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31.03.2016 13:59    |    Ascender    |    Kommentare (17)

Hallo liebe Motor-Talker,

 

einer der besten Youtube-Kanäle für Autoverrückte ist sicherlich der "Motor Trend Channel", welcher dem gleichnamigen Magazin entstammt, das seit 1949 in den USA erscheint. Mit Formaten wie etwa "Roadkill" oder aber auch "HOT ROD Garage" und "Ignition" ist das Angebot vielfältig, Abwechslungsreich und spannend. Ich würde ja fast schon sagen, dass dieser Youtube-Kanal "Top Gear" ersetzen kann.

Doch wer schon immer mal die "Basics" für das Befahren einer Rennstrecke erlernen wollte ist sicherlich mit der Serie "The Racing Line" gut beraten. Moderiert und Veranschaulicht wird das Ganze von dem US-amerikanischen Rennfahrer Randy Pobst. Und zwar mit viel Witz! Genießt die Show! Englischkenntnisse sind natürlich vorausgesetzt.

Gerne können hier zu den einzelnen Episoden Fragen gestellt und diskutiert werden.

 

Episode I

Oversteer: The party drug of driving!

 

 

Episode II

Passing: Know how to dominate!

 

 

Episode III

Shifting: Don't be a shift knob!

 

 

Episode IV

The racing line: The only line you need!

 

 

Episode V

Braking: Brake yourself, fool!

 

 

Episode VI

The skidpad: Slave to the limit!

 

 

Episode VII

Street Tires vs Track Tires: Oooooh That Sticky Icky!

 

 

Episode VIII

Understeer: Your Overprotective Mother!

 

 

Episode IX

FWD vs RWD vs AWD: Know How to Handle Your Junk!

 

 

Episode X

Smooth vs. Aggressive: Which is Faster?

 

 

Episode XI

Pushing Your Weight Around, Weight Management! or Heavy Tires!

 

 

Episode XII

Humps and the Bumps

 

 

Alle Videos findet ihr auf dem Motor Trend Channel:

 

https://www.youtube.com/user/MotorTrend

http://www.motortrend.com/

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20.03.2016 13:23    |    Ascender    |    Kommentare (49)

Hallo liebe Motor-Talker!

 

Heute möchte ich mich über unsere Umwelt, über Politik und mein Hobby - den Motorsport - unterhalten. Die Fragestellung aus dem Titel ist ja schon recht eindeutig und bedarf keiner weiteren Erklärung.

 

Ich werde mich dieser Frage mit logischen Argumenten nähern.

Zunächst einmal gilt es zu klären welche Umweltgefahren aus dem Motorsport hervorgehen können. Ich zähle diese hier auf:

 

- Lärmbelastung für Mensch und Tier

- Emissionen der Rennfahrzeuge durch Motoren

- Emissionen der Rennfahrzeuge durch Abrieb (Reifen, Bremsen)

- Kraftstoffverbrauch der Rennfahrzeuge

- Emissionen durch Infrastruktur und Logistik (Fahrzeuge für Catering, Ersatzteile, etc.)

- Kraftstoffverbrauch der Logistik- und Infrastrukturfahrzeuge

- Emissionen der anreisenden Zuschauer

- Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge der Zuschauer

- Auslaufende Betriebsmittel, etwa durch techn. Defekt oder Unfall

- Konstruktion einer Rennstrecke

- Betrieb einer Rennstrecke

 

Das klingt natürlich alles reichlich negativ, und es stimmt auch: Motorsport ist nicht gut für die Umwelt. Das wird es niemals sein! Dieser Artikel soll diese Tatsache auch garnicht verdrehen.

Es ist sinnvoll nationale von internationalen Rennserien zu unterscheiden.

Denn die Logistik - etwa bei einem Formel 1-Rennen - stößt mehr Schadstoffe aus als die paar Autos, die dort sinnlos im Kreis herumfahren. Die Teams reisen ja alle paar Wochen aus allen Teilen der Welt mit dem Flugzeug an. Dazu hat jedes F1-Team etwa 300 Tonnen an Material zu verschicken - zu jedem Rennen!

Während Ausrüstung - wie die mehrstöckigen Hospitality-Bauten und alles andere über eine ganze Saison gleichbleibende Material - per Schiff oder mit bis zu 24 LKWs pro Team verschickt wird, werden kostbare elektronische Geräte und die drei Autos, die bei jedem Rennen vor Ort sein müssen, per Flugzeug an die Rennstrecke gebracht. Zuletzt reisen Mitarbeiter und Fahrer ebenfalls per Flugzeug an.

 

Das erschreckende hierbei: Die Formel E - ebenfalls eine internationale Rennserie - ist hier kaum besser. Sie genießt aufgrund der Elektro-Rennautos einen besonders "grünen" Ruf - dabei werden das Material und die Menschen ähnlich um den halben Globus geschickt wie bei der F1 auch. Dort werden sogar mehr Autos pro Team durch die Gegend geschickt, denn die E-Autos haben ein Reichweitenproblem und müssen mitten im Rennen beim Boxenstop getauscht werden. Ja, richtig: Der Fahrer wechselt mitten im Rennen das Auto.

 

Lokal sind die Rennautos emissionsfrei, und sie produzieren auch keinen Lärm, wodurch Rennen einfacher in (abgesperrten) Innenstädten durchgeführt werden können. Emissionen entstehen allerdings auch dabei: Durch den Abrieb der Reifen und der Bremsen. Letzteres ist übrigens ein Produzent von Feinstaub, welcher in Verdacht steht krebserregend zu sein. Wahrscheinlich ist die Belastung aber auch nicht höher bei normalem Stop&Go-Straßenverkehr. Schließlich sind dort viel mehr Fahrzeuge (auch große und schwere LKWs) unterwegs als ein paar wenige Rennautos.

 

Unter Druck gesetzt sahen sich die Vermarkter der Formel 1 dazu gezwungen Dinge wie eine Maximalverbrauchsregel und Hybridsysteme einzuführen. Doch wie wir nun wissen sind nicht die Rennautos die Umweltsünde, sondern die Logistik dahinter. Es hört sich aber in den Schlagzeilen besser an, wenn man sagt, dass man die Rennautos umweltfreundlicher machen würde.

 

Wie bei jeder Freizeitaktivität wird beim Motorsport Energie verbraucht, und unterschiedlich umgewandelt - bspw. in Bewegung.

Wieso spreche ich nun andere Freizeitaktivitäten an? Nun, es ist ganz einfach. Ein Vergleich, wenn man so will. Mein liebstes Beispiel ist Fußball:

 

Beim Fußball gibt es diese Umweltdiskussionen nicht. Merkwürdigerweise muss man dazu schreiben. Denn es gibt viele Stadien - sowohl in der Welt als auch speziell in Deutschland. Teams und zehntausende von Zuschauern reisen zu jedem Bundesligaspiel an. Mit dem Auto, oder Bus und Bahn. Die Bahn mag zwar mit Strom fahren, aber dieser muss ja auch irgendwo produziert werden.

Ich habe das Vergnügen in der Stadt Dortmund zu wohnen. Zufälligerweise haben wir das größte Stadion der Liga - mit über 85.000 Plätzen. Die Logistik-LKWs, welche Getränke und Nahrungsmittel, aber auch ganze Putzkolonnen ins Stadion entlassen, sehe ich vor und nach jedem Spieltag. Ebenso die Polizei, die Feuerwehr und die Rettungssanitäter, welche zu jedem Spiel anreisen. Nicht vergessen darf man die Müllabfuhr, welche an Spieltagen Sonderschichten fährt. Und dann die Fragen: Was zieht sich eigentlich so ein Flutlichtscheinwerfer durch? Wie viel Qualm produzieren die Zuschauer durch Zigaretten? Wie oft werden die Rasen ausgetauscht, und woher kommen diese?

Wie viele internationale Spiele gibt es weltweit gesehen? Wie viele Leute reisen zu solchen Veranstaltungen? Fakt ist: Es gibt weit mehr Fußball-Spiele als Rennveranstaltungen.

Warum gibt es dort keine Umweltdiskussion? Weil die Wahrnehmung eine andere ist. 22 Jungs rennen auf einer grünen Wiese einem Ball hinterher. Umwelt? Keiner hinterfragt es.

 

Nicht falsch verstehen: Ich bin Fußball-Fan. In meiner Stadt kommt man sowieso nicht daran vorbei. Ich sage nur, dass man auch mal über den Tellerrand schauen muss. Motorsport ist zwar nicht so populär (in Deutschland) wie etwa Fußball, es hat aber durchaus seine Existenzberechtigung. Überhaupt: Alle Aktivitäten haben einen Sinn und Zweck. Sogar Rennautos, die angeblich sinnlos im Kreis fahren. Und sei es nur zur Unterhaltung. Nicht wenige Personen verdienen damit sogar viel Geld. Wodurch es also auf beiden Seiten zu einem Nutzen kommt.

 

Das selbe lässt sich auch auf viele andere Freizeitaktivitäten und Sportarten ausweiten:

Golfplätze zerstören weitläufig Landschaften. Eis- und Ski-Hallen fressen Strom ohne Ende. Auch Tennis wird international ausgeführt, und auch zu diesen Events "jetten" Profis wie Zuschauer um die ganze Welt.

 

Natürlich gibt es nicht nur internationale Events im Motorsport. Es gibt auch viele nationale Veranstaltungen. Darunter auch viele Amateur-Rennen, die den ursprünglichen motorsportlichen Gedanken oftmals ohne Verfälschung besser wiedergeben als die auf maximalen Profit und auf maximales Marketing getrimmte DTM oder Formel 1.

Ich will nicht sagen, dass diese Serien nicht umweltschädlich sind. Sie sind es. Wie wir gelernt haben wie jede andere Freizeitaktivität eben auch. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Ganz egal ob das nun eine Serie mit E-Autos oder mit konventionellen Verbrennungsmotoren ist.

 

Das selbe lässt sich allerdings auch auf den Individualverkehr anwenden. Weltweit gesehen dürfte der Schadstoffausstoss der Großindustrie, der Agrarindustrie - und nicht zuletzt - der privaten Haushalte die Emissionen des Individualverkehrs bei weitem übersteigen. Leute, die sich jedes Jahr ein "umweltfreundlicheres" Auto kaufen tun der Umwelt keinen Gefallen, sondern allerhöchstens der Industrie und dem Staat, der sich über (Mehrwert-)Steuereinnahmen und über die Konjunktur freuen darf.

Es wäre weitaus sinnvoller ein Auto bis zum Exitus zu fahren, denn ein neues Auto muss ja schließlich auch erst produziert werden. Dank unserer globalisierten Welt werden die Ressourcen dafür von allen Erdteilen zusammengetragen. Ob nun Silizium für die Mikrochips und die Scheiben, über Aluminium für Motoren- und Karosserieteile, Gummi- und Kunststoffe, Lithium und Cadmium für die Batterien, Kupfer, Zinn, Eisen, etc. pp.

Doch die Wahrheit ist: So funktioniert unsere Wirtschaft nunmal. Die Fuhre muss an den Mann/die Frau gebracht werden. Nur wenn Leute konsumieren können unsere Unternehmen wachsen. Und Wachstum ist wichtig, da nur so die Investitionen wieder hereingeholt werden können. Umwelt hin oder her.

 

Auch das Verhalten einiger Leute sich ein Elektroauto zu kaufen und dann zwei Mal im Jahr in den Urlaub zu fliegen ist für mich ein wenig befremdlich. Man könnte fast schon sagen "scheinheilig".

Wenn das Elektroauto Erfolg haben will, dann über wirtschaftliche Argumente. Ansonsten gibt es keinen Anreiz dafür. Über das schlechte Gewissen schon garnicht.

 

Aber um wieder auf den Motorsport zurückzukommen:

 

Die Lärmbelastung habe ich bis jetzt fast außer Acht gelassen. Ich sehe das so: Beim Fußball gibt es auch eine entsprechende Lärmbelastung. Als Anwohner sollte man wissen in welche Gegend man zieht. Ich kann sogar die Leute am Bilster Berg verstehen, wo die Rennstrecke neu hingebaut worden ist. Dementsprechend wurden auch heftige Lärmbegrenzungsmaßnahmen umgesetzt. An der Nordschleife, die schon seit mehr als 90 Jahren besteht, verstehe ich die Anwohner allerdings überhaupt nicht. Das ist ja so als ob ich neben einen Flughafen ziehen würde, und mich dann darüber beschwere dass dort Flugzeuge landen und starten. Von solchen Fällen höre ich mittlerweile zu Hauf. Selbiges auch in meiner Heimatstadt wo man das Tempolimit einer Hauptstraße (B1) vor Jahren heruntergesetzt hat, weil sich Anwohner wegen des Lärms beschwert haben. Die billige Miete nahmen diese Leute aber gerne in Kauf!

Die Natur kann sich selbstredend gegen den Lärm nicht verteidigen, unbestritten. Das kann sie auch in Städten nicht, das kann sie auch nicht bei Weltraumzentren (Cape Canaveral ist ein gutes Beispiel), das kann sie auch nicht bei Flugplätzen, Konzerten, etc. Und vom Militär habe ich bisjetzt auch noch nicht gesprochen. Jeder Kampfjet verbraucht in einer Betriebsstunde wahrscheinlich mehr als alle F1-Autos zusammen während eines Renntags. Der Mensch verdrängt nunmal die Natur aus seinem Umfeld. Er dominiert seinen Lebensraum, und verändert diesen auch zu seinen Gunsten.

 

Um ein Statement für den Schluss zu ziehen:

 

Motorsport ist nicht umweltfreundlich, auch wenn manche Leute etwas anderes sagen. Erst recht machen Maximalverbräuche, Hybridsysteme und Elektromotoren keine "grüne" oder "saubere" Rennserie aus. Das wissen die Verantwortlichen auch. Allerdings müssen diese Leute mit dem Trend gehen. Und der Trend geht eben in die Richtung "Mehr Schein als sein".

Passt das in unsere heutige Zeit? Ich finde ja. So lange die Menschen daran Spaß haben passt es sehr gut in die Zeit. Ansonsten müsste man alle anderen Aktivitäten des Menschen ebenfalls hinterfragen. Das Problem ist nicht, dass es das alles gibt. Das Problem ist das zu viele Menschen existieren. Und jeder will alles haben. Das liegt in unserer Natur. Die Überbevölkerung werden wir allerdings mit humanen Mitteln leider nicht lösen können.

Den Motorsport zu verbieten wird jedenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, und es wird der Umwelt nicht wirklich signifikant helfen. Ich spreche da gerne auch vom "Ameisenpfurz im Orkan".

 

Ich hoffe sehr, dass ich einige Anregungen hinterlassen konnte. Ich bitte um eine sachliche Diskussion in den Kommentaren.

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09.03.2016 13:52    |    Ascender    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Hallo liebe Motor Talker!

 

es wird Zeit für eine kurze Zwischenmeldung. Die Dose gibt es noch, und sie wurde über den Winter umfangreich überarbeitet. Vor kurzem war die "Hochzeit", also das Zusammenführen des neuen Motors mit dem übrigen Auto.

Gemacht wurden folgende Dinge:

 

 

- alter Motor raus

- M42 B18-Motor (16V-Technik aus dem 318iS) besorgt, komplett überholt, Zylinderkopf bearbeitet, scharfe Nockenwelle- Dazu passendes Getriebe besorgt, überholt und reingehängt

- Kurze Hinterachse vom 318iS besorgt, überholt und eingebaut

- Federbeine hinten vom 318iS besorgt, überholt und eingebaut

- Umbau auf Scheibenbremsen hinten

- H&R-Federn für hinten besorgt und eingebaut

- Motor eingebaut

- Schaltgestänge festgeschweißt

 

Aktuell stehen nur noch Kleinigkeiten an. Der Motor bekam ein frei programmierbares Steuergerät. Die Anpassungen lasse ich von einem befreundeten Fachmann durchführen. Ich bin schon auf den Leistungsprüfstand gespannt.

 

Wo die Reise in diesem Jahr hingehen wird weiß ich noch nicht. Wenn ich ein oder zwei Mal die Rennstrecke unter die Räder nehmen kann bin ich erstmal zufrieden. Leider wurde mein Budget für diese Saison schon fast verbraten.

Die Eintragungen muss ich auch noch durchführen sobald das Auto fahrbereit ist. Der HU-Termin wurde schon, aufgrund der Arbeiten, um zwei Monate überzogen. Ich wollte aber das Auto nicht abmelden. Das war mir zu viel Aufwand (Versicherung, Rennerei zu den Zulassungsstellen, etc.).

 

 

Ich überlege immernoch ob ich das Auto nicht doch verkaufe. Ich habe aber erstmal entschieden dieses Jahr noch damit zu fahren. Der Aufwand und die Mühe sollen sich ja auch lohnen.

Eventuell ergibt sich beruflich noch eine Änderung, dann hätte ich sowieso kein Problem mehr. Aber das steht noch alles in den Sternen.

 

Sobald ich etwas neues habe werde ich mich, wie gewohnt, melden.

 

Etwas erfreuliches noch: Für meinen 5er BMW habe ich BBS-Räder zu einem guten Preis ergattert. Damit steht er sehr gut da. Es macht Spaß das Auto im Alltag zu bewegen.

 

Vielen Dank für das Lesen und kommentieren.

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05.11.2015 17:02    |    Ascender    |    Kommentare (10)

SchaltungSchaltung

Hallo liebe Motor-Talker!

 

Es gibt Momente im Leben, in denen man manchmal keinen Rat weiß. Sämtliche Hoffnung scheint verloren, und es gibt kein Vor- und Zurück mehr.

 

Automobiltechnisch habe ich diesbezüglich schon viel erlebt: Von durchgeschmorten Steuerplatinen, über Kolbenfresser, bis hin zu gebrochenen Antriebswellen und explodierenden Bremsen.

 

Im letzten Jahr beispielsweise, gab die Kupplung meines straßenzugelassenen Rennwagens auf. Zum Glück nicht während einer Veranstaltung, sondern auf der Heimfahrt von einer Spezial-Werkstatt (Fahrwerk). Es waren noch gut und gerne 70 Kilometer zu fahren als ich bemerkte, dass die Kupplung nicht mehr reagierte. Na toll. Was tun? Auf einen Parkplatz runterfahren und den ADAC rufen? Oder schlägt man sich schon irgendwie durch? Ich beschloss letzteres! Ich hatte ja immerhin nichts zu verlieren und alles zu gewinnen.

 

 

 

 

Auf der Autobahn ist das ja nicht weiter tragisch, aber je näher man meiner Heimat kam, umso schwieriger wurde es. Der fünfte Gang ist nun mal für den innerstädtischen Verkehr oftmals die falsche Wahl, und irgendwann musste ich schalten.

 

Ich wusste mir jedoch zu helfen: Mit einer einfachen Methode lassen sich die Gänge auch ganz ohne Kupplung wechseln! Diese Fahrtechnik soll hier heute erörtert und diskutiert werden.

 

Im Prinzip geht es darum die Drehzahlen des Motors an die des Antriebsstrangs anzupassen. Um einen Zwischengasstoß kommen wir also nicht herum.

Der Ablauf ist folgendermaßen:

 

1. Merkt euch bei eingelegtem Gang die aktuelle Drehzahl des Motors

2. Führt den Schalthebel in die neutrale Stellung - das geht auch ohne Kupplung

3. Versucht mit einem Zwischengasstoß auf die vorherige Drehzahl zu kommen

4. Drückt den Schalthebel in den gewünschten Gang - hier kann ein gewisser Kraftaufwand erforderlich sein

 

Das Ganze fühlt sich nicht besonders gut an, und besonders ruckfrei ist es auch nicht. Es funktioniert aber im Notfall ganz gut. Nur das Anfahren ist ohne Kupplung schwierig.

Ich bevorzuge da die Methode des "anschieben lassen" oder besser "bergab rollen lassen".

Beides sehr effektiv, allerdings kann es bei ersterer Methode durchaus eine Weile dauern bis sich geeignete Helfer finden, die das Problem verstehen und auch bereit dazu sind. Im dichten Stadtverkehr kann das schnell mal eine nervenraubende Angelegenheit sein.

Falls möglich sollte man sich also eine Route ohne Ampeln überlegen, und falls man doch auf eine trifft, dann am besten bei abschüssigem Gelände.

 

Ich habe auch gemerkt, dass der dritte und der vierte Gang ohne Kupplung relativ einfach einzulegen sind, und es bei den anderen durchaus schwieriger werden kann, oder manchmal auch überhaupt nicht funktioniert.

Man kann sich leicht vorstellen, dass dies so gewollt ist - denn der dritte Gang wird in vielen Notlaufprogrammen bei Automatikgetrieben verwendet. Vielleicht spinne ich mir das jetzt zusammen. Es muss ja nicht in jedem Fahrzeug so sein.

 

Jedenfalls kam ich mit der besagten Methode nach Hause.

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16.10.2015 09:49    |    Ascender    |    Kommentare (50)

Hallo liebe Motor Talker!

 

Der letzte Rennstreckenbesuch ist schon eine Weile her, und der Bericht ist in Verzug. Die Umstände werde ich hier im Folgenden erklären, und ich denke, dass ihr dafür Verständnis haben werdet.

 

Ich hatte mich für den sechsten Lauf bei der Serie GLP-1 am Nürburgring genannt. Dieser fand am 19. September statt.

Leider spielte zunächst das Wetter, und anschließend die Technik nicht mit. Nach dem ungünstigen Lauf vom letzten mal hatte ich die Hoffnung, dass ich dieses Mal die Veranstaltung mit einem besseren Ergebnis beenden könnte. Nun, das Gegenteil war der Fall.

 

Doch zurück zum Anfang: Wieder einmal machte ich mich mitten in der Nacht von Dortmund aus auf dem Weg zum Ring. Der bedeckte Himmel, und eine herannahende Schlechtwetterfront verkündeten bereits nichts gutes.

Das Auto lief, ich hatte alle meine Brocken dabei, und mir kam der Satz in den Sinn: "What can possibly go wrong?"

 

Nach der Dokumentenabnahme erfolgte in aller Frühe die technische Abnahme, bei der mein Öl-Catch-Tank beanstandet wurde, obgleich dies beim letzten Mal (und auch beim TÜV) kein Problem darstellte. Darüber möchte ich mich garnicht echauffieren. Der Fehler lag bei mir, und ich werde das über den Winter beheben. Schließlich will ich ja auch, dass alles einwandfrei ist.

 

Die Bedingungen auf der Strecke waren haarsträubend. Es war äußerst schmierig, und direkt in der Einführungsrunde verunfallte ein Golf sehr heftig im Bereich Fuchsröhre. Der Motor lag drei Meter von dem zerfetzten Wrack entfernt! Die Insassen sahen wir hinter der Leitplanke. Es ging ihnen also soweit gut. Bei dem nachfolgenden Doppelgelben-Flaggenmeer fühlte ich mich an das dortmunder Westfalenstadion erinnert. So viele Teilnehmer hat es an diesem Tag herumgedreht. Zum Glück sind mir keine weiteren Kaltverformungen bekannt.

 

Da ich meine Semi-Slicks aufgezogen hatte, war von Grip keine Rede. Es war eine Mischung aus Eiertanz und Schlittschuhlaufen, was das Auto da vollzog. Bei der kleinsten Lenkbewegung brach das Heck aus. Dementsprechend war ich äußerst langsam unterwegs, immer darauf bedacht das Auto auf der Strecke zu halten. Ich hatte hier das Gefühl die ganze Zeit an der Haftungsgrenze zu fahren! Des Weiteren schaltete ich früh hoch und ging sehr Behutsam mit dem Gaspedal und der Bremse um. Auf Kuppen trat ich schon immer das Kupplungspedal durch um möglichst viel Ruhe in das Auto zu bekommen. Dieses Vorhaben gelang glücklicherweise.

 

 

Unsere erste Bestätigungsrunde trafen wir, trotz der widrigen Umstände, äußerst genau. Was danach folgte war jedoch nicht mehr so furios. Erinnert ihr euch noch an meine Probleme mit der Schaltstange beim letzten Mal? Genau! Diesmal brach das Schaltgestänge nach unten einfach komplett ab. Die Geräusche, die das Gestänge verursachte als es auf die Kardanwelle schliff, ließen befürchten, dass es diesmal etwas teurer werden würde. Ich stellte das Auto kurz vor dem Bereich "Karussel" auf dem Grünstreifen ab. Keine Minute später tauchte schon das Intervention-Car im Rückspiegel auf, welches zuvor andere Teilnehmer versorgt hatte.

Kurzerhand nahm man mich an den Haken, mit der Zusage mich zum Fahrerlager zu schleppen.

Ich kann euch versichern: Es ist ein echt doofes Gefühl, wenn man mit einem sehr kurzen Abschleppseil über eine Rennstrecke gezogen wird. Die Kollegen im Intervention-Car waren nicht gerade gefühlvoll im Umgang mit Gas- und Bremspedalen. Ich beobachtete das Seil ganz genau. Sobald es erschlaffte trat ich auf die Bremse. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich kaum noch Pedaldruck. Die Bremswirkung bei meinem Auto war, trotz eingeschaltetem Motor kaum noch vorhanden. Das war scheinbar Fading. Die Bremse hatte ja kaum Zeit zum kühlen, solange wir geschleppt wurden.

Mein Versuch dies mit der Lichthupe dem Vordermann anzuzeigen schlug fehl. Ich hielt schon den Handbremshebel griffbereit, falls es zum äußersten kommt.

 

 

 

 

 

Glücklicherweise (?) schleppte man uns nur bis zur Notfallbucht am Pflanzgarten. Einmal quer über die Bundesstraße, ziemlich zügig durch ein etwas sehr tiefes Schlagloch auf einen vermatschten Schotterparkplatz. Als man uns vom Haken nahm, brabbelte einer von denen etwas von wegen "Müssen zum nächsten Einsatz". Dabei bemerkte ich die etwas komischen Blicke auf die Front meines Fahrzeugs.

Mein Verdacht sollte sich bestätigen: Als ich ausstieg bemerkte ich, dass meine schöne iS-Spoilerlippe fast komplett abgerissen wurde. Ich hatte natürlich das besagte Schlagloch in Verdacht. Egal, sei es drum. Das kann man wieder fixen. Ich bin den Jungs deshalb nicht böse.

Mein Beifahrer ließ sich noch vom Intervention Car bis zum Fahrerlager mitnehmen, weil er dort sein Fahrzeug abgestellt hatte. Er berichtete von einer nicht ganz magenfesten Fahrt. :D

 

Während mein Kollege also unterwegs war, reparierte ich schonmal meine Spoilerlippe - mit Tape!

In der Zwischenzeit wurde ich das Ziel von einigen Zuschauern, die Fotos machen wollten. Darunter auch eine Gruppe aus Korea, mit denen ich mich auf Englisch unterhielt, und sie das Auto begutachten ließ. Die hatten wirklich Spaß. Als mein Beifahrer mit seinem Auto und dem Werkzeug zurück war, konnten wir das Problem - mit Hilfe zweier Streckenposten - beheben. Der Grund weshalb das Schaltgestänge abfiel: Eine Halteklammer hatte sich gelöst. Diese Schwachstelle werde ich künftig radikal lösen: Das Schaltgestänge wird festgeschweißt!

Nach einer Stunde Zwangspause durften wir, freundlicherweise, nochmal 1 1/2 Ehrenrunden drehen. Im wahrsten Sinne war es also "eine Runde Mitleid". Mein Dank geht nochmal an die Streckenposten!

 

Da die Rennstrecke in der Zwischenzeit wieder getrocknet war, machte es verdammt viel Spaß. Das Auto lag hervorragend, und nach anfänglicher Skepsis konnte ich erstmalig richtig angasen an diesem Tag. Wow! Toll. Das Vergnügen war viel zu kurz. Doch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass diese Panne ohne teuere Folgen sein würde, war das alles halb so schlimm.

Nach dem Rennen gab ich unseren freundlichen Helfern noch schnell jeweils eine Portion CPM aus (CPM = CurryWurst-Pommes-Mayo). Das war das Mindeste was ich tun konnte.

Wir erledigten anschließend den Papierkram, und verabschiedeten uns noch von ein paar Rennfahrer-Kollegen. Und so machte man sich - jeder für sich getrennt - an diesem Samstag Nachmittag auf den Weg nach Hause. Ich dachte noch: "Bis zum nächsten Mal, hoffentlich mit mehr Glück."

 

Keine dreißig Kilometer auf der Autobahn dann der GAU: Das Auto fühlte sich plötzlich extrem ruckelig an. Der Motor verlor schlagartig an Leistung, und nahm das Gas sehr schlecht an. Er lief nur noch auf drei Zylindern. Dabei hörte ich aber in einem bestimmten Rhythmus ein metallisches Schlagen. Ohje... Glück im Unglück: Ein Parkplatz war in der Nähe. Ich fuhr raus und beäugte und belauschte den vor sich hin rappelnden Motor. Die Zündanlage war es nicht! Das war etwas mechanisches. Pleuellagerschaden? Motor aus. Jetzt hieß es Warten auf den gelben Engel.

Als dieser nach einer Stunde eintraf, entbrannte eine Diskussion mit der Zentrale in München. Der durchsetzungsstarke Fahrer vereinbarte jedoch, dass er mich als plus-Mitglied bis nach Hause schleppen würde. Und das von einem Schalke-Fan. Respekt. Es geschah dann auch so.

 

 

Wie geht es nun weiter? Derzeit ist der Wagen in der Werkstatt. Heute früh hat sich der Meister gemeldet: Ein Kipphebel ist gebrochen und hat die Nockenwelle beschädigt. Ich konnte mich noch finster an einen Verschalter erinnern, den ich vor ca. einem Jahr begangen hatte. Ich wollte vom dritten in den vierten, bin jedoch in den zweiten Gang reingerutscht, was vom Getriebe mit einem hässlichen Geräusch quittiert wurde. Aber ich habe angenommen, dass der Gang nicht richtig dringewesen wäre, sodass ich dem Vorgang nicht weiter Beachtung geschenkt habe.

 

Ich werde nun über den Winter viele kleine Arbeiten erledigen, bzw. erledigen lassen. Im Januar steht auch wieder mal der TÜV an. Ich hoffe sehr, dass ich in der nächsten Saison mehr Erfolg haben werde.

 

Eine gute Nachricht gibt es: Die Dose hat Unterstützung bekommen. Mein neuer Alltagsbimmer steht seit gestern vor dem Haus. Es handelt sich um einen BMW 518i E34 Facelift in Executive-Ausstattung. Das Kennzeichen lautet "DO-SI 688" - die Verniedlichung der Dose, und - das ist der Witz daran - das Auto ist ein Schlachtschiff.

 

So denke ich, bin ich gut gewappnet für den bevorstehenden Winter.

 

Sollten sich Neuigkeiten ergeben werde ich, wie immer, davon in meinem Blog berichten.

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24.08.2015 14:52    |    Ascender    |    Kommentare (179)

Fußpositionen beim RunterschaltenFußpositionen beim Runterschalten

Hallo liebe Motor-Talker,

 

in meiner neuen Serie stelle ich Fahrtechniken zum sportlichen Fahren vor.

Ich will in meinem Blog damit einen Platz zur Diskussion schaffen, und so auch Einsteigern eine Möglichkeit geben zu differenzieren: Was ist Mystifizierung, und was macht wirklich schnell? Welche Vorteile und Nachteile bringen gewisse Techniken?

 

Wir fangen mit einer Fahrtechnik an, die ich als äußerst wichtig erachte. Gemeint ist "Heel & toe", oder auf Deutsch: "Spitze-Hacke-Technik".

 

Es handelt sich dabei um eine fortgeschrittene Art des Zwischengas geben, welche bei Fahrzeugen mit manuellem Getriebe angewandt werden kann.

Diese Technik bezieht alle drei Pedale und den Schalthebel - und das zur gleichen Zeit - mit ein. Diese Fahrtechnik ist relativ schwierig zu erlernen, wenn man es aber kann, dann will man garnicht mehr anders.

 

Ein kleiner Einspieler, was mit dem Heel & Toe-Downshift so möglich ist. Im 996 GT3 sehen wir den Rennfahrer Mike Rockenfeller furios Runterschalten:

 

 

 

Ablauf, ihr fahrt auf eine Kurve zu:

 

1. Mit der rechten Fußspitze bremsen

2. Mit dem linken Fuß die Kupplung treten

3. Mit der Hacke des rechten Fußes das Gaspedal "stoßen", dabei den Fuß nicht von der Bremse lösen!

4. Runterschalten

5. Kupplung lösen

6. Bremse lösen

 

Vorteile:

 

Durch den Zwischengasstoß wird die Motorendrehzahl an die Drehzahl des Antriebsstrangs angepasst. Dadurch kann sich kein Schleppmoment aufbauen, welches man sowieso vermeiden möchte, da hierdurch die Antriebsachse kurzfristig blockieren kann! Insbesondere aus hohen Drehzahlen ist das enorm wichtig.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man schon während des Bremsvorgangs die Motorbremskraft mitbenutzen kann. Des Weiteren befindet man sich ohne Zeitverlust im richtigen Gang um nach der Kurve wieder optimal zu beschleunigen.

 

Die Fahrtechnik lässt sich auch im Alltagsverkehr anwenden, und man kann sie sogar im Stand üben. Es ist dabei einfacher, wenn das Fahrzeug über ein stehendes Gaspedal verfügt, was in allen ernsthaften Sportwagen aber Standard sein sollte - etwa bei Porsche, Corvette, BMW, etc. Mit einem hängenden Gaspedal ist es etwas schwieriger, das gebe ich zu - allerdings auch nicht ganz unmöglich.

 

Da es in Schriftform nicht sehr anschaulich ist, verlinke ich hier ein weiteres Video, bei der man die Beinarbeit des Fahrers besser betrachten kann.

 

 

 

 

 

Habt ihr Anregungen oder Fragen? Dann hinterlasst einen Kommentar.

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17.08.2015 10:49    |    Ascender    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Hallo liebe Motor-Talker!

 

Wie im letzten Blog-Artikel angekündigt erfolgt nun der Nachbericht zum Lauf #5 der GLP-1 auf der Nordschleife, welche dieses mal den Titel "Venntrophy" führte.

 

Das gesamte Unterfangen stand ursprünglich unter keinem guten Stern, und so verwundert es kaum, dass die Dinge dann doch einen etwas schlechteren Lauf nahmen.

Zunächst ging dem Ganzen eine kaputte Zylinderkopfdichtung des Fahrzeugs voraus. Nachts und an den Wochenenden schraubten wir die Kiste wieder zusammen. Kurz vor Nennschluß wurde das Auto fertig, und sollte eigentlich besser als vorher funktionieren. Eigentlich...

 

Überschattet wurde alles dann vom plötzlichem Ausfall meiner geplanten Beifahrerin. So entschloss ich mich kurzfristig dazu einen Motor-Talker einzuladen mein Beifahrer zu werden.

Immerhin hat letzteres ganz gut funktioniert. Mein Dank geht nochmal in Richtung Flo-95, der wirklich sehr tapfer war und alle Strapazen und Missgeschicke gekonnt ignorierte, und mir so die Möglichkeit gab mich auf das Fahren zu konzentrieren.

 

Kurz vor dem Rennwochenende zeichnete sich ab, dass es eine stressige Arbeitswoche werden würde. Unter anderem musste ich am Freitag Abend noch einen externen Geschäftstermin wahrnehmen. Wie man sich vorstellen kann kam mir dies sehr ungelegen, da ich am Samstag bereits um 3 Uhr in der Früh aufstehen musste. Normalerweise nehme ich mir den Tag vor der Veranstaltung frei, aber aufgrund des Termins war dies nicht möglich.

So musste das Auto dann am Donnerstag Abend vorbereitet werden.

Unter anderem wechselte ich auf Semi-Slicks. Das Equipment wurde im Fahrzeug verstaut und die Dokumente wurden vorbereitet. In der nachmittaglichen/abendlichen Sonne hätte ich mich lieber im Biergarten gesehen. ;)

Am nächsten Tag machte ich mich mit der Dose auf dem Weg ins Büro, und danach sogleich zum Kunden.

 

Freitag, am späten Abend, traf ich nach dem Termin schließlich bei meiner Freundin ein, welche die Anweisung bekam mich notfalls mit Gewalt aus dem Bett zu befördern, falls ich den Wecker überhören sollte. Dies sollte jedoch nicht nötig sein. Ganze zwei Stunden Schlaf später ertönte das nervenraubende Weckersignal. Nach dem Duschen und dem Anziehen ging es wieder direkt auf die Bahn.

 

 

Die Ankunft am Nürburgring wurde kurz vor sechs Uhr Morgens registriert. Zwei Minuten musste ich noch an der Tankstelle warten bis diese öffnete und ich das Auto volltanken konnte. Der Reifendruck wurde nocheinmal überprüft - dabei habe ich alle Viere auf 1,8 Bar Druck gesetzt. Ein Erfahrungswert mit dem ich eigentlich ganz gut zurecht kam,...

 

Kurz darauf traf ich schließlich Flo-95, welcher bereits vor dem Nennbüro in seinem blauen Suzuki Swift Sport wartete. Ein wirklich schönes Auto.

Müde, aber gut gelaunt, machten wir uns als erste an die Dokumentenabnahme. Die Besatzung des Nennbüros war wie immer sehr freundlich und aufmerksam. Die Organisatoren sind einfach Klasse! Sie halten diese Amateur-Serie am Leben - und das zum Großteil auf ehrenamtlicher Basis.

Uns wurden Unterschriften abverlangt, für die wir im Gegenzug unsere Startnummern und den Transponder ausgehändigt bekamen.

Flo-95 erwies sich kurz darauf als äußerst hilfreich bei der Anbringung der Aufkleber. ;)

Notwendigerweise luden wir noch meinen ganzen Krempel in den Swift um, damit die Brocken nicht so rumfliegen. Wer braucht auf einer Rennstrecke schon Werkzeug?

 

Nach der technischen Abnahme, die merkwürdigerweise diesmal sehr kurz war, stellten wir das Auto auf dem nahegelegenen Parkplatz ab und unterhielten uns mit anderen Teilnehmern. Ich traf den einen oder anderen Bekannten. Es war ganz nett. Nach etwas Wartezeit (wir waren ja sehr früh da), erwartete uns die Fahrerbesprechung wie immer unter freiem Himmel via Megafon.

Nach den mahnenden Worten der Sportdirektoren durften wir jedoch unsere Helme aufsetzen und die Motoren starten.

 

Das Auto fühlte sich zunächst echt toll an. Wir hatten aber ein paar Probleme mit unserer Stoppuhr. Ich muss gestehen, dass ich wenig Zeit hatte mit ihr im Vorfeld zu üben. Die Uhr ist neu und hat eine ganze Ecke gekostet. So gab ich Flo-95 leider falsche Anweisungen, und dieser sah sich gezwungen komplizierte Berechnungen im Kopf anzustellen, damit wir einigermaßen unsere Zeiten trafen.

 

Anfangsschwierigkeiten waren ohnehin nicht auszuschließen bei einer neuen Fahrer-Paarung. Das war mir von Anfang an bewusst und das habe ich meinem Beifahrer auch so mitgeteilt. Ich mache ihm da keine Vorwürfe. Uns ging es von Anfang an nicht darum einen Pokal mitzunehmen, sondern nur um den Spaß an der Sache.

 

Nach ein paar Runden, es lief bis auf die Stoppuhr-Sache ganz gut, merkte ich wie die Reifen immer schwammiger wurden. Ich nehme einfach mal an, dass sie zu heiß wurden - dem Luftdruck geschuldet. Wie gesagt: Normalerweise komme ich mit 1,8 Bar immer gut zurecht. Ohne die Möglichkeit zu haben den Druck für das restliche Rennen zu senken, fuhr ich vorsichtiger weiter, und ließ den Reifen immer wieder genug Gelegenheit sich etwas abzukühlen. Die Asphalttemperaturen trugen sicher zu dem Umstand bei.

Doch das sollte eine meiner geringsten Sorgen werden, wie sich später im Bereich "Kesselchen" zeigen sollte: Plötzlich hielt ich meine Schaltstange lose in der Hand! :eek:

Was war das denn schon wieder? Gut, dass dies mir nicht vor einer engen Kurve passiert ist, sondern beim Hochschalten. Ich nutze die Motorbremskraft gerne mit. In der Mittelkonsole klaffte ein Loch, der Dritte Gang war eingelegt. Ich trat die Kupplung, setzte den Warnblinker, und hielt an einem geraden Stück auf dem Grünstreifen. Freundlicherweise schwenkten die Posten hinter uns die gelbe Flagge um die anderen Teilnehmer zu warnen.

 

Nach etwas rumfummeln dachte ich, dass ich es wieder hinbekommen hätte, aber die Schaltstange wollte partout nicht an Ort und Stelle verbleiben. Und dann... würgte ich ab, als ich dachte es wäre kein Gang mehr drin. :eek: Da flossen mir schweren Herzens die Worte "Dann ist die GLP wohl für uns gelaufen." über die Lippen.

Doch, Hoffnung in Sicht: Nach etwas mehr rumfummeln (darin bin ich gut), steckte die Stange wieder einigermaßen fest in ihrer Verankerung. Trotzdem fuhr ich vorsichtig weiter. Ich wusste ja nicht wie stabil das Konstrukt nun war.

 

Eigentlich hatte ich vor nicht mehr zu schalten, da das Risiko zu hoch war, dass die Stange erneut lose werden würde. Ich hatte sowas ohnehin noch nie erlebt. Eigentlich ist das ein Qualitäts-Teil, und alles war super ordentlich verbaut worden (scheinbar ja doch nicht).

Aber schon nach einigen Streckenabschnitten verwarf ich diesen Plan wieder. Von nun an schaltete ich vorsichtiger, und ich drückte die Stange dabei jedes mal mit meiner Hand nach unten um zu verhindern, dass sie aus der Halterung rausrutscht.

 

Diese Panne hatte uns in unserer Rundenzeit deutlich nach hintengeworfen, aber wir hatten zum Glück mit ausreichendem Sicherheitsspielraum kalkuliert, falls es regnen sollte. Nach einem 2-Sekunden-Stopp in der Wartezone ging es auch schon los in Richtung Ziellinie. Es gibt ja eine maximale Rundenzeit, welche einzuhalten ist, wenn man nicht disqualifiziert werden möchte!

 

Kurzum: Bei weitem nicht mein bester GLP-Lauf, aber auch nicht mein schlechtester.

Wir sahen immerhin die Zielflagge!

 

Die Schaltung hielt übrigens noch bis nach Hause (:rolleyes:), wo ich vor Erschöpfung ins Bett fiel und erstmal schlief.

 

 

 

In den nächsten Tagen mache ich mich wieder über das Auto her. Ich habe jetzt erstmal zwei Wochen Urlaub in denen ich das angehen kann um für den nächsten Lauf hoffentlich besser gerüstet dazustehen.

 

@Flo-95:

 

Du bist ein netter Kerl. Ich würde dich gerne zukünftig weiterhin bei der GLP sehen. Hoffentlich funktionieren eure Pläne.

 

Einen speziellen Dank möchte ich noch an Sven Walther richten, der mir den Großteil der Fotos, die ihr hier sehen könnt, kostenlos zur Verfügung gestellt hat!

Auf seiner Internetseite knallbuechsen.de könnt ihr seine Arbeit bestaunen.

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20.07.2015 23:45    |    Ascender    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Hallo liebe Motor Talker!

 

Lange Zeit war es aus persönlichen Gründen ziemlich still in meinem Blog. Umso erfreulicher ist es natürlich wenn ich diesen mit einer etwas unkonventionellen Anfrage reaktiviere.

 

I WANT YOU!

 

 

Um was geht es?

 

 

Ich will dich!Ich will dich!Für den 15. August 2015 suche ich nach einem

Beifahrer auf Abruf.

 

Die Rennserie heißt GLP-1. Es handelt sich um Lauf #5 in diesem Jahr. Die Veranstaltung wird im Rahmen der "Venntrophy" auf der Nürburgring Nordschleife stattfinden.

 

Dabei handelt es sich um kein Rennen im üblichen Sinne, sondern um eine Gleichmäßigkeitsprüfung. Ziel ist es nicht Höchstgeschwindigkeiten und Bestzeiten zu erreichen, sondern möglichst konstante Rundenzeiten. Dank der Wartezone am Ende einer jeden Runde liest sich das jetzt vielleicht etwas langweiliger als es das tatsächlich ist. Ich kann euch versprechen, dass ihr in jedem Fall auf eure Kosten kommt.

 

Erforderlich ist eine Rennfahrerlizenz der Stufe National C. Falls diese nicht vorhanden ist, kann vor Ort eine beantragt werden. Das kostet einen als ADAC-Mitglied etwa 30 EUR. Dafür ist man dann aber auch unfallversichert, und die Lizenz gilt für das gesamte Jahr.

 

Anforderungen an den Beifahrer:

 

- Der Magen sollte relativ fest sein

- Zuverlässig (der Beifahrer sollte pünktlich erscheinen)

- Der Beifahrer sollte Stoppuhren lesen können

 

Was gilt es noch zu beachten?

 

Wenn du Interesse hast beachte bitte, dass es sehr früh am Samstag Morgen los geht.

Ich bitte um ein Erscheinen vor 7 Uhr morgens, damit wir die Dokumentenabnahme hinbekommen!

 

Wenn ich denjenigen abholen kann mache ich das gerne. Voraussetzung ist natürlich, dass du entweder aus Dortmund und Umgebung stammst, oder dass ich dich auf dem Weg einsammeln kann. Bevorzugt sind da natürlich Autobahnparkplätze. Ich fahre naturgemäß ab Dortmund die A1 runter bis zur Eifel.

 

Es wäre schön, wenn ein Motorradhelm nach ECE-5-Norm vorliegt. Falls dieser nicht vorhanden ist kann einer von mir gestellt werden. Zumindest eine Sturmhaube wäre toll, damit der Helm nicht so vollgeschwitzt wird (gibt es bspw. gegen geringes Entgelt bei Kart-Bahnen).

 

Denk auch unbedingt an deinen Personalausweis. Dieser muss zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch gültig sein! Alternativ kannst du auch einen gültigen Reisepass mitbringen.

 

Was kommen für Kosten auf mich zu?

 

Keine! Das ist ein einmaliges Angebot. Normalerweise ist eine Kostenaufteilung von 50:50 üblich, insbesondere wenn man denjenigen nicht kennt. Da ich aber keine Garantie geben kann ob das Auto zu dem Zeitpunkt funktioniert oder nicht, würde ich bei diesem Lauf davon absehen eine Beteiligung einzufordern.

Eine geringe Beteiligung wäre allerdings trotzdem nett.

Natürlich müsste man noch die Lizenzgebühren von etwa 30 EUR beachten, und selbstverständlich auch die eigene Verpflegung.

Reisetabletten nehme ich im übrigen mit. Die verhindern, dass einem im Kurvengeschlängel übel wird. Das passiert als Beifahrer sogar mir, also keine falsche Scheu. Diese Tabletten haben allerdings den Nachteil, dass sie manche Leute müde machen. Ich würde sie aber trotzdem vor dem Rennen nehmen.

 

Was erwartet mich?

 

Ich bin ein sehr routinierter und ruhiger Fahrer mit vielen hundert Runden Erfahrung auf der Nordschleife. Des Weiteren habe ich bereits viele andere Rennstrecken in Europa, sowie den Daytona Speedway in Florida, USA unter die Räder genommen. Bis auf zwei Ausritte ins Grüne und ein kleiner "Feindkontakt" war bisher nichts wildes dabei. Des Weiteren habe ich große Autoreisen in Kanada, den USA und weiten Teilen Europas unternommen.

 

Ich bin kein Profi-Rennfahrer, ich werde also nicht dafür bezahlt. Ganz im Gegenteil: Ich stecke als Amateur sehr viel Zeit, Liebe und Geld in dieses Hobby! Ich gebe daher NIEMALS 100 Prozent auf einer Rennstrecke. Ich muss niemanden etwas beweisen, bei einer solchen Amateur-Veranstaltung erst recht nicht. Das ist nicht die Formel 1.

 

Mein Fahrzeug ist nach den neuesten FIA-Sicherheitsbestimmungen ausgerüstet. Dazu zählen etwa die Sitze, die Rückhaltesysteme (Gurte), sowie die Sicherheitszelle (eingeschweißter Käfig aus Chrom-Molybdän-Stahl). Vorhanden ist ebenfalls ein Feuerlöscher.

 

Ich möchte da keinem Illusionen machen: Motorsport ist gefährlich! Eine 100%ige Sicherheit wird es NIEMALS geben. Die kann ich dir auch nicht versprechen. Ein gewisses Risiko wird immer bestehen!

Es handelt sich nicht umsonst um die gefährlichste permanente Rennstrecke der Welt!

 

Konditionell ist es für einige Mitfahrer - und das zeigte die Vergangenheit immer wieder - manchmal zu anstrengend. Wir fahren ca. drei Stunden ununterbrochen im Kreis. Es gibt evtl. einmal eine kleine Tankpause, welche auch zum schnellen - und die Betonung liegt wirklich auf "schnell" - Toilettengang genutzt werden kann. Wer dazu nicht in der Lage ist sollte sich besser nicht bewerben.

 

Des Weiteren kann es unter Umständen sehr heiß werden im Auto. Je nach Außentemperatur manchmal bis zu 50 Grad Celsius. Ich habe keine Dämmung im Fahrzeug. Das heißt die Wärmestrahlung des Motors, des Getriebes, aber auch des Auspuffs dringt ungehemmt in den Innenraum ein! Es gibt keine Klimaanlage an Bord, und manchmal muss sogar die Heizung aktiviert werden um einer Überhitzung des Motors vorzubeugen und den Kühlkreislauf zu entlasten.

 

Und sonst so?

 

Wie ich bereits erwähnte:Zerlegter MotorZerlegter Motor

Das Fahrzeug befindet sich derzeit im teilzerlegten Zustand (Zylinderkopfdichtung platt). Ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich überhaupt an diesem Lauf teilnehmen kann. Daher suche ich auch erstmal nur einen Beifahrer auf Abruf. Ich bin aber optimistisch, dass ich die Dose bis zum 1. August wieder zusammengefuckelt bekomme. Am 5. August ist Nennschluss. Spätestens bis dahin muss die Entscheidung gefällt sein, und daher möchte ich schonmal die Frage nach einem Beifahrer abklären.

 

Welche Bewerber werden bevorzugt?

 

Vor allem solche, die zuverlässig sind - und da ich keine Überraschungen mag, etwa wenn ich früh morgens 220 Kilometer abspule, nur um dann festzustellen, dass mein Beifahrer nicht erschienen ist und ich wieder den Heimweg antreten darf - bevorzuge ich solche Foristen, die hier schon länger aktiv sind, und die ich evtl. sogar schon längere Zeit kenne. Da wäre etwa die U-25-Gruppe zu nennen, oder aber auch andere Motor Talker, mit denen ich bis jetzt noch nicht so viel zu schaffen hatte.

 

Natürlich werden auch solche bevorzugt, die entweder aus der Umgebung kommen, oder die ich unterwegs einsammeln kann - in genau der Reihenfolge.

 

Unvorhergesehene Schwierigkeiten

 

Zerlegter MotorZerlegter MotorDer Veranstalter hat das Recht das Rennen komplett abzusagen. Er kann diese Entscheidung auch kurz vor dem Start oder gar während des Rennens treffen (geringe Wahrscheinlichkeit).

 

Es könnte sein, dass ich mit dem Auto nicht fertig werde (geringe Wahrscheinlichkeit).

 

Ihr tragt sowieso kein finanzielles Risiko. Ihr haftet nur mit eurer Zeit und eurem Leben.

 

 

Ich fühle mich angesprochen!

 

Gut, dann bewirb dich jetzt indem du mir eine PN schreibst. Eine Handy-Nummer wäre vom Vorteil. Ich kann nicht versprechen, dass ich mich bei jedem sofort melden werde.

Eine kleine Vorstellung deiner Person wäre ebenfalls sehr nett.

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19.09.2014 13:17    |    Ascender    |    Kommentare (30)

Hallo liebe Motor Talker!

 

Als erstes muss ich mich dafür entschuldigen, dass dieser Artikel hier nicht von der "Cola-Dose" handelt. Ich verspreche euch: Ich habe da was in Arbeit. In der Zwischenzeit haben sich sehr viele Änderungen an dem Auto ergeben, und der Rennwagen befindet sich zur Zeit noch immer im Aufbau, sodass ich diese Modifikationen gerne noch für den nächsten Artikel mitnehmen möchte.

 

Heute geht es aber um etwas ganz anderes. Etwas, das mir persönlich sehr wichtig ist. Ich widme diesen Artikel einer bestimmten Person, welche schon lange, lange nicht mehr am leben ist. Einer Person, der ich nie begegnet bin, und nie begegnen konnte, weil sie noch lange vor meiner Geburt verstorben ist.

Der Titel des Artikels sagt es ja eigentlich schon: Ich schreibe von der Kult-Ikone der 60er und 70er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts! Ich schreibe über den "King of cool", oder wie er mit bürgerlichem Namen hieß: Terence Steven McQueen, genannt Steve McQueen!

 

 

Jedem Petrolhead dürfte dieser Name ein Begriff sein. Zu sehen war der Schauspieler unter anderem in "Bullitt", der unter Autofans wegen seiner langen Verfolgungsjagd ebenso kultig ist, und in dem Rennsport-Klassiker-Film "Le Mans" - dem besten Film in diesem Genre, wenn es um die Meinung vieler Motorsport-Fans geht. Dazu gleich noch mehr.

McQueen spielte auch in vielen beachteten Filmen mit, wie zum Beispiel "Papillon" oder "The Magnificent Seven" (anm. engl.: "Die glorreichen Sieben").

 

 

 

Doch wer war dieser Mensch, einer der berühmtesten Schauspieler seiner Zeit, eine lebende Legende?

Wer war er, der von sich selbst behauptet hat er wüsste nicht ob er ein Rennfahrer sei, der schauspielert, oder ein Schauspieler, der einen Rennfahrer spielt? Das möchte ich hiermit näher beleuchten.

Klein-Steve hatte keine tolle Kindheit. Seine Mutter war eine ehemalige Prostituierte und Alkoholkrank, weshalb er auf der Farm seines Onkels in Slater, Missouri aufwuchs. Er hat seinen Vater, einen Stunt-Piloten, nie kennengelernt. Später nahm ihn seine Mutter mit zu sich nach Indianapolis. Doch auch dort konnte er kein ruhiges Leben führen, da sie nur wenige Jahre später nach Los Angeles umzogen. Der Schwiegervater verprügelte den Jungen regelmäßig. Steve schloss sich Jugendbanden an. Mit 14 kam er in ein Heim für schwer erziehbare.

Als er älter wurde hielt er sich und seine Mutter mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Fast volljährig genoß er das Leben unter der kalifornischen Sonne. Mit 17 schrieb er sich zu drei Jahren Dienst bei den US-Marines ein.

 

Zitat:

"It was all very pleasant just lying in the sun and watching the girls go by, but one day I suddenly felt bored with hanging around and went and joined the Marines."

Zitat:

"Es war immer sehr angenehm, nur in der Sonne herumliegen, und den Mädchen hinterherschauen, aber eines Tages fühlte ich mich plötzlich gelangweilt, nur herumzuhängen, und da bin ich den Marines beigetreten."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über aktive Kriegseinsätze ist mir nichts bekannt, wohl aber, das er an einer Übung in der Arktis teilnahm und das Schiff, auf dem seine Einheit stationiert worden war, während eben dieser Übung auf eine Sandbank auflief. Seine Anfangszeit bei den Marines wurde von seiner rebellischen Art bestimmt. Er landete häufig in der Brigg (Einzelhaft). Er wurde mehrmals vom Private 1st Class (Gefreiter) zum Private degradiert (Schütze, einfacher Soldat). Häufig ging es um Befehlsverweigerungen, einmal trieb er es jedoch auf die Spitze, als er nach seinem Wochenend-Freigang nicht zurückkam und stattdessen zwei Wochen mit seiner Freundin verbrachte.

 

Dafür landete er erneut in der Brigg, wo er 41 Tage eingesperrt war. 21 davon nur mit Brot und Wasser. Diese Erfahrung sollte ihm bei seiner späteren Rolle in "Papillon" helfen, wo er einen Gefangenen in einer karibischen Strafkolonie spielte.

 

Wegen seines späteren vorbildlichen Verhaltens wurde McQueen die Ehre zu Teil die Yacht des damaligen Präsidenten, Harry S. Truman, zu bewachen. Er wurde 1950 aus dem Marine-Corps ehrenhaft entlassen.

 

Der ersparte Sold diente McQueen zur Finanzierung seines Schauspielstudiums.

Etwa zur gleichen Zeit schrieb er sich bei ersten Rennen ein. Vor allem auf Motorrädern. Er fuhr durchweg alle Serien. Dirt Bikes, Rundstrecke, Rallycross... Er begann Geld damit zu verdienen, und brachte etwa 100$ die Woche nach Hause. Erste Erfolge stellten sich auch bei der Schauspielerei ein.

 

 

 

 

So wurde er für die Fernsehserie "Wanted: Dead or Alive" als Hauptdarsteller erwählt. Dort spielt er einen Kopfgeldjäger im wilden Westen. Die Serie steigerte seinen Bekanntheitsgrad enorm, und so kam es, dass er auf Vorschlag von Frank Sinatra in Hollywood anklopfen konnte.

 

Mit Sinatra selbst trat der noch junge Schauspieler in diversen Filmen auf. Allmählich steigerte er sich so zum ultimativen Star, der aufgrund seines Bad Boy-Image eine gewisse coolness ausstrahlte und bei Zuschauern sehr beliebt war. Frauen wollten ihn, und Männer wollten so sein wie er!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

McQueen, dem das fahren schneller Fahrzeuge sehr wichtig war, fuhr die Stunts in den Filmen in denen er mitwirkte, größtenteils selbst. Unter anderem auch die über zehnminütige Verfolgungsjagd in "Bullitt". Dort fährt er als Polizist einem Gangster-Duo nach. Er selbst steuert einen 68er Ford Mustang Fastback, der geringfügig modifiziert und getunt wurde. Die Gangster sitzen in einem 66er Dodge Charger.

 

Doch kommen wir zu einem Film, der unter den Motorsport-Fans dieser Welt den Status einer heiligen Reliquie genießt: "Le Mans"!

Der Film entstand auf einer Idee von McQueen höchstpersönlich, und sollte bereits Mitte der 60er erscheinen. Die Dreharbeiten verzögerten sich jedoch aufgrund seines überfüllten Terminkalenders, und daher wurde der Film erst 1970 gedreht.

 

Höchst aufwendig wurde eine Logistik an den Originalschauplatz aufgefahren, die nichtmal im eigentlichen Rennen stattfand. Kamerateams, Mechaniker, sogar originale Rennwagen wurden beschafft und etwa zwei Monate vor dem 24-Stunden-Rennen in den beschaulichen Ort gebracht.

 

Für die Zeit gelangen spektakuläre Schnitte und Detailaufnahmen der Rennwagen, neuester Kameratechnik sei dank! Unter anderem sah man Gulf-Porsche 917, Ferrari 512S, Porsche 908/2, Lota T-70, und andere Rennwagen diverser Klassen (bspw. 911er Carreras, oder Corvettes). Am Steuer oftmals berühmte Rennfahrer ihrer Zeit, wie etwa Jo Siffert, Vic Elford, Derek Bell, Rolf Stommelen oder Herbert Müller. Auch der Porsche 908, den McQueen im Jahr zuvor beim echten Rennen in Sebring (12h) fuhr, war mit dabei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Film hat fast keine Handlung, die Story ist relativ dünn, was auch der Hauptkritikpunkt zu jener Zeit war. In der ersten halben Stunde gibt es kein einziges gesprochenes Wort der Hauptdarsteller! Die Handlung kann man auch getrost vernachlässigen, was den Film ausmacht sind die Rennszenen, und davon gibt es mehr als genug. Infernalisch brüllende Motoren, schnelle Schnitte und gut inszenierte und realistische Stunts! Ein Porsche 917 wurde von Steve McQueen sogar absichtlich in die Leitplanke gelenkt um einen Unfall für die Kameras einzufangen.

 

Eine nette Anekdote ist, dass die Mechaniker oftmals wenig zu tun hatten. Sie durften die Autos nicht einmal waschen, damit der Straßendreck so authentisch wie möglich für die nächsten Szenen aussah!

 

McQueen war dieser Film sehr wichtig, weshalb viele Szenen mehrmals gedreht wurden. Das Budget des Films stammte zum größten Teil aus seinem Privatvermögen. Er war übrigens sowohl Produzent als auch Schauspieler des Hauptcharakters.

 

Irgendwann im Film sprechen die Charaktere dann doch, und insbesondere ein Monolog geistert seitdem in meinem Kopf. Auf die Frage einer Rennfahrer-Witwe an unseren coolen Hauptcharakter, weshalb Rennfahrer immer wieder ihr Leben für die sinnlose Rennerei riskieren, antwortet McQueen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat:

"Racing is important to men who do it well. When you're racing...it's life. Anything that happened before or after, it's just waiting."

Zitat:

"Rennen fahren ist wichtig für Männer, die Dinge in ihrem Leben richtig gemacht haben. Wenn du Rennen fährst wird es zu deinem Leben. Alles was davor oder danach geschieht, ist warten."

Dies ist in der Tat mein aller liebstes Filmzitat. In der deutschen Synchro des Films ist dieser Monolog etwas abgeändert. Ich habe versucht so genau wie möglich am Original zu übersetzen.

 

Übrigens wollte die FIA Steve McQueen im selben Jahr nicht für das 24h-Rennen in Le Mans zulassen! Er ist das Rennen niemals gefahren, wohl aber mehrere andere Langstreckenrennen, eher Semi-Erfolgreich, aber immerhin! Dabei konnte er durchaus mit vielen Fahrern mithalten. Er war immerhin so schnell, dass er "mitschwimmen" konnte.

Eine große Rennfahrerkarriere war ihm aber vergönnt.

Beim 12h-Rennen in Sebring errang er zwar den zweiten Platz, dies jedoch vor allem wegen seines Teamkollegen und Profirennfahrers Peter Revson. Die gute Platzierung ist auch auf die Ausfälle der Konkurrenten zurückzuführen. That's Racing! Die Leistung ist trotzdem nicht zu verachten.

Damit man ein Langstreckenrennen gewinnt, muss man erstmal ankommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die späten 70er Jahre waren geprägt von seiner Krebserkrankung. Er wehrte sich heftig gegen mehrere Tumore, die sich unter anderem an seinem Nacken und in seinem Brustfell gebildet hatten. Nach Chemotherapie und Operation verstarb McQueen im Jahr 1980 an Herzversagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Er hinterließ eine Tochter und einen Sohn aus erster Ehe. McQueen heiratete insgesamt drei Mal. Seine letzte Frau begleitete ihn bis zu seinem Tod. Seine vorangegangenen Ehen scheiterten an seiner Neigung zu Affären und zu Drogen.

Was bleibt ist sein Vermächtnis, seine Filme, sein Lebenswerk. Bereits als Kind habe ich etwa die Klassiker "Papillon", "The Great Escape" und "The Magnificient Seven" gesehen. Auch wenn es weit vor meiner Zeit war, blieb er für mich ein Held, oder soll ich eher sagen ein "Anti-Held"? Ich weiß es nicht. Er hat sich aus höchst widrigen Umständen ein neues Leben aufgebaut, galt als freundlicher und lustiger Typ, gleichzeitig war er charmant und cool. Er hatte natürlich auch seine Schattenseiten. Ich will den Mann nicht glorifizieren, nur ausdrücken, dass er mir viele schöne Stunden in seinen Filmen bereitet hat, und dass ich ihn interessant finde.

Er starb im Alter von 50 Jahren in Juarez, Mexico. Seine Asche wurde im Pazifik verstreut.

 

Zitat:

"I live for my life and I answer to nobody!"

Zitat:

"Ich lebe für mein Leben, und ich antworte niemandem!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat:

"I'm not sure whether I'm an actor who races or a racer who acts."

Zitat:

"Ich bin mir nicht sicher ob ich ein Schauspieler bin, der Rennen fährt, oder ein Rennfahrer, der schauspielert."

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26.02.2014 09:02    |    Ascender    |    Kommentare (100)    |   Stichworte: 318, 318i, 318is, 4-Zylinder, Bilster Berg, BMW, E30, privater Motorsport, Racing, Rennberichte, Rennen, Rennstrecke, Rennwagen, Tourenwagen

Hallo liebe Motor Talker!

 

Die Cola-Dose ist nun nicht ganz eine Woche in meinem Besitz - und schon ging es auf die Piste! Es war jedoch mehr ein Zufall. Eigentlich hatte ich vor mit einem ganz anderen Fahrzeug an dem Event teilzunehmen - denn dieses findet unter jeglichen Witterungsbedingungen statt - sogar bei Schnee! Da es aber nun nicht schneien würde, und die Cola-Dose bereits fertig ist, nutzte ich die Gelegenheit zum testen!

 

Die Rede ist vom Open House-Day-Event im Rahmen des Winter Specials auf dem Bilster Berg Driving Resort. Die Gesamtstrecke beläuft sich auf 4,2 Kilometer und kann in eine West- (1,8 Kilometer) und eine Ostschleife (2,4 Kilometer) unterteilt werden. Wir fuhren die Gesamtstrecke, die mit ihren Kuppen, blinden Kurven, dem hohen Gefälle (bis zu 26%) und den rasanten Steigungen (bis zu 20%), ein sehr anspruchsvoller Kurs ist.

 

Die Vorbereitung fiel knapp aus. Das Fahrzeug ist bestens gerüstet. Der Ölstand wurde von den Verkäufern bereits bis zur Maximalmarke aufgefüllt. Das ist gut und spielt mir in die Hände. Bei dem zu erwarteten Kurs mit diesen irren Steigungen und den schnellen Kurven sind die zu erwarteten Querbeschleunigungskräfte oftmals zu hoch für die Ölversörgung des Fahrzeugs. Vor allem wenn ich da an die Korkenzieher-Kurve mit Namen "Mausefalle" denke...

Wenn man zu wenig Öl drin hat, schwabbt dieses nur in der Wanne rum und die Pumpe versucht vergebens es anzusaugen. Also, viel hilft viel - oder so. :D Sicher war die Annahme übertrieben, denn ich hatte nicht vor mit meinen Semi-Slicks zu fahren. Schaden würde es aber nicht.

 

Aufgrund der Witterungsbedingungen blieben die Semi-Slicks im Keller. Ich reiste stattdessen auf meinen neuen Allwetterreifen an - die waren zwar nicht optimal, würden im Zweifelsfall aber sogar mehr Grip liefern als die Semis. Ich packte noch schnell die Fahrzeug- und Eventunterlagen ein, und dann ging es auch schon in aller Frühe los. Ich war mit einem Forenkollegen auf einem Autobahnparkplatz kurz hinter Unna verabredet. Dieser hatte - im Gegensatz zu mir - ein Navi. Als ich im letzten Jahr den Bilster Berg suchte, fand ich ihn nicht. Dazu muss ich aber auch sagen, dass die Strecke da noch nicht eröffnet war. Es war spät Nachts, hat geschneit und man konnte aufgrund von Nebel keine zehn Meter gucken. Den Zaun entdeckte ich irgendwann, aber für mehr reichte es nicht. Ich hatte damals aufgegeben.

Wie auch immer. Nun war der Forenkollege ja da. Seine gelbe Lotus Elise stach aus allen anderen Fahrzeugen hervor. Zusammen fielen wir natürlich noch viel mehr auf, und zogen die Blicke auf uns.

 

Recht gemütlich holperten wir uns auf der Autobahn einen zurecht. Das mehr als harte Fahrwerk meiner Cola-Dose hat eben auch Nachteile. Wir hielten uns eigentlich nur auf der rechten Spur auf. Nur ab und an überholten wir den einen oder anderen LKW. Ich glaube die meisten Autofahrer sind sehr irritiert, wenn sie solche Krawallbüchsen auf der Autobahn sehen, die quasi auf Schleichfahrt unterwegs sind. Nur, unsere Fahrzeuge sind eben nicht für die Autobahn gemacht, sondern für kurvige Straßen. Schnell geradeaus kann doch jeder. ;) Und zum schnellfahren suchen wir uns ja schon abgesperrte Strecken. Kein Grund für uns zu hetzen. Zeit hatten wir genug.

 

Bei Paderborn fuhren wir von der Autobahn ab, und begaben uns auf die Bundesstraße, von der kurvige Landstraßen abführten. Das war das bevorzugte Kampfgebiet einer Lotus Elise. Ein wirklich tolles Auto. Allerdings gaben wir da nicht Vollstoff. Die Kurven waren eng, Leitplanken gab es teilweise nicht - das musste jetzt noch nicht sein. ;)

Nach einem Tankstopp erreichten wir schließlich das Driving Resort - mittlerweile auch ausgeschildert. Die Anfahrt mutet in der Tat militärisch an. Es geht den kompletten Berg hinauf, der von Wald umgeben ist. Nur ein Zufahrtsweg. Oben ist ein Wach-Häuschen mit einer Schranke. Ein Sicherheitsmann mit einer amerikanisch geprägten Uniform begrüßt uns. Der Forenkollege erledigt die Formalitäten und meldet uns an. Würde sonst zu lange dauern, wenn ich mich erstmal abschnallen muss. :D Der Wachmann erklärt ihm scheinbar den Weg. Ich bekomme von dem Gespräch nichts mit. Die Cola-Dose ist zu laut.

Die Schranke schnellt hoch, der Kollege steigt in seine Lise, ich hinterher.

Wirklich sehr edel hier. Erinnert alles irgendwie an Goodwood. Gepflegter Rasen, überall Bedienstete, die unser Gespann neugierig beäugen. Wir fallen eben doch extrem auf. Selbst hier.

Es geht vorbei an modernen Gebäuden und Anlagen. Man merkt nicht, dass dies hier einst eines der größten und modernsten Munitionsdepots der NATO-Streitkräfte in Europa war. Lise biegt ab. Mal hier, mal da. Ich schaue mir alles in Ruhe an, ohne meinen Kollegen aus den Augen zu verlieren. Die Steigungen und das was ich von der Strecke jetzt schon von außen sehen kann, sind total irre! Viel übler als das was ich schon von der Nordschleife gewohnt bin. :eek:

"Ganz schön weiter Weg...", denke ich mir. Wir fuhren schon ein paar Minuten seitdem wir an der Schranke vorbeigewunken wurden. Ich sehe einen Mann, der von uns Fotos macht vor einem gläsernen Gebäude. Lise hält an. Ist zu weit gefahren. Fast donnere ich ihr hinten drauf. War kurz abgelenkt. Ich halte, lasse zurückrollen was aufgrund des Gefälles ohne das Einlegen des Rückwärtsgangs funktioniert.

Der Lotus biegt ab, ich hinterher - und schon sehen wir ein bunt gemischtes Starterfeld.

 

Es ist noch die Vormittagsgruppe unterwegs. Schöne Autos. Nach und nach trudelt auch unsere Truppe ein. Die meisten Forenkollegen sind schon da. Alle von ihnen auf Winterreifen. :D

Wir haben einen Mini Roadster JCW, einen SLK, einen Z4 E89, und eben die Lise und die Dose. ;)

Natürlich sind auch andere Teilnehmer da, die wir nicht kennen. Der Audi R8 fällt natürlich auf. Soweit ich das beurteilen kann ein V10. Diverse Audi RS-Modelle... viele üble Kracher dabei. Aber davon bekomme ich fast nix mit, denn sämtliche Teilnehmer scheinen von meinem Auto total begeistert zu sein. Ich empfinde es zwar als nichts besonderes an einer Rennstrecke, aber klar. Ich bin ja hier unter normalen Leuten, und nicht unter Geisteskranken meiner Sorte. :D

 

Es werden viele Fotos von meinem Auto gemacht. Irgendwie erfüllt mich das schon mit einem gewissen Besitzerstolz. Irgendwann wurden wir alle reingepfiffen. Es gab Essen. Das war allerdings nicht so meins. Es gab Erbsensuppe. Zwar ansehnlich zubereitet, aber irgendwie - wenn man so die Umgebung betrachtete - dürftig. Da bin ich aber von solchen Veranstaltungen anderes gewohnt. Zumal Erbsensuppe nicht das optimale Essen für einen Trackday ist, aber egal. :D

Es wurden noch Transponder und Funkgeräte verteilt. Die Transponder kamen vorne an das Fahrzeug dran und wurden mit Kabelbindern fixiert. Dazu sind die Veranstalter verpflichtet, denn es herrschen sehr restriktive Lärmbelastungsgrenzen. So können die zu lauten Fahrzeuge erkannt werden.

Hier trat bereits das erste Problem auf. Ich konnte meine Haube nicht mehr öffnen. Die Haubenhalter (Made in China) erwiesen sich nicht unbedingt von hervorragender Qualität. :D

Irgendwie fummelten wir noch schnell den Transponder an einer der Nieren. Der Pilot der Lise half mir dabei. Ohne die Motorhaube zu öffnen ist das Unterfangen recht schwierig. Aber machbar, wenn man geschickt ist. ;)

 

Jedenfalls wurden wir auch gleich schon reingepfiffen zur Besprechung. Meine Güte, jetzt wird ja förmlich gehetzt. Der Chef-Instruktor und sein Azubi stellten sich vor. Der Azubi sah noch sehr jung und grün hinter den Ohren aus. Er würde die langsamere Gruppe leiten. Aber jeder glaubte sofort, dass der Junge schnell genug war um uns anzuleiten. ;) Es folgte das übliche Sicherheits-Blabla, garniert mit etwas Geschichte zu der Strecke, etwas Hintergrundwissen. Alles nicht so wichtig.

Es handelte sich um ein geführtes Fahren. Das heißt: Der Instruktor fährt voraus. Die Kolonne hinterher. Es herrscht Überholverbot. Weiterhin sollte man seinen Vordermann nicht bedrängen. Das erste Fahrzeug hinter dem Instruktor lässt sich nach einer Runde hinter allen zurückfallen, sodass jeder einmal hinter dem Führungsfahrzeug herfahren kann. Uns wurde noch die Bedienung der Funkgeräte erklärt, aber ich malte mir schon aus, dass ich eh nix verstehen würde in meiner Knallbüchse.

 

Schnell lief ich raus und startete sofort den Motor um ihn warmlaufen zu lassen. Wollte nicht schon direkt mit kaltem Motor losdüsen. Die anderen Teilnehmer taten es mir nach. Zunächst einmal versuchte ich mich in der schnellen Truppe. Das Führungsfahrzeug war ebenfalls ein E30 318. Allerdings ein iS! Mit kurzer Hinterachse, Scheibenbremsen hinten, etwas mehr PS und allen Zipp und Zapp. ;)

Hinter mir der Audi R8. Na das würde lustig werden... :rolleyes:

Der erste Stint. Es ging los. Meine Forenkollegen fuhren allesamt in der langsamen Truppe mit, würden also etwas später starten.

 

Die Strecke ist... WOW! Wirklich genial! Langsame Kurven, schnelle Kurven, mittelschnelle Kurven, Wannen, Kuppen, Senken, Steigungen - oft kombiniert. Ich war hellauf begeistert. Das war die Nordschleife in Miniaturform - und irgendwie total Überkrass! Die Rennstrecke wurde übrigens vom bekannten Architekten Hermann Tilke entworfen worden. Der gute Mann hat schon ganz andere Dinger gedreht. Er hat die meisten aktuellen Formel-1-Kurse gezeichnet. Etwa in Malaysia, Bahrain, Istanbul, Südkorea, Indien, China,... Gewürzt wurde das Ganze mit der Geistesgestörtheit eines Walter Röhrl. :D

 

Das Auto lag gut auf der Piste. Von dem zu harten Fahrwerk merkte man hier nix mehr. Wie ein Brett fuhr der Karren auf dem wunderschönen Asphalt, welcher noch keine Unebenheiten aufwies. Keine Schlaglöcher! Ein herrliches Fahren. Selbst die Kerbs waren absolut eben. Wenn man drüberdonnerte schüttelte sich das Auto kaum merklich. Von ihnen gab es nicht so viele. Man soll ja schließlich auf der Strecke bleiben. Es gab ohnehin nur wenige Gelegenheiten sie voll auszunutzen. Aber ich tat es wo immer es auch ging. Schließlich ist die Linie alles.

 

Wie zu erwarten drängelte der Audi R8 nach kurzer Zeit (Sommerreifen). :rolleyes: Audi-Fahrer halt. :p

Ich war aber auch extrem langsam wie ich zugeben muss. In der letzten Kurve hätte ich mich fast gedreht. Die Reifen waren wirklich ein begrenzender Faktor. Ich hätte es besser wissen müssen. Die Strecke war absolut trocken und wir hatten gutes Wetter. Die Allwetterreifen waren einfach nicht dafür gemacht und fingen bereits nach einer Runde an zu schmieren. Hinzu kam, dass sie neu waren und sich erstmal etwas abrubbeln mussten.

 

Ich wechselte nach dem ersten Stint also in die langsamere Gruppe, was auch kein Thema war. Dort fuhr ich nun gegen meine Forenkollegen. ;) Doch in der Box fiel mir auf, dass die Wassertemperatur plötzlich fast im roten Bereich war. :eek: Was war das denn nun schon wieder?! Ich drehte die Heizung voll auf, in der Hoffnung dass dies helfen würde. Tat es! Puh! Die Wassertemperatur erholte sich wieder. Wenn ich jetzt bloß die Haube öffnen UND wieder schließen könnte... Egal. Es ging ja wieder auf die Strecke, und damit ging einher dass ich wieder etwas Fahrtwind bekommen würde. Ich ging es langsam an, gab nur Halbgas, schaltete frühzeitig hoch, fuhr aus dem Windschatten raus. Es dauerte nicht lange und der Innenraum heizte sich auf ein unerträgliches Maß auf. Meine griechischen Gene halfen mir jedoch dabei dies zu überstehen. :D

 

Wie zu erwarten: Der Azubi war ebenfalls sehr schnell unterwegs. Das Führungsfahrzeug war ein RAV 4 mit Allrad und recht viel Leistung. :D Ging gut weg das Teil. Ebenfalls auf Sommerreifen unterwegs. Damit führte er uns alle vor. Selbst die Lise kam kaum hinterher. :D Es war schon etwas beschämend. :D :D :D

Ich hatte teilweise echt zu kämpfen, konnte aber gut mithalten. Nur in den schnellen Kurven musste ich etwas langsam tun. Da war mit der Bereifung nicht mehr drin. In den langsamen Kurven war ich am schnellsten. Die Reifen drehten in der 2.-Gang-Rechts nach Start/Ziel durch. :D Da fehlt das Sperrdifferential. Merkt man ganz deutlich. Auch musste ich auf die Motortemperatur achten und fuhr sehr schonend mit dem Material.

 

Mit jedem Stint wurde die Gruppe schneller. Wir fuhren ein wirklich gutes Tempo. Der schnellste Teilnehmer schaffte auf Sommerreifen (Dunlop Sportmaxx) in seinem Peugeot 208 GTi die Bestzeit von 2:17 min. Zum Vergleich: Ein Porsche 911 GT3 (991) fährt dort knapp unter zwei Minuten. Die Zeit war respektabel. Der Mann fuhr dort bereits zum dritten Mal. Unsere 2:35 min. waren eher beschämend, jedoch auf andere Faktoren zurückzuführen. ;) Klingt nach Ausrede, ich weiß. :D

 

Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung. Achja: Ein Fotograph hampelte auch noch mitten auf der Strecke rum, wie ihr sehen könnt. :D Der Junge war echt mutig, stand teilweise in der Kurve außen.

 

Jetzt ist es erschreckenderweise doch mehr Text geworden als geplant. Ich komme auch schnell zum Abschluß. Als Belohnung für das Lesen habe ich hier noch zwei Überraschungen: Videos! :D Der Mini ist mir noch hinterhergefahren und hat mich aufgenommen. Sehr interessant zu sehen. Man sieht wie sauber meine Linie ist. Das hat mich besonders gefreut. Bedenkt bitte, dass ich den Motor schonen wollte und nicht Vollgas gegeben habe. ;) Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

Video 1

Video 2

 

*Einige der Fotos (Embleme, Streckenprofil, Asphaltstück) sind Eigentum des Bilster Berg Driving Resorts. Ich verwende diese Bilder ohne wirtschaftlichen Hintergrund.


16.02.2014 18:09    |    Ascender    |    Kommentare (217)    |   Stichworte: 318i, 318is, 3er, 4-Zylinder, Aufbau, Aufbauberichte E30, BMW, E30, Motorsport, Racing, Rennen, Rennstrecke, Rennwagen, Saugmotor, Tourenwagen, Überführung

Hallo liebe Motor Talker!

 

Die Zeit des Wartens ist nun vorbei. Meine Cola-Dose ist nun endlich in meinen Besitz!

Doch langsam! Weshalb so früh?

 

Eigentlich war die Übergabe erst für nächste Woche geplant. Jedoch hätte ich das unter der Woche nicht mehr geschafft - jedenfalls nicht vor dem Winter Special-Event am Bilster Berg (siehe Countdown).

Daher wurde alles in letzter Minute etwas hektisch. Im wahrsten Sinne!

 

Der Wagen bekam letzten Donnerstag frischen TÜV, nach anfänglichen Schwierigkeiten. Ich holte mir geschwind die Fahrzeugpapiere am Abend in Münster ab. Dort trafen wir uns auf halben Wege an einer Raststätte, wo wir ein echt nettes Benzingespräch führten.

 

Natürlich war auch die Cola-Dose Gegenstand unseres Gesprächs, welche Arbeiten bislang durchgeführt worden sind, und allerlei.

 

Am Freitag ging es dann in der Mittagspause "mal eben" auf die Zulassungsstelle. Um 12 Uhr machten sie zu, wir hatten 11:46 Uhr, vor mir eine Schlange bis nach Kalkutta! Am Empfang wollte man mir schon keine Wartenummer mehr geben, aber ich bettelte so lange, und unnachgiebig - erklärte ihnen mein Anliegen, und dass ich ja schon alles dabei hätte - sogar die Kennzeichen! Also gewährte man mir. Wir hatten schon 11:58 Uhr! Es dauerte noch eine ganze halbe Stunde bis ich zur sichtlich genervten Sachbearbeiterin vortreten und Platz nehmen durfte.

Die Angelegenheit dauerte dann auch nicht mehr lange. Die Siegel kamen drauf, ich erhielt neue Fahrzeugpapiere und auch die grüne Umweltplakette. :)

 

Nun galt es einen Anhänger zu organisieren für den nächsten Tag. Denn mit dem Wagen hatte ich auch jede Menge Ersatzteile geordert. Eine Motorhaube, zwei Türen, eine Heckklappe, acht weitere Reifen,... also nochmal ein halbes Auto dazu. :D

 

Am nächsten Morgen brachen ein guter Freund und ich auf. In meinem 525i E34 - namentlich "Kurt" - holten wir zunächst den Anhänger ab, und dann ging es auch sofort auf die Bahn. Wir hatten ein wenig Zeitdruck, denn wir wollten den Anhänger noch am selben Tag zurückgeben, und das würde eng werden.

Kaum waren wir zwei Minuten auf der Autobahn beobachteten wir auch schon einen Streifenwagen in unseren Rückspiegeln, der uns ziemlich lange hinterherfuhr. Wir fuhren die vorgeschriebenen 100 Stundenkilometer mit dem Gespann. Die Polizisten überholten uns schließlich, nicht ohne uns vorher durch die Seitenscheiben genau anzusehen. Anschließend winkten sie uns raus.

 

War ja klar... :rolleyes: Natürlich folgten wir dem Streifenwagen, der von der Autobahn abfuhr und uns auf einen Parkplatz lotsen wollte. Zum Glück bemerkte mein Kumpel, dass der Anhänger viel zu hoch war für die Beschilderung des Parkplatzes - und so hielten wir an. Der Polizist hatte keine Anstalten gemacht uns zu warnen. So ein Penner! Wir hätten fast das Schild abgerissen.

 

Die Kontrolle verlief schnell. Eigentlich wollten sie nur den Fahrer auf Alkohol und Drogen testen, aber das sparten sie sich nach kurzer Sichtprüfung, und wir durften schnell weiter.

 

Um zu unserem Ziel zu gelangen mussten wir irgendwann von der Autobahn abfahren und auf die Landstraße. Über eine Stunde gurkten wir dort rum! Es gibt leider keine schnellere Verbindung.

 

Aufgrund der morgendlichen Stunde beschränkte sich auch das Gespräch mit den Verkäufern auf wenige Sätze. Wir fuhren mit dem E34 genau vor das Werkstatt-Tor, verluden schnell alle Teile.

Der Verkäufer erklärte mir noch ein paar Dinge, dann pappten wir die Kennzeichen dran, und ich durfte los fahren. Der Schlüssel steckte bereits.

 

Endlich! Nun eben noch schnell auf den Sitz kriechen, die engen Gurte über die Schultern ziehen, Spiegel einstellen, Motor starten! Mit infernalischem Gebrüll erwachte das Aggregat zum Leben. Es schüttelte den ganzen Wagen einmal durch. Das war ein ganz anderes Fahren als das mit Kurt.

 

Die Cola-Dose war hart, heiß und schnell! Mag man garnicht glauben wie gut 130 PS reißen können. Die Beschleunigung empfand ich als ausreichend. Auch weil der Motor so gut am Gas hängt, und weil sich das Auto wie ein Go-Kart fährt. Keine Servolenkung, knackige Schaltung,...

Man hört alles: Das Differential, das Getriebe, die Kardanwelle, jeden Kieselstein in den Radhäusern, das kernige Auspuffwimmern, das Motorengebrüll,...

 

Im Konvoi ging es dann wieder zurück nach Hause, wobei ich das Führungsfahrzeug spielte.

Zuhause ladeten wir aus, brachten den Anhänger wieder zum Verleih, kehrten zurück und drehten noch eine Runde mit der Cola-Dose.

Auf den Alltagsreifen reagiert das Auto äußerst berechenbar. Auch ein ganz kurzer (ungewollter) Drift war an einer Autobahnauffahrt drin. :)

 

Ein kleines Spaßgefährt! :) :cool:

 

 

 

Ich bin nun nächsten Donnerstag am Bilster Berg, und freue mich tierisch darauf. Danach kommt das Auto in die Werkstatt, damit die Sicherheitszelle verbaut werden kann. Außerdem werden noch ein paar Lackierarbeiten gemacht. :)

 

Ich freue mich schon auf diese Saison!


04.02.2014 19:04    |    Ascender    |    Kommentare (79)    |   Stichworte: 318, 318i, 318is, 3er, 4-Zylinder, Aufbauberichte E30, BMW, E30, Motorsport, privater Motorsport, Racing, Rennen, Rennstrecke, Saugmotor, Werkstatt

Hallo liebe Motor Talker!

 

Ich möchte mich zunächst einmal für euren Zuspruch bedanken, und daher gibt es eine kleine Rückmeldung von mir, auch wenn es noch nicht sehr viel zu berichten gibt.

 

Die letzten Wochen und Tage verbrachte ich im Internet, auf einschlägigen Seiten wie beispielsweise Sandtler Motorsport, Reuter Motorsport, ISA Racing und der elektronischen Bucht (ebay).

 

In einer wahren Bestellwut habe ich die verschiedensten Dinge geordert, und jede Menge Zasta ausgegeben. Die Lieferanschrift war die der Verkäufer, denn die Jungs bauen ja noch die Bestellware freundlicherweise ein und kümmern sich um die Eintragungen beim TÜV.

 

 

 

Natürlich bin ich ziemlich hibbellig und freue mich auf das Auto, welches mir aber erst in zwei Wochen übergeben wird. Vielleicht sogar früher, aber das steht noch in den Sternen.

 

Die Verkäufer meinten, dass noch so manche Überraschung auf mich warten wird - da bin ich ja schon echt gespannt. Sie unterrichten mich regelmäßig über den aktuellen Stand, schicken mir Bilder und telefonieren mit mir, wenn was nicht so läuft wie geplant. Das finde ich absolut Klasse! Das war bislang mein bester Autokauf!

 

Hier eine Auflistung der bestellten Dinge:

 

- Originaler Luftfilterkasten (E30 318i)

- Stabi vorne und hinten wegen der Rollneigung

- Stahlflex-Bremsleitungen

- Abschleppschlaufen (Pflicht bei Veranstaltungen)

- Katalysator 318is

- Auspuff ab Kat.

- Domstrebe hinten

- Öltemperaturmesser + Geber

- Felgen für die Alltagsreifen und dazu passende Ganzjahresreifen

- Schaltwegverkürzung

- Motorhaubenhalter

 

Insgesamt also sehr viel Geld was da unterwegs war.

 

 

Jedenfalls, Probleme gab es auch:

 

Ich Idiot habe in meiner Bestellwut nicht darauf geachtet, dass der Artikelstandort der Haubenhalter in China ist. Deutsche Artikelbeschreibung, deutsche Artikelbezeichnung, aber Standort in China. :rolleyes:

Entweder sie hängen beim Zoll fest, oder sie sind noch nicht losgeschickt worden, oder sie sind auf dem Postweg verloren gegangen, oder sie sind nicht mit der Luftpost aufgegeben worden, sondern noch mit der Karawane auf der Seidenstraße unterwegs.

Sie sind jedenfalls nicht da. :D

 

Die 25 EUR habe ich inzwischen abgeschrieben. Ich versuche irgendwie noch via Paypal an mein Geld ranzukommen. Sollte ja recht easy gehen, wenn ich das System richtig verstanden habe.

 

Am Katalysator ging ein Teil kaputt. Aber die Jungs versicherten mir am Telefon, dass man das schlecht gesehen hätte und sie dem Ebayer keinen Vorwurf machen. Sie hätten es noch retten können. Ich bin schon auf das Ergebnis gespannt. Der Auspuff selbst sei gewaltig, so der begeisterte Anruf der Verkäufer. Man könnte wohl die ganze Hand locker reinstecken in das Endrohr. Geiles Gerät! Ich hoffe der Sound wird dementsprechend rotzig, wie es sich für so ein Auto auch gehört. Versteht mich nicht falsch: Ich will meine Nachbarn damit nicht nerven, und sonst bin ich ja auch kein Fan von solchen Anlagen, aber an so einem Karren? Das darf man, finde ich! :) :cool:

 

Die meisten Dinge, etwa die Abschleppschlaufen, die Öltemperaturanzeige, die Domstrebe hinten, etc. sind bereits verbaut worden.

Der Umbau auf E-Lüfter gestaltet sich momentan als etwas herausfordernder, weil die Jungs dafür einen nahegelegenen Schrottplatz aufsuchen müssen. Ich habe mein Einverständnis gegeben. Visko-Lüfter sind schließlich müll. Kann ich auch so bestätigen. :)

 

Als Alltagsreifen habe ich mir die billigsten Allwetterreifen besorgt, die es in der im Fahrzeugschein eingetragenen Größe gibt. Maxxim irgendwas. 80 EUR das Stück. Für den öffentlichen Straßenverkehr muss es echt nix weltbewegendes sein. Es gibt eine Menge Leute da draußen, die sich teuere Sommer- und Winterreifen besorgen, aber wirklich nötig ist es nicht. Bei Aquaplaning spielt ja auch vor allem das Profil eine Rolle, und es ist ja auch erwiesen, dass selbst gute Reifen, die schon ein oder zwei Jahre im Einsatz sind, nicht erst bei 80 Km/h aufschwimmen, sondern bereits vorher. Also, Jacke wie Hose. Ein guter Autofahrer stellt sich schon vorher auf diverse Situationen ein und ist flexibel. Viel wichtiger ist es - meiner Erfahrung nach - dass die Reifen möglichst neu sind. Die älteren neigen gerne mal zum Plattfuß. Unlustig bei Tempo 200+ (welches ich bei diesem Auto auf der Autobahn eh nicht fahren werde). Die dazu passenden Felgen sind ein BBS RS-Verschnitt. Nicht original, aber Gold mit Chrom-Felgenbett. :cool:

Wenn man den Felgendeckel weglässt fällt es noch nichtmal auf. Spart ja auch Gewicht. :D

 

Ich habe ja noch einen Satz Semis für die Rennstrecke (siehe Foto ganz oben) und noch einen Satz Winterreifen auf Stahlfelge, falls es mal ganz Hart kommt. Ein Notrad werde ich mir ebenfalls besorgen. Nie wieder ohne! Ich stand vor zwei Jahren mal in der Pampa und musste zwei Stunden auf den ADAC warten, der mich nach Hause geschleppt hat - wo natürlich auch ein Ersatzreifen vorhanden war. :rolleyes:

Muss ich nicht nochmal haben, insbesondere da ich ja mit der Cola-Dose durchaus längere Strecken fahren werde.

 

Eine komplette Sicherheitszelle habe ich auch schon organisiert. Die wird demnächst nach Dortmund gebracht. Ist das teuerste Ding was man bei Sandtler unter dem Hersteller "OMP" für den E30 im Katalog findet, aber ich bekomme sie als Gebrauchtware (noch nie verbaut) von einem Kumpel, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der den Käfig noch übrig hatte oder so. Der Preis war heiß, und so habe ich schonmal zugeschlagen. Dafür ist das Teil auch aller erste Sahne. Wiegt nur 36 Kilo, obwohl der Käfig optisch mehr Stahl und Verstrebungen hat als die meisten anderen Zellen.

Hinzu kommt: Das Ding geht bis vorne an die Dome. Zum Glück habe ich in Dortmund jemanden zur Hand, der sich damit auskennt und schweißen kann.

 

Das Armaturenbrett muss definitiv raus, und an einigen Stellen zersägt werden. Mir ist es auch lieber, dass der Käfig geschweißt anstatt nur geschraubt wird. Das sorgt immerhin für mehr Verwindungssteifigkeit.

 

Des Weiteren geben mir die Verkäufer noch weitere Beigaben mit. Nicht nur zwei Kotflügel und zwei Türen, sondern eigentlich noch ein halbes Auto dazu:

Eine Motorhaube und ein Kofferraumdeckel gibt es ebenfalls noch, sowie Stoßstangen und (die originalen) Sitze. Ein Armaturenbrett ist ebenfalls dabei!

 

Sie selbst brauchen es schließlich nicht mehr, und die Halle in der sie das Zeug lagern, kostet schließlich auch Geld. Umso besser. Das macht sich in meinem Keller sicher gut, wenn ich da ein ganzes Ersatzteillager einrichte.

 

Immer stärker beschleicht mich das Gefühl, dass ich wirklich einen hervorragenden Kauf gemacht habe. Fair war es auf jeden Fall. Bleibt nurnoch die lange Wartezeit. :(

 

 

Währenddessen schmöckere ich noch ein wenig in den Internetshops. Wenn man einmal damit anfängt, macht es einen irgendwie süchtig. Aber ich halte mich erstmal bedeckt, schaue mal wie sich das Auto auf dem Bilster Berg verhält und ob noch Änderungen nötig sind.

 

Dann sieht man weiter. :)

 

Apropos Bilster Berg: Nun habe ich ja mehrere Anfragen bekommen ob ich nicht den einen oder anderen bei der Jungfernfahrt auf der Rennstrecke mitnehmen könnte. Es waren so viele Anfragen, dass ich einen ganzen Fanclub mit zur Strecke genommen hätte. :D Also wollte ich den ersten der mich gefragt hat mitnehmen, und das waren die Verkäufer. Um zu klären ob ich Zuschauer mitnehmen darf, habe ich das Driving Resort mal angeschrieben. Es ist ja leider keine öffentliche Rennstrecke, sondern eher sowas wie ein Privatclub. Leider war die Antwort negativ.

 

 

Zuschauer sind ausgeschlossen. Ich dürfte nur einen Beifahrer mitnehmen. Zaungäste könnte man nicht rausschmeißen. Allerdings werden diese auch nicht durch das Tor gelassen. Und dazu muss ich auch sagen: Ich habe mir das mal vor Ort angesehen vor einem Jahr etwa: Als Zaungast sieht man sehr, sehr, sehr wenig von der Strecke. Es ist alles ringsherum so dermaßen zugebaut, und die Strecke liegt auch relativ weit abseits. Wenn ich also meinen "Fanclub" mitbringen würde, könnte der erstens: Nichts sehen! Zweitens: Müssten die Leute Stundenlang ohne Verpflegung in der Kälte, weitab vom nächsten Ort ausharren!

Das ist blöd, und deshalb kommt keiner mit. Ich treffe mich dort mit ein paar Kollegen aus dem Nachbarforum, die mit mir gemeinsam in einer Gruppe sind. Wir juckeln nur zum Spaß über die Strecke. Es handelt sich um ein "geführtes Fahren". Ich bin gespannt. Es wird für mich sowieso herausfordernd, weil ich bei weitem die geringste Motorleistung habe (die anderen ungefähr 3x so viel!) und da das langsamste Fahrzeug den Speed vorgibt, werde ich mich wohl sputen müssen. :)

 

Wenn also von Seiten anderer Motor Talker ein Interesse von Mitfahrten besteht, mache ich das gerne. Aber nicht am Bilster Berg. Ich denke da ist die Nordschleife der bessere Weg, da frei zugänglich für Jedermann.

 

Wie ich bereits schrieb: Ich nehme gerne Leute mit für ein paar Runden. Da habe ich überhaupt kein Problem mit. Jetzt müssen wir nur noch das nächste Motor Talk-Nordschleifentreffen organisieren. :)

Ich hoffe sehr, dass die Teilnehmerzahl diesmal etwas größer ist als beim letzten Mal, und dass vor allem nicht so kurzfristig abgesagt wird. Das war beim letzten Mal echt doof! Bevor ich das Auto aber nicht habe, möchte ich davon absehen da schon großartige Planungen zu machen. Ich denke vor allem der Einbau des Käfigs und die kleineren Arbeiten, werden auf jeden Fall bis Mitte April andauern, realistisch betrachtet.

 

 

 

Das war dann erstmal der "kurze" Zwischenbericht. Ich hoffe, wie immer, dass es ein wenig spaß gemacht hat. Ich halte euch auf dem Laufenden.


22.01.2014 06:26    |    Ascender    |    Kommentare (84)    |   Stichworte: 318i, 318is, 3er, 4-Zylinder, Aufbau, BMW, E30, Motorsport, Nordschleife, Nürburgring, privater Motorsport, Rennstrecke, Saugmotor, Startnummer, Trackday, Tuning, werkstatt

... Und momentan warte ich. Ich warte auf mein neues Auto. Auf mein neues Leben.

 

Hallo liebe Motor Talker.

 

Für mich ist heute ein neuer Lebensabschnitt angebrochen, und dazu möchte ich euch herzlich einladen. Vielen wird aufgefallen sein, dass sich mein Blog in einem neuen Gewand zeigt, und die alten Artikel verschwunden sind. Nun, ich hing eben sehr an meinem alten Auto, und es ist auch sehr viel anderer Mist - persönlicher Natur - im letzten Jahr passiert. Daher erfolgte an dieser Stelle jetzt der Cut. Es soll neu begonnen werden.

 

 

 

 

 

So langsam habe ich mich jetzt wieder aufgerappelt. Mit neuer Wohnung, und neuem Auto geht es also weiter. Doch wie eigentlich?

 

Der Plan ist nun endlich mit einem eigenen Auto an Motorsportveranstaltungen teilzunehmen. Bislang habe ich mich nur in Teams eingekauft, bzw. wurde ab und an gefragt ob ich nicht jenes oder dieses Auto fahren möchte.

 

Zu diesem Zweck habe ich mir einen BMW E30 318i gekauft, der schon modifiziert worden ist. Unter anderem wurde die Leistung auf 126 PS erhöht, das Auto ausgeräumt, und ein paar andere Dinge noch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kleiner Überblick? Gerne doch!

 

- Motor komplett überholt und gerade mal 2.500 Kilometer gelaufen

- Krümmer vom 318is, Schrick Nockenwelle 300 Grad

- Offener Luftfilter mit Luftführung

- Domstrebe vorne

- Vollschalensitze

- Bei Kauf kein Auspuff verbaut (vorher Serienanlage)

- Bremse vorne vom 325i E30 (neu)

- Gelbe Konidämpfer und rote H&R Federn (vorne Zug- und Druckstufe verstellbar)

- Komplettes Fahrwerk neu, alle Lager getauscht

- 15" Kreuzspeichen

- Semislicks mit gutem Restprofil

- Front- und Heckspoiler vom 318is

- Öldruck Warnlampe

 

Mit der Übernahme ging eine wahre Bestellflut einher an unterschiedlichsten Teilen, die den Wagen in der Kurve schneller machen sollten.

 

 

 

 

 

 

 

Damit der Wagen auch im Wettbewerb eingesetzt werden kann, bedarf es noch einiger Änderungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter anderem habe ich folgendes bestellt. Den Einbau übernehmen die Verkäufer freundlicherweise zu

einem guten Kurs:

 

 

 

 

 

 

 

 

- Domstrebe hinten

- H&R Stabis für vorne und hinten, da mir die Seitenneigung zu hoch erschien

- Schaltwegverkürzung mit langer Schaltstange (darauf freue ich mich am meisten)

- Katalysator vom 318is

- Sportauspuff Edelstahl Einzelrohr, 76mm Durchmesser, scharf

- Stahlflex-Bremsleitungen

- Öltemperaturanzeige & -geber

- Motorhaubenhalter abschließbar

- Abschleppschlaufen vorne und hinten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jungs werden außerdem auf meinen persönlichen Wunsch hin noch folgende Änderungen durchführen:

 

 

 

 

- Alle Flüssigkeiten tauschen

- TÜV HU/AU neu

- Batterie in den Kofferraum verlegen

- Servolenkung demontieren

- E-Lüfter montieren (Visko-Lüfter sind scheiße!)

- Chrom-Niere

- Orangene Blinkergläser vorne

- Luftfilter auf Original zurückrüsten wegen Sportabgasanlage und TÜV

- Ausbau des Radios

 

 

 

 

 

Kostenlose Zugaben:

 

- Ein Satz Winterreifen auf Stahlfelge

- Zwei Kotflügel

- Zwei Türen

 

Ich hole das Auto in der zweiten Februarwoche ab. Wenn der Wagen erstmal da ist, müssen noch einige Änderungen durchgeführt werden. Etwa der Einbau eines Käfigs, ein paar Ausbesserungsarbeiten am Lack, sowie die Montage eines Batterie-Trennschalters.

 

 

 

In meinem Blog werde ich künftig über den Aufbau und die Veranstaltungen berichten.

 

Ich bedanke mich bei meinen treuen Abonnenten, die eine ziemlich lange Durststrecke hinter sich haben. Natürlich hoffe ich sehr, dass ich demnächst noch viel mehr und wieder regelmäßiger bloggen werde.

 

 

Ganz besonders freue ich mich selbstverständlich über die Leute, mit denen ich jeden Tag im U25-Blog schreibe, und die mir auch ein wenig ans Herz gewachsen sind. :)

 

Am 20. Februar geht es erstmal zum geführten Fahren - im Rahmen eines "Winter Specials" an den Bilster Berg. Ich werde berichten. Wahrscheinlich wird der Neue aber bis dahin noch nicht fertig sein. Wir werden sehen.

 

Achja: Selbstverständlich wird das Fahrzeug eine Straßenzulassung haben. Was anderes wäre für mich viel zu aufwendig, da ich in so einem Fall auch ein Zugfahrzeug und einen Anhänger benötige. Und das ist mir im Unterhalt und in der Anschaffung zu teuer. Wobei ich bereits ein Zugfahrzeug hätte. Dieses wird aber verkauft, sobald ich den Neuen habe. :)

 

Das Kennzeichen habe ich bei der Stadt Dortmund bereits reservieren lassen (andere Wunschkombinationen waren bereits vergeben):

 

DO-SE 688 :D

 

In 6/88 wurde ich geboren. ;) Aber bei dem Nummernschild und der Farbe hat das Auto seinen Spitznamen gleich schon weg: Die Cola-Dose. :D