Sun Apr 04 18:25:03 CEST 2021
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Dynamix
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Cruiser
Werte Gemeinde, frohe Ostern! Passend zum 04.04. gibt es heute Teil IV von "Pimp my Bike".
Weiter geht's!
Da ich mich im letzten Artikel für eine Schaltung entschieden habe, war das Thema damit abgehakt und durch. Dadurch kamen aber noch ein paar Punkte dazu, die eben dem Thema Nabenschaltung geschuldet sind. Zusätzlich hatte ich noch andere kleine Punkte die ich auf meiner Liste hatte. Man kennt das ja, wenn man einmal anfängt........
Jetzt ist es so dass man, egal für welche Nabe man sich entscheidet, ein entsprechendes Hinterrad benötigt da die Nabe ja integraler Bestandteil des Laufrades ist. Bei Kettenschaltungen werden die Kassetten ja seitlich auf die Laufräder bzw. die Nabe aufgesteckt, bei Nabenschaltungen ist die Schaltung aber eben auch gleichzeitig die Radnabe für das Laufrad. Heißt also die Speichen werden in die Nabenschaltung eingespeicht. Ergo: Noch mehr Arbeiten die anfallen. Spätestens jetzt eskalierten meine Gedanken völlig
Neue Reifen & Laufräder
Wenn ich also schon die Laufräder neu machen muss, könnte ich doch gleich auf fettere Räder umrüsten
Also fuhr ich noch einmal zum Fahrradhändler um mal beäugen zu lassen was überhaupt machbar ist. Dem Mechaniker fiel dann auch gleich das Hinterrad auf und das da wohl nicht viel mehr gehen wird in Sachen Breite. Vielleicht noch ein 54er statt eines 50er Rades wie jetzt, dann ist aber wirklich Ende Gelände. Mehr wird da nicht gehen! Heißt aber auch das ich die gleiche Felgengröße behalten werde da die 54er Reifen auch problemlos auf die jetzige Felgengröße passen. Tjoa, was nicht geht das geht nicht. Mehrere Tage Recherche für die Katz, aber wenigstens wieder was dabei gelernt.
Optisch wäre so ein 100er Rad natürlich total geil gewesen, allerdings habe ich sowas tatsächlich in Natura gesehen und das Ding ist schon wirklich brutal breit. Kann man sich so auf Bildern gar nicht so vorstellen, sowas muss man wirklich mal in Natura gesehen haben. Das hätte in meinem Falle ums verrecken nicht gepasst, da wäre es schon an der nötigen 80mm Felge gescheitert. Selbst bei den schmaleren Felgen wird es aufgrund der Engstelle am Hinterrad einfach schwierig. Kann mir allerdings auch nicht vorstellen das sich das sonderlich angenehm fährt. Da müsste schon einiges an Tretwiderstand zu spüren sein. Tja, dann müssen es halt die 54er Reifen richten. Ist wohl auch besser so für die Fahrbarkeit, die 50er Reifen sind ja so ganz eigentlich schon breiter als der Durchschnitt.
Fahrradcomputer Da ich mit dem Rad auch schon mal gerne Strecken von 20-30km am Stück fahre sollte noch ein Fahrradcomputer her, da ich die Fitnessuhr während der Fahrt immer so schlecht ablesen kann. Jetzt gibt es auch hier wieder Computer mit allem Zip und Zap, allerdings brauche ich das meiste davon nun wirklich nicht. GPS? Dafür gibt es bei Bedarf das Vio welches dann auch nicht so klobig ist. Ist auch ganz gut so ist, da die Kombination aus einem einfachen Radcomputer und dem Vio auch deutlich übersichtlicher ist als so ein Fahrradcomputer, der alles kann. Außerdem habe ich die Anzeigen dann schön getrennt im Blick wie beim Auto. Was hätte ich denn gerne so an Funktionen?
- Geschwindigkeitsanzeige
- Tageskilometerzähler
- Gesamtkilometerzähler
- Uhr wäre nett
- Übersichtliches Display
- Beleuchtetes Display für Fahrten bei Dunkelheit wäre ein nettes Feature
Hier bin ich schlussendlich beim Ciclos Protos 213 gelandet. Für meine Zwecke perfekt da es alle Features besitzt, die ich wollte
Neue Griffe
Bei der Suche nach dem Fahrradcomputer, bin ich eher zufällig, noch auf etwas nettes gestoßen. Verdammter Algorithmus
Wie es der Zufall so wollte hatte Schwiegermutter das Paket dann auch angenommen und als ich die Griffe auspackte sagte Sie das wäre ja ein lustiger Zufall. Auf Nachfrage wieso erklärte Sie das Schwiegervater genau diese Griffe gerne an dem Rad gehabt hätte, es diese aber wohl damals nirgends in der richtigen Länge gab. Man muss bedenken das meine Schwiegereltern es nie so mit dem Internet hatten und als das Rad gekauft wurde war das Internet für den Heimanwender wirklich noch Neuland, E-Commerce gab es damals auch noch nicht. Und scheinbar hat Schwiegervater seitdem auch nicht mehr weiter gegraben. Lustig das ausgerechnet ich jetzt genau diese Griffe all die Jahre später an dem Fahrrad montieren werde. So weiß ich aber das zumindest diese Modifikation seinen Segen gehabt hätte und ich bin mir sicher er hätte sich zu Lebzeiten sehr darüber gefreut
Von der Ergonomie ist da kein Unterschied zu den bereits verbauten Ergon Griffen, auch nicht verwunderlich, es ist schließlich das gleiche Modell. Allerdings schmeichelt das Leder den Händen mehr als das Gummi, auch wenn letzteres natürlich etwas griffiger ist. Aber der Griffkomfort ist für meine Touren wichtiger als die Griffigkeit an sich. Das ist eher was für Leute die Ihr Fahrrad ernsthaft sportlich bewegen und wo ein guter Griff Überlebenswichtig sein kann.
Beim stöbern in der Montageanleitung bin ich dann über die Info gestolpert das die Griffe speziell für die Grip-Shifter von Rohloff- und Nexus Nabenschaltungen gedacht sind. Heißt für mich das der Rohloff Shifter mit dem Griff gut abschließen sollte ohne das da eine große Lücke klafft weil die Griffe wieder irgendwie abweichen
Wäre auch eine Erklärung warum die Dinger damals in der Größe nicht so verbreitet waren, da Einfachschaltungen und dann noch als Gripshifter damals eher selten waren. Der Trend zu einfachen Kettenblättern kommt ja jetzt erst so langsam wieder ins Rollen und Nabenschaltungen waren ja lange Zeit als unsportlich oder altmodisch verpönt. Davon ab dürfte Rohloff zu der Zeit noch ziemlich unbekannt gewesen sein und noch lange nicht so gehypt wie heutzutage.
Wichtig: Falls jemand plant sich neue Griffe anzuschaffen, immer darauf achten das man die richtige Version Griff nimmt. Die Ergon Griffe gibt es in Normalgröße für normale Rapidfire Shifter, in kurz für doppelte Gripshifter und eben in meiner Version mit einer normalen und einer kurzen Seite. Die langen haben 130mm, die kurzen um die 100mm.
Neues Kettenblatt incl. Kurbeln Dann gab es noch so einigen Kleinkram für die nötigen Reparaturen wie eine neue Kurbel incl. Kettenblatt, neue Bremsbeläge und so weiter und sofort. Bei der Kurbel habe ich mich für eine Sturmey Archer FCT66 in silber/rot eloxiert entschieden und auch schon direkt bestellt. Die Kurbeln machen von Optik und Verarbeitung echt was her und haben den Vorteil das hier das Kettenblatt nicht komplett mit dem Rest der Kurbel vernietet ist. Das war unter anderem der Grund, warum die Kurbelgarnitur am Rad meiner Frau weichen musste. Das sind dann die Details an denen man merkt das man ein eher günstiges Rad hat. Bei dem Neuteil reicht es allerdings zukünftig einfach ein neues Kettenblatt zu montieren da diese verschraubt sind! Wäre bei den schicken Teilen auch echt schade drum wenn man da die komplette Kurbelgarnitur entsorgen müsse. Die sind nämlich wirklich schick! Muss man wirklich mal in der Hand gehabt haben um das wirklich zu würdigen. Die Teile sind aus Aluminium und dazu poliert und anschließend eloxiert
Tretlager
Das Tretlager hatte über die Jahre schon gelitten und war einfach mal fällig für einen Austausch. Da ich hier wirklich absolut keine Ahnung hatte welche Größe ich hier brauchte habe ich beschlossen den Part komplett der Werkstatt zu überlassen. Sowas kostet aber auch nicht die Welt, dass neue Innenlager beim Rad meiner Frau hat keine 20€ gekostet.
Bremsbeläge
Die Bremsbeläge habe ich schon relativ früh bestellt und auch mehr oder weniger direkt erneuert noch bevor ich die ganze Sache mit dem Rest durchgezogen habe. Hier habe ich mich für die Kool Stopp Eagle 2 für Cantileverbremsen entschieden, da viele auf die Kool Stopp Beläge schwören und diese wohl die Bremsperformance signifikant verbessern sollen. Ist ein kleines aber feines Upgrade für die Bremse. Man merkt schon das die Beläge etwas mehr nachgeben als die Alten was dafür spricht das die alten auch einfach verhärtet waren. Wie wir ja schon vom Auto wissen sind verhärtete/verglaste Beläge zwar total toll für Freunde eines harten Bremsgefühls, allerdings nicht sonderlich effizient in Ihrer Bremsleistung
Satteltasche
Bei der näheren Begutachtung meines Sattels war mir aufgefallen das dieser neben den Federn noch zwei Ösen hat. Ich war mir sicher das diese für eine entsprechende Satteltasche gedacht sind, also schaute ich mal was das Brooks Zubehör da so hergibt und siehe da, ich wurde fündig
Beleuchtung
Eigentlich so ein Punkt den ich nicht anrühren wollte, aber auch hier hatte Brooks wieder was im Angebot was ich unbedingt haben musste. Brooks hat sich die kleinen Femto Lichter von Lezyne geschnappt und in einem schönen Kupferfinish ins eigene Programm aufgenommen. Die Dinger haben keine KBA-Zulassung und sind damit nicht im Bereich der StVo zugelassen, zumindest nicht Nachts bzw. als Hauptbeleuchtung. Mit 15 Lumen vorne und 7 hinten taugen die davon ab auch nicht als ernsthafte Beleuchtung. Aber als eine Art Standlicht bzw. Positionslicht kann man die Dinger schon verwenden. Heißt wenn der Tag mal etwas diesig ist oder die Sonne schon tief steht, taugen die als stilvolle und unauffällige Art ein wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen
Jetzt hat mich die Sache mit den Lampen allerdings doch nicht so ganz losgelassen. Es muss doch was nettes mit LED, Akku und StVzO Zulassung geben was nicht ganz so klobig ist bzw. ohne diesen fetten Halter auskommt wie meine B&M IXON IQ Premium. So bin ich über die australische Firma Knog gestolpert die sowas tatsächlich anbietet. Da bin ich über die Knog Cobber gestoßen, blöderweise hat hier nur das Rücklicht eine Freigabe
Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt? Warum nicht mal auf der Seite von B&M schauen? Und siehe da, die IQ Speed scheint genau der Kompromiss aus Leuchtweite, Helligkeit und kompakten Maßen zu sein den ich suche. Der Scheinwerfer hat einen integrierten Klemmhalter womit der Scheinwerfer am Lenker nach vorne hängt und nicht auf dem Lenker selbst thront. Mit einer Laufzeit von 10 Stunden auf voller Leistung kann die Lampe auch richtig was in Sachen Laufleistung. Dies liegt an dem externen Akkupaket an das sich bei Bedarf auch eine zweite Lampe anschließen lässt falls man noch mehr Licht benötigt. Das Akkupack sieht zwar nicht ganz so elegant aus, hat aber den Charme das man dieses schnell demontieren kann da der Akku in einer kleinen Tasche sitzt die mit einem Klettbank irgendwo am Rad montiert wird. Bei mir würde sich dafür das Dreieck am Rahmen hinter dem Lenkerrohr anbieten, da das Pack dort während der Fahrt nicht stört. So lässt sich das Pack incl. aller Kabel für Fahrten am Tag einfach abnehmen
Einziger Wermutstropfen ist, wie sollte es auch anders sein (
Beim Rücklicht hab ich mir die IXBACK vom gleichen Hersteller ausgesucht. Diese hat eine Zulassung für den deutschen Straßenverkehr und man kann die Lampe seitlich aus Ihrem Halter nehmen. Das kommt mir besonders entgegen weil die alte Lampe immer so fummelig montiert war das man für den Tausch der Batterien den Halter demontieren muss, weil man sonst die Lampe nicht nach oben rausziehen kann
Die alte IXON Premium bekommt dann das Rad meiner Frau als Fernlicht, schadet dem Rad nicht und dank Ihrem neuen Hollandlenker ist da auch mehr als genug Platz für die Lampe. Zum wegwerfen definitiv zu Schade und für Ihr Rad wird das noch einmal ein echter Sicherheitsgewinn. Das Rücklicht spende ich einem Kumpel der gefühlt überhaupt keine Beleuchtung an seinem Rad hat. Zu seinem Mountainbike passt das Licht optisch auch deutlich besser.
Die finale Teileliste sah dann wie folgt aus:
- Bremsbeläge Kool Stopp Eagle
- Neues Tretlager
- Kurbelset Sturmey Archer FCT66 RA, 46 Zähne in rot/silber
- Ciclos Protos 213 Fahrradcomputer
- Brooks Ergon GP1 Griffe 130mm/100mm Honey
- Brooks Challenge Saddle Bag Large Honey
- Brooks Femto LED Scheinwerfer vorne/hinten Kupfer
- B&M IXON IQ Speed
- B&M IXBACK
- Rohloff Speedhub 500/14 in schickem Rot incl. Kabeln und Shifter
- Neue Felgen
- Neue Reifen in 54/559
- Neue Schläuche
Damit stand also der grobe Plan schon einmal, jetzt ging es bereits in Richtung Umsetzung, aber das folgt im nächsten Teil! |

Ich habe viel gemessen, rumgesucht, bei allen möglichen Herstellern verglichen nur um dann zu dem Schluss zu kommen das es Sinn macht sich hier noch mal den Rat der Fachwerkstatt einzuholen. Nachher bestelle ich was und dann passt nichts davon.
Ciclo Protos
Es besitzt ein 4-zeiliges Display wovon sich zwei nach Wunsch durchschalten lassen. Geschwindigkeit und Uhrzeit werden permanent angezeigt, ansonsten kann man sich fröhlich durch Daten wie Höchst-/Durchschnittsgeschwindigkeit, Kalorienverbrauch, gefahrene Distanz, Fahrzeit oder Gesamtfahrzeit durchklicken. Klingt doch genau nach dem was ich wollte und mit 30€, für die Version mit Hintergrundbeleichtung, auch echt nicht teuer. So einen 200€ Fahrradcomputer mit allem Pipapo brauche ich vom Funktionsumfang einfach nicht.
brooks-ergon
Das wird gut!
Sturmey Archer Kurbel
Koolstop Eagle II
Brooks Challenge Saddle Bag Large
brooks-femto-bike-light
ixon-iq-speed-premium
b-m-ixback

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