Öl-Wechsel-Intervall - Betrug von VW?
Also die (garantierten) Angaben vom Öl-Hersteller sind bei Castrol Edge FST 5w-30 z.b. 30.000km oder 24Monate.
VW trägt das auch so in den Bordcomputer ein.
Doch reduzieren sich die Tage (angeblich) durch Kaltstarts, so das ich z.B. alle 1,5 Jahre zum Ölqechsel muss, in Summe ist das ein Millionengeschäft für VW und die Öl-Konzerne.
Doch kann ich meinen Bordcomputer nicht einfach ein halbes Jahr lang meckern lassen ehe ich zum Ölwechsel fahre?
Auch interessant für Leute die noch in der Garantie sind, wie sieht es da mit Garantieansprüche aus?
Weil es gibt keine offiziellen Angaben dazu das Kaltstarts das Intervall verkürzen, oder?
Ich weiß das das Öl das Blut für den Motor ist etc. aber hier geht es nicht um eine glaubenssache, also bitte fachlich Antworten und nicht nach dem persönlichen Geschmack..... Wenn der Bordcomputer durchweg 24 Monate anzeigt und manche dann nach 18 Monaten freiwillig ein Ölwechsel machen, ist dass ok, aber hier will VW anscheinend etwas aufzwingen was keine fachliche Grundlage hat.
Gruß
Richy
Beste Antwort im Thema
Weshalb wird hier häufig von Betrug und/oderAbzocke gesprochen, nur weil bestimmte Zusammenhänge nicht sofort erkannt werden oder plausibel erscheinen?
75 Antworten
Zitat:
@Ritter_Chill schrieb am 31. Oktober 2017 um 14:18:33 Uhr:
Ich denke schon, dass wir davon ausgehen können, dass das Öl siehst mitgebracht wird, auch zu vw. Ist ja kein Problem und das LL Öl kostet nicht nennenswert mehr.
Wer dein Öl bei dem Preis nicht selbst anliefert, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Da ist bestimmt auch jede VW-Werkstatt voll begeistert, wenn du ihnen ihre größte Einnahmequelle (2 € Einkauf -> 25 € Verkauf) wegnimmst. 🙂
Solange sie das selbst angeschleppte Öl akzeptieren ist ja gut, aber verpflichtet sind sie dazu nicht.
Mal sehen; beim nächsten Ölwechsel bin ich sowieso aus der Garantiezeit raus. Da lass ich es bei meinem mal drauf ankommen.
Also das mit den Kaltstarts höre/lese ich zum ersten Mal. Mein Golf ist jetzt 5 Jahre und er hat bei den Serviceintervallen noch nie die Tage runtergezählt. Dass die km runtergezählt werden ist klar aufgrund des Fahrprofils, aber die Tage? Wäre mir neu.
Doch, auch die Tage. Meine mussten früher wegen der Tage sogar früher als Restkm möglich waren. Und das bevor die 2 Jahre erreicht wurden.
Zitat:
@Shabooboo schrieb am 1. November 2017 um 07:13:39 Uhr:
Also das mit den Kaltstarts höre/lese ich zum ersten Mal. Mein Golf ist jetzt 5 Jahre und er hat bei den Serviceintervallen noch nie die Tage runtergezählt. Dass die km runtergezählt werden ist klar aufgrund des Fahrprofils, aber die Tage? Wäre mir neu.
Für LL-Intervall gilt es definitiv.
Gehe mal im Bordcomputer in die Einstellungen, Service, Info.
Dort bekommst du dann die Info, wann du zum Ölwechsel sollst. Es werden dir 2 Daten angegeben. Dies sind einerseits die Restkilometer (anfangs 30 tkm und es wird je nach Profil nach unten korrigiert) und dann werden die noch die Tage angegeben, die du noch fahren darfst, bevor das Auto einen Ölwechsel will (exakt 2 Jahre vom letzten Ölwechsel).
Ähnliche Themen
Es gibt Menschen, die fest davon überzeugt sind, das die gängigen Ölwechselintervalle Abzocke sind. Gestützt wird dies immer wieder durch mediale Beiträge, die in das gleiche Horn blasen. Hier heißt es oft, dass die Ölwechsel für den Kunden nicht nötig wären, und Hauptsache ein unverzichtbares Geschäft für die Werkstätten darstellen.
Es ist in meinen Augen ganz klar, dass viele Werkstätten, die jetzt schon ums Überleben kämpfen, auf das Ölwechselgeschäft nicht verzichten können. Auch ist klar, das die Ölpreise bei Vertragswerkstätten der großen Autohersteller zu völlig überzogenen Preisen verkauft wird. Aber da muss man ja also Kunde nicht unbedingt mitspielen.
Aus meiner Sicht stellt sich die Situation wie folgt dar. Ich besitze zwei EA288 TDI, einen 150er und einen 184er. Der 150er wird hauptsächlich überland und in der Stadt gefahren. Der 184er auch regelmäßig lange Autobahnstrecken, in der Regel bei Tacho 130-150 km/h. Beim 150er ändert sich der Ölstand zwischen zwei Wechselintervallen überhaupt nicht, beim 184er kippe ich alle 10t km gut einen halben Liter nach.
Was schließe ich daraus? Auch moderne Motoren verbrauchen in meinen Augen geringfügig Öl. Wenn also der Ölstand beim 150er konstant bleibt, dann kompensiert ins Motoröl eingetragener Diesel den geringfügigen Ölverbrauch des Motors. Der eingetragene Diesel kann nicht mehr aus dem Öl verdampfen, weil der Motor auf diesem Streckenprofil einfach nicht richtig warm wird. Anders ist das beim 184er, dort erreicht das Motoröl auch mal Temperaturen >100°C.
Das heißt, dass sich besonders bei meinem 150er die Ölqualität über die Zeit verschlechtert, insbesondere die Schmiereigenschaften.
Ein flexibles Ölwechselintervall hat durchaus seinen Sinn. Beispielsweise ist bei besonders vielen Kaltstarts relativ zur gefahrenen Strecke der Kraftstoffeintrag ins Öl besonders hoch. Es macht also durchaus solche Parameter in die Berechnung mit einfließen zu lassen.
Ob nun ein Ölwechselintervall von 30t, 40t oder 60t km sinnvoll und notwendig ist, weiß ich nicht. Dafür fehlen mir die wissenschaftlichen Erkenntnisse. VW kommuniziert aber klar und deutlich, dass das flexible Ölwechselintervall abhängig von Fahrprofil, Fahrweise usw. ist. Dass einige seit 100t km ihr Öl nicht gewechselt haben und damit angeblich gut fahren, ist für mich kein Beleg für die Sinnhaftigkeit einer solchen Vorgehensweise. Deshalb würde ich es mir verkneifen dem Hersteller gleich "Abzocke" zu unterstellen.
Das größte Einsparpotential liegt schon mal darin, sein Öl einfach selbst mitzubringen.
Zitat:
@DieselSeppel schrieb am 1. November 2017 um 08:32:34 Uhr:
...Das größte Einsparpotential liegt schon mal darin, sein Öl einfach selbst mitzubringen.
Das größte Einsparpotential wäre, kein Auto zu besitzen. 😛 😁
ernsthaft:
Es ist ja leider in unserem Lande verbreitet, dass man alles haben will und am liebsten dafür noch Geld bekommt anstatt zu bezahlen.
Es ist ja nicht verboten sich über solche Dinge Gedanken zu machen. Aber gleich mit wüsten Anschuldigungen aufzutreten bevor überhaupt eine richtige Auseinandersetzung mit dem Thema stattgefunden hat, das muss nicht sein.
Zitat:
@DieselSeppel schrieb am 1. November 2017 um 08:45:32 Uhr:
Es ist ja nicht verboten sich über solche Dinge Gedanken zu machen. Aber gleich mit wüsten Anschuldigungen aufzutreten bevor überhaupt eine richtige Auseinandersetzung mit dem Thema stattgefunden hat, das muss nicht sein.
Sollte keine Kritik von mir an dir sein.
Ich sehe es genau wie du. Jeder soll sich dazu seine Gedanken machen dürfen und entscheiden, was er möchte und muß dann mit seinem Dienstleister reden. Die beiden können sich dann sicher auf eine Variante einigen, mit der beide zufrieden sind.
Öl selbst mitbringen hat sich mittlerweile derart etabliert, dass sich das keine Werkstatt mehr leisten kann das abzulehnen und das macht auch keine. Und wenn, dann geh ich zu einer anderen.
Okay, zwar kann ich keine eindeutigen Fakten finden, aber von Betrug möchte ich nicht mehr sprechen, statdessen denke ich kann man von Täuschung sprechen, weil mir VW damals bezüglich LL gesagt hat "30.000km oder 24Monate" und dabei wurde auf Kaltstarts etc. nicht hingewiesen, sollte normalerweise Täuschung sein.
Zu meinem Fahrprofil:
Zum Ölwechsel zeigt der mir immer an:
0 Tage oder noch 18.000km
Ich fahre in 2 Jahren nur 12.000km demnach nach 1,5 Jahren nur etwa 9.000km, wo ich dann zum Ölwechsel muss..... Das die Ölqualität durch das Fahrprofil leidet ist klar, aber ich denke die wenigen Km die ich nur fahre gleichen das wieder aus, so das 24 Monate eigentlich auch ok wären.
Gruß
Richy
Zitat:
@KRRichy schrieb am 1. November 2017 um 09:47:33 Uhr:
Okay, zwar kann ich keine eindeutigen Fakten finden, aber von Betrug möchte ich nicht mehr sprechen, statdessen denke ich kann man von Täuschung sprechen, weil mir VW damals bezüglich LL gesagt hat "30.000km oder 24Monate" und dabei wurde auf Kaltstarts etc. nicht hingewiesen, sollte normalerweise Täuschung sein.
Auch das ist eine unhaltbare Anschuldigung, denn hierzu heißt es schwarz auf weiß in der
aktuellen Preisliste(die du ja sicher vor dem Kauf gelesen hast):
Zitat:
Mit dem flexiblen Service setzt Volkswagen eine Technologie ein, mit der Sie nur dann einen Service vornehmen lassen müssen, wenn ihr Fahrzeug ihn benötigt.
Das besondere daran ist, dass zur Ermittlung [...] die individuellen Einsatzbedingungen (persönlicher Fahrstil und Betriebsbedingungen) berücksichtigt werden [...].
[...]
nach Service-Intervall-Anzeige (max 30.000 km/2 Jahre)
(Hervorhebungen von mir)
Daher meine Frage: Wer genau ist "VW"? Und warum hast du dich unter Zuhilfenahme der beim Händler ausliegenden und im Internet verfügbaren Verkaufsunterlagen nicht ordentlich kundig gemacht und sprichst jetzt von Betrug und Täuschung?
Dir ist klar, dass eine derartig funktionierende Serviceintervallberechnung bei fast allen Autoherstellern üblich ist?
Zitat:
@Ritter_Chill schrieb am 1. November 2017 um 09:13:45 Uhr:
Öl selbst mitbringen hat sich mittlerweile derart etabliert, dass sich das keine Werkstatt mehr leisten kann das abzulehnen und das macht auch keine. Und wenn, dann geh ich zu einer anderen.
Das kann ich bestätigen.
Ich achte aber drauf, dass es immer Öl der Norm VW502 ist. Und zwar "freigegeben". Nicht "ähnlich".
Und da gab es noch nie Probleme.
der "Stevie"
Zitat:
@KRRichy schrieb am 1. November 2017 um 09:47:33 Uhr:
...., weil mir VW damals bezüglich LL gesagt hat "30.000km oder 24Monate" und dabei wurde auf Kaltstarts etc. nicht hingewiesen, sollte normalerweise Täuschung sein.Gruß
Richy
"VW" hat "gesagt"?!?!
Das VW Logo in Wolfsburg? Das kann sprechen?
;-)
'tschuldigung. Aber wer soll das den juristisch verwendbar "gesagt" haben?
In der Anleitung ist es imho genau beschrieben.
Und das schon seit Einführung der flexiblen Intervalle vor knapp 20 Jahren.
Danke und Gruß
der "Stevie"