MKB: ABS, Lichtmaschine 65 Ampere, Spannung steigt über 14,2 Volt.
Letzten Freitag habe ich die Gelegenheit genutzt, bei frostfreiem Wetter mal meine Batterie aufzuladen, weil der Anlasser nicht mehr ganz so zügig drehte, wie man das eigentlich erwartet.
Die Ruhespannung der Batterie betrug 12,03 Volt. Nach dem Start des Motors konnte ich an der Batterie eine Spannung von 13,8 V messen, was nach allem, was ich gelesen habe, ja noch irgendwie normal sein soll. Der kleine Lichtmaschinentester sah das übrigens auch so.
Nachdem der Motor ca. 2 bis 3 Minuten gelaufen war, stieg die Lichtmaschinenspannung plötzlich auf 14.63 Volt an und blieb dann über mehrere Minuten bei diesem Wert.
So eine Änderung der Lichtmaschinenspannung ist mir noch nie aufgefallen. Daher jetzt meine Frage: ist das normal oder sollte die Lichtmaschine nicht eher eine konstante Spannung abgeben?
Der Regler mitsamt Kohlen wurde übrigens im Oktober 2015 von einer Fachwerkstatt für Autoelektrik ersetzt.
86 Antworten
So, ich habe nochmal gemessen:
Ruhespannung der Batterie 12,28 V (gestern 12,33 V)
Ruhestrom 15,5 mA (am 23.09.16 16,19 mA)
Batteriespannung beim Start: ganz kurz 9,9 V, dann über 10 V, genauer konnte ich das nicht ablesen, weil der Motor dann schon angesprungen war. Beim zweiten Startversuch dann ganz kurz auf 10,4 V runter, der Motor sprang auch wieder sofort an.
Ist das normal, dass die Anzeige des Multimeters bei Temperaturen um die 0°C so träge reagiert?
Na ja, bei 15,5mA Ruhestrom haste schon mal keinen versteckten Stromfresser an Bord, würde ich sagen.
Bei Kälte ist alles träger, sogar ich. Müsste auch dringend an meinen Passat ran, aber irgendwie isses mir noch zu kalt.
Gruß
Hallo Hans
Die Ruhespannung ist nicht sonderlich, ich schrieb ja bereits eine einigermaßen geladene Batterie darf > 12.4V haben.
Der Spannungsabfall beim starten finde ich akzeptabel, 11V werden bei kalten Motor wohl nicht erreicht, der Anlasser haut mit ca. 100A rein.
....Ist das normal, dass die Anzeige des Multimeters bei Temperaturen um die 0°C so träge reagiert?....
Wenn schnell zugeht beim messen ist ein digitales Multimeter nicht zu gebrauchen, die Dinger sind einfach zu träge.
Kleines Oszi wäre für solche Dinge, aber auch für andere noch schnellere Dinge, die richtige Wahl.
Gruß Thomas
Ja,LCD Flüssigkeit ist wenn es kalt ist sehr träge. Es geht auch ein Digi,ich habe nen Fluke,das kann min und max messen und speichern,dann schaut man nicht aufs Display sondern in den Speicher.
Gruss Wester
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Da werde ich wohl doch der Empfehlung von Thomas folgen und mir so ein kleines Oszi ordern. Dann bräuchte ich aber bestimmt noch eine persönliche Kurzanleitung zum Gerät. 😉
Nach dem Aufladen der Batterie dreht der Anlasser ja jetzt wieder kräftig durch. Ich werde nun erst einmal beobachten, wie sich die Ruhespannung über einen Zeitraum von einigen Tagen verhält. Die kann ich ja messen.
Ach ja: Tauscht die 9 V - Blöcke aus den Multimetern lieber zu früh als zu spät aus; ich habe gestern einen rausgefummelt, der schon anfing, an den Druckknöpfen der Anschlussleitung rumzukorrodieren. Noch ein paar Wochen, und ich hätte wieder die Anschlussleitung austauschen müssen.
Hallo Hans
.......Da werde ich wohl doch der Empfehlung von Thomas folgen und mir so ein kleines Oszi ordern......
Sehr schön, das Teil kannst als kleinen Motortester einsetzten, Pulsweitenmodulierte Magnetventile, Einspritzventile, Hallgeber, Induktivgeber, primäre Zündspannung, Volt sowieso und Zeitspannen im Nanosekundenbereich messen...und vieles mehr. Ein kleines DSO 201 bekommst sicherlich für unter 60€, die Kohle ist gut investiert.
Nur mal so zur Info...
Ruhespannung meiner Testbatterie aus dem Pulserbeitrag beträgt 12.69V, mit dieser gepulsten Batterie habe ich vorletzte Woche meinen Firmen Vito Starthilfe geleistet.
Ruhespannung meiner gepulsten, eingebauten KFZ Batterie aus 9.2011 beträgt 12.58V. Diese Batterie hing auch in den kalten Januar Nächten am Ladegerät vom "Fachhändler"
Deine Batterie scheint etwas zu Hoch-Ohmig geworden zu sein....so meine Vermutung.
Zu deiner Messreihe, wo hast du gemessen...direkt an der Lima oder an der Batterie?
An der Batterie wäre etwas unwahrscheinlich da ein gewisser Spannungsabfall zwischen Lima und Batterie je nach Strombelastung auftritt. Das rote Käbelchen zwischen Lima und Anlasser wird dabei schön warm und ist meines Erachtens grenzwertig "dünn" bemessen.
Ca. 0.35-0.41V gehen verloren wenn Motor läuft, Licht, Heckscheibenheizung und Gebläse Stufe 2 eingeschaltet sind.
Diese Spannung fehlt an den Batterieklemmen, die eigentliche Limaspannung lässt sich davon kaum beeindrucken, sank von 14.18 auf 14.12V.
Das Problem ist definitiv Kurzstrecke mit jahreszeitlich bedingter Belastung, die Batterie wird Mangel ernährt.
Gruß Thomas
Zitat:
@WBMVW schrieb am 10. Februar 2017 um 19:05:09 Uhr:
...Deine Batterie scheint etwas zu Hoch-Ohmig geworden zu sein....so meine Vermutung...
Ja, das scheint so, sollte aber nach der Zeit eigentlich noch nicht sein. Die Batterie ist, wie schon geschrieben, noch kein Jahr alt. Oder sollte sich der Umstand, dass sie ca. ein halbes Jahr unbenutzt bei mir rumgestanden hat, dermaßen auswirken? Ich hatte sie nach dem Kauf, und dann wieder im Oktober voll aufgeladen. Im November, vor dem Einbau, dann noch einmal.
Zitat:
...Zu deiner Messreihe, wo hast du gemessen...direkt an der Lima oder an der Batterie?...
Ich habe an der Batterie gemessen, weil ich da die Prüfspitzen des Multimeters schön an den Polklemmen feststecken kann.
Zitat:
...Das Problem ist definitiv Kurzstrecke mit jahreszeitlich bedingter Belastung, die Batterie wird Mangel ernährt...
Diesen Eindruck habe ich eben auch, die 65 A Lichtmaschine scheint bei Kurzstrecke und mit den eingeschalteten Verbrauchern mangels Leistungsreserven die Batterie nicht ausreichend nachladen zu können.
Hallo
.......Die Batterie ist, wie schon geschrieben, noch kein Jahr alt. Oder sollte sich der Umstand, dass sie ca. ein halbes Jahr unbenutzt bei mir rumgestanden hat, dermaßen auswirken?......
Ja 🙄
Es war sicherlich eine bereits gefüllte Batterie, also keine trockene, und wurde in der Zeitspanne nicht nachgeladen.
Gruß Thomas
Zitat:
@WBMVW schrieb am 10. Februar 2017 um 22:08:35 Uhr:
...Es war sicherlich eine bereits gefüllte Batterie, also keine trockene, und wurde in der Zeitspanne nicht nachgeladen...
Ja, die Batterie war gefüllt, und gleich nach dem Kauf habe ich sie noch richtig voll geladen. Dann noch einmal im Oktober, und im November, vor dem Einbau, dann noch einmal.
Wenn ich da an die Batterien denke, die bei uns im Baumarkt im Regal stehen; 🙄 da bin ich mir aber auch nicht sicher, dass die zwischendurch mal jemand auflädt.
Davon abgesehen, die Batterie hat ja nach dem Einbau zwei Monate lang soweit funktioniert. Dass sie schwächelt ist mir erst ca. Mitte Januar aufgefallen.
Hans extra für dich was zum lesen wenn du Zeit hast:
http://www.andre-citroen-club.de/.../
Ich habs nur mal kurz (5 sec) überflogen!
Zitat:
@turbonelli schrieb am 12. Februar 2017 um 02:06:37 Uhr:
Zitat:
@Hans-57 schrieb am 11. Februar 2017 um 21:41:58 Uhr:
Genau.
Mit Sicherheit läd die niemand nach! Weshalb ick auch nicht auf die Idee kame dort eine bakterie zu kaufen.Steht bei deiner ein Datum drauf?
Also ick meine nich den Aufkleber bei dem das verkaufsdatum rausgepopelt wird. Viele Batterien haben an der seite oben das Produktionsdatum. Sieht aus als würden die das mit heissen zahlen reinschmelzen.
Zitat:
@PKGeorge schrieb am 11. Februar 2017 um 22:15:52 Uhr:
Hans extra für dich was zum lesen wenn du Zeit hast:
Vielen Dank für den Link, Georg, der war echt hilfreich. 🙂
Der Artikel von welt.de beantwortet direkt die Fragen aus meinem letzten Post.
Zu den Batterien im Baumarkt:
Zitat:
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„Heute dagegen stehen sie fix und fertig gefüllt im Laden und warten monate- oder gar jahrelang auf Käufer. Rund 80 Prozent der Batterien werden während der Lagerung nicht nachgeladen und sind deshalb überlagert.Der Käufer erhält somit in vielen Fällen eine teilentladene und bereits vorgeschädigte Batterie. Stichproben des französischen Automagazins ‚Auto Plus‘ ergaben, dass 44 Prozent der in Baumärkten verkauften Batterien überaltert waren.“
...
Und zum zunehmenden Schwächeln meiner Batterie.
Zitat:
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Vor allem zwei Ursachen sind für die Misere verantwortlich: Zum einen der zunehmende Einsatz von Elektronik in modernen Autos und der dadurch zwangsläufig steigende Strombedarf, zum anderen extremer Kurzstreckenbetrieb. Wer täglich nur drei oder vier Kilometer zur Arbeit und zurückfährt, dessen Fahrzeugbatterie wird nicht ausreichend geladen, sondern sogar sukzessive entladen.Diese Negativbilanz erhöht sich noch im Winter, weil die durch Minustemperaturen ohnehin geschwächte Batterie von Stromschluckern wie Sitzheizung oder heizbare Heckscheibe zusätzlich leer gesaugt wird.
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Empfohlen wird die regelmäßige Überwachung der Batteriespannung...
Zitat:
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„Lebenswichtig ist eine kontinuierliche Überwachung der Batteriespannung mindestens alle zwei Wochen“, rät er. Dafür genügt schon ein preiswertes Multimeter aus dem Baumarkt oder besser ein digitaler Spannungsanzeiger für die Bordsteckdose, wie es ihn für rund 20 Euro im Fachhandel gibt.Zeigt er weniger als 12,4 Volt an, ist Nachladen mit einem Ladegerät angesagt. Bleibt die Akkuspannung längere Zeit unterhalb von 12,4 Volt,... setzt die sogenannte Sulfatierung ein.
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...und die Verwendung eines Pulsers.
Zitat:
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Wer seine Batterie besonders lieb hat, kontrolliert und lädt sie nicht nur in regelmäßigen Abständen, sondern kann ihr zusätzlich einen sogenannten Pulser spendieren. Der kostet im Fachhandel um die 70 Euro, wird an der Batterie montiert und an die beiden Pole angeschlossen.Durch gleichmäßige, hochfrequente Stromimpulse bilden sich die Kristalle auf den Batterieplatten zurück und die Batterie wird wieder ladefähig: Ladespannung, Säuredichte und Kälteprüfstrom steigen deutlich messbar an. Versuchsreihen der Technischen Universität Wien kamen zu dem Ergebnis, dass sich auf diese Weise 86 Prozent der vermeintlichen Schrottbatterien erfolgreich wiederbeleben ließen.
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Als erste Maßnahme habe ich heute gleich wieder das Ladegerät angeschlossen. Einen Pulser werde ich, da mir der Eigenbau nicht so liegt und mir auch jegliche Teile fehlen, baldigst im Internet bestellen. Vielleicht lässt sich die Sulfatierung doch noch rückgängig machen.
Außerdem überlege ich, ob der Einbau einer 90 A Lichtmaschine die Situation insgesamt verbessern könnte. Mit dem VR, der ja im Prinzip die gleiche elektrische Ausstattung hat (weil Kühlerlüfter und Klimaanlage im Winter keine Rolle spielen), aber eine 120 A Lichtmaschine hat, gab es solche Batterieprobleme auch bei Kurzstreckenbetrieb nicht.