Wieviel Chinese steckt im aktuellen 3er ?
Nachdem ich in meinem neuen 3er in den Scheiben lesen kann, dass der Zulieferer bereits Chinese ist und zwar von FuYao, dachte ich Ups....Soweit sind wir. Aha. Dann habe ich mich gefragt, wieviel China steckt da wohl schon heute drinnen? Bauen tun die Bayuvaren ja den 3er in China auch und die Teile werden mit der Eisenbahn hin und her gefahren. Gleich danach glitt mein Blick aufs Armaturenbrett, welches wie schon beim letzten F billig aussieht. Und dann sind mir die rostigen Scheiben der Bremse eingefallen, der klappernde Türpin am Alten F. .....
Hat jemand von Euch noch was entdeckt was die Jungs in Fernost bauen?
Beste Antwort im Thema
Es kommt nicht darauf wer es zusammenbaut, sondern welche Qualität beauftragt wird und welche Materialien sowie welche Güte dafür bereit gestellt werden.
Da ist BMW der Schuldige.
Apple kanns ja schliesslich auch. Zum größten Teil zumindest. 😉
63 Antworten
Zitat:
@Vega-Driver schrieb am 15. Juni 2016 um 18:47:38 Uhr:
Will man in China was verkaufen, ist die Bedingung, dort auch was zu produzieren, chinesische Politik.
Im Falle BMW eben das Joint-Venture mit Brilliance.
Die dort produzierten 3er sind aber ausschließlich für den asiatischen Markt, die kommen nicht zu uns.Die Produktionsstandorte für "unseren" 3er sind:
München: 3er Limo und Touring
Regensburg: 3er Limo
Dingolfing: 3er GTUnd Bajuwaren wäre die richtige Schreibweise für mein Volk, ansonsten, schön, dass du es aus den 50iger Jahren zu uns ins 21. Jahrhundert geschafft hast, ein herzliches Willkommen in der globalisierten Welt! 😉
(Wo Kinder in Bangladesch unsere teure Markenkleidung produzieren 🙁)
Edit:
Hier sind die Zulieferer aufgelistet:http://www.autonews.com/.../...lps-bmw-3-series-earn-top-safety-rating
"Produktionsstandorte" sind heute doch nichts weiter als "Zusammenschraub-Buden" Das Zeugs kommt von überall her... oder wie sagst du so schön: "Willkommen in der globalisierten Welt!" ;-)
Zitat:
@Vega-Driver schrieb am 15. Juni 2016 um 18:47:38 Uhr:
Will man in China was verkaufen, ist die Bedingung, dort auch was zu produzieren, chinesische Politik.
Das ist nicht chinesische Politik, sondern ganz normaler internationaler Handel.
Ausserhalb von Freihandelszonen werden Einfuhrzölle erhoben, das macht Deutschland genauso wie China.
Ausserdem macht es einfach Sinn die Autos dort zu produzieren wo der Markt, ist, z.b. der 7er BMW in China und die SUVs in den USA.
Zitat:
@dieselschwabe schrieb am 16. Juni 2016 um 10:12:12 Uhr:
Zitat:
@Vega-Driver schrieb am 15. Juni 2016 um 18:47:38 Uhr:
Will man in China was verkaufen, ist die Bedingung, dort auch was zu produzieren, chinesische Politik.Das ist nicht chinesische Politik, sondern ganz normaler internationaler Handel.
Ausserhalb von Freihandelszonen werden Einfuhrzölle erhoben, das macht Deutschland genauso wie China.
Einfuhrzölle sind aber was anderes als die Bedingung im Land produzieren zu müssen.
Mir sind Fälle bekannt, wo Fahrzeuge in Deutschland ganz normal gebaut werden, dann wieder in Einzelkomponenten zerlegt, ins Zielland exportiert und dort in einer wieder zusammengeschraubt werden um diese Vorgaben zu erfüllen.
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Zitat:
@Asperin schrieb am 16. Juni 2016 um 17:36:00 Uhr:
Diese Fälle bzw dieser Prozess heißt CKD (Completely knocked down) oder SKD (Semi ...). 🙂
Richtig, wobei z.B. Russland SKD AFAIK nicht mehr akzeptiert... D.h. wenn man dort BMWs verkaufen will, dann müssen die "made in Russia" sein.
In der Presse schreibt man aber um den heißen Brei herum:
http://www.handelsblatt.com/.../11750168.html
Zitat:
@dieselschwabe schrieb am 16. Juni 2016 um 10:12:12 Uhr:
Zitat:
@Vega-Driver schrieb am 15. Juni 2016 um 18:47:38 Uhr:
Will man in China was verkaufen, ist die Bedingung, dort auch was zu produzieren, chinesische Politik.Das ist nicht chinesische Politik, sondern ganz normaler internationaler Handel.
Ausserhalb von Freihandelszonen werden Einfuhrzölle erhoben, das macht Deutschland genauso wie China.Ausserdem macht es einfach Sinn die Autos dort zu produzieren wo der Markt, ist, z.b. der 7er BMW in China und die SUVs in den USA.
Die in China produzierten 7er reichen nicht mal ansatzweise für diesen Markt aus.
Mach mal eine Werksführung in Dingolfing, man liest überwiegend US und China auf den Laufzetteln der Karrosserien.
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 16. Juni 2016 um 10:53:54 Uhr:
Einfuhrzölle sind aber was anderes als die Bedingung im Land produzieren zu müssen.
Zitat:
@Vega-Driver schrieb am 16. Juni 2016 um 18:30:37 Uhr:
Mach mal eine Werksführung in Dingolfing, man liest überwiegend US und China auf den Laufzetteln der Karrosserien.
ja was denn nun 😕
Zitat:
@gogobln schrieb am 16. Juni 2016 um 09:46:02 Uhr:
"Produktionsstandorte" sind heute doch nichts weiter als "Zusammenschraub-Buden" Das Zeugs kommt von überall her... oder wie sagst du so schön: "Willkommen in der globalisierten Welt!" ;-)
Ja, das zeigt doch mein Link. Die "Zusammenschraubbude" in Dingolfing beschäftigt aber trotzdem 18000 Leute, ein wichtiger Faktor in meiner Heimat.
Wäre das weg und der ganze Rattenschwanz der dranhängt, wäre es vorbei mit der quasi Vollbeschäftigung in meiner Region.
Daher auch mehr als verständlich für mich, dass man in Deutschland VW wegen dem Abgasskandal eher mit Wattehandschuhen anfasst.
Ein Politiker der glaubt, er könnte da mit dem Vorschlaghammer draufhauen, haut sich nur gewaltig selber auf die Finger.
Die Unterschiede werden irgendwie nicht klar.
SDK bedeutet nicht zwangsweise, dass Teile irgendwohin geliefert werden und dort ein Auto daraus zusammengeschraubt wird, SDK bedeutet, dass das Auto u.U. im Stammwerk komplett endgefertigt und dann anschließend wieder zerlegt und verschifft wird. Im Zielland werden dann diese zerlegten Komponenten wieder zusammengebaut.
D.h. wenn irgendwo auf einem Laufzettel "China" steht, dann kann es trotzdem sein, dass dieses Fahrzeug in zerlegtem Zustand dorthin kommt.
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 16. Juni 2016 um 19:47:12 Uhr:
Die Unterschiede werden irgendwie nicht klar.SDK bedeutet nicht zwangsweise, dass Teile irgendwohin geliefert werden und dort ein Auto daraus zusammengeschraubt wird, SDK bedeutet, dass das Auto u.U. im Stammwerk komplett endgefertigt und dann anschließend wieder zerlegt und verschifft wird. Im Zielland werden dann diese zerlegten Komponenten wieder zusammengebaut.
D.h. wenn irgendwo auf einem Laufzettel "China" steht, dann kann es trotzdem sein, dass dieses Fahrzeug in zerlegtem Zustand dorthin kommt.
Und wer und wo soll die 7er wieder zerlegen und dann so nach China verschiffen?
Bitte eine Quelle, in Dingolfing passiert es jedenfalls definitiv nicht!
Lt. BMW Homepage produzieren die BMW Brilliance Automotive Werke in Shenyang den X1, 3er u. 5er Langversion und 3er Limousine, ein eigenes Motorwerk gibt es noch dazu.
Zitat:
@Vega-Driver schrieb am 16. Juni 2016 um 20:18:32 Uhr:
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 16. Juni 2016 um 19:47:12 Uhr:
Die Unterschiede werden irgendwie nicht klar.SDK bedeutet nicht zwangsweise, dass Teile irgendwohin geliefert werden und dort ein Auto daraus zusammengeschraubt wird, SDK bedeutet, dass das Auto u.U. im Stammwerk komplett endgefertigt und dann anschließend wieder zerlegt und verschifft wird. Im Zielland werden dann diese zerlegten Komponenten wieder zusammengebaut.
D.h. wenn irgendwo auf einem Laufzettel "China" steht, dann kann es trotzdem sein, dass dieses Fahrzeug in zerlegtem Zustand dorthin kommt.
Und wer und wo soll die 7er wieder zerlegen und dann so nach China verschiffen?
Bitte eine Quelle, in Dingolfing passiert es jedenfalls definitiv nicht!Lt. BMW Homepage produzieren die BMW Brilliance Automotive Werke in Shenyang den X1, 3er u. 5er Langversion und 3er Limousine, ein eigenes Motorwerk gibt es noch dazu.
Ich habe keine genaueren Infos über BMW, ich habe nur die Methode beschrieben und weiß wie verschiedene Hersteller z.B. in Russland vorgehen.
Bzgl. China scheint es wohl keinen Unterschied ob assembled oder disassembled zu machen, die erheben so oder so enorme Zölle:
klick
Zitat:
@Genie21 schrieb am 13. Juni 2016 um 20:34:46 Uhr:
Nachdem ich in meinem neuen 3er in den Scheiben lesen kann, dass der Zulieferer bereits Chinese ist und zwar von FuYao, dachte ich Ups....Soweit sind wir. Aha. Dann habe ich mich gefragt, wieviel China steckt da wohl schon heute drinnen? Bauen tun die Bayuvaren ja den 3er in China auch und die Teile werden mit der Eisenbahn hin und her gefahren. Gleich danach glitt mein Blick aufs Armaturenbrett, welches wie schon beim letzten F billig aussieht. Und dann sind mir die rostigen Scheiben der Bremse eingefallen, der klappernde Türpin am Alten F. .....
Hat jemand von Euch noch was entdeckt was die Jungs in Fernost bauen?
Bei mir ist das Glas von Saint-Gobain.