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Mein Traumauto R129 oder R230

Mercedes SL
Themenstarteram 1. April 2020 um 10:31

Guten Morgen liebe Gemeinde,

ich möchte mir gerne einen kleinen Traum des Zweitwagens erfüllen.

Es soll auf jeden Fall ein SL sein, ich bin nun schon seit Monaten am überlegen und am recherchieren welches das passende Modell für mich ist.

In die engere Auswahl kommt:

R129, 600er oder 500er

R230, AMG55, 600er oder 500er

Ihr werdet jetzt denken, warum beschränke ich mich nicht auf 2. Probleme ist, dass ich alle Modell gut finde, mir aber leider nur ein Modell leisten kann, ansonsten würde ich natürlich einen R230 und R129 nehmen.

Wie ist euer Rat bzw. Empfehlung, vielleicht auch ein wenig in Betracht auf Fahreigenschaften/ Zuverlässigkeit, Reparaturkosten und evtl. auch Wertsteigerung.

Ich bin für jeden Tipp dankbar

Vielen lieben Dank

Beste Antwort im Thema
am 1. April 2020 um 13:20

Hallo,

ich sah mich dazu gezwungen, einige Beiträge hier unsichtbar zu machen.

Entschuldigung, aber was war das denn für ein Stil?

Der User pauldyk ist ein neu angemeldeter MT-User – dementsprechend ist von einer Community ein angemessener Empfang zu erwarten.

In dessen Rahmen sollte es möglich sein, einen User freundlich (!) auf die Suchfunktion hinzuweisen und vielleicht sogar womöglich mit gutem Beispiel voranzugehen und ein paar gute Kaufberatungs-Threads zum Thema herauszusuchen.

Es kann von neuen Usern nicht erwartet werden, dass sie das Forum von Minute 1 an komplett überblicken, mit allen Funktionen vertraut sind und auf jede kleine "Fehlbedienung" von der erfahrenen Userschaft unsachliche Reaktionen folgen.

Mangels Hinweisen, die darauf hindeuten würden, dass pauldyk sein Anliegen nicht ernst meint, sind auch Verweise auf den 01.04., Schulferien oder Corona-Lagerkoller nicht angebracht. Korrigiert mich bitte, sollte ich etwas übersehen haben.

Wenn das Thema "R129 vs. R230" tatsächlich vermehrt auftauchen sollte, wäre es eventuelle eine Idee, alle relevanten Informationen durch einen oder mehrere hier aktive und erfahrene User zusammenzufassen und in einen Beitrag zu packen, auf welchen in Kaufberatungen solcher Art dann verwiesen werden könnte.

So würde das Wiederkäuen eines häufig auftretenden Themas vermieden und Hilfesuchen dennoch optimal geholfen. Dennoch weise ich darauf hin, dass diesen dadurch unbenommen wäre, dennoch Threads zu Detailfragen zu eröffnen.

Alternativ böte sich die Erstellung eines Sammelthreads an.

In diesem Sinne hoffe ich, dass es hier freundlich und sachlich weitergeht – die Beitragsregeln gelten dieses Jahr sogar an 366 Tagen.

 

MfG

el lucero | MT-Moderation

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Also man muss ja nicht alles wieder neu schreiben, was bereits in MT geschrieben wurde. Deshalb zu den Wartungskosten eines SL 500 Mopf1 bei Km-Stand knapp 100 tsd dieser Thröt hier:

https://www.motor-talk.de/.../...pektion-sl500-r129-bj97-t5303299.html

Im nächsten Thread werden ein par Schwachpunkte bei einem SL 500 aus 1992 aufgelistet, die auftauchten nachdem er auf der Hebebühne inspiziert wurde:

https://www.motor-talk.de/.../...eim-kauf-von-r129-500sl-t4502103.html

Im nächsten Faden steht einiges zum Getriebeölwechsel:

https://www.motor-talk.de/.../sl-500-getriebeoelwechsel-t1517758.html

Die hohen Wartungskosten, die oben im 1. Thread aufgezeigt werden, kann man vermeiden, wenn man

1. ein Fahrzeug kauft, bei dem kein Wartungsstau besteht

2. die Wartung nicht bei Benzens sondern in einer freien Werkstatt durchführen lässt

3. die Ersatzteile auf dem freien Markt besorgt

4. bei 4000-6000 km p.a. nicht jedes Jahr eine Vollwartung durchführt, sondern einen Ölwechsel pro Jahr, einen Bremsflüssigkjeitswechsel alle 2-3 Jahre und eine große Wartung mit Klimaanlagencheck und Innenraumfiltertausch alle 4-5 durchführen lässt.

Zur Wartungshäufigkeit siehe diesen Faden:

https://www.motor-talk.de/forum/inspektion-wie-oft-t6800877.html

Bei meinem SL 500 Mopf2, der seit meinem Kauf vor knapp 5 Jahren von einem früheren Mercedes-Werkstattmeister bei kniffligeren Wartungsfragen und Reparaturen betreut wird und an dem ich nur ab und zu kleinere Arbeiten selbst erledige (diesen Monat will ich z.B. das Verdeck-Hydrauliköl wechseln), sind bisher folgende Wartungs-/Reparaturkosten seit dem Kauf und mittlerweile 25 tsd absolvierten Kilometern angefallen (Bruttopreise):

Reparaturen:

Lufmassenmesser erneuert und Neueinstellung des Motors -> 850 €

Kurbellenscheibe erneuert und neu gelagert -> 550 €

1 Stabistrebe vorne ersetzt -> 50 €

1 Scheinwerferabdeckung vorne ersetzt -> 70 €

Istandsetzung Motor Scheinwerferwischeranlage -> 30 €

Servicearbeiten

2x Klimaservice mit Auffüllung Klimamittel -> 150 €

3x Ölservice -> 180 €

1x Innenraumfilter -> 20 €

2x Bremsflüsigkeitswechsel -> 120 €

Im nächsten Jahr steht der Kauf neuer Reifen an, weil die aktuell gefahrenen bereits 9 Jahre alt sind. Dazu könnten -je nachdem wieviele Km ich dieses u. nächstes Jahr mit dem SL fahre - in 2 Jahen die Bremsklötze und ggf. Scheiben vorne fällig sein (Hinweis des Prüfers bei der HU dieses Jahr, die ohne Mängel bestanden wurde).

Mein SL 500 hatte beim Kauf allerdings auch keinen Wartungsstau, sondern kam frisch von der (großen) Inspektion mit Getriebeölwechsel.

Dafür hat er auch mehr als 10k € gekostet ....... but you get what you pay for -;).

Zum SL 600 kann ich nix beitragen, weil ich bisher noch keinen besaß.

Früher - zur Zeit des R129 - gab es den Pflegedienst und den Wartungsdienst - immer im Wechsel. Der Hauptunterschied besteht darin, das der Pflegedienst eine Durchsicht ist und man die Räder nicht abmontiert. Beim Wartungsdienst dagegen ein Kundendienst im größeren Umfang bei dem man die Räder abmontiert, ob die Bremsen gut sind oder nicht, das wird immer gemacht. Dann gab es noch alle 60 tkm, 90 tkm, 120 tkm, usw... Zusatzarbeiten.

Teilekosten hängen von dem benötigen Material ab. Der V12 hat 4 Zündkerzen mehr und ca. 2 Liter Motoröl mehr. Der V12 hat eine teure Bremsanlage, die Anlage haben auch im W210 der E50 AMG und der E55 AMG drin. Damals hat man die stärkste Bremsanlage aus dem Regal genommen, also aus dem R129. Da SL600, E50 und E55 in geringen Stückzahlen gebaut wurden, sind die Dinger dementsprechend teurer. Glaube Bremsen einmal komplett ca. 1.200 € Materialkosten.

Frage doch einmal bei MB nach, wieviel AW's (Arbeitswerte) die für einen Wartungsdienst für den 500SL und 600SL berechnen, dann rechnest noch etwa 500 - 1.000 € an Teile hinzu und hast deine Kosten.

Wie bei jedem Modell gibt es viele Punkte. Irgendwo gibt es sicher (!) eine Kaufberatung zum R129.

Ganz ehrlich, wenn auf den V12 spitz bist, hol dir einen! Denn die Zeit wird bald kommen, da wird man sich solche Teile nicht mehr leisten können, wenn mal die Elektrifizierung effektiv klappt und anteilig den Verbrenner verdrängen werden. Niemand kann sagen, wann das sein wird.

Wichtigste Punkte: Der Motor soll top laufen, keine untypischen Geräusche und ganz wichtig - kein Ölverlust! Ein Problem am V12, weil mega Aufwand zum abdichten! Der Motor sollte im Leerlauf absolut ruhig laufen, nicht sägen -> wenn ja, zieht Falschluft. Thema Kabelbaum vom Motor, wenn noch nie was gemacht wurde, mal 2 Mille in der Hinterhand haben, falls es auftritt. Dann muss das Automatikgetriebe butterweich schalten, es darf im gesamten Antriebsstrang nichts schlagen bzw. sich ausgeschlagen anfühlen. Bremsen, Reifen, Öl und so Zeugs ist pillepalle. Dann Verdeck muss dicht und funktionsfähig sein. Fahrwerk sollte angenehm sein, nichts ausgeschlagen. Auch die Innenausstattung sollte noch was taugen, sowas kann man schlecht einfach richten, wie im Gegensatz kurz nen Kotflügel lackieren.

Am besten so einen Wagen vom eiskalten Zustand bis richtig heiß fahren. Abstellen, kurze Zeit wieder starten, wieder fahren, testen. Unter's Auto schauen, ob nach der Probefahrt was tropft.

Die Wartungskosten sind eigentlich immer das kleinere Problem, beim 600er halt ein wenig höher, beim 300er etwas weniger, bei hobbymäßiger-Zweitwagen-Schönwetter-Kilometerleistung aber vernachlässigbar.

 

Teurer wird's dann bei den Rep.-Kosten, weil es beim 600er doch arg eng im Motorraum zugeht. Da fallen einfach mehr Nebenarbeiten an. Der Motorleitungssatz wurde schon erwähnt, bröselt nach Jahren einfach auseinander. LMM hört man auch hin und wieder. Und natürlich beim 600er das ab Werk verbaute ADS. So eine ADS-Revision wird unter 5.000 EUR nicht zu haben sein und so kann man die Liste angsteinflößend fortführen.

 

Und noch einmal: Ein MB-Scheckheft sagt nur aus, das regelmäßig Ölwechsel, div. Filter und Zündkerzen getauscht wurden. Viel, viel wichtiger sind die Arbeiten, die eben nicht im Scheckheft stehen.

 

Auch ist die Halteranzahl zweitrangig. Augenmerk sollte hier eine Historie sein, die u.a. auch den KM-Stand z.B. durch TÜV-Berichte belegt.

 

Und es gibt auch nicht das Preisfenster. Ist es ein deutsches Modell, wird der Preis zu einem US-Modell bei gleicher Ausstattung und gleichem KM-Stand höher liegen. Japaner liegen irgendwo dazwischen ggfs. sind aber "Euroumbauten" vorzunehmen. Hängt auch von der Ausstattung ab, wobei die meisten 500er/600er eher zur Kategorie "volle Hütte" zählen dürften. Ich behaupte mal, das ein Top gepflegter, deutscher 500er mir Historie und ohne Wartungsstau - also reinsetzen und los fahren - nicht unter 30.000 EUR zu haben ist.

 

Und zur Frage was gemacht werden sollte. Immer das, was im Service A oder B nicht steht. Ich erwähnte bereits die Getriebespülung oder auch den Wechsel der Verdeck-Öl-Hydraulik. Das sind keine lebenslange Füllungen wie MB einem gerne weis machen möchte. Das waren beim Kauf meines MOPF1 500er somit die ersten Maßnahmen, gefolgt von einem Ölwechsel des Differentials. Wartung, Reinigung und Desinfektion der Klimaanlage stand auch auf dem Programm, es fehlten etwas über 30% Kältemittel. Auch die Kühlflüssigkeit habe ich gewechselt. Einfach ausgedrückt: alle Flüssigkeiten. Auch sollten die Bremschläuche gewechselt werden. Auch wenn die äußerlich noch intakt erscheinen, die schwellen gerne auch mal nach innen zu. Der Lenkungsdämpfer sollte auch schon mal gewechselt worden sein.

 

Generell platt sind die Motorlager. Die waren bei meinem 500er nach rund 90.000km durch, und und und...

 

Rechne zum Kaufpreis einfach rund 15% Rep.-/Wartungskosten mit ein. Und lass die Finger von den 10.000 EUR Karren. Es sei denn Du bist technisch vorbelastet, hast eine Werkstatt und kannst vieles selber.

 

Ach ja. Und wenn es ein Modell mit ADS werden sollte. Steht der Wagen in der "Waage", also ist der Abstand Boden bis Kante Kotflügel gleich (bei ebenem Boden). Fährt der Wagen sauber rauf und wieder runter. ACHTUNG: VORHER UNBEDINGT DEN FLÜSSIGKEITSSTAND DES AUSGLEICHSBEHÄTERS KONTROLLIEREN. Ist da zu wenig drin während der Wagen hochpumpt, zieht die Pumpe Luft. Schade auch.....

Im hochgepumpten Zustand bei laufendem Motor den Sperrschalter betätigen ( am Lichtschalter, ist ein roter Knopf). Der leuchtet dann rot und im KI geht ein gelbe Lampe an. Motor abstellen und warten. Wird der Druck gehalten sind die Ventile intakt, Fahrzeug sollte sich nicht bzw. nur minimal u d gleichmäßig absenken. Bei der Probefahrt sollte er ordentlich dämpfen. Stellt sich trotz ADS eher das Gefühl von Sportfahrwerk ein, sind vermutlich die "Bulleneier" verschlissen.

 

Und abschließend. Der SL ist kein Golf, die Rep.-Kosten einfach höher. Und eine mögliche Reparatur von 2.000 EUR, die mit Sicherheit nicht jedes Jahr anfällt, sollte Dein Budget verkraften können.

 

Xello

Themenstarteram 7. April 2020 um 12:44

wow, dass ist echt hilfreich vielen Dank Leute.

Ich werde jetzt nach und nach mal einige Fahrzeuge anschauen und ich bestimmt noch mit weiteren Fragen nerven:-)

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