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03.11.2016 21:37    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (35)

Was soll VW machen?

2011-11-23
2011 11 23

Ich möchte mich nicht weiter dazu auslassen, wurde ja schon viel hier auf MT geschrieben und kommentiert!

 

 

"Wir haben nicht manipuliert"

 

VW fährt neue Strategie in Europa

 

In den USA gestand Volkswagen in der Dieselaffäre seine Schuld ein. Doch bei Schadenersatzprozessen in Deutschland argumentiert Europas größter Autobauer nun ganz anders: Die Abgas-Software entspreche EU-Recht.

 

Volkswagen will in der Abgasaffäre mit einer neuen, überraschenden Strategie Schadenersatzzahlungen an Millionen Kunden in Deutschland und Europa entgehen. Die Wolfsburger behaupten, man habe in der EU den Schadstoffausstoß von Diesel-Pkw gar nicht manipuliert und keine Vorschriften verletzt. Während VW also Gesetzesverstöße in der EU abstreitet, hat der Dax-Konzern in den USA Manipulationen zugegeben und zahlt dort mehr als 16,5 Milliarden Dollar an Schadenersatz und Strafen.

 

VW erklärte auf Anfrage von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, die in den betreffenden Fahrzeugen eingebaute Software stelle nach Ansicht des Konzerns "keine unzulässige Abschalteinrichtung nach europäischem Recht dar". Abschalteinrichtung bedeutet, dass die Abgas-Reinigung nach der offiziellen Messung auf dem Prüfstand weitgehend ausgeschaltet wird, was zu einem zigfach höheren Schadstoffausstoß auf der Straße führt. So gingen bisher viele Hersteller vor, um die Kosten für den Betrieb ihrer Pkw zu senken. Allerdings tat dies kaum ein Konzern so vehement wie Volkswagen.

 

Im September des vergangenen Jahres waren die Praktiken von VW in den USA aufgeflogen. Anders als dort will der Konzern in Europa aber weder Schadenersatz noch Strafen zahlen, obwohl das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als zuständige Zulassungsbehörde gegen ihn vorgeht. Das KBA verlangt von VW, 2,4 Millionen Fahrzeuge in Deutschland so umzurüsten, dass der Stickoxid-Ausstoß deutlich sinkt. Der Autobauer hat damit schon begonnen, hält den Bescheid des KBA aber für juristisch falsch und hat dies nach Angaben aus Konzernkreisen auch zu Protokoll gegeben.

 

Kleinlaut in den Vereinigten Staaten

 

Dass VW trotzdem die Autos umrüstet, erklärt das Unternehmen so: Man wolle im "besonderen Interesse der Kunden" mit den Behörden zusammenarbeiten. Schadenersatzklagen von Kunden widerspricht man freilich energisch. Man habe die Vorhaben für die gesetzlich vorgeschriebenen Schadstoff-Messungen erfüllt - "auf dem Prüfstand", heißt es in VW-Schriftsätzen bei Gericht. "Von einer Manipulation lässt sich deshalb nicht sprechen."

 

Volkswagen bestreitet sogar, dass die Stickoxid-Emissionen von Diesel-Pkw gesundheitsschädlich seien, was aus Sicht des Umweltbundesamtes erwiesen ist. "Eine seriöse Ermittlung von Krankheitszahlen oder sogar Todesfällen für bestimmte Bevölkerungsgruppen ist nach unserem Kenntnisstand aus wissenschaftlicher Sicht nicht möglich", erklärte das Unternehmen.

Quelle: n-tv.de

 

 

 

Zitat:

Man wolle im "besonderen Interesse der Kunden" mit den Behörden zusammenarbeiten.

Das sollen die Herren mir genauer erklären!

 

Ich vordere VW auf die Zweigleisigkeit KBA und Kunden aufzugeben. Entweder man geht gegen die KBA Entscheidung an und stellt das Updaten ein. Oder man macht bei den Kunden entsprechende Zugeständnisse, das ist meine bescheidene Meinung.

 

Euer Dorti

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03.11.2016 22:34    |    PIPD black

Zitat:

Doppelmoral des Geldes wegen?

Weshalb sonst?:confused:

Es ist ein Unternehmen, das Geld verdienen muss und nix zu verschenken hat. Aktionärsbefriedigung geht vor Kundenzufriedenheit.

Mag der ein oder andere von der Zugabe des Betruges damals noch eine gewisse Ehrlichkeit und Zugeständnisse erwartet haben, dürfte spätestens mit dem jetzigen Verhalten das letzte Porzellan zerbrochen sein. Beiträge wie "Welcher Schaden ist euch denn entstanden?" auf der MT-Startseite wirken auf VW noch fürsprechend.:o

Die versprochene schonungslose Aufklärung wird es wohl ebenso wenig in diesem Fall geben wie bei der geschichtlichen Aufarbeitung des Rolle VWs zur NS-Zeit.:(


03.11.2016 22:41    |    Dortmunder 65

Zitat:

Es ist ein Unternehmen, das Geld verdienen muss und nix zu verschenken hat. Aktionärsbefriedigung geht vor Kundenzufriedenheit.

Das wird es sein, nur ist das nicht kurzfristig gedacht?

Hier in D haben sie anscheinend keine Probleme.


03.11.2016 22:53    |    Dynamix

Uh, wenn du damit nicht die Büchse der Pandora geöffnet hast ;)


04.11.2016 06:54    |    apfelgruener

VW macht weiter wie bisher. Es gibt ja schließlich auch immer noch genug Dumme, die die Kisten trotzdem kaufen :D


04.11.2016 07:46    |    PIPD black

Aber sie werden weniger.

Leider sind sie mit Audi und Skoda sehr breit aufgestellt und an den Marken klebt hierzulande wenig negatives Image hinsichtlich des Diesels.....zumindest kommt es mir so vor.

Das Geld, was VW mit seiner Kernmarke nicht verdient, verdienen sie mit den Schwestermarken.


04.11.2016 08:02    |    -VenDeTTa-

Richtig, viele wissen nicht mal das es der gleiche Konzern ist ;) Und solange der deutsche Michel fleißig weiter Fahrzeuge aus dem Konzern bestellt/fährt wird sich hierzulande auch nichts ändern, weil VW nur wenig unter Druck gerät. Würden die Absatzzahlen endlich mal massiv einbrechen käme da vllt Bewegung in die Sache, auch was die gebotene Qualität angeht. Gut aussehen und fahren reicht in der heutigen Zeit nicht, das können andere Marken 10x besser.


04.11.2016 08:31    |    Dortmunder 65

Zitat:

Richtig, viele wissen nicht mal das es der gleiche Konzern ist ;)

Oder sie glauben denen alles, ohne sich Gedanken zu machen. Nach dem Motto, meine Werkstatt macht das schon.


04.11.2016 08:36    |    fivepointsix

Moin, selbst wenn die Manipulation in den USA stimmen sollte ist es ein Unding, das USA ein

deutsches Unternehmen verklagt.

Kann es sein, das in den USA andere Vorschriften gelten als in der EU ? Belastet ein VW-Diesel

Motor mit 2 Liter Hubraum die Umwelt mehr als ein 5,8 Liter Motor aus den USA ? ( z.B. Dodge

Ram ).

In Deutschland wird zum Wohl der VW-Kunden recht wenig passieren, da die Politiker den ganz

großen Unternehmen aus der Hand frisst. In ein paar Monaten wird bei uns kaum noch jemand

über die Sache sprechen und VW & Co haben einen neuen Motor entwickelt und gut ist.

Die großen Unternehmen machen doch eh was sie wollen und setzen nur ihre Interessen zum

Wohl ihrer Firmen durch mit Hilfe der Politik.

Der kleine Mann ( Kunden ) schauen in die Röhre - wie immer.

 

5.6


04.11.2016 08:45    |    Dortmunder 65

Ja die Vorschriften sind anders und die Grenzwerte in vielen US Statten strenger. Nur soll VW nach der Nase des KBA tanzen und bei Kunden alles abstreiten, nur um so mit einer Doppelmoral Geld zu sparen. Mal etwas salopp ausgedrückt.


04.11.2016 08:59    |    PIPD black

Zitat:

Belastet ein VW-Diesel

Motor mit 2 Liter Hubraum die Umwelt mehr als ein 5,8 Liter Motor aus den USA ? ( z.B. Dodge

Ram ).

Soll der 5,8 ein Diesel sein? Ich denke nicht. Für den RAM 1500 finde ich nur 3,0 V6 CRD.

Größere Diesel finden sich nur in RAM 2500 und 3500. Das sind dann allerdings LKW.

 

Benziner haben anderen Werte. Die USA haben strengere Vorschriften. Und ja, die werden mit großvolumigen V6 oder V8-Benzinern erreicht...ohne Turbo und/oder Direkteinspritzgedöns.

 

Auf Grund der Hürden werden die Diesel in den USA nicht in PKW eingesetzt, weshalb Audi dort ja mit seinen Ultra-Clean-Dieseln einen Wandel herbeimanipulieren wollte. Da haben sich auch andere Hersteller die Zähne daran ausgebissen.....und Audi auch, eine Nachrüstung, um auf die nötigen werte zu kommen, ist nicht möglich.

 

Diesel gehören in LKW und Trecker, nicht in PKW.

Hierzulande hat man das mit Steuersubvention (zugunsten der Spediteure usw.) in eine falsche Richtung gelenkt.


04.11.2016 09:02    |    Dortmunder 65

Zitat:

[Nietzsche]„Das habe ich getan“ sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben — sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich — gibt das Gedächtnis nach.

Danach handelt VW


04.11.2016 10:42    |    Dynamix

Zitat:

nn es sein, das in den USA andere Vorschriften gelten als in der EU ? Belastet ein VW-Diesel

Motor mit 2 Liter Hubraum die Umwelt mehr als ein 5,8 Liter Motor aus den USA ? ( z.B. Dodge

Ram ).

Ja, tut er. Wenn ich meinen Rüssel an den Auspuff eines Ram mit Benziner halte muss ich wenigstens keine Angst haben an einer Chlorvergiftung zu sterben. Das was da an Chlorgeruch rauskommt sind eigentlich massenweise Stickoxide. Stickoxide sind in "gesunden" Dosen nicht riechbar. Wenn man das Zeug allerdings riechen kann ist die unbedenkliche Dosis bereits weit überschritten und so fahren die Dinger seit Jahren legal auf der Straße herum.

 

Und wofür? Damit ein paar Leute an der Tanke ein paar Cent pro Liter sparen? Diesen ganzen Mist mit Feinstaubplaketten und co haben wir auch erst der starken Verbreitung von Dieseldirekteinspritzern zu verdanken. Stuttgart hat da ja seit Jahren Probleme. Und wer sitzt in Stuttgart? Daimler Benz und Porsche! Beides Firmen die am Diesel seit Jahren sehr gut verdienen.


04.11.2016 11:20    |    PIPD black

Wobei Porsche Mitte der 90-er noch keine Diesel hatte, als der Diesel-Boom bei den PKW mit den leistungsstärkeren Turbodieseln einsetzte. Aus lahmen 55 Saugdieselpferden wurden 90 oder mehr muntere Turbopferdchen.....und die Leistung wuchs, der Verbrauch sank.....im Portemonnaie blieb dank großer Differenz zum Benziner richtig was über.....im Grunde der Anfang alles heutigen "Übels"....der Diesel war massentauglich.


04.11.2016 21:31    |    Multimeter77

Zitat:

Und wer sitzt in Stuttgart?

Schon mal in Stuttgart Feuerbach gewesen? Da gibt es so 1-2 Mann Klitschen deren Existenz an der Dieseltechnik hängt. Da verteilt man am Hauptbahnhof lieber die nächsten 50 Jahre gratis Sauerstoffflaschen, als den Diesel einzustampfen.

 

Zum Thema: VW hat doch recht! Sie haben das Gesetzt in Europa genauso viel oder wenig gebrochen, wie alle anderen Hersteller mit zulässigen Abschalteinrichtungen auch. VW ist genauso unschuldig wie FIAT, PSA, BMW und Mercedes. Viel mehr Hersteller von Dieselmotoren gibt es ja nicht. Alle haben Sie die Gesetzte aufmerksam gelesen und zu Ihren Vorteil ausgelegt. Politik 0 : Autoindustrie 1

 

Zitat:

als der Diesel-Boom bei den PKW mit den leistungsstärkeren Turbodieseln einsetzte. Aus lahmen 55 Saugdieselpferden wurden 90 oder mehr muntere Turbopferdchen...

Auf wessen Befehl? Wenn ich nen 90PS TDI 5 Jahre von der Steuer befreie, weil der Wagen so ökologisch ist, wird sich die Industrie danach richten und die Kundschaft auch. Ich erinnere an die ganzen Heckscheibenbeschriftungen mit "TDI - der Umwelt zu liebe". Das wurde von der Politik so propagiert. Man kann der Industrie keinen Vorwurf machen. Es ist wie beim Atomausstieg: Wenn man mitten im Spiel die Regeln ändert, muss man dafür bezahlen.

 

In dem Fall bezahlen wir. Wir, die schon nen Liter Nitrose in der Lunge haben. Wir, die tausende Euro Aufpreis für Ihre Dieselneuwagen bezahlt haben um für tausend Euro zu ersticken und sie bei Ausschluss aus dem Stadtverkehr / Bestrafung bei der Maut wertlos nach Polen zu verscherbeln.


04.11.2016 23:08    |    backbone23

Zitat:

Moin, selbst wenn die Manipulation in den USA stimmen sollte ...

Wie kann man das noch anzweifeln?

 

Zitat:

... ist es ein Unding, das USA ein deutsches Unternehmen verklagt.

Weshalb? Die in den USA geltenden Gesetze gelten auch für dort tätige ausländische Unternehmen.

 

Zitat:

Belastet ein VW-Diesel Motor mit 2 Liter Hubraum die Umwelt mehr als ein 5,8 Liter Motor aus den USA ?

Keine Ahnung, ist aber eigentlich auch egal. Beide Motoren müssen die geltenden, relevanten Grenzwerte einhalten und das ist bei den betroffenen VW-Motoren eben nicht der Fall.

 

Es geht im übrigen nicht nur um die Umwelt, sondern auch um Irreführung von Kunden/unlauteren Wettbettwerb und Verstöße gegen Melde-/Veröffentlichungspflichten im Wertpapierhandel.

 

Zitat:

VW hat doch recht! Sie haben das Gesetzt in Europa genauso viel oder wenig gebrochen, wie alle anderen Hersteller mit zulässigen Abschalteinrichtungen auch.

Nein. Es ist wohl ein Unterschied, ob man auf der Straße generell "abschaltet" oder nur zum Teil/unter gewissen Bedingungen. Da hat VW wohl zuviel "ausgelegt".

 

Achja, die Klitsche in Feuerbach (und auch der Diesel) wird schon nicht untergehen.


05.11.2016 09:34    |    Goify

etwina, da kann ich dir nur zustimmen. Erst wurden viele Diesel steuerbegünstigt und gelobt, sodass man das Gefühl hatte, je mehr man fährt, desto besser für die Umwelt und nun plötzlich sind diese Motoren für viele Innenstädte verboten und es sollen die reinsten Dreckschleudern sein.

Das Wort "schadstoffarm" steht nach wie vor in den Zulassungspapieren bei vielen Euro1-Fahrzeugen und war doch sicherlich nicht soo falsch, auch wenn es mittlerweile etwas[!] bessere Abgasreinigungssysteme gibt.


05.11.2016 12:13    |    UHU1979

In keinem Kaufvertrag über Kfz. habe ich bisher gelesen, dass eine Verbrauchsangabe bzw. Schadstoffgrenzwerte Vertragsbestandteile sind, folglich hat der Kunde keine Grundlage, sich "betrogen" etc. zu fühlen. Im Gegenteil profitiert er doch von den niedrigen Steuern bedingt durch geringe Papier-CO2-Werte und niedrigere Mineralölsteuer auf Diesel in D. Wieso also Schadensersatz?

Also auch wenn ich kein VW- oder Diesel-Fan bin – den großen Skandal kann ich bei VW nicht erkennen. Für mich ist das ein Handels-/Wirtschaftskrieg aus den USA, nur da muss man ja in der EU nicht mitspielen. Die Argumentation des KBA zur Grenzwertmanipulation ist zwar nachvollziehbar, aber auch hier grenzwertig: Die Autos sind auf letzter Konsequenz auf den NEFZ optimiert, und mit dem Argument "Bauteilschutz" gibt es auch bei anderen Herstellern Parametereinstellungen, die in der Praxis (=von NEFZ abweichende Fahrzustände) zu geänderten Motorkennlinien führen. Ergo warum die eigene Industrie schädigen?

Kritik sollte da eher allgemeiner Art an dieser bewussten NEFZ-Optimierung liegen, aber hier hat der Kunde ja die Wahl, mittels Spritmonitor nach real sparsamen Modellen zu suchen.


05.11.2016 12:55    |    Dortmunder 65

Du hast ja recht damit, das die EU mit den Vorschriften sehr schluderig umgegangen ist und somit den Herstellern den Freiraum ließen.

Nur finde ich es zynisch bei Privatklagen alles ab zu streiten und vor dem KBA zu kriechen. Dafür noch als Grund zu nennen, im besonderen Interesse finde ich auch echt frech.

Die Verbrauchsangaben und Schadstoffeinstufung war Teil der Werbung.

 

Ob bei der geringen Bedeutung von VW auf dem US Markt man von Wirtschaftskrieg sprechen sollte muss jeder für sich beantworten.


05.11.2016 14:59    |    Goify

Zitat:

In keinem Kaufvertrag über Kfz. habe ich bisher gelesen, dass eine Verbrauchsangabe bzw. Schadstoffgrenzwerte Vertragsbestandteile sind

Dann hast du nicht richtig gelesen. In meinem Leasingvertrag ist ein Ausdruck der Energieeffizienzklasse, der Schadstoffnorm und des Verbrauchs enthalten. Habe ich einen zu hohen Verbrauch, kann ich Schadenersatz geltend machen, was schon oft genug erfolgte.

Ändert nun die neue Sorftware den Verbrauch nach oben, entsteht ein Schaden, für den der Verursacher (hier VW) geradestehen muss und zwar in voller Höhe oder aber sie nehmen den Wagen zurück.

Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern ist gängige Rechtsprechung in Deutschland. Warum jetzt hier für VW Ausnahmen gelten sollen, weiß wohl nur das KBA.


05.11.2016 15:15    |    Rockport1911

Zitat:

So gingen bisher viele Hersteller vor, um die Kosten für den Betrieb ihrer Pkw zu senken. Allerdings tat dies kaum ein Konzern so vehement wie Volkswagen.

Es muss doch irgendwo deutlich schriftlich geregelt sein was erlaubt ist und was nicht. Und nur weil jemand etwas unerlaubter agiert als der Andere darf der nicht alleinig bestraft werden.

 

Hier muss ein einheitliches Vorgehen mit allen Herstellern die Abschalteinrichtungen verbaut haben auf den Weg gebracht werden.

 

Die Meldung von VW klingt nach dem über einjährigen Debakel zwar abstrus, aber Ich würde Auch nicht alleinig für eine branchenweite Praxisumsetzung verantwortlich gemacht werden wollen.

 

VW wird weiter seinen Weg gehen, etwas aufräumen und in einem Jahr sollte das Vergessen sein...


05.11.2016 15:20    |    Dortmunder 65

Die EU Vorschriften sind gelinde gesagt sehr großzügig auslegbar.

Bisher hat nur VW über das Ziel hinausgeschossen, so zumindest das KBA.


05.11.2016 15:33    |    UHU1979

@Goify

Im Rahmen der Vertragsfreiheit mag es unterschiedliche Regelungen geben. Bie mir steht "Diese Angaben sind keine zugesicherten Eigenschaften des Kaufgegenstandes." Verständlich, weil es eben Prüfwerte des Typentests nach einer Norm sind, von der die Realität abweichen kann.

 

Ärgerlicher ist für mich als Kunde, dass ich mit meiner Fahrweise immer weniger die Normangabe erreichen kann:

MB C 200 K --> Mein Verbrauch entsprach der Normangabe bzw. lag etwas darunter, die war aber recht hoch.

BMW Z4 2,5i --> gleiche Normangabe wie der C 200K, in der Praxis 1 l mehr auf 100 km

BMW Z4 3,5 i --> 0,5 l / 100 km Mehrverbrauch


Bild

08.11.2016 21:09    |    Drahkke

So wie bisher kann und darf es jedenfalls nicht weiter gehen.


08.11.2016 21:17    |    Trackback

Kommentiert auf: Audi A6 4G:

 

Auch 3-Liter-Diesel mit Schummelsoftware

 

[...] Wie soll es nun weitergehen?

 

www.motor-talk.de/.../vw-doppelmoral-des-geldes-wegen-t5854573.html

[...]

 

Artikel lesen ...


08.11.2016 22:00    |    Uncle__Sam

Zitat:

Original geschrieben von UHU1979

 

In keinem Kaufvertrag über Kfz. habe ich bisher gelesen, dass eine Verbrauchsangabe bzw. Schadstoffgrenzwerte Vertragsbestandteile sind, folglich hat der Kunde keine Grundlage, sich "betrogen" etc. zu fühlen. Im Gegenteil profitiert er doch von den niedrigen Steuern bedingt durch geringe Papier-CO2-Werte und niedrigere Mineralölsteuer auf Diesel in D. Wieso also Schadensersatz?

Also auch wenn ich kein VW- oder Diesel-Fan bin – den großen Skandal kann ich bei VW nicht erkennen. Für mich ist das ein Handels-/Wirtschaftskrieg aus den USA, nur da muss man ja in der EU nicht mitspielen. Die Argumentation des KBA zur Grenzwertmanipulation ist zwar nachvollziehbar, aber auch hier grenzwertig: Die Autos sind auf letzter Konsequenz auf den NEFZ optimiert, und mit dem Argument "Bauteilschutz" gibt es auch bei anderen Herstellern Parametereinstellungen, die in der Praxis (=von NEFZ abweichende Fahrzustände) zu geänderten Motorkennlinien führen. Ergo warum die eigene Industrie schädigen?

Kritik sollte da eher allgemeiner Art an dieser bewussten NEFZ-Optimierung liegen, aber hier hat der Kunde ja die Wahl, mittels Spritmonitor nach real sparsamen Modellen zu suchen.

Ich verstehe nicht, wie ein klarer Verstoß gegen geltende Gesetze, ein schamloses Übervorteilen der Mitbewerber inklusive des auf's-Spiel-setzens von Arbeitsplätzen bei eben diesen Mitbewerbern und der vorsätzlichen Schädigung des Rufes der gesamten deutschen (Automobil)industrie sowie des Qualitätssiegels „Made in Germany“ nicht als Skandal eingestuft werden kann.

Ebenso wenig verstehe ich, wie die Ahndung der durch Volkswagen begangenen Straftat durch die amerikanische Justiz als einen durch die USA initialisierten Handels- oder Wirtschaftskrieg bezeichnet werden kann – vor allem nach mehr als 12 Monaten intensiver Berichterstattung.

Volkswagen hat sich nicht an geltende Gesetze gehalten – vorsätzlich, aus reiner Gier und in arrogantester Weise – ist erwischt worden und wird für diesen Rechtsbruch jetzt bestraft.

Hart bestraft – ja, jedenfalls in den USA! Aber wir wollen hier auch nicht vergessen, dass der Konzern a) Wiederholungstäter ist und sich b) mehr als 18 Monate in den Verhandlungen mit CARB und EPA aufgeführt hat wie die Axt im Walde und bei einem Rückruf, lange nachdem die „Unregelmäßigkeiten“ bereits festgestellt waren, im Dezember 2014 auch noch die Dreistigkeit besessen hat, die Betrugssoftware zu aktualisieren, anstatt sie aus der Motorsteuerung zu entfernen.

Wie immer wieder mittels der konstruierten Handels- oder Wirtschaftskrieg Theorie der Täter zum Opfer gemacht werden soll ist fast unerträglich.

 

Ebenfalls unerträglich ist das mit dem Finger auf andere Hersteller zeigen und jammern „Die haben aber auch!“

Nein, haben sie nicht! Nur VW wurde bisher einwandfrei nachgewiesen, in der Motorsteuerung der EA189 Motoren eine Software installiert zu haben, die auf dem Prüfstand ein vollkommen anderes Mapping für die Abgasreinigung fährt als auf im regelmäßigen Straßenbetrieb und genau das ist laut EU Verordnung 715/2007 Artikel 5 Absatz 2 VERBOTEN. Die anderen Hersteller fahren diese zwei unterschiedlichen Mappings NICHT, sondern nutzen die ebenfalls in der EU Verordnung 715/2007 Artikel 5 Absatz 2 aufgeführten Ausnahmeregelungen weidlich aus – das ist sicher moralisch verwerflich aber eben NICHT ILLEGAL.

Übrigens: Diese Schlupflöcher nutzt der Volkswagen Konzern ebenfalls reichlich. Die von Audi entwickelten 3.0 Liter Dieselmotoren regeln unterhalb von 17°C und nach 22 Minuten die Abgasreinigung genau so herunter oder schalten diese ab, wie es die bösen Mitbewerber tun und das im Geltungsbereich der EU Verordnung 715/2007 sogar legal.


08.11.2016 22:43    |    silent viper

So kann es nicht weitergehen.

VW hat die Kunden hier, die deutlich mehr pro Fahrzeug ausgeben nicht schlechter zu behandeln als die Kunden in den USA, Gesetz hin oder her.

 

Ich erwarte MINDEStENS die Übernahme sämtlicher Kosten für Reperaturen (nein, auch bei 500.000km kein 90% aufs Material sondern unbegrenzt 100%, unabhängig wo der Service gemacht wurde) die Aufgrund des Software updates entstanden sind.

 

Desweiteren würde ich VW aber nur dann nicht in Zukunft den Rücken kehren wenn sie sich als Entschädigung etwas einfallen lassen würden. Ein Rückkauf im Sinne wie in den USA würde ich begrüßen und ggf in einen neuen GTD investieren. Bei weniger würde ich mir überlegen ob ich mit der Behandlung als Kunde 3. Klasse noch zufrieden bin.


09.11.2016 08:54    |    Uncle__Sam

Zitat:

Original geschrieben von silent viper

VW hat die Kunden hier, die deutlich mehr pro Fahrzeug ausgeben

Wie kommt Ihr eigentlich darauf, dass die Autos in den USA deutlich billiger verkauft würden als in Deutschland?

Der VW Golf startet in Deutschland mit einem Netto-Preis von 15.000 Euro, in den USA kostet der Einstiegsgolf 19.895 Dollar, das sind umgerechnet 17.747,55 Euro. In den USA kostet der Golf also mehr als Deutschland.

Beim Tiguan sieht's ebenso aus: In den USA startet das kleine VW-SUV ab 24.995 Dollar (22.297,06 Euro), in Deutschland netto ab 21.827,73 Euro – einzig der Touareg ist in den USA günstiger.


09.11.2016 09:05    |    silent viper

Vergleich die Preise mal mit identischer Ausstattung. Zur Zeit des Golf 6 hat der GTI in D 27.500€ gekostet, in den USA rund 18.000$. Um den Golf 6 geht es doch?! Der Golf den du hier für 15.000 gekriegt hast war ein 1.4 Trendline, in den USA für 17.000$ gab es als Einstiegsmotor einen 170PS 2.5 Reihen-5-Zylinder (der Rumpfmotor des späteren TTRS!). Austattung müsste Comfortline gewesen sein. Das wäre Vergleichbar mir einem 1.4TSI/1.8TSI mit 160PS - rund 22.000€... Da liegen dann immernoch 5500€ dazwischen.


09.11.2016 09:36    |    Uncle__Sam

Zitat:

Original geschrieben von silent viper

Vergleich die Preise mal mit identischer Ausstattung

Mach ich gerne, wenn Du Netto (USA) und Netto (Deutschland) vergleichst, nicht Netto (USA) mit Brutto (Deutschland). Die US-Preise beinhalten KEINE Mehrwertsteuer, was in den meisten Fällen bei den Preisvergleichen nicht berücksichtigt wird.

Damit die deutschen Preise letztendlich, wie von Dir behauptet, DEUTLICH über denen in den USA liegen, musst Du dann reichlich Ausstattung anhaken.


09.11.2016 09:51    |    silent viper

18.000$*1,11=19.980$ (11% ist der höchste sales-tax Wert in den USA

19.980$/1,31=15.251,90€ (1,31 ist der Unrechnungskurs am 31.12.2012, einem Datum gegen Ende der Bauzeir der meisten betroffenen Fahrzeuge, davor war der Kurs sogar noch besser für uns. Da ich den Umrechnungskurs nie wirklich beachtet habe, ist mir jetzt erst aufgefallen das der GTI ja nochmals fast 2000€ billiger in den USA war :o


09.11.2016 10:14    |    Uncle__Sam

@silent viper

Was rechnest Du denn?! Du kannst doch nicht unterschiedliche Steuersätze gegeneinander aufrechnen, wenn Du Produktpreise miteinander vergleichst. Dividiere den deutschen Bruttopreise durch 1,19 und Du hast den Nettopreis, den wiederum vergleichst Du mit dem umgerechneten Nettopreis in den USA. Anders geht es nicht, da Du ja schließlich dem Hersteller des Produktes vorwirfst, Dich als Kunden dritter Klasse zu behandeln und nicht dem Staat, im Vergleich zu Drittländern zu hoch zu besteuern.

 

PS: Wenn Du im Präsens schreibst („VW hat die Kunden hier, die deutlich mehr pro Fahrzeug ausgeben“) kannst Du wohl kaum Preise aus der Vergangenheit vergleichen… ;)

 

PPS: Wie hoch war denn 2012 bei der 2.000 Euro Differenz im Golf GTI Preis der Steueranteil? ;)


09.11.2016 10:44    |    silent viper

Entschuldigung, hatte einen Dreher in der Logik...

27.500€/1,19=23.109,24€

23.109,24€ - (18.000/1,31)€ = 9.368,78€

Also eine Differenz von fast 9.400€ Netto... Ist immernoch ein recht krasser Wert. D.h. Je nach Modell, bei Audi und Porsche ggf noch mehr, beim Beetle in Basisausstattung ggf bisschen weniger, subventioniert VW die US Preise um fast 10.000€ auf unsere Kosten ... Soweit für mich ok und akzeptabel, entschädigt jedoch die, die 10.000€ mehr bezahlt haben mit einem feuchten Händedruck, die Leute die 10.000€ weniger bezahlt haben dann mit Rückkauf zum vollen Preis ohne Abzüge für gefahrene km oder Schäden und gibt denen 5000$ Cash im

Schnitt oben drauf. Das ist VWs gutes Recht. Aber VW soll nicht glauben, das alle Kunden das hinnehmen. Ich habe meinen Golf vor nicht ganz 5 Jahren Cash bezahlt und in WoB abgeholt, Planung sah vor ihn ca bis 150.000km, max jedoch bis 180.000km (Ende des Studiums) zu fahren und dann ggf einen neuen Golf zu kaufen. Als Ingenieur wäre ein R oder Clubsport drin gewesen. Meine Freundin war obwohl immer BMW Fan vom Golf ebenfalls angetan und wollte entsprechend auch einen neuen GTI oder GTD. So hat VW mal eben 2 Kunden verloren. Nach dem GTI/R wäre wohl wieder ein Golf gekommen, da ich für mich entschieden habe das mir ein Golf für den Alltag reicht und das was ich gegenüber einer Premiummarke spare investiere ich in ein Schönwetterauto. Damit hat VW sich schon allein durch das Querstelleb bei einem GTD den verkauf von 4-6 Autos zunichte gemacht. Familie und Freunde sind auch am überlegen. Ein guter Freund hat überlegt nachdem er 2 Audi A3 (1.6 TDI und 2.0 TDI) hatte, das er wieder so einen will, nachdem er von der schlechten Qualität vieler anderer Marken enttäuscht war. Er holt sich vorraussichtlich jetzt einen Benz. Damit noch mind. 1-2 Autos verloren. Hätte VW die Leute von Anfang an mit der Idee 500€ Servicegutschein, 500€ Zubehörgutschein und kostenlose Garantieverlängerung auf den Motor und Abgasanlage bis 200.000km oder 5000€ Über Restwert bei Neukauf, wären alle zufrieden gewesen. Zulassungszahlen gepusht, das Geld was man als Gutschein ausgibt bleibt zum Großteil im Konzern (nur als Beispiel, Borbet und Konsorten verkauft seine Felgen für 150€ in 18", VW nimmt 350€ und zahlt bei Borbet im Einkauf garantiert weniger, das der Schaltknauf vom S-Line A3 für 50€ zu haben ist und der vom GTI aufeinmal 200€ kosten soll ist auch unrealistisch, zeigt aber in welchen % spähren VW abkassiert und das ein Servicegutschein von 500€ vielleicht Nettoausgaben von 100€ bedeutet).

So verliert VW Kunden, riskiert dennoch Massenklagen, nur damit ein paar gierige Aktionäre dieses Jahr ein bisschen mehr Dividende ablassieren können bevor sie nächstes Jahr die Aktion verkaufen wenn die Umsätze den Bach runter gehen.

 

Ich definiere mich als ehemaligen VW Fanboy und hab eine bestimmt 2-Stellige Zahl an Leuten dazu gebracht zu VW zu wechseln. Nur bei einer Person habe ich es nicht geschafft, die fährt jetzt einen Mazda da der Abgasskandal dazwischen kam. Das Ergebnis wird VW dann in ein paar Jahren sehen.


09.11.2016 11:06    |    Uncle__Sam

@ silent viper

Du hast immer noch einen Rechenfehler drin, aber egal. ;)

 

Bei Deinem Beispiel mit dem nicht zu VW zu bekehrenden Bekannten musste ich grinsen: Ich fahre inzwischen auch Mazda und einen 51-jährigen Ford und wäre ebenfalls nicht zu einem Wagen aus dem Konzern zu bekehren gewesen – auch ohne Betrugsskandal und die obwohl dreieinhalb Abstecher – den NSU TT zähle ich bestenfalls nur als halbes Konzernfahrzeug – zu Autos von Audi und VW problemlos verliefen.

Allerdings muss ich bekennen, dass ich das größte Feuerzeug der Welt – den einzig echten TT – gerne wiederhätte.


09.11.2016 13:09    |    Duftbaumdeuter37

Ich habe die Garantievariante gewählt - VW hat doch bestimmt großes Vertrauen in seine Produkte?

Da kann ja eigentlich nicht viel passieren...

 

Aber weitermachen, wie bisher?

Hat hier der Vorstand mitgestimmt? Oder einfach nur ein paar unverbesserliche Fans


09.11.2016 14:29    |    Dortmunder 65

Zitat:

Aber weitermachen, wie bisher?

 

Hat hier der Vorstand mitgestimmt? Oder einfach nur ein paar unverbesserliche Fans

Leider gab es dazu keine Begründung, es gibt anscheinend Menschen die glauben VW auch alles.


Deine Antwort auf "VW, Doppelmoral des Geldes wegen?"

DANKE

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Hallo Freunde von Autos und Bilder, einiges zum besseren Verständnis!

Ich schau mir gern alte, besondere und schöne Autos an und fotografiere sie, mit meinem bescheidenen Können. Auf Anregung habe ich beschlossen hier einen Blog einzurichten um euch daran teil haben zu lassen.

Die von mir erstellten Texte haben nicht den Anspruch komplett oder völlig fehlerfrei bei den Angaben zu sein.

Gruß Euer Dorti