VW Golf "einfahren" ...
Bekomme in ein paar Tagen meinen neuen Golf und da es mein erster Neuwagen ist, wollte ich Euch fragen, was "einfahren" eigentlich bedeutet und wie ich mit dem Fahrzeug umgehen sollte:
a) lange Strecken damit fahren und kurze vermeiden ? (nach wievielen km ist ein Auto "eingefahren" ?)
b) Gasfuß beiseite lassen und sachte fahren ?
c) beides ?
d) oder doch was ganz anderes ?
Bitte um seriöse Antworten, schließlich ist die Frage ernst gemeint! Hatte bis dato stets Vorführwagen ... 🙁
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von opa_hartmut
An den Fahrzeugen wurde innerhalb von 3 -4 Jahren keine Schäden beanstandet....soviel zum vorsichtigen Einfahren
Es soll Leute geben, die ihr Auto länger als 3-4 Jahre fahren wollen 🙄
157 Antworten
A und O sollte generell sein, den Motor auf Betriebstemperatur zu bringen, bevor man ihn fordert.
Habe einiges an fahrzeugen gehabt und nie Probleme gehabt.
Alle wurden mit mehr als 200000 auf der Uhr verkauft.
Fahre auf Autobahnen gerne nachts und schnell, bleibe auf längeren Strecken ca. 500 Umdrehungen unter der zulässigen Höchstdrehzahl.
Moin!
Habe heute meinen Termin für die Abholung in WOB erhalten. Darf IHN (1,4 TSI, 122PS) in Empfang nehmen. Jetzt meine Frage zum Einfahren:
Wollen einen Trip nach (Bremen-) Berlin nutzen um ein Einfahren zu ermöglichen. Allerdings wären wir zu viert. Habe mir gedacht, WOB-Bremen-Berlin-Bremen sind etwas mehr als 1.000 Km. Würde den Tempomat auf "dezente" 130 Km/h einstellen und so ein Einfahren in der Stadt vermeiden wollen.
Haltet ihr das für eine gute Idee? Und: ist es problematisch, wenn man den Golf quasi "voll bepackt" einfahren möchte?
Abschließend kann ich sagen: JAAAAAAAAAAAAAA - endlich! 😁
Also wenn ich das richtig im Kopf hab ist das Einfahren mit der GRA net so gut, weil man verschiedene Drehzahlen haben sollte - dachte mir auch, dass ne ausgedehnte Autobahn-Session geil wäre zum Einfahren. Is aber leider nicht so :-(
Laut mehrerer KFZ-Mechaniker im Bekanntenkreis ist ein Einfahren heute nicht mehr nötig. Das wäre genauso überholt, wie die alte Weisheit, dass man seinen Neuwagen innerhalb der ersten sechs Wochen nicht waschen sollte.
Ich glaube ja, die Einfahrvorschriften gibt es nur noch deshalb, weil die Leute sowas gerne hören ("Hey, MEIN Wagen geht SUPA! Den hab ich goil eingefahren!"😉, und damit sich die Kunden erstmal langsam an ihr neues (meist PS stärkeres) Vehikel gewöhnen können.
Grüße,
Das Jodeldiplom
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Zitat:
Original geschrieben von Jodeldiplom
Laut mehrerer KFZ-Mechaniker im Bekanntenkreis ist ein Einfahren heute nicht mehr nötig. Das wäre genauso überholt, wie die alte Weisheit, dass man seinen Neuwagen innerhalb der ersten sechs Wochen nicht waschen sollte.Ich glaube ja, die Einfahrvorschriften gibt es nur noch deshalb, weil die Leute sowas gerne hören ("Hey, MEIN Wagen geht SUPA! Den hab ich goil eingefahren!"😉, und damit sich die Kunden erstmal langsam an ihr neues (meist PS stärkeres) Vehikel gewöhnen können.
Grüße,
Das Jodeldiplom
Deine Informationsquellen reden - gelinde gesagt - Bullshit.
Ein Motor, der nicht vor dem Zusammenbau einen Zyklus auf dem Prüfstand gelaufen ist, muß sich in der Tat noch mechanisch einspielen. Im wesentlichen werden bei diesem Vorgang Rauhigkeitsspitzen an Laufflächen und Nocken abgebaut, so daß nur noch eine Grundrauhigkeit übrigbleibt. Diese muß vorhanden sein, um den Ölfilm für einen Kaltstart haften zu lassen. Weiterer angenehmer Nebeneffekt: die innere Reibung sinkt und der Verbrauch geht zurück. Spätestens angesichts der Verbrauchsentwicklung sollte jedem klar sein, daß sich im Motor nach dem Zusammenbau tatsächlich noch optimierende Vorgänge abspielen.
Was den Lack betrifft: dieser härtet direkt nach der Lackierung nicht vollständig aus (das würde den Hersteller Zeit und Geld kosten), sondern entwickelt seine tatsächliche Härte erst 4-6 Wochen nach der Produktion. Stand der bestellte Wagen vorher auf Halde, hat man Glück und muß nichts weiter beachten ... ist er jedoch gerade frisch vom Band gepurzelt, sollte man im Hinterkopf behalten, dem Lack nicht allzuviel zuzumuten.
Was den Lack betrifft, hab ich folgende offizielle Quellen, dass ein Waschen sofort möglich ist:
- Volkswagen selbst. Hab gestern noch mit der Hotline telefoniert, und dort u.a. nachgefragt, ob man mit dem Waschen warten sollte. Der Berater hat sich fast kaputt gelacht. Die Regel mit der 6 Wochen Warteizeit würde schon lange nicht mehr auf modener Lacke zutreffen.
- Zwei Werkstattleiter von Volkswagen sagen ebenfalls, dass keine Wartezeit notwendig ist. Die Regel wäre längst veraltet.
- In der Bedienungsanleitung steht ebenfalls nüscht.
Was für Informationsquellen hast du?
...und in Sachen Motor einfahren, das Argument zu bringen, dass da alles erstmal "passend gemacht" werden muss bzw. sich einlaufen muss:
Heutzutage wird mit einer ganz anderen Passgenauigkeit gearbeitet, als z.B. vor 20 Jahren. Wie kämen die sonst dazu Longlife Service anzubieten? Und der Service mit Ölwechsel nach 1000 km ist auch schon lange nicht mehr auf dem Programm.
Zitat:
Original geschrieben von Jodeldiplom
Was für Informationsquellen hast du?
Meine Erfahrungen mit einem neuen Golf VI meiner Freundin, die es sich auch nicht nehmen ließ, diesen 1 Woche nach Auslieferung zu waschen. Heute heult sie ... ^^
Und daß man von VW diesbezüglich nichts hört ist völlig logisch ... wer würde schon zugeben, daß der Lack des "hochwertigsten Golf aller Zeiten" (Zitat Ende) den selbstdefinierten Anspruch an die Wertigkeit nicht so ganz erfüllt? Vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß andere Hersteller mittlerweile sogar kraftresistente Lacke in ihrem Sortiment führen.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Zitat:
Original geschrieben von Huginzwei
...und in Sachen Motor einfahren, das Argument zu bringen, dass da alles erstmal "passend gemacht" werden muss bzw. sich einlaufen muss:Heutzutage wird mit einer ganz anderen Passgenauigkeit gearbeitet, als z.B. vor 20 Jahren. Wie kämen die sonst dazu Longlife Service anzubieten? Und der Service mit Ölwechsel nach 1000 km ist auch schon lange nicht mehr auf dem Programm.
Natürlich arbeiten die Zerspanungsmaschinen heute mit geringstmöglichen Toleranzen ... bei neuen Werkzeugen und optimal einjustierten Maschinen. Das ist letztlich auch der Grund dafür, warum man heute kein Einfahröl mehr benötigt ... das war letztlich nichts anderes als Schneideöl.
Nichtsdestotrotz verbleiben auch im heutigen neuen Motor Rauhigkeiten, die z.B.:
- einen ungleichmäßig starken Ölfilm bewirken (mehr Ölverbrauch und schlechtere Schmierung) und
- die innere Reibung erhöhen (mehr Treibstoffverbrauch und schlechtere Motorleistung).
Dass eine Einfahrphase existiert, merkt man alleine schon an den anfangs höheren Verbrauchswerten von Öl und Kraftstoff ...
Und zum Longlife-Service habe ich meine ganz eigene Meinung ... mein neuer wird nei Auslieferung auf feste Intervalle umprogrammiert und nach 1500-2000km auf anständiges Öl umgestellt.
Zitat:
Original geschrieben von Jodeldiplom
Was den Lack betrifft, hab ich folgende offizielle Quellen, dass ein Waschen sofort möglich ist:- Volkswagen selbst. Hab gestern noch mit der Hotline telefoniert, und dort u.a. nachgefragt, ob man mit dem Waschen warten sollte. Der Berater hat sich fast kaputt gelacht. Die Regel mit der 6 Wochen Warteizeit würde schon lange nicht mehr auf modener Lacke zutreffen.
Meine Infos von der VW-Hotline (Mai 2009):
- "Waschen kann man sofort, aber Obacht, der Lack ist neu, daher nur sanft. Shampoo nur bei hartnäckigen Verschmutzungen verwenden." (Siehe auch HB 3.3., S. 17ff., Waschen von Hand)
- "Konservieren erst 6 Wochen nach Auslieferung, da der Lack noch aushärten muss." (Kann mich da nur JeanLuc69 anschließen.)
Zum Einfahren wie schon am Anfang von PassVar94 gepostet siehe VW-Website: Immer schön vorsichtig. Was Sie beim einem Neuwagen beachten sollen. oder im HB 3.2 Fahren und Umwelt. Einfahren. auf S. 55ff.
Und warum?
Siehe z.B. HB 3.3 Pflegen und Reinigen, S. 16: "Regelmäßige und sachkundige Pflege dient der Werterhaltung Ihres Fahrzeuges. Sie kann eine der Voraussetzungen für die Anerkennung von Gewährleistungsansprüchen bei Korrosionsschäden und Lackmängeln an der Karosserie sein."
Ob am Anfang "richtig" oder "falsch" eingefahren wurde, läßt sich später nicht so leicht nachweisen. Aber wenn man mit dem Endoskop die Brennräume anschaut, sieht man sehr genau, wie das Fahrzeug genutzt wurde. Und dann werden die erschwerten Bedingungen (HB 1.1 Der Volkswagen Service. Service-Intervalle. Allgemeines. S. 4) hervorgezaubert und aus ist die Gewährleistung. 🙁 Kann passieren, muss aber nicht. Daher immer freundlich zum Händler sein, damit er sich für einen einsetzt, wenn es darauf ankommt.
Natürlich soll man einfahren.
Wobei ich bei meinen letzten Neuwagen keinen erhöhten Verbrauch von Kraftstoff oder Öl mehr bemerkt habe! Der letzte der sowas noch sich hat anmerken lassen war nen 1,9 TDI mit 90PS aus BJ97!
Aber die Frage ist, wie fährt man ein, nach meiner Meinung erstmal warm und dann volle Pulle,
weil dann die Reibpartner mit größtmöglicher Hitze arbeiten und sich die Oberfläche damit anders verhält.
Der Verschleiß in dieser Zeit ist wirklich höher als beim "sanften Einfahren", aber die Langzeitqualität beim schnellen Einfahren ist höher, weil diese Oberfläche viel Verschleißfester ist!
Dies wurde mal auf nem Prüfstand getestet.
Zitat:
Original geschrieben von JeanLuc69
[
Dass eine Einfahrphase existiert, merkt man alleine schon an den anfangs höheren Verbrauchswerten von Öl und Kraftstoff ...
...und wie lange setzt Du die Einfahrphase dann an? Ich hatte mal dazu eine Diskussion mit meinem Motorradhändler......er meinte zu meinem Motorrad...zugegebenermassen etwas Treckerähnliches....diese Motoren sind doch erst nach 20-25 TKM richtig eingefahren.
Zitat:
Original geschrieben von JeanLuc69
Natürlich arbeiten die Zerspanungsmaschinen heute mit geringstmöglichen Toleranzen ... bei neuen Werkzeugen und optimal einjustierten Maschinen. Das ist letztlich auch der Grund dafür, warum man heute kein Einfahröl mehr benötigt ... das war letztlich nichts anderes als Schneideöl.
Wobei beim Laser-Honen ja eher geschmolzen und verdampft wird.
Hallo zusammen, ich hoffe ihr könnt mir da etwas weiterhelfen. Beim Motor einfahre ist mir soweit alles klar (Oder eben doch nicht). Dennoch weiss ich nicht so genau was es bedeutet "Kein Vollgas" geben. Heisst es das ich das Gaspedal nie ganz durchdrücken darf, egal in welchem Gang?. Habe ich leider schon ein paar mal gemacht (Vielleicht nicht ganz aber ev. doch)😕. War das jetzt sehr schlecht? Hoffe das nichts passiert ist, bin nämlich davon ausgegangen das ich nur auf die Drehzahl achten muss. Ps. Habe nur wärend der Fahrt das Pedal mal durchgedrückt um zu beschleunigen (Kein Ampelstart o.ä.). Bin erst 130 km gefahren, meint ihr das hat dem Motor jetzt geschadet?
Zitat:
Original geschrieben von BjoernX
Hallo zusammen, ich hoffe ihr könnt mir da etwas weiterhelfen. Beim Motor einfahre ist mir soweit alles klar. Dennoch weiss ich nicht so genau was es bedeutet "Kein Vollgas" geben. Heisst es das ich das Gaspedal nie ganz durchdrücken darf, egal in welchem Gang?. Habe ich leider schon ein paar mal gemacht. War das jetzt sehr schlecht? Hoffe das nichts passiert ist, bin nämlich davon ausgegangen das ich nur auf die Drehzahl achten muss. Ps. Habe nur wärend der Fahrt das Pedal mal durchgedrückt um zu beschleunigen (Kein Ampelstart o.ä.). Bin erst 130 km gefahren, meint ihr das hat dem Motor jetzt geschadet?
Ogottogott...alles geht nun kaputt! 😁
Nee, mal im Ernst, Du hast Dch hier ganz schön verunsichern lassen. Massgeblich ist das, was im Handbuch steht.