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burky350

Das Problem mit dem Kettenrad der Ausgleichswelle im M272

18.02.2015 16:26    |    burky350    |    Kommentare (487)    |   Stichworte: Ausgleichswelle, E-Klasse, Kettenrad, Mercedes, S211, W211

M272-Kettenrad
M272 Kettenrad

Da ich mich in letzter Zeit ein wenig mit dem Thema „Kettenrad“ im M272 beschäftigt habe, wollte ich meine bisherigen Erkenntnisse dazu mal zusammenfassen. Diese Zusammenfassung beruht lediglich auf Informationen, die öffentlich im Netz zu finden sind.

 

Wer den Artikel in der Autobild vom 04.08.2011 verfolgt hat, ein Fahrzeug fährt in dem ein M272 Motor verbaut ist oder beabsichtigt sich ein solches Fahrzeug zuzulegen, den könnte dieses Thema vielleicht interessieren.

 

Ich beschränke mich hier ausdrücklich auf die V6-Motoren M272 im Baumuster W/S211, obwohl es bekannt ist, dass das Kettenrad-Problem Baumusterübergreifend ist und in ähnlicher Form auch die V8-Motoren M273 betrifft.

 

Was ist das Problem?

 

Der Werkstoff des Kettenrades der Ausgleichswelle besteht aus einem zu weichen Material, was zu einer vorzeitigen Abnutzung des Zahnrades führen kann. Dies scheint üblicherweise bei einer km-Laufleistung zwischen 60.000 und 140.000km der Fall zu sein. In seltenen Fällen auch später. Eine Reparatur ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Weitere Details hierzu und Abbildungen von verschlissenen Kettenrädern findet man im englischsprachigen Star Bulletin, das man mit der Bezeichnung „S-B-03.30/08i“ im Netz finden kann.

 

Welche Motoren sind betroffen?

 

Es betrifft alle M272 Motoren bis einschließlich Motornummer 272 9.. 30 468993. Motoren mit einer „31“ anstatt der „30“ im Mittelteil der Motornummer sind nicht betroffen, da es sich hierbei um Motoren handelt, die oberhalb der laufenden Nr. von 1 Million Stück liegen, also wesentlich neuer und weit entfernt von dem Problem sind.

 

Es gibt verschiedene M272 Motoren die im Baumuster W/S211 verbaut wurden:

M272 KE25 (E230, E230T)

M272 KE30 (E280, E280 4Matic, E280T, E280T 4Matic)

M272 KE35 (E350, E350 4Matic, E350T, E350T 4Matic)

M272 DE35 (E350 CGI, E350T CGI)

 

Da schätzungsweise ab ca. Sept./Okt. 2006 ein verbessertes Kettenrad mit geändertem Werkstoff ab Motornummer 272 9.. 30 468994 verbaut wurde, sind die M272 KE25 (E230, E230T) und M272 DE35 (E350 CGI, E350T CGI) im W/S211 nicht betroffen, da diese Motorisierungen erst später in der Baureihe Einzug erhalten haben. Somit beschränkt sich das Problem auf die 280er (M272 KE30) & 350er (M272 KE35), unabhängig davon ob Limousine, Kombi, mit oder ohne 4Matic.

 

Welche Modelljahre sind betroffen?

 

Im Fall der W/S211 betrifft es die Modelljahre MJ2005 bis MJ2007. Da es sich bei dem MJ2007 bereits um das Facelift-Modell (Mopf) handelt (Markteinführung war am 10.06.2006), sind nunmehr nicht nur VorMopf Fahrzeuge betroffen, sondern auch Fahrzeuge, die in den ersten Monaten nach dem Facelift (zum Modelljahrwechsel 2007) ausgeliefert wurden.

 

Entscheidend ist hier nicht das Erstzulassungsdatum des Fahrzeugs, denn es kann unter Umständen auch wesentlich später zugelassen worden sein als es ausgeliefert wurde. Eine zeitliche Eingrenzung lässt sich vielmehr durch das Produktions- bzw. Auslieferungsdatum vornehmen. Dieses Datum findet man in der Datenkarte zum Fahrzeug. Das Modelljahr ist dann in Form der Ausstattungscodes 805 (MJ2005), 806 (MJ2006) oder 807 (MJ2007) dort aufgeführt.

 

Wie finde ich heraus, ob sich meine Motornummer im kritischen Nummernbereich befindet?

 

Die Motornummer kann man in der Datenkarte des Fahrzeugs finden. Diese ist über jede MB-Niederlassung oder MB-Vertragswerkstatt oder auch online anhand der FIN (Fahrzeugidentnummer / Fahrgestellnummer) einsehbar.

 

Zudem wird die Motornummer üblicherweise auch auf den Rechnungen von Mercedes-Werkstätten aufgeführt. Also einfach mal eine der letzten Rechnung Eurer Werkstatt raussuchen und nachsehen.

 

Wo finde ich die Motornummer am Fahrzeug (am Motor)?

 

Die Motornummer ist im Kurbelgehäuse eingeschlagen. Da sich die Position im hinteren Bereich (zur Spritzwand) befindet, ist diese nur schwer zugänglich. Alternativ findet man die Motornummer auch unter dem Luftfilterkasten auf einem Etikett.

 

Wie macht sich ein verschlissenes Kettenrad bemerkbar?

 

Im Kombiinstrument leuchtet die Motorkontrollleuchte (MKL). Dies kann neben dem Kettenrad natürlich auch die unterschiedlichsten anderen Ursachen haben. Eine Überprüfung der im Fehlerspeicher abgelegten Meldungen ist daher unerlässlich.

 

Sind im Fehlerspeicher des Steuergerätes für die Motorelektronik dann die Fehlercodes 1200 („Ständige Verstellung der Auslassnockenwelle der rechten Zylinderreihe in Richtung 'Spät' P0017“) und/oder 1208 („Ständige Verstellung der Einlassnockenwelle der rechten Zylinderreihe in Richtung 'Spät' P0016“) hinterlegt, kann das auf ein abgenutztes Kettenrad hindeuten. Diese Fehler werden durch eine falsche Positionierung der Nockenwellen zur Kurbelwelle erzeugt.

 

Die zuvor genannten Fehlercodes entsprechen denen der Star-Diagnose. Mit anderen Diagnose-Geräten werden möglicherweise andere Codes ausgegeben. So kann z.B. der Code 4608 mit einem "Hella-Gutmann-Diagnosegerät" auf den Fehler 1200 hindeuten und der Code 4616 gleichbedeutend mit dem Code 1208 sein.

 

Eine gut funktionierende und mobile Fehlerdiagnose für Mercedes Fahrzeuge ab 2005 bietet auch die Smartphone-App von CARLY mit dem dafür optimierten OBD-Adapter. Mit dieser App kann man eine fahrzeugspezifische Tiefendiagnose durchführen. Diese App erkennt die eindeutigen Mercedes Fehlercodes 1200/1208 und gibt auch deutsche Erklärungstexte dazu aus, was ansonsten in dieser Form nur mit einer teuren Star Diagnose möglich ist.

 

Erscheinen die Fehler nach dem Löschen aus dem Speicher und anschließendem Neustart des Fahrzeugs sofort wieder, dann ist dies ein weiteres mögliches Indiz für ein verschlissenes Kettenrad

 

Sind wirklich alle M272 Motoren im kritischen Nummernbereich betroffen?

 

Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen und Aussagen die von 5% über 20% bis hin zu 100% der verbauten Motoren reichen. Anzumerken sei hier, dass es anscheinend mehrere Zulieferer für das Bauteil gab und möglicherweise nicht alle Zulieferer ein weiches Kettenrad geliefert haben. Bisher konnte jedoch nicht nachweislich in Erfahrung gebracht werden, ob es tatsächlich nur das Problem eines einzigen Zulieferers war, oder vielleicht sogar die Vorgaben (Spezifikationen) von MB für dieses Bauteil unzureichend waren und daher ggf. doch alle Zulieferer betroffen sein könnten.

 

Wie hoch ist das Risiko nun wirklich ein Fahrzeug mit einem weichen Kettenrad zu haben?

 

Das ist für mich eine reine Auslegungssache. Man kann jede Zahl schönrechnen wenn man sie in ein Verhältnis zu einer anderen Zahl setzt. Bsp.: Es wurden weltweit insgesamt ca. 1.572.950 Fahrzeuge im Baumuster W/S211 ausgeliefert. Schätzungsweise wurden davon nach eigenen groben Berechnungen ca. 140.000 Fahrzeuge mit einem M272 im kritischen Motornummernbereich produziert, was rund 9% gerechnet auf die Gesamtstückzahl der Fahrzeuge in diesem Baumuster ausmacht.

 

Rechnet man im Verhältnis der Produzierten 6-Zylinder Benziner, was rund 556.000 Stück einschließlich der Vorgängermotoren (240, 320) waren, dann machen die erwähnten 140.000 Stück der M272 im kritischen Motornummernbereich schon einen Anteil von rund 25% aus.

 

Also lassen wir die Rechnerei. Es bringt nichts. Wir sehen es also als gegeben an, dass ein Risiko so ein weiches Kettenrad zu erwischen durchaus existiert.

 

Was kann ich bei der Fahrzeugsuche beachten, um das Risiko zu minimieren?

 

Als erstes könnte man generell Abstand von der betroffenen Motorisierung nehmen, also von einen E280 oder E350(Saugmotor) absehen und einen E230 oder E350CGI(Direkteinspritzer) wählen.

 

Des Weiteren könnte man darauf achten, dass man ein Fahrzeug ab mindestens Modelljahr 2008 erwirbt, also Ausstattungscode 808 (MJ2008) oder 809 (MJ2009). Wem es zu umständlich ist das Modelljahr eines angebotenen Fahrzeugs über die Datenkarte herauszufinden, der kann sich ganz einfach an 2 Punkten orientieren. Ab dem Modelljahr 2008 entfiel der Knopf für die Scheinwerferreinigungsanlage neben dem Lichtschalter. Dies gilt natürlich nur, wenn auch die Scheinwerferreinigungsanlage als Sonderausstattung oder in Kombination mit den Bi-Xenon-Scheinwerfern verbaut ist. Weiterhin ist ab dem Modelljahr 2008 die Klappe des Mittelablagefachs nicht mehr zweigeteilt zu öffnen sondern nur noch einteilig. Die Fahrzeuge ab ca. April 2008 erkennt man außerdem an der neuen Telematik-Generation NTG 2.5 (Radio, Navi), die ab diesem Zeitpunkt mit SD-Kartenschacht ausgestattet sind und eine integrierte Bluetooth-Anbindung für Mobiltelefone besitzen.

 

Verfügt das Fahrzeug bereits über ein digitales Serviceheft und nicht mehr über das klassische Scheckheft, dann handelt es sich ebenfalls um ein Fahrzeug mindestens ab Modelljahr 2008, denn das digitale Serviceheft wurde beim W/S211 erst ab Auslieferungsdatum 03. Sept. 2007, also im MJ2008 eingeführt.

 

Wer sich nicht zu einem Fahrzeug ab MJ2008 durchringen kann, der sollte zumindest die Motornummer in der Datenkarte prüfen. Ist diese im kritischen Motornummernbereich, dann sollte anhand der Reparaturhistorie geprüft werden, ob bereits das Kettenrad zuvor gewechselt wurde. Die Reparatur sollte möglichst erst in 2008 oder später stattgefunden haben, da bei früheren Reparaturen unter Umständen noch das nicht geänderte Kettenrad als Ersatzteil verbaut worden sein kann!

 

Die Reparaturhistorie von Fahrzeugen wird von MB gehütet wie ein Goldschatz. Ein Einblick ist selten möglich, wenn man keinen Meister an der Hand hat, der Kundenorientiert denkt. Alternativ gibt es den einen oder anderen im Forum, der mit der Reparaturhistorie schon mal aushelfen kann. Falls das Kettenrad bereits im Rahmen von Garantie oder Kulanz durch eine Mercedes-Werkstatt gewechselt wurde, sollte sich in der Reparaturhistorie folgender Eintrag befinden: SCA-Schlüssel 003043D17 "Zahnrad Ausgleichswelle verschlissen".

 

Die MKL ist an und es wurde ein verschlissenes Kettenrad diagnostiziert. Was nun?

 

Mercedes geht bei der Diagnose üblicherweise nach dem Dokument vor, das man mit der Bezeichnung „GI03.30-P-044614“ im Netz finden kann. Nach Bestätigung der Befundung mittels eines Endoskops werden die Ausgleichswelle, der Kettenspanner und die Stellmagnete der Nockenwellenverstellung gewechselt. Nach einer kurzen Probefahrt erfolgt dann noch ein weiterer Motorölwechsel. Es gibt Reparatursätze, die die erforderlichen Ersatzteile einschließlich des verbesserten Kettenrades beinhalten. Zur Reparatur ist ein Ausbau des Motors erforderlich. Das genaue Vorgehen ist im Dokument „AR03.20-P-1000TS“ beschrieben.

 

Die richtige Positionierung der Ausgleichswelle kann auch etwas simpler überprüft werden. Hierzu findet Ihr in der Link-Liste unten ein Video aus YouTube. Eine falsche Positionierung der Ausgleichswelle muss aber nicht zwangsläufig ein verschlissenes Kettenrad als Ursache haben. Ggf. reicht hier schon eine Kettenlängung und/oder ein defekter Kettenspanner um eine falsche Position der Ausgleichwelle anzuzeigen.

 

Üblicherweise gewährt MB eine Kulanz und übernimmt je nach Laufzeitjahr und km-Laufleistung des Fahrzeugs oft einen Teil der Reparaturkosten, so dass man nicht zwangsläufig auf den gesamten Reparaturkosten von mehreren tausend Euro sitzen bleiben muss. In unserem Fall waren es 50%, wobei bei einer Kulanzleistung die Kosten für Betriebsstoffe (z.B. Motoröl) zu 100% vom Kunden zu tragen sind. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist im Regelfall, dass das Fahrzeug bisher lückenlos durch eine MB-Werkstatt gewartet wurde, also alle Servicetermine eingehalten und ausschließlich durch eine von MB autorisierte Werkstatt ausgeführt wurden.

 

ABER ACHTUNG! Es sind mir bisher mindestens zwei Fälle bekannt, bei denen MB-Werkstätten versucht haben dem Kunden teure Kettenrad-Reparaturen aufs Auge zu drücken, obwohl sich die im Speicher hinterlegten Fehlercodes nur auf die Nockenwellenverstell-Magneten bezogen haben und die Motornummern sich zudem nicht im kritischen Bereich befanden. Hierzu sei anzumerken, dass sich das Kettenradproblem aufgrund der Gegebenheiten durch Fehler an der 1. Zylinderbank (rechts / Beifahrerseite) an der Ein- und/oder Auslassnockenwelle durch die Codes 1200 / 1208 bemerkbar macht und auch nur durch eine Verstellung in Richtung "spät". Weitere Fehlercodes der Nockenwellen die eine Verstellung in Richtung "früh" oder die 2. Zylinderbank (links / Fahrerseite) betreffen, deuten in den meisten Fällen auf defekte Nockenwellenverstell-Magnete hin. Hier mal eine Übersicht der Fehlercodes, die im Regelfall nichts mit dem Kettenrad zu tun haben:

 

0059 Regelmäßige Verstellung der Auslassnockenwelle rechts in Richtung "früh" (P0014)

0060 Regelmäßige Verstellung der Auslassnockenwelle rechts in Richtung "spät" (P0015)

0063 Regelmäßige Verstellung der Auslassnockenwelle links in Richtung "früh" (P0024)

0064 Regelmäßige Verstellung der Auslassnockenwelle links in Richtung "spät" (P0025)

0271 Regelmäßige Verstellung der Einlassnockenwelle rechts in Richtung "früh" (P0011)

0272 Regelmäßige Verstellung der Einlassnockenwelle rechts in Richtung "spät" (P0012)

0275 Regelmäßige Verstellung der Einlassnockenwelle links in Richtung "früh" (P0021)

0276 Regelmäßige Verstellung der Einlassnockenwelle links in Richtung "spät" (P0022)

 

Kann ein bereits durch Reparatur erneuertes Kettenrad wieder verschleißen?

 

Für den Fall, dass bei einem Austausch des Kettenrades als Ersatzteil wieder ein Kettenrad verbaut wurde das noch nicht aus dem geänderten Werkstoff bestanden, dann muss diese Frage leider mit "JA" beantwortet werden. Diese Erfahrung mussten wir mit unserem C230T selbst kürzlich erst machen. Bei dem Fahrzeug aus 09/2006 und kritischer Motornummer wurde bereits in 09/2007 bei ca. 70.000 km das Kettenrad erneuert und bei einer Laufleistung von 190.000 km in 05/2015 war es dann erneut verschlissen, da das Ersatzteil noch aus der "alten" Serie stammte. Zum Überblick hier einmal die Ersatzteilnummer der Ausgleichswellen:

 

M272 KE25 (für 230)

Alt: A2720301372

Neu: A2720302672

 

M272 KE30 (für 280)

Alt: A2720301472

Neu: A2720302772

 

M272 KE35 (für 350)

Alt: A2720301572

Neu: A2720302872

 

Ich hoffe, dieser kurze Einblick in die Materie hilft dem einen oder anderen weiter und wünsche jedem mit einem Fahrzeug mit kritischer M272 Motornummer viel Glück, dass es nicht zum besagten Kettenrad-Schaden kommt.

 

Euer

Burky350

 

Stand: 08/2016

 

Quellenverzeichnis:

 

Es sind ausschließlich öffentlich im Netz zugängliche Seiten und Dokumente verlinkt, für deren Inhalte ich keine Haftung übernehme! Zuständig für den Inhalt der verlinkten Seiten sind die jeweiligen Veröffentlicher.

 

Autobild

 

Motor M272:

wikipedia

www.e211.de

 

Baumuster W/S211:

wikipedia

www.e211.de

 

Technical Star Bulletin:

Bulletin

 

Datenkarte über FIN:

mbfans

carinfo

 

Motornummer:

am Motorblock

unter Abdeckung

 

Xentry-Dokument:

GI03.30-P-044614

 

WIS-Anleitung:

AR03.20-P-1000QB am Beispiel W203/W209

 

Position der Nockenwellen prüfen:

YouTube

 

Fehlercodes mit Hella Gutmann Diagnosegerät

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27.10.2015 16:12    |    burky350

Lt. MB sind alle bewegliche Motorkomponenten Verschleißteile. Mir ist bisher kein Fall bekannt wo das verbesserte Kettenrad getauscht werden musste, es sei denn die Werkstatt hat eine falsche Diagnose gemacht und so ein Kettenrad getauscht, obwohl nur die Nockenwellenversteller defekt waren. Würde mir da im Moment keine Sorgen machen und Dich der 272PS erfreuen.


05.11.2015 17:08    |    drnight

OK es gibt also noch wirkliche Fans von Mercedes (außer mir). Danke für die Info - so muß nicht jeder erneut das Rad neu erfinden, und es können unter Umständen Tausende Euros gespart werden. Wenn man es VOR dem Kauf eines entsprechenden Modelles wüßte, dann wäre es noch optimaler... ich persönlich würde meine Kaufentscheidung davon abhängig machen (nicht ob sondern welchen 211er z.B.). Ich selbst fahre derzeit nur OMs oder 4 Zylinder Ms, bin also selbst nicht betroffen...


19.11.2015 10:40    |    Spurverbreiterung44863

Hallo zusammen,

 

ich würde mir gerne einen CLK 350 (A209) kaufen.

Die Motornummer des Fahrzeugs welches es mir angetan hat ist laut Händler 209456-1T-079208.

Die FIN lautet WDB2094561T079208. Wenn ich diese bei http://carinfo.kiev.ua/cars/vin/mercedes/vin_check eingebe erscheint allerdings die Motornummer 272960 30 481533.

Welche stimmt denn da? Die zweite sollte ja eigentlich nicht betroffen sein.

Der Händler gibt ein Jahr Garantie (Nicht MB direkt) und kennt die Problematik wohl nicht.

 

Habe ich Chancen nach dem Kauf eine Reparatur auf MB Kulanz zu bekommen?

 

Vielen Dank und LG


19.11.2015 11:59    |    burky350

Hi Oli,

 

die erstgenannte Nummer in Deinem Beitrag ist ebenfalls die FIN und nicht die Motornummer. Motornummer ist die ...481533 und somit außerhalb des Kettenradproblems. Umstellung auf den neuen Werkstoff des Kettenrades war in 09/2006. Der Wagen wurde erst danach in 10/2006 ausgeliefert und ist somit im grünen Bereich was das betrifft.

 

Was mal kaputt gehen könnte sind die Nockenwellenverstell-Magnete.

 

Kulanz von MB gibt es je nach Bauteil oft nur bis ins 8. oder 10. Laufzeitjahr und nach individueller Einzelfallprüfung und Genehmigung durch MB, sofern der Wagen durchgehend MB-Scheckheftgepflegt ist und das unabhängig von irgend einer Händler-Garantie-Versicherung.

 

In unserem Fall gab es eine 50%ige Kostenbeteiligung auf Kulanz noch im 9. Jahr bei 190.000km auf das Kettenrad, aber das sollte den ausgewählten CLK nicht betreffen.

 

Viel Spaß mit dem Wagen.

burky350


19.11.2015 14:09    |    Spurverbreiterung44863

Vielen Dank Burky für deine schnelle Antwort!

Dann kann ich ja beruhigt zugreifen! :-)


01.12.2015 15:43    |    Duftbaumdeuter44648

Vielen Dank für diesen übersichtlichen und hochkompetenten Bericht. Er fasst wirklich alle wichtigen Aspekte neutral und aussagkräftig zusammen.

Dank von einem CLK 280 Besitzer, dessen Motornummer zum Glück außerhalb des kritischen Bereichs liegt, der aber mit den Nockenwellenversteller Probleme hatte.


01.12.2015 15:51    |    Duftbaumdeuter44648

Hallo burky 350,

wie sieht Deine Einschätzung aus bei meinem Motor: CLK 280 Bj 10/2006 Motornummer 272 940 30 502032, Kontrollleuchte ging an, es wurden die beiden linken Nockenwellenverstellmagnete ausgetauscht, jetzt ging die Leuchte nochmal an und es werden die beiden andern (C und D) und der Hallgeber getauscht. MB versichert mir, der Motor liegt außerhalb der kritischen Reihe und nach Reparatur bzw. dem Austausch der Nockenwellenverstellmagnete ist alles wieder gut.

Laufleistung 130.000 km, komplett MB-Scheckheftgeplegt.

Vielen Dank für Deine Antwort, MB-Cabrio-Fan


01.12.2015 16:04    |    burky350

@ MB-Cabrio-Fan

Die Motornummer ist außerhalb des kritischen Bereichs bzgl. Kettenrad aber noch innerhalb des Bereichs mit den fehleranfälligen Nockenwellenverstell-Magneten. Daher ist das beschriebene Vorgehen der Werkstatt durchaus nachvollziehbar. Wenn heute ein Versteller kaputt geht, kann morgen ein anderer defekt sein. Bei unserem C230 wurde die auch nach und nach getauscht, entsprechend den Fehlermeldungen im Steuergerät.


04.12.2015 15:56    |    Trackback

Kommentiert auf: Mercedes C-Klasse W203:

 

Hilfe, Kaufempfehlung

 

[...] - immer nur mir Endoskop geschaut und für i.O. befunden. Ob es da was schriftlich gibt muss ich noch erfragen.

Schaue doch mal hier (http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html ) rein und lese Dich dort ein - ich denke, dass wird Dir viele, wenn [...]

 

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10.12.2015 14:54    |    Trackback

Kommentiert auf: Mercedes CLS:

 

C219 : Kaufberatung 2016 : C219 320 CDI (200k+km)

 

[...] oder weiteren Kommentar dazu) ein ausführlicher Thread dazu, welche Motoren/Modelle betroffen waren.

 

http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html

 

Ein Risiko ist der geplante Kauf eines Fahrzeugs jenseits der 200.000m auf jeden Fall.

Auch ohne mögliches [...]

 

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12.12.2015 16:43    |    Trackback

Kommentiert auf: Mercedes ML & GL W164:

 

ML320 CDI oder VW Touareg ?

 

[...] Kettenrad bei den VorMopf Modellen.

 

Kann richtig teuer werden.

 

Kannst dich ja mal ein bisschen belesen.

 

http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html

 

Überstürze nichts und besichtige ruhig ein paar Autos. Habe auch fast 1 Jahr gesucht ;-).

 

Viel Spaß [...]

 

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16.12.2015 15:41    |    Spurverbreiterung25930

Hallo,

Ich habe eher eine Frage.Wie sieht es aus mit dem SLK 350 CGI.(R272).Ist er auch betroffen?Motornummer 27695630237783.Rstzulassung 28.06.2013.Kilometerstand 31700.Warum Ich frage?Motorkontrollleuchte an.

Diagnose MB-Werstatt:Motorverschmutzung,Ich fahre zu kurze Strecken und nicht "stramm" genug.Kann das sein oder veräppeln die mich.Könnte es nicht doch mit dem Kettenrad zu tun haben?Auch bei dem Kilometerstand?Wann das Auto produziert wurde und das Werk verlassen hat konnte ich nicht herausfinden.

Gruss aus Luxemburg

Luxosud


16.12.2015 17:08    |    GT-Liebhaber

Das Auto ist zu neu und ich meine der CGI=Direkteinspritzer eh nicht betroffen.

 

Der Freundliche kann schon recht haben. Versiffen ist ein Problem der Direkteinspritzer bei Kurzstreckenverkehr, egal ob Diesel oder in deinem Fall Benziner c


16.12.2015 18:42    |    burky350

Das beschriebe Problem betrifft die Motoren M272 und in etwas anderer Form die M273. Das gilt nicht für den M276!


21.12.2015 11:22    |    Trackback

Kommentiert auf: Allgemeine Kaufberatung:

 

Kaufberatung E350 w211 Schwachstellen?

 

[...] gibt es hier auf MT einen hervorragenden Blog von @burky350, welcher wirklich alle Aspekte beleuchtet.

http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html

Als Ergänzung noch von mir die folgenden Punkte zum 211:

- Rost ist ein Thema, wenngleich weitaus weniger [...]

 

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26.12.2015 22:24    |    Trackback

Kommentiert auf: Allgemeine Kaufberatung:

 

Großer Kombi - Zuverlässig&Komfortabel für € 10k - Youngtimer od 2007/08er? Volvo, Mercedes, VW-Pas

 

[...] durch Überhitzung (bedingt durch die Einbaulage zwischen den Zylinderbänken)

- defekte Ausgleichswellenräder beim 230, 350 und 500 E, dazu gibt es hier auch einen Blog: http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html (leider richtig teuer)

- defekte [...]

 

Artikel lesen ...


12.01.2016 12:14    |    Achsmanschette13596

@Mike1503

Was wurde aus der Verhandlung gegen MB bezüglich der womöglich notwendigen Rückrufaktion, die es jedoch nie gab?

Leider hat sich bei meinem S203 (BJ 09/2006) jetzt auch das Problem eingestellt und über kurz oder lang muss ich da was machen lassen oder den Wagen verkaufen. Zumindest hat eine MB Werkstatt bei einem ungeplanten Besuch nach Auslesen des Fehlerspeichers festgestellt, dass erste Einträge zur Ausgleichswelle vorhanden sind.

Ich fahre den Wagen seit April 2008, habe aber erst jetzt diesen Fehler.


24.01.2016 17:45    |    Federspanner25559

Es geht noch weiter. Jetzt ist ein Gutachter gefragt. DB versucht den Fehler auf evtl. Öl zu schieben, dass nicht die Freigaben von DB hat. Ich find, dass das ein recht erbärmliches Verhalten ist.


25.01.2016 10:27    |    Achsmanschette13596

Danke für Deine Antwort.

 

Das heißt, die Verhandlung im September führte dazu, dass ein Gutachter eingeschaltet wird, der nun irgendwas mit dem Öl prüfen soll?

Wann soll es dazu neue Informationen geben, das ganze liegt ja nun schon wieder einige Monate zurück?


25.01.2016 12:10    |    burky350

MB dürfte sehrwohl wissen, dass das Problem mit dem abnutzen des Kettenrades auch dann passiert, wenn ausschließlich ein von MB freigegebenes Motoröl verwendet und auch die Wechselintervalle des Öls immer eingehalten wurden.

 

Unser S203 ist ja durchgehend MB-Scheckheftgepflegt und es wurde ausschließlich nur freigegebenes Motoröl verwendet und nachweislich wurden auch die Wechselintervalle eingehalten. Das Kettenrad war dennoch zwei mal verschlissen. Es kann also nicht am Öl liegen.

 

MB versucht möglicherweise den Rechtsstreit mit dieser Taktik nur künstlich in die Länge zu ziehen und wenn erforderlich auch über mehrere Instanzen, bis der Kunde klein beigibt und die Sache auf sich beruhen lässt.

 

Denn ein Urteil zu Gunsten das Klägers dürfte auf künftige (vieleicht auch rückwirkende) Reklamationsfälle dieses Bauteils möglicherweise entsprechenden Einfluss haben, und das wird MB mit allen Mittel versuchen zu verhindern.

 

Selbst wenn MB mit der derzeitigen Argumentation nicht durchkommt, dann könnte es möglich sein, dass man diesen Fall versucht zu individualisieren und einen Vergleich herbeizuführen, so dass das letztendliche Urteil nur auf diesen aktuellen Rechtsstreit anwendbar ist und dann nicht auch auf alle anderen 468.992 Fahrzeuge mit dem gleichen Problem 1:1 übertragbar ist.


25.01.2016 12:44    |    Achsmanschette13596

Das befürchte ich auch. MB wird alles daran setzen, keine Folgekosten zu verursachen und damit den Schaden von sich zu weisen.

Problem ist, mein Auto ist inzwischen im 10. Lebensjahr angekommen und somit grundsätzlich nicht mehr allzuviel wert. Ich mag den Wagen, will damit aktuell auch wieder zum TÜV, muss an der Hinterachse was machen lassen (wohl Stoßdämpfer) und investiere damit sowieso Geld.

Nun aber stets der Hintergedanke an eine mögliche Reparatur die 3000-5000 Euro kosten soll, ist alles andere als schön. Irgendwie will ich nicht soviel Geld in den Wagen investieren, wo er doch schon so alt ist. Da ist ein neues Auto interessanter. Es sei denn, MB muss doch irgendwie etwas von dem Schaden übernehmen, egal ob im Wartungsheft stets ein Stempel einer MB Werkstatt vorhanden ist, oder auch Stempel anderer Werkstätten (die keineswegs schlechter arbeiten), aber regelmäßig gestempelt ist.


25.01.2016 15:20    |    burky350

Eine Kulanzentscheidung geschieht bei MB i.d.R. Einzelfallbezogen in Abhängigkeit von Laufleistung, Alter, Scheckheft, ... Die genauen Entscheidungskriterien sind mir nicht bekannt. Wenn das Scheckheft für Deinen Wagen nicht durchgehend von MB abgestempelt ist, wird das vermutlich eine Kostenbeteiligung seitens MB an so einer Reparatur aktuell nahezu ausschließen.

 

Wenn der Fehler bereits vorliegt, empfiehlt es sich zumeindest über eine MB-Werkstatt einen Kulanzantrag zu stellen. Nach der Rückmeldung kannst Du immer noch entscheiden, ob Du weiter in den Wagen investierst, oder nicht.

 

Auf das Urteil des Rechtsstreits wirst Du wohl nicht warten brauchen. Das wird sich so lange hinziehen, bis Dein Kettenrad so rundgeschliffen ist, bis nichts mehr geht.


28.01.2016 17:04    |    Kurvenräuber44605

Hey Leute

Ich bin neu hier und habe hier mal die Kommentare gelesen da ich auch von dem Problem betroffen bin.ich hatte mir Frühjahr 2011 einen Cls 350 bei einem großen Mercedes Händler erworben mit 74.000 km Laufleistung.ich dachte mir damals dass so ein 6 Zylinder von einem Namenhaften Herstellers bestimmt ewig ohne Probleme laufen wird.selbst arbeite ich bei Daimler im nutzfahrzeugbereich.ein Mitarbeiter von dem Händler wo ich meinen wagen erworben habe, hatte einen 350er clk und ihm ist der Motor kaputt gegangen und hat nichts ersetzt bekommen.er hatte mir das Auto aber nicht verkauft und mich dann gewarnt.da ich weiß wie hier gearbeitet wird wundern mich solche Probleme nicht da muss ich ehrlich sein.momentan steht mein Auto still da mir zum zweiten Mal die motorkontrollleuchte angegangen ist.kurz vorher war sie mal an und aus.ich habe im nachinein erfahren dass es sich wohl um Späne auf dem Sensor der nockenwellenverstellung gehandelt habe.während der Laufzeit meiner meisterschule hatte uns der Dozent in dem Fach Fertigungstechnik ohne dass ihm was zugetragen wurde darüber berichtet.sinter Metall wäre lediglich metallpulver dass unter hohem Druck in Verbindung von Strom erhitzt und somit seine Festigkeit erhält.aber bei einem günstigen Lieferanten war wohl die stromrechnung zu hoch und er muss wohl an dem Prozess gespart haben denn das ganze kettenrad war eine einfache Sparmaßnahme.zuvor wurde das kettenrad aus einem Teil gefräst und es gab keine Probleme.der freund des Dozenten hatte dann auch einen Motorschaden und nichts erstattet bekommen.da der Dozent aber in deutschen Unternehmen häufig unterwegs war kannte er Ingenieure direkt von der Entwicklung aus Stuttgart und hat sich ein schreiben dort anfertigen lassen in dem stand dass es ein herstellerfehler war und zack wurde alles kostenlos gewechselt.in Deutschland ist es ja leider so dass man als Kunde dem Verkäufer die schuld nachweisen muss aber das ist gegen solch ein Unternehmen meist schwierig bis garnicht möglich.ich bin dann auch mal zu meinem Verkäufer in die werkstatt und habe ihm von dem Problem erzählt aber er sagte dass er nichts davon weiß und es sich bei mir wohl um einen Einzelfall handle.dann habe ich ihm ein paar Hintergrund Details aufgetischt und auf einmal wusste er als werkstattleitung und werkstattmeister dass dort mindestens 10 Autos mit diesem Problem schon repariert wurden und es 8000-9000 Euro kostet.ich musste dann fragen ob er mich gerade veräppeln will denn das sind die Autos meist gerade noch wert.dann handelt er mit dem Preis einfach weil Mercedes ja so gnädig wäre und Kulanz gibt auf 2500 Euro herunter was meiner Meinung nach viel zu viel ist.ein hersteller der sparen will an Qualität mit dem Werbespruch das beste oder nichts sollte sich Gedanken machen ob diese marktstrategie auch nach diesen absatzrekorden von 2015 weiterhin zielführend sein kann.das Thema vom kettenrad wurde leider noch nie so richtig publik.ich bin mir auch am überlegen wie ich weiter dagegen vorgehen kann und werde.


28.01.2016 18:00    |    Spannungsprüfer45561

Du hast kein Kettenradproblem, dafür viele Andere,!!


28.01.2016 18:17    |    Kurvenräuber44605

Doch meiner ist Baujahr 05/2005.ich finde es nämlich zusätzlich eine Frechheit dass ich beim Kauf nicht explizit darauf hingewiesen worden bin da es ein Mercedes Händler war


28.01.2016 19:38    |    Spannungsprüfer45561

Hat deine Mutter dich darauf hingewiesen , dass das Christkind nicht echt ist?

Als Absolvent der Meisterschule soltest du schon wissen , dass es keine einzige Firma gibt die Ihre Kunden auf die Möglichen Probleme ihrer Produkte hinweist.


28.01.2016 19:50    |    Kurvenräuber44605

Nein es war deine ;) .Um beim Thema zu bleiben hatte mir der Verkäufer damals 2 oder 3 andere Schwachstellen bzw. Kinderkrankheiten aufgelistet die in Erscheinung treten können und ich mir mit damals 21 Jahren das überlegen sollte.darunter fiel das Thema bezüglich airmatic und der elektrischen Nockenwellenverstellung die gerne kaputt gehen kann aber sorry dass ich damals noch nicht die Erfahrung oder wissen hatte und an das Gute glaubte.


28.01.2016 23:17    |    Trackback

Kommentiert auf: Allgemeine Kaufberatung:

 

Kaufberatung MB CLS oder eine Alternative?

 

[...] Fahrzeug ohne suchen. Beim Motor wurde bereits auf die Kettenradproblematik hingewisen, Infos siehe hier:

http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html

Daher besser nach einem 350 CGI suchen, mit der 7-G Automatik eine gute Kombi. Alternativ einen 320 [...]

 

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29.01.2016 09:11    |    GT-Liebhaber

Na dann hat er dir doch darüber erzählt. Das Kind ist in den Brunnen gefallen und Schuldzuweisungen helfen dir eh nicht mehr.

 

Und mal ehrlich, wenn du interner bist, bist du selbst schuld wenn du dich vorher nicht ordentlich informierst. Habt Ihr keinen PKW-Betrieb bei euch.?


29.01.2016 11:15    |    burky350

@ ChrisK89

 

Es ist richtig, dass ein Verkäufer bekannte Mängel an einem Fahrzeug nicht vorsätzlich verschweigen darf. Wenn die MKL beim Fahrzeugkauf nicht an war, dann wird zu dem Zeitpunkt vermutlich auch noch kein offensichtliches Problem mit dem Kettenrad vorgelegen haben. Kein Verkäufer wird mögliche Fehlerquellen und Schwachpunkte an einem Fahrzeug offenlegen, sonst verkauft er ja nichts mehr!

 

MB kennt das Problem seit langem und entsprechene Einträge sollten schon vor Deinem Kauf im XENTRY hinterlegt gewesen sein. Da ich kein Interner bin kenne ich nur den Xentry Eintrag vom 23.06.2010 und das ist schon die "4. Version" des Dokuments. Das Technical Star Bulletin ist zudem schon viel älter (glaube aus 2008). Es gibt auch schon diverse Meldungen in Foren zu diesem Problem vor 2011 und somit auch bevor das Thema durch Autobild im August 2011 erst richtig publik wurde. Man hätte also durchaus vor dem Kauf des Fahrzeugs von dem Problem erfahren können.

 

Ich kann Deine Verärgerung aber durchaus verstehen, zumal ich persönlich das als klassischen Materialfehler einschätzen würde, der seitens MB in vielen Fällen nicht Kundenorientiert behoben wird, sondern man das Teil dort als "Verschleißteil" bezeichnet. Damit macht sich der Hersteller keine Freunde. Aber solange die Absatzzahlen stimmen, kann man ja zukünftig locker auf 468.993 verärgerte Kunden verzichten.

 

MB geht es jetzt nur noch um finanzielle Schadenbegrenzung auf deren Seite, in dem man die Kunden für die Reparatur zahlen lässt oder die Kulanzbeteiligung im minimalen Rahmen hält.


04.02.2016 14:41    |    Trackback

Kommentiert auf: Mercedes S-Klasse & CL:

 

Motornummer kettenrad!

 

[...] Guckst du:

http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html

[...]

 

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27.02.2016 14:23    |    Trackback

Kommentiert auf: Mercedes E-Klasse W211:

 

MB W211 welcher Motor ist robust

 

[...] http://www.motor-talk.de/.../...-ausgleichswelle-im-m272-t5212756.html

 

unter dem link findest du alles über Kettenradproblem.

hab meins reparieren lassen, kosten 4600 €, [...]

 

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07.03.2016 22:39    |    Duftbaumdeuter25741

Teil meiner Frage ist, ich habe ein W212 Mercedes 350 cgi mit einem Motornummer werden 27298331433714 werden Probleme ein Motor und Getriebe


08.03.2016 21:39    |    burky350

Du meinst den M272 "CGI" mit 292 PS. Die sind von der hier beschriebenen Kettenradproblematik NICHT betroffen. Diese Motoren haben bereits die "31" im Mittelteil der Motornummer. Somit ist der genannte der 1.433.714 M272 Motor. Das Problem besteht nur für die ersten 468.993 Motoren.


09.03.2016 19:43    |    S4_Pepe

Hallo,

habe zu dem Thema auch noch eine Anmerkung, was MB nicht gerade in ein gutes Licht rückt:

 

Mein SLK 350 (Bj 2004) hatte folgende Motornummer 272963-30-024951.

Dieser Motor hatte jetzt kein direktes Problem mit dem Kettenrad, aber einen unzulässig hohen Ölverbrauch (0,9L/1000 km), so dass er am 27.04.2009 getauscht wurde (Kostentragung: 50% durch MB und 50% durch meine Garantieverlängerung).

 

Was wurde mir am 27.04.2009 eingebaut, obwohl das Kettenradproblem bei MB bekannt war:

Ein Motor mit der Nummer 272963-30-267822 !!!

Habe heute von meiner MB-Werkstatt erfahren, dass hier wohl von Werksseite vor dem Einbau in meinen SLK nichts getauscht wurde.

 

Mir scheint, da ist/war Vorsatz im Spiel.

Habe zwar noch kein technisches Problem mit dem Motor (der hat jetzt 85.000 km runter) aber ein Problem mit dem Verkauf, der gerade ansteht.

 

Habe auch noch eine Anfrage bei MB direkt laufen...bin gespannt auf die Antwort.

 

Gruß,

Peter


09.03.2016 20:02    |    GT-Liebhaber

Du bekommst als Tauschmotor in der Regel ein wiederaufbereitetes Aggregat mit dem neuesten Bauzustand ab Werk. Deswegen würde ich das nicht zwingend an der Motornummer festmachen wollen.


09.03.2016 21:44    |    S4_Pepe

Meine MB-Werkstatt hat mir damals mitgeteilt, dass das kein aufbereiteter Gebrauchtmotor (also der klassische ATM) ist, sondern ein Neumotor sei.


09.03.2016 22:05    |    burky350

Nach den Erfahrungen die wir bisher machen mussten, interessiert das MB kein Stück. Wenn das Kettenrad runter ist, dann gibt es max. noch 50% Kulanz auf die Reparatur. Für MB ist das Kettenrad ein normales Verschleißteil und die werden sich aller Voraussicht nach auf keine andere Diskussion einlassen. Klingt übel, ist aber leider so.


Deine Antwort auf "Das Problem mit dem Kettenrad der Ausgleichswelle im M272"

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