Berlins ungewöhnlichste Taxis: Tesla Model S (2014)

Tesla Model S 002
Von Haiko Prengel
Berlin – Alte Autos ist Martin Doll niemals gefahren. Der Berliner Taxiunternehmer gönnte sich stets schicke Neuwagen oder zumindest junge Gebrauchte. Trotzdem fühlt sich die Verbrenner-Vergangenheit für ihn wie Steinzeit an. Seit gut einem Jahr ist Doll Tesla-Fahrer und er ist noch immer begeistert von dem Elektroauto aus Amerika. „Einen besseren Arbeitsplatz gibt es nicht“, schwärmt Doll.
Wir treffen uns an einem kalten Wintermorgen. In seiner Limousine ist es mollig warm. „Ist es so angenehm?“, fragt Doll und demonstriert auf dem riesigen 17-Zoll-Touchscreen, wie er die Ledersitze - auch die im Fond - einzeln beheizen kann. Den mehr als 400 PS starken Elektromotor muss man nicht warmfahren. Für ein Taxi eine irrwitzige PS-Zahl. Doll tritt zur Demonstration aufs Gaspedal und ich werde in den Sitz gedrückt. Rennsport-Feeling in einer Droschke, was für eine Beschleunigung! „Mit Porsche oder Ferrari braucht da keiner kommen“, schwärmt Doll. „Die kannste stehen lassen.“
Nun muss man wissen, dass Martin Doll den klassischen Verbrenner liebte. Seit mehr als 20 Jahren fährt der gebürtige Karlsruher in der Hauptstadt Taxi. Für ihn und seine Kollegen stand der konservative Dieselantrieb eigentlich nie zur Diskussion. Sein erstes Taxi war Anfang der 1990er-Jahre ein Mercedes der Baureihe W124, die Limousine fuhr er 500.000 Kilometer. Danach blieb er Daimler treu, und dem Selbstzünder. „Ich habe nur Diesel gefahren. Als Taxifahrer haben wir das damals gar nicht hinterfragt.“

Prius statt OM651


Erst vor ein, zwei Jahren kam der Diesel in Verruf, und Martin Doll begann zu überlegen. Anlass war sein geliebtes 211er Mercedes T-Modell, die letzte Mercedes E-Klasse, die der 55-Jährige fuhr. Acht Jahre war der Wagen inzwischen alt und hatte 350.000 Kilometer auf der Uhr. Doch vom Nachfolgemodell 212 riet ihm seine Werkstatt ab. Steuerketten-Probleme beim Dieselaggregat OM651 führten häufig zu Motorschäden, der Grund seien gebrochene Plastikteile gewesen, so Doll. So lugte der Taxifahrer zum ersten Mal in seiner Karriere zur Konkurrenz - und landete beim Toyota Prius.
„Mich hat immer geärgert, dass Mercedes nie einen Hybrid im Programm hatte“, klagt Martin Doll. Den Taxifahrern habe Daimler jahrelang die Einführung eines Hybrids versprochen, aber gekommen sei er nie. Toyota habe den Prius indes seit 20 Jahren im Programm und damit bewiesen, dass der Wagen zuverlässig sei. Außerdem rechne sich der geringere Verbrauch für Vielfahrer im Taxigewerbe. Also fuhr er den Toyota Prius Probe und war überzeugt.
Aber dann kam ein Angebot von Tesla. Deren Elektrolimousine war Doll interessehalber schon 2014 Probe gefahren. An die Premiere kann er sich noch gut erinnern. „Ich bin damals aus dem Auto ausgestiegen und habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich dachte, ich komme aus der Zukunft zurück.“
Das Problem: In der Ausstattung - Dolls Model S ist ein leistungsgesteigerter P85+ mit diversen Extras - kostet der Wagen an die 100.000 Euro. Zu viel Geld für einen Taxifahrer, aber Martin Doll hatte das Glück, an einen spendablen Mäzen zu geraten: an Jochen Wermuth.

Wahlkampf-Taxi auf Leihbasis


Der Finanzmanager verdiente als Banker Millionen, heute investiert er sein Vermögen in Öko-Firmen. Der Tesla, den heute Martin Doll als Taxi nutzt, sollte eigentlich den Berliner Grünen beim Wahlkampf helfen. Davon zeugt noch die Reklame an den Fahrzeugseiten. Doch dann fand Wermuth keinen Taxifahrer, der den Wagen werbewirksam kutschieren wollte. Bis Martin Doll davon hörte. Nun fährt er auf Leihbasis das taxifolierte Wahlkampf-Auto, auch wenn die Wahl längst vorbei ist. Der Kampf für mehr Elektroautos auf den Straßen geht weiter.
Heute nennt sich Doll „Botschafter der eMobilität“, denn er ist längst von den Vorzügen des Elektroantriebs überzeugt. Und vom Autohersteller Tesla. Verspielt wie am ersten Tag wischt der 55-Jährige auf dem riesigen Touchscreen herum, der „Kommandozentrale“ für die meisten Fahrzeugfunktionen. Navigieren lässt sich die Limousine via Echtzeitkarte, darüber hinaus werden live alle verfügbaren Ladesäulen angezeigt, die Tesla zum Re-Charging seiner Fahrzeuge aufgestellt hat.
„Die Zahl wächst stündlich“, sagt Martin Doll. Bereits jetzt könne man in Europa bequem vom Nordkap bis nach Gibraltar beziehungsweise von Holland nach Griechenland reisen. Den Strom, der komplett aus regenarativen Energien stammen soll, bekommen Tesla-Fahrer umsonst. Allerdings gilt das nur für bis Anfang 2017 bestellte Fahrzeuge. Bei Neufahrzeugen geben die Supercharger nur noch eine Art Startguthaben kostenlos ab, die darüber hinaus gehende Nutzung wird berechnet.

Keine Perspektive für Elektro-Taxis?


Immerhin leisten die Supercharger 120 kW. Zum Vergleich: Die „Schnellladestationen“, die die Bundesregierung flächendeckend aufstellen will, kommen auf vergleichsweise spärliche 22 kW.
Überhaupt lässt Taxifahrer Martin Doll an der Bundesregierung und den deutschen Autoherstellern kein gutes Haar. Dass die hiesige Industrie den Elektrotrend „verschlafen“ habe, dieser Mythos sei ein Witz, meint der Berliner. Die deutschen Topmanager mit ihren millionenschweren Jahreseinkommen wüssten sehr wohl, was am Markt gehe. Doch aus Profitgier werde weiterhin an der veralteten Verbrenner-Technologie festgehalten.
Und die Taxifahrer? Könnten nicht mehr von ihnen auf Elektroantrieb umsteigen? Bei wachsender Lade-Infrastruktur wäre das Potenzial enorm, allein in Berlin gibt es 8.000 Taxis. Den Fahrern winke eine beträchtliche Kostenersparnis, meint Martin Doll: Kein Ölwechsel, kaum Bremsenverschleiß sowie eine Spritersparnis von jährlich mehreren tausend Euro.
Trotzdem ist der Tesla-Fahrer skeptisch. „Die Taxi-Branche ist konservativ bis in die Haarspitzen.“ Hinzu kommt: Als Doll sein Tesla-Taxi Mitte 2016 beim Berliner Eichamt vorführte, ahnte er nicht, dass dies vorerst das letzte Tesla-Taxi sein würde. Der Grund: Seit Oktober 2016 gilt eine neue Fassung des deutschen Eichgesetzes. Und die sieht eine nachträgliche Umrüstung zum Taxi nicht mehr vor. Die Autos müssen als Taxi vom Hersteller kommen - was Tesla momentan nicht anbietet, anders als Mercedes, VW oder Toyota. Mit der neuen Fassung des Eichgesetzes wollte der Gesetzgeber Manipulationen, etwa des Taxameters, verhindern.
Auf den selbst ernannten Botschafter der Elektromobilität kommt also noch eine Menge Überzeugungsarbeit zu. Aber Doll leistet sie gerne: „Früher dachte ich, ich hätte Diesel im Blut.“ Heute fließe Strom durch seine Adern.

Technische Daten: Tesla Model S P85+ (2014)


  • Motor: Elektromotor
  • Leistung: 421 PS (310 kW)
  • Antriebsart: Heckantrieb
  • 0-100 km/h: 4,2 s
  • Drehmoment: 600 Newtonmeter
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • Reichweite: ca. 400 Kilometer
  • Leergewicht: 2.100 kg
  • Länge: 4,979 m
  • Breite: 1,964 m
  • Höhe: 1,445 m
  • Radstand: 2960, m

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272 Antworten

Und täglich grüßt die Elektroauto-Propaganda!
Ich finde es sehr einseitig wie berichtet wird.
Wieso nichtmal ein Berliner Taxifahrer der den ganzen Ökowahnsinn nicht verstehen kann und seinen alten Diesel liebt?
Oder der chinesische Taxifahrer der 12 Stunden am Tag Elektroauto fahren muss und täglich mit Kopfschmerzen und Unwohlsein nach Hause kommt aufgrund der hohen Belastung durch elektromagnetische Felder im E-Auto?
Außerdem sei erwähnt, dass E-Auto-Fahrer Sozialschmarotzer sind!
Das E-Auto erhält durch Steuerzahler zwangsfinanzierte Förderungen die keine andere Antriebstechnologie erhält. Die bekommen die Autohersteller in Millionenhöhe für Entwicklung und dann nochmal die E-Auto Prämie.
Jeder der also ein E-Auto fährt, tut dies auf Kosten der Allgemeinheit!
Darüberhinaus nimmt der Tesla-Gründer mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX an militärischen Operationen teil - was zu verurteilen ist!
Von der Ineffizienz der Herstellung sowie Verschwendung seltener Ressourcen und Entsorgung ganz zu schweigen...

@Ramon Zerano
Aluhüte helfen gegen Strahlung.

Zitat:

@Goify schrieb am 13. Februar 2018 um 09:42:32 Uhr:


Deutsche Vertreter-Fahrer fahren 1.000 km auf einer Arschbacke ab. Dann auf der zweiten die anderen 1.000 km und bei sparsamer Fahrweise brauchen sie dafür nicht mal zwei Tankfüllungen. ;)

Dann ist Elektro für diesem Personenkreis halt noch nicht das Fahrzeug der Wahl. Ist doch OK.

Aber, so langsam frage ich mich, woher diese Einschätzung immer kommt? Ich kenne ein paar Verkäufer, und von denen fährt keiner 2x 1000 km am Tag. Mal davon abgesehen, dass es auch gar nicht zulässig wäre. Und die durchschnittlichen Strecken von 350-400km/Tag wären auch mit Elektro darstellbar.

Warum eigentlich immer dieses besinnungslose Hämmern auf Extremfälle?

im Übrigen: für die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur ist nicht der Staat, oder gar die Regierung zuständig, sondern private Investoren. Oder sind die Mineralölfirmen staatlich?

Nur leider haben diese Firmen überhaupt keine Lust, in de zu investieren. Ich war letzte Woche in Schweden. Und was sehe ich auf dem ersten Parkplatz? Eine Ladesäule von E-On. Auf dem zweiten eine Säule Von Vattenfall, und so ging es bis nach Luleo weiter.

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 13. Februar 2018 um 09:31:33 Uhr:


Ein Hoch auf den deutschen Diesel-Recken, der 24h ohne Pause und Schlaf durchfährt...
In anderen Worten, der Punkt ist irrelevant, weil man bei dieser Strecke sowieso Pausen einlegen muß.

Also ich fahre 2x im Monat (leider) ~5-6h am Stück, ca. 750km (mit 15 min Aufenthalt inkl. Tankstopp). Das geht einfach mit keinem Elektroauto. Selbst wenn der Tesla in 45 min voll ist, müsste ich da wie oft tanken? Bei 200km/h auf freier Autobahn (ja ich weiß, Raser)?

Gruß Metalhead

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Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 13. Februar 2018 um 08:51:31 Uhr:



Zitat:

@metalhead79 schrieb am 12. Februar 2018 um 14:28:34 Uhr:



Mit wie vielen Ladestops nach jeweils wie vielen Kilometern und mit wie viel Standzeit?
Gruß Metalhead

So langsam könnt ihr euch diese Fragen selber beantworten.

Solche Strecke tue ich mir nicht mit einem Auto an, egal mit was es angetrieben wird. Ich setze mich in den Flieger. Ist oft auch billiger...

Zitat:

@Ramon Zerano schrieb am 13. Februar 2018 um 09:52:35 Uhr:


Und täglich grüßt die Elektroauto-Propaganda!
Außerdem sei erwähnt, dass E-Auto-Fahrer Sozialschmarotzer sind!
Das E-Auto erhält durch Steuerzahler zwangsfinanzierte Förderungen die keine andere Antriebstechnologie erhält. Die bekommen die Autohersteller in Millionenhöhe für Entwicklung und dann nochmal die E-Auto Prämie.
Jeder der also ein E-Auto fährt, tut dies auf Kosten der Allgemeinheit!

PV-Anlagenbetreiber sind dann auch Schmarotzer, wurden aber zu viel, wird desswegen schon zurückgefahren. Hindert dich ja keiner auch Schmarotzer zu werden.

;)

Ich hoffe du machst keine Steuererklärung, da bekommst du ja evtl. auch Geld zurück.

:D

Gruß Metalhead

Zitat:

@Ramon Zerano schrieb am 13. Februar 2018 um 09:52:35 Uhr:


Und täglich grüßt die Elektroauto-Propaganda!
Außerdem sei erwähnt, dass E-Auto-Fahrer Sozialschmarotzer sind!
Das E-Auto erhält durch Steuerzahler zwangsfinanzierte Förderungen

Dieselkrücken auch......

Zitat:

@BMW_Dr schrieb am 12. Februar 2018 um 20:56:49 Uhr:


Ja der Kaufpreis ist schon Teuer aber mein Strom an den SC ist für mich noch immer Kostenlos !
(eine Empfehlung von einem Tesla Fahrer ist dann aber Voraussetzung !)
Bei uns im umkreis sind diverse Strom Tankstellen die nicht von Tesla gesponsert werden vorhanden diejenigen wo ich kenne sind noch Kostenlos dafür aber Maximal 60 kWh gedrosselt ... (SC um die 120 kWh) aber ich kenne auch welche die nur 20 kWh bieten können, man muss eben wissen wo welche aufgebaut sind (Smartphone App hilft ungemein) aber wenn ich in einer Stadt auf Einkaufen gehe habe ich ja Zeit ! zu Hause jedenfalls kann ich Kostenlos Strom Zapfen dank Solarkollektoren und Stromspeicher im Keller.
dann noch was, wurde zuletzt zugeparkt ! konnte auf der Beifahrerseite nicht ein / Austeigen wegen der Wand also habe ich das Auto so gestellt das die Fahrerseite nicht zur Wand stand. Da hatte doch so ein Intelligenz Bestie sich so daneben Gestellt das ein Einsteigen unmöglich ist (an für sich kann das schon mal passieren) aber dieser hatte mir einen Zettel unter den Wischer geklemmt worauf geschrieben stand

Zitat:

@BMW_Dr schrieb am 12. Februar 2018 um 20:56:49 Uhr:



Zitat:

"Elektro Karren Fahren, du Blödmann jetzt kannst du sehen wie du in deiner Elektrokiste hineinkommst ich jedenfalls komme kurz vor ende der Öffnungszeit zurück. Viel Spass bis dahin"


jedenfalls hat er keinerlei Ahnung !
ich habe mein Handy in die Hand genommen und damit problemlos ausgeparkt
habe auch ihm einen Zettel unter die Wischer geklemmt "Danke für das zuparken"
ich hätte gerne sein Gesicht gesehen ...
jedenfalls ich bedauere nicht so ein Fahrzeug gekauft zu haben !
Fahrzeug kann Autonom Fahren (Deutsche Gesetze verbieten dies jedoch noch) deswegen Teilautonomie
Fahrzeug kann Automatisch abstand halten
Fahrzeug hat Quasi Standheizung und Standklimaanlage
Fahrzeug hat Internetradio Europaweit (Kostenlos)
Fahrzeug bekommt an SC Kostenlosen Strom ~120 kWh
Fahrzeug (Gattung) kann an manchen Orten Busspuren benutzen
Fahrzeug (Gattung) kann an vielen Parkplätzen Kostenlos Parken (aber auch an diversen Parkhäusern)
Fahrzeug hat eine riesige Frontscheibe (WOW bei allen die bisher mitgefahren sind)
Fahrzeug öffnet Automatisch die Fahrertüre sobalt man in die nähe kommt (praktisch wenn Hände voll)
ach wisst ihr was Fahrt doch mal beim nächsten Tesla Laden und macht doch mal Probesitzen spätestens wenn das Modell 3 auf dem Markt kommt werdet ihr doch die Vorzüge eines Tesla finden !

Schön, dass du noch den Strom kostenlos nutzen kannst, ich könnte es höchstwahrscheinlich nicht (sobald ich einen kaufen würde) und am Ende wäre es mir auch nicht so wichtig, da selbst Benzinkosten nicht so viel in der Gesamtrechnung ausmachen...

Genauso kann ich in meiner Gegend nicht zu Hause tanken, da ich niemals die Möglichkeit hätte, solange ich mir nicht ein Eigenheim entsprechend kaufe/baue/umbaue. In der jetzigen Situation müsste ich einen Platz suchen, dort sinnlos warten/es wieder abholen gehen, sobald fertig. Beim einkaufen geht es hier nicht und ich gehöre auch zu denen, die jetzt unbedingt ewig shoppen gehen, wenn man sein Auto auflädt. Gut die wenigen Minuten, die ich meistens brauche, reichen auch schon, um wenige Prozente reinzudrücken.

Die ganzen E-Auto Vorteile kann man jetzt genießen, persönlich rechne ich damit, dass die in naher Zukunft wieder abgeschafft werden. Also wenn ich von Hybrid auf E-Auto wechseln muss, bringt mir das dann auch wohl nix mehr.

Dein Beispiel mit dem Parker kommt mir schon arg aus den Fingern gezogen vor oder maßlos übertrieben, um seinem Post mehr Wirkung zu verleihen

:rolleyes:

Zumal es andere Hersteller schon genauso beherrschen, das Auto aus der Lücke fahren zu lassen. Auch sehe ich im Bereich der Autonomie keinen Hersteller sonderlich im Vorteil. Von Audi, Mercedes gibt es genug Beiträge, wo genauso hervorgeht, dass die rechtliche Grundlage hinderlich ist.

Klar paar Funktionen des Teslas sind echt lustig, praktisch und ein echter Vorteil. Aber man sollte schon realistisch bleiben, das meiste bieten vergleichbare Fahrzeuge ebenso. Der E-Motor gehört die Zukunft, da gehe ich genauso mit.

zum Model 3: günstig ist der genauso wenig, solange man das nutzlose Model ignoriert, was man am Ende nicht kauft. Die 45.000 bis 50.000 Euro für die kleine Akkuvariante sind auch schon recht happig.

zum Artikel: mehr als bla bla kam da jetzt nicht?! Der Toyota Artikel war da viel besser. Mir fehlen so Angaben über laufende Kosten im Vergleich zum Prius (als Beispiel), der auch wesentlich verschleißärmer als jeder normale Verbrenner unterwegs ist. Klar 0-100kmh sind schon beachtlich, genauso kann man nochmals länger als im Hybrid die Fahrgastzelle kühlen/wärmen. Aber sonst sehe ich da nur einen Fahrer, der für ein Taxi schwärmt, was sich keiner normal leistet. Nicht mal die Grünen konnten damit ordentlich werben...

Zitat:

@Gnubbel schrieb am 13. Februar 2018 um 09:57:46 Uhr:



Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 13. Februar 2018 um 08:51:31 Uhr:



So langsam könnt ihr euch diese Fragen selber beantworten.

Solche Strecke tue ich mir nicht mit einem Auto an, egal mit was es angetrieben wird. Ich setze mich in den Flieger. Ist oft auch billiger...

Ok, mit einem Fallschirm runter klappt ganz ohne Flughafen in der Nähe. Wie machst du das dann mit dem Rückflug? Mit Fallschirm wieder hoch?

Und von der Umweltbelastung des Flugverkehrs wollen wir lieber nicht reden.

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 13. Februar 2018 um 09:31:33 Uhr:


Ein Hoch auf den deutschen Diesel-Recken, der 24h ohne Pause und Schlaf durchfährt...

Weil nur alleine fahren physikalisch, technisch möglich ist?

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 13. Februar 2018 um 09:55:10 Uhr:


Warum eigentlich immer dieses besinnungslose Hämmern auf Extremfälle?

Das habe ich mich auch gefragt und lange gegen diese komischen Extremfälle, die es nicht gibt, gegenargumentiert. Mir ist auch bewusst, dass nicht für jeden das E-Auto nutzbar ist.

Mich nervt nur, dass das E-Auto von vielen als der alleiniger und absoluter Heilsbringer bezeichnet wird. Wer heute noch einen neuen Verbrenner kauft, gilt als geisteskrank und Umweltsau.

Das es so simpel schwarz-weiß nicht ist und ein E-Auto allein aus der heimischen PV-Anlage geladen trotzdem massive Umweltschäden verursacht und eben nicht voll öko ist, wollen sie eben nicht verstehen. Daher hole ich manchmal aus Frust meine Totschlagargumente wieder raus. Hilft aber nichts, wie ich sehe. Das E-Auto löst nämlich alle Mobilitätsprobleme der Zukunft und wahrscheinlich sogar der Vergangenheit.

;)

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 13. Februar 2018 um 09:55:53 Uhr:


Also ich fahre 2x im Monat (leider) ~5-6h am Stück, ca. 750km (mit 15 min Aufenthalt inkl. Tankstopp). Das geht einfach mit keinem Elektroauto. Selbst wenn der Tesla in 45 min voll ist, müsste ich da wie oft tanken? Bei 200km/h auf freier Autobahn (ja ich weiß, Raser)?
Gruß Metalhead

Ja, dann geht ein E-Auto für dich halt nicht. Ist so. Deutschland wird halt noch lange mit Verbrennern rumgurken, während der Rest der Welt auf E-Antrieb setzt.

Du wärst mit 200km/h im Tesla kaum schneller als mit 120km/h. Deine 750km brauchen bei 200km/h 3 Tankstopps, deine Fahrzeit liegt dann bei 3h45, also gesamt bei 6h45. Mit 120km/h hast du zwar 6h15 Fahrzeit, aber nur eineen Tankstopp, also gesamt 7h15 30min langsamer. Das Optimum wird irgendwo bei 140 - 150km/h liegen.

Zitat:

@Zensur2015 schrieb am 13. Februar 2018 um 10:20:13 Uhr:


Weil nur alleine fahren physikalisch, technisch möglich ist?

Schön, das immer wenn es notwendig ist, ein Beifahrer aus dem Hut gezaubert wird. Ja, geht, ist aber nicht der Regelfall.

Zitat:

@Goify schrieb am 13. Februar 2018 um 10:23:02 Uhr:


Wer heute noch einen neuen Verbrenner kauft, gilt als geisteskrank und Umweltsau.

Schränken wir's mal auf Dieselmotoren ein.

Grüße,

Zeph

Zitat:

@PeterBH schrieb am 12. Februar 2018 um 13:09:10 Uhr:


Tesla auf Leihbasis? Immer her damit, dann stell ich meinen Diesel auch in die Ecke. Oder sollte das eher auf Mietbasis ablaufen, denn Leihe ist bekanntlich (§§ 598 ff BGB) unentgeltlich.
Und der Spruch "sauber" sollte besser zugeklebt werden, bei dem Zustand des Fahrzeuges. Zumal ein Tesla nicht einmal sauber im Betrieb ist, der Dreck wird nur wo anders produziert.

Artikel nicht gelesen? 100% Ökostrom

Da gibts Leute die glauben an so etwas wie Ökostrom :D Niedlich!
Keine Ahnung von der Schöpfungskette!
Von der Ineffektivität und damit Mehrkosten gar nicht zu sprechen...

Zitat:

@Ramon Zerano schrieb am 13. Februar 2018 um 10:31:55 Uhr:


Da gibts Leute die glauben an so etwas wie Ökostrom :D Niedlich!
Keine Ahnung von der Schöpfungskette!
Von der Ineffektivität und damit Mehrkosten gar nicht zu sprechen...

Hier spricht ja keiner von Ineffektivität etc.(wobei Solarpanels heutzutage sehr sehr effizient arbeiten und du beispielsweise mich Technologien wie dem hier:

http://www.solteq.eu/solardach.html

)

Ich bin auch der Meinung, dass die Öko zuschläge unsinn sind. Fakt ist aber, dass Energieerzeuger Ökostrom produzieren. Durch Windkraft, Solar, Gezeiten etc.

Du zahlst den mehrpreis um dann die Realisierung von eben Öko zu finanzieren.

Klar wird nicht zwischen Strom der aus Kohle, Atom oder Öko kommt differenziert. Wie auch. Aber der Prozentsatz den zu zahlst, wird eben so gewonnen.

Also ja, die Tesla Ladesäulen sind sauber. Ebenso wenn du Öko Strom beziehst und dann am Haus lädst.

(ich für meinen Teil würde eher sogar noch einen Atomstrom Tarif nehmen, der dann günstiger ist. Aber den gibts ja leider nicht!)

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