Mein Auto telefoniert mit BMW und ich weis nix davon.
Eine freundliche Frau hat mich heute angerufen und mir mitgeteilt, dass mein Auto sich zum 30.000km angemeldet hat und sie nun einen Termin mit mir ausmachen möchte. Toll, weil ich hatte keine Arbeit damit hatte und kurzfristig war auch Zeit, aber was mir tierisch gegen den Strich geht ist, dass das Auto das tut und ich nix davon weis, wenigstens fragen hätte mich die Software schon können. Meldung machen. Ja oder Nein.... Diese Selbständigkeit ist etwas was ich gar nicht leiden kann, das geht schon in Richtung Kontrollentzug.
Oder habe ich den Orwellschen-Snowden Wahn?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von DUEW
Du hast also kein Handy oder Smartphone. Nutzt keinen Pc oder Tablet? Googelst nicht und kaufst nichts online?
Wenn doch: Wenn Du Deinen Freiraum brauchst, dann schalte die Geräte zuerst aus bzw. nutze diese Dienste nicht mehr. Dein Bmw ist da bei weitem ein schlechterer Spion.
😉
Ich verstehe diese immer wieder angewandte Argumentationlogik nicht. Ein problematischer Sachverhalt kann doch nicht dadurch gerechtfertigt werden, dass es andere Sachverhalte gibt, die auch problmetisch sind.
Natürlich haben sich viele anfangs keine Gedanken gemacht, welches Potenzial die Technik entfesselt. Inzwischen zeichnet sich aber ein ziemlich gut erkennbares Bild ab und da stellt sich jedem einzelnen dann schon die Frage, ob er weiterhin blind daneben stehen will.
Was machen wir denn inzwischen alles freiwillig:
- Wir benutzen Smartphones, die unsere Gespräche, Nachrichten, Positionen, Kontakte kennen, diese übertragen und in Clouds speichern und die zum Teil nichtmal mehr abschaltbar sind, weil sich der Akku nicht entfernen lässt
- In diese Smartphones wird jetzt auch als neueste Gimmick ein Fingerabdrucksensor integriert, womit man dann wirklich rechtssicher nachweisen kann, dass eine bestimmte Person ein bestimmtes Gespräch getätigt oder eine bestimmte Nachricht geschrieben hat oder sich an einem bestimmten Ort befand
- Die selbe Insfrastruktur soll jetzt in Autos eingeführt werden, mit vom Hersteller bezahlten SIM-Karten. Hierdurch wird der Hersteller zu einem Provider und unter der Maßgabe der "Providerhaftung" kann man ihm dann in Zukunft alles abverlangen.
- Das nächste was wohl kommen wird ist 100%ig ein Komfortzugang oder Funkschlüssel mit Fingerabdrucksensor. Dann kann man auch noch rechtssicher beweisen, dass jemand eine bestimmte Fahrt getätigt oder eine Geschwindigkeitsübertretung oder Fahrerflucht begangen hat.
- Nicht unwichtig: wie in diesem Thread bereits zu sehen ist, existiert auch bereits ein Klima, wo Leute, die diese Dinge kritisch hinterfragen, diskreditiert werden.
Ich erwarte nicht mit diesem Posting irgendwen zu überzeugen. Aber ich habe es hiermit zumindest mal dauerhaft im Internet hinterlegt, so dass ich in ein paar Jahren darauf verweisen kann. 😉
418 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von campr
Bei der Fritzbox geht es auch darum, dass sie ein potentielle Einfallstor darstellen, nicht dass sie bereits geheime Daten sendet. Das war jetzt aber nicht so schwer zu verstehen, oder?
Und gerade deshalb ist BMW das falsche Ziel für's Info-Services bashing und mit den primär internetbasierten Lösungen nicht vergleichbar.
Wäre schon schön, wenn wir hier Fakten diskutieren könnten und uns das Lesen zwischen den Zeilen ersparen könnten.
Schönen Abend noch
Chris
Wenn man hier so reinliest, haben einige noch nicht alle Fakten zum eCall bekommen. Daher zitiere ich mich mal selbst.
Zitat:
Original geschrieben von F30328i
... Der eCall, der ab 2015 für jedes in Europa neu zugelassene Fahrzeug zur Pflicht wird, kann nicht abgeschaltet werden. Das steht in den Plänen, die das EU-Parlament [am 26.02.2014] beschlossen hat.Die EU führt diesen Grund dafür an: Es können sich Mitfahrer im Fahrzeug befinden, die evtl. entgegen der Meinung des Fahrzeugführers, ein Recht darauf haben, im Falle eines Unfalls schnell via eCall gerettet zu werden.
Zusammengefasst: Alle Connected-Drive-Dienste kann man deaktivieren bzw. gar nicht erst aktivieren. Der eCall ist immer aktiv, sobald man das Auto startet und lässt sich nicht deaktivieren. Und das hat sich nicht BMW ausgedacht, sondern das ist eine EU-Vorschrift.
Irgendwie scheinen einige das hier als BMW-Schelte misszuverstehen. Mir geht's gar nicht nur um BMW - andere Hersteller machen das ja genauso und für den eCall ist die EU verantwortlich.
Es geht einfach darum, dass diese Datensammelwut im Allgemeinen überhand nimmt und da wir in einem BMW-Forum sind, haben wir nun eben den Teil besprochen, den BMW dazu beiträgt. Ich finde den eCall aber tendentiell noch schlechter wenn er von der EU verordnet wird.
Zitat:
Original geschrieben von DUEW
2. Ist man nicht ignorant gegenüber dem Datenschutz seiner Daten, wenn man mit der Lösung von BMW zufrieden ist!
Letzteres unterstellst Du aber denen, die nicht Deiner Meinung sind.
Wo habe ich jemals geschrieben, dass irgendwer ignorant wäre?
Der Satz war "kein Wunder, dass über 80 Prozent der Autofahrer befürchten, dass die im Auto anfallenden Daten missbraucht werden könnten.".
Nach allem, was ich von dir bisher gelesen habe, gehe ich davon aus, dass Du nicht befürchtest, dass Deine Daten missbraucht werden. Weder unterstelle ich dir damit was oder beleidige ich Dich, sondern ich gebe nur wieder, was Du hier geschrieben hast. Ich habe es auch nicht gewertet.
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Zitat:
Original geschrieben von Jens Zerl
Ich finde den eCall aber tendentiell noch schlechter wenn er von der EU verordnet wird.
Ist irgendwie schon spannend hier, sobald irgendetwas verordnet wird, das möglicherweise Leben retten kann aber leider online abläuft, wird als erstes gleich an Missbrauch gedacht!? 🙄 Ein bisschen eine differenziertere Herangehensweise an das ganze Thema, vielleicht auch mit Angabe von Tatsachen und Fakten und weg mit den Mutmaßungen sollte doch wohl möglich sein? 😕
Die Tatsache, dass jemand (zum Beispiel ich) aktuell mit der Datenschutz-Situation von/bei BMW leben kann, dergestalt dass ich connected Drive Services zulasse und nutze, lässt keinerlei Rückschluss zu bezüglich der Frage ob jemand (oder ich) über möglichen Missbrauch anfallender Daten besorgt ist oder nicht.
Für mich kann ich das begründen, was ich in den vergangenen Tagen ein paarmal versucht habe. Sollte sich die Situation signifikant ändern muss ich sie auch neu bewerten.
Wenn ich von den aktuellen Ansätzen die ausschließlich auf Smartphone Nutzung setzen höre, wie sie jetzt beim Automobilsalon in Genf vorgestellt werden, wird mir allerdings anders. Zum Glück besteht für mich derzeit keine Notwendigkeit etwas anderes als einen BMW zu fahren 😉. Ein Smartphone besitze ich übrigens auch nicht.
Gruß
Chris
Kauft Euch einen alten Trabbi. Der sendet serienmäßig keine Daten. 😉
Dem Ministerium für Staatssicherheit fehlten damals noch die entsprechenden technischen Einsatzmittel, um diese Pappschachtel so aufrüsten zu lassen, wie es sich heute die US-Nachrichtendienste wünschen.
Ob die amerikanischen Autos wohl mit dem NSA-Modul ausgerüstet sind? 😰
Zitat:
Original geschrieben von Moewenmann
Für mich kann ich das begründen, was ich in den vergangenen Tagen ein paarmal versucht habe.
Ich respektiere Deine und die Haltung anderer völlig, Du musst sie nicht begründen.
Nichtsdestotrotz kann man ja seine Gedanken austauschen, worauf jede "Seite" dann für sich entscheiden kann, ob sie neue Sichtweisen in ihre eigene Haltung einfließen lassen will oder nicht. Mehr soll das hier ja gar nicht sein - es geht nicht darum, wer recht hat, weil es sowas bei dem Thema sowieso nicht gibt.
Zitat:
Sollte sich die Situation signifikant ändern muss ich sie auch neu bewerten.
Meiner Meinung nach ist eine Änderung der Situation halt erst dann erkennbar, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, d.h. Daten wirklich missbraucht worden sind (siehe NSA).
Es ist ein bisschen wie mit dem Bau der Atombombe: hätte man ihren Bau verhindert, müsste man jetzt nicht auf die politische Situation und den Zeitgeist hoffen, dass sie nicht zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zum Bau der Atombombe können wir datenschutzrechtliche Dinge schon mit unserer Haltung beeinflussen (siehe z.B. ACTA, Vorratsdatenspeicherung, etc.).
Zitat:
Original geschrieben von Jens Zerl
Ich respektiere Deine und die Haltung anderer völlig, Du musst sie nicht begründen.Zitat:
Original geschrieben von Moewenmann
Für mich kann ich das begründen, was ich in den vergangenen Tagen ein paarmal versucht habe.Nichtsdestotrotz kann man ja seine Gedanken austauschen, worauf jede "Seite" dann für sich entscheiden kann, ob sie neue Sichtweisen in ihre eigene Haltung einfließen lassen will oder nicht. Mehr soll das hier ja gar nicht sein - es geht nicht darum, wer recht hat, weil es sowas bei dem Thema sowieso nicht gibt.
Zitat:
Original geschrieben von Jens Zerl
Meiner Meinung nach ist eine Änderung der Situation halt erst dann erkennbar, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, d.h. Daten wirklich missbraucht worden sind (siehe NSA).Zitat:
Sollte sich die Situation signifikant ändern muss ich sie auch neu bewerten.
Es ist ein bisschen wie mit dem Bau der Atombombe: hätte man ihren Bau verhindert, müsste man jetzt nicht auf die politische Situation und den Zeitgeist hoffen, dass sie nicht zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zum Bau der Atombombe können wir datenschutzrechtliche Dinge schon mit unserer Haltung beeinflussen (siehe z.B. ACTA, Vorratsdatenspeicherung, etc.).
Wieso hat NSA Data misbraucht?
Sie haben Data reingeholt aber nicht verwendet um jemand zu Schaden.
Ich sage nicht das ich damit Einverstanden bin, aber eine korrektur ist hier faellig
Zitat:
Original geschrieben von hansNL1
... aber nicht verwendet um jemand zu Schaden.
Ist das Dein Ernst? Bist Du so kurzsichtig/blind?
Ein gut gemeinter Rat ... fang mal an zu hinterfragen.
Zitat:
Original geschrieben von Kali69
Ist das Dein Ernst? Bist Du so kurzsichtig/blind?Zitat:
Original geschrieben von hansNL1
... aber nicht verwendet um jemand zu Schaden.Ein gut gemeinter Rat ... fang mal an zu hinterfragen.
Solche Beleidigungen helfen auch nicht weiter und sind kein Argument.
Zitat:
Original geschrieben von Genie21
Eine freundliche Frau hat mich heute angerufen und mir mitgeteilt, dass mein Auto sich zum 30.000km angemeldet hat und sie nun einen Termin mit mir ausmachen möchte. Toll, weil ich hatte keine Arbeit damit hatte und kurzfristig war auch Zeit, aber was mir tierisch gegen den Strich geht ist, dass das Auto das tut und ich nix davon weis, wenigstens fragen hätte mich die Software schon können. Meldung machen. Ja oder Nein.... Diese Selbständigkeit ist etwas was ich gar nicht leiden kann, das geht schon in Richtung Kontrollentzug.
Oder habe ich den Orwellschen-Snowden Wahn?
Es ging um die Fragestellung oben. Vielleicht liest sich das jeder noch mal durch. Ist ja schon ein paar Seiten her. 😉
Der TS war verwundert, dass er vom Service angerufen wurde und die Frage ist schon seit zig Seiten geklärt. Im Augenblick werden hier nur weitere Ängste geschürrt, was durch die Onlineverbindung alles für Daten gesammelt werden.
Ist sehr müssig: Ja, es werden Daten durchs Netz geschickt und man kann theoretisch dies Daten ausnutzen, wie bei jedem Datenverkehr. Auf dieser Grundlage kann man dann natürlich ein Untergangsszenario für den Datenschutz aufbauen, auch wenn an anderen Stellen viel wichtigere Daten abgehört werden können und es derzeit in Deutschland die Rechtsprechung eindeutig verbietet.
Und wenn hier Jemand nicht gleich mit Euch auf den Zug aufspringt, dass hier wieder so schlimm so wichtige Daten durchs Netz gehen, dann ist er vielleicht einfach entspannter und hat keine Lust auf dieses WasWäreWann-Spielchen, sondern möchte nur die Fakten diskutieren - nicht die Fiktionen.
Aber das ist alles absolut OT, wenn man sich die ursprüngliche Frage anschaut, weil die Fakten zu dem Statement des TS schon zig Mal beantwortet wurden. Wäre ich der Besprechungsleiter, hätte ich die Runde schon längst als beendet erklärt; in der Schule würde man eine schlechte Note bekommen zu der Interprtation des Frage des TS mit der Begründung: "Thema verfehlt"!
Zitat:
Original geschrieben von Kali69
Ist das Dein Ernst? Bist Du so kurzsichtig/blind?Zitat:
Original geschrieben von hansNL1
... aber nicht verwendet um jemand zu Schaden.Ein gut gemeinter Rat ... fang mal an zu hinterfragen.
Ich bin nicht Blind.
Es passiert jeden Tag. Hast du mal von Sattelieten gehoert.
Weiss Du nicht was da schon moeglich ist. Es geht immer weiter.
Jeden Tag, ein und aus werden Informationen gelesen und weitergeleitert, ohne das wir es wissen.
Beispiel auf meiner Arbeit: die neue schlaue Messgeraete fuer Elektra und Gas. Die werden auf Abstand gelesen fuer Verbrauchswerte. Was da schoen alles moeglich ist/koennte. Mehr dann wir als Kunden wissen.
Ob sie dafuer (miss-)gebraucht werden ist ein anderes Thema und das meinte ich in meinem Bericht ueber die NSA.
Zitat:
Original geschrieben von hansNL1
Wieso hat NSA Data misbraucht?
Sie haben Data reingeholt aber nicht verwendet um jemand zu Schaden.
Ich sage nicht das ich damit Einverstanden bin, aber eine korrektur ist hier faellig
Nach deutschem Recht ist bereits die anlasslose Speicherung von personenbezogenen Daten ein Missbrauch.
Zitat:
Original geschrieben von Jens Zerl
Nach deutschem Recht ist bereits die anlasslose Speicherung von personenbezogenen Daten ein Missbrauch.Zitat:
Original geschrieben von hansNL1
Wieso hat NSA Data misbraucht?
Sie haben Data reingeholt aber nicht verwendet um jemand zu Schaden.
Ich sage nicht das ich damit Einverstanden bin, aber eine korrektur ist hier faellig
Gilt auch fuers Handi u.s.w.
"ich moechte mein Handi-nummer nicht gespeichert haben, nach einem Anruf von mir" 😁😉
Zitat:
Original geschrieben von DUEW
Es ging um die Fragestellung oben. Vielleicht liest sich das jeder noch mal durch. Ist ja schon ein paar Seiten her. 😉
Manchmal gibt es in Gesprächen Kontextwechsel, hin zu themenverwandten Sachverhalten. Das ist auch ganz sinnvoll, schließlich ist es ja nicht zielführend für jeden Teilaspekt, der mit dieser Fragestellung zusammenhängt einen eigenen Thread aufzumachen.
Also interpretiere diesen Thraed doch einfach so, dass man sich hier über Datenschutz und neue Technologien bei BMW unterhält.
Im übrigen: die einzige Frage, die der TE überhaupt gestellt hat war, ob er sich im "Orwellschen-Snowden-Wahn" befindet - ich glaube nicht, dass wir diesbzgl. bisher zu einer einheitlichen Meinung gekommen sind. 🙂