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16.01.2017 15:56    |    KaJu74    |    Kommentare (52)

Hallo zusammen,

 

da in einem Beitrag im AMS-Forum über "E-Fahrzeuge, die Mär von der sauberen Zukunft" geschrieben wird, will ich mal ganz sachlich die andere Sichtweise der E-Mobilität, die es ja auch real in Deutschland gibt, abbilden.

 

Zu mir:

 

Ich bin aktuell 42 Jahre alt. Bin 193 groß und übergewichtig. (Für alle, die es interessiert)

Ich bin in Berlin geboren und gelernter Kfz-Mechaniker.

Ich lebe jetzt im Emsland und arbeite als geprüfter Industriemeister - Fachrichtung Papiererzeugung in einer Papierfabrik auf Schicht als Schichtmeister.

Meine Hobbys sind Autos, Technik im allgemeinen und mein Garten und da vor allem mein Koiteich. Der Koiteich ist es auch, der meine Stromrechnung in einem 2 Personenhaushalt auf über 12.500kWh hochgetrieben hat. Aber was soll man sagen Hobby ist Hobby.

Ich fahre jetzt seit 3 Jahren rein elektrisch.

Dabei ist mein aktuelles Auto bereits das zweite. Und nein, ich habe den ersten nicht verkauft, weil der Akku schwach wurde.

 

In den 3 Jahren konnte ich viel erleben, testen und das möchte ich jetzt gerne wiedergeben.

 

Zu den Fahrzeugen:

 

Der erste war ein Tesla Model S 85 Bj.02/2014

Verbaut ist ein 85kWh Akku.

Er wird von Tesla angegeben mit einer Normreichweite (NEFZ) von 502km.

Einer Beschleunigung von 5,6 Sekunden auf 100km/h

Hat 367 System PS und im Fahrzeugschein waren 95PS eingetragen.

Vmax war auf 200km/h begrenzt.

 

Der zweite ist aktuell ein Tesla Model S 70D, Bj.07/2016

Den habe ich im September mit rund 6.000km auf dem Tacho von Tesla gekauft.

Verbaut ist übrigens ein 75kWh Akku, der nur per Software limitiert ist.

Er wird von Tesla angegeben mit einer Normreichweite (NEFZ) von 442km. (Ich könnte die 75kWh jederzeit freischalten lassen, dann hätte ich 490km NEFZ Reichweite)

Einer Beschleunigung von 5,4 Sekunden auf 100km/h

Hat 334 System PS und im Fahrzeugschein sind 215PS eingetragen.

Vmax ist auf 225km/h begrenzt.

 

Ich möchte hier nicht über Reichweiten diskutieren, denn die sind nun mal zu größten Teil vom Fahrer abhängig.

 

Ich werde hier nur von meinen Werten erzählen. Und von meinen Kosten.

Das ist also eine persönliche Betrachtung.

 

Sie ist ebenso wenig allgemein gültig, wie die andere Betrachtung im anderen o.g. Beitrag.

 

Planen muss man beim Tesla nichts mehr.

Man gibt das Ziel ins serienmäßige (allerdings schlechte, da keine Zwischenziele möglich und keine Alternativen Routen angeboten werden) Navi ein.

Er berechnet dann von selbst, was die beste Strecke ist, zeigt alle nötigen Ladestopps an und auch die Ladedauer.

Ich habe mir unterwegs angewöhnt, immer so lange zu Laden, bis ich einen Puffer von 100km habe. Dann kann man auch mal ordendlich Strom geben, ohne sich Gedanken machen zu müssen.

 

Laden tut ich nur wie folgt:

 

- Während der Langstrecke lade ich nur an Tesla Superchargern. (Ich habe 2014 mal eine Fahrt machen dürfen/müssen, wo ich an einem 22kW Ladepunkt zwischenladen musste, ätzend, die Warterei. Bei der Hinfahrt konnte ich es mit einem Restaurantbesuch kombinieren, bei der Rückfahrt aber nicht, dort half mir nur die Sky Übertragung eines Bundesligaspiels.)

- Vor Ort (unterwegs) lade ich an EWE Ladesäulen. Dafür musste ich eine Karte für 120€/Jahr kaufen. Jetzt kann ich so viel laden wie ich will.

- Zu Hause habe ich eine 22kW KEBA Wallbox. Die ermöglicht das Laden von 1,38kW (6A einphasig) bis zu 22kW (32A dreiphasig).

Als Besonderheit habe ich eine Steuerung eingebaut, die das Laden mit reinem PV-Überschuss ermöglicht. Dafür nutze ich folgendes System/Software (ist hoffentlich keine Werbung, da die Software kostenlos ist.): http://www.eb-systeme.de/?page_id=209

 

Kommen wir zum Verbrauch:

 

Bei Fahrzeug #1 hatte ich einen Verbrauch, welchen ich am Tripmeter abgelesen habe, von 22,80kWh/100km.

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/605379.html

 

Rechnen wir jetzt mal 25% Ladeverluste hinzu, kommen wir auf 28,50kWh/100km. (Sommer-Wintermix)

 

Bei Fahrzeug #2 hatte ich einen Verbrauch, welchen ich am Tripmeter abgelesen habe, von 23,37kWh/100km.

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/786325.html

 

Rechnen wir jetzt mal 25% Ladeverluste hinzu, kommen wir auf 29,21kWh/100km. (hauptsächlich Winter)

Die realen Ladeverluste von 22,08% habe ich hier ermittelt:

 

Entsprechend dieser Formel:

Datenquelle: http://www.hho-generator.de/vergleic...-vergleich.htm

 

Zitat:

Benzin:

1 m3 (=1000 l) liefern die Energie von 9,2·103 kWh ? 1,0 l liefern ein Tausendstel von 9,2·103 kWh also ca. 9 kWh

Diesel:

1 m3 (=1000 l) liefern die Energie von 9,7·103 kWh ? 1,0 l liefern ein Tausendstel von 9,7·103 kWh also ca. 10 kWh

bedeutet das, dass ich incl. der Ladeverluste bei den Fahrzeugen folgende Verbräuche gehabt hätte:

Fahrzeug #1 hätte 3,10l Benzin/100km oder 2,91l Diesel/100km verbraucht.

Fahrzeug #2 hätte 3,18l Benzin/100km oder 2,98l Diesel/100km verbraucht.

Wir reden hier von einem fast 5m langen, 2,3to schweren 5-7 Sitzer.

 

Kommen wir zu den Abgasen (wobei ich die reine Ladung mit PV bei mir im Sommer mal ignoriere):

 

Datenquelle: https://www.umweltbundesamt.de/theme...gung-in-zahlen

(Ich rechne das E-Auto also schlechter, als 5d49, der mit 500gCO2/kWh ausgeht)

Fahrzeug #1 hat bei 285Wh/km und 535gCo2/kWh also 152,48gCO2/km ausgestoßen.

Fahrzeug #2 hat bei 292Wh/km und 535gCo2/kWh also 156,22gCO2/km ausgestoßen.

Klingt nach viel, aber ich muss es nicht gegen ein Sparwunder rechnen, sondern (von mir aus, die letzten 2) Verbrenner, die ich gefahren habe.

 

Das wären:

Datenquelle: http://www.deutsche-handwerks-zeitun...150/3097/57956

Das letzte Fahrzeug vor dem ersten Tesla war ein Audi S5 Cabrio:

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/450297.html

13,57 l Super Plus/100km bedeuten 322,97gCO2/km.

14,66 l LPG/100km bedeuten 260,95gCO2/km.

Das Fahrzeug vor dem S5, war ein Audi TT Roadster 3.2:

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/229696.html

11,60l Super Plus/100km bedeuten 276,08gCO2/km.

 

Vergleichen wir mal:

322,97gCO2/km zu rund 155gCO2/km bedeuten nur noch 47,99% an CO2 Ausstoß.

260,95gCO2/km zu rund 155gCO2/km bedeuten nur noch 59,40% an CO2 Ausstoß.

276,08gCO2/km zu rund 155gCO2/km bedeuten nur noch 57,39% an CO2 Ausstoß.

 

Klar kann man jetzt auch ein Fahrzeug dagegen rechnen, der nur 3l Diesel/100km verbraucht, und dann würde der keine 80gCO2/km ausstoßen, wäre aber realitätsfremd.

Und wenn ich dir reine Ladung mit PV-Energie bedenke (dank meiner Schichtarbeit super möglich), sinkt der CO2 Anteil bei mir nochmal deutlich.

 

Kommen wir zu den Kosten:

 

Hier muss ich leider schätzen, da ich erst vor ein paar Tagen wieder einen Zähler

Ich hatte 2011 10.936kWh Strom verbraucht, 2012 waren es 11.265kWh und 2013 11.520kWh. Im Mittel also 11240kWh.

Jetzt nehme ich das Jahr, wo ich am meisten Strom verbraucht habe, seit ich den Tesla habe.

Das war 2016. Dort habe ich 16.238,27kWh verbraucht.

Sind rund 5.000kWh mehr.

Bedeutet bei einem Arbeitspreis von 21,76 ct/kWh also 1.088€/Jahr.

Meinen Arbeitspreis habe ich zeige ich hier:

Ich bin in den letzten 3 Jahren etwas über 50.000km gefahren.

Macht im Schnitt also 16.667km/Jahr.

 

Macht also 6,53€/100km. (Alles im Sommer-/Wintermix)

 

Den Rest habe ich an EWE Ladesäulen oder am Supercharger geladen, also kostenfrei.

Wenn jetzt jemand meint, ich habe ja für die Supercharger und die EWE-Tankkart bezahlt und das wäre somit unfair dann folgende Gedanken:

Wenn ich jetzt nicht am Supercharger geladen hätte, wie viel hätte mich das jetzt gekostet?

0€

Wenn ich jetzt NUR am Supercharger geladen hätte, wie hoch wären dann meine Stromkosten fürs fahren gewesen?

Auch 0€

Wenn ich jetzt nicht an EWE-Ladesäulen geladen hätte, obwohl ich die Ladekarte gekauft habe, wie viel hätte mich das jetzt gekostet?

120€

Wenn ich jetzt NUR am EWE-Ladesäulen geladen hätte, weil ich die Ladekarte habe, wie hoch wären dann meine Stromkosten fürs fahren gewesen?

Auch 120€

Also ist es keine Milchmädchenrechnung. Sondern Fakt.

 

Aber wie du willst.

Nehmen wir die aktuellen 29,21kWh incl. Ladeverluste und nehmen meinen Arbeitspreis von 21,76 Cent/kWh und ignorieren, das ich im Sommer für 0,1385€/kWh lade (die entgangene Einspeisevergütung), dann komme ich auf:

 

Trommelwirbel:

 

6,36€/100km

 

Also sogar noch weniger! Klasse.

 

Im Vergleich:

Das Audi S5 Cabrio:

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/450297.html

13,57 l Super Plus/100km bedeuten bei 1,35€/l Super Plus 18,32€/100km.

14,66 l LPG/100km bedeuten bei 0,50€/l LPG 7,33€/100km.

Der Audi TT Roadster 3.2:

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/229696.html

11,60l Super Plus/100km bedeuten bei 1,35€/l Super Plus 15,66€/100km.

 

Das sind jetzt Werte aus 3 Jahren praktischer Erfahrung.

Ich fahre übrigens sparsam, aber nicht mit 80km/h hinter einem LKW, nur um das sagen. Ich fahre auf der Autobahn meistens mit 130km/h, teilweise mit 150km/h. Zum Überholen natürlich auch mal schneller.

 

Ich kenne übrigens kein Auto, was den Platz und die Leistung des Tesla erbringt, der dann maximal 3,18l/100km verbraucht.

Von daher kann ich mit ruhigem Gewissen weiter Tesla fahren.

 

Mein Fazit:

 

Wer sich einen Tesla kaufen kann und eine PV-Anlage sein eigen nennt, fährt jetzt schon, auch in Deutschland, günstiger und sauberer als mit vergleichbaren Autos.

Sinn macht als E-Autofahrer noch der Abschluß eines RWE ePOWER DIRECT Vertrages (ohne monatliche Kosten!), oder/und New-Motion Ladekarte (ohne monatliche Kosten!).

Dort wird man nicht so über den Tisch gezogen und lädt für 0,35€/kWh.

 

Wie gesagt, dass ist mein Beispiel, alles mit realen und belegbaren Zahlen.

Die treffen weder für 100% der deutschen Bevölkerung zu, genausowenig wie 18-36€/100km (aus dem anderen Beitrag) für alle gelten.

 

Eine PV-Anlage rechnet sich bei einem E-Auto quasi von selbst, da Eigenverbrauch ja besser ist, als verkaufen. (12 Cent Verkauf und über 21 Cent zurück kaufen)

Und eine PV-Anlage darf man ja nicht nur für das E-Auto rechnen, man spart ja auch bei der normalen Stromabrechnung.

Ich habe in den letzten 3 Jahren über 10.000€ an Stromkosten gespart, durch weniger Stromkauf und Stromverkauf. (Den PV-Speicher lasse ich mal außen vor, weil es nur ein Spaßprojekt ist und Finanziell keinen Gewinn machen wird.)

Das bedeutet, wenn der Strompreis nicht steigt, hat sich die PV-Anlage in nicht mal 10 Jahren nach der Anschaffung bezahlt und macht mir dann Gewinn, wenn er steigt, noch früher.

 

Und somit habe ich glaube ich ganz deutlich gezeigt, das es kein Märchen ist, sondern faktisch Realität.

Und dabei bin ich nicht mal auf das Second-Life der Traktionsakkus eingegangen, wodurch mehr saubere Energie tagsüber gespeichert werden kann/wird.

Und auch nicht auf die Recyclebarkeit der Akkus.

Und ich bin nicht auf die wegfallenden Ölwechsel Filterwechsel, Zündkerzen, Katalysatoren, Adbluekosten usw... eingegangen.

 

Gruß

 

KaJu74

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17.01.2017 08:51    |    hirschgeweih

Super Beitrag, vielen Dank dafür! Weiterhin gute Fahrt mit Deinem Tesla...


17.01.2017 09:26    |    KaJu74

Danke. Wollte nur mal eine andere Sicht aufzeigen.

 

Dass E-Mobilität auch jetzt schon funktioniert, sowohl Finanziell, als auch Umwelttechnisch.

Es liegt eben immer an der persönlichen Situation.


17.01.2017 20:17    |    Multimeter77

Das der Unterhalt mit PV Anlage unschlagbar günstig ist, kann ich nachvollziehen, aber die Investitionskosten für Auto und PV Anlage sind einfach ein Totschlagargument für Normalverdiener. Auch bei einem zugegeben aktuell noch sehr guten Wiederverkaufswert sind 70.000,- Kaufpreis einfach viel Geld. Ich will nicht wissen, was Ihr im Norden so für Gehalter habt, aber beim Lang steht kein Model S auf dem Parkplatz, ein preisäqivalentes Auto höchstens auf dem Parkplatz vom Werksleiter.


18.01.2017 09:43    |    wenny74

Kommentar gelöscht


18.01.2017 09:52    |    KaJu74

@wenny74

Das stimmt leider nicht:

http://www.toptarif.de/strom/arbeitspreis/

 

Zitat:

Mit dem Arbeitspreis werden die Kosten für den Verbrauch einer Kilowattstunde Strom bezeichnet. Als Synonym für Arbeitspreis wird dabei auch häufig die Bezeichnung Verbrauchspreis verwendet, da es sich bei dem Arbeitspreis nicht um einen pauschalen Betrag handelt, sondern um den genauen Preis für die individuell verbrauchte Menge Strom.

 

Der Arbeitspreis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen und differiert von Anbieter zu Anbieter.

 

Dieser beinhaltet die Aufwandskosten des Stromversorgers und enthält deshalb Kosten für

  • die Netznutzung
  • für die Erzeugung des Stroms
  • Ökosteuer
  • Mehrwertsteuer
  • die Konzessionsabgabe
  • sowie die KWK- und EEG-Umlage .

PS: wenny74 hat angemerkt gehabt, dass die MwSt. noch auf den Arbeitspreis drauf gerechnet werden muss.


18.01.2017 09:59    |    KaJu74

@etwina

 

Zitat:

Das der Unterhalt mit PV Anlage unschlagbar günstig ist, kann ich nachvollziehen, aber die Investitionskosten für Auto und PV Anlage sind einfach ein Totschlagargument für Normalverdiener. Auch bei einem zugegeben aktuell noch sehr guten Wiederverkaufswert sind 70.000,- Kaufpreis einfach viel Geld.

Wer sich sonst ein 15.000€ Auto kauft, für den ist der Tesla natürlich nichts.

Wer aber sonst ein 60-70.000€ Verbrenner kauft und zu Hause laden kann, egal ob Miete oder EFH, für den ist der Tesla (wenn das Streckenprofil passt) schon was.

Zitat:

Ich will nicht wissen, was Ihr im Norden so für Gehalter habt, aber beim Lang steht kein Model S auf dem Parkplatz, ein preisäqivalentes Auto höchstens auf dem Parkplatz vom Werksleiter.

Ich arbeite als Angestellter Industriemeister.

Durch Schichtarbeit, Sonntagsarbeit usw... ist der Verdienst schon nicht schlecht.

 

ABER, man muss auch meine Lebenssituation bedenken.

Ich habe das Haus bezahlt.

Ich bin bis vor einem Jahr Single gewesen.

Ich fliege nie in Urlaub, sondern mache es immer in Deutschland oder Nachbarländern.

Ich fahre eigentlich immer mit dem Auto in Urlaub. Das macht es dank Supercharger extrem günstig.

 

Aber wenn ich sehe, dass sich ein Mitarbeiter gerade einen neuen, voll ausgestatteten Audi A5 gekauft hat, scheint es ihnen auch nicht so schlecht zu gehen.


18.01.2017 11:09    |    raptormike

Hm, interessanter Beitrag, der aber z.B. unterschlägt, daß du nach ca.8 Jahren einen neuen akku benötigst.

Selbst wenn ich berücksichtige , daß ein Verbrennermotor mit 120tkm auch ca. zu 50% abgeschrieben ist, kommen da grob gerechnet wenigstens 1000€ pro Jahr Akkukosten dazu, ausserdem die hohen Abschreibungen

für das Fahrzeug an sich.

Weiterhin wird so getan, als ob ein E-Auto sonst keine nennenswerten Wartungskosten hätte-aber auch ein E-Motor und die Leistungselektronik verschleißen und werden kosten.

Also der Thread impliziert ja geradezu, daß Leute die sparen müssen (also z.B. Hartz4-Empfänger) Tesla fahren sollten, weils billiger ist. Das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Der Thread beweist eigentlich nur, daß man mit hohen Investitionen den Tag, an dem die Wahrheit (volle Kosten) ans Tageslicht kommt, weiter in die Zukunft verschieben kann.

Und wer weiß, was in 8-10 Jahren ist-obs da Tesla wie heute überhaupt noch gibt.

Könnte es nicht sogar so sein, daß Tesla ein Verkaufskonzept wie die Druckerhersteller anstrebt und die Ware billig in den Markt bringt,um

dann später bei den Verbrauchsmatrialien draufzuschlagen?


18.01.2017 11:19    |    hudemcv

Wieso sollte er zwingend nach 8 Jahren einen neuen Akku brauchen? Und wer sagt, dass er den Wagen überhaupt so lange fährt?


18.01.2017 11:28    |    KaJu74

Dieser Beitrag impliziert erst mal gar nichts.

 

Wer sich keinen Tesla leisten kann, keine Lademöglichkeit hat, ständig lange Stecken fährt, für den ist ein Elektroauto die schlechteste Wahl überhaupt.

 

Der Akkutausch würde aber auch bedeuten, wieder ein fast neuwertiges Auto zu haben.

 

Der aktuelle Motor ist auf 1.600.000km ausgelegt.

 

Wartung ist bei Tesla nicht verpflichtend, wird nur empfohlen.

Man verliert auch nicht die Garantie, wenn man keine Wartung macht!

 

Wer weiß, ob es in 8-10 Jahren VW überhaupt noch gibt, so wie es aktuelle läuft?

 

Es läuft bei Tesla genau umgekehrt.

 

Die Folgekosten (bis auf einen Akkutausch) sind verschwindend gering.

Kein Ölwechsel, kein Filterwechsel, kein Zündkerzenwechsel, kein Auspufftausch, kein Katalysatortausch, kein Kühlmittel nachfüllen, usw...

 

Der Tesla hat einen extrem geringen Wertverlust. Mag an der Knappheit der Fahrzeuge liegen. Kann sich also noch ändern.

 

Mit jedem Tag, den meine Investitionen arbeiten, mache ich mehr "Gewinn" (oder ich komme näher an die Gewinnzone)


18.01.2017 11:54    |    KaJu74

@raptormike

"Könnte es nicht sogar so sein, daß Tesla ein Verkaufskonzept wie die Druckerhersteller anstrebt und die Ware billig in den Markt bringt, um dann später bei den Verbrauchsmatrialien draufzuschlagen?"

 

Überlege doch mal kurz genau, wo das aktuell so ist.

 

Beim Verbrenner kauft man sich "günstig" ein Auto.

Dann muss man regelmäßig Öl, Filter, Abgasreinigungssysteme, Kerzen usw.. wechseln.

Dazu ist man verpflichtet den Treibstoff von einem Anbieter zu kaufen, der den Preis willkürlich festlegen kann.

 

Beim E-Auto kauft man es derzeit teurer ein.

Braucht nichts von dem zu wechseln, was oben steht.

Kann den Treibstoff im idealen Fall selbst herstellen.


18.01.2017 16:19    |    raptormike

Nun, ganz so einfach geht das mit dem selber Treibstoff herstellen aber nicht- auch da ist ersteinmal eine

erhebliche Investition erforderlich. Ansonsten stimme ich dir hier durchaus zu. Aber eine eigene Gratisakkufertigung hast Du auch nicht zu Hause.

Nur- auch in deinen letzten Beiträgen wiederholt behauptest du, daß ein e-Auto in den Betriebskosten günstiger ist als ein Verbrenner- und das ist eben nicht der Fall.

Die Leute können durchaus rechnen-selbst die Kaufprämie der Regierung ist ja ein Flop und bringt nichts.

Der Knackpunkt ist die mangelhafte Lebensdauer der Akkus. Ich selbst stehe dieser Technik durchaus sehr aufgeschlossen gegenüber, ich hatte mal mit einem E-Smart geliebäugelt, aber die brutalen Akkukosten machen so ein Auto unwirtschaftlich.

Ich sag immer: das ist genauso wie ein Motortotalschaden beim Verbrenner alle 8 Jahre- wer würde sich so ein Ding kaufen?

Und auch ganz schlimm, so ein Akku altert- egal ob du das Auto nutzt oder stehen läßt. nach 8-10 Jahren ist Schluß, egal ob man viel oder wenig gefahren ist.Ein wenig gefahrener Verbrenner ist aber noch für viele Jahre/Jahrzehnte gut. Und wenn sich das ersteinmal rumgesprochen hat- werden die Restwerte der E-Autos abstürzen.


18.01.2017 16:32    |    KaJu74

@raptormike

Klar ist eine Investition in die Stromerzeugung notwendig, aber irgendwie vergessen alle, dass die PV-Anlage nicht nur für das Auto da ist, sondern auch die Stromrechnung des Hauses reduziert und sich auch heute noch selbst finanziert.

 

Gratis Akkufertigung werde ich nicht brauchen, da ich noch kein Auto 8 Jahre hatte und ihn garantiert noch mit einer Restgarantie verkaufen werde.

 

Erkläre mir, wo der Tesla (ohne Akkutausch) teurer sein soll, im Vergleich zum Verbrenner, was Betriebskosten angeht.

Dann reden wir weiter, gerne auch per PN.

 

Was soll eine Kaufprämie bringen, wenn es keine vernünftigen Autos gibt. Und 4.000€ sind bei einem 80.000€ Auto wohl niemals ausschlaggebend, höchstens erfreulich.

 

Das Gerücht (und mehr ist es nicht mehr) der mangelhaften Lebensdauer der Akkus, sollte ENDLICH ein für alle Mal verschwinden.

Es fahren Tesla mit weit über 300.000km und weniger als 10% Kapazitätsdegeneration.

Und auch bitte das Gerücht (und mehr ist auch das nicht) von dem Akkutausch alle 8 Jahre, sollte ENDLICH ein für alle Mal verschwinden.

 

Auch das die Restwerte abstürzen werden ist eine unbestätigte Vermutung.

 

Lass so was bitte, vor allem wenn du der Technik aufgeschlossen sein willst.


18.01.2017 16:41    |    raptormike

Zitat:

Wieso sollte er zwingend nach 8 Jahren einen neuen Akku brauchen? Und wer sagt, dass er den Wagen überhaupt so lange fährt?

Nun ja, die Lebensdauer von Li-ion-Akkus ist doch ganz grob bekannt- als Mittelwert wird es hinkommen- denke ich.

Ob er das Auto dann noch fährt ist völlig unerheblich-wenn das Fahrzeug dann noch weiter genutzt

werden soll , muß der Besitzer zahlen.

Falls das Auto vorher verkauft wurde, dann nur mit entsprechendem Preisabschlag für den bereits eingetretenen Akkuverschleiß.


18.01.2017 16:50    |    raptormike

Zitat:

Erkläre mir, wo der Tesla (ohne Akkutausch) teurer sein soll, im Vergleich zum Verbrenner, was Betriebskosten angeht.

Ersteinmal ist das ja, wie ich schon sagte, eine Milchmädchenrechnung.

Man kann den irgenwann notwendigen Akkutausch nicht einfach ausblenden- jedenfalls nicht, wenn man in Totalownwershipcosts rechnet, aber wenn Du willst: Dann kaufe ich mir eben einen VW xl1- der braucht nur 1,5 l /100km!

Damit hänge ich den Tesla kosten/km locker ab.

Das das Ding 100t€ kostet, blenden wir jetzt mal aus.;)


18.01.2017 18:05    |    KaJu74

@raptormike

 

Wo kommen denn diese 8 jährigen Mittelwerte von 60-100kWh Traktionsakkus, die Flüssigkeitsgekühlt umd BMS überwacht werden, her? ;-)

 

Wenn der Akku nach 8 Jahre vielleicht erst 15% Verlust hat, dann hält er noch 4 oder mehr Jahre durch, bis er nur noch 70% hat.

Und denke daran, 70% eines 85kWh Akkus sind immer noch 60kWh und somit doppelt so viel, wie ein aktueller i3 neu hat!!!

 

Dann kauf du dir den XL1 und wir fahren zu 5 mit Gepäck, sagen wir 1.500km quer durch Europa und schauen, wer schneller mit allem am Ziel ist und wer die niedrigeren Kosten hat.

 

Oder war dein Vergleich ein Scherz?

 

Dass der XL1 teurer ist, als der Tesla ist dir hoffentlich klar?

http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...uer-111000-euro-7679708.html

Selbst gebraucht kostet er über 90.000€:

http://www.autoscout24.de/auto/vw/volkswagen-xl1/


18.01.2017 18:09    |    Harald-DEL

Zitat:

Nun ja, die Lebensdauer von Li-ion-Akkus ist doch ganz grob bekannt- als Mittelwert wird es hinkommen- denke ich.

Dem ist nicht so. Oder, besser gesagt, dem ist im Autobereich nicht mehr so. Ja, die ersten LiIon Akkus vor 15 Jahren waren noch nicht der Renner, was Haltbarkeit angeht. Die Forschung/Produktion hat seitdem gewaltige Sprünge gemacht. Und ja, Laptop-Akkus halten keine 8 Jahre. Die haben aber auch kein Akkumanagement mit Akku-Heizung und -Kühlung und Begrenzung der Ladeströme und Balancing und ähnlichem Kram. Und eine andere Zell-Chemie.

 

Zum Motor, ein durchschnittlicher PKW Verbrennermotor ist für ca. 8.000 Betriebsstunden ausgelegt, eine E-Motor wie im Telsa für ca. 100.000 Betriebsstunden. Es gibt kein Schaltgetriebe, keinen Auspuff, keinen Benzintank mit Pumpe, wenig mechanische Komponenten. Lüftermotor für Heizung/Klima, Fensterheber, mechanische Bremse, Türschlösser, Scheibenwischer, ... sind aber alles Teile, die a.) nicht besonders teuer sind und b.) sowieso inzwischen im normalen Autoleben nicht mehr kaputgehen.

 

Also, wie KaJu schrieb, Wartungskosten deutlich geringer als beim Verbrenner!

 

Mit Sicherheit wird die Verbrennerindustrie mit der ihr folgenden Presse die Lüge von "ein Akku hält nur 8 Jahre" immer wieder wiederholen und weiter verbreiten, damit es ja viele glauben. Zumindest so lange, bis sie selbst damit Geld verdienen können.


18.01.2017 19:02    |    raptormike

mag sein, daß die 8-10 Jahre zu niedrig gegriffen sind- aber warum geben die Hersteller dann nicht entsprechend lange Gewährleistung?

Übrigens habe ich mittlerweile gelesen, daß der Akkutausch im Model 85S angeblich 43 tsd€

kosten soll. Stimmt das? Dann wäre das Auto ja absurd.

@KaJu, ich denke , ein längere Fahrt würde die xl1 Kolonne gewinnen, weil der Tesla zwischendurch laden muß, erst recht im Winter. Kosten lassen wir mal wie vereinbart außen vor, weil du die Akkukosten ja auch nicht berücksichtigst...


18.01.2017 19:20    |    KaJu74

@raptormike

Warum geben die Hersteller der etablierten Autos nur 2 Jahre Garantie, wenn die Technik so zuverlässig ist, wie du sagst?

 

Frag BMW zur i3 Garantie, die geben zwar auch 8 Jahre, aber nur bis zu 100.00km eine Garantie.

Tesla gibt 8 Jahre ohne Kilometer auf Defekte der kompletten Antriebseinheit.

 

43t€? Ja, wenn du den alten Akku behalten willst. Aber was willst du damit?

Wenn du ihn zurück gibst, waren 2103! keine 15.000$

Seite 3:

http://www.greencarreports.com/.../...ry-upgrade-from-60-kwh-to-85-kwh

 

Jetzt willst du dir, um den Vergleich zu gewinnen, eine ganze Kolonne XL1 kaufen? Du hast ja Geld. 5 XL1 vs 1 Tesla.

550.000€ (5x XL1) vs 152.000€ (P100DL), plus Gratis Strom von Tesla.

http://www.volkswagen.de/.../technische_daten_xl1.pdf

Reichweite TDI- + E-Antrieb ca. 550 km (10-Liter-Tank)

 

Was glaubst du, welche Geschwindigkeit er fahren darf, um diese Reichweite zu erreichen?

Merkst du nicht, dass du dich gerade verrennst?

 

PS: Hat der überhaupt eine Heizung? Wenn nicht, viel Spaß im Winter.


19.01.2017 06:29    |    Pythagoras-1

Für mich kommt reiner Elektroantrieb derzeit schon deshalb nicht in Frage, da ich Laternenparket bin und auch gar nicht wüsste, wo ich hier auf dem Land eine Lademöglichkeit hätte.

Meines Erachtens müsste der Staat oder die Industrie, wenn er/sie mehr E-Mobilität will, erst einmal massiv in die Infrastruktur (Lademöglichkeiten) investieren.

Zweites Manko sind für mich derzeit auch die hohen Anschaffungskosten. Für meine tägliche Strecke zur Arbeit (Ing. 130km) nutze ich öffentliche Verkehrsmittel. Der hat sogar den Vorteil, dass ich ungestresst ans Ziel komme. (Natürlich weiß ich das ein Tesla auch "autonom" fahren kann. Für längere Strecken, die ich regellmäßig fahren (größer 400km) muss, nutze ich mein dieselbetriebenes Auto.

 

Derzeit könnte ich mir daher eher vorstellen ein hybridbetriebenes Fahrzeug anzuschaffen als ein reines e-betriebenes Fahrzeug.

 

 

Und zu dem Argument des Themenerstellers, "wer weiß, ob es VW in 8 oder 10 Jahre noch gibt, so wie es derzeit läuft.... und bei Tesla läuft es genau umgekehrt", ich weiß zwar auch nicht, ob es VW in 8 oder 10 Jahren noch gibt, Fakt ist aber, dass Tesla bisher wohl noch keine großen Gewinne eingefahren hat. Von daher ist deine Aussage, "bei Tesla läuft es genau umgekehrt" schon richtig. VW macht Gewinn, Tesla nicht.

Um übrigen wäre es nicht das erste Mal, wenn ein innovativer Konzern, der keinen Gewinn macht, irgendwann übenommen wird.


19.01.2017 07:21    |    raptormike

@KaJu74 , Dank für den verlinkten Artikel. Mein englisch ist nicht so gut, aber wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, hat der Schreiber für das Uprade auf einen Akku mit höherer Kapazitäten über

18 tsd Dollar bezahlt- bei Inzahlungnahme seines fast neuen Akkus.

Ich sprach aber von dem Fall, daß der Akku nach meinetwegen 12 Jahren nur noch 40% Kapazität hat.

Behalten möchte ich den alten Akku nicht-also muß ich ihn zurückgeben. Wieviel wird dann gutgeschrieben?

Ich weiß es nicht- vielleicht 10-20% des Neupreises. Also stimmt ganz grob der von mir angegebene Preis. -Absurd, für mich jedenfalls.

Hast Du mal daran gedacht, daß Deine PV-Anlage zwar billiges Tanken ermöglicht, dich aber gleichzeitig

immobil macht ? Wenn Du durch allfällige Veränderungen in deinem Leben mal umziehen mußt- ist deine Tanke

futsch. A pro pos: wie tankst Du im Winter bei bedecktem Himmel, wenn die PV keine Leistung bringt-mit dieser Karte...?


19.01.2017 07:29    |    hudemcv

Es wird soviel gutgeschrieben, wie die verbleibende Kapazität dem Hersteller wert ist. Wieviel das ist kann man heute doch nicht sagen.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass der Akku in 12 Jahren nur noch 40% hat.

Die Tesla Roadster mit vergleichbaren aber technologisch älteren Akkus fahren noch immer mit beachtlichen Reichweiten umher.

Eine anschauliche Auswertung "aktueller" Tesla Modelle kannst du hier sehen.

 

http://www.teslacentral.com/...dation-its-23-miles-every-100000-driven

 

Interessanterweise scheint die Degradation auch mit der Zeit abzuflachen.

In diesem Forum wird gezeigt, dass die Degradation auf den ersten 50.000 Meilen etwa 5% ist und danach auf den nächsten 50.000 Meilen eher nur um 1% usw.


19.01.2017 07:31    |    KaJu74

Hi

 

aktuell investiert der Staat 300 millionen in die Ladeinfrastruktur.

Ich sehe aber auch die Hersteller inder Pflicht, nicht nur den Staat. Siehe Tesla, wie gut das klappt, trotz bürokratischer Steine, die in den Weg gelegt wurden/werden.

 

Wenn du mit den ÖVM klar kommst, warum solltest du zurück aufs Auto wechseln, wäre Unsinn.

Der Autopilot ist für die Stadt nicht geeignet.

 

Hybride sind der Übergang zum E-Auto. Du wirst sehen, wie du versuchen wirst, den Verbrenner nicht zu aktivieren.

Wenn du das dann geschafft hast, fragst du dich, warum du das überhaupt it dir schleppst und schon bist du beim Elektroauto.

 

Tesla hat von Anfang an bekannt gegeben, dass sie bis 2020 massiv wachsen müssen und wollen und das bis dahin keine Gewinne zu erwarten sind.

Im 3.ten Quartal 2016 haben sie aber gezeigt, dass es jetzt schon möglich wäre, Gewinn zu machen, wenn man weniger investiert.

Das hat die anleger glaube ich sehr beruhigt.

Ich hoffe doch, dass das mit der Übernahme nie passiert, denn dann wird Tesla eifach vor die Wand gefahren, damit weiter Diesel verkauft werden können.

Außer Apple/Google kauft Tesla, das wäre genial.


19.01.2017 08:56    |    KaJu74

@raptormike

Ganz ehrlich, langsam bin ich mit der Geduld am Ende.

Da steht doch ganz klar:

„The net cost to me of the new battery was $14,883.“

Der fast neue Akku war ja ein 60kWh Akku.

60kWh entspricht exakt 70% eines 85kWh Akkus!

Keine Akku wird bis 40% der Kapazität genutzt werden. 70% ist meistens die „magische“ Grenze.

Auch der Rückkaupreis ist doch in dem Artikel geschrieben gewesen:

„The cost breakdown looked like this: Price of the new battery was $44,564. The trade-in value of my old battery was $29,681--a number arrived at by discounting its new list price of $37,102 by a 20-percent "restocking" fee.“

Wenn ich jemals umziehe, dann werde ich auch wieder eine PV-anlage und ein BHKW montieren, aber wohl keinen Speicher.

Bei bedeckten Wetter lade ich selbstverständlich aus den Netz oder bald mit BHKW Strom.


19.01.2017 11:30    |    raptormike

und? ich habe lediglich geschrieben, daß das Upgrade auf die größere Kapazität genau 18386 Dollar gekostet hat und Tesla vom Neuwert der zurückgegeben Batterie 20% abgezogen hat.

Nach weniger als einem Jahr Nutzung...Ist alles wahr.

Das Ding hat 5% Degradation pro Jahr, also muß sie im 7. Jahr ausgetauscht werden. Degradation ist nicht in der 8-jährigen Garantie enthalten.(Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast)

Und ein neuer kostet 43500€, abzüglich fraglicher Gutschift 50% bleiben reine Akkukosten von 3625€/jahr, sind bei deiner Fahrleistung ungefähr 24cent/km on Top. Und ich habe nur Material gerechnet, ohne Arbeitskosten.

Aber jeder betrügt sich halt selber...


19.01.2017 11:43    |    Harald-DEL

Zitat:

Das Ding hat 5% Degradation pro Jahr, also muß sie im 7. Jahr ausgetauscht werden.

Das ist genauso richtig, wie bei einem Neuwagen (möglicherweise ein Diesel) mit einem Neupreis von 43.000,-- € zu behaupten, das Sie ihn nach ca. 3,5 Jahren für 0,-- € kaufen können, da er ja im ersten Jahr bereits 31,2 % seines Wertes verloren hat. Dies rechnen Sie dann linear hoch und nach 3,2 Jahren landen Sie bei dem Wert Null.

 

Wenn Sie mir jetzt noch sagen, wo ich so einen Wagen kaufen kann, hätten Sie tatsächlich geholfen.

:D

Aber, wenn ich kurz überlege, einen Diesel will ich dann doch ums verrecken nicht mehr haben...

 

 

hudemcv hat es in seinem Beitrag vom 19.01.2017 um 07:29 schon erwähnt, wie die Degration in der Praxis ist.


19.01.2017 12:06    |    EmmetdocBrown

@ Raptormike

 

Kleiner Denkanstoss:

 

"Das DynaTAC 8000X von Motorola war das weltweit erste kommerzielle Mobiltelefon. DynaTAC war die Abkürzung für Dynamic Adaptive Total Area Coverage.

 

Im Jahr 1973 startete bei Motorola unter Martin Cooper[1] und dem Chefdesigner Rudy Krolopp[2] die Entwicklung, die 10 Jahre später in Form des Dynatac 8000X am 21. September 1983 seine FCC-Zulassung erhielt.[3] Es wog 794 g und maß 33 × 4,5 × 8,9 cm. Damals kostete es noch 3.995 US-Dollar (entspricht inflationsbereinigt aktuell 9.495 US-Dollar), bot eine Gesprächsdauer von etwa einer Stunde und konnte 30 Nummern speichern.[4] Dennoch hatten schon ein Jahr später (1984) 300.000 Menschen diesen Urvater des modernen Mobiltelefons. Ein ähnliches Modell ist das als „Knochen“ bekannte Motorola International 3200."

 

Wir stehen mit den Elektromobilen noch am Anfang so wie wir 1983 mit den Mobiltelefonen noch am Anfang standen.

Überleg mal was dein aktuelles Smartphone von heute kann, und was es kostet und wie lange der Akku hält und wie schnell der wieder aufgeladen ist.

 

Wenn die 8 Jahre Garantie auf den Akku vom Tesla abgelaufen ist, steht dem nichts im Wege sich einen Akku der neuesten Generation zu kaufen, der höchstwahrscheinlich wesentlich leistungsfähiger sein wird. Zumindest ist der Tesla so durchkonstruiert, das ein Akkutausch ohne Probleme geht. Jedenfalls hat es die Geschichte schon oft so bewiesen.

Das ist in etwa so, als würdest du dir nach 8 Jahren einfach einen neuen Motor für dein Verbrennerfahrzeug kaufen, der wesentlich sparsamer ist, als der Alte.

 

@ Kaju

Danke für den Beitrag. Finde ich sehr aufschlussreich. Rein von den Spritkosten her kostet der Tesla etwas weniger als mein 75PS Clio

 

Spritmonitor:

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/729657.html


19.01.2017 12:15    |    raptormike

Zitat:

In diesem Forum wird gezeigt, dass die Degradation auf den ersten 50.000 Meilen etwa 5% ist und danach auf den nächsten 50.000 Meilen eher nur um 1% usw.

Ja ne is klar, also hält das Ding (sorry der Akku) ein Menschenleben. Wers glaubt wird seelig.

Das ist doch alles Betrug.


19.01.2017 12:23    |    hudemcv

Ja, wenn einem bisherige Fakten nicht ins Weltbild passen ist eben alles Betrug. ;)


19.01.2017 12:27    |    KaJu74

@EmmetdocBrown

Danke für deinen Beitrag und Danke für Danke. :-)

 

Schon interessant, wenn man das so sieht, mit den Spritkosten meine ich.

 

@raptormike

Und habe ich nicht geschrieben, dass der 60kWh Akku einem auf 70% gealterten 85kWh Akku entspricht?

Also sind das die Preise, für einen Akkutausch GEWESEN und zwar 2013.

Wir haben 2017 und die Preiose pro kWh sind dramatisch gesunken. wie viel Tesla davon an den Kunden weiter gibt, weiß niemand, weil noch niemand einen Akku tauschen musste. Oder wenn er tauschen musste, dann weil er defekt war und das hat ihn nichts gekostet!.

 

Deine 5% Degeneration, 7 Jahre Wechsel, 50% Gutschrift, 3625€/jahr, 24cent/km on Top THEORIE werde ich nicht weiter kommentieren.

 

Das haben die anderen bereits getan.

 

Glaub nicht, was dir die deutschen Hersteller und die deutschen Medien erzählen.

Die Hersteller können, mangels akkus derzeit keine großen Anzahlen von E-Auto bauen, daher werden sie derzeit noch schlecht geredet.

Die aktuell fahrenden Leaf, Zoe, Tesla Model S und Roadster beweisen aber gerade live, dass die Märchen der deutschen Hersteller keinen Wahrheitsfaktor besitzen.

 

Ich denke immer wieder lachend an den ersten R8 e-tron zurück.

Serienreif war er.

Sollte über 150.000€ kosten.

Konnte keine 250km weit fahren.

Dann wurde das Model S vorgestellt. Günstiger, doppelte Reichweite, 5-7 Sitze, schneller und Schnelladefähig.

Plötzlich stellte Audi das Projekt ein, mit der aussage, "man könne kein Fahrzeug bauen, was weit genug kommt".

2 Monate später bekanen die ersten Kunden ihr Model S.

Dann wurde der R8 e-tron gepimpt (so heißt das heut zu Tage, oder?)

Der wurde in homyopatischer Dosis verkauft.

Dann letztes Jahr eingestellt, weil man Kapazitäten für den 2018 kommenden Q7 e-tron braucht.

Also man stellt ein Auto 2 Jahre vorher ein, weil vielleicht ein anderes kommen soll.

 

Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.


19.01.2017 12:28    |    raptormike

@ EmmetdocBrown

Akkutechnik ist Chemie, wird seit über 100 Jahren wissenschaftlich erforscht und entwickelt- da wird sich nicht mehr viel tun-Frag einen Chemiker oder das Netz. Und der Akku ist wie ich schon schrieb der Knackpunkt-alles andere ist machbar. E-mobilität auf Akkubasis ist für Sonderfälle wie Paketdienste , etc sinnvoll, für den Rest nicht.

Der Staat mit seiner fast unbegrenzten Macht kann natürlich über Steuern alles steuern, auch den größten Schwachsinn.


19.01.2017 12:31    |    KaJu74

@raptormike

"Ja ne is klar, also hält das Ding (sorry der Akku) ein Menschenleben. Wers glaubt wird seelig.

 

Das ist doch alles Betrug."

Dann erkläre mir mal, warum im TFF bereits Tesla`s die 300.000km geknackt haben (in 3 Jahren) und immer noch über 90% ihrer Kapazität haben?

http://tff-forum.de/viewtopic.php?...

 

Nach deiner ogik dürfte er keine 85%, eher 80% haben und bei der Kilometerleistung müsste er sogar unter 70% sein.

 

Das, mein lieber, sind Fakten (370.000km mit weniger als 10% Kapazitätsverlust), das andere ist Betrug (ein akku verliert 5% pro Jahr).


19.01.2017 12:32    |    hudemcv

Es wird ja immer abstruser.

Wo steuert der Staat denn? Genau, bei Diesel-Autos! Schon seit Jahrzehnten.

Ich weiß ja nicht in welchem Netz du unterwegs bist und welche Chemiker du so kennst, Lebensmittelbranche?

Ich lese da nämlich ganz andere Sachen.


19.01.2017 12:38    |    raptormike

@KaJu,

Zitat:

Die Hersteller können, mangels akkus derzeit keine großen Anzahlen von E-Auto bauen, daher werden sie derzeit noch schlecht geredet.

Könnten die deutschen hersteller schon, aber Mercedes hat seine eigene Akkuproduktion ja

mangels Nachfrage geschlossen.

Es liegt nicht an einem Angebotsmangel, sondern an Nachfragemangel.

Deinen Link bezüglich der 300tkm in 3Jahren habe ich kurz überflogen-Danke.

Aber viele der dort geposteten haben schon den 2. akku-außerdem ist ein fahrzeug mit 100tkm/jahr

für mich ein statistischer Sonderfall und nicht die Regel.

Im übrigen kann schon alleine bei der Messung der Restkapazität so viel betrogen oder verkehrt gemacht werden, daß diese Zahlen als sehr fragwürdig zu beurteilen sind.

Ich sags nocheinmal- wenn die ersten 50.000 Meilen 5% Degradation auftreten und anschließend

angeblich nur noch 1%, dann hält das Ding ja 1,3 Mio miles, bis 70% Restkapazität erreicht sind

-lächerlich, absurd.


19.01.2017 12:41    |    KaJu74

@raptormike

In den letzten 5 Jahren wurde mehr erreicht, in Sachen Akku, als in den letzten 100 Jahren.

Bei der Zellchemie gibt es so viele "Forschungen", die massive Verbesserungen bringen werden, wenn Serienreif, das glaubst su nicht.

Der akku braucht gar nicht mehr Energie aufnehmen können, er muss nur schneller geladen werden können, bei gleicher Haltbarkeit.

Bedeutet, der einzige Nachteil gegenüber dem Verbrenner (die "langen" Ladezeiten) wäre dann weg.

 

Der größte Schwachsinn ist die Subvention von Diesel und Kohle, bei gleichzeitiger Besteuerung von Stromeigenverbrauch und Deckelung der Windkraft..


19.01.2017 12:44    |    KaJu74

@raptormike

"Könnten die deutschen hersteller schon, aber Mercedes hat seine eigene Akkuproduktion ja mangels Nachfrage geschlossen.

Es liegt nicht an einem Angebotsmangel, sondern an Nachfragemangel."

 

Falsch, sie haben sie geschlossen, weil nicht profitabel.

Profit wird derzeit noch mit dem Verbrenner gemacht.

 

Weißt du eigentlich was das Problem der deutschen Hersteller ist?

Für jedes gute Elektroauto was sie anbieten und verkaufen, verkaufen sie einen Verbrenner weniger.

 

Bei Tesla bedeutet jedes gute Elektroauto was sie anbieten und verkaufen, ein weiteres verkauftes Auto.


19.01.2017 12:57    |    hudemcv

"Könnten die deutschen hersteller schon"

Nein, könnten sie aktuell nicht. Die weltweiten Produktionskapazitäten reichen dafür im Moment einfach nicht, weshalb alle Hersteller die Größe ihrer Akkus nur langsam erhöht


19.01.2017 13:05    |    raptormike

Zitat:

Für jedes gute Elektroauto was sie anbieten und verkaufen, verkaufen sie einen Verbrenner weniger.

Das ist denen relativ egal, solange sie Geld verdienen.

Zitat:

Nein, könnten sie aktuell nicht. Die weltweiten Produktionskapazitäten reichen dafür im Moment einfach nicht, weshalb alle Hersteller die Größe ihrer Akkus nur langsam erhöht

Ach so, endlich verstehe ich, weshalb die Autos so teuer sind- die werden den Herstellern quasi aus den Händen gerissen, die werden demnächst auf Bezugschein zugeteilt ;)


19.01.2017 13:09    |    KaJu74

@raptormike

"Deinen Link bezüglich der 300tkm in 3Jahren habe ich kurz überflogen-Danke.

Aber viele der dort geposteten haben schon den 2. akku-außerdem ist ein fahrzeug mit 100tkm/jahr für mich ein statistischer Sonderfall und nicht die Regel."

 

War mir klar, dass das jetzt kommt, mit dem zweiten Akku, aber #1 hat seinen Akku bei 55.000km neu bekommen und jetzt 370.000km runter. Soll ich es dir vorrechnen?

 

"Im übrigen kann schon alleine bei der Messung der Restkapazität so viel betrogen oder verkehrt gemacht werden, daß diese Zahlen als sehr fragwürdig zu beurteilen sind."

 

Klar, jetzt sind alle Aussagen aller Teslabesitzer von Tesla erkauft. Richtig?

 

"Ich sags nocheinmal- wenn die ersten 50.000 Meilen 5% Degradation auftreten und anschließend angeblich nur noch 1%, dann hält das Ding ja 1,3 Mio miles, bis 70% Restkapazität erreicht sind-lächerlich, absurd."

 

Dann passt es ja zur Lebensdauer des Antriebs, der mittlerweile bei 1.600.00km liegt:

http://teslamag.de/.../...motors-antriebseinheiten-million-meilen-5376

 

Ansonsten: Lächerlich und absurd ist es nur, dass wir hier noch mit dir diskutieren.

Ich bin auch am überlegen, die ganzen Beiträge zu löschen. So viel Bullshit steht hier. alles von einem Theoretiker, der vermutlich noch nie ein Elektroauto gefahren hat.


19.01.2017 13:13    |    KaJu74

@raptormike

 

KaJu`s Zitat:

Für jedes gute Elektroauto was sie anbieten und verkaufen, verkaufen sie einen Verbrenner weniger.

raptormike`s Zitat:

Das ist denen relativ egal, solange sie Geld verdienen.

 

Sie verdienen am Elektroauto im Moment viel weniger, wenn überhaupt.

Warum? Sie müssen den wichtigsten Teil, den Akku fremd zukaufen.


Deine Antwort auf "2017-01-16 E-Fahrzeuge, die andere Sicht auf die "angebliche Mär" von der sauberen Zukunft"

Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.

Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.

Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.

Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.

Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

 

Ich bin Auto und Technik verrückt.

Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

 

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

 

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

 

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.

Hybrid schon gar nicht.

 

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

 

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

 

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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