Berlins ungewöhnlichste Taxis: Tesla Model S (2014)

Tesla Model S 002
Von Haiko Prengel
Berlin – Alte Autos ist Martin Doll niemals gefahren. Der Berliner Taxiunternehmer gönnte sich stets schicke Neuwagen oder zumindest junge Gebrauchte. Trotzdem fühlt sich die Verbrenner-Vergangenheit für ihn wie Steinzeit an. Seit gut einem Jahr ist Doll Tesla-Fahrer und er ist noch immer begeistert von dem Elektroauto aus Amerika. „Einen besseren Arbeitsplatz gibt es nicht“, schwärmt Doll.
Wir treffen uns an einem kalten Wintermorgen. In seiner Limousine ist es mollig warm. „Ist es so angenehm?“, fragt Doll und demonstriert auf dem riesigen 17-Zoll-Touchscreen, wie er die Ledersitze - auch die im Fond - einzeln beheizen kann. Den mehr als 400 PS starken Elektromotor muss man nicht warmfahren. Für ein Taxi eine irrwitzige PS-Zahl. Doll tritt zur Demonstration aufs Gaspedal und ich werde in den Sitz gedrückt. Rennsport-Feeling in einer Droschke, was für eine Beschleunigung! „Mit Porsche oder Ferrari braucht da keiner kommen“, schwärmt Doll. „Die kannste stehen lassen.“
Nun muss man wissen, dass Martin Doll den klassischen Verbrenner liebte. Seit mehr als 20 Jahren fährt der gebürtige Karlsruher in der Hauptstadt Taxi. Für ihn und seine Kollegen stand der konservative Dieselantrieb eigentlich nie zur Diskussion. Sein erstes Taxi war Anfang der 1990er-Jahre ein Mercedes der Baureihe W124, die Limousine fuhr er 500.000 Kilometer. Danach blieb er Daimler treu, und dem Selbstzünder. „Ich habe nur Diesel gefahren. Als Taxifahrer haben wir das damals gar nicht hinterfragt.“

Prius statt OM651


Erst vor ein, zwei Jahren kam der Diesel in Verruf, und Martin Doll begann zu überlegen. Anlass war sein geliebtes 211er Mercedes T-Modell, die letzte Mercedes E-Klasse, die der 55-Jährige fuhr. Acht Jahre war der Wagen inzwischen alt und hatte 350.000 Kilometer auf der Uhr. Doch vom Nachfolgemodell 212 riet ihm seine Werkstatt ab. Steuerketten-Probleme beim Dieselaggregat OM651 führten häufig zu Motorschäden, der Grund seien gebrochene Plastikteile gewesen, so Doll. So lugte der Taxifahrer zum ersten Mal in seiner Karriere zur Konkurrenz - und landete beim Toyota Prius.
„Mich hat immer geärgert, dass Mercedes nie einen Hybrid im Programm hatte“, klagt Martin Doll. Den Taxifahrern habe Daimler jahrelang die Einführung eines Hybrids versprochen, aber gekommen sei er nie. Toyota habe den Prius indes seit 20 Jahren im Programm und damit bewiesen, dass der Wagen zuverlässig sei. Außerdem rechne sich der geringere Verbrauch für Vielfahrer im Taxigewerbe. Also fuhr er den Toyota Prius Probe und war überzeugt.
Aber dann kam ein Angebot von Tesla. Deren Elektrolimousine war Doll interessehalber schon 2014 Probe gefahren. An die Premiere kann er sich noch gut erinnern. „Ich bin damals aus dem Auto ausgestiegen und habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich dachte, ich komme aus der Zukunft zurück.“
Das Problem: In der Ausstattung - Dolls Model S ist ein leistungsgesteigerter P85+ mit diversen Extras - kostet der Wagen an die 100.000 Euro. Zu viel Geld für einen Taxifahrer, aber Martin Doll hatte das Glück, an einen spendablen Mäzen zu geraten: an Jochen Wermuth.

Wahlkampf-Taxi auf Leihbasis


Der Finanzmanager verdiente als Banker Millionen, heute investiert er sein Vermögen in Öko-Firmen. Der Tesla, den heute Martin Doll als Taxi nutzt, sollte eigentlich den Berliner Grünen beim Wahlkampf helfen. Davon zeugt noch die Reklame an den Fahrzeugseiten. Doch dann fand Wermuth keinen Taxifahrer, der den Wagen werbewirksam kutschieren wollte. Bis Martin Doll davon hörte. Nun fährt er auf Leihbasis das taxifolierte Wahlkampf-Auto, auch wenn die Wahl längst vorbei ist. Der Kampf für mehr Elektroautos auf den Straßen geht weiter.
Heute nennt sich Doll „Botschafter der eMobilität“, denn er ist längst von den Vorzügen des Elektroantriebs überzeugt. Und vom Autohersteller Tesla. Verspielt wie am ersten Tag wischt der 55-Jährige auf dem riesigen Touchscreen herum, der „Kommandozentrale“ für die meisten Fahrzeugfunktionen. Navigieren lässt sich die Limousine via Echtzeitkarte, darüber hinaus werden live alle verfügbaren Ladesäulen angezeigt, die Tesla zum Re-Charging seiner Fahrzeuge aufgestellt hat.
„Die Zahl wächst stündlich“, sagt Martin Doll. Bereits jetzt könne man in Europa bequem vom Nordkap bis nach Gibraltar beziehungsweise von Holland nach Griechenland reisen. Den Strom, der komplett aus regenarativen Energien stammen soll, bekommen Tesla-Fahrer umsonst. Allerdings gilt das nur für bis Anfang 2017 bestellte Fahrzeuge. Bei Neufahrzeugen geben die Supercharger nur noch eine Art Startguthaben kostenlos ab, die darüber hinaus gehende Nutzung wird berechnet.

Keine Perspektive für Elektro-Taxis?


Immerhin leisten die Supercharger 120 kW. Zum Vergleich: Die „Schnellladestationen“, die die Bundesregierung flächendeckend aufstellen will, kommen auf vergleichsweise spärliche 22 kW.
Überhaupt lässt Taxifahrer Martin Doll an der Bundesregierung und den deutschen Autoherstellern kein gutes Haar. Dass die hiesige Industrie den Elektrotrend „verschlafen“ habe, dieser Mythos sei ein Witz, meint der Berliner. Die deutschen Topmanager mit ihren millionenschweren Jahreseinkommen wüssten sehr wohl, was am Markt gehe. Doch aus Profitgier werde weiterhin an der veralteten Verbrenner-Technologie festgehalten.
Und die Taxifahrer? Könnten nicht mehr von ihnen auf Elektroantrieb umsteigen? Bei wachsender Lade-Infrastruktur wäre das Potenzial enorm, allein in Berlin gibt es 8.000 Taxis. Den Fahrern winke eine beträchtliche Kostenersparnis, meint Martin Doll: Kein Ölwechsel, kaum Bremsenverschleiß sowie eine Spritersparnis von jährlich mehreren tausend Euro.
Trotzdem ist der Tesla-Fahrer skeptisch. „Die Taxi-Branche ist konservativ bis in die Haarspitzen.“ Hinzu kommt: Als Doll sein Tesla-Taxi Mitte 2016 beim Berliner Eichamt vorführte, ahnte er nicht, dass dies vorerst das letzte Tesla-Taxi sein würde. Der Grund: Seit Oktober 2016 gilt eine neue Fassung des deutschen Eichgesetzes. Und die sieht eine nachträgliche Umrüstung zum Taxi nicht mehr vor. Die Autos müssen als Taxi vom Hersteller kommen - was Tesla momentan nicht anbietet, anders als Mercedes, VW oder Toyota. Mit der neuen Fassung des Eichgesetzes wollte der Gesetzgeber Manipulationen, etwa des Taxameters, verhindern.
Auf den selbst ernannten Botschafter der Elektromobilität kommt also noch eine Menge Überzeugungsarbeit zu. Aber Doll leistet sie gerne: „Früher dachte ich, ich hätte Diesel im Blut.“ Heute fließe Strom durch seine Adern.

Technische Daten: Tesla Model S P85+ (2014)


  • Motor: Elektromotor
  • Leistung: 421 PS (310 kW)
  • Antriebsart: Heckantrieb
  • 0-100 km/h: 4,2 s
  • Drehmoment: 600 Newtonmeter
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • Reichweite: ca. 400 Kilometer
  • Leergewicht: 2.100 kg
  • Länge: 4,979 m
  • Breite: 1,964 m
  • Höhe: 1,445 m
  • Radstand: 2960, m

*****
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272 Antworten

Zitat:

@KaJu74 schrieb am 12. Februar 2018 um 20:23:20 Uhr:



Zitat:

@Lexwalker schrieb am 12. Februar 2018 um 20:08:40 Uhr:


Es nutzt einfach nichts, wenn man BEVs übertrieben schön rechnet.
Da es hier zu weit gehen würde, nenne ich mal ein paar Stichworte:
- Weg von Kohle, Gas und Atom, hin zu 100% EE.
- Bei 100% EE = 0,xxgCO2
- Bei 100% EE Wirkungsrad und Ladeverluste = egal
- SecoundLife des Akkus
- Recycling des Akkus

0,xx CO2 denk mal darüber nach Ohne CO2 wäre das Leben auf der Erde unmöglich, würde es in der Atmosphäre fehlen, dann wäre es bitterkalt. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Erde. Einen Teil der Wärme gibt der Boden wieder an die Atmosphäre ab.

Bist du es "Cem"?

Oh weh wie kann man nur ein Tesla Kaufen ...
die machen doch nur schulden, zuletzt 700 Millionen 2017 ...
Tesla geht bestimmt dieses Jahr den Bach hinunter ...
wenn du einen Tesla Fährst, und die gehen in Konkurs dann hast du garkeinen Strom mehr ...
wie weit fährst du mit einer Akku Füllung ? 100 150 Km ???
du must aber viel Geld für Strom bezahlen, ein Diesel währe bedeutend Billiger ...
alles Quatsch !
ich hatte einen Tesla (Modell S) der ersten Generation ... 60 Akku (damals den kleinsten)
ja die Sitze waren nicht sehr gut, die Verarbeitung für ein US Modell entsprechend ...
jetzt haben wir nach 200.000 Km den Tesla Verkauft und gegen das Modell X P100D ausgetauscht.
die Akkus waren noch voll Funktionsfähig ! (über 90%)
ja Tesla macht Schulden ! hat dafür ein Sportwagen entwickelt, dazu 2 LKW Modelle
auch VW / Mercedes / BMW wollen E Fahrzeuge entwickeln Kosten über 1 Milliarde Euro ! gehen jetzt bei den Deutschen Autobauern die Lichter aus ? weil sie nicht Millionen in Entwicklung stecken sondern Milliarden ???
so gesehen sind die 700 Millionen Dollar ja Peanuts weil ja 1 Sportwagen und 2 LKW Modelle entwickelt wurden.
Ja der Kaufpreis ist schon Teuer aber mein Strom an den SC ist für mich noch immer Kostenlos !
(eine Empfehlung von einem Tesla Fahrer ist dann aber Voraussetzung !)
Kaufe ich ein Fahrzeug der Europäischen Marken die halbwegs Vergleichbar sind, bekomme ich den Kraftstoff Kostenlos an BAB Tankstellen ?
Bei uns im umkreis sind diverse Strom Tankstellen die nicht von Tesla gesponsert werden vorhanden diejenigen wo ich kenne sind noch Kostenlos dafür aber Maximal 60 kWh gedrosselt ... (SC um die 120 kWh) aber ich kenne auch welche die nur 20 kWh bieten können, man muss eben wissen wo welche aufgebaut sind (Smartphone App hilft ungemein) aber wenn ich in einer Stadt auf Einkaufen gehe habe ich ja Zeit ! zu Hause jedenfalls kann ich Kostenlos Strom Zapfen dank Solarkollektoren und Stromspeicher im Keller.
noch etwas zu den Sitzen im alten Modell waren sie nicht sehr schön anzusehen ... man schwitzte im Sommer schon etwas ... im Neuen Modell jedenfalls sind sie hervorragend !
wenn man viele Km am Tage Fährt läst die Konzentration schon etwas nach, im jetzigen Tesla jedenfalls kann man getrost den "Autopiloten" einschalten man kann dabei sich etwas entspannen (man sollte jedoch auf den Verkehr im Auge behalten !) ach mir fällt was ein, hätte ich fast vergessen, Fahrzeughersteller erfinden immer wieder etwas neues, ein Update gefällig ? bei Tesla kommen sie dank LTE sozusagen Automatisch über Nacht, außerdem kann man Kostenlos Musik hören, hat immer aktuelles Kartenmaterial kann Kostenlos die Tesla Service Kontaktieren (Freisprechen möglich aber nur mit eigenem Smartphone für andere Gespräche)
dann noch was, wurde zuletzt zugeparkt ! konnte auf der Beifahrerseite nicht ein / Austeigen wegen der Wand also habe ich das Auto so gestellt das die Fahrerseite nicht zur Wand stand. Da hatte doch so ein Intelligenz Bestie sich so daneben Gestellt das ein Einsteigen unmöglich ist (an für sich kann das schon mal passieren) aber dieser hatte mir einen Zettel unter den Wischer geklemmt worauf geschrieben stand

Zitat:

"Elektro Karren Fahren, du Blödmann jetzt kannst du sehen wie du in deiner Elektrokiste hineinkommst ich jedenfalls komme kurz vor ende der Öffnungszeit zurück. Viel Spass bis dahin"

jedenfalls hat er keinerlei Ahnung !

ich habe mein Handy in die Hand genommen und damit problemlos ausgeparkt

habe auch ihm einen Zettel unter die Wischer geklemmt "Danke für das zuparken"

ich hätte gerne sein Gesicht gesehen ...

jedenfalls ich bedauere nicht so ein Fahrzeug gekauft zu haben !

Fahrzeug kann Autonom Fahren (Deutsche Gesetze verbieten dies jedoch noch) deswegen Teilautonomie

Fahrzeug kann Automatisch abstand halten

Fahrzeug hat Quasi Standheizung und Standklimaanlage

Fahrzeug hat Internetradio Europaweit (Kostenlos)

Fahrzeug bekommt an SC Kostenlosen Strom ~120 kWh

Fahrzeug (Gattung) kann an manchen Orten Busspuren benutzen

Fahrzeug (Gattung) kann an vielen Parkplätzen Kostenlos Parken (aber auch an diversen Parkhäusern)

Fahrzeug hat eine riesige Frontscheibe (WOW bei allen die bisher mitgefahren sind)

Fahrzeug öffnet Automatisch die Fahrertüre sobalt man in die nähe kommt (praktisch wenn Hände voll)

ach wisst ihr was Fahrt doch mal beim nächsten Tesla Laden und macht doch mal Probesitzen spätestens wenn das Modell 3 auf dem Markt kommt werdet ihr doch die Vorzüge eines Tesla finden !

Bis Deutsche / Europäische Automobilfabriken endlich E Fahrzeug Bauen hat Tesla den Markt erobert ! zumal ja Tesla ausser an SC Weltweit geladen werden kann aber kein anderes Fabrikat ! und bis diese Ladesäulen erichtet haben ... will ja nicht Hetzen aber siehe Flughafen Berlin (BER) ...

übrigens Tesla Verkauft auch seine alt Akkus ... sie haben ein 2. Leben im Haus als Stromspeicher ! und dies noch sehr viele Jahre

Warum die Vision 100% EE existiert? Weil es theoretisch möglich ist.
Trennt Euch doch mal von dem Gedanken "im Moment ist es aber so und so"
Würde man der Argumentation folgen, wäre z.B. auch nie ein Eisenbahnnetz entstanden. "Geht nicht, weil wir haben ja nirgends Schienen"

Nur weil unser deutscher Strommix momentan beschissen ist, was den CO2 Ausstoß pro kWh angeht, heißt das nicht grundsätzlich, dass ein mit Strom betriebenes Auto eine schlechte Idee ist. Der Strommix in der Schweiz steht da um über den Faktor 10 besser da.
Und selbst der Fall eines modernen Ölkraftwerkes wäre besser, als das was wir jetzt machen. Würde man den Kraftstoff - anstatt ihn in die Tanks zu kippen - in einem modernen Öl-Kraftwerk verheizen und daraus Strom für Fahrzeuge machen, käme man pro Liter Kraftstoff 2,5 mal so weit und würde nur einen Bruchteil der Schadstoffe erzeugen. Inklusive Ladeverluste.
Mit der Energie, die verbraucht wurde um einen Liter Kraftstoff überhaupt in den Tank zu bekommen ist ein anständig motorisiertes E-Auto schon etwa 6km gefahren.
Die Glühbirne ist auch keine technisch extrem weiterentwickelte Kerze. Und die LED kein weiterentwickelter Glühfaden.
In der Schweiz z.B. geht man offiziell davon aus, dass ein E-Auto in seinem gesamten Lebenszyklus nichtmal die Hälfte an CO2 erzeugt wie ein Verbrenner.
Und wenn man mal bei nahe 100% EE angelangt ist, spielen Wirkungsgradverluste auch kaum nioch ne Rolle. Ich muß nur genug saubere Energie erzeugen, um mit dieser Energie die Vorrausetzungen für die Erzeugung weiterer sauberer Energie zu schaffen usw usw.
Wie zu Anfang gesagt. Theorie. Aber möglich.

Zitat:

@BMW_Dr schrieb am 12. Februar 2018 um 20:56:49 Uhr:


ich hatte einen Tesla (Modell S) der ersten Generation ... 60 Akku (damals den kleinsten)

Schön zusammen gefasst.

Zitat:

@sr-kamera schrieb am 12. Februar 2018 um 21:11:45 Uhr:


Warum die Vision 100% EE existiert? Weil es theoretisch möglich ist.
Trennt Euch doch mal von dem Gedanken "im Moment ist es aber so und so"
...
Wie zu Anfang gesagt. Theorie. Aber möglich.

DANKE.

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Zitat:

@S@ndro schrieb am 12. Februar 2018 um 20:47:32 Uhr:


0,xx CO2 denk mal darüber nach Ohne CO2 wäre das Leben auf der Erde unmöglich, würde es in der Atmosphäre fehlen, dann wäre es bitterkalt. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Erde. Einen Teil der Wärme gibt der Boden wieder an die Atmosphäre ab.
Bist du es "Cem"?

Ich hoffe das war sarastisch gemeint. Oder?

Was atmest du denn aus?

Warum schreiben alle Tesla Jünger eigentlich ihre Beiträge alle mit Wut liest sich jedenfalls so .

Also hier beim Anbieter CleverShuttle fahren auch Nissan Leaf als Taxi rum. Von wegen Eichordnung.

Überhaupt fährt hier alles mögliche auch als Taxi rum, vom VW Up, Brilliance BS6, querbeet.

Zitat:

Die „Schnellladestationen“, die die Bundesregierung flächendeckend aufstellen will, kommen auf vergleichsweise spärliche 22 kW.

Das ist falsch. Alles bis 22 kW ist nach Definition der Förderung eine Normalladestation.

Alles über 22 kW (also verbreitet 50 kW CCS) war in der ersten Runde eine Schnellladestation.

Dann in der zweiten Förderrunde Ende 2017 mussten Schnellladestationen schon 150 kW CCS haben.

Und die Bundesregierung stellt selbst gar nix auf. Sondern sie macht Ausschreibungen in Runden, Ladenetzanbieter bewerben sich mit Anträgen, was sie wo bauen wollen, und bekommen dann einen Zuschuss zu den Kosten. Allerdings in Kontingenten pro Region gedeckelt.

Zitat:

@S@ndro schrieb am 12. Februar 2018 um 20:47:32 Uhr:


...
0,xx CO2 denk mal darüber nach Ohne CO2 wäre das Leben auf der Erde unmöglich, würde es in der Atmosphäre fehlen, dann wäre es bitterkalt. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Erde. Einen Teil der Wärme gibt der Boden wieder an die Atmosphäre ab.
Bist du es "Cem"?

Erstens haben wir (derzeit) gerade einmal 0,04 % CO2 in der Atmosphäre und zweitens meint er wohl CO2/km und nein, unsere Erde braucht den anthropogenen CO2-Ausstoß sicherlich nicht. Ging zumindest viele Jahre auch ohne.

Der wichtigste Vorteil wäre wohl die Energieunabhängigkeit, denn auf der Erde wird es niemals Frieden geben.

Vielleicht lässt sich eine nächste Eiszeit verhindern, wenn wir bis dahin überleben, aber eher schlägt man sich vorher den Schädel ein.

Uns hier im Forum kann´s aber sowieso egal sein. Ich weiß auch selbst gar nicht warum wir unbedingt die Welt retten müssen. Die wird ohnehin vergehen, so wie alles. Früher oder später.

Letztlich ist´s egal, auch wenn ich selbst im Bereich regenerativer Energie arbeite, fleißigst Müll trenne und Hybrid fahre. Manchmal könnte man sich schon fragen warum. Vermutlich aus Protest, einen anderen Grund kann´s nicht geben.

Zitat:

@Lexwalker schrieb am 12. Februar 2018 um 20:28:40 Uhr:


Sorry, aber bei Visionen wie 100% EE hat man den Boden jeder seriösen Diskussion verlassen. Ich bin dann mal raus.

Es gibt dutzende Stromanbieter, über die man Ökstrom (und das sogar geprüft, zertifiziert und mit bekannter Herkunft) kaufen kann. Und die liegen, wenn überhaupt, gerade mal 2-3 Cent pro kWh über dem Normalmix von den Stadtwerken. Manche bieten sogar, für 1-2 Cent mehr, einen Fördertarif an. Aktiv am Ausbau der EE mitmachen, statt nörgern, würde vielleicht helfen. 100% EE sind defintiv eine Vision, aber keine unmögliche.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 12. Februar 2018 um 20:15:48 Uhr:


Genau das ist das Problem, warum meine Frau mit ihrem Golf Diesel (10.000 km im Jahr) nicht auf ein E-Auto umsteigen will.

Vielleicht liegts auch einfach daran, dass du und deine Frau nicht rechnen könnt? Bei 10.000km im Jahr ist ein Diesel kompletter Unsinn. Natürlich erscheint ein Elektroauto dann als absolute Utopie, wenn schon ein aus jeder Sicht sinnvollerer Benziner nicht zu euch passt. :D

Zitat:

@Goify schrieb am 12. Februar 2018 um 20:32:33 Uhr:


- Flussbegradigung für Wasserkraft

Bitte mal ein Beispiel, wo bei uns (DE und Nachbarländer) in den letzten 25 Jahren für die Wasserkraft Flusse begradigt wurden.

Zitat:

- Lärm, Vogelschlag und Schatten durch Windkraft


Wegen Lärm (und Schatten?) wurde die 10-H-Abstandsregel geschaffen, die zumindest in Bayern gilt.
Vogelschlag ist das bescheuertste Argument gegen Windkraft, dass du dir aus den Fingern saugen konntest. Das ist einfach ein Mythos, fahr zum nächsten Windrad und überzeug dich selbst.
Ich fahre ganz gern auf ein Plateau, auf dem mehrere Windräder stehen, weil ich dort meinen Hund laufen lassen kann. (man ist dort meist allein und es gibt weit und breit keinen Wald, wo mein Hund zum jagen angestiftet werden könnte)
Gäbs da tote Vögel am Boden, hätte ich meinem Hund schon mehrere aus dem Maul ziehen müssen.

Zitat:

- Abnahme der Biodiversität durch massenhaften Maisanbau (in Zukunft sicherlich nicht mehr gentechnikfrei)


Man könnte den Mais, der für E10-Benzin angebaut wird, in Biogas umwandeln und mittels KWK Strom daraus gewinnen.

Zitat:

@S@ndro schrieb am 12. Februar 2018 um 21:21:09 Uhr:


Warum schreiben alle Tesla Jünger eigentlich ihre Beiträge alle mit Wut liest sich jedenfalls so .

Fand ich jetzt nicht schlimm...

Ist aber in der Tat manchmal nervig wie sich musk hasser hier um Kopf und Kragen argumentieren. Als wenn hier die Hälfte der MTler beim Autokauf zum Händler sagen - der Hersteller muss aber einen ordentlichen Milliarden Gewinn jedes Jahr machen, sonst kaufe ich den nicht... Dann immer dieses Umwelt geseier. Ein elektro Auto ist schlicht billiger, haltbarer und sportlicher als es ein Verbrenner sein kann.

Naja und das sind halt keine neuen Erkenntnisse. Da kann es hier und da schon etwas nerven

;)

.

sr-kamera, wenn man vom jetzt auf die Zukunft schließen würde, hätten wir noch kein Stromnetz. Das ist richtig. Nur gibt es aktuell noch nicht mal eine schlüssige Theorie, woher der Ökostrom kommen soll. Man spürt jetzt schon die negativen Folgen.

Zitat:

@einsdreivier schrieb am 12. Februar 2018 um 21:23:15 Uhr:


Vielleicht lässt sich eine nächste Eiszeit verhindern, wenn wir bis dahin überleben, aber eher schlägt man sich vorher den Schädel ein.

Ja was denn nun, eine Eiszeit verhindern/ beenden oder weniger CO2 ausstoßen, du musst dich schon entscheiden. Aktuell leben wir in einer Eiszeit und offensichtlich scheinen viele Leute wohl sehr zufrieden mit diesem öden und lebensfeindlichen Zeitalter der Erde zu sein.

Zitat:

@einsdreivier schrieb am 12. Februar 2018 um 21:23:15 Uhr:



Zitat:

@S@ndro schrieb am 12. Februar 2018 um 20:47:32 Uhr:


...
0,xx CO2 denk mal darüber nach Ohne CO2 wäre das Leben auf der Erde unmöglich, würde es in der Atmosphäre fehlen, dann wäre es bitterkalt. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Erde. Einen Teil der Wärme gibt der Boden wieder an die Atmosphäre ab.
Bist du es "Cem"?
Erstens haben wir (derzeit) gerade einmal 0,04 % CO2 in der Atmosphäre und zweitens meint er wohl CO2/km und nein, unsere Erde braucht den anthropogenen CO2-Ausstoß sicherlich nicht. Ging zumindest viele Jahre auch ohne.

Dazu sollte man noch wissen, das 96% des jährlichen CO2 Aufkommens natürlichen Ursprungs sind, und nur die restlichen 4% vom Menschen gemacht:

Klick me

Zitat:

Der wichtigste Vorteil wäre wohl die Energieunabhängigkeit, denn auf der Erde wird es niemals Frieden geben.
Vielleicht lässt sich eine nächste Eiszeit verhindern, wenn wir bis dahin überleben, aber eher schlägt man sich vorher den Schädel ein.
Uns hier im Forum kann´s aber sowieso egal sein. Ich weiß auch selbst gar nicht warum wir unbedingt die Welt retten müssen. Die wird ohnehin vergehen, so wie alles. Früher oder später.

In der Tat

:D

Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, welches mehr Ressourcen verbraucht, als es zum Leben benötigt

;)

Zitat:

Letztlich ist´s egal, auch wenn ich selbst im Bereich regenerativer Energie arbeite, fleißigst Müll trenne und Hybrid fahre. Manchmal könnte man sich schon fragen warum. Vermutlich aus Protest, einen anderen Grund kann´s nicht geben.

Hey sei dankbar. Dank der EE hat die Weltwirtschaft einen neuen Markt eröffnet, in dem mittlerweile Millionen von Menschen einen Arbeitsplatz gefunden haben und Unternehmen gute Gewinne einfahren. Umweltschutz ist nicht nur Selbstzweck der Menschheit, sondern vor allem auch ein riesen Geschäft

;)

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Februar 2018 um 21:21:21 Uhr:


Also hier beim Anbieter CleverShuttle fahren auch Nissan Leaf als Taxi rum. Von wegen Eichordnung.
Überhaupt fährt hier alles mögliche auch als Taxi rum, vom VW Up, Brilliance BS6, querbeet.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. Februar 2018 um 21:21:21 Uhr:



Zitat:

Die „Schnellladestationen“, die die Bundesregierung flächendeckend aufstellen will, kommen auf vergleichsweise spärliche 22 kW.


Das ist falsch. Alles bis 22 kW ist nach Definition der Förderung eine Normalladestation.
Alles über 22 kW (also verbreitet 50 kW CCS) war in der ersten Runde eine Schnellladestation.
Dann in der zweiten Förderrunde Ende 2017 mussten Schnellladestationen schon 150 kW CCS haben.
Und die Bundesregierung stellt selbst gar nix auf. Sondern sie macht Ausschreibungen in Runden, Ladenetzanbieter bewerben sich mit Anträgen, was sie wo bauen wollen, und bekommen dann einen Zuschuss zu den Kosten. Allerdings in Kontingenten pro Region gedeckelt.

laut Beschluss unserer Regierung sollen die Stecker CCS verschwinden ... ebenso die Stecker wo Tesla verwendet ( Ich kenn mich mit den Steckern leider nicht so aus)

außerdem will die Regierung das SC von Tesla auch für andere E Fahrzeuge freigeschaltet werden ...

die Strommenge soll 22 kWh nicht übersteigen ...

ausserdem will unsere Regierung Tesla behindern indem sie keine weitere SC mehr Bauen dürfen ...

SC VerordnungPedition Tesla

Asterix würde Sagen die Spinnen ...

unsere Regierung erbaut keine Ladesäulen sondern schreibt Vorschriften die viele Firmen an den Verstand der EU Regierung hinaufbeschwöhrt

Zitat:

@gttom schrieb am 12. Februar 2018 um 21:53:14 Uhr:


...
Dazu sollte man noch wissen, das 96% des jährlichen CO2 Aufkommens natürlichen Ursprungs sind, und nur die restlichen 4% vom Menschen gemacht: Klick me
...

Du merkst schon, dass das Halbwahrheiten sind und das nur Dummenfang ist? Wenn nicht, würde ich mir Gedanken machen.

Toll, dass ich mal so eine Seite sehen durfte, hätte sonst nicht geglaubt, dass tatsächlich solche "Fakten" verbreitet werden und es Leute gibt, die das glauben.

Mag sein, dass die Klimaschützer nur den armen Leuten das Geld aus der Tasche ziehen wollen (wenn man das wirklich glauben mag), aber wenn man mal die Gewinne der Ölindustrie mit denen der Erneuerbaren Energien vergleicht und schaut wo das Geld hinwandert, dann sollte einem doch etwas auffallen.

Aber es gibt wohl tatsächlich Leute, die der Ansicht sind, dass ihr Geld in irgendwelchen Edit: "fernen Ländern" besser aufgehoben ist als in einem europäischen Großprojekt, das Windkraftwerke und Stromübertragungseinrichtungen vor Ort realisiert.

Immerhin käme kein "Machthaber aus fernen Ländern" auf die Idee ihnen ihr Spielzeug zu verbieten.

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