Monster im Rückspiegel...

Audi TT 8J

Monster im Rückspiegel!!! Bloß weg hier!

Vielleicht kennt ihr das, wenn ihr mal mit einem Kleinwagen unterwegs gewesen seit:
Autobahn, das Gaspedal tief ins Bodenblech gedrückt, der Wagen stöhnt, der Tacho gibt satte 158km/h her. Und dann...
...dann kommt ein Monster von Auto im Rückspiegel. Ein Porsche nähert sich mit zwo vierzig.
Bloß weg hier!

Mal von dieser fiktiven Geschichte abgesehen:
Was ist eigentlich eure Erfahrung mit dem TT? Machen die Leute Platz, wenn ihr im Rückspiegel auftaucht oder denken alle das ist eh nur ein 1.6 A3?

Und überhaupt: Bei welchen Autos macht eigentlich jeder Platz?

79 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Da.Ko TT


...

Ich finde das hat nichts mit "notorischen Linksfahrern" zu tun. Ich hoffe doch, dass alle wissen, dass es in Deutschland so etwas merkwürdiges wie Rechtsfahrgebot gibt. 😉

...

Und genau hier ist Deine Hoffnung m. E. zwar löblich, aber umsonst. 😉

Wenn man auf der linken Spur überholt und sich dabei einem langsameren vorausfahrenden Fahrzeug nähert, dann kann nur einer von zwei Fällen vorliegen. Der Vorausfahrende ist (1) entweder selbst dabei einen Überholvorgang durchzuführen, (2) oder aber rechts ist die Spur frei und der Typ fährt trotzdem links.

Im ersten Fall bringt noch soviel von dem ominösen Überholprestige, dessen Existenz ich bestreite, gar nix. Der Vorausfahrende kann gar nicht nach rechts ziehen, weil er sonst mit dem Auto kollidieren würde, das er gerade selbst überholt.

Im zweiten Fall kann ominöses Überholprestige auch wenig bringen. Der Fahrer befindet sich höchst wahrscheinlich in einem quasi-komatösen Zustand und bemerkt seine notorische Linksfahrerei gar nicht. Es gäbe nun die Möglichkeit den Typen mit der Lichthupe zu wecken. Dann können Konstellationen (a) oder (b) eintreten. Bei (a) wacht er auf, bemerkt seinen Fehler und fährt rechts rüber. Andernfalls (b) bist Du an den Herrn Oberfahrschullehrer geraten, der Dir jetzt erst einmal die Lektion erteilen wird, wie lange und v. a. wie langsam er so auf der linken Spur vor sich hin dameln kann. Da helfen dann nur noch ganz starke Nerven oder ein auf dem Dach lafettiertes MG. Aber Überholprestige wird man auch hier nicht beobachten können.

Also lange Rede kurzer Sinn: Überholprestige gibt es m. E. nicht. Der Vordermann bleibt links oder wechselt die Spur aus allen möglichen Gründen. Mit der Marke oder dem Typ des hinterherfahrenden Fahrzeugs hat das ganze aber rein gar nix zu tun.

Zitat:

Original geschrieben von onkel_eduard


Und genau hier ist Deine Hoffnung m. E. zwar löblich, aber u Mit der Marke oder dem Typ des hinterherfahrenden Fahrzeugs hat das ganze aber rein gar nix zu tun.

Deine Argumentation ist schon schlüssig und nachvollziehbar.

Dennoch macht es m.E. einen Unterschied welches Auto sich von hinten nähert:

Einem schnellen, den sich zügig nähert oder seine schnelle Beschleunigung demonstriert, macht man eben doch mal schnell auch bei einer kleineren Lücke Platz - wo man sonst links geblieben wäre wenn sich hinter einem ein langsames Auto befindet.

Ich fahre im übrigen auch gerne schnell, halte mich aber streng an das Rechtsfahrgebot, zumindest bei < 180 km/h.
Ich mache auch jedem Platz der schneller fahren kann oder will - ganz egal ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht oder es sich um einen Lupo oder Smart oder Porsche handelt.

Zitat:

Original geschrieben von Klaus G.


...
Dennoch macht es m.E. einen Unterschied welches Auto sich von hinten nähert:
Einem schnellen, den sich zügig nähert oder seine schnelle Beschleunigung demonstriert, macht man eben doch mal schnell auch bei einer kleineren Lücke Platz - wo man sonst links geblieben wäre wenn sich hinter einem ein langsames Auto befindet.

...

Reden wir denn hier von einem Prestige, welches gewissermaßen eine eingebaute Vorfahrt suggeriert, oder von Drängeln? Ich kann nicht behaupten, dass ich besonders häufig Beobachtungen gemacht hätte, dass Leute Überholvorgänge abgebrochen hätten, wenn sich von hinten ein anderes Auto nähert, welches aber den Sicherheitsabstand einhält. Dazu gibt es auch einfach keinen Grund.

Allerdings gibt es sehr wohl Leute, vor denen man sich zum einen selbst schützen muss und die man auch vor ihrer selbst schützen sollte. Gewisse Leute halten sich selbst für extrem gute Autofahrer, weil ihnen tatsächlich ein Sicherheitsabstand von 4,37 cm genügt, um im Falle einer Bremsung des Vordermannes noch reagieren zu können. Diese Leute sitzen dann häufig in einem Auto, dem Überholprestige nachgesagt wird. Diese Korrelation lasse ich gelten. 😉

So wird m. E. ein Schuh draus. Manche schützen einfach nur sich selbst und ihre Mitfahrer vor anderen. Diese Schutzmaßnahme aber als Ehrfurcht vor dem Überholprestige des anderen zu verstehen, wird der Sache kaum gerecht.

Zitat:

Original geschrieben von onkel_eduard


Wenn man auf der linken Spur überholt und sich dabei einem langsameren vorausfahrenden Fahrzeug nähert, dann kann nur einer von zwei Fällen vorliegen. Der Vorausfahrende ist (1) entweder selbst dabei einen Überholvorgang durchzuführen, (2) oder aber rechts ist die Spur frei und der Typ fährt trotzdem links.

Ich bin seit geraumer Zeit am überlegen, ob sich alle Situationen auf der Autobahn wirklich in diese beiden simplen Fälle ohne Betrachtung weiterer Randfaktoren eingliedern lassen.

Aus deinem bisheringen Auftreten heraus, Onkel Eduard, vermute ich eine absolut unantastbare Argumentation und könnte mir weitere Zeilen eigentlich schenken..tue es aber trotzdem nicht.

Denn wenn ich jemanden oder eine Gruppe anderer Fahrzeuge überhole spielen auch der Faktor Eigengeschwindigkeit im Verhätnis zum Tempo der anderen eine Rolle. Wenn ich jetzt also eine Gruppe rechts fahrender Verkehrsteilnehmer mit einer verhältnismäßig geringen Mehrgeschwindigkeit (ich rede nicht von Elefantenrennen) überhole, kalkuliere ich durchaus in wie weit ich ein sich von hinten näherndes Fahrzeug dabei in seinem Vorwärtskommen stören könnte. Muss der Teilnehmer hinter mir als bremsen, wenn ich mit der bisherigen Geschwindigkeit weiter links bleibe (und dabei defintiv schneller bin als die rechte Spur) oder passt das in seinen Fluss. Wäre es fair abzubremsen und sich in die Gruppe der Rechtsfahrenden einzugliedern um einen Abbremsvorgang des "Nachfolgenden" zu vermeiden?

Wenn es Überholprestige gibt, dann greift es meiner Meinung nach an genau jener Stelle. Und das ist es auch was ich mit dem LED-Tagfahrlicht meinte. Bedingt durch seine Charakteristik löst es zumindest in mir - und Subjektivität sowie Emotionen sollen ja hier erlaubt sein - eher die Tendenz aus einen eventuell nötigen Bremsvorgang für dieses Fahrzeug zu vermeiden..ihm also "Platz" zu machen.

Ansonsten würde ich es bevorzugen, wenn du deine geringschätzigen Kommentare über notorisches Linksfahren auf Grund mangelnder Einschätzbarkeit etwas dezenter formulieren könntest...aber auch ist wieder rein subjektiv. Ich für meinen Teil find ich mich jedenfalls defintiv so oft wie möglich auf der rechten Spur wieder.

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Zitat:

Original geschrieben von DeLight


...

Ansonsten würde ich es bevorzugen, wenn du deine geringschätzigen Kommentare über notorisches Linksfahren auf Grund mangelnder Einschätzbarkeit etwas dezenter formulieren könntest...

Nein, das kann ich definitiv nicht. Notorische Linksfahrer genauso wie Drängler stellen eine immanente Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer dar, indem sie diese zu riskanten und teilweise gefährlichen Fahrmanövern verleiten oder zwingen. Zu recht werden diese beiden Autofahrergruppen konsequent von der Polizei verfolgt und ihr Verhalten mit entsprechenden Bußen geahndet.

Aber zurück zum Thema: Das von Dir beschriebene Überholverhalten ist in der Tat etwas problematisch zu bewerten. Denn es spielen zwei Faktoren mit hinein: der Überholende und der bereits weiter hinten auf der linken Spur befindliche Fahrer. Gäbe es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von z. B. 120 km/h wäre das alles kein Problem, denn beide Fahrer würden vermutlich eine ähnliche Geschwindigkeit haben. Ohne ein Limit allerdings können die Geschwindigkeiten sehr unterschiedlich sein. Problemlos kann die Sache nur dann ablaufen, wenn beide Fahrer sich korrekt verhalten. Der Vordermann sollte die eigene Geschwindigkeit realistisch relativ zu der des sich nähernden Fahrzeugs einschätzen und entsprechend handeln. Umgekehrt muss der Hintermann frühzeitig (!) seine Geschwindigkeit den neuen Verkehrsverhältnissen anpassen und nicht mit 200 km/h bis auf wenige Meter auffahren und dann im letzten Moment auf die Bremse steigen bei synchroner Betätigung der Lichthupe. Und genau dieses Verhalten wird dann gerne als Überholprestige fehlgedeutet. Diese Nötigung ist pure Absicht und zeugt weniger von überlegenem Prestige als vielmehr von mangelnder charakterlicher Reife.

Meine Position ist übrigens nicht unantastbar, sondern nur meine persönliche Sicht der Dinge nach vielen tausend Kilometern auf deutschen Autobahnen. Wissenschaftlich und fundiert untersucht habe ich das bestimmt nicht. 😉

Ich glaube wir reden hier ganz schön aneinander vorbei. Onkel kritisiert hier ganz zurecht eine gewissen Klientel auf Autobahnen, die glauben

- eine eingebaute Vorfahrt zu haben
- im Kaufpreis die permanente Nutzung der linken Spur mit drin zu haben
- nötigen und drängeln zu müssen
- jemanden zwingen zu müssen den Überholvorgang abzubrechen

Diese Typen (und auch "Typinnen"😉 habe ich genauso gefressen. So wie Onkel Überholprestige deutet stimme ich ihm auch zu. Wenn es etwas mit nötigendem aggresivem Verhalten zu tun hat, dann lieber kein Überholprestige.

Mir geht es eher um notorische Linksfahrer die das Rechtsfahrgebot auch nicht kennen und dann mit 100km/h links bleiben obwohl weit und breit kein weiteres Auto ist. Hier beobachte ich eben doch ein unterschiedliches Verhalten. Und das nicht provoziert durch irgendetwas was die StVO verbietet, inklusive schnell heranbrettern.

Wenn es ein Tempolimit gäbe, dann wäre es wohl wirklich anders. So erlebe ich es zumindest z.B. in der Schweiz oder Frankreich. Aber das ist ja dann wieder ein anderes und wahrscheinlich noch viel sensibleres Thema 😁

Vorbeigelassen wird bei mir jeder, wenn er schneller fahren will dann soll er das. In eine enge Lücke quetsch ich mich deswegen zwar nicht oder Überholvorgang breche ich deshalb auch nicht ab, ziehe halt sobald die Möglichkeit da ist nach rechts.

Wobei ich zugeben muss, bei einem Sportwagen like Porsche oder einem RS,M Modell etc. zieh ich gerne nach rechts, lass ihn vorbei um mir einfach das Auto anzuschauen.
Als ich den TT das erste mal live gesehen hab , war auf der Autobahn, musste ich ihn mir gleich mal genauer anschauen, Vorne, Seite, Hinten der Typ wird sich auch seinen Teil gedacht haben 😁

Was ich aber auch sagen muss, fahre prozentual schon viel links, liegt aber nicht daran, dass mir die rechte Spur nicht gefällt, sondern weil ich doch recht flott unterwegs bin und eigentlich dauernd am Überholen bin, wenn dann eine größere Lücke kommt, zieht man natürlich rüber.
Außerdem gibts von der Fahrbahn teilweise ganzschön krasse Unterschiede vom Zustand her : rechts Schlaglöcher, Spurrillen (grad bei Regen >Aquapla.) und links naja nicht wie neu aber doch besser.

Also wie gesagt, Platz gemacht wird jedem (wobei ich einen Kleinwagen einfach davonzieh, dann hat er auch wieder seinen Platz😉 und links wird halt soviel gefahren wie nötig ist.

Hupe und Lichthupe brauch ich eigentlich nie auf der Autobahn, halt auch immer ausreichend Abstand, schläft mal einer wieder auf der linken Spur, wird halt nachdem der vorher einem grad überholte hatte und er ausreichend Platz rechts mal kurz der Abstand bisschen verkleinert, ganz links auf der Spur gefahren, dann kapierens die meistens, dass sie grad fehl am Platz sind...

Was ich noch sagen wollte, die wahren Rennfahrer auf der Autobahn sind nicht die Sportwagenfahrer sondern UPS,DPD etc. mit ihren Lieferwagen😁 Ich kann deren Zeitdruck schon nachvollziehen, aber die lassens schon krachen.

Zitat:

Original geschrieben von onkel_eduard


...oder ein auf dem Dach lafettiertes MG.

Sind die nach StVO, auf die Du so gerne hinweist, nicht auch verboten? Oder vielleicht auch nach anderen Gesetzen? Naja, ich finde, auf einem TT sieht sowas sowieso bescheiden aus - aber wenn Du es magst (andere beschweren sich ja schon über die "Haifischflosse"😉... 😉 Naja, lassen wir das 😁

Rechtsfahren / Linksfahren / Drängeln? Ich werde schon langsam meschugge und fühle mich hier angeklagt von einem wildgewordenen Verwandten, der mich in die gleiche Schublade zu den Verkehrsrüpeln packen will - angeklagt der Raserei, Drängelei, Linkespurblockiererei und allgemeiner Mißachterei deutscher Gesetze und Verordnungen.
Dagegen will ich mich verwahren!
Ich gewinne aus diversen Texten hier irgendwie den Eindruck, dass eine sehr eingeschränkte Sichtweise auf das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorherrscht - eher als "Verkehrsgegner".
Dem ist leider sehr häufig so, ja unbestritten. Aber es geht auch anders! Was ist denn mit den "nicht-extrem-Fällen"? Einer langen Lücke zwischen 2 LKW etwa? Zu kurz, um rechts rüber zu fahren, zu lang, um ein schnelleres Auto nicht durchzulassen? Wie würdet ihr reagieren? Es liegt KEIN Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot vor - etwa 10 Sekunden hat mir mal einer erklärt, müsse man ungestört rechts fahren können, bevor man die "linkere" Spur verlassen muss. Aber den anderen mal schnell durchlassen und dann wieder links fahren ginge doch auch, oder? Dafür müsste man meist nichtmal bremsen.

Ich kann selbst weder notorische Drängler noch Linksfahrer ausstehen, da hilft in beiden Fällen nur ein kühler Kopf (Nein, nicht strombergen 😉) und Gelassenheit. Selbst will ich aber auch nicht zu denen gezählt werden!

Ich interpretiere diesen Thread halt anders, habe ich ja schon vorher geschreiben - aber wer hier Verkehrspolizei spielt, wo keine Verstöße vorliegen, der zählt zu eben diesen Lehrmeistern, auf die hier ja zurecht genauso geschimpft wird, wie auf Raser, Drängler und Linksfahrer.

Trotzdem danke für den Hinweis - der eine oder andere mag es vergessen haben, dass Regeln im Straßebnverkehr zu beachten sind, die nicht auf der PS-Zahl und der Scheinwerferoptik basieren...

Grüße
EarlFred

@EarlFred
dem schliesse ich mich voll und ganz an.

Zitat:

Original geschrieben von gandalf1068


@EarlFred
dem schliesse ich mich voll und ganz an.

Da bin ich dabei. Wie gesagt, mir ging es nicht darum, einzelne hier zu belehren. In unserer Einschätzung zum Autobahn-Darwinismus sind wir ja ohnehin der gleichen Meinung.

Ich denke, dass es eigentlich möglich sein müsste, sich auch auf der Autobahn zivilisiert benehmen zu können. In der Regel hat die ganze Aufregung ja auch kaum etwas mit mangelndem autofahrerischen Talent zu tun, als vielmehr mit einem Mangel an Coolness. Wenn die Leute einfach mal ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen würden und bei einem möglichen Fehler des anderen Nachsicht üben würden, statt gleich zu eskalieren, wäre es deutlich entspannter für alle.

Peace, Leute. Ich gehe jetzt erstmal in die Küche und mach mir einen Hagebuttentee. Danach suche ich meine Birkenstock-Latschen und gehe noch ein bisschen in den Dritte-Welt-Laden. Heute Abend werden wir dann mal in unserer Kommune über das Thema Überholprestige reden. 😉

Zitat:

Original geschrieben von EarlFred


Was ist denn mit den "nicht-extrem-Fällen"? Einer langen Lücke zwischen 2 LKW etwa? Zu kurz, um rechts rüber zu fahren, zu lang, um ein schnelleres Auto nicht durchzulassen? Wie würdet ihr reagieren? Es liegt KEIN Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot vor - etwa 10 Sekunden hat mir mal einer erklärt, müsse man ungestört rechts fahren können, bevor man die "linkere" Spur verlassen muss. Aber den anderen mal schnell durchlassen und dann wieder links fahren ginge doch auch, oder? Dafür müsste man meist nichtmal bremsen.

ich schliesse mich da ebenfalls an. eine bemerkung noch zu dem obigen fall: das ist genau die situation, bei der das vermeintliche "überholprestige" eine rolle spielt. da ich möglichst nicht bremsen will, gehe ich eher nach rechts, wenn ich das gefühl habe, dass mein hintermann mich auf jeden fall überholt hat, bevor ich auf den vorderen lkw auflaufe. ich gehe da eigentlich meistens nach rechts, wenn ich aber nach 3 sekunden merke, der schafft das nicht, gehe ich wieder rüber nach links. das gilt nicht für die kollegen, die mir während meines überholvorgangs mit festbeleuchtung in den kofferraum kriechen, die dürfen zum dank noch eine weile weiter hinter mir toben, bis sie sich beruhigt haben. wenn ich mich recht entsinne, sind bis zu 20 sekunden "lücke" rechts toleriert.

den (seltenen!) fall des notorischen linksfahrers bei freier rechter spur handhabe ich meistens so, dass ich eine zeitlang mit abstand hinterherfahre, dann kurze lichthupe (bei einhaltung des abstands keine nötigung), und wenn er dann immer noch nichts merkt oder merken will, rechts rüber, aufschliessen, kurz warten und dann so schnell wie möglich überholen (ist in der regel die billigste variante, falls einer zuschaut.) übrigens ist dies keine aufforderung an irgendjemanden, so etwas verbotenes auch zu tun 😉

Zitat:

Original geschrieben von gandalf1068


Mir geht es eher um notorische Linksfahrer die das Rechtsfahrgebot auch nicht kennen und dann mit 100km/h links bleiben obwohl weit und breit kein weiteres Auto ist.

@gandalf,

dieser Typus Autofahrer pfeift auch auf das

Überholprestige

eines heran fliegenden Boliden.

Eines ist ohnehin jedem sonnenklar: es kann keiner gezwungen werden, auf der Autobahn Geschwindigkeiten über seine Verhältnisse zu fahren, nur weil ein von hinten Herannahender vorbei will.

Wenn ich also meine, auf der Autobahn mit 200 Km/h und mehr fahren zu müssen, bin ich auf den guten Willen der Vorausfahrenden angewiesen und verhalte mich dementsprechend.
Von daher gebe ich auch nichts auf Überholprestige 🙂

Ich fahre also, wann immer möglich, zügig rechts und überhole wenn es sich ergibt auch mit dieser gleichmäßigen Geschwindigkeit...

"Überholprestige" ist schon das mit Abstand peinlichste Wort bzw. Eigenschaft..

Für was bitte braucht jemand "Überholprestige"?! 🙁

Zitat:

Original geschrieben von BananaJoe


"Überholprestige" ist schon das mit Abstand peinlichste Wort bzw. Eigenschaft..

Für was bitte braucht jemand "Überholprestige"?! 🙁

Gebe ich Dir vollkommen recht. War ja zum Glück nicht meine Wortschöpfung. Ich brauche so etwas zumindest nicht.

Zitat:

Original geschrieben von gandalf1068


Mir geht es eher um notorische Linksfahrer die das Rechtsfahrgebot auch nicht kennen und dann mit 100km/h links bleiben obwohl weit und breit kein weiteres Auto ist.

die links-blocker haben meistens noch die interessante eigenschafft ihr tempo immer zu halten. wenn die mit punkt 130 links fahren wo kein tempolimit ist fahren die auch mit 130 durch nen tunnel wo 80 ist bzw. ne baustelle.

ist ein sehr merkwürdiger typus, denn denen muss das dauernde gedrängel der schlange hinter ihnen doch eigentlich genauso auf den wecker gehen wie den leuten die dahinter hängen.

die sind allerdings in den letzten jahren weniger geworden, ist zumindest mein eindruck.

das grössere hinderniss und grund für einen massiven abfall der durchschnittsgeschwindigkeit sind aber imo die mittelspurschleicher, die nie auf die 'lkw-spur' fahren, egal wie frei die ist. damit werden alle, die mehr als 100 fahren wollen auf die linke spur gezwungen, wo dann die leute mit 250 und die mit 120 aufeinandertreffen (teilweise im wörtlichen sinne).

um zum ursprünglichen thema zurückzukommen: abgesehen von automarken die leicht identifizierbar sind (porsche, ferrari...) sind die schlüsselreize zum freimachen der spur imo vor allem licht und geschwindigkeitsunterschied. damit wird man meistens auch in mittelklassewagen vorbeigelassen.

die einzige klientel bei der das nicht richtig funktioniert sind nach meiner erfahrung bmw-fahrer. die machen nur extrem widerwillig platz.

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