Heute schon geärgert? Hybrid+ADAC
Hallo zusammen,
da war heute ein schöner Test über den Prius2 in der ADAC-Zeitung - 90000km ohne Probleme, hat mich nicht sehr verwundert, ich fahre ja mit einer solchen Kiste durch die Lande und kann die Ergebnisse nur bestätigen. Dann aber S.36 - "den Japanern nicht hinterherlaufen" - ein Prof.Dr. Indra zum Hybridantrieb. Der gute Mann liefert einige "Statements" zur Hybridtechnik ab, die einen dann doch "frösteln" lassen, wollte der ADAC den Nicht-Hybridfahrern doch ein paar Schlagworte liefern, die Finger von dieser unbrauchbaren Technik zu lassen?
Zitat:"Den Hybridantrieb als Wunderwaffe zur Lösung aller Umweltprobleme zu sehen, ist eine gute PR-Idee."
Hallo, wer sagt denn sowas?
"Hybridantriebe sind eine Vergewaltigung der Physik"
Etwas weiter oben im Aufsatz erklärt uns der Professor die Rekuperation bei schweren Fahrzeugen - "dabei spart man wegen häufigem Bremsen(Energiegewinnung) nicht nur viel Sprit, sondern schont auch die Bremsen". Vergewaltigung der Physik? Habe ich diesen Spruch nicht schon mal von einem Vorstandsmitglied einer großen Automobilfirma gehört, die jetzt den Hybridantrieb in China(?) erproben möchte?
Und so gehts weiter, immer weiter. Ganz besonders witzig" in den USA wollen Hybrid-Besitzer ihre Autos wieder zurückgeben, weil die angegebenen Verbrauchseinsparungen nicht eingetreten sind", wieso bloß verkaufen die dann soviele davon in den USA, sind das alles Trottel, gibts keinen Verbraucherschutz in den USA? Ich habe jetzt keine Lust, den ganzen Aufsatz abzutippen, wer die ADAC-Zeitung hat, kann das ja nachlesen, aber die Schlußbemerkung gefällt mir besonders gut, den Toyota Prius seiner Antriebstechnik berauben und dann wieder Motor und Getriebe einbauen, die nach modernster Technik aufgebaut sind (steht alles zur Verfügung) und - voila - dann braucht man die Hybridtechnik (alles bloß PR) nicht mehr. Also wieder mal ein "Ankündigungsweltmeister" bei der Arbeit, kein (winziges) Wörtchen über CO2, Abgase etc., aber von einem Professor, dessen "Hobby" mit Rennmotoren und Rennfahrzeuge angegeben wird, kann ich wohl leider nicht mehr erwarten. Schade, etwas mehr Argumente und weniger "Statements" hätten mir besser gefallen. Grüße Harry
(Trotz Physik ein Verbrauch von 4,9l/100km - geringster Verbrauch bei einer Autobahnfahrt (4,5l/100km) mit 130/140 km/h über die Schwäbische Alb hin und zurück)
248 Antworten
Der Turbo würde eigentlich den Wirkungsgrad erhöhen, da der Motor damit viel höhere Leistung erbringt ohne entsprechend mehr Reibarbeit zu verrichten. Höherer Mitteldruck drückt nur mehr auf Pleuel und Kurbelwelle, die Reibung am Zylinder oder am ganzen Ventiltrieb und Hilfsaggregate bleibt konstant.
Auch die Strömungsverluste im Ansaugtrakt werden durch den Turbo überspielt.
Beim Diesel funktioniert das auch wunderbar, ein 1.9TDI ist deutlich sparsamer als der schwächere 1.9SDI. Ebenso bei PSA und Fiat beim Vergleich ihrer Saugdiesel mit den modernen CR-Turbo-Dieseln zu sehen.
Beim Ottomotor muß man mit Turbo die Verdichtung zurücknehmen, weil durch die höheren Drücke und Temperaturen (es wird viel mehr Luft verdichtet als ohne Turbo) sonst Klopfen auftritt. Niedrige Verdichtung senkt den thermodynamischen Wirkungsgrad.
MfG
Thomas
""Strafsteuern" sind ohnehin nur bei Pisa-Opfern wirksam. Jeder Depp sollte sich ausrechen können, dass allein der Wertverlust eines Neuwagens durch keine Steuererleichterung zu kompensieren ist."
Wenns doch nur so wäre *g*
Hatte meinen Thread eher augenwzwinkernd gemeint. *g*
Eisenschwein
Zitat:
Original geschrieben von 00Fishmaster
Leider falsch und alles auch viel einfacher als du es darstellst!
...
Solche "Nebeneffekte" wie Strömungswiderstand, Spülgefälle, Ladungswechselgewinne ... spielen da erstmal nur ne Nebenrolle.
OK, damit ist der sachliche Teil dieser Diskussion offensichtlich beendet.
Du hast Recht und die Messergebnisse der Motorenprüfstände machen es nur nur unnötig kompliziert.
Mit gut gepflegten Vorurteilen lebt es sich ohnehin viel einfacher. 🙄
Zitat:
Original geschrieben von tomS
Der Turbo würde eigentlich den Wirkungsgrad erhöhen, da der Motor damit viel höhere Leistung erbringt ohne entsprechend mehr Reibarbeit zu verrichten.
Höhere Leistung ohne entsprechend mehr Reibarbeit ist nur bei Vollast zutreffend!
Im Teillast-Bereich hat der Beziner (mit Aufladung) entsprechend höhere Drosselklappen-Verluste, welche die geringeren Reibungsverluste mehr als nur schlucken.
Zitat:
Beim Diesel funktioniert das auch wunderbar...
Weil der Diesel keine Drosselklappe hat!
Beim Diesel wirkt der Turbo tatsächlich wirkungsgradsteigernd.
Zitat:
Beim Ottomotor muß man mit Turbo die Verdichtung zurücknehmen...
Niedrige Verdichtung senkt den thermodynamischen Wirkungsgrad.
Eben!
Grundsätzlich werden Lader (egal ob Turbo-, G-, Kompressor oder was auch immer) bei Otto-Motoren vordergründig als Maßnahme zur Leistungssteigerung bei Verschlechterung des Wirkungsgrades angesehen.
Der bessere Gesamt-Systemwirkungsgrad (= geringerer Verbrauch nach EU-Norm) stellt sich nur ein, wenn man in einem Fahrzeug den großen Saugmotor durch einen wesentlich kleinenen aufgeladenen Motor (mit gleicher max. Leistung) ersetzt und damit Masse und Verluste des Gesamtsystems reduziert.
Laufkultur und Lebenserwartung des kleinenen aufgeladenen Motors ist allerdings dann auch "Geschmackssache".
Aber nochmal zurück zu:
Zitat:
Original geschrieben von 00Fishmaster
Und das der TSI bei Vollast fast ähnlich viel verbrauchen wird wie ein konventioneller, gleichstarker Motor steht doch garnicht zur Debatte, aber im Teillastbereich (den überwiegend vorhanden Bereich) sollte er deutlich besser sein!
Das verdankt er allerdings nicht dem Turbo, sondern der Tatsache, dass er im Teillastbereich wie ein kleiner FSI (=Direkteinspritzer) arbeitet.
Höherer Wirkungsgrad durch
1. Downsizing
2. Direkteinspritzung, welche ermöglicht:
- höhere Verdichtung
- höherer Grad an Abgasrückführung.
So gut wie dieses Konzept auch klingt...
Ich wurde es nicht kaufen, denn die Einsparungen beim Spritverbrauch sind mehr als hinfällig, wenn das Motörchen nach Ablauf der Garantiezeit plötzlich nicht mehr so will wie es soll.
Habe da schon zu viele Horror-Geschichtchen aus dem Bekanntenkreis über TDIs gehört.
Und dieser Motor geht bzgl. Komplexität der Technologie und Materialbelastung wesentlich näher an die Limits, als alles andere was VW bisher (mit durchwachsenem Erfolg) so an den Markt gebracht hat.
Im Vergleich dazu sind die elektrischen/elektronischen Komponenten des Toyota-Hybrid-Systems ein "sicheres Pferd", denn Elektromotoren und Leistungselektronik vergleichbarer Bauart wird in anderen Bereichen schon seit wesentlich längerer Zeit problemlos verbaut.
Und aus genau diesem Grunde halte ich die Vollhybrid-Technik für besser, denn sie erreicht
- wesentlich besseren Wirkungsgrad im Teillastbereich
- Steigerung der max. Leistung ohne höhere Beanspruchung der verschleißenden Komponenten des Verbrenners,
- wesentliche Verringerung des Schadstoff-Ausstoßes,
- Verbesserung des Fahrkomforts und der Fahrdynamik,
- Bremsenergie-Rückgewinnung und
- perspektivisch die Option zur Einspeisung von Energie aus alternativen Quellen.
Zitat:
Habe da schon zu viele Horror-Geschichtchen aus dem Bekanntenkreis über TDIs gehört.
Und dieser Motor geht bzgl. Komplexität der Technologie und Materialbelastung wesentlich näher an die Limits, als alles andere was VW bisher (mit durchwachsenem Erfolg) so an den Markt gebracht hat.
Nee, iss klar. Die gehen alle kaputt!!!!
Der 97er A3 TDI meiner Cousine hat im Moment schon über 360.000 runter.
Einziger außerplanmäßiger Service war ein defektes Relais.
Einige meiner Kollegen fahren auch TDIs in verschiedenen AUsführungen und Jahrgängen/Laufleistungen. Bisher keine Ausfälle.
Ich hasse Pauschalisierungen.
Sorry musste ich loswerden!
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Zitat:
Original geschrieben von Me@RX300
Im Vergleich dazu sind die elektrischen/elektronischen Komponenten des Toyota-Hybrid-Systems ein "sicheres Pferd", denn Elektromotoren und Leistungselektronik vergleichbarer Bauart wird in anderen Bereichen schon seit wesentlich längerer Zeit problemlos verbaut.Und aus genau diesem Grunde halte ich die Vollhybrid-Technik für besser, denn sie erreicht
- wesentlich besseren Wirkungsgrad im Teillastbereich
- ...
Hmm, das kann bei "normalen" Verbrennern ja eigentlich nur im Downsizing-Fall eintreten, oder woher sollte sonst die Wirkungsgradverbesserung kommen?
Beim Prius wird es mit dem Atkinson-Zyklus erreicht, der ja dem Vernehmen nach einen sehr guten thermischen Wirkungsgrad erreicht. Beim Hubraum kann man beim Prius ja kaum von "Downsizing" reden.
Und Honda versucht es beim neuen Civic Hybrid mit einer speziellen i-VTEC-Ventilsteuerung, die bei Teillast die Drosselklappe weiter offen halten soll. Außerdem ist der Verbrenner dort auch ein bisschen "downgesized", hat Doppelzündung und speziell geglättete Zylinderlaufbahnen.
Me@RX300:
Irgendwie verstehe ich dich nicht...
Erst schilderst du angebliche tolle Verbesserung gegenüber dem Prius um dann zum Schluss zu kommen, dass der Prius doch besser ist ????
Das Prius-System ist in Hinblick auf Haltbarkeit, Einfachheit und Spritersparnis optimiert. Da stellen sich keine Fragen nach Diesel, Turbo, Direkteinspritzer oder ähnlichem Mist...
Es ist vielleicht auch eine Frage der Priorität, warum Toyota einen Vollhybrid und keinen Mildhybrid à la MB, GM etc. baut.
Man kann es auch Philosophie nennen.
Zur Energiersparnis muss man als erstes einen Faktor eliminieren: der Mensch. Denn der kann nicht damit umgehen. Damit ist ein Schaltgetriebe schon gestorben.
Weiter geht es um "primitive", aber bewährte Mechanik - Turbo ist aufwendig...
etc. etc. etc.
Sieh dir mal an, was am Prius-Motor alles ausgereizt wurde und warum... Das ist auch ein Grund, dass er nur mit max. 4000U/min laufen darf!
PS: Zeig mir mal den Serien-Diesel-Voll-Hybrid 😉 Der Dyna ist ein Mild-Hybrid...
@gs-hybrid:
Du hast schon recht, eine 1,5Liter-Maschine mit 75PS ist ganz schön gross. Andersrum gehört in 1,3t mindestens eine 1,8Liter-Maschine - das ist das Downsizing. Die Kennlinien sehen aber besser aus, als die des Yaris 1,5, kommen so in den Bereich des Yaris Turbo und das ohne Turbo - auch das ist Downsizing. -- Bei 30% höherer Kompression zur Normalversion etc. auch kein Wunder...
Natürlich ist das Konzept noch nicht suboptimal, aber es gibt ja auch schon THS2 und es wird ständig weiter verbessert. Und das nicht erst in 10 Jahren, sondern laufend. Der Prius 1 hatte seit Serien-Produktion z.B. schon zwei Antriebe und 3 Batterie-Generationen. Mit dem P2 zusammen sind es innerhalb der 7 Jahre drei Antriebe und 4 HV-Generationen, das sind durchschnittlich alle 2 Jahre Änderungen...
2006 kommt nur Facelift und technische Spielereien.
Der P3 (2007?) soll schon bei 3,6Liter/100km liegen...
Bei dieser technischen Entwicklung kann man den kurzen Modellzyklus nicht mehr bemängeln...
Auf jeden Fall ist es besser, etwas funktionierendes in die Serien zu bringen, als immer nur zu meutern und nichts besseres auf die Strasse stellen zu können.
Und so pauschale Aussagen, man könnte mit Turbo, DI, Diesel etc. mehr rausholen, ist einfach nur Geschwätz, solange man es nicht (in Serie) bewiesen hat. Warum in Serie? Weil es keinen Sinn macht 3 Liter Sprit zu sparen, wenn das Fahrzeug unbezahlbar wird...
Zitat:
Original geschrieben von skyfire2005
Einige meiner Kollegen fahren auch TDIs in verschiedenen AUsführungen und Jahrgängen/Laufleistungen. Bisher keine Ausfälle.
Ich hasse Pauschalisierungen.
Dann solltest Du auch nicht Pauschalisieren.
Die Tatsache, dass Du einige Leute kennst, deren TDIs zuverlässig laufen lässt sich auch nicht zu einer Aussage über die Zuverlässigkeit pauschalisieren.
Ich kenne Einen, der hat seinen TDI verkauft nachdem er den 3. Turboloader dann auf eigene Rechnung hat wechseln lassen müssen. Und ich kenne andere, die meinen ihr TDI sei noch top in Ordnung. Er zieht nur nicht mehr so gut - kommt dann im Nachsatz! Na danke, so kann man es natürlich auch beschönigen.
Hier wurde pauschal vom "Risiko-Faktor Elektronik" im Toyota-Hybrid-Antrieb gefaselt, da wird man sich wohl gefallen lassen müssen, dass der Risiko-Faktor mechanischer Verschleiß auch mal angesprochen werden darf!
Zitat:
Original geschrieben von gs-hybrid
Beim Prius wird es mit dem Atkinson-Zyklus erreicht, der ja dem Vernehmen nach einen sehr guten thermischen Wirkungsgrad erreicht.
Der Atkinson-Zyklus im Prius wird verwendet, um den Bereich des max. Wirkungsgrades zu verbreitern.
Die Hybrid-Technik wird verwendet, um sicherzustellen, dass der Motor nurnoch in diesem Bereich betrieben wird, d.h. der beim reinen Verbrenner-Antrieb im Messzyklus überwiegend auftretende Teillast- und Niedrigslast-Bereich wird im Prius fast vollständig vermieden.
Der Motor wird (wenn er an ist) überwiegend mit weit geöffneter Drosselklappe betrieben. Überschüssiges Drehmoment wird über die Kraftverzweigung entnommen und in Ladestrom umgewandelt.
Die von dt. Herstellern favorisiterten Maßnahmen zur Optimierung des Teillast-Wirkungsgrades sind deshalb beim Vollhybriden eigentlich nicht nötig.
Der GS450h wird trotzdem einen Direkteinspritzer in Kombination mit Hybridantrieb bekommen, weil sich damit der Wirkungsgrad noch etwas weiter optimieren lässt.
Zitat:
Original geschrieben von Fubbel
Irgendwie verstehe ich dich nicht...
Erst schilderst du angebliche tolle Verbesserung gegenüber dem Prius um dann zum Schluss zu kommen, dass der Prius doch besser ist ????
Da hast Du mich tatsächlich falsch verstanden.
Ich habe mich auf die Diskussion um TSI etc. nur eingelassen, weil diese Techniken vom anfänglich zitierten Prof. und von einigen Diskussionsteilnehmern als "gleichwertige Alternative" zum Hybrid-Antrieb dargestellt wurden.
Ich persönlich halte den Hybrid-Antribe technisch für die beste Lösung. Einziger Nachteil ist, dass er gerade so viel teurer ist, dass ich damit nichts einsparen könnte. Ein RX400h käme mich in der Summe teurer als mein jetziger RX300, ein Prius käme mich teurer als der Corolla. Die Spritersparnis würde in beiden Fällen bei gleicher Laufleistung durch höhere Leasing-Raten geschluckt.
Hi Me@RX300
Hab nicht den gesamten thread gelesen, aber mir mal die Mühe gemacht bei Autoscout24 nachzulesen, wie denn die km-Leistung der TDIs so einzuschätzen ist.
Dabei konnte ich als minimal km-Leistung nur ab 200tkm aufsteigend eingeben.
Aber schau doch mal selbst:
http://www.autoscout24.de/.../list.asp?...
Gruß, Tempomat
Sowas haben wir auch als Firmenwagen 1.9 TDI's (A4/Passat) mit >200Tkm. Abr alle nur noch bis 160km/h mit Gut-Zureden und bergab werden es auch mal 180 😉 Ausser dem "kleinen Polo", der schafft noch die 200km/h mit Müh und Not - ist ja auch einiges leichter...
Also genau das Problem, das Me@RX300 schildert. Läuft noch - auch ohne Turbo 😁
Zuverlässig war das Stichwort, also auch VOLL funktionstüchtig. Andersrum hat ein Kollege auch schon 2 mal beim A4 den TDI "zerlegt".
Wobei das alles relativ ist. Man kann auch Rolla-Motoren zerlegen oder 500Tkm fahren...
Das Problem mit den TDIs (und den Turbodieseln aller Art) ist einfach, daß hier hochfragile Technik (die zudem "kostenoptimiert" sprich so billig wie möglich) verbaut wird.
Benzinerturbos sind als zickig und anfällig verschriehen und werden eigentlich nur von Liebhabern gefahren. (Da aber auch mit beträchtlichen Laufleistungen).
Warum soll jetzt die gleiche Technik auf einmal unzerstörbar sein, nur weil sie in nem Diesel steckt.
Für mich ist es eher ein Wunder wie die ganzen Firmen TDIs überhaupt die 200tkm Grenze erreichen können.
Ein alter Saab Turbo wäre schon lange explodiert bei der Behandlung.
Wenns nach dem ginge müssten die meisten einen Sauger mit Graugusskopf fahren, damit auch ja nix kaputt gehen kann.
Eisenschwein
Moin,
Firmenfahrzeuge sind aber generell SCHLECHTE Vergleichsfahrzeuge. Da Firmenfahrzeuge immer nur für einen gewissen Zeitraum angeschafft werden und ihn dieser Zeit zwar Wartung bekommen, aber in den seltensten Fällen einen verständnisvollen Fahrer. Das Auto wird also bei jeder Möglichkeit, gleich ob gut oder schlecht für die Technik, gejagt.
Und diese Fahrzeuge dann mit einem Prius zu vergleichen, in Punkto Haltbarkeit ist nicht wirklich sinnvoll. Da der Prius deutlich überwiegend von Privatleuten gefahren wird. Deren Interesse ist aber nicht die Termineinhaltung, sondern die Haltbarkeit des Fahrzeugs. Das heißt, das Fahrzeug wird in der Regel deutlich materialschonender bewegt als der Firmenwagen.
Man sollte diesen Vergleich also nicht zu sehr absolutieren. Wenn Ich mir die Betriebsumstände manches Firmenfahrzeuges so ansehe, ist es ein Wunder, das die überhaupt 200.000 km schaffen.
MFG Kester
Zitat:
Original geschrieben von Rotherbach
Moin,
Firmenfahrzeuge sind aber generell SCHLECHTE Vergleichsfahrzeuge. Da Firmenfahrzeuge immer nur für einen gewissen Zeitraum angeschafft werden und ihn dieser Zeit zwar Wartung bekommen, aber in den seltensten Fällen einen verständnisvollen Fahrer. Das Auto wird also bei jeder Möglichkeit, gleich ob gut oder schlecht für die Technik, gejagt.
Und diese Fahrzeuge dann mit einem Prius zu vergleichen, in Punkto Haltbarkeit ist nicht wirklich sinnvoll. Da der Prius deutlich überwiegend von Privatleuten gefahren wird. Deren Interesse ist aber nicht die Termineinhaltung, sondern die Haltbarkeit des Fahrzeugs. Das heißt, das Fahrzeug wird in der Regel deutlich materialschonender bewegt als der Firmenwagen.
Man sollte diesen Vergleich also nicht zu sehr absolutieren. Wenn Ich mir die Betriebsumstände manches Firmenfahrzeuges so ansehe, ist es ein Wunder, das die überhaupt 200.000 km schaffen.
MFG Kester
Einspruch .....;-)
Firmenfahrzeuge wenn sie nicht gerade im Pizzakurierdienst verschlissen wurden sind meist bestens in Schuss stets Scheckheftgepflegt und kennen überwiegend Langstrecke....meine Audi die stets als Geschäftswagen und privat genutzt wurden sind meist mit über 200.000km in private Hände gelangt und haben danach noch viele tausend Kilometer ohne Stress zurückgelegt immer auch mit der ersten Auspuffanlage/Dämpfern und Kupplung ohne durch Ausfälle bei den Nachfolgebesitzern aufzufallen .....
ein Freund hatte sich vor 10 Jahren einen Passat Variant mit 90 PS als ehemaliges Aussendienst Auto gekauft und der Wagen hat nun rund 280.000km drauf ohne das es zu Defekten kam außer Verschleissteilen wie Bremse und Kupplung....
Der private Kurzstreckenverkehr mit vielen Kaltstarts und nicht immer eingehaltenen Wartungsterminen erscheint mir für die Autos wesentlich gravierender....
Grüße Andy
Zitat:
Original geschrieben von Me@RX300
Ich wurde es nicht kaufen, denn die Einsparungen beim Spritverbrauch sind mehr als hinfällig, wenn das Motörchen nach Ablauf der Garantiezeit plötzlich nicht mehr so will wie es soll.
Hallo Me@RX400,
bzgl. Deiner Ausführungen zum Turbo gibt's nicht viel zu ergänzen. Du hast das ganze sehr gut beschrieben. Hobby oder Beruf, dass Du solch guten Kenntnisse hast?
Sicher ist der TSI ein tech. aufwendiges Konzept, das erst einmal seine Standfestigkeit beweisen muss. Aber man muss ihm eine Chance geben..;-)
Die Wahl zwischen Hybrid + konv. Alternativen wie z.B. dem TSI (wenn es überhaupt eine Alternative ist...) sollten nicht nur vom Gesichtspunkt "Verbrauch" bewertet werden. Sicher scheint dieser Aspekt für die meisten Teilnehmer dieses Threads die größte Prio zu haben (für mich auch;-)...aber es gibt eben auch Kunden, die legen viel Wert auf etwas Fahrspass bei noch moderatem Verbrauch....und bezgl. Fahrspass + Dynamik fährt ein TSI den Prius und IMA/Honda-Civic in Grund und Boden....bevor jetzt wieder alle Prius-Verehrer auf mich eindreschen...ja, ich bin alle 3 Fahrzeuge schon gefahren, auch im direkten Vergleich.
Bzgl. Anzug, Elastizität, etc. spielt der TSI in einer völlig anderen Liga wie der Prius & Co. (auch mit voller Batterie)
Mal ganz davon abgesehen, dass die CVT-Getriebe-Motor-Kombination des Prius, wenn's mal ein bisschen zügiger vorangehen soll, ziemlich nervig ist.
Natürlich kann dafür der TSI nicht an die Verbrauchswerte des Prius heranreichen. Keine Frage...und obige Meinung ist auch keine Abwertung für die Hybrid-Technik.
Sie ist aber halt nicht alleine-glückselig-machend, auch wenn man bei manchen hier manchmal den Eindruck bekommt.
Jeder entscheided eben nach anderen Prioritäten!
Gruß,
M.
Das ganze wird ganz schön OT....
Aber es gibt bei beiden solche und solche. Es gibt den Opi, der jeden Sonntag sein Auto poliert und das nach 15 Jahren von Aussen wie neu aussieht, der Motor ist trotz 50Tkm meist hin (verkokt). Dann gibt es die Firmenwagen, die als 2-jähriger mit 200Tkm verkauft werden, Top sind, da sie wegen Garantie jede Wartung hatten. Aber wehe, die Garantie ist vorbei, dann fährt der TDI weitere 400Tkm ohne Turbo, da die Reparatur zu teuer ist...
Das gesunde Mittelmass ist schon eher selten, egal ob privat oder Firma. Es ist aber auch eine Frage der Verwendung. Für Langstrecke kaufe man sich kein Stadtauto und umgekehrt.
@Me@RX300:
Das mit der Drosselklappe beim Prius ist so nicht ganz richtig, aber egal...
@fsi-entwickler:
Stimmt, jeder muss sehen, was für Ihn am besten ist.
Für mich ist es in erster Linie bequeme Sitze, weiches Fahrwerk, geringe Innen-Lautstärke, spontan abrufbare hohe Beschleunigung, wenig Spritverbrauch, Personen und Transportplatz und ganz zuletzt das Aussehen. So ziemlich in der Reihenfolge. Vielleicht bin ich schon "Grufti", der noch einen sportiche Touch behalten hat 😉
2000 kam ein Audi-TDI noch in die engere Auswahl, ein alter Rolla hat aber gesiegt. Man mag von Toyo-Sitzen nicht begeistert sein, da sie ziemlich weich sind. Meinen Rücken erfreuen sie aber... Mit meinem P1 habe ich die beiden Kröten Transportplatz - ist halt ein Stufenheck - und Aussehen geschluckt. An zweiteres habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Seit 1 Jahr gibt es mittlerweile noch zwei andere Limos, die der Knutschkugel auf den ersten Blick zum verwechseln ähneln - So schlecht kann das Design von 1997 also doch nicht sein...
Ähnlichkeiten anderer Neuvorstellungen zum Prius2 sind auch rein zufällig - wobei mir dessen Design sehr gut gefällt.
Ein TSI mit Fahrspass+Dynamik, hmmm. Vielleicht in einer anderen Karosserie und einem anderen Getriebe, aber das ist wohl auch Definitionssache.
Ich mag keinen Schaltruck und wechselnde Beschleunigungen mehr - Eine Fokker hat beim Start nur noch etwas mehr "Druck". Bodenwellen können auch ausserhalb des Wagens bleiben.
Schieben durch die Kurve? Das ist doch geil, schon mal R16 oder noch besser Ente (nur zu harte Sitze) durch die Kurve gejagt...
Zurück zum Thema: Auch die freie Presse (WAZ) macht sich schon über Indra lustig 😁😁
Zitat:
Original geschrieben von fsi-entwickler
...aber es gibt eben auch Kunden, die legen viel Wert auf etwas Fahrspass bei noch moderatem Verbrauch....und bezgl. Fahrspass + Dynamik fährt ein TSI den Prius und IMA/Honda-Civic in Grund und Boden....
Mit dem Rest Deiner Ausführungen hast Du recht, aber DAS ist einfach "Äpfel mit Birnen" vergleichen.
Der Prius ist bewusst als Spar-Hybrid ausgelegt.
Hat ja auch nur 60% des Normverbrauchs eines Golf TSI (obwohl das Mehr an Leistung des TSI im EU-Messzyklus nicht zu Einsatz kommt, d.h. der TSI braucht fast das 1.7-fache eines Prius beim Fahren nach EU-Norm).
Wenn man beide Fahrzeuge sportlich fährt, das Mehr an Leistung des TSI ausreizt, dann wird der Unterschied noch größer werden!
Ein realisitischer Vergleich zum Thema "Fahrspass bei noch moderatem Verbrauch" gäben die "Performance-Hybriden" von Lexus.
Ein RX400h fährt (im Vergleich zum Golf TSI) mit der 1,6-fachen Leistung und dem 1,5-fachen Gesamtgewicht bei vergleichbarer Beschleunigung (0-100) mit gerade mal 14% höherem Normverbrauch (nach EU-Norm).
Ein GS450h wird (im Vergleich zum Golf TSI) mit doppelter Leistung und ca. dem 1,3-fachen Gesamtgewicht bei besserer Beschleunigung einen niedrigeren Normverbrauch (nach EU-Norm) haben.
Das diese Fahrzeuge preislich in anderen Regieonen fahren liegt mehr am Gesamtkonzept als am Hybrid-Antrieb.
Das Thema "Laufkultur" wäre nicht einmal den Versuch eines Vergleiches wert!