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01.10.2013 23:12    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (41)

VW Passat BI – Der nötige Umbruch bei VW im zweiten Anlauf

 

 

Als der Passat der ersten Generation das Licht der Welt erblickte stand VW vor dem Abgrund. Die bis dahin produzierten Modelle lagen nicht mehr auf der Höhe der Zeit, Käfer und Co entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik. Heinrich Nordhoff hielt in seiner Regentschaft bis zu seinem Tod am Heckmotor alla Käfer fest. Kurt Lotz folgte Nordhof auf dessen Posten, dieser rieb sich wohl an den vielen kleinen und großen Probleme auf und trat 1971 zurück. Lotz brachte aber einen anderen Führungsstiel in das Unternehmen, siehe meinen Blog zum VW Porsche 914/1916.

 

Nun übernahm Rudolf Leiding das Ruder bei VW. Nur wie sollte es weiter gehen?

VW hatte den Anschluss verloren und der VW K70, eine NSU Entwicklung, war ein Misserfolg. Dieser Misserfolg war wohl auch Hausgemacht. Nach der Übernahme von NSU wollte man Audi keinen Konkurrenten zur Seite stellen und sagte die Vorstellung ab. Nach Protesten brachte man den NSU dann doch als VW K70 und somit war dieser der erste wassergekühlter Frontmotorwagen mit Frontantrieb von VW. Wie auch hier schon diskutiert war der K 70 seiner Zeit voraus und wohl für die konservativen VW Kunden zu modern.

 

Da sich Audi im Konzern zum Entwickler der Zukunftstechnik mauserte, siehe Audi 100 LS CI und Audi Coupe S lag es nah dort zu schauen. Audi war nun bei der Vorstellung des Audi 80 (1972) und dieser sollte seinen Weg machen und wurde gleich von der Fachpresse in den Olymp gehoben.

Nun sollte sich der Kauf von Audi bezahlt machen. Der von Giorgio Giugario gezeichnete Prototyp mit dem Arbeitstitel EA 272 mit Fließheck und Quermotor fand Anklang beim VW Vorstand. Dieses Fließheck sollte die konservative Kundschaft milde stimmen.

Den Prototyp kann man in Wolfburg besichtigen, nur ging er so nicht in Serie. Wohl aus Zeitdruck und Kosten übernahm man die Front des Audi 80 bis zur B-Säule, ab da war er dann eigenständig mit einer eigenen Hinterachse. Der Audi 80 stammte aus der selben Feder.

 

Im Frühsommer 1973 sollte er der Öffentlichkeit präsentiert werden. und VW brach mit einer weiteren Tradition. Anfangs wollte man ihn 511 nennen, aber früh war jedem klar auch hier musste etwas Anderes her.

Man könnte meinen, VW wollte ein Zeichen setzen und den Neuanfang besiegeln. Passat der kontinuierliche Äquatorwind der Christoph Columbus nach Amerika brachte. Oder Passat bietet was der Name verspricht – Komfort und gutes Klima, Sicherheit und beständige Leistung.

Und er sollte die Erwartung erfüllen und brachte VW auf die Überholspur, kurz ein VW mit einen richtigen Kofferraum und Heizung die ihre Arbeit tat.

Auch die Motoren entsprachen der Zeit und legten den Grundstein für die Motoren von Golf und Scirocco.

Viele Kunden die VW an die Konkurrenz verloren hatte kamen zurück, obwohl die Basis nur das nötigste bot. VW hatte die Aufpreispolitik für Extras dazu auserkoren den Gewinn zu steigern. Für diesen Wagen, deren Grundausstattung gegen Null ging, mussten die Werbetexter einiges an Fantasie aufbringen. Den Käufern schien dies völlig egal zu sein, denn sie bekamen einen VW der wieder mithalten konnte. Den Passat gab es in der Basis mit 55 PS und als S und LS mit 75, sowie das Spitzenmodell TS. Der TS kitzelte aus dem neuen Motor EA 827 mit seinem Doppelregistervergaser 85 PS. Zu erkennen war der TS an den Doppelscheinwerfern und dem gelochten Dreispeichenlenkrad. Gegen Aufpreis gab es Sportsitze, die heute heiß gesucht sind. Der TS wurde nie als Variant angeboten.

 

Aber was machte den großen Erfolg aus? VW hatte seine Einstellung zum Kunden geändert, nicht der Kunde muss das Produkt so akzeptieren wie es ist, sondern VW bot dem Kunden viele Möglichkeiten der Auswahl. Insbesondere mit dem ab Anfang 1974 erhältlichen Variant (Kombi) setzte VW auf das neue Lifestyle in der Bevölkerung. Die Freizeitgestaltung mit dem eigenem PKW und der gefragte Platzbedarf stieg stetig.

Mit der ersten Überarbeitung 1975 kam ein weiterer Schritt in Sachen Flexibilität. Gegen Aufpreis gab es beim Fließheck die große Heckklappe, bisher hatte man nur die übliche Kofferraumklappe.

Weitere Änderungen war die neue Schaltkulisse (wedelnde Schaltknüppel damit vorbei), die oberen Ecken der Frontscheibe wurden abgerundet und schwarze Plasikkappen kamen an den Stoßfängerecken. Die Heckklappe kam natürlich mit der umklappbaren Rückbank (Aufpreis) voll zur Geltung.

VW wertete die gesamte Palette auf. Sehr selten geordert war bei den Basis-, L- und LS- Modellen das grün getönte Glas

Ansonsten wurde der bis dahin vom Rotstift beherrschte Wagen aufgewertet, er bekam bessere Türverkleidungen mit eingelassenem Teppich, Velourpolster und ein farblich passendes Armaturenbrett. Die Farbauswahl wurde auch erneuert. In einem Artikel habe ich von Edelstahlblenden an den Radläufen gelesen, dies sollen sich später als Rostfallen entpuppt haben. VW wechselte von Diagonal- auf Stahlgürtelreifen, das Basismodell bekam serienmäßig eine elektrische Scheibenwaschanlage und alle Modelle den Bremskraftverstärker und eine beheizbare Heckscheibe.

Im TS wurden Kopfstützen vorn und 3- Punkt – Sicherheitsgurte eingebaut, als weiter Extras gab es Ausstellfenster an den Vordertüren und für den Variant einen Heckwischer.

Im August 1976 wurde der sportliche TS vom komfortablen GLS ersetzt und alle Modelle bekamen Kopfstützen vorn und die 3 – Punkt – Sicherheitsgurte. Im Oktober brachte VW das Sondermodell LX in einer Auflage von 7500 Stück

 

1977 kam ein großes Facelift und mit ihm verschwand die Chromstoßstange, wie Scirocco und Porsche 928 bekam der Passat die stoßabsorbierende Kunststoffstoßstange. Die vorderen Blinker wurden um die Kante herumgezogen und die Heckklappe reichte bis zwischen die Heckleuchten. Das neue Armaturenbrett mit der neuen Instrumententafel sollte das Design in allen VW’s lange bestimmen. Alle Motorisierungen bekamen die Felgengröße 5Jx13 und das Grundmodell die Breitbandscheinwerfer. Durch gehärtete Ventile wurden die Motoren für bleifreies Benzin nutzbar.

Anfang 1978 wurden die 1,3 Liter Tassenstößel-Motoren durch die 1,3 Liter Schlepphebel-Motoren ersetzt. Im August erhielt man dann auch den 1,5 Liter Saugdiesel aus dem Golf.

Dieser war keine Rennmaschine, machte aber eine ordentliche Arbeit und mit seiner Kraft noch attraktiver für Handwerksbetriebe.

Die Trommelbremsen wurden selbst nach stellend.

 

Im Mai 1979 wurden die hinteren Sicherheitsgurte serienmäßig und Kopfstützen als Extra lieferbar. Im August kam der GLI mit 1,6 Litern und 110 PS. Der GLi ist eine Rarität, da er den Golf GTI Motor hat und die Kapazitäten von diesem so gut wie ausgeschöpft waren. Die dadurch entstehenden Lieferzeiten schreckten ab und auch der Preis war nicht von schlechten Eltern. Zu erkennen war er an seinem Heckspoiler und an dem Luftschäufelchen am Fahrerscheibenwischer. Der GLi hatte eine andere Fahrwerks – und Bremsenabstimmung und eine geänderte Auspuffanlage. In ein paar wenige Quellen habe ich gelesen, dass der Passat der erste Serienwagen mit Kunsstofftank gewesen sein soll und der GLi wieder einen Stahltank hatte.

Der nur in Deutschland angebotene GLi soll heute nur noch knapp 30mal existieren und ist somit einer der Seltensten.

 

Im Mai 1980 wurde der B I mit einem weiterem Sondermodell LX verabschiedet. Dieses entsprach im weitesten dem GLS und kam in den Farben Inarisilber- und Floridablaumetallic und Marsrot. Ein Zierstreifen am unteren Fahrzeugrand wurde auch noch angebracht. Die Roten und Blauen sind anscheinend sehr selten bestellt worden und damit wohl auch eine Rarität, in der Szene sind nur 2 rote Variant bekannt. Zur GL Ausstattung gesellten sich folgende Extras: Radio, große Heckklappe, Türablagen, höhenverstellbarer Sitz und 175/70er Reifen. Als Motoren gab es die 55, 75 PS Benziner und den Diesel.

Viele haben den Variant im Kopf, dieser wurde von den über 2 000 000 Einheiten nur etwa 500 000 mal gebaut.

 

Am Ende des Jahres kam das neue Modell.

 

Hier endet fast meine Ausführung zum ersten Modell des Passat BI, Typ 32/33

Wie immer freu ich mich über Kommentare und selbst gemachte Bilder zu diesem Wagen

Für die, die noch etwas mehr wissen möchten versuche ich mal einige Dinge aufzuzählen bzw. in Kurzform dazustellen.

 

Danke fürs lesen

Euer Dorti

 

Erstmal die Ausstattungsvarianten, wobei das Grundmodell fast nackt war.

Den Typ 32/33 gab es in 61 Farben, 6 davon gab es nur für den Dasher wie er in den USA hieß.

 

Ohne = Grundmodell mit 1,3L-Motor

S = Grundmodell mit 1,5/1,6L-Vergasermotor

D = Grundmodell mit Dieselmotor

L = L-Ausstattung mit 1,3L-Motor

LS = L-Ausstattung mit 1,5/1,6L-Vergasermotor

LD = L-Ausstattung mit Dieselmotor

GL = GL-Ausstattung mit 1,3L-Motor

GLS = GL-Ausstattung mit 1,6L-Vergasermotor

GLD = GL-Ausstattung mit Dieselmotor

GLI = GL-Ausstattung mit 1,6L-Einspritzmotor

TS = TS-Ausstattung

 

Es gab auch noch einen GTI, der hätte bestimmt auch seine Fans gefunden. Toni Schmücker der Vorstandschef wollte aber neben dem Audi 80 GT/E keinen Sport-Passat, so blieb es bei einem Einzelstück.

 

L wie Grundausstattung mit folgenden Abweichungen und Änderungen, nicht wieder aufgezählte Dinge sind weiterhin vorhanden.

 

Bis MJ 1976:

Breitbandscheinwerfer

Ruhesitze vorne

Zigarettenanzünder

Uhr

Chromzierrahmen um alle Fenster

Chromzierleiste seitlich

Chromzierleiste Unterkante Kofferraumdeckel (nicht Variant)

blanke Einstiegsleisten

Zierleisten an Seitenverkleidung und Türverkleidung

Teppich

anderer Stoff auf Sitzen Holzfolie auf Armaturenbrett

Handschuhfach abschließbar

Armlehnen an den Türen

Beleuchtung für Handschuhfach, Heizungsbetätigung und Ascher

Regelbare Instrumentenbeleuchtung

elektrische Pumpe für Scheibenwaschanlage

Make-Up-Spiegel in Beifahrersonnenblende

Tageskilometerzähler

Zierstreifen auf Lenkradpolster

Griffschale an Handbremshebel.

 

Änderungen MJ 1977:

Blanker Zierrahmen am Kühlergrill

Blanke Scheinwerferrahmen

Halogen-Scheinwerfer

verstellbare Kopfstützen

Chromrahmen für Instrumente Uhr

Tageskilometerzähler

Beifahrersonneblende seitlich schwenkbar

Kunststoffumschäumter Lenkradkranz

Armlehnen an den Türen

blanke Einstiegsleisten

Verkleidung für Sitzbeschlag

Ascher hinten

 

Änderungen MJ 1978:

Halogenscheinwerfer

Zierleiste an Regenrinne Chrom

Zigarettenanzünder

 

GL wie L-Ausstattung ab MJ 1977 mit folgenden Abweichungen:

 

Halogen-Doppelscheinwerfer

Gummileiste auf Stoßfänger

Zierleiste an Regenrinne Chrom

Innenverstellbarer Außenspiegel

Bronzegetönte Verglasung

Chrom-Radkappen

Chromzierleisten an Radausschnitten

Zigarettenanzünder

Beleuchtung für Handschuhfach, Heizungsbetätigung und Ascher

Instrumentenkonsole

Handbremshebelstulpe Lange Sitzblenden außen

Zierleiste an Armaturentafel und Türverkleidung

Teppicheinlage an Türverkleidung

Andere Sitzbezüge

Abschließbarer Tankverschluß

Intervallschaltung für Scheibenwischer

Türkontaktschalter auch auf Beifahrerseite

Regelbare Instrumentenbeleuchtung

Abschließbares Handschuhfach

Ablage auf Fahrerseite

Abblendbarer Innenspiegel

 

Ab MJ 1978:

Stoßfänger mit Chromzierleiste

Halogen-Doppelscheinwerfer

Instrumentenkonsole

Handbremshebelstulpe

Lange Sitzblenden außen

Ablage auf Fahrerseite

Abblendbarer Innenspiegel

Luftleitschaufel auf Scheibenwischer (nur GLI)

innenbelüftete Scheibenbremsen (nur GLI)

Verbundglaswindschutzscheibe (nur GLI)

Heckspoiler (nur GLI Limousine)

 

TS wie L-Ausstattung bis MJ 1976 mit folgenden Abweichungen:

 

Halogen-Doppelscheinwerfer

Drehzahlmesser

Instrumentenkonsole mit Voltmeter, Öldruckanzeige und Uhr

Sportlenkrad Beheizbare Heckscheibe

Gummileiste auf Stoßfänger

Abblendbarer Innenspiegel

Abschließbarer Tankverschluß

 

Nun nochmals einige Daten zu den Motoren

 

 

4-Zylinder 1,3 L

 

Kennbuchstabe ZA - ZF - FY - FZ

Hubraum ccm 1297 -1297 -1273 - 1272

Bohrung mm 75

Hub mm 73,4 - 73,4 - 72 - 72

Leistung PS bei U/min 55/5500 -  60/5800 -  55/5800 - 60/5800

Drehmoment Nm bei U/min 94/2500 - 93/3500 - 92/3400 - 95/3800

Verdichtung 8,5 - 8,5 - 8,2 - 8,2

Bauzeitraum bis 02/78 - bis 02/78 - ab 02/78-ab 02/78

Vergaser 35 PDSIT(ZA+ZF) - 35 PDSIT, ab 8/79 1B1 (FY+FZ)

Bemerkung:  alle Export

 

4-Zylinder 1,5 L

 

Kennbuchstabe ZB - ZC - YJ - FF - FL

Hubraum ccm 1471

Bohrung mm 76,5

Hub mm 80

Leistung PS bei U/min 75/5800 (ZB)- 85/5800 (ZC)- 75/5800 (YJ)- 65/5600 (FF+FL)

Drehmoment Nm bei U/min 116/3500 (ZB)- 123/4000 (ZC)- 114/3500 (YJ-) 101/3600 (FF+FL)

Verdichtung 9,7 (ZB+ZC)- 8,2 (YJ)- 7,5 (FF+FL)

Bauzeitraum bis 07/74 (ZB)- bis 07/75 (ZC)- 08/74-07/75 (YJ)- 12/73-07/74 (FF)- 08/74-07/75 (FL)

Vergaser 35 PDSIT(ZB)- 32/35 TDID (CZ)- 32/35 TDID (YJ)- 35 PDSIT (FF+FL)

Bemerkung: M240

 

Kennbuchstabe XR XS XV XW XY XZ BR BI

Hubraum ccm 1471

Bohrung mm 76,5

Hub mm 80

Leistung PS bei U/min 78/5800 (von XR bis XZ) 65/5600 (BR+BI)

Drehmoment Nm bei U/min 110/4000 (von XR bis XZ) 103/3000 (BR+BI)

Verdichtung 8,5 (XR bis XZ) 7,4 (BR+BI)

Bauzeitraum 08/74-08/75 (XR+XS) 10/73-07/74 (XV bis XZ) bis 08/1982 (BR+BI)

Vergaser 2B3 32/35 (XR+XS)- DIDTA (XV bisXZ)  - H35 PDSIT(BR) -  H35 PDSI (BI)

Bemerkung: USA, Autom. USA, Man.(XR+XS)- USA, Autom. USA, Man. Kal., Autom. Kal., Man.(XY+XZ)- BR (BR) - BR, Alkohol (BI)

 

4-Zylinder 1,6 L/1,8 L

 

Kennbuchstabe XK YN YP YS FS WY YG YH

Hubraum ccm 1588

Bohrung mm 79,5

Hub mm 80

Leistung PS bei U/min 81/5500 (XK)- 75/5600 (YN)- 85/5600 (YP)- 110/6100 (YS)- 72/5600 (FS+WY)- 81/5500 (YG+YH)

Drehmoment Nm bei U/min 114/3200 (XK)- 121/3200 (YN)- 127/3200 (YP)- 140/5000 (YS)- 121/3200 (FS+WY)- 122/3200 (YG+YH)

Verdichtung 8,2 (XK bis YP)- 9,5 (YS)- 8,2 (FS bis YH)

Bauzeitraum 09/75-07/76 (XK)-  ab 8/75 (YN)- ab 8/75 (YP)- ab 02/79 (YS)- ab 01/76 (FS)- ab 08/79 (WY)- ab 09/75 (YG)- ab 08/7 (YH)

Vergaser mit Bemerkungen K-Jetronic (USA (XK))- 35 PDSIT(ab 08/79 1B3 (YN))- 2B2(ab 08/79 2B5(YP))- K-Jetronic (YS)- 35 PDSIT (S, AUS, AGR (FS))- KEIHIN (S, AGR (WY))- K-Jetronic (USA Man.(YG) AGR, Autom., S, USA ab 09/75 (YH))

 

Kennbuchstabe YK YT YU WP BS

Hubraum ccm 1588

Hub mm 80

Leistung PS bei U/min 81/5500 (YK)- 70/5600 (YT bis WP)- 80/5600 (BS)

Drehmoment Nm bei U/min 122/3200 (YK)- 123/3200 (YT bis WP)- 120/3000 (BS)

Verdichtung 8,2 (YK)- 7,5 (YT bis BS)

Bauzeitraum ab 08/74 (YK)- ab 08/75 (YT) 09/75-07/79 (YU) ab 08/79 (WP)- 9/76-8/82 (BS)

Vergaser/Einspritzung Bemerkungen K-Jetronic (S, Man.(YK)) 35 PDSIT (A-YT)+(M240-YU+WP) 32/35 TDID (BR - BS)

 

Diesel

 

Kennbuchstabe CK

Hubraum ccm 1471

Bohrung mm 76,5

Hub mm 80

Leistung PS bei U/min 50/5000

Drehmoment Nm bei U/min 82/3000

Verdichtung 23,5

Bauzeitraum ab 08/78

 

 

Oettinger-Tuningmotoren

 

Kennbuchstabe 1600 VS 1800 VN 1800 VS

Hubraum ccm 1588 1797

Bohrung mm 79,5

Hub mm 80 90,5

Leistung PS bei U/min 100/5600 110/5500 120/6100

Drehmoment Nm bei U/min 137/4500 155/3500 150/5000

Verdichtung 9,6 9,7

Vergaser 2B2, ab 8/79 2B5

Bemerkung: Basismotor: YP

 

 

A = Österreich

BR = Brasilien

CH = Schweiz

S = Schweden

AUS = Australien

USA = USA

Kal. = USA, Kalifornien

M240 = für Länder mit geringoktanigem Kraftstoff

AGR = Abgasrückführung

Autom. = nur mit Automatikgetriebe

Ma. = nur mit Schaltgetriebe


02.10.2013 00:03    |    motorina

Servus @Dorti, gut recherchiert ... ziemlich vollständig ... was soll man da noch anfügen:rolleyes:;)...

(hatte schon MT beendet, als in meinen emails dein neuer Artikel angekündigt wurde ... bin natürlich gleich noch einmal zurück zu MT :rolleyes:).

 

"Edelstahlblenden an den Radläufen":

Bei den GLS Varianten waren an den Radläufen (genau so wie beim Audi 80 GLS) solch dünnen "Chromleisten" verbaut; darunter hat sich dann in späteren Jahren oft Rost gebildet (ausgehend von den Befestigungslöchern).

 

"GTI/GLI-Version":

Die GTI-Version gab es in Form des GLi - genau so wie beim Scirocco: Hier wird für den Einspritzmotor nicht mit GTI in der Modellbezeichnung geworben, sondern mit GLi!!

 

... und jetzt muss ich noch die Bilder vom GLi suchen, der in einem benachbarten Zulassungsbezirk rumfährt.

 

Bis gleich,

motorina.


02.10.2013 00:23    |    Dortmunder 65

Edelstahlblenden kam mir auch übertrieben vor, hatte ich ja auch nur in einem Artikel gelesen.

Ich kann mich halt nur schwach erinnern, dachte mir aber schon, dass Du das bestens richtig stellen kannst.

Die GTI und GLI ungleich Macherei hatte ich damals schon nicht verstanden. Was sollte das bezwecken.


02.10.2013 00:25    |    124er-Power

Mal wieder sehr umfangreich und gut recherchiert Dorti. :)

Die Front könnte glatt als Renault durchgehen. :D

 

Ansonsten is das Auto hässlich wie die Nacht mMn :D


02.10.2013 00:38    |    motorina

Sorry, @Dortmunder, habe nur von heuer dieses eine Foto jetzt gefunden (hatte vor drei/vier Jahren mal mehrere Aufnahmen von diesem seltenen Modell geschossen :rolleyes:).

Du kannst hier aber diesen sog. Radlaufchrom* gut erkennen.

 

Wegen der Bezeichnung GLi statt GTI kann ich auch nichts Genaueres sagen, ausser dass es vom VW-Chef nicht geduldet werden wollte.

Vielleicht liegt es daran, dass Audi zuerst den GTE heraus gebracht hatte, ein Jahr später folgte dann der Golf GTI, der ja bei den Kunden ziemlich eingeschlagen hatte - der Inbegriff von Sportlichkeit, wie damals suggeriert wurde.

Diesen "Eigenschaft" wollte man evtl. nicht aufs Spiel stellen, wenn man das "Markenzeichen GTI" (für Sportlichkeit) auf andere Modelle ausgedehnt hätte.

 

@124er: Das Faceliftmodell (wie auf meinem Bild) hingegen gefällt mir umso besser:rolleyes:...

 

* = Das ist kein Radlaufchrom wie diese "Radlaufsicheln" als Zubehörartikel für BMW oder Mercedes;

die korrekte Bezeichnung weiss ich jetzt auch nicht (irgendwer hier auf MT hatte dazu mal einen aufklärenden Post geschrieben).


Bild

02.10.2013 04:33    |    Henrik_Sommer

Zitat:

Anfangs wollte man ihn 511 nennen, aber früh war jedem klar auch hier musste etwas Anderes her.

Das wusste ich auch noch nicht, hier lernt man aber auch immer wieder etwas dazu. Vielen Dank für diesen wirklich erstklassig recherchierten Artikel.

Der B1 gehört heute wohl leider auch auf die "rote Liste" der akut vom Aussterben bedrohten Fahrzeuge. Insbesondere der Typ 33, ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt einen in "freier Wildbahn" gesehen hätte. Aber auch der gute Exemplare vom Typ 32 werden immer seltener, oder ist das nur ein subjektiver Eindruck?

 

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02.10.2013 10:20    |    italeri1947

War immer ein schönes, zuverlässiges Auto ohne große Schnörkel, leider aber fuhr der Rost immer mit. Doch das war bei jedem 70er-Jahre-Fahrzeug der Fall! Fachlich gut, in jeder Hinsicht sympathisch - das hast du gut gemacht!

 

Ansonsten danke ich herzlich für diesen tollen Blog, und freue mich darüber. Gerade die Fließheck-Passat hatte ich immer gern. Die haben einfach Stil, und sie sind bis in die 90er-Jahre als B1 32A herumgefahren. Hier gab es einen schmutzig gelben Passat 32A in der Parallelstraße; der war bis etwa 1995 herum unterwegs und gehörte einem Rentner, der seitdem einen lago-metallic lackierten Audi 80 1.8S B3 bewegt. An den kann ich noch erinnern.


02.10.2013 10:30    |    Andi2011

Moin,

 

Nach meinem Audi B1 Blog nun der passende Passat bei dir,sehr schön!:)

Wie motorina schon schrieb,inhaltlich top,da fällt mir nichts mehr ein,außer das der Passat der zweite Wagen meines Schwagers war,nach einem B-Kadett und er in mir eine Menge nostalgischer Gedanken an die 80er weckt.

 

Grüße

Andi


02.10.2013 11:12    |    Orkuss

In meiner Erinnerung (die natürlich auch wieder trügen kann) waren dies in der Tat die ersten Familien-Kombis, gern genutzt von Familien mit 3 Kindern. Damals fuhr man nämlich noch überwiegend mit dem Auto in den Urlaub. Bis dahin (und bei anderen Marken auch noch weit darüber hinaus) galten Kombi-Karosserien noch als typische "unfeine" Lastkähne für Handwerker oder Landwirte. Es hat noch bis in die Neunziger gedauert, bis der hohe Nutzwert des Kombis die als höherwertiger empfundene Optik der Limousinenform auch in der Mittelschicht überwog. Heute sind die Kombis sowohl bei den Familienautos als auch im Premiumsektor (Außendienst) stark in der Überzahl.


02.10.2013 12:00    |    gaston73

Ein B1 Facelift war mein 2. Auto. Malagarot, 3 Türen, LS. Mein Vater hatte einen riadgelben S mit 5 Türen. Ging wie die Sau, war aber kaum unter 9,5 Liter zu kriegen. Unter 9 ging nur, wenn man die 100km/h nicht überschritt. Interessanterweise brauchte er aber selbst bei Dauervollgas kaum über 11. Mir hat er gefallen, und ich hütte heute auch gern wieder so einen...


02.10.2013 12:14    |    mr. mountain

So einen gelben hatte einer meiner Lehrer, war ein L mit wackeren 55 PS.

Den Variant in hellgrün als GLS mit Schiebedach und 85 PS fuhr der Vater eines Freundes Anfang der 80er.

Der Wagen ging wahnsinnig gut und war meines Wissens Bj. 1976.

Leider raffte der Rost die Autos viel zu früh dahin. Der grüne Passat wurde um 1985 herum gegen einen gebrauchten Kadett D getauscht.


02.10.2013 12:54    |    mirabeau

Sieht in dem 70er Jahre-Gelb dem Amalfi sehr ähnlich.


02.10.2013 13:37    |    Taubitz

Finde die Beurteilung solcher Oldtimer hier auf mt immer sehr lustig!

Da wird ein damaliges Auto mit heutigem Geschmack beurteilt und was kommt dabei wohl heraus?

Richtig: Ein Fehlurteil.

 

Der Passat war damals auch vom Design auf der Höhe seiner Zeit und hat nicht nur deshalb ganz gute Stückzahlen zusammengebracht.

 

Allerdings muss ich mir beim Titel verwundert die Augen reiben: Beständigkeit?

Das kann nur ein Irrtum sein, denn der Golf I, der Passat I und auch der Polo/ Derby I waren in Sachen Rost eine Katastrophe ersten Ranges und das ganze Gegenteil von Beständigkeit.

 

Bei unserem goldfarbenen Passat I Fließheck mit 55 PS rosteten schon bald die vorderen Türen unten weg, die reine Katastrophe. Ansonsten auch an allen möglichen Ecken, Enden und Kanten Rost, Rost, Rost, dem man gar nicht so schnell beikommen konnte, wie er entstand.

 

Zumindest die ersten Jahrgänge der o.g. Modelle (man sprach später ja von billigem Russenstahl etc.) waren insofern ein Desaster.

 

Der danach gefahrene Golf II war sogar nach 12 Jahren ohne erkennbaren Karosserierost rundum und auch unterm Fahrzeug!


02.10.2013 14:01    |    Dortmunder 65

Hallo zusammen, freut mich bei euch Erinnerungen geweckt zu haben. :D

 

@ Taubitz

Beständigkeit sollte sich auf den Namen Passat beziehen und ich fand ihn damals und heute gelungen. Das Problem Rost hatte VW auch nicht allein zu der Zeit und ich vergleiche Oldis nicht mit Neuwagen.


02.10.2013 14:19    |    motorina

@Orkuss hat mit "Familienkombi" ein Thema angeschnitten, das gar nicht so uninteressant ist.

Erinnere mich noch daran - ich war damals in der Uni- und Siemensstadt:rolleyes: Erlangen tätig - dass dort ab dem Facelift die Kombianzahl rapide gestiegen ist ... meist von den Müttern gefahren ... das war damals schon etwas neu!

 

Grüsse,   motorina.


02.10.2013 15:02    |    Orkuss

@motorina: witzig, mich verschlug es ab 1987 nach Erlangen, bis 1993, dann hatte ich mein Diplom... ;)


02.10.2013 15:40    |    hightou

Ich kann mich noch genau erinnern, dass mein Vater einen 77er, 3 - türigen, 75 PS Passat hatte. In silber. War ein feines Teil. Leider musste er dann irgenwann einem Ford Taunus weichen.:(


02.10.2013 16:09    |    Debalier

@ Dortmunder,

 

danke für die schöne Doku - & YEAH... als 5-Tür Fliessheck-Facelift-Modell in ekelhaftem ! hellgelb mein erstgefahrener Passat - & ein Ausflug in ebendiesem ward der Auftakt einer langen Liebe (zur Besitzerin - & zum BI / BII).

Selbst hab ich über die Jahre viele BII besessen, meist banale Variant mit der berühmten Rostheckklappe, aber es gab auch mal ´nen Luxus-Fliessheck GLS, die ersten mit fehleranfälligem, elektronischem Schnickschnack...& - die grösste Frechheit schlechthin - einen (extrem seltenen) BII Dreitürer - keinerlei Komfort, nur 2 fehlende Türen, aber VW hat das Ding in der Tat "Coupe" genannt. ;-)

V.a als Diesel ein riesen Auto bei günstigem Unterhalt unschlagbar.

 

Ich habe beide Modelle geliebt, überhaupt vieles, was VW / Audi von Mitte 70 bis Mitte 90 gebaut hat. Leider gibt´s (in der CH) kaum noch Alltagsautos aus der Zeit - höchstens als Vorzeige-youngtimer. Erst gestern habe ich mir bei meinem Schrauber nen Audi 90 2.3 in tadellosem Zustand angesehen - BJ 90 & für wenig Geld. Wenn der nicht gleich 9-11 Liter nehmen würde, müsste ich ernsthaft darüber nachdenken, meinen 5 Jahre alten Twingo dagegen einzutauschen ;-) !


02.10.2013 17:03    |    Werner39

Mein erstes Trans-Sahara Auto! Bj. 1977, Fließheck, fröhliche 55 PS, Unterfahrschutz von einem Polizei-Passat, dicke Schlappen drauf (175iger :-), schon ziemlich verrostet - ABER durchfuhr den damals "Worst track of Africa" ohne zu Mucken!

Naja, Anlasser streikte später....


02.10.2013 18:20    |    Dortmunder 65

@ Werner 39

 

Von der Tour käme ein Blog super an und dann noch  Bilder dazu! :D


02.10.2013 23:11    |    daytonashelby

61 Farben! Heute sind alle Autos nur noch in 50 Shades of Grey lieferbar.


03.10.2013 07:21    |    X_FISH

Ich vermisse die markanten Rückleuchten noch immer - und das ich hinten ausgestreckt auf der Rücksitzbank pennen konnte. Sind bei mir sowas wie unauslöschbare, automobile Kindheitserinnerungen. ;)

 

Passat. Variant. Marsrot. 1978 vom Band gehüpft.

 

-> Der blonde Bursche ist meine Wenigkeit

 

Meine ersten Fahrstunden hatte ich mit 18 (!) einige Jahre später mit genau diesem Passat. Danach kaufte sich mein Bruder, welcher inzwischen den Passat fuhr, einen Golf II und das war dann nach dem Führerscheinerwerb mein gelegentlich genutztes Fahrzeug - bis ein '87 Polo kam. :)

 

Grüße, Martin


03.10.2013 07:49    |    VolkerIZ

Genau so einen in silber hatte unser Nachbar. Nach dem Fahrschulwagen und meinem Käfer war das das dritte Auto, mit dem ich üben durfte. Wenn ich mal was Größeres brauchte als den Käfer, bei meinen Eltern bekam ich kein Auto, aber bei Heinz. Das ging so lange gut, bis der Passat so dermaßen vom Rost zerfressen war, dass er nur noch selber damit gefahren ist (er ist auch deutlich leichter als ich, das reichte aber, dass am Ende der Sitz nebst Bodenblech beim Einsteigen deutlich einfederte).

Wenn der Rostschutz etwas besser gewesen wäre, dann wäre das eigentlich ein ziemlich brauchbares Auto gewesen. Und auch wenn die letzten schon über 30 sind und es nicht mehr viele gibt, wie ein Oldtimer fühlt sich der Passat beim Fahren nicht an. Ätt Martin: Was mich besonders schockiert hat, 2010 beim Treffen der Passat-Kartei war vom 33er Variant der 2. Serie kein einziger mehr dabei und die standen noch vor ein paar Jahren an jeder Ecke. Wer heute sowas sucht, braucht Zeit. Oder sollte sich vielleicht in Gegenden umsehen, wo der Rost weniger gewütet hat als ausgerechnet bei uns.


03.10.2013 14:12    |    Rolly Golf 1.4Tsi

Danke für diese schöne und sachliche Recherche zu den Fahrzeugen der damaligen neuen VW-Generation.

Bei den Kommentaren, da werden nicht nur Erinnerungen und Emotionen an die Autos geweckt, sondern auch an die Zeit der 70er. Ich selber lernte in dieser Zeit den Beruf des KFZ- Mechanikers (1976-1979) in einem kleinen feinem Autohaus in der schwäbischen Provinz. Man nannte es Fahrzeugfamilie, ja überhaupt es ging familiär in der Firma zu. Für den Audi 80 und Passat, Audi 50 und Polo, Golf und Jetta kamen jeweils die gleichen Werkstatthandbücher zur Anwendung . Als ich den Führerschein besaß machte es mir immer eine besondere Freude diese Autos im Auftrag meines Chefs / Meisters fahren zu dürfen. Für mich war es aber eine ganz besondere Ehre den Audi 100GL 5E (Bj.79) automatic,dunkelgrün metallic, und mit einer Kennwood Stereoanlage benutzen zu dürfen, oder der aber auch einen Golf GTI (damals eine Rakete) vom Regionalhänder abzuholen. Für 10,00D- Mark wurde getankt.

Den Sound dieser Motoren habe ich geliebt, ob nun 4 oder 5 Zylinder. Im Vergleich zu heute waren die Fahrzeuge und deren Motoren technisch noch überschaubar.

Dem Kraftstoffverbrauch wurde damals noch nicht soviel Bedeutung zugemessen, kostete ein Liter Benzin ca.90Pfennig. Dennoch lagen die Kstf.-Verbräuche oft unter denen der Mitbewerber.

Als dann Audi das Instrument ECON in die Armaturenbretter einbaute, fuhren manche nur noch im Standgas und auf das ECON-Meter starrend über die Strassen.

Leider war die Durchrostung mancher Fahrzeuge so gravierend ,dass diese auf Kosten von VW verschrottet wurden, der Kunde mit einem Geldbetrag entschädigt . Meine Hauptaufgabe seinerzeit im Betrieb bestand bei diesen Fahrzeugen darin entweder Beseitigung von Kantenrost vorzunehmen oder sich den verschlisseenen Ventilschaftdichtungen zu zu wenden. Familienkrankheiten eben. Ein Segen war die Einführung der Tauchdruckschaltung die Klarheit schuf ob nun Rückwärtsgang oder Vorwärtsgang eingelegt waren (Ampelspiel).

Daheim fuhr Vater einen orangefarbenen OPEL Rekord D, 1.9. (90PS) Bj.77, der durch übermäßigen Verschleiß von Nockenwellen und WAPUS auf sich aufmerksam machte.

Ja so war es eben die Autos und die Zeit , beides muß man erlebt haben. Es stimmt, kaum noch Fahrzeuge aus dieser Zeit auf der Strasse. Danke an all die jenigen die noch im Besitz solcher sind und für die Nachwelt erhalten.

Grüße

Rolf

(heute Golf Plus Comforline1.4.TSi EZ 11/09)


03.10.2013 16:08    |    201er

Schöne Bilder und toller Text, das weckt Kindheitserinnerungen. Meine Eltern kauften sich 1974 neu den Fliessheck 2-Türer in L Ausstattung in Marinogelb. Hätten sie sich doch besser den Kombi auf den Bildern gekauft, aber praktisch waren die beiden leider nicht :(

 

Die Beurteilung im Rückblick:

Die Karre war so ziemlich das grottigste Familienauto das mir untergekommen ist. Ich und meine Schwester haben es gehasst und denken heute noch mit Schaudern daran. Die gruseligen schwarzen Kunstledersitze, im Sommer knallheiss dank der schrägen Heckscheibe (die Herrschaften vorne hatten Lammfellüberzüge), durch die überdies die Sonne einem grässlich auf den Kopf brannte. Man sass hinten tief, die Federung war weich und das Essen kam bei uns Hinterbänklern regelmässig wieder hoch. Fenster runterkurbeln oder schnell raus ging nicht. Ein Freund hatte damals einen Variant, da bin ich lieber mitgefahren. 1980 kam das Teil endlich weg.

 

Dennoch, heute freue ich mich, wenn ich eines der seltenen Exemplare auf der Strasse oder in Klassikzeitschriften sehe, es ist doch ein Teil meiner Kindheit.

 

Grüsse

201er


03.10.2013 17:13    |    goldeneroktober

Hallo,

wirklich eine sehr gute und schöne Recherche. Dank an den TE.

Meine Erinnerungen gehen noch ein Stück weiter zurück. In den 60er Jahren kaufte mir mein Vater nach bestandener Führerschenprüfung einen gebrauchten 30 PS Käfer in Standardausführung, aber schon mit kleinen doppelten Rückfahrlampen rechts und links auf der verchromten Stoßstange, danach kam ein 44 Ps Käfer mit Luftschlitzen auf der Motorhaube. Aber dann... ein Passat TS, das Tollste, was mir damals unter den Gaspedalfuß kam. Mein Vater fuhr zu dieser Zeit einen BMW 2002 und wir lieferten uns regelmäßig Ampelrennen, die der Passat aber immer gewann. Es war zu der damaligen Zeit ein spitzen Fahrzeug und ich erinnere mich immer wieder gern an diese Zeit zurück.

 

Viele Grüße

Wolf


03.10.2013 18:00    |    motorina

Passat mit 85PS gewann immer(??) vor dem 100 PS-starken 02er? Kann ich nur sehr schwer nachvollziehen - kenne beide Fahrzeuge ... und der nur 100kg schwerere 02er war (zumindest gefühlsmässig) sprintstärker.

Ob da der Vater den Sohn gewinnen liess:confused:;)...

Man müsste mal die technischen Daten (wie z.B. Drehmoment, Getriebeüberstzung) miteinander bergleichen.

Vielleicht war der Passat auf den ersten 50m etwas flotter, aber dann dürfte er gegenüber dem 02er an Boden verloren haben...

 

Grüsse,   motorina.


03.10.2013 18:28    |    Jeanskaefer

Schöne Recherche und netter Artikel.

Habe heute erst einen ´75er L- Variant in dem typischen 70er Jahre "Lofotengrün" beim 7. Oldtimer Treffen des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Hannover sichten können.

 

Gruß

Jeanskäfer


03.10.2013 21:13    |    Jan565

Das waren noch Autos! Nicht so ein müll wie heute durch die gegen fährt.

 

Leider sieht man die B1 und B2 so gut wie gar nicht mehr auf den Straßen. Waren haltbare und zuverlässige Autos.


03.10.2013 23:43    |    Henrik_Sommer

Zitat:

Schöne Recherche und netter Artikel.

 

Habe heute erst einen ´75er L- Variant in dem typischen 70er Jahre "Lofotengrün" beim 7. Oldtimer Treffen des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Hannover sichten können.

 

 

 

Gruß

 

Jeanskäfer

Ja, den habe ich auch gesehen: 1 2 3 4

 

Totgesagte leben offensichtlich länger....


03.10.2013 23:48    |    Dortmunder 65

Schöne Bilder


04.10.2013 03:49    |    tdi josi

Hallo,

 

schöner Artikel, gefällt mir sehr gut.

 

Aber auch deshalb weil es keine dieser Fahrzeuge mehr gibt.

Haltbar ist was anderes. Nichtmal mehr einen 32b sieht man noch und der wurde bis 88 gebaut.

 

Schaut mal nach Audi 80B3 oder Golf 2 - die gibts an jeder Ecke,

keiner kommt auf die Idee diese wirklich guten Fahrezeuge zu verklären.

 

Merke: Aus Schrott wird TOP

 

(aber nur wenn der Schrott auch TOP ist - Widerspruch in sich)


04.10.2013 08:01    |    VolkerIZ

Der 32b rostete aber viel weniger. Bei den ersten Jahrgängen gab es noch mal Probleme mit den Achsaufnahmen, die späteren waren bis auf die ständig verfaulten Türunterkanten und Variant-Heckklappen kaum schlechter als der Golf 2. Dass es nicht mehr viele hier gibt, liegt eher an den Exporteuren als am Rost. Russland und andere Ex-Ostblockländer sind voll mit 32b und anderen guten Autos aus den 80ern.


04.10.2013 10:02    |    CAHA_B8

Vielen Dank für die schönen Bilder und den ausführlichen Bericht. Da der Passat der "Bruder" vom Audi 80 B1 ist wie ich ihn fahre, interessiert mich das umso mehr :)

 

http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/309552/audi-80-b1-80-82


Bild

04.10.2013 11:10    |    Dortmunder 65

Bei den Bildern hätte ich auch über den Audi geschrieben, wird bestimmt mal kommen.

2 Audiartikel hatte ich ja schon, nochmaks danke für den Link zu Deinen Bildern!

:p


05.10.2013 00:56    |    max.tom

dorti sehr schöner bilder und artikel .....:)


19.12.2013 18:36    |    nikalla

Warum der Passat GLi hiess, kann man sich übrigens recht leicht erschließen.

 

GTi: Gran Tourismo injection

GLi: Großer Luxus injection

 

Der Passat GLi sollte eine komfortable Reiselimousine sein. Lenkung und Fahrwerk gaben es nämlich niht her, von einem "Gran Tourismo", ursprünglich Sportwagen vom Schlage eines Ferrari oder Maserati, zu sprechen.


19.12.2013 18:45    |    nikalla

Stichwort: "Auf ewig Mitteklasse - der VW Passat B1"


19.12.2013 18:53    |    nikalla

Einfach mal googlen.


19.12.2013 21:13    |    motorina

Mit dieser Interpretation der Modellbezeichnung "GLI" bin ich nicht ganz einverstanden - oder zählt der Scirocco GLI auch zu den komfortablen Reiselimousinen?

Ein VAG-"GL" war damals die höchste Ausstattungsvariante; und der Passat wurde mit dem Einspritzer-Motor angeboten als GLI.

Beim Scirocco allerdings gab es GTI und GLI (je nach Ausstattung), während man bei Audi die Einspritzerversion als GTE angeboten hatte.


Deine Antwort auf "VW Passat B I (Typ 32/33) - Ein Name ein Wort - Beständigkeit"

DANKE

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