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Haehnchens Blog

Die Geschichte meines Lancia Y 840

04.01.2016 21:40    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (46)

Lancia Y frisch geputzt Lancia Y frisch geputzt

 

 

Hallo Freunde,

 

wie schon angedeutet wird es in diesem Artikel nun wieder um meinen Lancia Y (genannt Y, Yps oder Ypsiiii) und den anstehenden TÜV Termin gehen. Der Y hatte nämlich TÜV bis 11/15 was auch gleichzeitig noch bedeutet, dass ich den Wagen nun schon über 2 Jahre lang fahre.

 

Lancia Y frisch geputztLancia Y frisch geputzt

Doch etwas weiter zurück: Mit dem Herbstanfang kamen so langsam aber sicher die ersten Zweifel was die TÜV-Prüfung anbelangt.

 

-Der Mittelschalldämpfer rasselt (liegt da etwa der Katinhalt drin?)

-Der Unterboden ist zwar größtenteils in Ordnung, hat aber leider das eine oder andere Löchlein, im Radkasten hinten rechts ist sogar ein ziemlich großes Loch (5x10cm)

-Das Fahrwerk poltert leicht wenn es draußen kalt ist

-Die Handbremse hält zwar noch einigermaßen, aber lange nicht mehr so gut wie beim Kauf

-Zwischen meinen Alus und der Bremse vorne ist kein halber Millimeter platz

-Der Schweller hinten rechts ist ziemlich rostig

 

 

Also habe ich mir Mitte September vorgenommen die Sachen so langsam aber sicher anzugehen.

Zuerst ging ich dem Rost an den Kragen (nach dem ich auch im Frühjahr schon geschaut hatte und daher wusste, dass er durchaus vorhanden ist). Also wurde schnell eine Einkaufsliste zusammengestellt: Polyesterharz mit Gewebe, Rostumwandler von Brunox (mit dem ich zuvor schon gute Erfahrungen gemacht habe) und 2,5KG Unterbodenschutz. Gleich mitbestellt wurden 5l 5W40Öl von Total, ein Ölfilter und Wischergummis. Gekostet hat das alles zusammen keine 60€.

 

So machte ich mich dann Ende September ans Werk, bewaffnet mit den gekauften Materialien, zwei Drahtbürsten, Schleifpapier sowie Schraubendrehern und Zangen um den gröbsten Rost zu entfernen.

 

RostfeindeRostfeinde

 

Auto aufgebockt, mich druntergeschoben und stundenlang geschliffen, alten Unterbodenschutz entfernt, mehr geschliffen, gebürstet und noch mehr geschliffen. Anschließend gab es überall die erste Schicht Rostumwandler drauf welche eine gute Basis für das zwei Komponenten Harz darstellte (da auf Epoxydharzbasis) was danach an der Reihe war. Damit wurden dann penibel die ~5 kleinen Löcher (1x1cm, eines war etwas größer) geflickt sodass das am Ende eine ebene Fläche ergab. Danach kam nochmal eine Schicht Rostumwandler drüber und als letztes ca. 1,5-2 KG Unterbodenschutz (:D). Der Unterboden konnte sich jetzt wieder sehen lassen.

Weil es noch recht früh am Tag war habe ich dann noch etwas an den Fahrwerksteilen rumgesprayt und gesalbt damit diese wieder etwas hübscher anzusehen sind.

 

Nun ging es an den Radlauf hinten rechts wo das größere Loch ist. Extrem schlecht erreichbar und mittlerweile spät am Abend habe ich da noch kurz den losen Rost rausgekratzt und Rostumwandler drüber gesprayt. Anschließend ein riesiges Stück in Harz getränktes Glasfasergewebe drüber geklebt, noch eine Schicht Rostumwandler drauf.

Am Ende noch dick Unterbodenschutz drauf und das Loch war verschwunden (optisch :D).

 

Damit war der Y rosttechnisch fertig für die Prüfung. Nun ging es an die Handbremse. Ekelhaft, einfach nur ekelhaft diese Konstruktion.

 

Handbremse und ausgebaute MittelkonsoleHandbremse und ausgebaute MittelkonsoleWieder einigermaßen grade gebogenWieder einigermaßen grade gebogenHandbremse ausgebautHandbremse ausgebaut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich die Mittelkonsole ausgebaut hatte um an die Einstellung der Handbremse heranzukommen sprangen mir sofort die Seilzüge ins Auge. Der eine stand ~ 2cm weiter heraus als der andere. Also habe ich den Handbremshebel ausgebaut um mir das näher anzusehen und stellte fest, dass dieser ziemlich verbogen war. Da es eh schon fast dunkel war (das war Ende November) beschloss ich draußen für den Tag Schluss zu machen und nahm die Handbremse mit in mein Zimmer um sie da wieder in Form zu bringen.

Das ging recht einfach. Am nächsten Tag habe ich alles wieder zusammengebaut und rechts (da wo das Seil 2 cm weiter heraussteht) 2 cm Unterlegscheiben eingebaut um die Seile auf eine Höhe zu bringen.

 

Wenn man genau hinschaut sieht man rechts die Unterlegscheiben (wurde aber noch mehr gegen später)Wenn man genau hinschaut sieht man rechts die Unterlegscheiben (wurde aber noch mehr gegen später)Handbremse wieder eingebautHandbremse wieder eingebaut

 

 

 

Schien alles zu funktionieren soweit, von Hand lies sich das rechte Hinterrad keinen mm mehr bewegen und auch an meinem "Testhang", an dem die Handbremse nach dem Kauf 2013 hielt hat sie wieder gehalten.

Daher dachte ich, dass die Handbremse repariert sei...ja, das dachte ich.

 

Als letztes nahm ich mir noch den Schweller hinten rechts vor. Abgekratzt habe ich da nichts weil der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch ist.

Daher habe ich Rostumwandler draufgesprayt und eine dicke Schicht Harz draufgeschmiert damit es einigermaßen stabil ist.

 

Somit war ich mit den Arbeiten für den TÜV soweit fertig. An Kosten waren das vielleicht ~25€ und ohne Ende Arbeitszeit.

 

Am 15. Dezember ging es dann zum TÜV nachdem ich noch schnell das Öl und die Wischergummis gewechselt hatte.

 

AltölAltöl

 

Auf dem TÜV Parkplatz fiel mir auf, dass die rechte Nummernschildbeleuchtung plötzlich nicht mehr geht (sche** rechte Seite bei wirklich allen Mängeln :D), direkt hatte ich das Kabel in Verdacht welches gerne zwischen Heckklappe und Karosse in diesem schwarzen Gummischlauch bricht. Etwas daran gerüttelt und siehe da, die Birne leuchtet wieder. Glücklicherweise auch noch beim Beleuchtungstest während der Prüfung. So ging es dann auf dem Bremsenprüfstand, die Betriebsbremse war völlig einwandfrei, vorne wie hinten. Dann kam die Handbremse.

Noch dachte ich, dass alles in Ordnung sei und schon meinte der Prüfer "was ist denn mit dieser Handbremse los?". Ich: "Warum, was soll sein?"....Er: "Na auf der linken Seite ist sie super aber rechts zieht sie fast gar nicht, schau mal".

 

 

Kaputtes Auspuffgummi was mit Kabelbindern notdürftig repariert warKaputtes Auspuffgummi was mit Kabelbindern notdürftig repariert warTÜV BerichtTÜV Bericht

 

...Und tatsächlich links waren es 140 daN, rechts nur 60. Schei.....benkleister.

Der Rest der Prüfung verlief recht problemlos: Ein Auspuffgummi am Mittelschalldämpfer wurde beanstandet (geringer Mangel), die Stellen, an denen ich am Unterboden mit Polyesterharz gearbeitet habe hielt der Prüfer für eingeschweißte Bleche (:D) und eine Bremsleitung im Motorraum war angerostet (erheblicher Mangel) und sollte von mir abgebürstet und konserviert werden.

Die AU verlief problemlos (der Prüfer meinte, dass der Einsatz des Mittelschalldämpfers lose sei und das Rasseln daher käme), der rechte Schweller wurde keines Blickes gewürdigt, das Fahrwerk hatte nirgends auch nur ansatzweise Spiel, saß alles bombig beim Fahrwerkstest.

Der Prüfer war alles in allem zufrieden....und ich auch. Hatte mit Schlimmerem gerechnet.

 

 

 

 

Also ging es nach Hause, einen Monat hatte ich nun Zeit um die Mängel zu beheben. Klingt nach viel, ist es aber nicht. Viele Feiertage, 1x3 Tage und 1x4 Tage nicht zu Hause,...

Also habe ich mich sofort ans Werk gemacht. Mittelkonsole raus, Handbremse nochmal ausgebaut und Ratlosigkeit trat ein.

Daher habe ich mich dann quer durchs Internet gelesen und hier auf MT einen Thread erstellt (der sehr hilfreich war).

Mit dem angeeigenten Wissen wurde die Trommel geöffnet und das total festsitzende Verstellrädchen wieder gangbar gemacht und eingestellt.

 

Trommel geöffnetTrommel geöffnetTrommel geöffnet von vorneTrommel geöffnet von vorne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst drehte ich in die falsche Richtung (hiervor wurde ich in meinem Thread gewarnt), beim zurückdrehen sollte ich ein Metallplättchen etwas zurückdrücken um den Versteller nicht völlig zu zerstören. Gesagt getan, nur habe ich wohl etwas zu stark gedrückt und das Plättchen ist abgefallen (ist nur gesteckt).

 

 

Abgefallenes Plättchen aus der BremstrommelAbgefallenes Plättchen aus der Bremstrommel

 

 

Es ist nahezu unmöglich, das wieder reinzubekommen.

Und dieses Plättchen ist wichtig, da es verhindert, dass sich die Bremse von selbst in die falsche Richtung verstellt.

Immerhin: Die Handbremse hält nun wieder auf beiden Seiten, links aber immer noch etwas besser als rechts.

Das Auspuffgummi war schnell gewechselt, auch die Bremsleitung war schnell entrostet und konserviert.

 

 

 

 

 

So ging es am 04.01 wieder zum TÜV zur Nachprüfung und der Y hat Mängelfrei bestanden. Die Handbremse zog zwar immer noch etwas einseitig (130 daN links 110 daN rechts), das war aber noch in der Toleranz. Dafür zog die Betriebsbremse hinten nun einseitiger als beim ersten TÜV Versuch (~150 daN links und 110-120 daN rechts) aber auch das war noch in der Toleranz.

Die entrosteten Bremsleitungen hat der Prüfer sich ebenso wenig angeschaut wie das ausgetauschte Auspuffgummi.

Über die 2KG Unterbodenschutz hat der Prüfer sich wieder ausgiebig beschwert, wie auch der erste schon :D.

Er meinte, dass der Wagen für das Alter gut dasteht.

 

BestandenBestanden

 

 

Zufrieden ging es wieder nach Hause, jetzt ist wieder gute 2 Jahre Ruhe (wobei ich die Trommel hinten rechts und den Schweller hinten rechts wohl demnächst nochmal in Angriff nehme/nehmen lasse).

 

Insgesamt mussten für den TÜV also exorbitante 25€ investiert werden. Damit bin ich mehr als glücklich :D

 

 

 

 

 

Alles in allem hat der Y mich nun in 2 Jahren und 2 Monaten ziemlich genau 700€ an Wartung/Reparaturen/Verschleiß gekostet (inkl Zahnriemen, WaPu, Achslager hinten, ZKD, VDD, 2x Ölwechsel, neue Reifen, Zündkerzen, Benzinfilter und den Rostbekämpfern).

Das finde ich super für den alten Wagen, v.a. da ja viel Verschleiß (Reifen zb) oder normale Wartung (Zahnriemen, Zündkerzen, Öl,...) dabei sind.

Mittlerweile hat er über 70tkm auf der Uhr und ist somit seit dem Kauf gute 20tkm bei mir gefahren.

 

PS: Der Y hat Verstärkung bekommen. Da mein Bruder seit letztem Jahr 18 ist brauchte er ein Auto und es wurde ebenfalls ein Y :D

 

Nicht ganz aktuell, mittlerweile sind es über 70.000KmNicht ganz aktuell, mittlerweile sind es über 70.000KmVerstärkungVerstärkung

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04.01.2016 21:46    |    plaustri20

Servus HalberHahn,

Wow, wenn du zu den 700€ noch die Arbeitszeit rechnen würdest, dann wäre die 1 vor dem Komma garantiert:D

Ich hab zwar immer wieder mitbekommen, dass du am Y was machen musstest, aber so viel?

Allen Respekt:cool:


04.01.2016 21:56    |    HalbesHaehnchen

Hi Plaustri,

 

tatsächlich ist da teilweise auch Arbeitszeit mit dabei. Die ZKD mit allem drum und dran wurde von meinem Großonkel gemacht da ich mir das Anfang 2014 noch nicht selbst zutraute (mittlerweile schaut das anders aus :D). Weiß aber nicht, was von dem Geld was ich bezahlt habe Arbeitslohn und was fürs Material war

Auch den Einbau des Achslagers hat mein Großonkel übernommen (Hat ne Bühne), das waren 50€ Arbeitslohn.

 

Hätte ich alles selbst gemacht läge ich unter 500€^^

 

Besonders viel muss ich am Y eigentlich nicht machen, das war alles im Frühjahr 2014 :D Seither ist Ruhe (zumindest was kostspielige Dinge angeht).

 

EDIT: Warum sind jetzt eigentlich schon wieder einige Bilder riesig wenn man drauf klickt und andere normal? :D Habe alle mit der selben Kamera mit den selben Einstellungen fotografiert und alle gleich unbearbeitet hochgeladen. Irgendwie bekomme ich wohl nie einen Artikel hin bei dem alles direkt passt :D :D :(


04.01.2016 22:43    |    riep16

Freut mich für den neuen TÜV, wobei ich nicht mit dem Harz reparieren würde, wäre meines Wissens zumindest bei uns in Österreich auch gar nicht zulässig. Ändert ja nichts an der Problematik das er durchgerostet ist. :)


04.01.2016 22:54    |    HalbesHaehnchen

Ja, das darf man hier eigentlich auch nicht. Wegen diesen winzigen Löchlein im Unterboden jetzt aber eine riesige und vermutlich schweineteure Schweißerei (kann ich nicht selbst machen) anfangen halte ich aber für etwas unverhältnismäßig. Habe den Rost ja ordentlich entfernt und alles gut behandelt, da sollte unter dem Harz so schnell kein neuer entstehen. Diese Minilöcher sollten ja wirklich nicht stören.

Bei dem im Radlauf hinten rechts ist das was anderes. Ist halt super super super blöd zum Schweißen da und da das kein wirklich tragendes Teil ist hab ichs auch mal mit Gewebe und Harz zugemacht. Da werde ich beobachten wie es sich entwickelt.

Der Schweller wird gemacht werden müssen, da führt kein Weg dran vorbei. Der ist tragend und kann definitiv nicht mit Harz repariert werden :D


05.01.2016 03:23    |    Fensterheber169

Das mit dem Rostschutzmittel kenn ich. Hab ich einmal gemacht. So viel drauf bis es wieder fest ist und ab zum TÜV :)

 

Aber mal ganz ehrlich. Gefühlt habt ihr jetzt die Hälfte aller Y in Deutschland. Hab schon sehr lange keinen mehr in D fahren gesehen. In I dafür umso mehr.


05.01.2016 04:11    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

Das mit dem Rostschutzmittel kenn ich. Hab ich einmal gemacht. So viel drauf bis es wieder fest ist und ab zum TÜV :)

:D

 

Hier fahren außer unseren Y tatsächlich noch mindestens 4 weitere rum. Ein hellblauer, ein schwarzer, ein türkiser(?) und ein Königsblauer.

Auch ansonsten sieht man die hier nicht sooooo selten. Ein Polo 6n ist nicht häufiger.

Fährt man eine längere Strecke trifft man aber wirklich meist keinen einzigen auf 500Km, mit viel Glück vielleicht mal einen.

Der Bestand geht aber zzt. auch rapide zurück, vor einem Jahr waren noch 220 auf mobile.de inseriert, jetzt sinds noch knapp 140. In ganz Deutschland.

 

Aber auch in Italien haben wir kaum welche gesehen (aus der Baureihe), erst weit im Süden wird die Y-Dichte wirklich recht hoch. :D


05.01.2016 08:18    |    pico24229

Servus! 700€ sind echt nen guter Preis für 2 jahre :) (Y)

 

Bist du eigentlich mal den 86ps Motor im Y gefahren? -Der geht richtig voran! Fährt sich wie ein viel stärkerer Wagen :D


05.01.2016 09:06    |    PIPD black

Wieso trägst du Rostumwandler auf die mit Harz und Gewerbe geflickten Stellen auf?:confused:


05.01.2016 13:10    |    HalbesHaehnchen

Stimmt Pico, ich bin mit den 700€ auch vollends zufrieden, zumal die nächsten 2 Jahre insgesamt weniger kommen sollte :D

Den 16V bin ich tatsächlich noch nie gefahren, würde mich aber wirklich mal interessieren ;)

 

Für das Drumherum, PIPD. Eine zusätzliche Schicht schadet nicht und durch den Rostumwandler, der durchaus 1mm dick aufträgt wurde das ganze glatter und stabiler da er sich mit dem Harz verbindet. Hätte man sich aber vermutlich sparen können ;)


05.01.2016 21:34    |    Telsch

Schön dass der Ypsie wieder TÜV hat und damit hoffentlich fit für die nächsten zwei Jahre ist.

 

So selten ist der Y übrigens gar nicht. Von der 44kW Version sind in Deutschland zum 01.01.2014 noch 6270 zugelassen. Davon allerdings nur gut 10% auf Fahrer unter 29 Jahre, die Hälfte der Halter ist übrigens weiblich was ein relativ hoher Anteil ist.


05.01.2016 21:45    |    HalbesHaehnchen

Danke Telsch!

 

Ich dachte mir schon, dass er gar nicht soooo selten ist. Hier sieht man ihn, wie gesagt, so häufig wie einen Polo 6n.

Der Bestand wird die nächsten 2 Jahre aber stark sinken vermute ich.

 

Dass es eher ein "Frauenauto" ist war mir auch bekannt, hätte aber mit noch mehr als 50% Frauen gerechnet :D

 

Dass nur 10% der Halter unter 29 Jahre alt sind überrascht mich etwas, dachte, dass der Y oft von jungen Leuten (v.a. Frauen) gekauft wird, die knapp bei Kasse sind.

Andererseits haben viele jüngere den Wagen vielleicht über die Eltern versichert, wie ich auch :D Das verfälscht das Ergebnis sicher etwas.


05.01.2016 21:59    |    flo-95

@Telsch 6270? :eek: Vom aktuellen Swift Sport waren zum gleichen Zeitpunkt nur 4621 zugelassen und davon sind noch keine auf den Schrott gewandert etc. außer evtl. durch Unfälle.


05.01.2016 22:01    |    HalbesHaehnchen

Spricht für die Langzeitqualität des Y :D :p

Zumal da garantiert nicht überdurchschnittlich viel in die Wartung/den Erhalt investiert wird...

 

Der Y ist halt doch DAS Auto :D :D :D


05.01.2016 22:07    |    Telsch

@flo-95 Was hat der Swift denn für ne Schlüsselnummer?


05.01.2016 22:11    |    flo-95

HSN 8306 TSN ABX


05.01.2016 22:27    |    Telsch

Der Swift ist aber noch in der Steigungsphase da in Produktion. Allein ca. 1500 Neuzulassungen in 2014 in Deutschland.


05.01.2016 22:31    |    flo-95

Ja, aber 2016 soll wohl ein neuer kommen.


06.01.2016 00:15    |    Ben_F

Hier lässt sich niemand drüber aus, was da für ein pfusch betrieben wurde? Ich bin erstaunt..

Wenn ich von deinen reparaturen am unterboden wird mir schlecht.. Aber gut, dass muss jeder selber wissen mit was er rumfährt für mich ist das unfassbarer pfusch.

 

Auto fahren kostet geld und wenn man das nicht bereit ist zu investieren, sollte man sich ein busticket kaufen.


06.01.2016 01:33    |    Fensterheber169

@Telsch Schau mal bei der ersten Generation Twingo den fahren wirklich fast nur Frauen.

 

@Ben_F Warum sich drüber aufregen? Jeder versucht so billig wie möglich durchs Leben zu kommen. Und solange es nichts Sicherheitskritisches ist finde ich da nichts verwerfliches dran.

Die verdienen schon genug am Autofahrer.


06.01.2016 01:37    |    HalbesHaehnchen

Na sicher ist das Pfusch...und nun? Rosten wird es da so schnell nicht mehr, habe da schon Langzeiterfahrungen mit. Und diese < 1x1cm Löcher die schon da sind machen sicher keine Probleme. Also ist doch alles gut ;)

 

Ich bin bereit Geld zu investieren, sonst hätte ich die ZKD, den Zahnriemen (profilaktisch), den jährlichen Ölwechsel, die VDD, den Benzinfilter, die WaPu, das Achslager,...nicht gemacht.

Aber 500€ fürs Schweißen von Löchlein die fast vernachlässigbar sind? Ne...

 

Der Schweller wird ja wie gesagt noch ordentlich gemacht ;)

 

Grüße


06.01.2016 07:51    |    pico24229

@Ben_F finde es sinnvoll bei einem solchen Gebrauchtwagen die Reperaturen auch mal provisorisch durchzuführen. Warum in ein Auto mit Wert >1000€ ständig 100te Euros investierien wenn es auch anders geht.


06.01.2016 12:03    |    DK2001

Ich sehe das ganze auch extrem! Kritisch. Das ganze hat weder was mit fachgerechter Arbeit noch mit einer Reparatur zu tun. Der Haufen ist auch weiterhin tot...

 

@pico24229 Weil es manchmal halt erforderlich ist, in den sauren Apfel zu beißen...

@HalbesHaehnchen Dann sage ich Glückwunsch zum versenkten Geld... Entweder macht man es ganz oder gar nicht...


06.01.2016 12:15    |    Telsch

@RonPut Beim Twingo allgemein (wollte jetzt nicht alle Schlüsselnummern des ersten Twingo einzeln raussuchen) liegt der Anteil der weiblichen Fahrzeughalter zwischen 20 und 70%. Also u.U. schon höher, aber die 50% sind trotzdem relativ hoch ;)


06.01.2016 14:00    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

@HalbesHaehnchen Dann sage ich Glückwunsch zum versenkten Geld... Entweder macht man es ganz oder gar nicht...

:rolleyes: Nichts ist tot wegen solcher Minilöcher, die stören NIEMANDEN und werden auch nicht größer.

 

Damit, wenn das Fahrwerk u.ä. noch mitmachen, komme ich in 2 Jahren wieder LOCKER durch den TÜV.

 

Grüße ;)


06.01.2016 14:39    |    der_Derk

Eine dem Restwert angemessene Reparatur... ;)

 

Wundert mich eigentlich, dass der Y so rostet - ist doch eigentlich vollverzinkt, hab' auch noch nie einen Gammelnden gesehen (die beiden Eigenen eingeschlossen, auch wenn's schon länger her ist).

 

Das polternde Fahrwerk tritt häufig auf, sind die Buchsen an der Hinterachse. Kann man auch lange Zeit mit 'rumfahren, ohne dass es TÜV-relevant wird. Funktioniert der Heckwischer eigentlich noch (weil - das ist ja eigentlich der Y-Defekt-Klassiker)?


06.01.2016 15:03    |    HalbesHaehnchen

Die früheren und späteren Y sollen wohl besser sein, 1998-2000 (glaube ich) sind rosttechnisch die schlechtesten Y Baujahre (und da fällt meiner rein).

Soooo schlimm ists aber ja nicht. Die Minilöcher sind auf die katastrophale Pflege der Vorbesitzerin zurückzuführen, der Rost am Schweller kam, weil durch das Loch im Radlauf Wasser in den Schweller gelaufen ist (meine Vermutung).

 

Das Fahrwerk poltert vorne, aber wie gesagt nur wenns kalt ist und dann auch nicht besonders schlimm. Hinten ists einwandfrei.

 

Der Heckwischer geht noch, musste das Kabel aber schon mal löten am Übergang von Karosserie zu Heckklappe (ebenso wie beide Nummernschildbeleuchtungskabel). Damit er nicht festrostet wird er regelmäßig benutzt :D

 

Im Allgemeinen funktioniert alles an dem Wagen^^


07.01.2016 08:08    |    pico24229

@DK2001 Das bisschen Geld würde ich nicht als versenkt betrachten. Jetzt sieht der Wagen erstmal gut aus und das wird auch min. 1-2 Jahre halten, dass der Schreiber den Wagen noch so lange fährt halte ich für ungewiss. Aber dann steht er wenigsten beim Verkauf besser da. und viel gekostet hat die Rep ja nun nicht gerade...


07.01.2016 09:56    |    Ben_F

ach ein glück, dann soll der Käufer sich mit der zusammengeschusterten kiste rumplagen. Super Einstellung!


07.01.2016 13:40    |    HalbesHaehnchen

Naja, ich will und werde ihn jetzt erst mal nicht verkaufen. Daher muss sich auch kein anderer mit einer "zusammengeschusterten Kiste" rumärgern :D

 

Außerdem steht er, zumindest technisch, wirklich sehr ordentlich da.

 

Ansonsten ist dazu nun alles gesagt worden.


07.01.2016 14:56    |    Schlawiner98

Ich sehe auch noch recht häufig Y dieser Generation, aber wahrscheinlich auch nur, weil ich durch das 1/2 Hähnchen bedingt verstärkt auf dieses Modell achte :D


07.01.2016 16:36    |    DerBasse

So einen Blender mit geflicktem Schweller an ahnungslose Käufer abzugeben wäre natürlich höchst unmoralisch und ein arglistig verschwiegener Mangel.

 

Diese winzigen Löcher sind schon ok.


07.01.2016 16:44    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

So einen Blender mit geflicktem Schweller an ahnungslose Käufer abzugeben wäre natürlich höchst unmoralisch und ein arglistig verschwiegener Mangel.

Es wird nichts abgegeben und der Schweller, wenns Wetter besser ist, ordentlich gemacht. Wie gesagt :)

 

Blender wegen einem durchgerosteten Schweller (nur hinten, vll. 10x5cm) finde ich hart da das selbst in der Werkstatt kaum mehr als 200€ kosten wird. Und ganz fehlerfrei muss ein 16 Jahre alter Kleinwagen nun auch nicht sein.. ;)

Bis auf das ist er ja ziemlich einwandfrei soweit.


07.01.2016 17:01    |    DerBasse

Jo ich mag den Y auch. Für dich selbst ist das ja auch ok so weit.

 

Also unseren Twingo mussten wir wegen Rost untenrum abgeben. Die vorherige Besitzerin hat den aber wirklich null gepflegt. :D


07.01.2016 17:25    |    HalbesHaehnchen

Wenn man nichts gegen den Rost tut, ihm nicht vorbeugt, dann rafft er jedes Auto früher oder später dahin.

Bei meinem war bis auf den Unterbodenschutz ab Werk noch nie etwas gegen Rost unternommen worden, entsprechend kommt er nach 15 Jahren dann eben durch. Da kann man nichts dran ändern.

Die Vorbesitzerin (und einzige Besitzerin vor mir) von meinem hat diesbezüglich halt auch nichts gemacht, vermutlich wusste sie es einfach nicht besser. Etwas verwunderlich finde ich, dass niemals eine Werkstatt auf die Idee gekommen ist mal den Unterbodenschutz auszubessern.

 

Und sollte ich den Y wirklich mit unrepariertem Schweller abgeben, so werde ich den natürlich erwähnen (die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn so abgebe ist aber sehr sehr sehr sehr sehr gering :D)


07.01.2016 20:22    |    Anthosche

Naja, Unterbodenrost an mangelnder Pflege festzumachen halte ich für falsch. Ich durfte mal zwei Wochen beim TÜV Praktikum machen. Da waren Fahrzeuge unter 10 Jahre alt, die (bei relativ geringer Laufleistung) eine komplett verrostete Bodengruppe hatten. Unser 10 Jahre alter Astra H (145TKM auf der Uhr) wird auch 0 gepflegt, und er hat auch keine Rostprobleme. Was soll man denn auch tun? Jedes Jahr konservieren? Bei der Marke, wo das im 21. Jahrhundert noch notwendig ist, würde ich nicht mehr kaufen.


07.01.2016 20:52    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

Naja, Unterbodenrost an mangelnder Pflege festzumachen halte ich für falsch.

NUR daran festmachen sollte man ihn nicht, das stimmt. Mangelnde Pflege begünstigt Rost aber definitiv. Stellen, an denen der Unterbodenschutz nicht mehr perfekt ist (zB. weil man aufgesessen ist, den Wagenheber falsch angesetzt hat,...) sollten ausgebessert werden um Rost zu vermeiden, eine Hohlraumkonservierung kann nicht schaden (v.a. bei älteren Autos).

Es kommt aber natürlich auch auf das Modell an. Da gibts welche die von Werk aus schlecht geschützt sind (zB. Chevrolet Matiz), auf der anderen Seite aber welche, die ordentlich geschützt sind (in der selben Fahrzeugklasse: Citroen C1 und die 2 baugleichen Derivate).

Das ist klar.

 

Wir reden hier btw. von einem Auto was seit 1995 gebaut wird ;) Damals war Rost bei fast jedem Hersteller noch ein Thema.


07.01.2016 23:14    |    Anthosche

Mein Text kam wohl etwas falsch rüber, sorry. Es ging mir nicht explizit um deinen Ypsie sondern generell um die Diskussion bezüglich der Notwendigkeit zur Rostprävention. Ich spreche dabei von Autos, die im 21. Jahrhundert entwickelt und gebaut wurden. Bei den einen Autobauern gibt es mehr, bei den anderem weniger Probleme mit Rost. Es ist aus meiner Sicht also eher markenspezifisch ob ein Fahrzeug zur Rostbildung neigt, weniger die Pflege.


07.01.2016 23:31    |    HalbesHaehnchen

Da bin ich voll bei dir. Bei Autos, die im 21 Jh. entwickelt wurden, sollte eine nachträgliche Rostvorsorge nicht mehr nötig sein (Defekte im Unterbodenschutz o.ä. MÜSSEN dennoch ausgebessert werden, und das ist für mich Pflege. Tut man das nicht entsteht Rost :)).

Bei eben diesen Autos aus dem 21 Jh. ist es auch tatsächlich überwiegend so, dass Rost kein Thema mehr ist (Ausnahmen waren zB. Mazda und Nissan) und es eben stark auf die Marke ankommt was den Rost angeht.

 

Bei Autos aus den 90ern (und darum geht es hier wohl vornehmlich) war das aber nicht so. Da war ein Auto OHNE Rostprobleme viel mehr die Ausnahme als die Regel. Will man ein Auto aus Mitte der 90er 15+ Jahre rostfrei halten, so MUSS man konservieren, pflegen, etwas gegen den Rost tun. Sonst wird das nichts (natürlich gibt es auch Ausnahmen, der Audi A4 B5 zB.).

 

Und eben deshalb kann man Unterbodenrost durchaus an mangelnder Pflege festmachen, aber eben v.a. bei älteren Autos (90er oder älter) um die es hier aber in erster Linie geht. (im geringeren Maße aber durchaus auch bei neueren Autos) :)


08.01.2016 07:55    |    DerBasse

Unser Twingo war von 98, hatte mehrere Unfälle und der Wagenheber musste von der Vorbesitzerin auch mehrmals genutzt werden.

Alle Reparaturen waren extrem notdürftig gemacht. Viel schlechter als beim Hähnchen.

Das Teil musste rosten wie Sau.

 

Wir waren echt erleichtert als endlich ein Fähnchenhändler vorbei kommen wollte und ihn mitnahm. :D


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