondern es waren gerade mal knapp über die Hälfte .. was die Statistik umso interessnter machen würde.
Anscheinend gibt es hier wirklich User die an dem Märchen "Schuld war der böse Zulieferer" glauben. 😁
Die Kettenproblematik ist auch ganz neu bei VW. 😁
Schön, der erste der sich angesprochen fühlt.......... 😁
Aber lobenswert, dass du wenigstens meinen ironisch gemeinten zweiten Satz nicht widersprichst. 😁
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Ich entschuldige mich das ich nicht notorisch "dagegen" bin 😉 ...
Warum sollte ich auch wiedersprechen ? Das es Kettenprobleme gibt/gab oder geben könnte ist doch nichts neues.
Das Problem kennt man von VW, von BMW, von Peugeot etc.
Warum sollte man da also wiedersprechen. Die Frage ist: Warum sollte man annehmen das es sich hier immer um das gleiche "Problem" handelt ?
Wobei ich immer noch sehr stark daran zweifel das es überhaupt ein derartig "massives" Problem gibt wie es überall gern beschworen wird.
Ein Problem war vielleicht der Frostmotor (Alumotor halt) oder der Softlack im Golf 4 oder das EOS Dach ... da würde ich mit freuden zustimmen.
Zitat:
Original geschrieben von Edroxx
Nur weil du es Märchen nennst muss es noch lange keins sein 😉.
Ich sag mal beide haben schuld. VW drückt die Zulieferer ja preislich auch. Und irgendwo müssen die auch sehen auf ihre Marge zu kommen. Letztendlich liegt die Schuld bei den Finanzcontrollern von beiden Drehpunkten (VW und Zulieferer).
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Ich sag mal beide haben schuld. VW drückt die Zulieferer ja preislich auch. Und irgendwo müssen die auch sehen auf ihre Marge zu kommen. Letztendlich liegt die Schuld bei den Finanzcontrollern von beiden Drehpunkten (VW und Zulieferer).Zitat:
Original geschrieben von Edroxx
Nur weil du es Märchen nennst muss es noch lange keins sein 😉.
Das ist auch so eine Sache.
Hat der Zulieferer genug Geld bekommen und sich gedacht da mache ich noch ein paar Zusatzeuro ?
Oder hat er bereitwillig einen zu geringen Preis akzeptiert nur damit er den Auftrag bekommt im WISSEN das er hier schlechte Qualität liefern muss (-> betrügen).
Soweit ich weis gibt es ein Lastenheft und einen Preis der gezahlt wird .. hieraus sollte man eigentlich eine Kalkulation erstellen können. Kann ich das nicht muss ich nachverhandeln oder lehne den Auftrag ab.
Ich nehme mal an der Zulieferer kann rechnen.
Ohne Auftrag kann der Zulieferer aber nicht leben, um das ganze mal weiterzuspinnen. Denn das ist ja sein Geschäftsfeld. Und es gibt genügend Zulieferer die einen von einem anderen Zulieferer abgelehnten Auftrag mit Kußhand annehmen. Dann wird halt mit dem Verschleiß der Maschinen gespielt.
Und wenn VW sagt, die preisliche Deadline ist X kann der Zulieferer nicht sagen ich will aber x + x haben. Dann bekommt er einfach den Zuschlag nicht. Andere Autohersteller sind da genauso rigide und preislich knalleng. Man braucht sich doch nur mal die steigenden Rückrufe aller Hersteller! durch die Bank weg über die Jahre anzusehen und kann ich ausrechnen, woraus diese größtenteils resultieren.
Fakt ist unter dem Strich, daß an der Misere die Finanzcontroller beider Seiten die Hauptschuld tragen.
Da stimme ich dir zu, nichts anderes habe ich auch geschrieben.
Zitat:
Dann wird halt mit dem Verschleiß der Maschinen gespielt.
Zitat:
Oder hat er bereitwillig einen zu geringen Preis akzeptiert nur damit er den Auftrag bekommt im WISSEN das er hier schlechte Qualität liefern muss (-> betrügen).
.. und das der Hersteller sparen muss das will ich
keinem Herstellervorwerfen. Ich glaube nicht das die PKW in dem Maße teurer geworden sind wie andere Güter.
Wer würde heute schon 25.000 Euro für einen Basis Golf, Astra oder Focus zahlen auch wenn das evtl. die angemessene Steigerung (Inflation, Produktionskosten etc.) gewesen wäre ?
Ich nehme mal an das lässti sich nur durch Produktionsoptimierung und natürlich durch Einsparungen kompensieren .. und natürlich durch Wachstum.
Das ist aber das Problem. Auf Kosten des Wachstums wird auf falsche Weise eingespart. Das fällt den Firmen irgendwann einmal auf den Fuß. Auch imageseitig.
Unter Wachstum verstehe ich er das mengenmäßige Wachstum (Stückzahl) um damit die Fixkosten (also Maschinen, Forschung etc.) zu senken.
Wachstum im Profit ist, gerade auch für VW durch die große Fertigungstiefe und die Standorte, eh schwer zu realisieren.
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Ich sag mal beide haben schuld. VW drückt die Zulieferer ja preislich auch. Und irgendwo müssen die auch sehen auf ihre Marge zu kommen. Letztendlich liegt die Schuld bei den Finanzcontrollern von beiden Drehpunkten (VW und Zulieferer).Zitat:
Original geschrieben von Edroxx
Nur weil du es Märchen nennst muss es noch lange keins sein 😉.
Es gibt eine Warenausgangs- und eine Wareneingangskontrolle.
Da es von beiden Seiten keine Beschwerden gab, wurden die Steuerketten eben eingebaut. (=> AQL-Wert i.O.)
Wahrscheinlich. Aber es werden genau so wahrscheinlich auch nur Stichproben genommen und das Problem tritt ja auch erst nach Laufzeit XY auf.
Unterschreibe ich so.
Wobei, soweit ich weis, zumindest 100% der Fzg. kurz "testgefahren" werden sowie alle Getriebe/Motoren auf den Prüfstand kommen. Aber das hat nichts hiermit zu tun 🙂 !