Verbrauch 2.0 TFSI Ultra 190PS
Hat jemand schon größere Touren mit dem Wagen absolviert und kann mal seine Erfahrungen zum Verbrauch posten? Vielen Dank schon mal.
Beste Antwort im Thema
Ich hatte bereits im Nachbar-Thread über meine B9 Limousine berichtet...
Ich habe meinen 2.0 TFSI Ultra vor drei Wochen übernommen und bin bis dato gut 1.200km gefahren, davon primär mein Pendelprofil (1/3 Autobahn, 1/3 Landstraße, 1/3 Innenstadtverkehr). Ich fahre den B9 wenn es geht sportlich und reize die Leistung zumeist aus. Auf der Autobahn gerne auch Vmax. In Summe liegt mein Verbrauch bei etwa 9,4 Liter/100km. Auf schnellen Autobahnetappen geht er mal auf über 10l hoch. Bei zurückhaltender Fahrweise schaffst Du aber auch ganz easy unter 8 Liter, ohne wirklich langsamer unterwegs zu sein. Sparsamer gehts mit "Segeln" und dem Efficiency-Modus mit Sicherheit auch. Ich nutze aber nur Comfort bzw. Dynamic.
Ich bin von dem Motor nachhaltig begeistert. Vorher hatte ich einen B8 Allroad mit 190PS (TDI, Quattro, S-Tronic) und davor einen Q5 mit 177PS (TDI, Quattro, S-Tronic). Bei gleichem Fahrprofil und gleicher Fahrweise wie heute hatte ich etwa 8 bzw. 9 Liter/100km verbraucht. Meinen nächsten Firmenwagen werde ich (im nächsten Jahr) auch wieder mit dem TFSI Ultra bestellen. Von mir in Sachen Leistungsentfaltung, Sound und Verbrauch eine klare Empfehlung!
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Zitat:
@DJ BlackEagle schrieb am 8. Februar 2017 um 20:42:37 Uhr:
Also beschwert euch bei den Regierungen bzw EU.
Das wäre in der Tat ein Ansatz, der genau auf das gemeinte Abzielt. ("Was ist normale Fahrweise", oder halt, wer bestimmt diese)
Denn die Testverfahren geben dies ja eigentlich vor. Offensichtlich also tatsächlich der bessere Ansprechpartner.
Btw. Beinhaltet dein Beitrag natürlich aich einen nicht unerheblichen Tipp für alle denen der Verbrauch tatsächlich so wichtig, ggf. sogar Kaufentscheidend ist. Schaut euch die Verbrauchangaben auf den USA Seiten an und nicht auf den EU Seiten! 😉
Zitat:
@BigBugHmb schrieb am 8. Februar 2017 um 21:18:33 Uhr:
Zitat:
@DJ BlackEagle schrieb am 8. Februar 2017 um 20:42:37 Uhr:
Also beschwert euch bei den Regierungen bzw EU.Das wäre in der Tat ein Ansatz, der genau auf das gemeinte Abzielt. ("Was ist normale Fahrweise", oder halt, wer bestimmt diese)
Denn die Testverfahren geben dies ja eigentlich vor. Offensichtlich also tatsächlich der bessere Ansprechpartner.Btw. Beinhaltet dein Beitrag natürlich aich einen nicht unerheblichen Tipp für alle denen der Verbrauch tatsächlich so wichtig, ggf. sogar Kaufentscheidend ist. Schaut euch die Verbrauchangaben auf den USA Seiten an und nicht auf den EU Seiten! 😉
Und da scheint NFZ halt zu lasch zu sein, als die USA.
Einerseits, warum soll ein Hersteller in legalen Rahmen nicht zu Tricks greifen, solange es legal ist.
Schließlich sieht man an der US Seite die richtigen und für jeden erreichbaren Werte.
Daher ich mein Denken, das die EU das Problem ist und nicht der Hersteller. 😉
Ich würde in den Tests immer vorgeben, das das Auto voll ausgestattet sein muss fürs Testverfahren und einmal als nackt Serie (so wie es der Kunde kaufen kann).
Aber wir werden hier lange rum diskutieren und um im Kreis drehen. Da sage ich lieber, greift das Problem am Kopf ab (also die EU).
Ich weiß nicht, ob der von der USA ist. Wenn ja und auch genauso um gesetzt ist wie in der USA, wäre es gut. 🙂
Aber so wie ich die EU kenne, ist der bestimmt auch lascher. 😉
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Der WLTP soll weltweit einheitlich gelten, und zwar schon ab September diesen Jahres. Vermutlich aber nur für Modelle, die danach eingeführt werden.
http://www.t-online.de/.../...r-verbrauchsluege-nefz-bei-neuwagen.html
Kritik gibt es natürlich auch schon dran:
http://www.heise.de/.../...isieren-neue-Verbrauchsmessung-2571252.html
mfg, Schahn
Zitat:
@BigBugHmb schrieb am 8. Februar 2017 um 19:09:57 Uhr:
Wessen Realität? Und wer bestimmt was "normale Fahrweise" zu sein hat?
Ganz einfaches Beispiel: Schnapp Dir einen Audi A3 6L 1.6 (102 PS) und fahre diesen konstant mit Richtgeschwindigkeit. Im Ergebnis wirst Du auf knapp über 7 Liter auf 100 km kommen. Die EU - Angabe lautet 6,8, passt also ungefähr. Nun nimm einen vergleichbaren Neuwagen (Audi A3 8V 1.0 TFSI, 115 PS) und mach das gleiche. Die Werksangabe lautet hier 4,4, aber die wirst Du unter Garantie um mindestens 1,5 Liter überschreiten, denn mit 4,4 Litern fährt auch ein 1.0 Dreizylinder Ottomotor keine konstant 130 km/h schnell. Man muss bei den meisten neueren Fahrzeugen also sparsamer fahren, um die Werksangaben zu erreichen. Das kann doch nicht Sinn und Zweck der Sache sein, denn sparsamer fahren kann man mit dem Altfahrzeug auch.
Wie gesagt, bei modernen Fahrzeugen ist eine geänderte Fahrweise notwendig, um an die sparsamsten (angegebenen) Werte zu kommen, insbesondere beim Ultra Modell des neuen A4 ist das gravierend "auf die Spitze" getrieben worden, aus dem ja auch dieser Thread hervorgeht.
"Früher" war z. B. eine gleichbleibende Geschwindigkeit zu "halten" so ziemlich die sparsamste Möglichkeit das Fahrzeug über eine Strecke zu bewegen, aber das ist zu einem großen Teil bei aktuellen Modellen leider auch schon wieder Geschichte und gehört mittlerweile wahrscheinlich sogar zur zweithöchsten Verbrauchsfahrweise.
Hochoptimierte Luft-, Roll- und Motorwiderstände inkl. entsprechender neuer Öle, Lager und Auskupplungen, priorätisieren mittlerweile den antriebslosen Rollbetrieb, der durch diese Optimierungen mittlerweile in der Regel mehr Kraftstoff einspart, als danach zum Aufbeschleunigen wieder verwendet werden muss, so das "unterm Strich" eine Einsparung entsteht.
Wenn man also ein aktuelles Neufahrzeug, mit der Sparfahrweise der älteren Fahrzeuge testet, wird das Neufahrzeug immer schlecht da stehen, im Verhältnis zu den angegebenen Werten.
Eine große Diskrepanz entsteht somit auch dadurch, dass sich die jeweils verwendete Sparideologie der Fahrzeuge teilweise schneller und gravierender ändert, als der allgemeine Fahrer dafür umlernt.
Richtig ist allerdings, dass zum Erreichen des höchsten Sparpotenzials, das sparsame Fahren etwas "anspruchsvoller"(?) wird.
Auf dieser Ebene kann man dann ggf. argumentieren, dass man die Tests, auf denen ja die Verbrauchsangaben beruhen, ggf. an den allgemeinen (nicht so lernfähigen?) Fahrer anpassen könnte. Wobei dann aber wieder die mögliche Fähigkeit des Fahrzeuges unterschlagen wird und dadurch dann ggf. Entwicklungen auf der Strecke bleiben, weil man sie dann ja nicht mehr mit den damit erreichbaren Werten verkaufen kann/darf.
Eine Ideallösung gibt es dafür wahrscheinlich nicht...
Wie soll man dann also fahren auf der Bahn, wenn man sparsam sein will? Eine Sekunde Vollgas, dann rollen lassen, dann wieder Vollgas? Wie soll das funktionieren? Das macht ja auch nicht die GRA oder das ACC, mit der man z.B. auch nie die angegebenen Werte erreicht. Also ist selbst die hochgepriesene Assistenztechnik dazu nicht in der Lage. Und dann soll das der normale Durchschnittsfahrer können? Noch dazu, ohne dass das irgendwo mal drauf hingewiesen wird?
mfg, Schahn
Je nach Einstellungen macht es auch das ACC, wobei dieses das noch intelligenter versucht, indem es z.B. Geodaten und den Verkehr vor dir mit berücksichtigt. Geringe Abstände oder dichter Verkehr verhindern das Nutzen der Möglichkeiten natürlich sofort.
Auch eines der Kritikpunkte, stellt man selbst was ab (viele scheinen z. B. den "Segelmodus" zu deaktivieren) oder ist im falschen Fahrmodus, ist natürlich auch das Einsparpotenzial schnell im Keller.
Zitat:
@BigBugHmb schrieb am 9. Februar 2017 um 01:37:00 Uhr:
"Früher" war z. B. eine gleichbleibende Geschwindigkeit zu "halten" so ziemlich die sparsamste Möglichkeit das Fahrzeug über eine Strecke zu bewegen, aber das ist zu einem großen Teil bei aktuellen Modellen leider auch schon wieder Geschichte und gehört mittlerweile wahrscheinlich sogar zur zweithöchsten Verbrauchsfahrweise.
Konstant fahren spart immer Sprit, egal ob alt oder neu. Auch wenn Einrichtungen verbaut sind, die diese Verluste verringern sollen (z.B. intelligente Generatorregelungen, gerne vollmundig als "Bremsenergierückgewinnung" verkauft), so tun sie das nur im Vergleich zu einem Fahrzeug, das diese Dinge nicht an Bord hat, jedoch nicht, wenn man mit einem möglichst gleichmäßigen Fahrer vergleicht.
Zitat:
Eine große Diskrepanz entsteht somit auch dadurch, dass sich die jeweils verwendete Sparideologie der Fahrzeuge teilweise schneller und gravierender ändert, als der allgemeine Fahrer dafür umlernt.
Richtig ist allerdings, dass zum Erreichen des höchsten Sparpotenzials, das sparsame Fahren etwas "anspruchsvoller"(?) wird.
Die große Diskrepanz entsteht dadurch, dass der selige NEFZ zu viele Freiräume lässt. So dürfen z.B. Fugen abgeklebt werden, außerdem darf man Nebenaggregate deaktivieren, den Luftdruck auf praxisuntaugliche Werte erhöhen und dermaßen dünnflüssiges Öl einfüllen, dass der Motor damit im Alltag nicht lange halten würde. Das hat sich zwar seit der Einführung nicht geändert, jedoch wird auf CO2 seit ein paar Jahren bekanntlich großes Augenmerk gelegt (Änderung der Kfz - Steuer und so), und da CO2 direkt vom Verbrauch abhängt, ziehen viele Hersteller halt alle Register. Ein nicht unwesentlicher Teil der angeblichen Verringerung findet also nur auf dem Papier statt, aber davon hat die Umwelt nichts.
Zitat:
Eine Ideallösung gibt es dafür wahrscheinlich nicht...
Doch, die gibt es. Ein Anfang: Der WLTP. Der macht Schluss mit übertriebenen Tricksereien. Dazu noch die RDE (also Verbrauchswerte im Alltag), fertig. Vergleichbare Fahrweise für einen fairen Verbrauchsvergleich, alles andere ist Käse.
Vor zehn Tagen gab es einen schönen Klartext Artikel dazu auf Heise Auto:
Die Optimierung auf den NEFZ ist schlecht für uns Fahrer
Was mir aber speziell zum Audi auffällt, ist dass das mein erster Wagen ist, der im BC mehr anzeigt als tatsächlich verbraucht wurde:
- BC: 9,3 l/100km
- SM: 8,83 l/100km
Der Unterschied ist immerhin ein halber Liter, wobei der real berechnete Verbrauch bei Spritmonitor auch noch den Verbrauch der Standheizung mit einbezieht ...
Ich hab den Langzeitspeicher noch nie zurück gesetzt. Kann es evtl. sein dass der BC mogelt und nicht die Werte der letzten 18.500 km einbezieht, sondern z.B. bei 10.000 abschneidet?
Mein letzter Peugeot 508 hat das so gemacht, aber hat das danna uch angezeigt, indem die km auf 9.999 stehen geblieben sind.
Ich meine auch, dass der Langzeitspeicher des BC nicht den gesamten Bereich betrachtet. Aber das sollte ja irgendwo stehen, im Handbuch vielleicht?
mfg, Schahn
Zitat:
@CrankshaftRotator schrieb am 9. Februar 2017 um 15:49:21 Uhr:
Konstant fahren spart immer Sprit, egal ob alt oder neu. Auch wenn Einrichtungen verbaut sind, die diese Verluste verringern sollen (z.B. intelligente Generatorregelungen, gerne vollmundig als "Bremsenergierückgewinnung" verkauft), so tun sie das nur im Vergleich zu einem Fahrzeug, das diese Dinge nicht an Bord hat, jedoch nicht, wenn man mit einem möglichst gleichmäßigen Fahrer vergleicht.Zitat:
@BigBugHmb schrieb am 9. Februar 2017 um 01:37:00 Uhr:
"Früher" war z. B. eine gleichbleibende Geschwindigkeit zu "halten" so ziemlich die sparsamste Möglichkeit das Fahrzeug über eine Strecke zu bewegen, aber das ist zu einem großen Teil bei aktuellen Modellen leider auch schon wieder Geschichte und gehört mittlerweile wahrscheinlich sogar zur zweithöchsten Verbrauchsfahrweise.
Das Stimmt so leider nicht mehr...
Im Schubbetrieb wird z.B. gar kein Sprit verbraucht, da die Einspritzung komplett abgeschaltet wird und unter bestimmten Umständen ist sogar der Segelbetrieb sparsamer, da hier nur ein "lastfreier Leerlauf" des komplett entkoppelten Motors aufrecht erhalten wird. (Die beste Wahl von beiden, versucht der Bordcomputer anhand der Geodaten und verschiedener anderer Parameter wie Verkehrsdichte, Abstand etc. zu ermitteln)
Aber auf jedenfall verbraucht beides deutlich weniger Kraftstoff, als wenn ununterbrochen eine gleiche Menge Kraftstoff im "Lastbetrieb" des teilbetätigten Gaspedals eingespritzt werden muss.
Durch das "DriveByWire" erfolgen auch die Beschleunigungen nur noch einer festgelegten Kurve unter Idealverbrauch...
Konstant fahren, spart nur noch gegenüber nervösen "Gas geben - bremsen - Gas geben - bremsen..." Fahrern (oder unter Umständen auch mal bei ungünstigen örtlichen Gegebenheiten) wirklich Kraftstoff ein, ist aber in einem DbW Fahrzeug aktueller Bauart, eben nicht mehr "der sparsamste" Betrieb.
Also die Schubabschaltung hatte schon bei mein seliger GTI aus 1995. Oder noch konkreter, die gibt es, seit es Einspritzer gibt. Und nen Freilauf, neudeutsch "Segeln", hatte schon der Wartburg 353, sogar (mechanisch) schaltbar ;-)
Das sind alles keine Erfindungen der Neuzeit...
mfg, Schahn
Nun plückt doch nicht alles auseinander wie Trolle. Es geht nicht um das "Einzelne".
Das Gesamtkonzept in Gänze macht es erst möglich, dass das ganze Energiekonzept in eine andere Richtung kippt!
Insbesondere das Zusammenspiel von DriveByWire, Geodaten, Verkehrsbeobachtung, Optimierungen im Bereich der Roll-, Motor-, Lager-, Luftwiederstände.
Man erinnere sich nur mal an den simplen Ausrolltest B8 vs. B9. Nicht umsonst rollte der B9 dabei satte 450Meter weiter!
Diese Verknüpfungen und die ganzheitliche Umsetzung gab es eben so noch nicht und wurde durch DbW auch erst so effektiv möglich...
Wartburg...? So ein Blödsinn... Wenn das euer neues Diskussionsniveau sein soll, bin ich raus...