TDI PD, Turboloch und Vibrationen
Zitat:
als vielfahrer habe ich mich für den 1.9TDi entschieden. Von der Leistung her kein leistungssportler aber für mich gut ausreichend. leider hat er durch das Pumpe-Düse prinzip einige nachteile: extrem brummiger lauf (turbo-traktor), der auch dazu führt, daß es schnell zu vibrationen im innenraum kommt, die zwar beseitigt werden können, aber nerven.
Zitat:
Daneben fällt er durch Anfahrschwäche und turboloch negativ auf. Den 2.0tdi bin ich probegefahren. der fortschritt im brumm-faktor ist minimal, anfahrschwäche und turboloch hat er genauso. ausserdem kommt es beim 2.0tdi vermehrt zu starkem motorruckeln (auch drehzahl) im leerlauf (mehr dazu wie so oft im A3 Forum)
An die PD TDI Fraktion hier, stimmt das ? Ist ja erschreckend zu lesen. Da möchte ich dann doch keinen Diesel haben.
79 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von pv125
Denke nicht dass es sich überwiegend um Bastler und Schrauber handelt sondern eher um Leute die einen kommenden Klassiker (welches das Tee Model zweifelsohne werden wird) als auch kein Theater mit Motoren und Elektronik zu schätzen wissen.
Dabei waren die W124 genau die Baureihe, mit der Daimler seinen Ruf, unschlagbar zuverlässige Autos zu bauen, erstmals so richtig aufs Spiel setzte.
Stichwort Bonanza-Effekt, und das war noch das harmloseste.
Ein Tester eines Taxi-Branchenblattes schrieb damals sogar "...wer sich ernsthaft überlegt, seinen Fuhrpark auf W124 umzustellen, täte gut daran, einen weniger und dafür einen gebrauchten Abschleppwagen anzuschaffen".
Habe selber mal ein paar Wochen einen W124 fahren "dürfen", als der (erst vor ein paar Wochen verkaufte) 91er Audi 100 (C4, 2,8EV6 Automatik) von einem Golf in größerem Umfang kaltverformt worden war.
Das Ding war im Vergleich zum Audi eine armselige Konservendose: Motor höllisch laut, Straßenlage schlimmer als mein damaliger Zweitwagen (ein Seat Marbella...), Wintertauglichkeit (und das obwohl die Kiste mit elektr. Anfahrhilfe und allem pipapo vollgestopft war) null komma garnix.
Das von früheren (und inzwischen auch den neueren) Daimler-Baureihen vermittelte Gefühl einer unerschütterlichen Solidität konnte der nicht mal ansatzweise vermitteln, selbst der Peugeot 106, den ich mir einige Zeit später zugelegt hatte, machte einen solideren Gesamteindruck.
Kein Wunder, daß Audi mit dem C4-100er (später in A6 umbenannt) einen regelrechten Raubzug bei der Daimer-Stammkundschaft durchziehen konnte.
Lediglich motorisch hatte Daimler da bei den höheren Leistungsklassen noch etwas die Nase vorn bzw. einfach die größere Auswahl, bei Audi gab es da anfangs nur den 2,8lV6 und später die Sportversionen mit dem fetten V8 und eine Zeitlang mit einem "brontal" aufgeladenen Fünfzylinder.
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Zitat:
Original geschrieben von yochen
hi!
ich muß interpolis recht geben - im prinzip ist es alles schei**egal, oder? ok, jedem sein stolz auf sein fahrzeug - sonst hätte man sich ja ein anderes gekauft..... aber was "besser" ist kann nicht wirklich entschieden werden. nur weil CR und PD etc. alles dieselmotoren sind vergleicht man trotzdem äpfel mit birnen - es gibt hunderte unterscheidungsmerkmale .... ohne ende....
fazit also: glücklich mit seinem auto sein, einsteigen, fahren spaß haben! oder war da noch was? 😁
cheers, jochen
Ich bin glücklich mit meinem Golf V 2.0 TDI gerade wenn ich daran denke das mein erste PKW ein Trabi Bj.69 war. Da konnte man laut sagen das da nur ein rollende Traktor war. Und auch mit dem hatte ich freude gehabt. Jetzt schätze ich noch mehr meinen Golf V.
Hallo.
Erstmal: Eine schöne, sachliche Diskussion mit vielen Leuten, die auch wirklich Ahnung haben, wovon sie schreiben. War angenehm und interessant zu lesen.
Nun will ich auch meine Erfahrung beitun.
Fahre selbst einen cr-Diesel. Der 1,7 cdti mit 100 PS gibt es bei Opel mit zwei Einspritzsystemen, eine von Denso (Corsa, Meriva) und eine von Bosch (Astra). Im Corsa ist der 1,7er ne Wucht, im Astra eher mäßig.
Vergleiche ich meinen schon starken Motor mit dem PD-TDI (115 PS) im Golf 4 eines Freundes, muss ich ehrlich sagen: 1.) Der ach so rauhe Lauf fällt mir gar nicht so auf. Klar, dieselt schon ganz schön, aber auf eine sehr kraftvolle Art.
2.) Das super früh anliegende Drehmoment und souveräne fahren mit frühem Hochschalten ist DER Vorteil des PumpeDüse-Aggregats. Das kann mein cr-Diesel nicht.
3.) Der cr-Diesel ist drehfreudiger und hat auch noch Kraft auf der AB bei höheren Drehzahlen.
Fazit: Vom Fahrgefühl her ist der PD saustark, ich fände es schade, wenn er "ausstirbt". Das kann kein cr-Diesel so gut....
Bin schon verschiedene VP, CR und PD Diesel gefahren. Meine Meinung:
- Die Zeitschriftenzitate usw., die behaupten, der neue CR V6-Diesel im A4/A6 ist um längen besser als der alte 2.5 Pumpe Düse V6-TDI, sind gelinde gesagt Schwachsinn. Es gab nie einen PD V6 TDI, das waren TDI's der ersten Generation mit Verteiler-Einspritzpumpe.
- Es gibt einige CR's, die deutlich ruhiger laufen als z.B. der 2.0TDI. Andere sind mindestens genauso rauh. Gerade der BMW 118d, 120d und der Mondeo 2.0TDCI sind mir sehr negativ aufgefallen in Sachen Leerlauf und Langsamfahrt-Nageln.
- Es gibt durchzugsstarke CR's, zum Beispiel der 220CDI von Mercedes. Andere sind wiederum sehr schlapp für ihre Nominalleistung, zum Beispiel der Opel 1.7CDTi, BMW 118d oder Peugeot 307HDi 135. Da macht sich, wie im Fall 118d/120d auch bemerkbar, dass die Anbieter der CR-Motoren oft auf extrem lange Übersetzungen zurück greifen, um den Verbrauch im erträglichen Rahmen zu halten. Die Ford TDCI's sind in der Charakteristik wiederum eher den PD's ähnlich und obenraus drehfaul, untenrum dagegen bissig.
- Ich bin bisher noch keinen Common Rail Diesel gefahren, der in Sachen Verbrauch auch nur Ansatzweise an meinen alten 1.9TDI 115PS oder auch den 2.0TDI herangekommen sind. Einen BMW 118d/120d oder auch Opel 1.9CDTI 150PS fährt man eher mit 7,5l/100km oder auch mal mehr.
Ich würde mir auch wünschen, die PD wären noch etwas ruhiger, wobei der 2.0TDI schon viel besser ist als die 1.9er. Aber im Verbrauch sind sie unschlagbar. Und VW wird sicher nicht auf absehbare Zeit CR in den Vierzylindern einführen, man setzt vielmehr auf Piezo-PD-Elemente.
Das die V6 und V8 mit CR kommen, war immer klar gewesen, da CR bei höheren Zylinderzahlen kostengünstiger ist und die V-Bauweise bei der größe der PD-Elemente problematisch ist.
Im übrigen setzen auch einige Nutzfahrzeughersteller auf PD, während andere CR bevorzugen - wie bei den PKW's auch. Soweit ich weiss, setzt zum Beispiel MAN auf CR, während Scania seine gesamte Motorenpalette auf Pumpe-Düse umstellt.
Also nix mit PD veraltet. Beide Systeme werden auf absehbare Zeit nebeneinander existieren.
Und zu den "Erfahrenen Herstellern" und dem Kommentar "Bosch vs. Siemens" von weiter oben kann ich nur empfehlen, sich mal anzuschauen, wieviele Einspritzpumpen der beiden Hersteller schon zurück gerufen wurden. Da steht bei Bosch ein Megarückruf bei den CR Systemen zu Buche, der bei BMW sogar zum Produktionsstillstand geführt hat.
Cheeeeeers
T.
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Zitat:
Original geschrieben von tom76de
- Es gibt durchzugsstarke CR's, zum Beispiel der 220CDI von Mercedes. Andere sind wiederum sehr schlapp für ihre Nominalleistung, zum Beispiel der Opel 1.7CDTi, BMW 118d oder Peugeot 307HDi 135. Da macht sich, wie im Fall 118d/120d auch bemerkbar, dass die Anbieter der CR-Motoren oft auf extrem lange Übersetzungen zurück greifen, um den Verbrauch im erträglichen Rahmen zu halten. Die Ford TDCI's sind in der Charakteristik wiederum eher den PD's ähnlich und obenraus drehfaul, untenrum dagegen bissig.
Der 1,7 cdti ist nur im Astra etwas schwachbrüstig. Im Corsa/Meriva ist er sehr durchzugstark. Liegt an einer anderen Einspritzung. Außerdem hat er im oberen Drehzahlbereich sehr viel Kraft. Der Golf4 TDI 115 PS eines Freundes ist auf der Autobahn ab 150 km/h nicht wesentlich zügiger unterwegs als ich. Obwohl er ein 6-Gang-Getriebe hat.
Auch der Verbrauch des 1,7 cdti ist besser, obwohl der Meriva schwerer ist als der Golf4.