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06.06.2017 18:26    |    Dynamix    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: 4, 9C1, Caprice, Chevrolet, Classic, Diaries/Sheriff

Heute gibts mal eine Art Crossover Episode da in diesem Artikel beide Wagen eine tragende Rolle haben ;) Es begab sich eines schönen Tages im März das ich mein Auto mal wieder nach der Saisonpause nach Hause holen wollte.

 

Nachdem mein Auto letztes Jahr seine Motorüberholung bekam, zwischendrin noch neue Spurstangen bekam und gegen Ende der Saison mit frischem TÜV gesegnet wurde, war es dieses Jahr zum Saisonstart an der Zeit den Wagen endlich mal wieder zu bewegen. Also vereinbarte ich bei der Werkstatt einen Termin für die Abholung, da der Wagen dort überwintert hatte. Der Wagen wurde letztes Jahr zum Saisonende fertig und es wäre ziemlich aufwändig und sinnfrei gewesen den Wagen für lächerliche 2 Wochen nach Hause zu holen nur um Ihn dann wieder einzulagern. So hatte ich mich damals entschieden mich einfach noch ein paar Monate zu gedulden. Die 3 Monate Wartezeit machten den Braten jetzt auch nicht mehr fett! So konnte ich mir wenigstens überlegen wann und wie ich den Wagen am besten abhole. Ich plante also den Wagen kurz nach Saisonbeginn abzuholen. Mit der Bahn hin, Auto abholen, nach Hause fahren und dabei schon mal einen ordentlichen Teil des Einfahrpensums hinter mich bringen. Klang eigentlich ganz gut, also setzte ich gut 2 Wochen vor der angedachten Abholung meine bessere Hälfte von meinem Plan in Kenntnis.

 

Folgender Dialog spielte sich so in etwa auf dem Weg nach Hause im Auto zwischen meiner besseren Hälfte und mir ab:

 

Kleiner Hinweis: In Klammern geschriebene Sätze haben sich nur in meinem Kopf abgespielt :D

 

Ich: Ich werde wohl übernächste Woche mein Auto holen gehen.

 

Sie: Mach das!

 

Sie: Hmmmmmm.......

 

Ich: (Das Hmmmmmm....... verheißt nichts gutes!)

 

Sie: Eigentlich könnte ich ja dann mein Auto gleich mit nach Hause holen.

 

Ich: Dein Wagen ist noch nicht mal zugelassen und die Nummer mit dem Leerlauf sollten wir vorher auch mal beheben und dann ist da noch die Schraube im Reifen sowie der abgerissene Kat und und und............

 

Sie: Ist doch alles kein Problem. Wir nehmen uns einfach einen Tag vorher frei, lassen den Wagen zu, fahren dann runter und holen beide Autos wieder hoch. Den Rest kriegt man vor Ort sicherlich organisiert.

 

Ich: Wir müssten dann aber auch noch mal bei der Versicherung anrufen, das ursprüngliche Angebot incl. EVB Nummer ist bestimmt schon abgelaufen.

 

Sie: Ja, das müsstest DU mal machen.

 

Ich: (Ich, warum ich?! Frau, es ist DEIN Auto!:confused::confused::confused::confused:)

 

Zur Zulassungsstelle müssten wir dann auch noch, anders bekommen wir den Wagen ja gar nicht hier hoch......

 

(Ich glaube Sie hört mir schon gar nicht mehr zu)

 

Sie: Ich rufe mal bei der Werkstatt an und frage ob die das alles bis dato hinbekommen.

 

Das war der Startschuss zur vielleicht längsten Heimfahrt die wir je hatten! Wir beide, in unserer ganz eigenen Minikolonne durch halb Deutschland? Klingt unvernünftig, bin dabei! :D

 

Den Startschuss gab uns die Werkstatt als Sie uns anrief das wir beide Autos an Tag X abholen konnten. Ok, dass könnte jetzt alles etwas knapp werden! Wir hatten keine Woche mehr bis zur Abholung und es war so gut wie nichts organisiert :eek: Somit fing ich also erst einmal damit an das alte Angebot der Versicherung herauszusuchen, um dann damit bei selbiger anzurufen. Eine halbe Ewigkeit später (Warteschleife!) erhielt ich von der netten Dame am anderen Ende der Leitung auch schon eine niegelnagelneue EVB Nummer sowie ein aktualisiertes Angebot.

 

Das war schon mal geschafft! Fehlten nur noch die Teile. Bis zur Abholung waren es nur noch 3 Tage, woher sollte ich so schnell ein IAC Ventil nehmen? Rockauto wäre wohl gegangen, allerdings war ich nicht bereit für den Versand alleine fast das doppelte des Warenwerts zu bezahlen. So blieb eigentlich nur noch der Speedshop. Zum Glück hatten Sie das besagte Teil vorrätig und so zahlte ich dafür incl. Versand am Ende nur die Hälfte von dem was Rockauto haben wollte. Das Teil hatten wir direkt an die Werkstatt geschickt. Sicher ist sicher!

 

Meine bessere Hälfte organisierte in der Zwischenzeit bei der Werkstatt den Einbau einer neuen Batterie (die alte hat die lange Standzeit nicht überlebt) und das flicken des Reifens.

 

Als nächstes organisierte ich die Hinfahrt. Da es irgendwie dämlich gewesen wäre mit dem Auto runter zu fahren musste der Mii dieses mal zuhause bleiben. Die Gleichung 3 Autos mit 2 Fahrern wollte einfach nicht aufgehen :D Wir entschieden uns für die Bahn und so checkte ich Zugverbindungen, verglich Preise und klamüserte im Kopf aus um wie viel Uhr wir wohl am besten losfahren. Glücklicherweise fand ich eine relativ gute Verbindung. Zwar etwas früh, aber so riskierten wir wenigstens nicht zu spät zu kommen und mit 33€ pro Kopf war das Ganze echt günstig! Außerdem sparten wir mit der Verbindung fast 2 Stunden Fahrzeit im Vergleich zum Auto. Das Ganze wurde für gut befunden und gebucht :)

 

Zu meinem erstaunen bekamen wir von der Werkstatt bereits einen Tag nach Bestellung des IAC Ventils die Info das Sie das Teil erhalten und eingebaut haben. Ebenso hatten Sie eine neue Batterie besorgt, den Reifen geflickt und den bei Import schon provisorisch befestigten Kat vernünftig festgeschweißt. Wow, dass ging schnell! Damit stand der nächste Punkt auf der Liste an: Die Zulassungsstelle.

 

Am Tag vor der Abholung nahmen wir uns frei und gingen mit einem riesigen Haufen Papier zur Zulassungsstelle. Das Ganze gestaltete sich in etwa so:

Anstellen.............

warten...............

warten ............

warten............

zum Schalter gehen.........

darauf hingewiesen werden das man für kleine Kennzeichen den Wagen vorführen muss....................

eine Nummer bekommen ....................

warten .....................

warten .....................

warten .....................

warten......................

weiter warten........

 

Irgendwann wurde dann endlich unsere Nummer aufgerufen. Mit dieser gingen wir dann direkt zum Schalter und ab da ging die ganze Chose auch schon los ;) Es ist gar nicht so einfach einen Amerikaner zuzulassen wenn er kleine Kennzeichen braucht und die Zulassungsstelle ums verrecken ohne Vorführung keine herausrücken will.

 

Wir dachten uns "Versuch macht kluch" und so versuchten wir trotzdem einfach mal direkt auf das Kennzeichenproblem hinzuweisen. Die Frau die unseren Fall bearbeitete hatte auch durchaus Verständnis für unser Problem. Leider endete das Ganze dann in einer halbstündigen "wie stellen wir das jetzt am besten an" Aktion. Sie holte Ihre Kennzeichenrohlinge, wir suchten diverse Kennzeichenkombinationen heraus nur um festzustellen das keine einzige von denen auf die normale Kennzeichengröße passt. Die Diskussion mit den kleinen Kennzeichen war in diesem Moment erst einmal gelaufen. Die verfügbaren Wunschkombinationen kollidierten so ziemlich alle mit dem Wunsch nach einem Saisonkennzeichen.

 

Das Leben ist halt kein Wunschkonzert und so nahmen wir einfach die nächstbeste passende Kombination welche uns die Sachberabeiterin vorschlug. Man versicherte uns das diese auf die kleinen Kennzeichen passt und wir dann keine Probleme bekommen würden wenn uns das kleine Kennzeichen zugewiesen wird. Das klang schon einmal gut! Um ein paar Euro ärmer verließen wir die Zulassungsstelle. Tag X stand kurz bevor!

 

flottflott

Am nächsten Morgen war früh aufstehen angesagt. Um genau zu sein war sehr frühes aufstehen angesagt! Der Zug ging bereits um 7 Uhr morgens. Da wir uns beim Packen mal wieder in Prokrastination geübt hatten, mussten wir kurz vor 5 aufstehen um noch alles unter einen Hut bzw. einen Koffer zu bekommen ;) Zum Bahnhof mussten wir ja auch noch und so schmissen wir schnell alles von dem wir glaubten wir würden es brauchen in den Koffer in der Hoffnung nichts vergessen zu haben. Pünktlich kamen wir am Bahnhof an und genauso pünktlich kam auch der Zug. Entspannte 2 Stunden später waren wir auch schon in der baden württembergischen Landeshauptstadt angekommen. Ein Freund war so nett uns vom Bahnhof abzuholen und so warteten wir bei strömenden Regen im Auto darauf das die Werkstatt öffnete. Pünktlich stand unser Freund an der Werkstatt und geleitete uns direkt zu unseren Autos die im Hinterhof geparkt wurden. Bevor wir mit den Autos auch nur irgendwas anstellen beschlossen wir Sie auf den Hof zu fahren. Gesagt, getan!

 

Jetzt mussten die mitgebrachten Kennzeichen am Cop Car angebracht werden. Da es zum einen aus Eimern regnete und zum anderen keins der Kennzeichen auch nur ansatzweise an das Auto gepasst hätte mussten wir improvisieren. Mit einer Rolle Panzertape bewaffnet versuchte ich die Kennzeichen an die Scheiben zu kleben. An der hinteren Scheibe funktionierte dies deutlich besser als erwartet. Leider funktinierte das Ganze an der Frontscheibe so gut wie überhaupt nicht. Am Ende bestand die Beifahrerseite der Scheibe aus einem 520mm x 110mm großen Stück Blech und ca. 2qm² Panzertape. Das Kennzeichen hing trotz der Massen an Panzertape herunter weil das Tape an der Unterseite nicht halten wollte. Dies hatte allerdings den positiven Nebeneffekt das man das Kennzeichen wunderbar von außen lesen konnte, da es nun kerzengerade hinter der Scheibe stand :D Was solls, es soll nur halten, keinen Preis beim Concours d Elegance gewinnen.

 

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Als nächstes stand ein bisschen Schrauben auf dem Plan. Bei meinem Auto war der Scheibenwischer ausgefallen und wir machten uns auf die Fehlersuche. Wir besorgten vorher sicherheitshalber einen Wischermotor aus einem Schlachtwagen da wir zuerst annahmen das dieser vielleicht die Fehlerquelle sein könnte. Beim ausprobieren stellten wir leider fest das es nicht der Wischermotor war. Wir checkten das Relais aber auch dies war in Ordnung. Um das Armaturenbrett auseinander zu nehmen und die Kabel durchzumessen fehlte die Zeit also beließen wir es erst einmal dabei. Ich vermute das sich beim Ausbau der Gasanlage (dafür musste der Schalter für die Gasanlage aus dem Armaturenbrett raus) das Kabel von dem Schalter gelöst hat der den Scheibenwischer in Gang setzt.

 

In der Zwischenzeit war meine bessere Hälfte nicht untätig. Sie hatte Ihren Wagen ein wenig geputzt und aufgeräumt. Diese Mühen sollten durch einen Ölwechsel gekrönt werden. So führen wir Ihr Auto schnell auf die Bühne und wir erledigten den Ölwechsel.

 

Die Zeit verging wie im Fluge und so war es auch schon Zeit für den obligatorischen Samstagabendcruise. Telsch hatte kurz vor unserer Abreise durchblicken lassen das er nicht abgeneigt wäre sich mal mit uns zu treffen wenn wir in der Gegend sind ;) Also luden wir Ihn ein einfach mal beim Cruise vorbeizukommen. Er hatte die beiden Autos persönlich noch nie in Augenschein nehmen können und so war es für Ihn auch eine gute Gelegenheit sich die Autos etwas genauer anzusehen ;) Während wir Ihm die Unterschiede zwischen den beiden Wagen erklärten schaute sich Telsch in beiden Autos um, machte Sitzproben und befand beide für saubequem :)

 

Nach dem Cruise gingen wir alle noch eine Kleinigkeit essen. Damit Telsch nicht für ein 1,5 Stunden Treffen extra durch das halbe Schwabenländle gegondelt wäre haben wir Ihn kurzerhand zum Essen mitgenommen. Das Abendessen war noch sehr schön, es geht doch nichts über einen fetten Burger mit reichlich Käse und Fleisch :D

 

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Als wir beschlossen das es an der Zeit wäre abzureisen stellten wir mit erschrecken fest das es schon sehr spät war :eek: Weiterhin stellte ich fest das die Werkstatt immer noch die Papiere meines Autos hatte. Ohne wollte ich ungern mehrere 100 Kilometer fahren, also ging es noch schnell mit allen zurück in die Werkstatt um die Papiere zu holen. Wir brachten Telsch dann noch schnell zurück zum Cruise da er sein Auto dort noch stehen hatte. Als wir dann endlich Richtung Heimat starten konnten war es auch schon nach 12. Puh, so spät fahren wir selten los und dann noch Kolonne fahren. Dazu sind wir mit dem Cop Car noch nie so lange Strecken am Stück gefahren. Würde die Technik durchhalten? Probieren wir es aus!

 

Pünktlich zur Abfahrt fing es natürlich wieder an zu regnen :rolleyes: Zum Glück war der Regen nur nieselig. Der Fahrtwind pustete das Wasser somit ziemlich zuverlässig von der Scheibe. So fuhren wir dann auch erst einmal ein paar Stunden. Der Vorteil an der späten Startzeit war der nicht vorhandene Verkehr auf den Straßen, allerdings bremsten uns diverse Baustellen ein weshalb wir nach gut 2 Stunden schein eine ganze Menge Zeit verloren hatten. Dazu hielten wir auch in regelmäßigen Abständen an Parkplätzen und Tankstellen an um den Zustand unserer Motoren zu checken. In meinem Falle wegen des Einfahrens, in Ihrem Falle weil der Motor ein wenig Öl (wir wollten wissen wie viel er tatsächlich) verbrennt. Irgendwann um 3 Uhr morgens nach 2/3 der Strecke kam dann über Funk die Schreckensnachricht:

 

"Der Motor ruckelt und nimmt kein Gas mehr an!"

 

In dem Moment fuhr mir ein riesiger Schock durch den ganzen Körper. Ein sehr ungutes Gefühl überfiel mich. Sollte etwa gerade das passiert sein von dem wir hofften das es nicht passiert? Eine Panne mitten in der Nacht auf einer Autobahn? Mit letzter Kraft schleppte sich das Cop Car auf den Seitenstreifen und ich hielt kurz davor an. Kurze Beratung mit meiner besseren Hälfte via Funk wie wir jetzt wohl am besten weiter verfahren nur um festzustellen das wir beide keine Ahnung hatten. Es war stockdunkel, jetzt am Auto einfach mal auf Verdacht herumzufummeln wäre lebensgefährlich gewesen. Zum Glück hatte unser guter Freund angeboten das wir Ihn die ganze Nacht lang anrufen können falls etwas passieren sollte. Das Angebot nahm meine bessere Hälfte dann auch direkt wahr. Gut 10 Minuten später bekam ich ein etwas kleinlauten Rückruf von meiner besseren Hälfte:

 

"Es könnte sein das der Tank einfach nur leer ist."

 

In dem Moment wusste ich nicht ob ich erleichtert sein sollte oder mir einfach nur die Hand vor die Stirn klatschen sollte. Zu ihrer Verteidigung: Die Tanknadel war eigentlich noch nicht komplett auf 0. Ich glaube so langsam verstehe ich was unser guter Freund meinte als er sagte:

 

"Die Zusatzanzeigen sind superpräzise, die Tankanzeige kann man verstehen lernen"

 

Gut, einen Versuch ist es wert! So machte ich mich um halb 4 Uhr morgens auf, mitten in der Pampa, eine Tankstelle zu finden die noch offen hat. Google sagte mir das doch irgendwo hinter der Ausfahrt in 3 km eine Tankstelle kommen sollte die noch offen hat. Also fahren wir da mal hin. Dort angekommen könnt Ihr euch vermutlich jetzt schon denken was ich vorfand: Eine geschlossene Tankstelle :rolleyes: Also die nächste Tankstelle rausgesucht! Auch dort bin ich hingefahren um auch hier wieder festzustellen: Zu! Nächste Tankstelle, gleiches Spiel: Zu! Die letzte Tankstelle war nicht nur zu, in dem ganzen Ort herrschte eine Totenstille. Kein Auto und kein Mensch waren zu sehen oder zu hören. Ich hätte auf der Hauptstraße vermutlich ein Sit-In veranstalten können ohne dabei jemanden zu blockieren oder zu stören :D

 

So langsam kam ich mir von Google "veräppelt" (haha, habt Ihr DEN Wortwitz gesehen! :D) vor. Es muss doch irgendwo hier eine Tankstelle geben die geöffnet hat?! Ich beschloss einfach die nächste Autobahntankstelle zu suchen auch wenn ich dafür länger fahren muss. Dann fiel es mir plötzlich wieder ein: War nicht ein paar KM vor der Stelle an der wir liegengeblieben sind nicht ein Rasthof? Ich befragte dann doch wieder schnell Google und Bingo: Da war eine Autobahntankstelle ca 15km vor der Stelle an der wir liegengeblieben sind.

 

Also nichts wie hin, horrend viel Geld für einen Reservekanister gezahlt, horrend viel Geld für knapp 11 Liter Sprit gezahlt und dann zurück zu meiner besseren Hälfte. Ich nahm den Kanister aus dem Auto und ließ die knapp 11 Liter des Kanisters in den Wagen laufen. Ich glaube ich war noch nie so froh das der Wagen den Tankstutzen hinter dem Kennzeichenhalter hat! So musste ich nicht auf der Straße stehen.

 

Die Stunde der Wahrheit war gekommen: War es wirklich Spritmangel oder doch etwas größeres? Wir probierten es aus. Der Wagen orgelte ein paar Sekunden und zack sprang der Wagen an. Puh, Glück gehabt! Wir fuhren danach im Schneckentempo zu der Tankstelle zurück an der ich auch den Kanister organisiert hatte. Die 11 Liter würden nie bis nach Hause reichen. Gut 120€ ärmer und mit vollem Tank konnten wir unsere Reise dann endlich fortsetzen. Wir hatten mittlerweile viertel nach 4 und noch gut 170km vor uns. Es war kalt, es war nass und wir beide waren mittlerweile etwas fertig! Immerhin waren wir jetzt seit knapp 24h auf den Beinen und der Tag war anstrengend. Es half alles nichts, wir mussten weiter! Kurz vor dem Ziel haben wir dann noch einmal eine Pause eingelegt. Ich verspürte den Ruf der Natur und meine bessere Hälfte wollte sich ein wenig bewegen um nicht einzuschlafen. Schon lustig an einem Sonntag morgen gegen 6 Uhr neben der Putzfrau der einzige in so einer Autobahnraststätte zu sein :D Irgendwann nach 6 Uhr morgens kamen wir dann auch endlich mal zuhause an. Nächste Herausforderung: Parkplatzsuche! Hmm, da wäre eine ziemlich große Lücke vor dem Haus die allerdings von einem Car2Go Smart blockiert wird :rolleyes: Zum Glück habe ich einen C2G Account und so fuhr ich den Wagen fix weg. Jetzt war die Lücke groß genug für das Cop Car. Mein Auto landete kurzerhand in der Einfahrt. In dem Moment war es mir gelinde gesagt ziemlich scheißegal ob die Nachbarin sich über das große Auto in MEINER Einfahrt beschwert. Sichtlich geschafft fielen wir beide kurz darauf ins Bett!

 

An dieser Stelle gibts einen Cut. Weiter gehts im nächsten Artikel ;)

 

P.S.: Was lernen wir daraus? Spätestens dann tanken wenn die Nadel bei der Hälfte steht :D

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06.06.2017 18:56    |    Goify

Krasse, aufregende und spannende Geschichte (hier prasselt gerade der passende Regen gegen die Scheiben).

Bin gespannt auf Teil 2. :)


06.06.2017 18:59    |    Dynamix

Ich hab noch ein halbes Dutzend anderer Artikel im Köcher, für Lesestoff ist gesorgt ;)


06.06.2017 18:59    |    drsteelhammer

An meinem Caprice funktioniert die Nadel tadellos. Aber es ist doch immer wieder ein flaues Gefühl, wenn sie sich dem Ende zu bewegt.


06.06.2017 19:40    |    Dynamix

Der 9C1 hat einen anderen Tacho und damit auch eine andere Tankanzeige. Die an meinem zivilen funktioniert seit dem Tausch des Schwimmers und der Benzinpumpe auch wieder einwandfrei und sogar erstaunlich präzise. Wenn ich mal bedenke das bisher jedes Auto aus dem VW Konzern das ich besessen habe ein besseres Schätzeisen als Tankanzeige hatte ist das hier echt gut.

 

Was man allerdings merkt ist das der Tank doch schon sehr groß iist. Sobald man bei niedrigem Benzinstand mal ne schärfere Kurve fährt spürt man förmlich wie es den Sprit nach außen drückt und die Anzeige geht auch sofort runter :D


06.06.2017 19:51    |    PIPD black

Aus guten alten Filmen weiß ich: mit dem Finger gegen die Anzeige klopfen, hilft um festzustellen: DER TANK IST LEER:D


06.06.2017 19:55    |    Trottel2011

Oh, das kann der XJ auch gut. Als Rusty noch rannte, stand ich mal leicht schräg an einer Ampel. Aus 1/8tel Tankfüllung wurde ganz leer und die Anzeige ging schlagartig auf leer runter. Lampe an usw. Naja, losgefahren und kurz danach wieder Lampe aus, Anzeige zeigt 1/8tel voll usw. :D


06.06.2017 20:10    |    Dynamix

Ich bin irgendwie froh das es nur der Sprit war. Motorschaden oder eine ernsthafte Panne wäre in dem Moment echt nicht schön gewesen!


06.06.2017 20:13    |    Trottel2011

Jo, manchmal fällt einem sein Herz plötzlich in den Schritt :D

 

Also mein Getriebe die Grätsche machte wurde mir schlagartig heiß, ich bekam kaum Luft und begann zu zittern... Besonders weil es kaputt war und nix mehr ging...

 

Aber wenn es nur etwas Kleines ist, geht es einem sofort wieder besser :)


06.06.2017 20:50    |    ToledoDriver82

Oh ja....auch im Mazda ist die Tankanzeige wenig präzise...allerdings fahr ich den auch nicht oft genug um die genau zu kennen...alle Autos die ich öfters fahre,kenne ich und fahr sie auch ohne Probleme auf Reserve


06.06.2017 21:09    |    PIPD black

Da Lob ich mir den guten alten Benzinhahn.....wenns ruckelt und zuckelt und kein Gas mehr annimmt, einfach den Hahn eine Stellung weiter und bei nächster Gelegenheit die Tanke besuchen.;)


06.06.2017 21:11    |    Trottel2011

Da ist ein Serie III XJ12 noch einfacher. Oh, der Tank sieht leer aus... Nicht schlimm, ich pumpe den mal eben während der Fahrt voll! ;)


07.06.2017 15:26    |    pico24229

Sehr spannende geschichte :)

Bei meine LPG anlagen ist eine genaue Füllstandanzeige auch nicht drin:

beim BMW ist der tank bei Anzeige Reserve noch halb voll und beim Mercedes zeigt er nach 100km fahrt erst komplett voll an bis er leer ist.

Ich weiß aber wie weit ich mit einer Tankfüllung komme und resette dann immer die Tageskilometer.


07.06.2017 15:29    |    Dynamix

Meine Gasanlage hatte auch nur so ne 4 Punkte Schätzanzeige neben dem An-/Aussschalter der Gasanlage. Hab meist getankt wenn die Anzeige auf Hälfte war, selten mal wenn Sie auf einen Punkt runter war. Angeblich blinkt die Anzeige wenns komplett leer ist.

 

Bin aber mittlerweile heilfroh das Ding los zu sein. Unnötige Fehlerquelle und zudem hat das Ding echt Platz weggenommen! Dazu fahre ich nicht so viel mit dem Wagen als das sich die Gasanlage jetzt so rentieren würde, aber wenigstens habe ich den Einbau nicht bezahlt ;)


07.06.2017 19:12    |    Trottel2011

Ich fahre meine Anlage immer komplett leer :D


07.06.2017 20:27    |    Dynamix

Ich nicht mehr :D


08.06.2017 09:52    |    pico24229

Naja selbst wenn man nur mal ne nette Tour macht einmal im jahr spart man ja direkt einiges. Aber wenn es da bei dir nur Probleme gab.


08.06.2017 09:59    |    Goify

Von Gas bin ich auch weg. War einfach eine weitere Fehlerquelle, die Geld kostete und die Wartung ist teilweise richtig teuer (Motor ausbauen für notwendiges Ventilspieleinstellen beim Subaru).

Und selbst wenn der Sprit irgendwann mal 3 Mark 10 kosten sollte, gebe ich weiterhin Benzin und habe Spaß (ja, reimt sich nicht). :)


08.06.2017 10:55    |    Dynamix

@pico24229 In meinem Falle macht das 500€ Unterschied pro Jahr aus. Klar sind 500€ ne Menge Geld, aber wenn ich dafür weniger Probleme mit dem Wagen bekomme die mich dann unter Umständen mal schnell weit über 1000€ kosten könne verzichte ich doch lieber ;) Würde ich den Wagen im Alltag nutzen würde sich eine Gasanlage 3 mal lohnen, aber dafür habe ich ja den Mii.

 

Mal ein kleines Gedankenspiel:

 

Nehmen wir mal an ich hätte den Peugeot noch. Der hat immer gut 7 Liter genommen. Der Mii braucht 5.

 

Nehmen wir jetzt die gleichen Spritpreise an wie beim Caprice, dann spare ich durch den Mii allein beim Sprit fast 900€ jährlich. Das überkompensiert die Mehrkosten durch die Gasanlage deutlich ;) Unterm Strich fahre ich so von den Kosten her günstiger als mit der Caprice Gas/Peugeot Alltag Kombination. Wenn ich jetzt noch die Fixkosten dazunehme wird es noch viel besser ;) Wie man sieht, die fehlende Gasanlage bringt mich finanziell gesehen nicht um.

 

@Goify So sieht es aus! So ne Grundwartung (da gibts auch Filter die regelmäßig gewechselt werden) bei einer Gasanlage ist auch nicht gerade billig, dass lassen sich die Umrüster bzw. Werkstätten auch teilweise vergolden. Dazu noch die zusätzlichen Kosten der Gasanlagenprüfung beim TÜV. Weiterhin zicken die Dinger gerne mal rum. Meine Schwester hatte in Ihrem Galaxy eine Gasanlage drin und wenn die nicht mindestens einmal im Jahr was hatte stimmte was nicht. Wäre mir auch irgendwie zu doof da jedes mal mit zur Werkstatt zu fahren. Das sind ja auch alles wieder Kosten welche den finanziellen Vorteil der Gasanlage nach und nach zunichte machen.


08.06.2017 11:43    |    Audi-100-Avant

Bei derartigen "Abenteuertouren" scheint es doch Sinn zu machen, einen 10-l-Kanister mit Kraftstoff und einen 5-l-Kanister mit destilliertem Wasser dabei zu haben. Damit kann man die gebräuchlichsten Flüssigkeitsverluste zumindest zeitweise ausgleichen.

 

Mangels Kraftstoff bin ich auch erst jüngst liegen geblieben. Seitdem weiß ich auch das meine Wagen nicht wie ursprünglich von mir angenommen 80-l-Tanks besitzen, sondern nur 75 l. Das kann sehr entscheidend sein. Vor allem wenn man mit seinem Kumpel einen Wettbewerb am Laufen hat, wer beim Tanken dichter an die Gesamtfüllmenge des Tanks rankommt. Bis zum Leerfahren war ich mit 74 Litern dabei. Da wusste ich noch nicht, wie gut das ist. :D


08.06.2017 11:49    |    Dynamix

Du wirst lachen, aber wir haben eigentlich auch schon zwei 5 Liter Kanister zuhause stehen. Nur bringen die einem eben zuhause nichts wenn man morgens irgendwann um 3 oder 4 Uhr mitten in der Pampa steht und es noch über 150km nach Hause sind :D

 

Der 10 Liter Kanister steht jetzt erst einmal zur Sicherheit im Kofferraum. Bei meinem muss ich mir da keine Sorgen machen da ja nach der Aktion mit der Spritpumpe meine Tankanzeige wieder sehr präzise funktioniert. Mal davon ab habe ich mir bei dem Wagen angewöhnt den Tank gar nicht erst auf die Reserve runterzufahren. Ich muss ja gestehen das ich vor der Reparatur wegen der falschen Anzeige auch schon einmal liegengeblieben bin, nur war das halt mitten in der Stadt. Zum Glück war keine 200m weiter eine Tankstelle.


08.06.2017 12:00    |    ToledoDriver82

Als ich am Freitag unterwegs war,war auch wieder alles dabei...Werkzeug,Sprit,Wasser,Öl,Klebeband,Kabelbinder...das war nicht nur dabei weil ich ein Auto kaufen wollte,nein,einfach weil ich es hasse wegen Sachen länger als nötig zuwarten die man so auch in kürzester Zeit erledigen könnte...ähnlich der Reifenpanne wo man 2h auf den Abschlepper wartet...in der Zeit hab ich theoretisch einmal alle Räder durch gewechselt;)


08.06.2017 12:49    |    Trottel2011

@Dynamix

 

Wenn man eine Anlage hat, die nch eingestellt werden muss, weil sie selbsteinstellend ist und auch keine Gasfilter und erst recht keine Verdampfer, ist es ein Segen. Und Ventilspiel usw, ein Klacks mit dem 32V Motor im XJ :D Haube auf, Deckel ab, Spiel messen, Deckel rauf, Haube zu :D

 

Meine Anlage hat sich, trotz Rusty's längerer Ausphase, bereits komplett amortisiert... Und es war schon die teuerste Anlage die ich bekommen konnte :D

 

Ich kann mich nicht beschweren. Also, könnte mich schon, sehe aber keinen Grund dazu ;)


08.06.2017 13:41    |    Audi-100-Avant

Man kann Dir ja auch zugute halten, das es durch die Anreise mit der Bahn unzumutbar ist, auch noch einen Reservekanister mitzunehmen.

Aber wenn die Freunde alter Fahrzeuge Fahrten außerhalb ihres heimischen Dunstkreises unternehmen, bleibt es dennoch sinnvoll ein paar Goodies dabei zu haben. Das ist ja auch nichts Neues. Vorherige Generationen haben Keilriemen, Zündkerzen und wer weiß was noch alles dabei gehabt.

Und unsere Schätzchen zählen eher zu dieser Generation als zur Aktuellen, die nicht mal mehr ein Reserverad dabei haben und das Bordwerkzeug im besten Falle aus einem einzigen Schraubenzieher besteht, der sich zwischen Schlitz und Kreuz umstecken lässt.

Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, werde ich heute auch den Kanister von der Garage in den Kofferraum verfrachten. Dann kann ich auch gleich mal eine ordentliche Kiste kaufen, in der Abschleppseil, Starthilfekabel, Warndreieck, Motoröl und nun auch der Kanister ihren Platz finden.


08.06.2017 13:46    |    pico24229

Ich bin auch einmal liegen geblieben ohne benzin. Ich war es immer gewohnt 8L reserve zu haben, womit man ja mindestens 80km kommt. Da ich nun aber einen 3er hatte, mit kleineren Tank und nur 6l reserve bin ich liegen geblieben. Zum glück war schräg gegenüber eine Tankstelle.


28.06.2017 13:50    |    Daniel28021991

Spannende Story!


Deine Antwort auf "Whale Diaries/Sheriff Tales: Der Heimweg"

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Dynamix Dynamix

Ivar, Ivar!Shelving unit!


Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, meine wahre Liebe aber gehört neben meiner Liebsten der letzten Generation B-Bodys von General Motors. Anders lässt es sich auch nicht erklären das man gleich zwei Caprice besitzt :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

La macchina nera: Geschichten um die Wiederauferstehung meiner Vespa ET4 50

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen, eigene Gedanken oder einfach nur anderes Zeug an dem ich irgendwie geschraubt habe :D

 

Enjoy your stay!

 

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