Motorkontrollleuchte ca alle 60 Km nach "Löschen'"

VW Lupo 6X/6E

Hallo liebe Lupo - Kenner.

Habe seit ein paar Tagen das Problem, dass meine Motorkontrollleuchte plötzlich aufleuchtet.
Ungewöhnliche Veränderungen, schon länger vorher, waren ungewöhnlich hohe Drehzahlen beim Warm- so wie beim Kaltstart, die sich nach ca 30 Sekunden wieder normalisiert haben. ( ca 2000 U/min. ) Sporadisch.

Ich konnte und kann die Lampe durch Abklemmen der Batterie, 5 Minuten Wartezeit und wieder Anklemmen, löschen.

Nach etwa 60 km wiederholte sich das Ganze, und jetzt leuchtet sie wieder nach ca 60 km.

Mein Werkstatttermin ist erst nächste Woche Freitag zum Auslesen des Fehlerspeichers.

Vielleicht habt ihr aber doch schon Ideen, was gemäß den speziellen Verhaltensweisen der Lampe sein könnte.
Einfaches Löschen - Lassen der Lampe durch Abklemmen der Batterie, sporadisches Hochdrehen des Motors beim Start......

Gruß Jörch

71 Antworten

Wie oft muss man eigentlich noch sagen, dass WD40 kein Kontaktspray ist, sondern ein ölhaltiger Rostlöser mit wasserverdrängenden Eigenschaften. Und Öl isoliert nun mal und reinigt keine elektr. Kontakte.
Ist doch klar, dass das Ventil warm wird - es strömen ja auch heiße Abgase durch, weswegen es auch im Kühlkreislauf sitzt.
Der Fehlercode P0404 lautet Abgasrückführungssystem - unplausibles Signal
Der Fehlercode P0401 lautet Abgasrückführungssystem - Durchsatz zu klein

Okay habe allerdings mit WD 40 schon so manchen verrotteten oder korrodierten Kontakt wieder hergerichtet, und auch im Netz steht, dass man es für alle Arten von Elektrosteckverbindungen verwenden könne, auch unter anderem für Batteriekontakte geeignet, eben wegen der Wasserverdrängung und Reinigung.

Wird denn nun das AGR Ventil bezüglich der Metalldichtungen trocken gewechselt oder werden die Dichtflächen mit einem hitzebeständigen Dichtmittel bestrichen ?

Die Dichtungen benötigen genau wie eine Zylinderkopfdichtung kein zusätzliches Dichtmittel, zumindest wenn sie wie vorgeschrieben ersetzt werden.

Zum Thema AGR allgemein lohnt es sich, den folgenden etwas längeren Beitrag mal durchzulesen:
https://www.motor-talk.de/.../...entil-grundstellung-t6111297.html?...

Zum Thema WD-40 folgende Videos =>
https://www.youtube.com/watch?v=FKUeDPIeNhM
https://www.youtube.com/watch?v=jyGy0Mlay6o
Wenn schon WD-40, dann in solchen Fällen das WD-40 SPECIALIST Kontaktspray
=> https://wd40.de/wd-40-produkte/schnell-trocknender-kontaktspray/

So, wieder Neuigkeiten:

Habe nun den Stecker abgezogen und auf Anschluss Pin 1 des Ventils 12 Volt plus gelegt.

Habe dann mit einer Masseleitung auf Anschluss Pin 5 des Ventils kurzzeitig Masse gegeben und wieder weggenommen und das mehrmals hintereinander mal kürzer mal länger höchstens zwei Sekunden, beim Wegnehmen der Masse Endstand ein kleiner Abriss - Funke, durch die stromdurchflossene Spule des Ventils, wie ich annehme.
Das Ventil klackt aber nicht hörbar, es gibt keinerlei Töne von sich. Ich nehme an, die von der Spule angetriebene Mechanik klemmt durch die Verkokung. Bei 12 Volt Durchfluss konnte ich einen Strom von ca 1,35 Ampere messen, die Spule selbst hat einen Widerstand von etwa 9,5 Ohm.

Jetzt kann man natürlich abwägen ob reinigen oder austauschen, bis zum TÜV sind es noch zwei Monate.

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Ich gehe mal davon aus, dass das Ansteuern der Spule ein klack - Geräusch zufolge haben muss, ist ja laut Literatur ein elektromechanisches Ventil.

Liege ich dann also richtig mit meiner Vermutung, dass der Mechanismus, der mehr oder weniger Abgase durchlässt, klemmt, also nicht "klackt", weil er verkokt ist ?

Oder klackt da normalerweise gar nichts und das probeweise Ansteuern der Spule hat nichts bewiesen ?

Die Ansteuerung des Ventils erfolgt per PWM Signal.
https://www.motor-talk.de/.../...entil-grundstellung-t6111297.html?...
https://heinen-elektronik.de/glossar/pwm/
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0401111.htm
https://blog.febi.com/agr-ventile-fuer-eine-saubere-luft/
https://www.ms-motorservice.com/.../elektropneumatische-ventile-1416

Habe jetzt festgestellt, dass bei abgezogenem Schlauch des AGR Ventils am Luftfilterkasten rechts selbst bei erhöhter Drehzahl mit dem Finger kein Unterdruck zu spüren ist.
Ist der Unterdruck, der entstehen müsste, so gering, dass man ihn mit dem Finger nicht spüren würde, oder ist dann da definitiv eine Störung des Unterdrucks ? Man müsste doch geringfügig etwas merken, wenn man mit der Fingerkuppe das Loch von der Tülle zuhält und wieder loslässt, ein Saugeffekt ....?

Wenn du den von mir verlinkten Beitrag von Antriebswelle133239 (ehem. Hans Audi 200) aufmerksam durchgelesen hättest, dann wüsstest du, dass es sich bei dem Schlauch um eine Belüftungsleitung handelt, an deren Anschluss kein Unterdruck anliegt.
Das AGR-Ventil des AUC Motors wird nicht elektropneumatisch gesteuert.
https://www.motor-talk.de/.../...entil-grundstellung-t6111297.html?...

Okay, das habe ich schon alles gelesen, allerdings habe ich auf Seite 2 mal nebenbei sinngemäß gefragt, ob der fehlende Unterdruck wegen dieses abgerutschten kleinen Schlauchs vom AGR Ventil zum Luftfilterkasten quasi am nicht arbeitenden AGR-Ventil Schuld sein könnte.
Darauf hast du selbst geantwortet, dass das, ja natürlich, sein könnte und man akribisch genau hier jeden Schlauch überprüfen müsse.

Missverständnis. egal.

Wenn es sich also um einen Belüftungsschlauch handelt, dann verstehe ich es so, dass der Schlauch lediglich dazu dient, die verdrängte Luft beim Hochfahren des Ventils sowie die angesaugte Luft durch das Herabfahren des Ventils heraus- bzw hereinzulassen. Wie ein Kolben, der beim Rausfahren Luft verdrängt und beim Hereinfahren Luft ansaugt und diese Luft ja irgendwo hin muss, damit keine Kompression entsteht sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

Und das ist wohl als atmendes Ventil gemeint.

Hast du mal die Grundeinstellung am AGR-Ventil mit VCDS durchgeführt?

Nein, der Kolben klemmt ja immer noch.
Es tut sich ja beim Ansteuern mit 12 Volt nix.

Ohne Ansteuerung müsste der Kolben am oberen Anschlag sein, also offen.
Bei 12 Volt zwischen 1 und 5 müsste die Spule "klacken" und der Kolben nach unten sausen, wobei ein Poti jede Stellung dazwischen in Ohmwerten stufenlos angibt. ( 2-4-6 ) angetrieben durch eine Feder mit mitwanderndem Pin, der mit der Kolbenstange mitfährt.

Problem an der ganzen Konstruktion ist die Durchtrittsstelle zwischen elektrischem und mechanischem Teil. eine gesinterte Hülse die wohl zu weich als Material ist nicht geschmiert ist und schnell versottet.

Ein Typ auf Youtube erklärt in zwei sehr langen Videos anhand meines AGR-Ventils, dass er Schritt für Schritt aufgeschnitten und zerlegt hat und an allen möglichen Punkten durchgemessen hat, wie es wohl zu dem Blockieren und den Fehlermeldungen kommt.

Er glaubt sogar, dass man vielleicht durch Einsprühen eines geeigneten Kriechöls in das Belüftungsröhrchens seitlich am Ventil durch die Kriechwirkung des Feinöls entlang der Kolbenstange bis durch die versottete Durchgangsstelle zur Mechanik das Ventil in manchen Fällen wohl wieder gangbar gemacht werden könnte. Er hat es tatsächlich Schritt für Schritt durch öffnen des Ventils und Zerlegung in seine Einzelteile demonstriert.

Aber ich werde demnächst ein neues besorgen, neue Luftfilter sind schon drin.

Die YouTube-Videos heißen:
AGR Ventil VW in alle Einzelteile zerlegt
Teil 1 und Teil 2

Ich sage einmal verkokt immer wieder verkokt.. du wirst keine Ruhe bekommen. Hast du Ölverbrauch?

Ich sage mal so: Der Wagen war völlig verwahrlost was die Wartungen anbetraf.
Der Verkäufer verkaufte mir den Wagen mit der Lüge der gemachten Services: Ölwechsel, Kerzen, Zündkabel .... wie sich erst später herausstellte, da ich ihm aus Zeitmangel zunächst glaubte und dann einen verräterischen Waschzettel fand.
Er hatte wohl zwei Jahre keinen Ölwechsel mehr bekommen, die Zündkabel waren laut meinem Monteur marode und die Kerzen völlig runter.

Das wurde dann alles, wenn auch ziemlich verspätet, gemacht, der Luftfilter der damals noch gut aussah wurde jetzt auch gemacht.

Der Ölverbrauch liegt ungefähr bei einem halben Liter auf gut 3000 km.

Benzinpumpe und Benzinfilter wurden ebenfalls erneuert.

Er lief allerdings sehr lange mit sehr magerem Gemisch da der Fehler einer defekten Benzinpumpe eine Weile nicht gefunden wurde und ich Startvorgänge von manchmal 15 Sekunden hatte bis er ansprang und wenn er dann lief lief er wohl unglaublich mager wie der Monteur meinte.
Aber das ist ja jetzt alles behoben.

Ich hatte den gleichen Ölverbrauch..und ich vermute dadurch verkokt das AGR ständig… meine AGR Probleme gingen mit dem Ölverbrauch los…und wie gesagt ich habs nicht mehr in Griff bekommen.. ging bei 140 tsd km los… bin dann noch weitere 100tsd ohne AGR gefahren.. zum Schluss hatte ich 260tsd km auf meinem AUC dann verkauft und einen quasi neuen Lupo mit AUD Motor 60 Ps gekauft.. der hat nämlich kein AGR :-)

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