ForumInsignia A
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Opel
  5. Insignia
  6. Insignia A
  7. Einzelfälle: Touch Pad wurde im Monat Januar (01/2014) nicht verbaut

Einzelfälle: Touch Pad wurde im Monat Januar (01/2014) nicht verbaut

Opel Insignia A (G09)
Themenstarteram 13. Januar 2014 um 13:14

Heute beim FOH erfahren:

Das Touch Pad wird aktuell nicht mehr verbaut. Stattdessen wird eine Ablageschale an diese Stelle gesetzt.

Das gilt auch für bereits bestellte Fahrzeuge. Kaufpreis wird korrigiert.

Beste Antwort im Thema
am 14. Januar 2014 um 18:52

Ich bin davon betroffen und fassungslos über die Art

und Weise wie Opel mit treuen Kunden umgeht.

Habe das Auto (Biturbo ST) Mitte November bestellt.

Vorrausichtlicher Liefertermin 09KW 14.

Heute Anruf vom Händler das Auto ist angekommen

Ohne Touchpad. Gebaut am 08.01.14

Nachlass auf den Kaufpreis 120,-€

Habe im Vorfeld keine Info vom Händler

oder Hersteller bekommen.

Ich werde das Fzg. so nicht abnehmen.

Für annähernd 50.000 € Neupreis wird es

Alternativen geben.

Ich frage mich bei dieser Vorgehensweise

wie es mit Opel wieder aufwärts gehen soll.

301 weitere Antworten
Ähnliche Themen
301 Antworten

Hi,

man muss da schon mal differenzieren zwischen:

- Änderungen die in die laufende Produktion (dauerhaft) einfließen und

- zeitweise Änderungen die es nur deshalb gibt weil z.B. "Staplerfahrer Klaus" wieder zugeschlagen hat.

Ich denke nicht das wir hier einen Juristen haben, bin aber persönlich schon der Meinung das jeder Kunde gute Karten hat den Kauf anzufechten.

Nach der Formulierung in den Neuwagen Verkaufsbedingungen ist es völlig unerheblich, ob Änderungen der Ausstattung während der Lieferzeit nur temporär oder permanent sind.

Diese Formulierungen sind von fachlich spezialisierten Juristen erstellt und sollen genau solche temporären Änderungen abfangen. Das Touch Pad fällt genau hierunter, weil es eine Änderung des Lieferumfangs der Serienausstattung ist und keine "vergessene" Sonderausstattung.

In der Regel wird auf die Neuwagen Verkaufsbedingungen im Kaufvertrag nur hingewiesen (Aushang im Autohaus, Download Link auf der Händlerwebsite), sie sind aber nicht beigelegt.

Ein guter Anwalt wird deswegen, bevor er losschlägt, eine Kopie der Bedingungen sehen wollen. Man sollte die also am besten schon mit dabei haben.

Gute Anwälte erkennt man übrigens daran, dass sie die eigenen Chancen zunächst pessimistisch einschätzen und das sie auf ein oder zwei Rechtsgebiete spezialisiert sind.

Schlechte Anwälte übernehmen jedes Mandat, arbeiten nach dem Motto "Der Anwalt gewinnt immer!" (weil der Mandant in jedem Fall zahlen muss...) und verlieren dann aufgrund schlechter Vorbereitung. Meistens bearbeiten die auch in der Regel eher die Scheidung von Onkel Heinz und Tante Käthe (damit lässt sich am einfachsten und schnell viel Geld verdienen) und kennen das Vertragsrecht nur noch aus dem Grundstudium ;)

am 19. Januar 2014 um 14:32

Das temporäre Weglassen eines Bedienelements, aufgrund Systempanne im Werk, zählt nun mal eben nicht zu den Änderungen oder Abweichungen, welche unter Berücksichtigung der Interessen des Verkäufers für den Käufer zumutbar sind. Sieht die juristische Abteilung meines FOHs übrigens genauso!

OPEL hat außerdem mehrfach nachweislich gelogen:

1. Der Entfall des Touchpads ist keine "Änderung des Produktangebots", sondern eine temporäre Sache, ist natürlich bewusst so formuliert worden.

2. Das Navi 900 IntelliLink lässt sich nicht wie in der Mitteilung von OPEL dargestellt "in vollem Umfang" per Lenkradfernbedienung und Sprachsteuerung bedienen (z.B. Handschrifterkennung nicht mehr möglich)

3. Der Kunde wurde nicht in Kenntnis gesetzt.

Die Touchpadaffäre ist auch deshalb für den Käufer nicht zumutbar, da sich der Wertverlust beim Wiederverkauf je nach Fahrzeugalter irgendwo zwischen 2000 und 5000 EUR bewegen wird.

Es braucht hier wirklich keiner juristische Klugscheißerbeiträge á la netvoyager zu streuen, um den Betroffenen hier noch Salz in die Wunde zu streuen, erst recht nicht, wenn man gar kein Auto fährt.

Gut gebrüllt Löwe äh IchglotzTV. Ich muss dir voll zustimmen.

Meiner Ansicht nach fehlt eine zugesicherte Eigenschaft die aus Gründen bzw. Fehlern die der Hersteller zu verantworten hat nicht vorhanden ist. Das wäre genau das gleiche als wenn Leder geordert ist, aber im Januar nur Stoff geliefert wird, weil...

Zitat:

Original geschrieben von netvoyager

Diese Formulierungen sind von fachlich spezialisierten Juristen erstellt und sollen genau solche temporären Änderungen abfangen. Das Touch Pad fällt genau hierunter, weil es eine Änderung des Lieferumfangs der Serienausstattung ist und keine "vergessene" Sonderausstattung.

Moment, im Konfigurator wird hierzu folgendes als extra punkt mit aufgeführt:

- Touchpad (inkl. Buchstabenerkennung) und Lenkradfernbedienung

Auf die Buchstabenerkennung wird also explizit hingewiesen, sowie wurde sie groß und breit beworben, in etlichen Videos, Werbungen, Homepage etc.

Rechtlich gesehen sollte man also durchaus gute Chancen haben, vor Gericht ist dann ganze jedoch trotzdem wieder Auslegungssache einer Person. Aber im Normalfall bekommt der Verbraucher meist recht. Für den Käufer ist ein höherer Wertverlust nicht zumutbar.

Ich würde als FOH das gar nicht soweit kommen lassen. Wirft ein schlechtes Licht auf Opel und den Händler. Außerdem bieten die Händler ja schon freiwillig eine Neubestellung an. Da wirds sicherlich auch von Opel selbst einen Workaround/Empfehlung geben.

Da braucht man gar nicht diskutieren. AGB schlägt bestimmt nicht das BGB und wo zieht man denn da die Grenze?

Oh Entschuldigung wir haben ihre AGR Sitze vergessen. Müssen sie trotzdem nehmen! Ohr Entschuldigung wir haben das ESP modul vergessen, aber denken sie daran die unterschriebenen AGB's! Entschuldigung, wir hatten gerade keinen Biturbo und haben Ihnen einen 1.4er Turbo Sauger eingebaut.

Ich denke da sind wir uns einig, das keiner den Wagen so abnehmen würde, aber wo zieht man den die Grenze!

Anders sieht es aus, wenn man den Wagen übernimmt und es erst Zuhause merkt. Dafür unterschreibe ich ja bei der Übergabe des Fhzgs auch die ordentliche Übergabe! Und wenn bei Bestellung dieses Detail aufgeführt war (was ja auch ganz einfach nachweisbar ist), dann braucht da auch keiner kommen und eine Abnahmepflicht vorraussetzen.

Aber so scheint es ja hier auch gar nicht gelaufen zu sein, sondern die FOH haben die Kunden dort ganz korrekt darauf hingewiesen, das etwas fehlt und ein Angebot gemacht.

@ Netvoyager: Ich bin ja sonst hier zu 99,9% deiner Meinung. Aber diesmal leider nicht. Sorry ;) .

Das Ganze wäre nicht so dramatisch, wenn nicht in der Werbung explizit dieses Bedienelement so gepriesen worden wäre. Man kann nicht mit Sachen werben, die man dann weglässt.

Ich habe den normalen Regler mit dem Navi 900 (VFL) und möchte das Teil nicht missen. -

So richtig schlau werde ich aber aus den Veröffentlichungen wirklich nicht. Weshalb eine Änderung des Kabelbaums temporär für einige wenige Modelle ?

Ich trau dem Frieden nicht.

Opel wünsche ich - was auch immer sie für Sorgen haben - dass dies schnell behoben wird und die potentiellen Käufer nicht im Regen stehen gelassen werden.

Zitat:

Original geschrieben von bookman

Heute beim FOH erfahren:

Das Touch Pad wird aktuell nicht mehr verbaut. Stattdessen wird eine Ablageschale an diese Stelle gesetzt.

Das gilt auch für bereits bestellte Fahrzeuge. Kaufpreis wird korrigiert.

wieso angerechnet, kostet doch kein Aufpreis

Hallo Alle miteinander!

Ich hab in den letzten Tagen recht aufmerksam hier mitgelesen und will mich nun auch mal zu Wort melden. Prinzipiell bin ich ja ziemlich erstaunt dass so etwas im 21. Jahrhundert in einem Unternehmen das seit fast 120 Jahren nicht mehr nur Nähmaschinen und Fahrräder herstellt überhaupt noch vorkommen kann, aber wie heißt es so schön - wo Menschen sind da sind auch Fehler.

Ich gehe aber auch stark davon aus dass das ganze eben nur das war - ein Fehler. Eine komplette Streichung des Touchpads so kurz nach Produktionsstart ergibt doch überhaupt keinen Sinn, gerade bei einem Teil das erst so teuer beworben wurde. Wahrscheinlicher ist doch irgend ein Softwarefehler der erst viel zu spät bemerkt wurde, bei nicht deutschen Insignias ist ja offensichtlich das Navi ohne Pad keine Besonderheit. Da wird das einfach unterwegs keinem Aufgefallen sein.

Das die Betroffenen jetzt allerdings so einfach komplett vom Kauf zurücktreten können halte ich allerdings für mehr als unwahrscheinlich. Ein einmal unterschriebener Vertrag ist erstmal für beide Seiten bindend, da kommt man so ohne weiteres nicht mehr raus. Der Käufer dürfte zwar einen Anspruch auf ein mängelfreies Produkt haben, aber Opel bzw. der Händler eben auch auf eine Abnahme und Bezahlung. Das einzige was man wahrscheinlich einklagen könnte wäre eine Nachrüstung oder, wenn die nicht Möglich ist, eine Angemessene Entschädigung. Sollte dann herauskommen das Opel die Karre lieber neu produziert wäre meiner Meinung nach ein gleichwertiger Mietwagen für die zusätzliche Wartezeit drinn. Genau so wurde das ja auch schon praktiziert, wenn ich das richtig gelesen habe.

Zu den 100 Euro "Schadensersatz" mal ne kleine Geschichte:

Vor ein paar Jahren hat Air Berlin mich und meine Familie mal 7h auf Gran Canaria wegen eines technischen Defektes an der Maschine sitzen lassen. Die von der Airline angebotene Entschädigung bestand aus nem Fressgutschein und insgesammt 40 Euro. Wir mussten dann fast vor Gericht ziehen um nach 3 Monaten endlich die 600 Euro (pro Nase) zu bekommen, die uns eigentlich zustanden.

Große Unternehmen fahren eben gerne erstmal die Krallen aus wenn es um größere Ersatzleistungen geht, gerade wenn die Kassen gerade leer sind. Da dürften sich Opel und Air Berlin nicht viel nehmen, ich würde das auch beiden nicht übel nehmen.

tl;dr

Rücktritt vom Kauf ist wahrscheinlich nicht drinn, wohl aber ne angemessene Entschädigung.

P.S.: Betroffene sollten aber trotzdem mal die Rechtsschutz in Anspruch nehmen, ich bin kein Anwalt ;)

Hallo,

 

ich vermute, daß die Ausstattung mit Touchpad nicht  im Kaufvertrag als zugesicherte Eigenschaft im Sinne einer vertraglich vereinbarten Beschaffenheit, vermerkt wurde und ihr Fehlen daher nicht als Mangel der Kaufsache gewertet werden kann, insbesondere auch deshalb nicht, weil die Eignung zum vertraglichen vorausgesetzten Gebrauch  (des Navidings) ja gegeben ist. Ich vermute weiter, daß der Hersteller Details nach billigem Ermessen ändern kann und hier nur eine Gattungsschuld besteht.

Aber das hat Netvoyager ja im Prinzip in seinen Beiträgen schon ausführlich dargestellt.

WErbeversprechen sind nie Vertragsgrundlage.   Und ansonstgen gilt was vertraglich geschrieben steht, da hilft kein rumgegackere .

 

Gruß Blaubeer

Zitat:

Original geschrieben von IchglotzTV

Sieht die juristische Abteilung meines FOHs übrigens genauso!

Dein FOH hat eine juristische Abteilung?

Bescheisst der so viele Kunden, oder wie rechnet sich das? :confused:

@ blaubeer

Wenn das Touchpad in Dland Serie beim Navi ist und das Navi im Kaufvertrag steht ist auch das Pad eine zugesicherte Eigenschaft. Wäre dem nicht so wäre das ganze ne arglistige Täuschung - meiner Meinung nach.

Hallo, um hier mal aufzuräumen

Ich habe heute ein Statement von Opel bekommen bezüglich des Touchpads

Der Fehler ist das das Bestellsystem, da damals (als das Touchpad inkludiert war), zu dem wo es extra hinzu gefügt werden musste (heute) (extra Code auf der Bestellung)

Also der der den Code (KOT) [Infotainmetn Touchpad in der Mittelkonsole] nicht extra auf der Rechnung hat, hat das Touchpad bei den jetzigen Auslieferungen nicht!

Also es sind keine Lieferprobleme oder irgent was anderes, es ist das Bestellstystem das damals den Sprung nicht geschaftt hat, das das Touchpad extra kommt

Hallo,

 

vermutlich ist die  Serienausstattung die Ausstattung, die ein vergleichbares Modell innerhalb des selben Produktionszeitraums hat. Also ist " kein Touchpad" Serienausstattung. 

;-)

 

Gruß blaubeer

 

Im gewissen Ausstattungslinien zählt es zur Serienausstattung. Wird auch unterm Navi als extra punkt mit aufgeführt (inkl Touchpad und Buchstabenerkennung). Letztendlich ist das am Ende die Entscheidung eines Richters und somit Auslegungssache. Die offiziellen 120€ Nachlass stehen in keinem Verhältnis zu nem möglichen Wertverlust. Sehe hier also eher die Chancen beim Endverbraucher, denn der wird dadurch benachteiligt.

Aber gut, wir sind alles nur Winkeladvokaten :)

Bevor es soweit kommt, gibts wohl eh ne außergerichtliche Einigung. Denke nicht, dass ein Händler das Spielchen soweit mitspielen wird. Im Prinzip sind die höheren Nachlässe bei anderen Händlern bzw. die kostenfreien Neubestellungen ja schon ein "Schuldeingeständnis"

p.s. dazu passt doch (fast) folgendes Urteil:

http://www.autohaus.de/...-fehlende-ausstattung-aufklaeren-995929.html

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Opel
  5. Insignia
  6. Insignia A
  7. Einzelfälle: Touch Pad wurde im Monat Januar (01/2014) nicht verbaut