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Haehnchens Blog

Die Geschichte meines Lancia Y 840

24.02.2018 21:39    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (170)    |   Stichworte: 1er, BMW, E87 (Fünftürer)

Hallo,

 

ich wollte schon länger mal wieder was neues im Fuhrpark haben, da er seit meinem Mazda MX5 NBFL Projekt, welches sich von September 2016 bis März 2017 zog, unverändert war.

So habe ich seit Mitte 2017 immer mal wieder nach einem Auto geschaut, welches mir gefallen könnte. Allerdings nie mit wirklich ernsthaften Kaufabsichten.

Ernsthaft wurden diese erst, nachdem ich seit September beruflich ~100Km am Tag zurücklegen muss und darauf auf Dauer mit meinem Lancia Y keine Lust habe. Zumal der nur noch TÜV bis 12/17 hatte und neuer TÜV äußerst fraglich war.

So habe ich meine Suche ab Dezember 2017 intensiviert und beschlossen, dass es ein kleineres Auto mit potentem Dieselmotor sein soll.

 

Was genau es werden soll, stand da noch nicht fest. Das änderte sich, als ich auf einem Treffen den M135i von Wollschaaf gefahren bin und zuvor auch schon absolut begeistert vom 118d von plaustri20 war: Es soll ein 1er werden. Am liebsten als Vorfacelift e87 120d ohne DPF (robuster, kräftiger Motor und kein potentiell kaputt gehender DPF).

Stattdessen wurde es dann letztendlich ein 2008er Facelift e87 120d mit DPF. Die Ausstattung ist gut: Navi, Klimaautomatik, Schiebedach, Sitzheizung, 4x E-Fenster, Mufu, abnehmbare AHK,...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steuerkettenprobleme sind da inklusive. Meiner machte nur leise Schabgeräusche. Da ich solche Dinge überhaupt nicht ab kann, habe ich mich ziemlich schnell dazu entschlossen, den Kettentrieb komplett zu erneuern. Und wenn man schon mal alles auseinander hat, dann gibts auch gleich ein neues Zweimassenschwungrad und eine neue Kupplung. Schadet nach 140tkm sicher nicht.

Also habe ich mich erkundigt, wie und wo ich die Sachen am besten tauschen kann.

Shibi_ hatte relativ spontan Zeit. Außerdem verfügt er über ordentliches Werkzeug, eine Garage und einen Motorkran - perfekt.

Motor und Getriebe raus, Teile tauschen, alles wieder zusammen setzen. Wenn es in der Praxis nur auch so einfach wäre..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So waren wir 5 Tage lang in der Garage beschäftigt, während andere Fastnacht gefeiert haben (geplant waren eigentlich 3 Tage, länger hatte ich auch keine Zeit. Eigentlich. Naja, 2 Fehltage in der Berufsschule sind verkraftbar) :D

Wobei wir an 2 der 5 Tage quasi nichts tun konnten, da wir auf einen Gleithammer, den wir bestellt hatten, warten mussten, nachdem sich der 4. Injektor nicht lösen lies. Mit dem Gleithammer ging es dann völlig problemlos.

Spontan besorgten wir dann noch einen neuen Rillenriemen, da der alte ziemlich rissig war.

Insgesamt beliefen sich die Materialkosten auf ca. 900€. Absolut OK für ein neues Zweimassenschwungrad, eine neue Kupplung, einen neuen Kettentrieb, einen neuen Keilriemen, Öl, Kühlwasser, diverse Dichtungen und Spezialwerkzeug (natürlich alles Markenteile von LUK, INA o.ä.).

Als wir am 5. Tag nach einigen Höhen und Tiefen dann ziemlich spät am Abend fertig waren, starteten wir den Motor hoffnungsvoll. Er sprang direkt an und klang völlig gesund (die alten Ketten waren aber nicht einen Millimeter gelängt...die Geräusche kamen bei mir von welligen Gleitschienen). Allerdings gingen im selben Moment diverse Fehlermeldungen im Kombiinstrument an:

-Lenkunterstützung ausgefallen

-DTC ausgefallen

-Reifendruckkontrollsystem ausgefallen

-Kraftstoffpumpe defekt

Weiterhin ging der Drehzahlmesser nicht und der Bordcomputer spielte verrückt.

SCHEIßE.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naja, egal. Es ging auf eine kurze Probefahrt...leider war auch die ernüchternd: Starke Vibrationen unter Last, vor allem zwischen 40 und 70 Km/h.

Da ich absolut keine Lust und Zeit mehr hatte, das Auto vor Ort nochmal auseinander zu schrauben, beschloss ich, einfach so die 250Km nach Hause zu fahren. Auf halbem Weg fing der Drehzahlmesser plötzlich an auf und ab zu tanzen, die Fehlermeldungen gingen mal aus, mal an. Da stand für mich fest: Es muss irgendwo ein Stecker nicht richtig sitzen, feucht sein, oder ein Kabel einen Wackelkontakt haben.

So war es letztendlich auch. Heute hatte ich die Elektronikbox nochmal freigelegt, alle Stecker nochmal ausgesteckt, gereinigt und dünn mit Kontaktspray benetzt, jetzt sind die Fehler weg. Seit 70Km und 10 Minuten rütteln an den Kabeln :D

Ebenso habe ich mich heute um die Vibrationen gekümmert. Das Mittellager der Kardanwelle war falsch herum eingebaut - doofer Fehler.

Jetzt läuft der Wagen auf alle Fälle komplett fehlerfrei und sollte die nächsten Jahre ohne zu große Probleme mitmachen.

Ich bin gespannt, wie der 1er sich im Alltag bewährt. Bisher bin ich begeistert von dem Wagen. Fährt sich toll, hat mit der ersten Tankfüllung nur 4,9l auf 100Km verbraucht (bei 177 PS) und der Komfort, den der 1er bietet, ist auch mal eine nette Abwechslung zu dem, was ich von Y und Mx5 gewohnt bin.

 

An meinen anderen Autos hat sich auch wieder einiges getan, mal sehen, wann ich mich dazu aufraffen kann, dazu mal wieder was zu schreiben :D

 

PS: Der BMW kam nicht statt dem Y, sondern zusätzlich zum Y...zumindest vorerst :D

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22.04.2017 17:32    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 840, Lancia, Y

So, heute soll es mal wieder einen Artikel zu meinem Lancia Y geben.

Zu dem hatte ich nun ja schon ewig nichts mehr geschrieben.

Woran lag das? Daran, dass an dem Wagen nichts zu tun war. 2016 lief das Auto einfach nur, es musste nichts investiert werden.

 

Gut, etwas gab es 2016 doch noch: Im Herbst fuhr mir ein Kind mit dem Fahrrad in den geparkten Y. Der Schaden wurde fiktiv abgerechnet, somit bekam ich am Ende nach allem Pipapo 700€. Darf wegen mir gerne öfter passieren :D :p

Repariert habe ich den Schaden noch nicht, das werde ich aber demnächst in Angriff nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 gab es jetzt wieder ein bisschen was technisches zu tun. Die Fahrwerksfeder hinten links war gebrochen (obwohl sie erst 2012 vom Vorbesitzer gewechselt wurde und noch keinerlei Rostansätze o.ä. zeigte), ebenso war das Flexrohr stark undicht (das war schon den ganzen Winter über der Fall, da hatte ich aber mangels Garage keine Lust das zu wechseln).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fangen wir mit dem Flexrohr an:

 

Ich habe beschlossen, das ganze Hosenrohr zu tauschen und nicht nur ein neues Flexrohr unter das Auto zu klemmen (ist kaum teurer und einfach eine sauberere Arbeit).

 

Die drei Schrauben am Flansch vom Hosenrohr zum Krümmer hin gingen überraschenderweise alle problemlos auf, erst bei den beiden Schrauben am Flansch vom Hosenrohr zum Kat war es wie befürchtet: Die Schrauben gingen nicht auf beziehungsweise waren gar nicht mehr vorhanden. Tatsächlich waren die ehemaligen Schrauben mit Muttern nur noch braune Stäbe mit einer Verdickung :D

Also musste die Flex her (ich hasse es unter dem Auto liegend zu flexen). Vorsichtig habe ich die Schrauben abgeflext, drehte noch die Lambdasonde aus dem Hosenrohr und konnte dieses dann problemlos abnehmen.

Es sah wirklich verheerend aus (siehe Bilder oben).

Anschließend musste ich die abgeflexten Schrauben aus dem Flansch vom Katalysator bohren (absolute Scheißarbeit), als das erledigt war habe ich das neue noname Hosenrohr montiert.

Es war leicht zu montieren und dicht, leider stieß das Flexrohr stark an den Fahrzeugrahmen und war nur noch wenige mm von der Antriebswelle entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnell stand fest: So kann das nicht bleiben. Also habe ich das Rohr wieder abgeschraubt, zurückgeschickt, mein Geld wieder bekommen und ein neues Markenteil bestellt.

Kostete zwar 35€ mehr, dafür passt es jetzt perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Zuge dieser Reparatur habe ich die gebrochene Feder hinten links bemerkt und im Strahl gekotzt.

Schnell im Internet recherchiert wie kompliziert es ist die Feder zu tauschen, gesehen dass es extrem einfach ist, eine Markenfeder bestellt (auf unpassende Billigscheiße habe ich keinen Bock mehr), zwei Federspanner für 10€ mitbestellt (die haben völlig ausgereicht) und auf gutes Wetter gewartet.

Als das Wetter gepasst hat, ging es dann ans Werk:

 

Auto aufbocken, Rad abnehmen, Stoßdämpfer abschrauben, die alte Feder mit dem Federspanner spannen, die Achsschwinge runterklappen, die Feder entnehmen, die neue Feder spannen und einsetzen, den Stoßdämpfer wieder festschrauben, das Rad wieder montieren, fertig :D

 

Das war wirklich keine große Sache, ging völlig ohne Komplikationen von statten und war in kürzester Zeit erledigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt steht noch ein Ölwechsel an und neue Zündkerzen soll der kleine bekommen, dann ist erst mal wieder Ruhe – hoffe ich.

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08.04.2017 01:25    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: 2 (NB), Mazda, MX-5

Hallo,

 

heute geht es um den Zahnriemenwechsel am Mazda MX5 NA NB und NBFL (1989-2005). Diese Anleitung sollte ziemlich idiotensicher sein, der Motor ist es im übrigen auch (da Freiläufer). Der Zahnriemenwechsel gestaltet sich bei den 1.6er Motoren ziemlich identisch wie bei den 1.9ern. Der Zahnriemenwechsel ist bei allen MX5 von 1989-2005 alle 90.000Km ODER 6 Jahre fällig.

 

Hier meine bebilderte Anleitung am Beispiel eines 1.9er NBs (andere Modelle können leicht vom gezeigten abweichen):

 

Benötigtes Werkzeug:

 

-Ratsche

-10er Nuss, 12er Nuss, 14er Nuss, 21er Nuss

-Wagenheber

-Auffangschale

-ggf Schlagschrauber, ggf Verlängerung

-Spitzzange

-Kreuzschlitzschraubenzieher

 

1. Motor freilegen.

 

- Zündkabel müssen abgezogen werden (ggf ein Foto machen, damit man sie am Ende wieder in der richtigen Reihenfolge anbringen kann)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Der dicke Luftschlauch muss entfernt werden (links und rechts befindet sich jeweils eine Schraubschelle, am dünnen Schlauch befindet sich eine Klemmschelle; rot markiert auf dem Bild)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Der große Unterfahrschutz aus Kunststoff muss demontiert werden (dafür braucht man einen Wagenheber, die Schrauben sind auf dem Bild rot markiert)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Der Stabilisator (Stange, die unten vor dem Motor verläuft) muss demontiert werden (zwei 12er Schrauben auf jeder Seite. Siehe Bild)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Zentralschraube der Kurbelwellenriemenscheibe öffnen

 

Das kann auf verschiedene Weisen geschehen (wichtig ist es, die Schraube schon ein paar Tage vorher mit Rostlöser einzusprühen):

 

- Mit dem Schlagschrauber (im Auto höchsten Gang einlegen, Handbremse anziehen und los gehts).

 

- Mit einem langen Hebel (~1m, dafür muss allerdings das Thermostat bzw vor allem dessen Gehäuse ausgebaut werden, auch hier wird wieder der höchste Gang eingelegt und die Handbremse gut angezogen)

 

- Mit dem Anlasser (einen ~50cm langen Hebel auf die Schraube setzen und mit dem Boden verkeilen, Anlasser kurz betätigen. Hierfür MÜSSEN die Zündkabel ausgesteckt sein, damit der Motor auf keinen Fall anspringen kann). Auf eigene Gefahr, hierbei kann man sich theoretisch seinen Anlasser zerstören.

 

Die Schraube wird nur gelöst, nicht herausgedreht!

 

 

3. Keilriemen entfernen

 

- Als erstes löst man die drei Befestigungsschrauben der Wasserpumpenriemenscheibe (wenn die Riemen abgenommen sind, ist das nur noch schwer möglich). Man löst sie nur, man dreht sie nicht heraus!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-Dann nimmt man den Riemen der Servopumpe ab. Hierfür werden als erstes die auf dem Bild rot markierten Schrauben gelöst. Eine versteckt sich hinter der Riemenscheibe, diese muss durch die Schlitze in der Riemenscheibe gelöst werden. Die auf dem Bild grün markierte Schraube muss weit herausgedreht werden.

Nun kann man die Servopumpe mit etwas Kraft nach unten drücken und den Riemen abnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

-Nun nimmt man den Riemen der Lichtmaschine ab. Dafür werden die auf dem Bild rot markierten Schrauben gelöst. Die grün markierte muss wieder weit herausgedreht werden. Nun kann man die Lichtmaschine nach rechts drücken wodurch der Riemen locker wird und sich abnehmen lässt.

Jetzt kann auch die Riemenscheibe der Wasserpumpe abgenommen werden, deren 3 Schrauben vorhin gelöst wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Ventildeckel entfernen

 

-Die Zündspulen müssen vom Ventildeckel losgeschraubt werden (zwei 12er Schrauben hinten am Ventildeckel, auf dem Bild blau markiert)

-Der Nockenwellensensor und ein Kabelhalter müssen losgeschraubt werden (grün markiert)

-Die 11 Schrauben des Ventildeckels müssen herausgedreht werden (rot markiert)

 

Nun kann man den Ventildeckel abnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

5. Zahnriemenverkleidungen demontieren

 

Es gibt insgesamt drei Verkleidungsteile.

-Das obere ist mit 4 Schrauben befestigt, diese müssen herausgedreht werden (siehe Bild).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-Das mittlere Verkleidungsteil ist mit einer Schraube befestigt, diese muss herausgedreht werden.

-Das untere ist mit 3 Schrauben befestigt, diese müssen herausgedreht werden. Zuvor muss allerdings der Motor noch auf OT gedreht werden (an der Kurbelwellenriemenscheibe finden sich zwei Einkerbungen, die linke davon muss auf OT stehen. Ebenso müssen die Markierungen der Nockenwellenräder mit den Markierungen auf dem Motor fluchten (siehe Bild)) und die Kurbelwellenriemenscheibe abgenommen werden (dafür muss nur die 21er Schraube raus, nicht aber die 4 10er Schrauben in der Riemenscheibe).

 

 

 

 

 

 

6. Kühlwasser ablassen

 

Hierfür dreht man den Verschluss unten am Kühler auf und öffnet den Kühlerdeckel. Auffangbehälter unterstellen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Kühlwasserschläuche lösen und Zahnriemen abnehmen

 

Nun werden die auf dem Bild rot markierten Kühlwasserschläuche abgezogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend wird die Spannrolle des Zahnriemens gelöst (rot markiert) und die Spannfeder ausgehängt (grün markiert).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun kann der Zahnriemen abgenommen werden (wenn man allein ist, macht es ggf Sinn die Nockenwellenräder mit Kabelbindern so zu fixieren, dass sie sich nicht drehen können wenn man den Zahnriemen abnimmt...damit sie auf den Markierungen stehen bleiben).

 

8. Neuen Zahnriemen auflegen

 

Nun wird der neue Zahnriemen aufgelegt (darauf achten, dass die Markierungen alle korrekt stehen, ggf justieren).

Wenn der Zahnriemen aufgelegt ist, montiert man die untere Zahnriemenverkleidung wieder, bringt die Kurbelwellenriemenscheibe wieder an (Anzugsdrehmoment der Schraube: 150NM), hängt die Spannfeder für die Spannrolle wieder ein und dreht den Motor zwei mal von Hand durch. Nun werden die Markierungen nochmal kontrolliert, wenn diese stimmen wird die Spannrolle wieder angezogen (Anzugsdrehmoment der Spannrollen: 45NM).

 

9. Alles wieder zusammenbauen

 

-Nun werden die Zahnriemenverkleidungen wieder montiert

-Die Kühlwasserschläuche werden wieder angesteckt

-Der Ventildeckel wieder drauf geschraubt (Der Nockwenwellensensor wird wieder montiert, die Zündspulen wieder angeschraubt,..)

 

10. Keilriemen spannen

 

Wenn am Motor alles, abgesehen von den Keilriemen, wieder montiert ist, kommen diese wieder dran.

 

Zuerst wird die Riemenscheibe auf der Wasserpumpe wieder montiert (die mit den 3 10er Schrauben, die Schrauben werden jetzt noch nicht fest angezogen).

 

Anschließend wird der Keilriemen der Lichtmaschine wieder aufgelegt. Die grün markierte Schraube wird nun so lange hineingedreht, bis der Riemen ausreichend gespannt ist (der Riemen sollte an einer Stelle, wo er lange nichts berührt, ohne großen Kraftaufwand mit zwei Fingern um 90° verdrehbar sein). Man spannt den Riemen lieber zu schwach als zu stark. Ein zu stark gespannter Riemen kann auf Dauer die Lager der von ihm angetriebenen Aggregate zerstören. Außerdem ist es einfach einen Riemen nachzuspannen, sollte er durchrutschen ;)

Wenn der Riemen gespannt ist, zieht man die auf dem Bild rot markierte Schraube wieder an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wird der Keilriemen der Servopumpe wieder aufgelegt und mit der grün markierten Schraube gespannt. Der Riemen wird genau so stark gespannt wie der andere. Wenn er gespannt ist werden die rot markierten Schrauben wieder angezogen (die versteckte nicht vergessen!).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11. Kühlwasser auffüllen und verbleibende Teile montieren

 

Nun wird das Kühlwasser wieder aufgefüllt. Zuerst wird der Verschluss unten am Kühler wieder verschlossen, falls noch nicht getan, anschließend wird so lange Kühlwasser in den Kühler gekippt (in den Kühler, nicht in den Ausgleichsbehälter), bis dieser randvoll ist.

Nun wird der Ausgleichsbehälter bis zur "Max" Markierung mit Kühlwasser gefüllt.

Anschließend wird der Kühlerdeckel geschlossen (der Deckel des Ausgleichbehälters darf gerne offen bleiben).

Jetzt wird der Stabilistator, der dicke Luftschlauch und der Unterfahrschutz wieder montiert.

Danach, wenn alles wieder montiert ist, keine Teile mehr übrig sind, alle Schrauben fest sitzen, wird der Motor gestartet und so lange laufen gelassen, bis der Kühlerlüfter anspringt (die Heizung steht die ganze Zeit auf volle Pulle!). Da sich höchstwahrscheinlich noch Luft im Kühlsystem befindet, wird der Wasserstand während diesem Probelauf im Ausgleichsbehälter sinken und muss wieder aufgefüllt werden. Auch die nachfolgenden Tage sollte man den Kühlwasserstand im Auge behalten.

 

Fertig.

 

Ich übernehme natürlich keine Haftung, sollte jemand seinen Motor kaputt machen, auch wenn das sehr schwierig sein dürfte, da man eigentlich nichts tun kann, was diesen wirklich schädigt (gut, man sollte ihn natürlich nicht ohne den Wasserpumpenkeilriemen oder ohne Kühlwasser laufen lassen :D)

 

PS: Wenn man den Zahnriemen wechselt empfiehlt es sich, die Spannrollen des Zahnriemens, die Keilriemen, die Nockenwellensimmerringe und den vorderen Kurbelwellensimmerring gleich mitzutauschen.

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03.03.2017 19:21    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 2 (NB), Mazda, MX-5

Hallo,

 

heute geht es um den Wechsel des Benzinfilters vom Mazda MX5 NA, NB und NBFL (1989-2005).

 

Vorwort:

 

Der Benzinfilter der oben genannten Mazda MX5 muss laut Hersteller alle 6 Jahre oder 90.000Km getauscht werden, je nachdem was zuerst eintritt.

Den Filter gibt es günstig im Internet zu kaufen, der Wechsel ist auch für einen Laien ohne Probleme schaffbar.

Der Filter sitzt vor dem rechten Hinterrad (Beifahrerseite).

 

Schritt 1:

 

Auto hinten rechts aufbocken, Rad abnehmen (Das Rad kann man theoretisch auch montiert lassen, wenn man es abnimmt hat man aber mehr Platz).

 

Schritt 2:

 

Die Kunststoffverkleidung, die den Benzinfilter verdeckt, entfernen. Dazu müssen vier kreuzschlitz-Spreizschrauben aus Kunststoff gelöst werden (davon gehen garantiert mindestens zwei kaputt, eine davon muss man bei bestimmten Sondermodellen mit zusätzlichen Verstrebungen sogar abreißen (auf dem Foto grün markiert), weil sie von einer Querstrebe verdeckt ist. Davon, diese Querstrebe zu entfernen, rate ich unbedingt ab, die Wahrscheinlichkeit, dass die Befestigungsschrauben der Strebe abreißen ist nämlich sehr groß. Da ersetzt man lieber die Kunststoffschraube). Die Schrauben lassen sich am besten lösen, wenn man möglichst wenig Druck auf sie ausübt!

Wenn man die vier Schrauben entfernt hat kann man die Kunststoffverkleidung nach oben wegklappen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3:

 

Jetzt wird der alte Benzinfilter entfernt. Das geht recht einfach, als erstes entfernt man die 10er Sechskantschraube, die die Schelle, welche den Filter festhält, zusammenpresst (auf dem folgenden Bild grün markiert). Nun sollte der Filter locker sein. Anschließend müssen die Benzinschläuche vom Benzinfilter entfernt werden, dazu drückt man die weißen Halter an den Steckern (auf dem folgenden Bild rot markiert) zusammen und zieht die Schläuche inklusive Stecker ab. Für das zusammendrücken der weißen Halter habe ich eine Zange benutzt, mit den Fingern konnte ich nicht genügend Kraft auf sie ausüben. Es ist ratsam, zuerst den unteren Schlauch zu entfernen, aus diesem strömt nämlich endlos Benzin nachdem man ihn abgezogen hat (zieht man zuerst den oberen ab, dann strömt direkt endlos Benzin aus dem Benzinfilter und anschließend endlos Benzin aus dem unteren Schlauch, wenn man diesen abzieht). Ich habe einen Silikonstopfen in den Schlauch hineingesteckt um den Benzinfluss zu stoppen. Aus dem oberen Schlauch kommt nur ganz kurz Benzin.

Wenn die Schläuche entfernt sind kann man den Benzinfilter aus der Schelle nehmen. Die beiden weißen Halter nimmt man jetzt vorsichtig (die gehen sehr schnell kaputt) vom alten Filter ab und steckt sie auf den neuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 4:

 

Jetzt wird der neue Filter eingebaut. Das gestaltet sich recht einfach, man legt den Filter wieder in die Schelle und steckt die Benzinschläuche wieder an. Die Schelle hat eine kleine Einkerbung, der Filter eine kleine Erhebung, hier gilt es zu beachten, dass sich bei der Montage die Erhebung des Filters in der Kerbe der Schelle befinden sollte. Jetzt kann man die Schelle mit der 10er Schraube wieder festziehen.

 

Schritt 5:

 

Die Kunststoffverkleidung wieder montieren. Dazu klappt man die Verkleidung einfach runter und montiert die Spreizschrauben wieder (wenn man welche kaputt gemacht hat kann man diese im Netz nachbestellen).

 

Schritt 6:

 

Rad montieren und Auto wieder ablassen.

Fertig.

 

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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12.09.2016 23:02    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: 2 (NB), defekt, Fensterheber, Mazda, MX-5, Reparaturanleitungen MX-5

Hallo,

 

ich möchte hiermit eine neue Blogrubrik eröffnen. Darin soll es um (zT. hausfrauentrickartige) Reparaturen am Mazda MX-5 NB gehen (Vieles davon dürfte auf den MX-5 NA und NBFL übertragbar sein).

Angefangen wird mit einem Fensterheberproblem, welches sehr oft auftritt: Der Fensterheber öffnet die Scheibe nur noch zu einem Drittel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorwort:

 

Das Problem tritt auf, weil der Clip, welcher das Fensterheberseil in Position hält, aus seiner Halterung bricht (Materialermüdung durch das Alter).

Dadurch bleibt die Scheibe beim Herunterfahren an diesem Seil hängen (nach eben diesem Drittel).

Wenn man mit diesem Problem in die Werkstatt fährt, dann wird garantiert unnötigerweise der komplette Fensterhebermechanismus für viel Geld erneuert.

 

Hier meine kostenlose, dauerhafte Reparatur:

 

1. Türverkleidung demontieren.

 

Dafür müssen drei Clips und drei Schrauben aus der Türverkleidung entfernt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend zieht man vorsichtig an der Türverkleidung, um die Clips, die neben den von außen zu entfernenden Clips und Schrauben vorhanden sind, aus ihren Halterungen zu ziehen.

Nun hängt die Türverkleidung lose da und kann nach obenhin ohne großen Kraftaufwand herausgenommen werden. (Vorsicht: Der in der Türverkleidung installierte Hochtöner muss ausgesteckt werden)

 

2. Folie hinter der Türverkleidung soweit lösen, dass das große Loch links (bzw auf der Beifahrerseite rechts) vom Lautsprecher frei ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorsicht: Das Zeug, womit die Folie befestigt ist, sollte auf keinen Fall auf irgendwelche Textilien kommen. Man bekommt die Sachen nur sehr schwer wieder sauber.

 

3. Das lose Seil, welches die Scheibe blockiert, mit einem Kabelbinder (oder Kabel, Draht, etc) am Türblech fixieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hierzu führt man den Kabelbinder durch das obere Loch ins innere der Tür, um das Fensterheberseil herum und unten wieder raus.

Vorsicht: Kabelbinder nicht zu fest anziehen, sonst könnte/wird dieser nach einiger Zeit brechen.

 

 

 

 

 

 

 

4. Alles wieder zusammenbauen und sich über ein funktionierendes E-Fenster freuen ;)

 

Natürlich kann man auch den Clip erneuern. Das ist aber sehr umständlich, kostet etwas und führt keinesfalls zu einem besseren Ergebnis. Die Beifahrerseite habe ich bei mir vor über einem Jahr mit einem Kabelbinder repariert, sie funktioniert noch immer einwandfrei ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Falls Fragen offen bleiben: Einfach stellen. :)

 

Tipp: Wenn man die Türverkleidung schon mal abgebaut hat, kann man die zwei Laufbahnen der Fenstermechanik gleich schmieren.

Dadurch fahren die Scheiben bei mir nun locker doppelt so schnell hoch und runter.

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09.08.2016 22:53    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: 2 (NB), Mazda, MX-5

So, jetzt wo ich meinen Mazda MX-5 ziemlich genau ein Jahr lang habe, möchte ich mal wieder etwas dazu schreiben.

Ich hatte ja schon ein Mal einen Artikel zu dem Wagen erstellt, in diesem Artikel hier wird es daher um die Dinge gehen, die seit dem letzten Artikel (Oktober 2015) geschehen sind.

 

Im letzten Jahr passierte nicht mehr viel, da der Wagen nur saisonal von März bis November zugelassen ist. So habe ich bei schönem Wetter noch die eine oder andere kleine Ausfahrt gemacht bevor ich den Wagen Ende November dann vollgetankt, (wichtig, der Stahltank rostet sonst gerne im Inneren), den Luftdruck der Reifen erhöht und das Hardtop montiert habe.

Nennen könnte man auch noch den Verkauf der 15 Jahre alten Winterreifen auf verrosteten Stahlfelgen, die bei dem Wagen dabei waren und dafür sprechen, dass der MX-5 nur sehr wenig im Winter bewegt wurde, für 50€. :D

 

Während der Winterpause wurde dem Wagen dann die ein oder andere kleine Ausfahrt hier im Örtchen (es wird hier kein Salz gestreut), gegönnt, die Batterie alle zwei Wochen ans Ladegerät gehängt (ich lies die Batterie über den Winter eingebaut) und der Luftdruck der Reifen ein Mal im Monat angepasst. Wann immer das Wetter schön war, habe ich sämtliche Türen und Klappen von meinem MX-5 geöffnet damit er nicht auf die Idee kommt, mit dem Schimmeln anzufangen. Er musste nämlich leider im Freien überwintern. So blieb ihm nicht die Feuchtigkeit, aber immerhin das Salz erspart.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die dreimonatige Pflichtpause war ruck zuck vorüber, leider war das Wetter im März erst mal mehr als schlecht und es wurde noch fleißig Salz gestreut weshalb der Wagen die ersten drei Märzwochen nicht bewegt wurde.

 

Als das Wetter dann mal etwas wärmer war, habe ich dem Auto Ende März in Hinblick auf die bevorstehenden Treffen einen Satz neuer Öle spendiert.

Genauer: Neues Getriebeöl, neues Motoröl und neues Differentialöl.

Getriebe- und Differentialöl waren längst überfällig, laut Mazda gehören die alle 90tkm neu. Mein Mazda hatte zu dem Zeitpunkt aber schon 133.000Km auf der Uhr. Die beiden Öle sahen auch wirklich nicht mehr gut aus: Dunkel, muffig und mit kleinen schwarzen Feststoffen gespickt (ich weiß nicht, was genau das für Feststoffe waren...man konnte sie mit etwas Kraftaufwand zwischen den Fingern verreiben, magnetisch waren sie nicht). Die magnetischen Ölablassschrauben waren voller feiner Metallspähne.

Dass der Wagen sich seit dem Getriebeölwechsel anders/besser schaltet als vorher (das schreiben und sagen ja immer sehr sehr viele Leute oder Hersteller), kann ich nicht behaupten. Ich bemerke da keinerlei Unterschiede.

Kleiner Tipp: Kommt niemals auf die Idee, das wirklich sehr dickflüssige Differentialöl bei unter 10°C im Freien zu wechseln, so wie ich es gemacht habe (ich kam in den Abend rein weil die anderen Ölwechsel zu lange dauerten). Es ist eine Qual das Öl, welches die Konsistenz von Waldhonig hat, in das Differential zu quetschen.

Das Motoröl war zwar erst seit 12tkm im Einsatz, dafür aber auch schon zwei Jahre weshalb dieses auch dringend neu musste.

Vorher war 10W60 drin, ich bin nun auf 5W50 gegangen weil ich das 10W60 für etwas übertrieben hielt, muss aber sagen, dass der Motor mit dem 10W60 ruhiger lief. Vielleicht werde ich das beim nächsten Ölwechsel wieder ändern ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So traf ich mich Ende März mit Luke-R56 und Telsch, durfte endlich mal einen MX-5 NA fahren, den ich wirklich sehr toll fand. Der NA ist dem NB aber seeeeeehr ähnlich. Luke hat seinen MX-5 sinnvoll modifiziert was mich seit dem Treffen auch regelmäßig ins Grübeln bringt. Die ein oder andere Modifikation würde meinem NB sicher auch gut stehen. :D

 

 

 

 

 

 

Anfang April stand dann das nächste Treffen, nämlich das am Nürburgring an. Hier habe ich zum ersten Mal Mitfahrer via Mitfahrzentrale mitgenommen und wurde positiv überrascht. Alles klappte einwandfrei und ich habe über 50% meiner Spritkosten bezahlt bekommen. Trotzdem, dass der MX-5 ein Zweisitzer ist und ich somit jeweils nur einen Mitfahrer mitnehmen konnte! Bei ~1000Km Fahrt freut sich der Geldbeutel da doch schon ganz ordentlich. :D

 

Auf dem Treffen selber habe ich den MX-5 dann, ziemlich übermüdet (im Nachhinein finde ich, dass ich mir diese Runde sparen hätte sollen), über die Nordschleife pilotiert. Wir fuhren eine wunderschöne Eifelrundfahrt und der Wagen wurde von etlichen Leuten probegefahren, das Feedback war eigentlich ausschließlich positiv. Nur das Platzangebot hat dem ein oder anderen zu schaffen gemacht. Auch ich mit meinen 1,82m streife, wenn das Verdeck zu ist, mit dem Kopf daran.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten zwei Monate waren wieder ruhig. Bei schönem Wetter habe ich den MX-5 im Alltag eingesetzt, wenn ich Lust hatte gab es auch immer mal wieder eine kleine Ausfahrt über die schöne schwäbische Alb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da Mitte Juli eine dreitägige Alpentour anstand, wollte ich im Juni das Ventilspiel messen. Laut Mazda sollte man das alle 90tkm tun, meiner war inzwischen bei 135tkm angekommen. Also, "das geht ja ratz fatz"..denkste. Die Schraube, mit der die Halterung für die Zündspulen am Ventildeckel befestig ist, lies sich "ums Verrecken" nicht lösen. Nicht mit Kriechöl, nicht mit dem 10er Maulschlüssel, den ich auf die 12er Sechskantschraube gehämmert hatte, nicht mit dem Meißel. Da tat sich nichts. Eine Flex habe ich hier leider nicht. Also musste ich mir am Folgetag die Flex von meinem Großvater ausleihen, damit konnte ich die Schraube dann bezwingen.

Es klappt beim Schrauben wirklich nie etwas ohne Komplikationen. NIE.

Nun ging ich eigentlich davon aus, dass die Werte alle innerhalb der Toleranz liegen, wie beim meinem Lancia Y, bei dem ich das Ventilspiel kurz davor ebenfalls gemessen hatte. Aber neeein. Das Spiel von sieben der 16 Ventile lag mal mehr, mal weniger weit außerhalb der Toleranz. Also ich habe im Netz nach Ventilspieleinstellplättchen (Shims) gesucht...und nichts gefunden.

Bin zum MX-5 Experten hier in der Gegend gefahren (eine Werkstatt die sich auf das Reparieren und Restaurieren vom MX-5 spezialisiert hat), der wollte mir weismachen, dass mein NB Hydrostößel hat, man deshalb beim NB das Ventilspiel nicht einstellen muss und ich es lassen soll. Toller Spezialist. (wobei seine Qualitäten wohl v.a. im Bereich der Karosserie liegen, möchte ihn hier jetzt nicht schlecht reden :D )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider lies mir das Thema keine Ruhe, so baute ich den Ventildeckel, den ich nach dem ersten Mal Ventilspiel messen wieder drauf geschraubt hatte, wieder ab und nahm die Nockenwellen raus um die Shims entnehmen und mit einer Bügelmessschraube messen zu können. Drei der Shims konnte ich untereinander tauschen, sodass ich mir vier bei Mazda kaufen musste (Preis für einen Shim: ~17€!). Glücklicherweise hatte der örtliche Mazdahändler die Shims, die ich brauchte, gebraucht auf Lager und ich konnte auch meine alten bei ihm lassen, sodass ich ihm insgesamt nur 20€ geben musste (und eben meine alten Shims).

 

Zuhause angekommen habe ich die neuen Shims direkt eingebaut, die Nockenwellen wieder eingebaut, den Ventildeckel wieder montiert und dachte, dass ich nun fertig sei. Der Motor lief jetzt ruhiger denn je. Ab und an hatte ich früher ein Ruckeln, wenn ich länger mit wenig Gas und niedriger Drehzahl unterwegs war und dann plötzlich viel Gas gegeben habe.

Jetzt ist es vollständig verschwunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider verlor der Motor jetzt Öl, 30 Minuten Standzeit bedeuteten eine 10x10cm große Öllache auf dem Boden. So eine Scheiße!

Also habe ich mir bei Mazda eine neue Ventildeckeldichtung bestellt (für horrende 26€), was anderes blieb mir nicht mehr übrig da in zwei Tagen die Alpentour anstand. Die neue Dichtung habe ich rechtzeitig bekommen und eingebaut (am Tag vor der Alpentour), einen Probelauf konnte ich nicht mehr machen, da das Hochtemperatursilikon in den Ecken der Ventildeckeldichtung 24h lang trocknen musste.

Ich war mir sicher, das Problem nun gelöst zu haben, schließlich war ich an nichts anderem als der VDD dran.

Das Problem war aber nicht gelöst, wie ich auf dem ersten Stopp während der Alpentour feststellen musste....

Der Ölverlust war noch immer da...noch immer gleich stark. Zum Glück hatte ich extra einen Liter Öl mit auf die Tour und konnte so immer schön nachfüllen. Insgesamt musste ich 800Ml auf 1000Km nachfüllen (verbrennen tut er kein Öl, also habe ich 800Ml Öl durch das Leck auf den Alpen verteilt). Dennoch hatte ich mir für 30€ einen Liter Öl bei der Aral in Deutschland gekauft, weil ich das Ölleck überschätzt hatte und keine Lust darauf hatte, im Ausland (im schlimmsten Fall in Italien) Öl kaufen zu müssen. Es war dämlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tour mit vier weiteren MotorTalkern, auf die ich einen Kumpel in meinem MX-5 mitgenommen hatte, der mit der Sonne, die man ununterbrochen voll abbekommen hat im Cabrio ( :D ), nicht besonders gut klar gekommen ist, war wirklich toll. Wunderschöne Pässe und Landschaften, gutes Wetter sowohl in Deutschland, als auch in Italien, in Österreich und in der Schweiz und natürlich tolle Leute.

Sogar einen Verbrauchsrekord habe ich auf dieser Tour aufgestellt mit 6,88l/100Km über 472 Km. Beachtlich für ein 18 Jahre altes Auto mit 140 PS, besetzt mit zwei Personen, offen unterwegs und voll beladen. Und langsam gefahren sind wir auch nicht.. ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich wieder Zuhause war, habe ich sofort mit meinem Vater zusammen (an seinem Geburtstag :D ), den Motor wieder auseinandergeschraubt. Er war sogar noch richtig heiß. Und was mussten wir feststellen. Die Vdd war im Bereich des Ölaustritts außerhalb ihrer Führung! Keine Ahnung wie das passieren konnte.. Also haben wir sie richtig montiert und waren und sicher, das Problem nun endgültig gelöst zu haben....aaaber neeeein. Immer noch Ölverlust, immer noch gleich stark.

Also habe ich in Foren recherchiert was das sein könnte. Und da bekam ich dann gesagt, dass es die Nockenwellensimmeringe sein könnten. Ventildeckel wieder abgeschraubt und tatsächlich: Der Simmering der Einlassnockenwelle lag lose im Nockenwellenrad.

Ich wusste nicht, dass so etwas passieren kann, daher habe ich darauf auch überhaupt nicht geachtet.

Also einen neuen Simmering montiert (13€ bei Mazda. Die Preise sind wucher!) und siehe da: der Motor war dicht :D

Insgesamt habe ich so den Ventildeckel deutlich über 5 mal abgenommen, den Zahnriemen drei mal abgenommen, 121321321 Mal geflucht und habe jetzt wieder einen Motor, der richtig richtig geil läuft :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letztens habe ich noch nach dem Schaltgestängeöl (ja, sowas gibt es wirklich) geschaut, da das wohl mit der Zeit gerne verschwindet und siehe da: Es war viel zu wenig drin. Die Manschette, die das Öl da halten soll, wo es hingehört, war völlig zerstört.

Also habe ich eine neue Manschette bestellt (30€ bei Mazda! Schaut euch das winzige Ding auf dem Foto an....ich habe sie dann für 20€ von IL-Motorsport gekauft) und das Öl aufgefüllt (mit dem Getriebeöl was ich noch vom Getriebeölwechsel übrig hatte).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, das wars. Jetzt hoffe ich, dass ich erst mal Ruhe habe. Für die nächste Saison brauche ich zwei neue Reifen, mehr MUSS jetzt gerade nicht mehr getan werden. Und ich hoffe, dass jetzt auch erst mal nichts mehr kommt...Die Wartungsarbeiten sind jetzt erst mal alle erledigt.

 

Ich hoffe, dass es nicht zu einschläfernd zu lesen war. Der Artikel wurde nun ja doch wieder ziemlich lang :D

Mittlerweile steht der MX-5 im Übrigen bei knapp 138.000Km, d.h. das ich bisher rund 8.000Km in neun Monaten (man muss ja die dreimonatige Winterpause abziehen) mit ihm zurückgelegt habe.

In Wartung und Reparaturen musste ich bisher knapp 200€ investieren.

 

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04.01.2016 21:40    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (46)

 

 

Hallo Freunde,

 

wie schon angedeutet wird es in diesem Artikel nun wieder um meinen Lancia Y (genannt Y, Yps oder Ypsiiii) und den anstehenden TÜV Termin gehen. Der Y hatte nämlich TÜV bis 11/15 was auch gleichzeitig noch bedeutet, dass ich den Wagen nun schon über 2 Jahre lang fahre.

 

Doch etwas weiter zurück: Mit dem Herbstanfang kamen so langsam aber sicher die ersten Zweifel was die TÜV-Prüfung anbelangt.

 

-Der Mittelschalldämpfer rasselt (liegt da etwa der Katinhalt drin?)

-Der Unterboden ist zwar größtenteils in Ordnung, hat aber leider das eine oder andere Löchlein, im Radkasten hinten rechts ist sogar ein ziemlich großes Loch (5x10cm)

-Das Fahrwerk poltert leicht wenn es draußen kalt ist

-Die Handbremse hält zwar noch einigermaßen, aber lange nicht mehr so gut wie beim Kauf

-Zwischen meinen Alus und der Bremse vorne ist kein halber Millimeter platz

-Der Schweller hinten rechts ist ziemlich rostig

 

 

Also habe ich mir Mitte September vorgenommen die Sachen so langsam aber sicher anzugehen.

Zuerst ging ich dem Rost an den Kragen (nach dem ich auch im Frühjahr schon geschaut hatte und daher wusste, dass er durchaus vorhanden ist). Also wurde schnell eine Einkaufsliste zusammengestellt: Polyesterharz mit Gewebe, Rostumwandler von Brunox (mit dem ich zuvor schon gute Erfahrungen gemacht habe) und 2,5KG Unterbodenschutz. Gleich mitbestellt wurden 5l 5W40Öl von Total, ein Ölfilter und Wischergummis. Gekostet hat das alles zusammen keine 60€.

 

So machte ich mich dann Ende September ans Werk, bewaffnet mit den gekauften Materialien, zwei Drahtbürsten, Schleifpapier sowie Schraubendrehern und Zangen um den gröbsten Rost zu entfernen.

 

 

Auto aufgebockt, mich druntergeschoben und stundenlang geschliffen, alten Unterbodenschutz entfernt, mehr geschliffen, gebürstet und noch mehr geschliffen. Anschließend gab es überall die erste Schicht Rostumwandler drauf welche eine gute Basis für das zwei Komponenten Harz darstellte (da auf Epoxydharzbasis) was danach an der Reihe war. Damit wurden dann penibel die ~5 kleinen Löcher (1x1cm, eines war etwas größer) geflickt sodass das am Ende eine ebene Fläche ergab. Danach kam nochmal eine Schicht Rostumwandler drüber und als letztes ca. 1,5-2 KG Unterbodenschutz (:D). Der Unterboden konnte sich jetzt wieder sehen lassen.

Weil es noch recht früh am Tag war habe ich dann noch etwas an den Fahrwerksteilen rumgesprayt und gesalbt damit diese wieder etwas hübscher anzusehen sind.

 

Nun ging es an den Radlauf hinten rechts wo das größere Loch ist. Extrem schlecht erreichbar und mittlerweile spät am Abend habe ich da noch kurz den losen Rost rausgekratzt und Rostumwandler drüber gesprayt. Anschließend ein riesiges Stück in Harz getränktes Glasfasergewebe drüber geklebt, noch eine Schicht Rostumwandler drauf.

Am Ende noch dick Unterbodenschutz drauf und das Loch war verschwunden (optisch :D).

 

Damit war der Y rosttechnisch fertig für die Prüfung. Nun ging es an die Handbremse. Ekelhaft, einfach nur ekelhaft diese Konstruktion.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich die Mittelkonsole ausgebaut hatte um an die Einstellung der Handbremse heranzukommen sprangen mir sofort die Seilzüge ins Auge. Der eine stand ~ 2cm weiter heraus als der andere. Also habe ich den Handbremshebel ausgebaut um mir das näher anzusehen und stellte fest, dass dieser ziemlich verbogen war. Da es eh schon fast dunkel war (das war Ende November) beschloss ich draußen für den Tag Schluss zu machen und nahm die Handbremse mit in mein Zimmer um sie da wieder in Form zu bringen.

Das ging recht einfach. Am nächsten Tag habe ich alles wieder zusammengebaut und rechts (da wo das Seil 2 cm weiter heraussteht) 2 cm Unterlegscheiben eingebaut um die Seile auf eine Höhe zu bringen.

 

 

 

 

Schien alles zu funktionieren soweit, von Hand lies sich das rechte Hinterrad keinen mm mehr bewegen und auch an meinem "Testhang", an dem die Handbremse nach dem Kauf 2013 hielt hat sie wieder gehalten.

Daher dachte ich, dass die Handbremse repariert sei...ja, das dachte ich.

 

Als letztes nahm ich mir noch den Schweller hinten rechts vor. Abgekratzt habe ich da nichts weil der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch ist.

Daher habe ich Rostumwandler draufgesprayt und eine dicke Schicht Harz draufgeschmiert damit es einigermaßen stabil ist.

 

Somit war ich mit den Arbeiten für den TÜV soweit fertig. An Kosten waren das vielleicht ~25€ und ohne Ende Arbeitszeit.

 

Am 15. Dezember ging es dann zum TÜV nachdem ich noch schnell das Öl und die Wischergummis gewechselt hatte.

 

 

Auf dem TÜV Parkplatz fiel mir auf, dass die rechte Nummernschildbeleuchtung plötzlich nicht mehr geht (sche** rechte Seite bei wirklich allen Mängeln :D), direkt hatte ich das Kabel in Verdacht welches gerne zwischen Heckklappe und Karosse in diesem schwarzen Gummischlauch bricht. Etwas daran gerüttelt und siehe da, die Birne leuchtet wieder. Glücklicherweise auch noch beim Beleuchtungstest während der Prüfung. So ging es dann auf dem Bremsenprüfstand, die Betriebsbremse war völlig einwandfrei, vorne wie hinten. Dann kam die Handbremse.

Noch dachte ich, dass alles in Ordnung sei und schon meinte der Prüfer "was ist denn mit dieser Handbremse los?". Ich: "Warum, was soll sein?"....Er: "Na auf der linken Seite ist sie super aber rechts zieht sie fast gar nicht, schau mal".

 

 

 

...Und tatsächlich links waren es 140 daN, rechts nur 60. Schei.....benkleister.

Der Rest der Prüfung verlief recht problemlos: Ein Auspuffgummi am Mittelschalldämpfer wurde beanstandet (geringer Mangel), die Stellen, an denen ich am Unterboden mit Polyesterharz gearbeitet habe hielt der Prüfer für eingeschweißte Bleche (:D) und eine Bremsleitung im Motorraum war angerostet (erheblicher Mangel) und sollte von mir abgebürstet und konserviert werden.

Die AU verlief problemlos (der Prüfer meinte, dass der Einsatz des Mittelschalldämpfers lose sei und das Rasseln daher käme), der rechte Schweller wurde keines Blickes gewürdigt, das Fahrwerk hatte nirgends auch nur ansatzweise Spiel, saß alles bombig beim Fahrwerkstest.

Der Prüfer war alles in allem zufrieden....und ich auch. Hatte mit Schlimmerem gerechnet.

 

 

 

 

Also ging es nach Hause, einen Monat hatte ich nun Zeit um die Mängel zu beheben. Klingt nach viel, ist es aber nicht. Viele Feiertage, 1x3 Tage und 1x4 Tage nicht zu Hause,...

Also habe ich mich sofort ans Werk gemacht. Mittelkonsole raus, Handbremse nochmal ausgebaut und Ratlosigkeit trat ein.

Daher habe ich mich dann quer durchs Internet gelesen und hier auf MT einen Thread erstellt (der sehr hilfreich war).

Mit dem angeeigenten Wissen wurde die Trommel geöffnet und das total festsitzende Verstellrädchen wieder gangbar gemacht und eingestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst drehte ich in die falsche Richtung (hiervor wurde ich in meinem Thread gewarnt), beim zurückdrehen sollte ich ein Metallplättchen etwas zurückdrücken um den Versteller nicht völlig zu zerstören. Gesagt getan, nur habe ich wohl etwas zu stark gedrückt und das Plättchen ist abgefallen (ist nur gesteckt).

 

 

 

 

Es ist nahezu unmöglich, das wieder reinzubekommen.

Und dieses Plättchen ist wichtig, da es verhindert, dass sich die Bremse von selbst in die falsche Richtung verstellt.

Immerhin: Die Handbremse hält nun wieder auf beiden Seiten, links aber immer noch etwas besser als rechts.

Das Auspuffgummi war schnell gewechselt, auch die Bremsleitung war schnell entrostet und konserviert.

 

 

 

 

 

So ging es am 04.01 wieder zum TÜV zur Nachprüfung und der Y hat Mängelfrei bestanden. Die Handbremse zog zwar immer noch etwas einseitig (130 daN links 110 daN rechts), das war aber noch in der Toleranz. Dafür zog die Betriebsbremse hinten nun einseitiger als beim ersten TÜV Versuch (~150 daN links und 110-120 daN rechts) aber auch das war noch in der Toleranz.

Die entrosteten Bremsleitungen hat der Prüfer sich ebenso wenig angeschaut wie das ausgetauschte Auspuffgummi.

Über die 2KG Unterbodenschutz hat der Prüfer sich wieder ausgiebig beschwert, wie auch der erste schon :D.

Er meinte, dass der Wagen für das Alter gut dasteht.

 

 

 

Zufrieden ging es wieder nach Hause, jetzt ist wieder gute 2 Jahre Ruhe (wobei ich die Trommel hinten rechts und den Schweller hinten rechts wohl demnächst nochmal in Angriff nehme/nehmen lasse).

 

Insgesamt mussten für den TÜV also exorbitante 25€ investiert werden. Damit bin ich mehr als glücklich :D

 

 

 

 

 

Alles in allem hat der Y mich nun in 2 Jahren und 2 Monaten ziemlich genau 700€ an Wartung/Reparaturen/Verschleiß gekostet (inkl Zahnriemen, WaPu, Achslager hinten, ZKD, VDD, 2x Ölwechsel, neue Reifen, Zündkerzen, Benzinfilter und den Rostbekämpfern).

Das finde ich super für den alten Wagen, v.a. da ja viel Verschleiß (Reifen zb) oder normale Wartung (Zahnriemen, Zündkerzen, Öl,...) dabei sind.

Mittlerweile hat er über 70tkm auf der Uhr und ist somit seit dem Kauf gute 20tkm bei mir gefahren.

 

PS: Der Y hat Verstärkung bekommen. Da mein Bruder seit letztem Jahr 18 ist brauchte er ein Auto und es wurde ebenfalls ein Y :D

 

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06.10.2015 21:08    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (52)

Heute mal ein ziemlich trauriger Blogartikel.

Folgendes ist vorgefallen, es geht um den Y:

 

Wir diskutierten gerade in Whatsapp drüber, dass wir unsere Autos alle nur sehr ungerne verleihen oder von anderen Personen fahren lassen als plötzlich mein Vater zu mir ins Zimmer kommt, als hätte er mitgelesen.

Er meinte, dass unser Hund Würmer hätte und er deshalb dringend Tabletten dagegen kaufen müsste.

Ich gab ihm die 20€ die er sich von mir leihen wollte weil er gerade kein Bares da hatte als er plötzlich sagte, dass er mein Auto braucht. Ich war verzweifelt, wusste nicht was ich tun soll, immerhin wollte ich den Wagen eigentlich noch nicht verkaufen oder verschrotten.

Widerwillig gab ich ihm die Schlüssel, sagte ihm aber noch, dass er nicht über 3000U/Min drehen soll, solange der Motor noch kalt ist.

Er entgegnete mir „Jetzt dur nau id so, mir isch no nia an Motor verreckt“.

Daraufhin ich „Naja, d`Zylinderkopfdichtung war genau noch däm Winter hei, wo du mit am Y immer zur Arbeit gfahra bisch“

Er „awa, die hot vorher schau oin weg ket, i hau dia beschdemmd it hei gmacht“.

Dann ist er gegangen.

 

Ich habe natürlich sofort meinen Kumpels in der Whatsapp Gruppe mitgeteilt, was gerade schreckliches vorgefallen ist.

Da kamen sofort super Ideen wie „dann muss der Hund eben sterben“ oder „er soll doch das Fahrrad“ nehmen. Leider war es dafür schon zu spät, mein Vater war ja bereits weg, der Y dem Tode geweiht.

Wir waren alle ratlos.

 

Ich beschrieb in der Gruppe die Strecke, zuerst fährt man 200m innerorts, dann 2,5Km außerorts bergab ohne Gas mit 100Km/h im 5.Gang bei 3200U/Min und ARSCHKALTEM Motor. Tortur pur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach geht’s kurz durch einen Ort, Bergab mit 50Km/h im 5. Gang und danach, und jetzt kommts, kommt ein ca. 2Km langer Berg außerorts, den mein Vater bekanntermaßen im 4. Gang mit 80 Km/h befährt, bei 3300U/Min..Bei nahezu Vollgas und ARSCHKALTEM Motor!!!

Ich sagte ihm noch er solle da nicht über 70 fahren, ich wurde aber nicht erhört und mit einem „awa, des duat däm Motor nonts“ abgespeist. Ich bin mir sicher er fuhr 80, mindestens.

In der Whatsappgruppe herrschte Krisenstimmung, keiner wusste so recht was er sagen soll.

„Timo tu was!“, „ich kann es nicht mit ansehen“ haben sie geschrieben.

Aber ich war machtlos, dachte kurz, dass mein Leben keinen Sinn mehr machen würde.

Dann kam mir die Idee den Wagen zu verkaufen, ich will die horrenden Folgereparaturen nach dieser Tortur jedenfalls sicher nicht mehr bezahlen. Direkt wurde eine grobe Artikelbeschreibung zusammengestellt, rein sollte auf jeden Fall „ich empfehle nicht mit dem Wagen heim zu fahren, warum, mein Vater ist mit ihm gefahren, bei kaltem Motor!“. Ein möglicher Ausweg aus dieser haarstäubenden Situation.

 

Anschließend haben wir über den Nachfolger des Y geredet, der müsste ja recht zeitnah her da der Mazda im Winter abgemeldet ist.

So recht wusste aber immer noch niemand, was er sagen soll.

Die Situation war einfach viel zu krass. wir waren völlig überfordert.

Irgendwann haben wir dann über Lösungen für das Problem diskutiert, das nächste Auto sollte schließlich nicht so einen qualvollen Tod sterben. Es war klar: so kann und darf es nicht weitergehen. Der Y war doch noch so klein.

Ein Drehzahlbegrenzer muss rein! Einer, der immer aktiv ist wenn ich nicht am Steuer sitze.

Das wärs. Das wäre zwar für alle anderen Verkehrsteilnehmer abartig nervig, wenn da ein Y bei 2000U/Min im Begrenzer vor einem hängt „nenenenenenenenenen“, aber who cares?

Oder es wird immer nach der Fahrt eine Sicherung gezogen, die für die Benzinpumpe zB. so frei nach dem Motto „komisch, in letzter Zeit springt der öfter mal nicht an“

Ich konnte mich einfach nicht abreagieren, musste meine Angst und Wut rauslassen.

Daher habe ich den Streckenverlauf nochmal ganz genau dargelegt.

Direkt stand die verheerende Diagnose fest: Zuerst bergab, dann Vollgas, "da reißt der Ölfilm so safe ab". Vor allem da wir nur 8 Grad Außentemperatur hatten. Keine Chance. Der kleine ist tot.

Zwischenzeitlich wurde noch festgestellt, dass ich richtig zentral und geil wohne, lauter bekannte Metropolen in der Nähe.

Da hörte ich ihn auch schon, den Kolbenfresser, jetzt ists rum. R.I.P Y. Aus 5Km Entfernung plötzlich "rrrrrrrrrrrrroorororororororookrtsch"

Die Leute in der Gruppe brachten mich auf den Boden der Tatsachen „ Timo, dein Auto ist hinüber, sieh es ein“, „immerhin brauchst du dir wegen dem TÜV jetzt keine Gedanken mehr machen“, „da du ja so auf Fiat stehst empfehle ich einen Multipla als Nachfolger, umgerüstet auf Pedalantrieb von Kettler“.

Da kam mein Vater plötzlich wieder, nach gerade einmal 23 Minuten. Ich war schockiert. :eek:

Er musste insgesamt 17 Kilometer fahren + einkaufen. Gott muss der gepflügt sein. Die Hälfte der Strecke besteht immerhin aus Ortschaften.

Direkt wurde wieder analysiert „von wegen 4.Gang, das war der 3., eher sogar noch der 2.“, „dann ists nicht bei 3300U/Min geblieben“ „die ganze Zeit im Begrenzer damit der Motor schnell warm wird fuhr der“ weil ich gesagt hatte, er soll den Berg mit kaltem Motor nicht so schnell hoch.

Es wurde sogar gemutmaßt, dass der Begrenzer evtl. ausprogrammiert worden sein könnte und mein Vater mit konstant 9000U/Min unterwegs war. Nicht unwahrscheinlich.

Mir wurde nochmal aufgezeigt, wie dumm es von mir war mein Auto zu verleihen „bei mir ist das ganz einfach. Ich nix Eltern Auto, Eltern nix mein Auto“.

Nun steht er wieder hier, die Bremsen glühen, Kupplungsgeruch liegt in der Luft und der Kühler dampft das letzte Wasser aus sich heraus. Das stolze Profil der Reifen was ich noch gestern geküsst hatte, weg. Mein geliebtes Profil.

Grässlich. Wenn ich morgen einen Ziegelstein auf dem Gaspedal finde kann ich das ganze vielleicht so auslegen, dass mein Vater die Schäden bezahlt.

Gleiches gilt falls die Drosselklappe mit einem Kabelbinder in Position „Gummiiiiiii“ fixiert wurde. Auch nicht unwahrscheinlich, fand jemand in der Gruppe.

Oh Gott, diese Nacht wird eine schlaflose, das ist sicher.

 

Zum Schluss habe ich in Whatsapp ein Bild gepostet und aufgezeigt wie unschuldig er da noch aussah.

Da wusste er noch nicht wie im geschieht, nichts von seinem qualvollen Tod.

Er war doch noch so jung, noch nicht einmal volljährig.

Es herrschte Trauerstimmung. Einer verließ sogar die Diskussion, denn "Mir geht das gerade echt nahe, ich muss mich mal ausklinken "

 

Es ist aus.

 

 

gut, der Y lebt vielleicht noch. :D Ich musste aber Torturen über mich ergehen lassen, dafür finde ich keine Worte, außer: Frauen und Autos verleiht man nicht.

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04.10.2015 23:12    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: 2 (NB), Mazda, MX-5

Nachdem es hier nun schon Ewigkeiten nichts neues mehr zu lesen gab, möchte ich mal wieder etwas von mir hören lassen.

 

In diesem Artikel wird es aber nicht um den Y gehen, weil es da einfach nichts großartig Interessantes zu schreiben gibt (ich habe mal den Benzinfilter getauscht, ein bisschen was gegen den Rost am Unterboden gemacht aber nichts, worüber man einen interessanten Blogartikel verfassen könnte).

Nein, es geht um meine neueste Errungenschaft, einen wundervollen dunkelblauen 1998er Mazda MX5 NB mit der großen 140 PS Maschine.

 

 

 

 

 

 

 

Nun aber etwas weiter zurück:

 

Ich suche schon seit März diesen Jahres nach einem spaßigen Zweitwagen für den Sommer und für Treffen, verstärkt wurde der Wunsch noch durch das MT-Youngsters Treffen am Nürburgring Anfang April an dem ich teilgenommen hatte.

Ziel meiner Suche waren in erster Linie Fiat Barchetta oder Fiat Coupe. Die Suche nach einem Coupe habe ich ziemlich bald wieder aufgegeben da ich so eines nur als Turbo wollen würde (und da kann ich mir den Unterhalt nicht leisten).

Barchettas gabs immer wieder interessante, irgendwie scheinen die Verkäufer von diesen aber alle etwas eigenartig:

-Viele konnten kein Deutsch und mir somit meine doch recht detaillierten Fragen nicht beantworten

-2 wollten mir keine Kopien von den Fahrzeugpapieren für die Kurzzeitkennzeichen schicken

-2 haben im Inserat keine Telefonnummer angegeben und reagieren nicht auf EMails (eines der Inserate gibts heute noch, der Wagen wird immer billiger da es wohl wenig "Interessenten" gibt :D)

 

So ging die Suche immer weiter, irgendwann Anfang August entdeckte ich dann mehr oder weniger zufällig "meinen" MX5 als ich bei mobile.de mal nicht speziell nach einer Barchetta gesucht habe:

Günstiger Preis, Zahnriemen 2012 bzw vor 20tkm gewechselt (wobei beim Riss nicht viel passiert, der Motor ist ein Freiläufer), mit 130.000 Km akzeptable Laufleistung, Scheckheftgepflegt, die große Maschine und neuer TÜV.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dazu gabs noch Winterräder und ein Hardtop.

Also habe ich den Verkäufer mal kontaktiert und nach Mängeln gefragt, nach Rost und dem üblichen was man eben immer so fragt.

Der Verkäufer behauptete, dass der Wagen bis auf etwas Rost an der Heckklappe rostfrei sei und technisch keine Mängel aufweise. Optisch seien die Schwellerspitzen frisch geschweißt worden und noch unlackiert, das Verdeck sei nicht mehr das schönste aber dicht (was auch genau so ist).

 

Klang für mich alles sehr gut soweit, zumal vergleichbare MX5 idR ca. doppelt so teuer sind.

Da habe ich mit dem Verkäufer einen Besichtigungstermin ausgemacht, das ging recht spontan da der Wagen lediglich ~100Km entfernt von mir stand.

Am selben Tag noch habe ich bei den MT-Youngsters rumgefragt, ob jemand Lust hätte zur Besichtigung mitzukommen.

Telsch hatte Zeit und kam mit (eben zu der Zeit hatte er einen für sich interessanten Wagen gefunden, den haben wir nach der Mazda Besichtigung dann auch noch zu zweit besichtigt....und ebenfalls gekauft :D Dazu gibts mit Sicherheit bald etwas von ihm zu lesen).

Als wir beim Mazda ankamen, erwartete uns der Besitzer schon, zeigte uns einiges und lies uns den Wagen begutachten. Soweit schaute alles gut aus, es kam nicht Negatives raus, was ich nicht schon wusste.

Also starteten der Verkäufer (welcher rote Nummern besorgte) und ich auf eine Probefahrt während Telsch die Fahrzeughistorie/Fahrzeugpapiere studierte. Eigentlich wollte er auch noch fahren, daraus wurde aber erst mal nichts, da wir über eine Stunde für die Probefahrt gebraucht haben (waren auch noch auf einer Hebebühne mit dem MX5, sorry nochmal, Telsch :D) und wir am selben Tag, wie schon erwähnt, noch zu einer zweiten Besichtigung wollten.

Gefahren ist der Mazda tadellos, auf der Bühne sah ich mir den Wagen nochmal von unten an und sah...nichts, keinen Rost, keine Undichtigkeiten am Antrieb, alles super.

So blieb mir nichts anderes übrig als den Wagen nach einer kleinen Preisverhandlung zu kaufen.

Mitnehmen konnte ich ihn nicht direkt, da es dem Verkäufer zu riskant war mir die roten Nummern für die Überführung zu geben.

Also habe ich die Papiere mitgenommen, den Wagen angemeldet und ihn ein paar Tage später (als mein Opa ohnehin in die Nähe der Ortschaft musste, in der der Wagen stand) abgeholt.

 

Seither ist schon einiges passiert:

 

Auf der Überführungsfahrt ging das Beifahrerfenster plötzlich nur noch zur Hälfte auf. Dieses habe ich schon repariert. Nachdem ich die Türpappe abmontiert hatte sah ich ziemlich schnell, dass die Scheibe bei halber Öffnung an einem Seilzug hängen bleibt. Diesen habe ich mit einem Kabelbinder außer Reichweite der Scheibe gebracht, nun funktioniert sie wieder.

 

 

 

 

 

 

Ich habe den Rost an der Heckklappe abgeschliffen, mit Rostumwandler behandelt und anschließend versiegelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und das wohl wichtigste: Ich war mit dem Wagen bereits auf einem MT-Youngsters Treffen (wozu es wohl auch noch einen Blogartikel geben wird) am Nürburgring und bin in diesem Zug meine erste Runde Nordschleife gefahren.

Ein sehr tolles Erlebnis (danke an Shibi_ nochmal, der auf meiner ersten Runde mein Beifahrer war und mir wirklich excellente Anweisungen gegeben hat) und zugleich die Bewährungsprobe für den Mazda, der das Wochenende völlig klaglos überstanden hat.

 

 

 

 

 

Bis jetzt habe ich schon über 2500Km mit dem MX5 zurückgelegt, völlig problemlos.

Jede Fahrt ist eine unheimliche Freude, das Fahrwerk ist genial, die Lenkung wunderbar direkt, die Schaltwege unheimlich kurz, der Motor hängt sehr sehr gut am Gas....und das alles offen!

Für mich gibt es derzeit nichts schöneres :)

 

 

Ich bin gespannt, was ich mit dem Mazda noch alles erleben werde.

Was ich auch noch toll finde ist der wirklich angenehm niedrige Verbrauch von nur 7,5 Litern im Schnitt bisher bei recht flotter Fahrweise und inklusive dem Nürburgring Treffen (ich muss fairerweise dazu sagen, dass ich mit dem Wagen noch sehr wenig Stadt gefahren bin. Dafür stand ich ein Mal ziemlich lange im Stau).

 

 

 

 

 

 

PS: Der Y wird NICHT verkauft und muss im November zum TÜV. Mal sehen was es da wieder für Überraschungen gibt :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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26.11.2014 22:23    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: 840, Lancia, Lancia y, Y

Y von hintenY von hintenInnenraumInnenraumSeiteSeiteAlufelge mit neuem ReifenAlufelge mit neuem ReifenY von vorneY von vorneVersetzter ZahnriemenVersetzter ZahnriemenCockpit inkl neuem Drehzahlmesser, Thermometer und neuem Eton Hochtöner rechts obenCockpit inkl neuem Drehzahlmesser, Thermometer und neuem Eton Hochtöner rechts obenTachoTachoMotorraumMotorraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo,

 

wie bereits angekündigt kommt nun der nächste Artikel über meinen Lancia Y.

Nachdem ihr ja bereits wisst wie ich zu ihm kam, falls ihr meinen ersten Artikel gelesen habt (Wie ich zu meinem Y kam), kommt nun ein Artikel zu meinem Y an sich.

 

Gekauft wurde er mit ziemlich genau 50tkm auf der Uhr, 550Km entfernt von meiner Heimat mit frischem TÜV, 8 fach bereift (8 Reifen die jeweils 14 Jahre alt waren :cool:) für 1350€ (mein Erspartes!) als Elefantino Blue mit dem 1.2 8V Motor und 60 PS. Dies war am 09.11.2013.

Nachdem er die 550Km problemlos überstanden hatte, wurde er von meinem Vater täglich als Pendelfahrzeug zur Arbeit und wieder zurück benutzt.

Ich fuhr mit dem Familien Citroen DS3 zur Schule und überall sonst hin.

Das ging so bis Juli 2014 wo ich den Y dann nur noch für mich hatte, und sonst niemand mehr damit fuhr.

Bis dahin war mein Y aber nicht ganz frei von Problemen:

 

Den Winter überstand der Blue gut, doch dann im März ging es los. Das Auto heizte nicht mehr.

Anfangs fing er nach ca. 5Km Fahrt mit Heizen an, später gar nicht mehr.

Da meinte mein Vater man müsse mal den Kühlkreislauf entlüften, vielleicht sei es danach besser. Gesagt getan.

Und dann war es auch tatsächlich besser. Der Wagen heizte wieder, fuhr einwandfrei.

Da haben wir noch die Zündkerzen gewechselt.

Dies ging dann ca. 2 Wochen gut bis ich dann mit dem Auto eines Abends in einem Stau stand. Die Temperatur ging weiter hoch als sie das üblicherweise tut (ca. 100°C). Da dachte ich mir schon, dass wieder ein Problem auf mich zu kommt.

Und tatsächlich, am nächsten Tag heizte er wieder nicht mehr. Wir haben ihn nochmal entlüftet aber nach ca. 50Km stieg die Temperatur wieder an und die Heizung fiel aus. Da habe ich recherchiert und bin darauf gestoßen, dass es eine defekte ZKD sein könnte.

Als ich das zu meinem Vater sagte meinte er zuerst, dass wahrscheinlich nur irgendwo ein Schlauch undicht sei, und der Kühlkreislauf darüber Luft ziehe. Für einen Defekt der ZKD lagen ja auch keinerlei Symptome vor, außer eben der ausfallenden Heizung. Rauch aus dem Auspuff gab es nicht, das Auto ruckelte nicht und das Kühlwasser hat auch nicht sonderlich nach Abgas gerochen.

Als mein Vater am nächsten Tag mit dem Y zur Arbeit gefahren ist, hat das Auto geruckelt und gebockt, und es kam auch tatsächlich unendlich viel weißer Raus auf dem Auspuff.

 

Mein Vater hat mir davon berichtet als ich aus der Schule heim kam, und dann stand das üble Urteil: Die ZKD ist kaputt.

Selbst wechseln wollten wir sie nicht, da wir Angst davor hatten, Schrauben abzureißen.

Also beschlossen wir, es meinen Verwandten (Mann der Schwester meiner Großmutter :D Wie nennt man das?) machen zu lassen.

Der hat sein Leben lang als KFZ Mechaniker gearbeitet und ist nun in Rente.

Also wurde ein Termin ausgemacht.

Es war der 19. März (meine ich). Also bin ich am Abend des 19. mit meinem Y die 21Km zu meinem Verwandten gefahren (meine Mutter kam im DS3 mit, um mich wieder nach Hause zu bringen). Die Fahrt war sehr interessant, ich fuhr im Leerlauf wo es nur ging und auf keinen Fall über 60.

Dies tat ich, weil ich Angst vor einem Kolbenfresser hatte und weil ich eh nicht schneller als 60 fahren konnte, da das Auto wenn man Gas gab, nur hustete und bockte.

Man war ich erleichtert als ich diese 21Km hinter mir hatte und das Auto stand.

Zwei Tage später, am 21.03 klingelte dann das Telefon und mir wurde gesagt, ich könne mein Auto wieder abholen.

Also bin ich mit meiner Mutter schnell hingefahren und habe mich gefreut.

Gewechselt wurden ZKD, VDD, Zahnriemen inkl. Spannrolle und Wasserpumpe und das Thermostat. Außerdem kamen natürlich frisches Öl (Motul 10W40)und Kühlwasser rein. MotorraumMotorraum

Das alles war bei ca. 54500Km auf der Uhr.

 

Als ich dann im Auto saß, sprang der Y sofort tadellos an. Das Losfahren aber gestaltete sich sehr schwierig, da die Kupplung nur noch "Kontakt" und "kein Kontakt" kannte. Schleifen war nicht mehr drin. Ich vermute, dass da Kühlwasser drüber gelaufen ist aus der Öffnung wo der Thermostat sitzt.

Also gings mit einem ordentlichen Hüpfer los. Der Motor lief wieder ordentlich.

Ich bin dann in eine 30er Zone gefahren und bin dort dann geschätzte 30 Mal angefahren und habe wieder gehalten.

Das Anfahren ging wieder besser und besser. Da es aber noch nicht gut war bin ich auf die 4-spurig ausgebaute B27 und hab ihn mal richtig laufen lassen. Dann auch mal ordentlich die Kupplung schleifen lassen bei 130Km/h (im Nachhinein glaube ich, hätte ich das lieber lassen sollen). Dennoch brauchte es ca. eine Woche, bis er wieder mehr oder minder normal anzufahren war. Er ruckelt heute noch, wenn der Motor ganz kalt ist beim Anfahren, außer man fährt extremst vorsichtig und langsam an.

 

Nun gut, die Probleme scheinen gelöst doch irgendwie fehlt dem Y etwas Leistung. Berge die ich früher im 5. Gang hoch bin, kam ich jetzt nur noch im 4. hoch. Hab mir gedacht, dass der Motor die doch seeehhr vielen Km mit defekter ZKD doch nicht schadlos weggesteckt hat.

Bin dann aber erstmal so weitergefahren bzw. mein Vater, der ja zu der Zeit noch täglich zur Arbeit pendelte mit dem Y.

Am 01.04 gab es dann endlich neue Reifen (von FALKEN). Ich wollte sie nicht wieder auf die hässlichen Stahlfelgen ziehen und ich wollte auch breitere als 165/65 R14.

Also hab ich die alten Alus vom Lancia Delta I GT meines Vater rausgekramt.

Kurz geschaut ob sie auf den Y passen und tatsächlich, sie passten :)

Also habe ich sie abgeschliffen und neu silber angesprüht da überall der Lack abblätterte.

Sieht jetzt zwar nicht aus wie neu, aber gut genug ;) Alufelge mit neuem ReifenAlufelge mit neuem Reifen

Dann zusammen mit den 185/60R14 Reifen zum Reifenexperten gebracht und aufziehen lassen.

Zwischen Felge vorne und Bremssattel sind vll. noch 3-4mm Platz. Da haben die beim Auswuchten tatsächlich mind. 30 extrem flachen Gewichte in die Felgen gepappt :D Das sah am Anfang witzig aus, für mich.

Nun gut, dann gings mit den neuen Rädern weiter.

Es fehlte nach wie vor Leistung.

Dann hab ich einfach mal nach dem Zahnriemen geschaut ob der richtig sitzt, und da traf mich der Schlag :O

Der war um einen Zahn versetzt!!! Versetzter ZahnriemenVersetzter Zahnriemen

Und so bin ich ca. 1000Km weit mit dem Auto gefahren.

Also schnell wieder richtig hin "gelegt" und siehe da, das Auto hatte wieder den gewohnten Durchzug.

Zum Glück ist der verbaute 1.2 8V ein Freiläufer. Trotzdem komisch, dass das Auto tadellos lief und nur etwas Leistung fehlte bei so nem versetzten Zahnriemen.

 

Nunja, im Mai dann polterte plötzlich die rechte Hinterachse beim überfahren von Gullis. Ich dachte echt das darf doch nicht wahr sein.

Wieder im Internet recherchiert und raus kam, dass es das Achslager hinten rechts sein muss.

Also haben wir neue Lager bestellt und versucht diese einzubauen (ohne Bühne). Wir haben eine Schraube abgerissen und das wars dann auch schon wieder. Schnell wieder meinen Verwandten angerufen und gefragt ob er das macht (er hat eine Hebebühne).

Wieder 50€ für Einbau (Abgebrochene Schraube entfernen war etwas schwieriger als gedacht) und 15€ für Teile los. kaputtes rechtes hinteres Achslagerkaputtes rechtes hinteres Achslager

 

Aber!! Das wars, seither und somit seit ca. 7tkm keinen Cent mehr in Wartung investiert! So muss das sein.

 

Irgendwann mal ging der Heckscheibenwischer nicht mehr und eine der Nummernschildbeleuchtungen. Das waren aber nur Kabelbrüche und nachdem ich die Kabel wieder verlötet hatte war wieder alles top.

 

Im Juli kam ich dann aus der Schule und hatte den Wagen ganz für mich und lies auch nur noch ungern andere damit fahren.

Da kam immer mehr der Wunsch auf, am Auto Dinge zu verbessern.

Hab mich aber zusammengerissen. Erst Ende Oktober kam die erste Investition, nämlich wollte ich ein neues Radio und ein neues Frontsystem. Also wieder recherchiert.

Am Ende hab ich mich für ein JVC Radio mit DAB+, Aux und allem PiPaPo (JVC KD-DB95BT) und ein ETON POW 160.2 als Frontsystem entschieden. Eingebaut habe ich das alles selber Ende Oktober. Cockpit inkl neuem Drehzahlmesser, Thermometer und neuem Eton Hochtöner rechts obenCockpit inkl neuem Drehzahlmesser, Thermometer und neuem Eton Hochtöner rechts oben

Da bei uns hier auf der Schwäbischen Alb der FM-Empfang nicht so dolle ist, wollte ich das DAB+ nutzen können und habe mir dafür zu meinem Geburtstag einen DAB+ FM Splitter gekauft. Ebenso gabs zum Geburtstag ein Thermometer (siehe Bild 4) passend zum Interieur und einen Drehzahlmesser von RAID HP. Drehzahlmesser in demoliertem Gehäuse da ich ihn zuerst wo anders montieren wollte und das Gehäuse entsprechend zugeschnitten habe :/Drehzahlmesser in demoliertem Gehäuse da ich ihn zuerst wo anders montieren wollte und das Gehäuse entsprechend zugeschnitten habe :/

 

Also auch das wieder alles eingebaut. Der Drehzahlmesser war schnell eingebaut (aber warum zur Hölle hat das Ding 2x Masse und 2x Zündungsplus?! Hab die Kabel einfach aneinander gelötet...). Ebenso der Splitter.

Der DAB+ Klang allerdings überzeugt mich noch nicht so recht da die Höhen iwie nicht so klar sind sondern etwas "verschwommen" (EDIT: War am Radio was falsch eingestellt, jetzt ists prima :)).

Dennoch ist der Klang mit dem neuen Frontsystem echt Bombe. Sehr schöne Bässe trotz Verzicht auf einen Verstärker :)

Da lässts sich wunderbar fahren, v.a. weil der Y das bequemste Auto ist, was ich bisher selbst gefahren bin auf Langstrecke. (Ok, ansonsten waren das auch nur der familien DS3 und der Space Star von 2001 meiner Großeltern :D)

 

Das ist die Geschichte meines Y der nun etwas über 61tkm auf der Uhr hat und läuft wie eine eins. TachoTacho

Verbrauchen tut er im Schnitt 5,7l was ich für einen sehr ansehnlichen Wert halte :)

Geplant ist als nächstes den Unterboden mit Unterbodenschutz einzusprühen/einzupinseln.

 

Ist wieder ein ziemlich lang geworden, der Text :D

 

 

PS: Wer Interesse an nunmehr 15 Jahre alten 165/65R14 auf Stahlfelge mit gutem Profil hat darf sich gerne bei mir melden.

Für ne Burnout-Show sind die sicher perfekt geeignet :D

 

 

EDIT: Auch noch erwähnenswert ist, dass ich bei dem Auto seit dem letzten Ölwechsel vor über 7tkm, keinen Tropfen Öl nachfüllen musste.

Der Pegel sinkt zwar (war nach dem Ölwechsel auf Max, nun ist er knapp über der Mitte), doch das muss er auch. Man müsste sich Sorgen machen wenn er es nicht täte :D

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20.11.2014 22:39    |    HalbesHaehnchen    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: 840, Haehnchen, Kleinwagen, Lancia, Y

Beim Kauf hatte er die Alufelgen noch nichtBeim Kauf hatte er die Alufelgen noch nicht

Hi,

 

hier möchte ich nun die Geschichte, wie ich zu meinem Y kam, beschreiben.

Ich fange nun gaaanz vorne an.

Bereits mit 16 Jahren habe ich angefangen stundenlang auf mobile.de nach Autos zu schauen, ich wollte ja schließlich mit 18 sofort mobil sein.

Damals noch, wollte ich ein Auto, welches mindestens die Abmessungen eines Golf erreicht.

So habe ich vor allem den Volvo V40 und den 147er und 156er von Alfa angeschaut und wollte unbedingt eines dieser Modelle haben, als Diesel. Sie waren einfach die schönsten Modelle welche zu meinen Vorgaben passten.

Als es dann ernst wurde und mein 18ter nur noch wenige Wochen entfernt war hab ich mit meinen Eltern über meine Autowünsche gesprochen. Diese haben mir dann die Alfa und Volvo ausgeredet, da sie der Ansicht waren, man könne keinen Diesel mit über 150tkm auf der Uhr kaufen. Der Turbo würde nicht mehr lange halten, der Unterhalt sei viel zu teuer und und und (hatte damals nur ca. 3000€ als Budget festgelegt). Fortan habe ich dann nach Kleinwagen gesucht, konnte aber absolut nichts finden, was mich ansprach.

Da meinte ich zu meinem Vater, er solle mal nach einem Auto für mich schauen.

Gezeigt bekam ich Fiat Palio und Punto mit extrem niedrigen Laufleistungen, frischem TÜV und und und.

Ich wollte aber keinen Palio oder Punto, viel zu öde.

Da hat mein Vater weitergesucht und zeigte mir eines Abends einen silbernen Y mit gerade einmal 50tkm auf der Uhr und frischem TÜV für 1400€.

Auch den wollte ich anfangs nicht haben, viel zu uncool.

Mein Vater (seit eh und jeh Fan von italienischen Autos. Hatte selbst schon diverse Lancia Delta, einen Fiat x1/9, einen Punto und weitere) aber wollte ihn unbedingt.

Da kam mir die Idee, dass ich den Y für meinen Vater von meinem Geld kaufe, dafür aber unseren Familien Citroen DS3 zur freien Verfügung bekomme (Fahrten zur Schule usw).

 

Mein Vater war zuerst etwas zögernd, hat dem "Deal" dann aber zugestimmt.

Danach ging alles recht schnell. Ein paar Telefonate und schwups, der Termin zur Besichtigung/Abholung stand.

Ich freute mich auf die Abholfahrt, da ich ungemein gerne Auto fahre.

Am frühen Morgen des Samstag, den 09.11.2013 war es dann so weit.

Papa Hund und ich in den DS3 und los ging die Reise (mit 3 Tageskennzeichen an Bord).

Die erste Station war das Haus meiner Großeltern, da mein Großvater ebenfalls mit musste nach Altenburg, wo der Y stand.

Er musste mit, da ich an diesem Samstag genau 17 Jahre und 364 Tage alt war, was bedeutet, dass ich noch nicht allein fahren durfte und ich eine Begleitperson für die Rückfahrt brauchte.

 

Von da an gings dann zu dritt + Hund richtig los und die Tour begann.

550Km waren es von zu Hause bis Altenburg.

Die Hinfahrt war ohne besondere Ereignisse, die Autobahnen waren relativ leer.

So kamen wir mittags, ich meine es war gegen 13:30, in Altenburg beim Y an. Der Verkäufer war recht gut zu finden.

Bei unserer Ankunft war der Y gerade noch auf der Hebebühne und wurde getüvt. Gute Gelegenheit Abgasanlage etc anzuschauen.

Diese war nagelneu ab Kat.

Ein paar Minuten später hatte der Y dann die Plakette, nachdem er am Vortag durchgefallen war (Bremswirkung einseitig, Radbremszylinder undicht, Trommel verölt, Abblendlicht falsch eingestellt, Motor Öl feucht).

Ganz ohne Mängel war er nicht, denn es wurde bemängelt, dass der Motor immer noch Öl feucht sei.

Komisch, denn ich finde bis heute nicht wirklich Öl am Motor, er ist eigentlich staubtrocken. Lediglich das Getriebe war minimalst undicht.

Nach dem der Tüv Bericht erstellt war haben wir das Auto nochmal angeschaut, leichte Lackmängel entdeckt ( :mad: , da uns gesagt wurde, das Auto hätte eine Top Optik) und dann gings auf zur Probefahrt.

Mein Vater ist gefahren, ich war Beifahrer und mein Großvater durfte auf den Hund aufpassen.

Während der Probefahrt dann alle Knöpfe, Radio, Kupplung etc. getestet und alles hat so funktioniert, wie es soll.

Also zurück zum Verkäufer und über den Preis geredet.

Viel zu verhandeln war nicht, da das Auto anscheinend im Auftrag verkauft wird :rolleyes:

So haben wir ihn dann für 1350€ gekauft und sind zur nächsten Tankstelle gefahren, da der Tank beider Autos leer war.

Als erstes haben wir den Tankdeckel vom Y nicht auf bekommen. Nach ca. 5 Minuten ging das dann.

Nach dem Tanken nochmal kurz besprochen wie die Rückfahrt abläuft (alle 150-200Km Pause, maximal 120Km/h, da der Motor vom Y total "zu" war) und los gings.

 

Mein Vater fuhr mit Hund auf dem Beifahrersitz im Y voraus, mein Großvater und ich im DS3 hinterher.

Die Rückfahrt war ebenfalls unspecktakulär, immer wieder Pausen wegen Hund und Y.

Ca. 50Km vor zu Hause haben sich die Wege der beiden Autos dann getrennt, da ich mit meinem Großvater zu ihm nach Hause bin und dort übernachtet habe während mein Vater heim gefahren ist.

Am nächsten Tag hatte ich Geburtstag und mein Auto zum ersten Mal selbst gefahren. (der Motor lief jetzt viel besser und ruckelte nicht mehr so komisch wenn man vom Gas geht, wie er es noch in Altenburg bei der Probefahrt tat)

Fortan verhielt es sich mit den Autos wie geplant. Ich fuhr den DS3, mein Vater den Y (ich fuhr den Y natürlich auch ab und an). Gleich in der ersten Woche, in der ich allein Auto fahren durfte hatte ich einen unverschuldeten Parkplatzunfall mit dem DS3 :o

Das mit dem Deal ging dann so lange, bis ich mit der Schule fertig war (Juni 2014).

Da fing ich immer mehr an, den Y zu mögen und wollte endlich mein Auto auch richtig für mich haben.

Also fuhr ich immer öfter mit dem Y, mein Vater wieder öfter mit dem DS3.

Das ging so einige Zeit bis dann im Juli/August fast nur noch ich mit meinem Y gefahren bin.

Seit dem sehe ich ihn zu 100% als meinen an und habe auch schon einiges investiert.

 

Insgesamt bin ich wohl ca. 7-8tkm mit dem Y gefahren bisher, mein Vater 3-4tkm.

Das Auto hat seit dem Kauf mit 50tkm auf der Uhr bis jetzt (November 2014) nämlich bereits 11tkm zurückgelegt und steht somit jetzt bei 61tkm.

 

So kam ich zu meinem Y. Über Umwege auf komplizierteste Art und Weise :D

Den Lebenslauf des Y werde ich in einem anderen Blogabschnitt beschreiben, dieser Teil ist so nämlich schon mehr als lang genug.

:D

 

PS: Für die Fahrten in die Disco, zum Pubilc Viewing bei der WM,.... benutzte ich immer nur meinen Y :D

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