122 PS TSI vs. 105 PS TDI Handschalter, rechnet sich das?

VW Golf 6 (1KA/B/C)

Hat schon mal jemand die Kosten eines TSI gegen die eines TDI bei einer Jahresfahrleistung von 10 000 bis 13 000 km durchgerechnet?

(Dann kann ich mir das nämlich sparen ;-) )

Beste Antwort im Thema

@Caravan16V da hilft die gesamte Mühe nichts, er wird und will es nicht verstehen. Der Prospektwert des Motordrehmoments und somit die Arbeit der Marketingstrategen hat sich somit voll ausgezahlt dass immer noch vom wirtschaftlichen Standpunkt viel zu viele Personen den Diesel kaufen obwohl es finanziell und mit den neuen Turbobenzinern auch von den Fahrleistungen nicht zu argumentieren wäre...

Anbei noch ein Vergleich der Fahrleistungen zwischen Golf VI 2.0 TDI CR, einem Golf V 2.0 TDI PD (Sportline, 5-Türer),
und dem 1.4 TSI mit 160 PS aktuell aus www.auto-motor-sport.de

2.0 TDI CR / 2.0 TDI PD / 1.4 TSI 160PS
0-80: 6,8s / 6,6 s / 5,6s

0-100: 9,8s / 9,3 s / 7,8s

0-120: 13,8s / 13,7 s / 11,0s

0-130: 16,7s / 16,0 s / 12,7s

0-140: 19,5s / 18,6 s / -

0-160: 26,7s / 27,4 s / 20,2s

Man sieht also sehr schön, dass der CR Diesel kauf keinen Fall schneller ist als der alte PD, und 2s Unterschied beim "Standardsprint" von 0 auf 100km/h - ja da sieht man was 320NM Motordrehmoment übersetzt durch ein langes Getriebe so leisten können - sorry, aber alleine zwischen 80 und 100km/h verliert der Diesel knapp 1s - wenn man das nur überschlagsmäßig Berechnet, so hat der 160PS TSI nach 10s schon in etwa 25 bis 30m Vorsprung - das ist mehr als nur eine oder 2 Wagenlängen...

Aber was tu ich mir die Mühe an - es bringt sowieso nichts

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@DerDukeX

Im Prinzp hast du sicherlich irgendwo Recht haben, aber:
Die Raddrehmomente hängen doch auch vom gewählten Gang ab.
Da ja der 160PS-Benziner eine höhere Endgeschwindigkeit hat, muss das Getriebe auch so abgestuft sein,
dass diese bei der einer bestimmten Drehzahl erreicht wird. Das Getriebe wird also eine längere Übersetzung haben.

Bei kleinere Motoren dagegen sinkt die Endgeschwindigkeit (die ja direkt wegen des Lustwiderstandes von der Leistung abhängt). Die Getriebe sind kürzer übersetzt. Dagegen sind die Drehzahlbereiche eines Diesels unter denen eines Benziners.

Dem Benziner steht ein länger übersetztes Getriebe mit einem größeren Drehzahlband zur Verfügung.
Von 0 - 100 kann bringt das durchaus Zeitersparnis, da nicht so oft geschaltet werden muss.

Da das DSG noch einmal schneller schaltet als ein Handsachalter, ist der Effekt bei deinen Vergleichsdaten schon spürbar.

Also ohne eine direkte Angabe, welches Raddrehmoment nun direkt anliegt, ist deine Aussage auch nichtg wirklich hilfreich.

Beispiel: Bei der Elastizität 80 - 120 im 5. Gang hält mein Passat (115PS - PD) mit dem Auto meines Bekannten (BMW 528) mit. Trotz der gut 70 Mehr-PS seines Wagens.

Wenn er allerdings die Gänge wechselt, habe ich keine Chance. ;-)

Nochmal an den Vorposter: Wenn ich statt 4000 6000U/min zur Verfügung habe, dann kann das Getriebe KÜRZER übersetzt sein als beim Diesel - sprich das gleiche Motordrehmoment ergibt mehr Raddrehmoment verglichen zum Diesel - auch für dich bitte: Fachbeitrag lesen.

Edit: Einfach mal ein paar Radzugkraftdiagramme im Fachbeitrag ansehen und die Beschreibungen dazu lesen, dann wird wahrscheinlich vieles klar...

Zitat:

Original geschrieben von DerDukeX


Nochmal an den Vorposter: Wenn ich statt 4000 6000U/min zur Verfügung habe, dann kann das Getriebe KÜRZER übersetzt sein als beim Diesel - sprich das gleiche Motordrehmoment ergibt mehr Raddrehmoment verglichen zum Diesel - auch für dich bitte: Fachbeitrag lesen.

Eben: Und wenn ich statt 200 nur 100 fahren muss (übertrieben) mit jeweils 6 Gängen, dann ist trotz geringerer nutzbarer Drehzahl eine noch kürzere Übersetzung möglich.

Beispiel: Beim Passat nimmt der 140 PS Diesel dem 122 TSI 4 Sekunden beim Beschleunigen von 80 - 120 ab. Und das ist auch eine Ewigkeit. Nicht zuletzt deswegen wird auch bein den größeren Motoren das 7-Gang-DSG Einzug halten.

Aber: Diese Werte sind halt nur für die Handschalter richtig interessant, da das DSG ja die Gänge vernünftig schaltet. Natürlich steigt dann auch der Verbrauch. Denn bei 6000 U/min werden die Hubräume nun mal öfter gefüllt als bei 4000 U/min. Deswegen sind die TSI's auch sehr sparsam innerhalb des Messzyklen.

Interessant wäre ja mal ein Vergleich der Verbräuche bezogen auf die Fahrleistungen 0..100.

Entscheidend ist meiner Meinung nach das Fahrprofil:
Will ich möglichst schnell meine Zielgeschwindigkeit erreichen und der Verbrauch und das Schalten ist mir egal, ist der TSI klar im Vorteil. Beim Diesel ist zählt das Motto: einen Gang rein und fahren - Schei*** auf Spontanität - trotz allem noch gültig.

Noch einmal zum Thema Formel 1:
Auch die würden sich über mehr Drehmoment freuen. Dann bräuchten Sie mit dem Tanken nicht solche Verrenkungen machen wie derzeit.

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Und wenn ich ne Gesamtkostenrechnung für 15.000km im Jahr mache, dann hat der TSI einfach sowohl was die Kosten als auch die Leistung betrifft ganz klar die Nase vorn (und um das gehts ja hier eigentlich in diesem Thread) - wer sich dennoch einen Diesel kauft kann das ja ruhig tun (und es ist ja legitim zu sagen - mir persönlich gefällt die Leistungsentwicklung von nem aufgeladenen Diesel besser als jene von nem aufgeladenen Benziner (weil mit nem Sauger wird ja nicht mehr verglichen) - aber mit wirtschaftlichen und physikalischen Dingen hat das dann nicht sehr viel zu tun - sondern eben mit einer persönlichen Vorliebe

Im Prinzip kann ich mich DerDukeX nur anschliessen. Wenn Ihr Interesse an direkten Radzugkraftvergleichen von TSI und TDI habt, dann gebt mir die Drehmomentdiagramme und die Übersetzungsverhältnisse. Dann bastel ich Euch die Radzugkraftdiagramme auf denen Ihr ganz genau seht, welche Motor/Getriebe-Kombination in welchem Gang bei welcher Geschwindigkeit die Nase vorn hat.

P.S.: Über die Aussage, daß ein 110PS TDI einem 160PS TSI ebenbürtig sein soll, kann ich ehrlich gesagt nur lachen. Schon allein der pure Menschenverstand verbietet so eine Aussage eigentlich.

Gruss
Jürgen

Zitat:

Original geschrieben von one o


wer jährlich ca. 15- 20 ts km fährt, ist mit dem tsi noch immer besser dran, da der mehrpreis zum diesel sich nie amortisiert. wenn man den diesel sportlich fährt, kommt man auch nicht unter 6 lt. und lt. spritmonitor brauchen die meisten beim tsi zwischen 6 - 6,5 lit.

Da werden aber schnell Äpfel mit Birnen verglichen. Die sporltich gefahrern TDI mit 6l/100km sind realistisch. Aber ein sportlich gefahrener TSI braucht keine 6-6.5l/100km sondern eher 9-10l. Die 6.5 erreicht man nur mit Mühe.

Und wenn ich die derzeitigen Spritpreise in die Kostenrechnung einbeziehe mache ich in 1-2 Jahren große Augen wenn ich dann 1,80 E/l zahlen muss. Je teurer der Sprit wird, desto mehr kommt der Vorteil des geringeren Spritverbrauchs zur Geltung.

Wenn man also mit 1,55EUR/l für den Benziner und 1,50EUR/l für den Diesel rechnet, dann realistischer Verbräuche von 6.3 und 9 l/100km ansetzt, dann ist der TDI bei einer entsprechend langen Haltedauer so ab 23tkm/Jahr immer noch günstiger.

Aber dafür braucht es dann in der Tat schon 6 Jahre und in den 6 Jahren beläuft sich der Unterschied auf ca. 2000 EUR die der TSI mehr kostet.

Mein persönliches Fazit ist z.Z. das es finanziell egal ist ob ich TSI oder TDI wähle. Den Fahrspaßfaktor werde ich morgen auf einer Probefahrt mit dem 2.0 TDI überprüfen. Und das kann ich nur jedem anderen auch empfehlen: fahrt die Motoren, die für Euch in Frage kommen. Jeder hat andere Präferenzen, das muß man selber erfahren! Wobei unterhalb von 20tkm/Jahr braucht eigentlich niemand über einen TDI nachdenken.
Da kann man genausogut den nächst größeren Benziner wählen.

dennoch, auch bei 8L verbrauch lohnt ich der TSI bei 10tkm im jahr noch, denn die steuern und der kaufpreis machen es wett
bei ueber 20tkm im jahr sollte sich der diesel schon rechnen
bei mehr als 30-35tkm im jahr, selbst dann, wenn Diesel 2-5cent teurer ist als benzin 🙂
im endeffekt ist der 122PS TSI das Pendant zum 110PS Diesel, denn der 1.6er ist es wohl eher nicht, wennauch er aufgrund des niedrigen Kaufpreises auch eine breite zielgruppe hat, wie auch der 80PS 1.4er
und was man kauft haengt wohl von den eigenen Fahrprofielen ab, mancheiner kann einen Diesel ja garnicht uasstehen (zu laut usw.) und wuerde selbst 40tkm im Jahr mit einem Benziner abspulen 😉

Um auf den eigentlichen Thread nochmal zurück zu kommen:

Ob es sich rechnet hängt ganz vom Fahrprofil ab. Das muß jeder für sich selber errechnen.
Die Daten sind ja vorhanden, und können auch auf die eigene Fahrweise umgerechnet werden.
Und trotzdem bleibe ich bei meiner Behauptung:
Und da könnt ihr PS/Drehmoment/Übersetzungsdiagramme wälzen, wie Ihr wollt:
Wer den 110 PS TDI gefahren hat, und danach in den 122 PS TSI steigt, meint, er kommt nicht vom Fleck!
Kein Mensch dreht ständig über 4000 U/Min, wo der TSI munter weiter macht, dem TDI aber schon lang die Puste ausgegangen ist!
Und wer sich in diesen Drehzahlregionen aufhält, verbraucht auch sicher mehr, als die angegebenen 6,3 l! Also nochmal rechnen.
Das ist die Realität und nichts anderes versuche ich zu sagen.
Es ist natürlich auch absolut davon abhängig, wo man unterwegs ist, und wo man wohnt.
Wer wie ich im Schwarzwald sitzt und täglich Höhenunterschiede von ca. 300m überwinden muß, freut sich über jedes bisschen Drehmoment mehr an der Achse. Wer im Norddeutschen Flachland beheimatet ist, wird sicher auch mit nem 80PS Golf glücklich.
Zweifelsfrei ist VW meiner Meinung nach absolut Marktführer was Benziner angeht.
Die TSI sind ein Meilenstein in der Motorentechnik. Man kann diese Motoren tatsächlich sehr sparsam bewegen.

@Hunkin: Im Gegenzug dazu fahre ich aber auch mit einem Diesel nicht permanent so, dass er das volle Drehmoment auf die Straße bringen muss. Denn wer fährt schon die ganze Zeit "volle Pulle", aus dem Kreisverkehr raus im 3. Gang beim Diesel und erstmal auf 60 km/h hochziehen... Nein, i.d.R. fährt man doch zivilisiert und da spürt man den Unterschied zwischen Diesel und Benziner doch kaum was die Leistung betrifft. Und wenn mich doch mal ein Hund gebissen hat, oder ich auf die Autobahn einfädeln möchte, dann trete ich einmal beherzt aufs Gaspedal und ziehe ihn hoch -> Leistungsvorteil TSI.

Ich bin den 110 PS TDI im Golf VI gefahren. Nicht schlecht für einen Diesel, aber mich reißt das nicht vom Hocker. Die Geräuschkulisse ist einfach da, er nagelt - muss ich mir nicht antun. Bei der Probefahrt laut KI 5,9l Verbrauch. Mit dem TSI schätze ich schon bei gleicher Fahrweise 7,5l verbrauch, da muss man sich nichts in die Tasche lügen. Effektiv würde ich aber immer zum TSI greifen, außer ich fahre über 25.000 km im Jahr. Lohnen tut er sich wahrscheinlich schon ab 20.000 km im Jahr.

Und im Eos bin ich den 122 PS TSI gefahren. Durch die Stadt und Überland bei normaler Fahrweise, so wie man eigentlich immer fährt, habe ich vielleicht 30% der kompletten Leistung abrufen müssen und selbst bei 50 km/h im 5. Gang dreht er noch willig hoch. Mit DSG mache ich mir da keine Sorgen 😉

Aber es ist so: Es gibt manche, die "können" nur Diesel fahren und manche können nur Benziner fahren - da ich beides schon lange über viele tausende Kilometer gefahren bin, ist für mich ein Benziner erste Wahl. Vielleicht auch, weil ich über 0,5l - 1,0l Mehrverbrauch bei der etwas schärferen Gangart beim Benziner hinwegsehen kann 😉

Für die Radzugkraftdiagramme hab ich im Excel ebenfalls ne Liste und hab mir auch früher hin und wieder die Mühe gemacht und so etwas für div. Modelle erstellt - bringen tut das meiner Erfahrung nach meist fast nichts, weil Leute, die bis jetzt nicht verstanden haben, dass das Motordrehmoment alleine nichts aussagt, die verstehen solche Radzugkraftdiagramme dann auch nicht bzw. wollen sie nicht verstehen.

Gleiches gilt dann für den optimalen Schaltzeitpunkt - Leute die glauben man ist am schnellsten, wenn man im Bereich des max. Drehmoments (vor allem jetzt bei aufgeladenen Dieseln) schaltet, die werden es auch mit diesen Diagrammen in den seltensten Fällen lernen.

Und nochmal - wenn man unbedingt einen Diesel fahren will, dann soll man das doch bitte tun, vor allem die CR TDI sind jetzt wirklich gute Motoren, nur warum muss man immer versuchen seine Wahl oder sein bevorzugtes Konzept entgegen aller physikalischen Grundsätze zu verteidigen?

Hallo,

Zitat:

Original geschrieben von Caravan16V


Im Prinzip kann ich mich DerDukeX nur anschliessen. Wenn Ihr Interesse an direkten Radzugkraftvergleichen von TSI und TDI habt, dann gebt mir die Drehmomentdiagramme und die Übersetzungsverhältnisse. Dann bastel ich Euch die Radzugkraftdiagramme auf denen Ihr ganz genau seht, welche Motor/Getriebe-Kombination in welchem Gang bei welcher Geschwindigkeit die Nase vorn hat.

P.S.: Über die Aussage, daß ein 110PS TDI einem 160PS TSI ebenbürtig sein soll, kann ich ehrlich gesagt nur lachen. Schon allein der pure Menschenverstand verbietet so eine Aussage eigentlich.

Gruss
Jürgen

würde mich auch mal interessieren. Bei den beiden TDI´s und den beiden TSI´s. Gefunden habe ich bisher lediglich das Diagramm das 90kW TSI´s. Vielleicht hat hier jemand noch die übrigen Daten.

MFg Marcell

In der letzten Autobild Nr.43 / 2008 gibt es übrigens paar Testwerte vom Golf VI 140PS Diesel CR Handschalter
0-50km/h 3,3s
0-100km/h 9,6s
0-130km/h 16,6s
Ela: 60-100km/h 4.Gang 7,2s
Ela: 80-120km/h 6.Gang 14,4s

Zitat:

Original geschrieben von Hunkin


Wer den 110 PS TDI gefahren hat, und danach in den 122 PS TSI steigt, meint, er kommt nicht vom Fleck!

Hi,

das ist aber eindeutig ein Problem Deines Popometers. Wie Du schon sagst: Man "meint", man kommt nicht vom Fleck (was real nicht zutrifft). Subjektiv drückt es Dich am stärksten in den Sitz, wenn das Drehmoment innerhalb kurzer Zeit sehr heftig ansteigt (Änderung des Drehmomentes nach der Zeit bzw. nach der Drehzahl). Gerade die non-CR-TDIs sind dafür bekannt, dass sie einen kurzen und heftigen Drehmomentanstieg haben. Und genau DAS spürst Du. Mit den tatsächlichen Fahrleistungen hat das aber nur sehr wenig zu tun. Daher werden die homogeneren CR-Diesel und andere Turbos immer als vergleichsweise lahm empfunden obwohl sie in Realität genauso anziehen.

Gruß

In der aktuellen Ams wurde der 2,0TDI auch getestet, hier die ermittelten Fahrleistungen:
0-80: 6,8s
0-100: 9,8s
0-120: 13,8s
0-130: 16,7s
0-140: 19,5s
0-160: 26,7s
60-100(4./5.G.): 7,4s/11,8s
80-120(5./6.G.): 10,8s/14,7s

Gruß

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