Ist ein 320d Langzeittauglich?

BMW 3er E46

Seit gut 2 Jahren habe ich das Vergnügen mit einem 320D (EZ 11/2003) über deutsche und andere Straßen zu "fahren". Das Verglügen habe ich nun seit gut 100.000km.
Im Grunde bin ich heute immer noch davon überzeugt, dass der 320d ein sportliches, kostengünstiges und zuverlässiges Auto ist.
Letzte Woche war ich zum planmäßigen Boxenstop bei BMW um das Öl und ein paar andere teure Dinge für viel Geld wechseln zu lassen. Ein Leasingvertrag kann ja so blöd sein, hoffe diesen Fehler begehe ich nicht noch mal... Jedenfalls hat mir BMW mitgeteilt, dass der Turbolader starke Geschäusche macht und gewechselt werden muß, sonst.... (jeder weiß ja was passieren könnte).
Da ich weiß, wie man mit einem Auto, das einen Turbolader hat, umgehen sollte, bin ich mir keine Schuld bewußt. Die typischen Fehler, wie nach einer Autobahnraserei den Motor sofort abstellen, meine ich nicht gemacht zu haben.
Was ich aber gemacht habe ist, dass ich mit einem 150PS starken Diesel der 220km/h läuft auch diese Geschwindigkeiten gefahren bin. Es war also nicht ungewöhlich, wenn ich mit 170-200km/h über längere Zeit gefahren bin. BMW sagt, dass das der Motor aus aushält. Und der Turbo nicht? Toll!

Ich finde ein BMW der 110.000km auf der Uhr hat, sollte keine Turbolader Probleme haben. Das ist aus meiner Sicht alles andere als Langzeittauglich.... Mein 316i Bj. 99 hatte bis zum Verkauf 250.000km ohne große Probleme geschaft. Sind die Benziner zuverlässiger als Diesel?

Achja, BMW scheint das wohl auch so zu sehen wie ich, sie haben mir 70% Nachlass auf den Turbolader angeboten. Das Problem ist offensichtlich bekannt.

Welche Erfahrungen habt ihr mit euren Diesel oder Benziner gemacht? Welchen Motor haltet ihr für langzeittauglich...?

34 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Tud3006


Wenn im Audiforum nur 10 beiträge zum turboschaden bei einem bestimmten motor auftauchen (zB 2,0 TDI mit 140 ps) und im E46 für den 320d mit 150ps 40 solche beiträge sind dann kann ich das sehr wohl als eine statistik sehen!

Mal angenommen:

10 Audi-Fahrer meckern und 40 BMW-Fahrer.
-> klingt viel

a) Im Bestand gibt es jedoch 100 Audis und 400 BMW's ...
-> Gleichstand
... aber den Fahrzeugbestand kennst Du nicht. Eine Abfrage beim KBA bringt über den Bestand Klarheit.

b) Nehmen wir mal an, es gibt exakt gleichviel Audis und gleichviel BMWs, aber die BMW-Fahrer fahren im Schnitt 40.000 km/Jahr und die Audifahrer 10.000 km/Jahr
-> schon wieder Gleichstand.
... die durchschnittliche Fahrleistung kennst Du auch nicht.

c) nehmen wir mal zusätzlich an, es gibt gleichviele Audis und die fahren auch die gleichen km, jedoch werden die Audis von Opas gefahren und die BMW's von Jungspunten im Heizermodus.
-> noch einmal Gleichstand
... das Fahrprofil kennt auch niemand durchweg.

Eine Statistik aufgrund von Forenbeiträgen aufzubauen ist absoluter Schwachsinn.

Man kann eine gaaaanz grobe Abschätzung über'n Daumen vornehmen. Das war's dann aber auch schon.

In den Automobilkonzernen werden ganze Abteilungen für solche Auswertungen beschäftigt. Vielleicht sollte man ihnen mal den Tipp geben, einfach mal ins Forum zu schauen?

... übrigens kennen diese Abteilungen alle Foren und führen auch diese Infos zusammen. Neben den Informationen von Händlern weltweit, Tüv-Berichten, KBA-Informationen, Zeitrschriftentests und deren Leserbriefe, Kundenkontakte - und, und, und ...

Gruß, Frank

ok das könnte sein.

ABER meine persönliche meinung ist (und schau mal in den autos wenn du vorbeifährst an denen), dass ungefähr gleichviele alte wie junge menschen audi bzw bmw fahren. ja, klar gibt es unterschiede aber im bereich 40% zu 60% nicht mehr denke ich. und genauso geht es mit der fahrleistung und den besitz solcher autos!
also ich rede hier grad von bmw und audi. denn um ein verhältnis 10% zu 90% zu haben braucht man schon fast nen monopol. hier könnte ich als beispiel Lincoln nennen! es gibt seeehr wenige lincoln auf DE-Straßen. da könnte man nichts mit benchmark anfangen im forum.

Aber Audi und BMW?? die nehmen sich nicht viel! natürlich kann ich das selber nicht auf die schnelle jetzt beweisen weil das viel zeit in anspruch nimmt so viele faktoren in betracht zu ziehen um einen vergleich zu machen. wie du schon richtig gesagt hast, beschäftigen sich ganze abteilungen damit.
ABER vom Gefühl her kann mir keiner sagen, dass VIEL mehr junge leute BMW fahren als Audi oder, dass Audis eine viel kleinere Fahrleistung als BMW haben etc. man sieht fast genausoviele BMW wie audis auf DE-Straßen. Die werden von ungefähr genausoviele junge leute gefahren wie alte etc. (wie gesagt ein verhältnis von 40% zu 60% zB könnte durchaus möglich sein. das ist dann aber nicht mehr einfach so nachvollziehbar sondern wirklich durch statistiken.)

Also ich bin immernoch der meinung, dass man zwar KEINE professionelle Statistik aus den Foren erstellen kann aber auch etwas mehr (in bestimmten Bereichen wie zB audi-bmw) vergleichen kann als nur "eine gaaaanz grobe Abschätzung über'n Daumen vornehmen" wie du gesagt hast.

gruß
Tud

Hallo zusammen,

das sind nun schon Grundsatzdiskussionen, Statistiken hin oder her...
Interessant ist, dass es einige Leute gibt, die um die 100TKm Probleme mit dem TL haben und das halte ich für zu früh, viel zu früh.... Welches Auto der einzelne fährt spielt auch eher eine untergeordnete Rolle. Für mich ist interessant, dass der TL einfach zu oft und zu früh den Geist aufgibt und hier sollten die Hersteller auf bessere Qualität achten.

Ein Vergleich der sowas von hinkt... Ein guter Freund (KfZ Meister für Nutzfahrzeuge, ich weiß das ist ein Vergleich der nicht passt) der am WE mal das heulen meines TL gehört hat sagte mir, dass beim LKW durchaus 1 Mio Km drin sind. Mit anderen Worten, man kann TL die länger laufen bauen und so einen TL hätte ich gern im nächten Auto...

Wenn ich an die Motorenentwickler in der Fomel 1 denke, da ist das doch wohl so, dass ein Motor nur für eine bestimmte Zeit halten soll, am besten 2 Rennen + Training, wenn er länger hält hätte man noch Gewicht sparen können.

Da kommt mir der Gedanke auf, das möglicherweise ein TL in der Qualität gebaut wird wie er ist, denn auch ein Automobilhersteller möchte ja gern immer wieder neue Autos verkaufen, oder? 100TKm ist mir aber zu wenig und aus jetziger Sicht, also müßte ich mich heute, mit meinen Erfahrungen, für ein neues Auto entscheiden, würde ich mich gegen ein Auto mit TL entscheiden. Waren das noch Zeiten als es ein 190D mehrere 100TKm ohne Probleme schaffte... lang lang ist es her.... Jetzt mal abgesehen vom Fahrspaß natürlich, den bietet mein 320D aber reichlich...

Zufrieden wäre ich, wenn mein TL ca. 250TKm schafft und das bei Ausnutzung der 150PS, also nicht nur schleichen etc....

Ich denke, dass das auch zu bauen ist, andere Bauteile am Auto haben ja mitlerweile auch eine längere Lebenserwartung als früher... Ich denke da z.B. an Stoßdämpfer etc.

Da geht noch was, da bin ich mir sicher...

gruß
Anton

Turbo 320d

Turboladerschäden beim 320d sollen ja vorwiegend NFL-Modelle mit 150 PS Diesel der ersten Baujahre (2001/2002) betreffen. Die Ursache ist nicht mal die Qualität des Turboladers selbst, sondern Schäden am Auspuffkrümmer (Metallteilchen lösen sich und kommen in den Turbo). Dies würde auch erklären, dass selbst bei schondender Fahrweise ungewöhnlich häufig Schäden an die Turbos aufgetreten
sind. Ab 2003 hat BMW angeblich das Problem bereinigt. Bei normaler Fahrweise sollte ein Turbo schon 150-200 tKM halten.

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Falls es interessiert:

320d 150PS (EZ 11/2003) mit derzeit 188 000 km bisher OHNE eine einzige Reperatur am Motor. Auto ist eher Langstreckenfahrzeug (Strecken von 200-300km keine Seltenheit).

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