GTI Getriebeschaden - Schock nach 109000km
Hallo,
war lange nicht mehr online hier, aber das möchte ich niemand vorenthalten, besonders nicht den GTI Fahrern.
Beim Reifenwechsel stellte ich heute ein ölverschmiertes Getriebe am GTI fest, km-Stand 109000. Auf der Hebebühne bei VW dann der Schock: ein kirschkerngroßes Loch herausGEBRÖSELT, in der Mitte dieses Loches ein kleines Stecknadelkopfgrosses Loch, das komplett durch geht. Öl war schon mehr als die Hälfte rausgelaufen aus dem Getriebe. Die Werkstattleute meinten einstimmig, soetwas auch noch nie gesehen zu haben.
Die Sache ist eindeutig, beim Guss des Getriebegehäuses wurde geschlampt und es war wohl eine Luftblase mit eingegossen im Alu, die nun herausgebröckelt ist. Der Werkstattmeister meinte zwar, innen hätte was geschliffen und in der Folge wäre das Alu dann von außen her geschmolzen und abgetropft, aber für mich ist klar, das Gehäuse war/ist schadhaft und innen alles OK. Immerhin fahre ich so schon tausende km.
Im Februar war meine Anschlussgarantie abgelaufen.
Ergebnis nun: VW nimmt auf Kulanz 60%, die Werkstatt 10%. Fazit: Ich zahle "nur" 1100 Euro anstatt 3000 Euro für Austauschgetriebe.
Wie auch immer, ein Getriebeschaden nach nur 110000km ist einfach schockierend, das war definitiv mein letzter VW. Unfassbar, wie verkommen bei VW die Qualität mittlerweile ist. Im Grunde müsste VW dieses Getriebe komplett auf Kulanz tauschen, aber man sagte mir, da hat man definitiv keine Chance. Also, VW und Audi auf wiedersehen, der nächste wird ein BMW.
Gruss
Stefan
Beste Antwort im Thema
Ja nee, is klar. Bei BMW könnte sowas natürlich nie passieren.
Man man man, selten so einen Schwachsinn gelesen.
Bei allem Verständnis über den Ärger, aber vor sowas ist man bei keinem Hersteller geschützt und auch BMW oder Mercedes würden nach über 100tkm ein Getriebe niemals völlig kostenlos wechseln.
Komm mal in der Realität an. 😠
44 Antworten
Schweissen wäre sicher auch gegangen, nur leider kamen mir diese Einfälle erst nachdem das neue Getriebe schon bestellt war....
Zitat:
Original geschrieben von VW_Golf3GTI
Das ist sehr ärgerlich. Jedoch kann VW relativ wenig dafür. Sondern viel mehr der Zulieferer.
Also nach meinem Kenntnisstand baut VW alle Getriebe selbst, nix Zulieferer. Wenn man an die zigtausend Getriebeschäden beim Golf IV denkt, wo aus Kostengründen billigst genietet wurde, dann zwingt sich einem schon das Gefühl auf, dass hier System hinter steckt: Im Innenraum alles toll, unter der Haube nur Schrott. Bei meinem GT 125kW war bei 30.000 die Synchronisation vom zweiten Gang defekt. Zum Glück 1700€ auf Kulanz, da Serienfehler. Jetzt gerade versagt der Turbo, aber habe ja nach 3,5 Jahren auch schon 50.000km gefahren. Große Leistung! Und der Simmering ist bei der Laufleistung natürlich auch undicht...
Und die Passat-Langzeitmiete, die ich noch habe, zeigt gerade bei Kilometerstand 6000 massive Probleme bei der Synchronisation des vierten Ganges.
Viele Grüße
Flo
Mag sein, das VW die Getriebe selbst zusammen baut. Aber die Gehäuse so wie das Innenleben wird mit Sicherheit nicht von VW hergestellt. Dafür gibt es Zulieferer.
Das nach 3,5 Jahre der Turbo versagt, kann passieren. Viel hängt auch vom Warm und kalt fahren ab. Nen Turbomotor gibt man erst nach ca.15km die Sporn.
Mein Vater hält sich zwar keineswegs dran, und bei seinem Passat (220tkm) ist immer noch der erste Lader drin.
Man kann es halt nicht ausschließen.
Guck mal bei anderen Herstellern unter die Haube, meinst du wirklich die sind besser? z.b Merzedes welche nen Produktionsstop und ne Rückrufaktion bezüglich der CR Technik hatte. Toyota mittels dem Gaspedal usw.
Jeder Hersteller hat Probleme, obs beim Auto, dem Fernseher oder dem Computer ist. Ne 100% Garantie kann dir eben keiner geben.
Selbst bei nem Aston Martin, Lamborghini oder gar Ferrari kann was kaputt gehen. Bloß fällt das nicht so ins Gewicht, weil es davon eben wesentlich weniger Autos gibt, als wie von den anderen Herstellern.
Zitat:
Original geschrieben von VW_Golf3GTI
Das nach 3,5 Jahre der Turbo versagt, kann passieren. Viel hängt auch vom Warm und kalt fahren ab. Nen Turbomotor gibt man erst nach ca.15km die Sporn.
Mein Vater hält sich zwar keineswegs dran, und bei seinem Passat (220tkm) ist immer noch der erste Lader drin.
Naja, also bei mir war es ja angeblich auch nicht der Turbo sondern das Wastegate. OK, Tausch hat nicht geholfen. Aber Garrett hat bekanntermaßen nicht den gleichen Ruf wie KKK, zumindest soweit ich das gehört habe.
Was den Passat angeht: Der stammt als 3B auch noch aus einer Zeit, als VW eben noch nicht alles Geld für den Softlack im Innenraum verbraten hat. Der AFN 81kW z.B. war ein absolut haltbarer Motor, ganz zu schweigen von den alten 1,8l 66kW und 2,0l 85kW, die sind unzerstörbar. Aber in der Vergangenheit hat sich da VW einige Dinge erlaubt, die für mich nur den Schluss zulassen, dass massiv gespart wurde. Z.B. die verkokenden PD-Elemente beim 125kW TDI oder die einlaufenden Nockenwellen beim V6 TDI oder eben die zahlreichen Getriebeschäden, von denen ich alleine 4 Fälle aus meinem direkten Bekanntenkreis kenne.
Vergleiche doch mal die Themen im E9x-Forum und im GV-Forum, beide stammen aus sehr ähnlichen Baujahren. Da wird Dir aber ganz schnell was auffallen...
Viele Grüße
Flo
Ähnliche Themen
Ich muss Smarty vollkommen zustimmen.
Für mich ist jetzt jedenfalls eines klar:
Vor meinem 5er GTI fuhr ich einen 3er GTI, den ich mit 255000km verkaufte OHNE gravierende Reparaturen gehabt zu haben. Klar kommt hier oder da mal ein anlasser oder Zündspule, ist ja logisch.
Den 5er kaufte ich mir dann ganz klar in dem Glaube (als Neuwagen), auch hier wieder was grundsolides zu haben, und sicher auch hier bis 200000km "Ruhe zu haben".
Mein Vertrauen in die frühere Qualität von VW ist durch den Getriebeschaden nun, und auch durch Berichte anderer, definitiv erschüttert und ich werde nun mit einem flauen Gefühl im Magen das Auto weiterfahren, immer im Hinterkopf was mir als nächstes um die Ohren fliegt. Turbo wäre ja eigentlich mal ganz nett ;-)
Zitat:
Original geschrieben von gti-bolide
Vor meinem 5er GTI fuhr ich einen 3er GTI, den ich mit 255000km verkaufte OHNE gravierende Reparaturen gehabt zu haben.
Toll, dass Dein IIIer GTI keine gravierenden Störungen aufwies. 🙂
Doch war von allen Golf-Generationen die dritte jene, für die sich VW am meisten schämen sollte: Reihenweise Beschwerden über miserable Rostvorsorge u. a. an Heckklappe/Türschweller, ausgeschlagene Hinterachsbuchsen, bröselnde Bremsleitungen ... nur drei von unzähligen Mängeln, die IMO durch den López-Effekt erklärt werden konnten.
Mein ehemaliger Golf GT 1.8, Bj. 02/94, war nach 185.000 km und 10 Jahren von der "braunen Pest" quasi durchsiebt. Doch abermals fahre ich - nach kurz währender Liaison mit einem Audi A3 1.6 (8L) - mit viel Freude einen Golf V. Allerdings ohne Turboaufladung.
Zitat:
Original geschrieben von gti-bolide
Ich muss Smarty vollkommen zustimmen.Für mich ist jetzt jedenfalls eines klar:
Vor meinem 5er GTI fuhr ich einen 3er GTI, den ich mit 255000km verkaufte OHNE gravierende Reparaturen gehabt zu haben. Klar kommt hier oder da mal ein anlasser oder Zündspule, ist ja logisch.
Den 5er kaufte ich mir dann ganz klar in dem Glaube (als Neuwagen), auch hier wieder was grundsolides zu haben, und sicher auch hier bis 200000km "Ruhe zu haben".
Mein Vertrauen in die frühere Qualität von VW ist durch den Getriebeschaden nun, und auch durch Berichte anderer, definitiv erschüttert und ich werde nun mit einem flauen Gefühl im Magen das Auto weiterfahren, immer im Hinterkopf was mir als nächstes um die Ohren fliegt. Turbo wäre ja eigentlich mal ganz nett ;-)
Hatte der Golf III GTI einen Turbo, scheinbar nein. Und der Turbo ist nunmal leider ein stark beanspruchtes Teil.
Und die Technik heute ist viel komplizierter, schau dir mal die Abgasüberwachung und -nachbehandlung an. 🙄
Mit unseren Autos, die wir je hatten, ob Opel oder VW, hatten wir nie Probleme, ist das repräsentativ, nein.
Also ich treibe mich jetzt schon ein paar Jahre auf der MT Plattform rum und seit 2 Jahren im BMW Forum.
Und da gibt es weitaus öfter Topics mit "Getriebeschaden", als hier!
... mfG
Kann mir jemand sagen, ob ich das alte Getriebe mit nehmen kann oder wird das von VW einbehalten? Dann würde ich das Loch nämlich schweissen lassen und mir das Teil als Ersatz hinlegen.
PS: Rost hatte mein alter 3er auch aber die Technik schien mir wesentlich zuverlässiger. Ja sicher, war ja auch nicht so aufwändig... Naja ein endloses Thema.
Gruss
Dürfte ein Tauschteil sein, das heisst VW behält es. Bei so einem Getriebe dürfte allein der Materialwert auch recht hoch sein. Das schenken sie dir nicht. 🙂
Du verstehst das falsch. Das Getriebe was du neu bekommst wäre viel teurer würde VW das alte nicht im Tausch zurücknehmen. 😉
Kannst es bestimmt behalten. Musst nur einiges mehr fürs neue hinlegen.
Hier wurden die massiven Steuerkettenprobleme vergessen, die bei sämtlichen VW Marken (Audi, Seat etc..) bestehen. Z.B. beim S3 oder R32 oder auch beim TSI ;-)
Übrigens gibt es bei anderen Herstellern bis 10 Jahre Garantie und den Service die ersten 100.000 km gratis.
Mal grundsätzlich: wer hier Golf V & Co. liest, wird vermutlich denken, der G5 ist Schrott - weil wer macht denn hier schon ein Thema auf "Ich fahre mit meinem G5 nun schon 5 Jahre und hatte noch kein Problem" - das macht kaum wer, auch wenns hin und wieder so nen - sorry - Blödsinn gibt. Die Foren sind u.a. dazu da, dass man sich eben bei Problemen austauscht. Und wer von mir aus das Mazda Forum verfolgt, wird sich dort denken, dass eben diese Autos nun ja garnichts mehr taugen usw. usf.
So ein Forum zu lesen verzerrt halt einfach die Wahrnehmung.
Und jetzt zum Thema: so ein Lunker (Luftblase) kann schon mal ganz selten vorkommen aber ich bin der Ansicht, da sollte dann VW alles übernehmen. Ich kann beim Kauf eines Autos schon davon ausgehen, dass mir nicht plötzlich das Getriebe abbröselt, sowas setze ich schon voraus! Bist du da mal intensiver mit dem Dialogservice zusammengerückt in dieser Frage? Oder schreib doch mal dem Produktionsvorstand einen sachlichen Brief, ob er denkt, dass so ein Vorfall dein Vertrauen in die Qualität steigert....
Ich kann auch grundsätzlich davon ausgehen das der Lack dick genug ist, was bei VW nicht der Fall ist aufgrund diverser internen Einsparungen. Ich kann auch davon ausgehen das mir die Steuerkette keine Probleme macht etc. etc..
Mein nächstes Auto wird ein Mazda, Mitsubishi, BMW oder Hyndai. Da muss ich nicht jeden Knopf als "etxra" bezahlen und habe einige Jahre mehr Garantie. Auch der Service ist bei BMW zum Beispiel die ersten drei Jahre gratis.
Nicht mal eine MP3 Funktion am Radio ist bei VW Standart. Toyota führt seit 10 Jahren einen Hybridantrieb. VW fängt erst jetzt beim Toureg damit an. Wie billig ist das denn?
Bei VW stimmt im Moment garnichts mehr...