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Dies und das über den Golf 2 16V mit PL-Motor

28.11.2010 21:14    |    wellental    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: 1.8L, 16v, motor, steuerzeiten, zusammenbauen

Heute ist die Maschine !!!ENDLICH!!! fertig geworden. Nachdem die letzten Tage wiedermal die Hölle los war, hab ich mich gestern den ganzen und heute den halben Tag in der Werkstatt eingesperrt und das Triebwerk fertig gebaut. Viel fehlte ohnehin nicht mehr. War halt noch ein haufen nerviger und vor allem Zeit raubender Kleinscheiss: Steuerzeiten einstellen, Restliche Anbauteile verbauen, etc.

 

Zunächst mal musste ich gestern raus an meine alte Maschine, den Servohalter abbauen. Gar grausig sieht so ein alter Motorblock aus, wenn er mal 'n paar Monate im Freien rumsteht, ohne dass er gefahren wird:

 

 

Würg ! Gut, dass an der Stelle bald ein runderneuertes Motörchen Platz nehmen darf. Denn: Das Auge schraubt schliesslich mit :D

 

Bevor's aber soweit ist, mussten erstmal die Steuerzeiten eingestellt werden. Dazu dreht man die Kurbelwelle erstmal so, dass kein Kolben im OT steht. Anschliessend wird die Auslassnockenwelle so lange am Nockenwellenrad gedreht, bis die Markierung an der Innenseite des Rades mit dem Zylinderkopf fluchtet (Nicht irritieren lassen, dass da der Zahnriemen schon drauf liegt. Ich hab die Fotos nachträglich gemacht...):

 

 

Dann dreht man so lange am Zahnriemenrad an der Kurbelwelle, bis die Markierung auf dem Rad genau unter dem Pfeil auf der unteren Zahnriemenabdeckung steht:

 

 

Nun kann der Zahnriemen aufgelegt und gespannt werden. Ist eigentlich recht simpel. Selbstverständlich wurde der Motor nachher zweimal komplett durchgedreht und verglichen, ob die Markierungen noch passen.

 

Das spannen des Zahnriemens überlass ich übrigens meinem Instandsetzer, da der dieses Messgerät von VW hat, das man beim 16V benötigt, um die Zahnriemenspannung korrekt hinzukriegen. Ja, ich weiss: Sowas hat man im Gefühl - Ich aber leider nicht ;)

Da ich das zwar am 8V schon des öfteren gemacht hab, aber nicht am 16V (und da sitzt der Riemen ja bekanntermassen etwas straffer drauf) und ich mir die neue Maschine nicht gleich wieder ruinieren will, geh ich da lieber auf Nummer Sicher.

 

Das verbauen der restlichen Anbauteile hab ich nicht in Bildern festgehalten, da man das auch ohne Anleitung hinkriegen kann.

 

Zu guter Letzt hab ich den Motor dann schonmal auf den Gang rausgestellt, dass ich ihn morgen gleich zum Instandsetzer bringen kann:

 

 

...und mal spasseshalber die neu lackierte Brücke draufgelegt. Ganz geht sie leider nicht drauf, da da mein Rahmen im Weg ist:

 

 

Morgen bring ich ihn also, wie schon erwähnt, zum Instandsetzer und Dienstag oder Mittwoch krieg ich einen Trailer, so dass ich auch die Karosse anliefern kann. Dann ists endgültig aus meiner Hand und ich kann ihn hoffentlich spätestens nächste Woche fertig zusammengebaut und abgestimmt abholen und beginnen ihn einzufahren...endlich...


28.11.2010 21:47    |    Fensterheber48366

Ui sieht ja schon richtig gut aus! Freu mich schon auf den Rest! Sind das da Blaue Silikonschläuche zwischen Ölfilter und Block?!


28.11.2010 22:37    |    wellental

Ja, hab nur noch diese Samco-Schläuche drin. Hab mir vor ein paar Jahren mal einen Satz gegönnt, als einer meiner originalen Schläuche hin war und ich über die VW-Preise etwas erbost war. Der Samco-Satz ist zwar auch sauteuer gewesen (um die 140 Tacken rum) aber dafür taugt das Zeug auch was.


28.11.2010 23:00    |    dodo32

Schaut klasse aus! :) Und neugierig wie das fährt bin ich auch! Wirst uns doch berichten? Nur so am Rande: bin auch wieder ein Stück weiter ;) Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen aber die Genugtuung wenn es dann funktioniert ist unbeschreiblich.

 

Beste Grüße!


29.11.2010 01:13    |    Provaider

Sieht gut aus und nur die besten Teile ;) Wie willst ihn den Einfahren? Mein Dozent für Tribologie hat gesagt, schön warm fahren und dann mit großer Last fahren und auch hohe Drehzahlen. Den das Einlaufen findet durch Veränderungen der Oberflächenschichten statt das geht aber nur über Energie. Bei hoher Last und Drehzahl ist mehr Energie im Spiel und der Einlaufvorgang schneller abgeschloßnen. Ein falscher oder nicht Statt gefundener Einlauf(Rentner Auto) kann man nicht nachholen. Soweit die Theorie ;)

 

Have Fun


29.11.2010 22:34    |    wellental

@dodo: logisch wird berichtet! wie weit bist du mittlerweile?

@provaider: ouououou...das leidige thema einfahren. hör mir auf...da erzählt auch jeder was anderes. deine theorie hab ich jetz aber auch schon des öfteren gehört. mal schauen, was mein instandsetzer so vorschlägt. muss ihn mal fragen, wie er den hier hat einfahren lassen:

http://www.ms-rallyesport.de/auto.htm

so mach ich's dann einfach auch :D

 

kleines update: motor hab ich heute abgeliefert, trailer ist für mittwoch morgen gebucht, also (hoffentlich bald) alles in butter !


30.11.2010 09:34    |    dodo32

Nun, ich habe am Wochenende die Bohrungen der Stössel nachgearbeitet, damit die Nocken nicht anschlagen. (Tassennocke => anderer Grundkreis) Dann das Ventilspiel rausgemessen und die passenden Lashcaps bestellt. Leider müssen die Zapfen in den Tassen um 2mm gekürzt werden. Die Caps gehen erst ab 1mm los und ich habe von 0,55 bis 0,9 rausgemessen also brauch ich immer so zwischen 0,35 und 0,4. Also Tassen kürzen und dann eben mit 2,3 ; 2,35 usw. ausgleichen. Hab auch ein paar Pics vom "fräsen" angehängt. Mit dem Dremel und einem passenden Fräser geht das wunderbar. :)

Damit keine Späne reinfallen, hab ich mir aus ABS Kunststoff und Holzstäben 2 kleine Vorrichtungen gestrickt. Bissi Fett drauf und die Freundin noch mit dem Staubsager daneben und es konnte losgehen. ;)



30.11.2010 10:41    |    wellental

Uiiii, sehr sehr geil ! Genauso muss das sein !


30.11.2010 20:38    |    Batterietester31596

@provaider: Also mit den unterschiedlichen Meinungen zwecks Einfahren hab ich auch so meine Zweifel und Fragen. Mein Kumpel (KFZ_Meister) meinte nach Kopfüberholung, Fächerkrümmer und all den guten Sachen die wir im April verbaut haben. Daß ich die nächsten 5000 km erst einmal ruhig machen soll. Heißt: langsam warm fahren (mach ich sowieso), und selbst dann keine Drehzahlen höher als 3500 Touren.

 

Für 5000 km? Das ist Hart, zumal ich meinen Golf sowieso nur im Sommer als Zweitwagen bewege!!!

Aber was ist nun BESSER? Würde mich echt mal interessieren? :confused::confused:


30.11.2010 22:28    |    dodo32

Am einfahren scheiden sich die Geister. Ich bin die ersten 500 "normal" gefahren, maximal 4000 Touren. Dann Ölwechsel, Prüfstand und Volldampf. :D Gibt einen japanischen Autohersteller (Name vergessen) der füllt zur Einlaufphase zusätzlich Mos2 ein. Kein Witz! Gibts auch im Netz was drüber, bin aber grad zu Faul zum suchen. ;) Die Erklärung die ich damals gelesen (und auch von einem Fachmann gehört hatte) klang plausibel. Kanns aber grad net schriftlich wiedergeben.


01.12.2010 00:00    |    Spurverbreiterung1929

ich würde normales 10W40 teilsyntetisches öl zum einfahren nehmen und das nach je 500km wechseln.

bis max 4.000 drehen. untertourig mit viel last tust du deinem motor nie was gutes.

ich würde ganz normal fahren.

 

danch würde ich gutes vollsyntetisches öl nehmen (wie 5W50 von mobil1).

dann immer noch ein paar 100km die drehzahl um 1.000 erhöhren.

nicht lange in neue drehzahl regionen bleiben. die kolbenringen müssen ohne viel last und langsam eingefahren werden.

viel last = viel druck auf die ringe

 

 

nach ca.2.500 müsste der motor dann eingefahren sein.

so habe ich das jedenfalls gemacht.

 

mein motor wurde aber auch plateau-gehont.

das verkürzt die einlaufphase. bestes öl verlängert sie.

 

einlaufphase = verschleiss

den verschleiss durch schlechten reibwert halte ich für besser, als verschleiss durch druck und thermische belastung.


01.12.2010 07:42    |    16vmatze

jo, jetzt rückt die bescherung näher!!

ab mit dem neuen top-maschinchen in die karosse! :D so fertig zusammengebaut macht der motor echt was her!!

 

bitte auf jeden fall berichten, wie du das mit dem einfahren machst! das ist für mich nämlich auch interessant! ich kann auch mal meinen kumpel fragen. der hat einen 1er GTI zum rennauto umgebaut. motor und kopf alles tiptop gemacht! mal sehen, was der so sagt!

 

schöne grüße ausm winterlichen vorarlberg

matze


05.12.2010 13:10    |    wellental

das was der gute ganja da schreibt deckt sich so ziemlich mit dem, was mir mein instandsetzer auch grob empfohlen hat. mit dem werd ich mich aber zu dem thema eh noch mal genauer unterhalten, wenn ich mein auto von ihm hole.

bericht folgt, eh klar !

 

@matze: hat dein kumpel am 1er den kopf auch selber gemacht ? was hatte der dann letztendlich an leistung anliegen ? nur mal so interessehalber...


14.08.2012 10:53    |    Trackback

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