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Ford Focus Elektro 2. Anlauf, was können wir erwarten, wie sieht die Nachfrage aus?

Ford Focus Mk4
Themenstarteram 29. Dezember 2018 um 19:00

Hi Leute,

Das Thema Elektro scheint zu interessieren. Nur schon im Knurri-Motorsound Thread wurde es angeschnitten und wird nun rege diskutiert, darum werfe ich hier mal spezifisch den Knochen aus.

Gründe:

- Norwegen machts vor, wie weit man schon sein könnte

- Andere Hersteller sind schon sehr nahe an bezahlbaren Fahrzeugen mit grosser Reichweite (i.e. Hyundai).

- Die neuen 6d-temp Benziner eignen sich wohl nur mittelprächtig für Kurzstreckenfahrer

- In meiner Garage gibts schon mehrere Autos, die Strom tanken

- usw.

Ich denke, hier kann gut über Elektro/Ford/Fokus/Wünsche & Bedarf von Fokus Fans diskutiert werden. Natürlich gibt es auch Nachteile, Infrastrukturprobleme und Nachhaltigkeit anzuschauen.

Meine Meinung ist klar. Gäbe es in 5 Jahren einen Fokus Elektro mit ca. 400 Km realistischer Reichweite für ca. 35k, dann wäre ich dabei. Steckdose ist schon bereit und generelle Infrastruktur kommt mit Bedarf.

Was denkt Ihr darüber?

Beste Antwort im Thema

Bezahlbare E-Autos in 3-5 Jahren?

Geht nicht, gibt's nicht, ein paar Kleinigkeiten sind vorher noch zu regeln, aber wir schaffen das!

In der Straße wo ich wohne sind geschätzt 150 PKW zu Hause, die brauchen 8 Ah Ladestrom, Gesamtbedarf 1.200 Ah, z. Zt. hat unser Verteilerkasten 200 Ah, da müssen nur ein paar dickere Kabel in die Erde und die Überlandleitungen mit Umspannwerken anpassen.

Bei 3,4 Mio Neuzulassungen p A werden auch 3,4 Mio Akkus gebraucht, im Moment haben wir in D die Kapazitäten für geschätzt 5.000 Stck, die fehlenden 3,395 Mio schaffen wir locker. Die Quellen für die Rohstoffe werden schnell gefunden.

In ca 6 Jahren sind die Akkus verbraucht, recyclen geht nicht, ca 70.000 Paletten Sondermüll müssen entsorgt werden, eventuell kann man damit auf Sylt einen Deich bauen zur Befestigung des Ufers.

Die Deutsche Autoindustrie wird dann überflüssig,

Die Erfindungen von Gottlieb Daimler, Karl Benz, Rudolf Otto, Robert Diesel verschwinden in den Geschichtsbüchern.

Elektromotoren kann Asien und Indien selber bauen, das ist wesentlich einfacher als Verbrennungsmotoren.. Dann sind die Europäer und Amerikaner auch zufrieden, wir haben dann keinen Aussenhandelsüberschuss mehr, für die 12 Mio Arbeitskräfte in der Automobilindustrie lassen sich ohne Probleme neue Jobs finden.

In USA werden weiter 8 Zylinder Ottomoren mit 6,5 Liter Hubraum gefahren, Verbrauch 20 L/100 km,

unsere Euro 6 Motoren mit 4,5 L/100 km werden verschrottet und die Welt ist gerettet.

Liebe Freunde in der Community, ich bin kein Wissenschaftler und bitte darum, meine Fantasien als solche zu betrachten, würde mich aber freuen, wenn Ihr meine Zahlen korrigiert.

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Wie sieht die Zukunft für alternative Antriebe aus?

Solange die Bundesregierung und das Parlament in Brüssel nur Wahlkampf betreibt und unrealistische Grenzwerte posaunt um Wählerstimmen zu gewinnen und keine messbaren Ergebnisse aus den Forschungslaboren geliefert werden, wird sich nichts tuen.

Es stört auch keinen, das am Sylvesterabend 17 % der Jahresmenge Feinstaub, die von Dieselmotoren erzeugt werden, in die Atmosphäre geschossen wird.

Da fällt es mir sehr schwer, mich zu motivieren.

Guten Rutsch Günther

Themenstarteram 30. Dezember 2018 um 14:04

Zitat:

@Cherusker123 schrieb am 30. Dezember 2018 um 13:44:51 Uhr:

Wie sieht die Zukunft für alternative Antriebe aus?

Solange die Bundesregierung und das Parlament in Brüssel nur Wahlkampf betreibt und unrealistische Grenzwerte posaunt um Wählerstimmen zu gewinnen und keine messbaren Ergebnisse aus den Forschungslaboren geliefert werden, wird sich nichts tuen.

Es stört auch keinen, das am Sylvesterabend 17 % der Jahresmenge Feinstaub, die von Dieselmotoren erzeugt werden, in die Atmosphäre geschossen wird.

Da fällt es mir sehr schwer, mich zu motivieren.

Guten Rutsch Günther

Ja das hat was, nur werden die Gesetze halt trotzdem gemacht und die „motivieren“ einen eben zwangsläufig. Darum ist jede Alternative willkommen, solange sie unter dem Radar des grünen Gewissens durchfliegen kann. Wenn ich aktuell mein Fahrprofil anschaue, dann fahre ich mit meinem Bora 2.8 Kombi 4 Motion am entspanntesten durch die Gegend. Habe nie irgend nen Filter voll, mache Kurzstrecke mit unter 10 Litern oder Langstrecke mit 7.5 (kein Witz) und habe nen satten Sechszylinder der auch läuft, wenn man will und sonst sehr seidig ist. Also wäre alles gut. Aber eben, der fliegt weit über dem Radar, hat Euro 4 und wird schon deshalb bald nicht mehr hier, sondern irgendwo am Äquator die Luft weiter belasten. Und ich hocke dann hier und weiss, dass der Nachfolger, mein neuer Focus ST-Line 125 PS zwar toll ausschaut, aber von mir nicht mehr so genutzt werden kann, wie ich das brauche. Wegen dem Partikelfilter. Das ist dann eben der Grund, warum ich zum Tesla meines Nachbarn mit 450 km Reichweite schiele und weiss, dass ich auch bald mal sowas haben möchte. Einfach eben nicht ganz in der Preisklasse.

Zitat:

@sharock22 schrieb am 29. Dezember 2018 um 20:10:54 Uhr:

Es wurde ja von 3 - 5 Jahren gesprochen im Knurren Thema.

(1) Wie soll denn das gehen?

(2) Woher soll der ganze Strom kommen?

(3) Wir wird dann abgerechnet?

(4) Woher die Rohstoffe für die Millionen Akkus?

(5) Wohin mit den defekten Akkus?

(1) Die Frage ist zu allgemein gestellt, Tesla zeigt heute schon wie es gehen kann

(2) Aus Kraftwerken und dezentralen Anlagen (Windkraft, Photovoltaik). Zur Orientierung: in den letzten Jahren lag der deutsche Stromüberschuss bei etwa 50 TWh, damit wäre es möglich ein Drittel des deutschen Fahrzeugbestands mit Strom zu versorgen.

Wenn alle Stricke reißen könnte man das Öl nicht mehr dezentral in Verbrennungsmotoren, sondern zentral in Kraftwerken verbrennen, damit würde der Gesamtwirkungsgrad der Fahrzeuge mindestens um den Faktor 2 steigen (wenn man sehr effiziente Dieselmotoren als Maßstab anlegt, gegenüber Otto-Motoren ist es deutlich mehr)

(3) Über Zähler. Bereits heute sind viele Millionen Haushalte an das Stromnetz angeschlossen und werden verbrauchsabhängig abgerechnet. Das gleiche funktioniert technisch an Ladesäulen, auch wenn dem aktuell das Eichrecht entgegensteht - daher wird heute an Ladesäulen zeitbasiert abgerechnet, das wird sich sicher bald ändern.

(4) Nun, Akkus werden sich (sobald es wirtschaftlich interessant wird) gut recyceln lassen. Damit gehen die Rohstoffe in einen geschlossenen Kreislauf. Es deutet nichts darauf hin, dass es eine Knappheit der nötigen Rohstoffe gibt - und auch ein Verbrennungsmotor benötigt viele Rohstoffe, z.B. für die Abgasreinigung. Platin ist beispielsweise ebenfalls alles andere als einfach zu bekommen.

(5) Akkus werden in Fahrzeugen deutlich länger halten als z.B. in Unterhaltungselektronik. Das liegt daran, dass ein geschicktes Batteriemanagement dafür sorgt sie mit günstigen Parametern zu betreiben (z.B. nur auf 100% laden, wenn es nötig ist). Bei "defekten Akkus" sind oft nur Kontakte abgebrochen oder einzelne Zellen kaputt, was sich genauso reparieren lässt wie wenn bei einem Verbrennungsmotor die Zylinderkopfdichtung ausgetauscht wird. Am Ende finden die Akkus entweder ein zweites Leben z.B. als Hausakku oder gehen direkt ins Recycling.

Zum Thema Wasserstoff: seit mehr als 20 Jahren wird intensiv daran geforscht, es zeichnet sich aber ab, dass das eine Sackgasse ist. Bereits die Erzeugung ist wenig effizient, dann muss er verteilt, gespeichert und getankt werden. Anders als für Strom gibt es hier keine Infrastruktur, die bereits bis in die Haushalte reicht. Am Ende ist wieder dezentral teure Technik in den Fahrzeugen verbaut. Man soll nichts ausschließen, vielleicht gelingt irgendwo noch ein Durchbruch, aber aus heutiger Perspektive erscheint es extrem unwahrscheinlich, dass sich Wasserstoff durchsetzt.

Themenstarteram 30. Dezember 2018 um 15:49

Zu Punkt 3 (Infrastruktur: Ich war kürzlich in den Staaten (Südwesten). Da findet man viele Tesla Ladestationen verstreut übers Land. Nicht eine, nicht zwei, sondern 12 Stück nebeneinander pro Ort.

Wie gesagt, Infrastruktur kommt mit Bedarf.

Bei einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen mag das so sein...

Tesla hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Autos auch los zu werden - gute Abdeckung ist hier Grundvoraussetzung. Die konnten aber gucken: Da ist was frei, da passt alles - knallen wir mal ein paar Stationen hin. In dem Wohngebiet geht es nicht? Dann nehmen wir halt ein anderes in der Nähe.

Eine wirklich flächendeckende Versorgung ist mal eine etwas andere Herausforderung. Unmöglich? Keineswegs. Aber mit halbherzigem Larifari wird das so bald nichts.

Zitat:

@MrXY schrieb am 30. Dezember 2018 um 15:19:42 Uhr:

 

Zum Thema Wasserstoff: seit mehr als 20 Jahren wird intensiv daran geforscht, es zeichnet sich aber ab, dass das eine Sackgasse ist. Bereits die Erzeugung ist wenig effizient, dann muss er verteilt, gespeichert und getankt werden. Anders als für Strom gibt es hier keine Infrastruktur, die bereits bis in die Haushalte reicht. Am Ende ist wieder dezentral teure Technik in den Fahrzeugen verbaut. Man soll nichts ausschließen, vielleicht gelingt irgendwo noch ein Durchbruch, aber aus heutiger Perspektive erscheint es extrem unwahrscheinlich, dass sich Wasserstoff durchsetzt.

Allerdings kommt die Brennstoffzellen-Wasserstofftechnik gerade in der Breite auf den Markt. Es gibt Linienbusse, LKWs, und sogar schon Züge mit Wasserstoffantrieb. Der erste Zug mit BZ-Antrieb fährt in Niedersachsen und 14 weitere sollen folgen:

https://www.youtube.com/watch?v=_F11bx6FqbM

Es tut sich in dem Bereich im Moment einfach extrem viel. Aktuell werden sogar Fähren und Frachtschiffe mit BZ-Antrieb entwickelt.

 

Den Focus 1 gab es damals sogar als BZ-Auto, allerdings fehlten die Tankstellen. Jetzt sind die Tankstellen langsam da aber Ford hat kein BZ-Auto mehr :confused:

Zitat:

(1) Die Frage ist zu allgemein gestellt, Tesla zeigt heute schon wie es gehen kann

Nein, zeigen sie nicht. Ein Tesla ist und bleibt für den Normalbürger zu teuer. Und das Modell 3 ist ja auch noch dazu ein Witz. Ok es fährt elektrisch, und sonst? Ein Lenkrad und ein Display, dazu Sparsitze. Alleine schon die Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte wär für mich ein KO-Kriterium. Da sieht man, dass sich bei Tesla wirklich niemand Gedanken gemacht hat. Deren einziges Kriterium war anscheind: wie machen wir es möglichst kostengünstig. Ahh wir pappen einfach ein Display in die Mitte...fertig.

Zitat:

(2) Aus Kraftwerken und dezentralen Anlagen (Windkraft, Photovoltaik). Zur Orientierung: in den letzten Jahren lag der deutsche Stromüberschuss bei etwa 50 TWh, damit wäre es möglich ein Drittel des deutschen Fahrzeugbestands mit Strom zu versorgen.

Wenn alle Stricke reißen könnte man das Öl nicht mehr dezentral in Verbrennungsmotoren, sondern zentral in Kraftwerken verbrennen, damit würde der Gesamtwirkungsgrad der Fahrzeuge mindestens um den Faktor 2 steigen (wenn man sehr effiziente Dieselmotoren als Maßstab anlegt, gegenüber Otto-Motoren ist es deutlich mehr)

Weder Energiespeicher (um den Überschuss an günstigen Tagen zu speichern) noch die Infrastruktur für den Energietransfer sind vorhanden. Für Ersteres ist noch nicht einmal eine Lösung vorhanden, für Letzteres wird es problematisch, da jeder einzelne Landwirt dagegen klagen wird (die Trasse von Nord nach Süd wird dann also in 50 Jahren fertig).

Zitat:

(4) Nun, Akkus werden sich (sobald es wirtschaftlich interessant wird) gut recyceln lassen. Damit gehen die Rohstoffe in einen geschlossenen Kreislauf. Es deutet nichts darauf hin, dass es eine Knappheit der nötigen Rohstoffe gibt - und auch ein Verbrennungsmotor benötigt viele Rohstoffe, z.B. für die Abgasreinigung. Platin ist beispielsweise ebenfalls alles andere als einfach zu bekommen.

Das muss erstmal noch bewiesen werden. Wir kriegen es ja noch nichtmal hin den Großteil unserers Kunsstoffmülls zu recyclen, obwohl es technisch möglich wäre. Geld regiert die Welt. Und wenn es billiger ist alte Akkus im afrikanischen Busch zu verscharren, dann wird das gemacht werden. Aus den Augen aus den Sinn ist hier das Motto, wird heute schon mit europäischen Müll praktiziert.

Zitat:

(5) Akkus werden in Fahrzeugen deutlich länger halten als z.B. in Unterhaltungselektronik. Das liegt daran, dass ein geschicktes Batteriemanagement dafür sorgt sie mit günstigen Parametern zu betreiben (z.B. nur auf 100% laden, wenn es nötig ist). Bei "defekten Akkus" sind oft nur Kontakte abgebrochen oder einzelne Zellen kaputt, was sich genauso reparieren lässt wie wenn bei einem Verbrennungsmotor die Zylinderkopfdichtung ausgetauscht wird. Am Ende finden die Akkus entweder ein zweites Leben z.B. als Hausakku oder gehen direkt ins Recycling.

Akkus für E-Autos werden aber auch stärker belastet bzw. sind Umwelteinflüssen ausgesetzt. Ob und wie lange diese halten werden bzw. wie groß die Chance ist ein "Montagsakku" zu erwischen und wie die Herstellerkulanz dann aussieht muss sich ebenfalls zeigen. Das Verhalten was Autohersteller heute schon zeigen lässt mich vermuten, dass man als Kunde nach den 2 Jahren Garantie einfach "Pech" hat und der Hersteller gar nicht dran denkt irgendwie kulant zu sein. Oder man verkauft gleich ne Akkuversicherung dazu (so wie es jetzt schon mit Garantieverlängerungen passiert) um einen geringeren Autopreis zu suggerieren.

Zitat:

@Daggobert schrieb am 30. Dezember 2018 um 08:13:55 Uhr:

 

 

Mittelfristig wird sich die Brennstoffzelle mit Wasserstoff durchsetzen.

Nein!

u.a. weil:

1. Zu inneffizient und Verschwendung von (erneuerbarer) Energie

2. Fahrzeuge zu teuer und zu kompliziert

3. Lagerung, Transport, Bereitstellung, .... zeig mir mal die H-Tankstelle, die in einer Stunde 50 - 100 PKW´s betanken kann, das den ganzen Tag über. so wie das bei Benzin-Tanken regelmäßig vorkommt.

4. Wieviele Ressourcen sind für eine Wasserstoffproduktion im großen Stil vorhanden? Investitionen größer oder kleiner als beim Ausbau des Stromnetztes? Vorteil für das Stromnetzt: Kann vielfältig verwendet werden.

5. Energie kann nicht selbst erzeugt und genutzt werden

Einfacher Weg wäre erstmal ein Tempolimit und sämtlichen Individualverkehr aus der Stadt raus...so ein klassischer Großstadt Stau ist schon heftig: 2 Tonnen und ca. 10m2 Grundfläz für 80kg Personentransport. Fast jedes Auto alleine besetzt, ein Irrsinn, wenn man an die heutigen Themen denkt.

Aber derzeit ist eine Stickoxid das Böse und alles Elektrische die Heilbringung.

Zitat:

@Cooperle schrieb am 30. Dezember 2018 um 17:49:58 Uhr:

Zitat:

@Daggobert schrieb am 30. Dezember 2018 um 08:13:55 Uhr:

 

 

Mittelfristig wird sich die Brennstoffzelle mit Wasserstoff durchsetzen.

Nein!

u.a. weil:

1. Zu inneffizient und Verschwendung von (erneuerbarer) Energie

Eben, erneuerbare Energie. Verluste spielen praktisch keine Rolle.

Zitat:

2. Fahrzeuge zu teuer und zu kompliziert

Naja, zu teuer ist relativ. Vergleich mal den Hyundai Nexo (ca.70.000€, vollausstattung ist Serie) mit nem Tesla Model X (105.000€ in mittlerer Ausstattung und geringerer Reichweite, längere "Tankstopps"). Da ist der Hyundai schon fast nen Schnäppchen. Zu kompliziert? Ein moderner Verbrennungsmotor ist deutlich komplizierter.

Zitat:

3. Lagerung, Transport, Bereitstellung, .... zeig mir mal die H-Tankstelle, die in einer Stunde 50 - 100 PKW´s betanken kann, das den ganzen Tag über. so wie das bei Benzin-Tanken regelmäßig vorkommt.

Wo soll das Problem sein? Der Tankvorgang dauert um die 5 min.. Also nur unwesentlich länger als mit Benzin. Bei hohem aufkommen braucht es dann mehr Zapfsäulen. Früher mussten die Leute in die Apotheke gehen um sich Benzin zu kaufen...

Zitat:

4. Wieviele Ressourcen sind für eine Wasserstoffproduktion im großen Stil vorhanden? Investitionen größer oder kleiner als beim Ausbau des Stromnetztes? Vorteil für das Stromnetzt: Kann vielfältig verwendet werden.

Der Stromnetzausbau kommt seit Jahrzehnten in D nicht in Schwung und wäre einer massiven E-Mobil Nutzung überhaupt nicht gewachsen. Ich habe jetzt keine Zahlen aber könnte mir sehr gut vorstellen, das der Aufbau eines Wasserstoffnetzes mit Umbau der bereits vorhandenen Tankstellen deutlich günstiger, schneller und realistischer ist als die benötigte Strommenge jederzeit sicher zu stellen. Wasserstoff kann man lagern. Mit Strom ist das schwierig. Der Aufbau des Wasserstofftankstellennetzes läuft auf Hochtouren.

Zitat:

5. Energie kann nicht selbst erzeugt und genutzt werden

Das ist auch ziemlich egal. Die meisten Menschen wohnen statistisch in einer Mietwohnung und haben sowieso keine Möglichkeit ihren Strom selber zu machen oder gar ihr Akkuelektroauto in der Stadt vor der Mietwohnung an der Laterne zu laden. Mit nem Wasserstoffauto zur tanke fahren kann jeder, wie mit nem Verbrenner eben...

 

Zitat:

@Daggobert schrieb am 30. Dezember 2018 um 19:13:56 Uhr:

Der Stromnetzausbau kommt seit Jahrzehnten in D nicht in Schwung und wäre einer massiven E-Mobil Nutzung überhaupt nicht gewachsen.

Das dachte ich bis heute auch noch und habe dann gelesen, dass die Anzahl der Ladestationen in Deutschland allein in der zweiten Jahreshälfte um 20% gestiegen ist. 8-]

Ziel ist ja auch, dass man in 10 Min. den Akku wieder auf 80 % laden kann. Das wäre also nur eine Raucher-, Kaffee-, Pinkel- oder Handypause bis zur Weiterfahrt. ;-)

Ich kann mir unter diesen Voraussetzungen und dass ein Kompakt-Stromer mit 600 km Reichweite für 25.000-30.000 zu haben ist, den Umstieg vorstellen. Das Fahren im e-Auto fand ich bisher immer schon sehr angenehm. Und neben der Luft, wäre das auch für die Geräuschemissionen in den Städten eine deutliche Verbesserung.

Ok, um 20% gestiegen. Von wenig auf etwas mehr...

Wenn man nen Kompaktstromer mit 20min laden auf 600km Reichweite bringen kann, dann nehme ich auch einen. Fahre grundsätzlich gerne E-Autos. Allerdings ist mir immer noch nicht klar wo der ganze Strom dafür her kommen soll. Speziell nachts und bei Windstille...

Solarthermische Kraftwerke können noch 7-8 Stunden nach Sonnenuntergang unter Volllast laufen und Strom erzeugen.

Ich bin ganz bei dir, die Strommenge wird eine Herausforderung. Das wird in ein paar Jahren aber auch bezahlbares Erdöl sein.

Themenstarteram 31. Dezember 2018 um 0:11

Gerade das Video des Kia Niro EV 64 kwh gesehen. Frühling 2019 ist der auf den Strassen. Gute 400 plus KM Reichweite bei 204 PS und das als Familien SUV. Ich bleibe dabei. In 3-5 Jahren werden sich sehr viele umorientieren, denn was heute schon Realität ist, wird noch weiterentwickelt (Reichweite), praktikabler (Auflade-Möglichkeiten) und bezahlbarer (Stückzahlen/Produktionskosten). Das Ding ist aber im Vergleich preislich schon jetzt kein Exot mehr. In jedem Forum gibts die Marken- und Modellbrille. Aber ob‘s zum Beispiel bei mir wieder ein Focus werden würde, hängt nicht nur davon ab, ob ich den schön und gut finde, sondern ob Ford die Zukunft mitgeht, oder verschläft, respektive ignoriert.

Untermotorisierung wird bei E-Autos kein Thema werden, weil es bei E-Motoren eine untergeordnete Rolle spielt ob sie etwas mehr oder weniger Leistung haben (anders als bei Verbrennungsmotoren, wo mehr Leistung immer mehr Aufwand bedeutet).

Woran es aktuell noch fehlt ist an Ladeinfrastruktur - auch bei Tesla wird es eng werden, sobald hier eine Menge Model 3 unterwegs sind. Der e-Cannonball hat gezeigt, dass der Hyundai Kona sein Potential noch nicht voll ausspielen kann, da das Laden noch mit Hindernissen verbunden ist. Gleiches gilt auch für den Niro.

Das wird aber nur ein vorübergehendes Problem sein, die Ladeinfrastruktur ist verhältnismäßig einfach auszubauen (dabei rede ich nur von Ladestationen an den Autobahnen, d.h. für Langstrecken). Ford ist auch Teil von Ionity, dort hat der Bau von Ladesäulen ebenfalls in den letzten Monaten Fahrt aufgenommen.

Zuhause ist es viel weniger ein Problem: viele überschätzen den Gleichzeitigkeitsfaktor (15.000 km pro Jahr entsprechen etwa 3500 kWh, an einem 11 KW-Lader sind das 318 Stunden d.h. 3,6% der Zeit. In der Praxis wird es weniger sein, da auch mal auswärts geladen wird. Wer jetzt sagt "aber es stecken doch immer alle abends zur gleichen Zeit das Kabel an" -> nein, zum einen nicht zur exakt gleichen Zeit und zum anderen an verschiedenen Tagen. Mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,1 sollte man tatsächlich auf der sicheren Seite sein (zu dem Argument, dass die Leitungsnetze das nicht hergeben).

(11 kW-Lader heißt 16A@400V, 22 kW-Lader sind eigentlich nicht nötig auch wenn sie die meisten Hausanschlüsse noch hergeben)

Zur Infrastruktur: diese Betrachtungen gehen oft von 100% Elektromobilität aus; selbst wenn ab 2020 nur noch Elektroautos gebaut würden, würde es mehr als 10 Jahre dauern bis der komplette Fahrzeugbestand getauscht wäre; in der Praxis wird es noch viel langsamer gehen. Es sind also nicht nur weniger Arbeiten an der Infrastruktur nötig, wie die meisten denken, sondern es ist auch sehr viel Zeit um diese Erweiterungen durchzuführen.

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