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20.03.2016 13:23    |    Ascender    |    Kommentare (49)

Hallo liebe Motor-Talker!

 

Heute möchte ich mich über unsere Umwelt, über Politik und mein Hobby - den Motorsport - unterhalten. Die Fragestellung aus dem Titel ist ja schon recht eindeutig und bedarf keiner weiteren Erklärung.

 

Ich werde mich dieser Frage mit logischen Argumenten nähern.

Zunächst einmal gilt es zu klären welche Umweltgefahren aus dem Motorsport hervorgehen können. Ich zähle diese hier auf:

 

- Lärmbelastung für Mensch und Tier

- Emissionen der Rennfahrzeuge durch Motoren

- Emissionen der Rennfahrzeuge durch Abrieb (Reifen, Bremsen)

- Kraftstoffverbrauch der Rennfahrzeuge

- Emissionen durch Infrastruktur und Logistik (Fahrzeuge für Catering, Ersatzteile, etc.)

- Kraftstoffverbrauch der Logistik- und Infrastrukturfahrzeuge

- Emissionen der anreisenden Zuschauer

- Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge der Zuschauer

- Auslaufende Betriebsmittel, etwa durch techn. Defekt oder Unfall

- Konstruktion einer Rennstrecke

- Betrieb einer Rennstrecke

 

EmissionenEmissionenDas klingt natürlich alles reichlich negativ, und es stimmt auch: Motorsport ist nicht gut für die Umwelt. Das wird es niemals sein! Dieser Artikel soll diese Tatsache auch garnicht verdrehen.

Es ist sinnvoll nationale von internationalen Rennserien zu unterscheiden.

Denn die Logistik - etwa bei einem Formel 1-Rennen - stößt mehr Schadstoffe aus als die paar Autos, die dort sinnlos im Kreis herumfahren. Die Teams reisen ja alle paar Wochen aus allen Teilen der Welt mit dem Flugzeug an. Dazu hat jedes F1-Team etwa 300 Tonnen an Material zu verschicken - zu jedem Rennen!

Während Ausrüstung - wie die mehrstöckigen Hospitality-Bauten und alles andere über eine ganze Saison gleichbleibende Material - per Schiff oder mit bis zu 24 LKWs pro Team verschickt wird, werden kostbare elektronische Geräte und die drei Autos, die bei jedem Rennen vor Ort sein müssen, per Flugzeug an die Rennstrecke gebracht. Zuletzt reisen Mitarbeiter und Fahrer ebenfalls per Flugzeug an.

 

Formel E - Heilsbringer?Formel E - Heilsbringer?Das erschreckende hierbei: Die Formel E - ebenfalls eine internationale Rennserie - ist hier kaum besser. Sie genießt aufgrund der Elektro-Rennautos einen besonders "grünen" Ruf - dabei werden das Material und die Menschen ähnlich um den halben Globus geschickt wie bei der F1 auch. Dort werden sogar mehr Autos pro Team durch die Gegend geschickt, denn die E-Autos haben ein Reichweitenproblem und müssen mitten im Rennen beim Boxenstop getauscht werden. Ja, richtig: Der Fahrer wechselt mitten im Rennen das Auto.

 

Lokal sind die Rennautos emissionsfrei, und sie produzieren auch keinen Lärm, wodurch Rennen einfacher in (abgesperrten) Innenstädten durchgeführt werden können. Emissionen entstehen allerdings auch dabei: Durch den Abrieb der Reifen und der Bremsen. Letzteres ist übrigens ein Produzent von Feinstaub, welcher in Verdacht steht krebserregend zu sein. Wahrscheinlich ist die Belastung aber auch nicht höher bei normalem Stop&Go-Straßenverkehr. Schließlich sind dort viel mehr Fahrzeuge (auch große und schwere LKWs) unterwegs als ein paar wenige Rennautos.

 

Unter Druck gesetzt sahen sich die Vermarkter der Formel 1 dazu gezwungen Dinge wie eine Maximalverbrauchsregel und Hybridsysteme einzuführen. Doch wie wir nun wissen sind nicht die Rennautos die Umweltsünde, sondern die Logistik dahinter. Es hört sich aber in den Schlagzeilen besser an, wenn man sagt, dass man die Rennautos umweltfreundlicher machen würde.

 

Wie bei jeder Freizeitaktivität wird beim Motorsport Energie verbraucht, und unterschiedlich umgewandelt - bspw. in Bewegung.

Wieso spreche ich nun andere Freizeitaktivitäten an? Nun, es ist ganz einfach. Ein Vergleich, wenn man so will. Mein liebstes Beispiel ist Fußball:

 

Südtribüne im WestfalenstadionSüdtribüne im WestfalenstadionBeim Fußball gibt es diese Umweltdiskussionen nicht. Merkwürdigerweise muss man dazu schreiben. Denn es gibt viele Stadien - sowohl in der Welt als auch speziell in Deutschland. Teams und zehntausende von Zuschauern reisen zu jedem Bundesligaspiel an. Mit dem Auto, oder Bus und Bahn. Die Bahn mag zwar mit Strom fahren, aber dieser muss ja auch irgendwo produziert werden.

Ich habe das Vergnügen in der Stadt Dortmund zu wohnen. Zufälligerweise haben wir das größte Stadion der Liga - mit über 85.000 Plätzen. Die Logistik-LKWs, welche Getränke und Nahrungsmittel, aber auch ganze Putzkolonnen ins Stadion entlassen, sehe ich vor und nach jedem Spieltag. Ebenso die Polizei, die Feuerwehr und die Rettungssanitäter, welche zu jedem Spiel anreisen. Nicht vergessen darf man die Müllabfuhr, welche an Spieltagen Sonderschichten fährt. Und dann die Fragen: Was zieht sich eigentlich so ein Flutlichtscheinwerfer durch? Wie viel Qualm produzieren die Zuschauer durch Zigaretten? Wie oft werden die Rasen ausgetauscht, und woher kommen diese?

Wie viele internationale Spiele gibt es weltweit gesehen? Wie viele Leute reisen zu solchen Veranstaltungen? Fakt ist: Es gibt weit mehr Fußball-Spiele als Rennveranstaltungen.

Warum gibt es dort keine Umweltdiskussion? Weil die Wahrnehmung eine andere ist. 22 Jungs rennen auf einer grünen Wiese einem Ball hinterher. Umwelt? Keiner hinterfragt es.

 

Fahren auf dem "Waldweg"Fahren auf dem "Waldweg"Nicht falsch verstehen: Ich bin Fußball-Fan. In meiner Stadt kommt man sowieso nicht daran vorbei. Ich sage nur, dass man auch mal über den Tellerrand schauen muss. Motorsport ist zwar nicht so populär (in Deutschland) wie etwa Fußball, es hat aber durchaus seine Existenzberechtigung. Überhaupt: Alle Aktivitäten haben einen Sinn und Zweck. Sogar Rennautos, die angeblich sinnlos im Kreis fahren. Und sei es nur zur Unterhaltung. Nicht wenige Personen verdienen damit sogar viel Geld. Wodurch es also auf beiden Seiten zu einem Nutzen kommt.

 

Das selbe lässt sich auch auf viele andere Freizeitaktivitäten und Sportarten ausweiten:

Golfplätze zerstören weitläufig Landschaften. Eis- und Ski-Hallen fressen Strom ohne Ende. Auch Tennis wird international ausgeführt, und auch zu diesen Events "jetten" Profis wie Zuschauer um die ganze Welt.

 

Natürlich gibt es nicht nur internationale Events im Motorsport. Es gibt auch viele nationale Veranstaltungen. Darunter auch viele Amateur-Rennen, die den ursprünglichen motorsportlichen Gedanken oftmals ohne Verfälschung besser wiedergeben als die auf maximalen Profit und auf maximales Marketing getrimmte DTM oder Formel 1.

Ich will nicht sagen, dass diese Serien nicht umweltschädlich sind. Sie sind es. Wie wir gelernt haben wie jede andere Freizeitaktivität eben auch. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Ganz egal ob das nun eine Serie mit E-Autos oder mit konventionellen Verbrennungsmotoren ist.

 

Fahren im NaturschutzgebietFahren im NaturschutzgebietDas selbe lässt sich allerdings auch auf den Individualverkehr anwenden. Weltweit gesehen dürfte der Schadstoffausstoss der Großindustrie, der Agrarindustrie - und nicht zuletzt - der privaten Haushalte die Emissionen des Individualverkehrs bei weitem übersteigen. Leute, die sich jedes Jahr ein "umweltfreundlicheres" Auto kaufen tun der Umwelt keinen Gefallen, sondern allerhöchstens der Industrie und dem Staat, der sich über (Mehrwert-)Steuereinnahmen und über die Konjunktur freuen darf.

Es wäre weitaus sinnvoller ein Auto bis zum Exitus zu fahren, denn ein neues Auto muss ja schließlich auch erst produziert werden. Dank unserer globalisierten Welt werden die Ressourcen dafür von allen Erdteilen zusammengetragen. Ob nun Silizium für die Mikrochips und die Scheiben, über Aluminium für Motoren- und Karosserieteile, Gummi- und Kunststoffe, Lithium und Cadmium für die Batterien, Kupfer, Zinn, Eisen, etc. pp.

Doch die Wahrheit ist: So funktioniert unsere Wirtschaft nunmal. Die Fuhre muss an den Mann/die Frau gebracht werden. Nur wenn Leute konsumieren können unsere Unternehmen wachsen. Und Wachstum ist wichtig, da nur so die Investitionen wieder hereingeholt werden können. Umwelt hin oder her.

 

Auch das Verhalten einiger Leute sich ein Elektroauto zu kaufen und dann zwei Mal im Jahr in den Urlaub zu fliegen ist für mich ein wenig befremdlich. Man könnte fast schon sagen "scheinheilig".

Wenn das Elektroauto Erfolg haben will, dann über wirtschaftliche Argumente. Ansonsten gibt es keinen Anreiz dafür. Über das schlechte Gewissen schon garnicht.

 

Aber um wieder auf den Motorsport zurückzukommen:

 

Die Lärmbelastung habe ich bis jetzt fast außer Acht gelassen. Ich sehe das so: Beim Fußball gibt es auch eine entsprechende Lärmbelastung. Als Anwohner sollte man wissen in welche Gegend man zieht. Ich kann sogar die Leute am Bilster Berg verstehen, wo die Rennstrecke neu hingebaut worden ist. Dementsprechend wurden auch heftige Lärmbegrenzungsmaßnahmen umgesetzt. An der Nordschleife, die schon seit mehr als 90 Jahren besteht, verstehe ich die Anwohner allerdings überhaupt nicht. Das ist ja so als ob ich neben einen Flughafen ziehen würde, und mich dann darüber beschwere dass dort Flugzeuge landen und starten. Von solchen Fällen höre ich mittlerweile zu Hauf. Selbiges auch in meiner Heimatstadt wo man das Tempolimit einer Hauptstraße (B1) vor Jahren heruntergesetzt hat, weil sich Anwohner wegen des Lärms beschwert haben. Die billige Miete nahmen diese Leute aber gerne in Kauf!

Die Natur kann sich selbstredend gegen den Lärm nicht verteidigen, unbestritten. Das kann sie auch in Städten nicht, das kann sie auch nicht bei Weltraumzentren (Cape Canaveral ist ein gutes Beispiel), das kann sie auch nicht bei Flugplätzen, Konzerten, etc. Und vom Militär habe ich bisjetzt auch noch nicht gesprochen. Jeder Kampfjet verbraucht in einer Betriebsstunde wahrscheinlich mehr als alle F1-Autos zusammen während eines Renntags. Der Mensch verdrängt nunmal die Natur aus seinem Umfeld. Er dominiert seinen Lebensraum, und verändert diesen auch zu seinen Gunsten.

 

Um ein Statement für den Schluss zu ziehen:

 

Motorsport ist nicht umweltfreundlich, auch wenn manche Leute etwas anderes sagen. Erst recht machen Maximalverbräuche, Hybridsysteme und Elektromotoren keine "grüne" oder "saubere" Rennserie aus. Das wissen die Verantwortlichen auch. Allerdings müssen diese Leute mit dem Trend gehen. Und der Trend geht eben in die Richtung "Mehr Schein als sein".

Passt das in unsere heutige Zeit? Ich finde ja. So lange die Menschen daran Spaß haben passt es sehr gut in die Zeit. Ansonsten müsste man alle anderen Aktivitäten des Menschen ebenfalls hinterfragen. Das Problem ist nicht, dass es das alles gibt. Das Problem ist das zu viele Menschen existieren. Und jeder will alles haben. Das liegt in unserer Natur. Die Überbevölkerung werden wir allerdings mit humanen Mitteln leider nicht lösen können.

Den Motorsport zu verbieten wird jedenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, und es wird der Umwelt nicht wirklich signifikant helfen. Ich spreche da gerne auch vom "Ameisenpfurz im Orkan".

 

Ich hoffe sehr, dass ich einige Anregungen hinterlassen konnte. Ich bitte um eine sachliche Diskussion in den Kommentaren.

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24.03.2016 19:51    |    Cupkake

@sukkubus

 

Ich wüsste nicht das Schiffe durch Straßen in Wohngegenden fahren und dort Nano-Teilchen emittieren.

 

Dein Fehlverhalten musst du dir nicht schönreden.


24.03.2016 20:02    |    Ascender

Schiffe können aber sehr wohl in Hafenstädten anlegen, und da die Motoren Tag und Nacht laufen, und eigentlich nie abgestellt werden, setzen diese sehr große Umweltgefahren frei.

Vor allem aber, gemessen an den Schiffen, die auf den Ozeanen unterwegs sind, werden tonnenweise schädliche Abgase in die Atmosphäre geblasen. Ich denke schon, dass man diese Debatte nicht nur auf den Feinstaub reduzieren sollte.


24.03.2016 21:56    |    Cupkake

Und wie viele Menschen leben an Häfen in Deutschland im Vergleich zu denen, welche im Landesinneren wohnen?

 

Und nein, nicht alle Schiffe laufen durch. Habe selber mal an der Küste gewohnt, die Luft war sehr gut. Ander als in der Großstadt zu Stoßzeiten...


24.03.2016 22:11    |    Ascender

Die wenigsten. Das Problem ist doch aber nicht nur auf Deutschland bezogen, sondern global. Wie viele Menschen leben an der Küste? Wie viele davon in Hafenstädten? Deutschland ist nicht der Nabel der Welt.

Und sind wir weltweit gesehen nicht doch auch (indirekt) von diesen Abgasen betroffen? Zumindest sagen das die Befürworter einer Theorie, die behauptet der Mensch sei Schuld am Klimawandel.


24.03.2016 22:27    |    DeutzDavid

Zitat:

Und nein, nicht alle Schiffe laufen durch

Kommt drauf an... Mein Vater entwickelt diese Anlagen für die Schiffe mit, damit sie nicht mehr ständg ihren eigenen Strom mit den Dieseln erzeugen müssen

 

Aber erst in den letzten Jahren populär geworden

 

Vorher, und noch in fast allen Ländern, sieht das so aus:

 

http://www.hamburg-zwei.de/.../Yang-Ming-Utmost_slider_rs.jpg

 

 

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=M5ywGOB3drM

 

 

Interessiert die Reedereien überhaupt nicht


24.03.2016 22:32    |    Ascender

Jupp, dabei würde es gerade bei Schiffen technisch kein Problem sein entsprechende Abgasreinigungs und -rückfuhranlagen zu verbauen. Bei Flugzeugen ist das etwas komplizierter aufgrund der Konstruktionsweise von Staustrahltriebwerken und ihrer enormen Hitzeentwicklung, sowie aufgrund des Gewichts.


25.03.2016 04:49    |    I_MIKE_I

Zitat:

- Lärmbelastung für Mensch und Tier

Wurde bei der Errichtung der Rennstrecke bedacht, davon abgesehen ist die Lärmbelästigung durch Zug/Autobahn nicht nennenswert geringer und diese führen durch Wohngebiete.

 

Zitat:

- Emissionen der Rennfahrzeuge durch Motoren

Die meisten modernen Rennfahrzeuge sind relativ sparsam.

Da weniger Treibstoff an Bord weniger Gewicht bedeutet, wird einiges für die Entwicklung getan.

 

Zitat:

- Emissionen der Rennfahrzeuge durch Abrieb (Reifen, Bremsen)

Vernachlässigbar.

 

Zitat:

- Kraftstoffverbrauch der Rennfahrzeuge

Zählt das nicht zu den "Emmisionen der Rennfahrzeuge durch Motoren"?

 

Zitat:

- Emissionen durch Infrastruktur und Logistik (Fahrzeuge für Catering, Ersatzteile, etc.)

Fällt nicht höher aus als bei anderen Sportereignissen.

 

Zitat:

- Kraftstoffverbrauch der Logistik- und Infrastrukturfahrzeuge

Fällt nicht höher aus als bei anderen Sportereignissen.

 

Zitat:

- Emissionen der anreisenden Zuschauer

Fällt nicht höher aus als bei anderen Sportereignissen.

 

Zitat:

- Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge der Zuschauer

Fällt nicht höher aus als bei anderen Sportereignissen.

 

Zitat:

- Auslaufende Betriebsmittel, etwa durch techn. Defekt oder Unfall

Mal abgesehen davon, dass die Auflagen für Rennstrecken was dies betrifft lächerlich gering erscheinen im Vergleich dazu, dass ich mein eigenes Auto auf Grund eines vom Gesetz vermuteten

wenn zugleich von anderen Gesetzen verbotenen Ölverlusts nicht auf meinem Grundstück mit einem Hochdruckreiniger säubern darf, solange ich nicht alles betoniere und über einen Ölabscheider verfüge.

 

Zitat:

- Konstruktion einer Rennstrecke

Nicht nennenswert über die Dauer der Nutzung.

 

Zitat:

- Betrieb einer Rennstrecke

Auch nicht unbedingt nennenswert.

 

Ich könnte nun dutzende Beispiele schreiben, weshalb der Motorsport kein großer Faktor für den Klimawandel ist, aber um ehrlich zu sein finde ich eine Diskussion darüber lächerlich solange mit Steuergeld subventionierte Kohle und Gas Kraftwerke gebaut/betrieben werden.

 

Die Technologie um eben keine Gas/Kohlekraftwerke zu brauchen ist vorhanden und zum Teil schon ausgereift... was doch recht deutlich zeigt, dass die Menschen - welche Rennwagen, Rennreifen etc. entwickeln - deutlich mehr an die Umwelt denken als z.B. jene Politiker die u.A. K+S seit JAHRZEHNTEN erlauben ihren Sondermüll in die Erde zu pumpen...


25.03.2016 09:25    |    Ascender

Soweit gehe ich da mit dir konform.

Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke werden zur Abdeckung der Grundlast genutzt, weil diese lange brauchen um anzulaufen. Die kann man nicht einfach abschalten und neu starten.

Zum Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz (mangelnde Windkraft / mangelnde Sonnenenergie / viele Leute machen das Licht gleichzeitig an oder aus) gibt es Mittel- und Spitzenlastkraftwerke, die mit Steinkohle oder Erdgas betrieben werden. Auch Pumpspeicher haben diese Funktion. Gerade die Gaskraftwerke sind sehr schnell in der Anpassung.

Ganz ohne Energiemix geht es dann auch nicht, zumal wir uns von der Atomkraft trennen.

 

Alles mit Windrädern zuzupflastern halte ich jetzt auch für eine schlechte Lösung. Solarstrom alleine wird auch nicht die Lösung sein. Umweltfreundliche, und ungefährliche Energie werden wir erst mit Fusionskraftwerken erzeugen können. Davon sind wir aber noch mindestens ein paar Jahrzehnte entfernt. So lange müssen wir eben mit dem auskommen was uns technologisch zur Verfügung steht.


25.03.2016 22:44    |    sukkubus

Zitat:

Cupkake

 

Und wie viele Menschen leben an Häfen in Deutschland im Vergleich zu denen, welche im Landesinneren wohnen?

scherzkeks. den schröcklichen 'klimagasen' dürfte es ziemlich egal sein, wo sie auf der welt herausgepustet werden.:D

 

und lustigerweise ist das feinstaubproblem erst richtig mit den 'modernen' dieseln und benzin-direkteinspritzern entstanden, mal ganz am rande....:rolleyes:


26.03.2016 00:30    |    Cupkake

Genau darauf wollte ich hinaus? Komisch wie man meinen Beitrag missverstehen kann.


Deine Antwort auf "Motorsport - passt das in unsere Zeit?"