Grenzwert-Überschreitung bei Abgastest X3 xDrive 20d (ICCT)

BMW 3er F30

Auweia...wundert mich aber nicht so sehr...bald kommt noch Daimler und...oder was meint Ihr ?
http://diepresse.com/.../Angeblich-auffaellige-Abgaswerte-bei-BMW-
http://www.boerse-am-sonntag.de/.../...-soll-es-auchbmw-betreffen.html

"auch der BMW X3 xDrive 20d hat bei Straßentests des International Council on Clean Transportation (ICCT) die europäische Abgasnorm (Euro-6-Grenzwert) um mehr als das 11-fache überschritten"

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Eines ist auf jeden Fall seltsam: VW hat sich mit dieser Manipulation ja einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Normalerweise müsste die Konkurrenz also laut aufschreien und gar Schadenersatz fordern. Aber die sind auffällig ruhig.

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Die Frage ist doch; Was führt zu diesem Betrug?

Hier wir doch sein langem ein Stand der Technik herbei gebetet der ähnlcih wie beim Elektroauto nicht existiert! Man verschärft Abgasnormen im Jahrestakt und wundert sich dann es kaum noch möglich ist diese einzuhalten!
Besonders beim Diesel wird immer wieder ordenlich draugehauen. Erst waren es die Partikel, nun die haben wir die sauteure Partikelfiltertechnik nun im Griff. Jetzt wird die nächste Sau(NOX Werte) durchs Dorf getrieben.
Vieleicht sollte man einfach mal den Stand der Technik anerkennen. Im Moment treten wir hier etwas auf der Stelle.
Wenn es unter finanziell vertretbaren Gesichtpunkten möglich wäre, hätten die Hersteller den Verbrauch der Fahrzeuge doch schon längst weiter gesenkt!

Was zu dem Betrug führt? Wenn wir ernsthafte, ökologisch sinnvolle Regelungen erlassen würden, dann wäre es vorbei mit dem Fahrspaß, und die deutsche Automobilindustrie wäre vermutlich erledigt.

Oekolgisch sinnvolle 200 oder 300 kW gibt es nicht. Da kostet dann jedes (für die reine Fortbewegung unnötige) kW satt Geld. Und mehr Gewicht wird selbstverständlich NICHT vergünstigend in die Oeko Labels eingerechnet:

Zitat:

Da die CO2-Effizienzklasse vom Fahrzeuggewicht abhängig ist, können Sie besser innerhalb einer Fahrzeugklasse vergleichen. Eine Mittelklasselimousine bekommt z.B. eine gute Bewertung, wenn sie im Vergleich zu anderen ähnlich schweren Modellen einen geringeren Verbrauch hat.

Und ein ATL sowieso, und und und..

So bitter sieht halt die Realität aus.

Zitat:

@only Diesel schrieb am 25. September 2015 um 12:29:03 Uhr:


Die Frage ist doch; Was führt zu diesem Betrug?
...

Eine Möglichkeit:

1. Der Gesetzgeber schreibt z.B. Grenzwerte für NOx vor, die einzuhalten sind. Geht nicht einfach, aber geht.

2. Die Ingenieure lassen sich dafür z.B. die teure Harnstoffeinspritzung einfallen.

3. Dem Vertrieb des Massenherstellers ist das zu teuer und das nachfüllen von AdBlue zwischen den Inspektionen für die Kunden umständlich, "Das schafft ihr schon...(Unterton: egal wie)"

4. Ergebnis bekannt.

Zitat:

@dieselschwabe schrieb am 25. September 2015 um 09:48:17 Uhr:


Hier werden zwei Themen vermischt.
1. Unterschied zwischen Zyklus und Realwerten
2. Einsatz von Software zum gezielten Erkennen und Täuschen von Testzyklen.

Punkt 2. hat wirklich nichts mehr mit Optimierung zu tun, das ist reiner Betrug und wird nun zu Recht bestraft. Ob BMW so etwas auch eingesetzt hat wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

Laut der deutschen Umweltbehörde, die den Stein ins Rollen brachte, hat BMW sauber abgeschnitten.

Man muss jetzt vorsichtig sein. Das Problem sind nicht geschönte Abgaswerte von VW. Mit entsprechenden Filtern bekommt man das in den Griff.

Das Problem über das VW gestolpert ist, ist die Abschalteinrichtung. Die Ökofraktion empört sich jetzt natürlich. Und für VW wird der Leichtsinn sehr teuer werden.

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Es werden immer nur die Autoabgase betrachtet.

Die unnützen Abgase durch Millionen künstlicher "Hindernisse" die "Umwltschützer" seit Jahrzehnten mit der Salamitaktik "überall" in D gegen den Autoverkehr durchgesetzt haben, sind mindestens genauso hoch !

Nur darüber habe ich komischer Weise noch keinen "Grünen" sich aufregen gesehen ...

warum sollten sie sich aufregen, wenn dadurch das Autofahren unattraktiver wird?

btt.

https://www.adac.de/.../abgasskandal_ecotestergebnisse.aspx?...

Zitat:

@only Diesel schrieb am 25. September 2015 um 12:29:03 Uhr:


Die Frage ist doch; Was führt zu diesem Betrug?

Hier wir doch sein langem ein Stand der Technik herbei gebetet der ähnlcih wie beim Elektroauto nicht existiert! Man verschärft Abgasnormen im Jahrestakt und wundert sich dann es kaum noch möglich ist diese einzuhalten!
Besonders beim Diesel wird immer wieder ordenlich draugehauen. Erst waren es die Partikel, nun die haben wir die sauteure Partikelfiltertechnik nun im Griff. Jetzt wird die nächste Sau(NOX Werte) durchs Dorf getrieben.
Vieleicht sollte man einfach mal den Stand der Technik anerkennen. Im Moment treten wir hier etwas auf der Stelle.
Wenn es unter finanziell vertretbaren Gesichtpunkten möglich wäre, hätten die Hersteller den Verbrauch der Fahrzeuge doch schon längst weiter gesenkt!

Hallo,

ich finde es generell interessant, dass sich bei der aktuellen Euro 6 Abgasnorm alle über den 20mg/km höheren Stickoxidgrenzwert aufregen (80mg/km zu 60mg/km...), im Gegensatz dazu die DIREKTEINSPRITZENDEN Ottomotoren auf Grund des Magerbetriebes und der daraus resultierenden schlechteren Gemischbildung ein gleiches 'NOX-Problem' aufweisen - hinzu kommt weiters noch der wesentlich größere Rußausstoß im Vergleich zu Dieselmotoren mit Partikelfilter !!

Das 'schlimmst' aber kommt zum Schluß: nach Euro 6 dürfen Ottomotore doppelt so viel Kohlenmonoxid emittieren als Dieselmotore. 😕

Randbemerkung: In geschlossenen Garagen sterben Leute nicht an Ruß oder NOx, sondern an einer CO-Vergiftung, da es sich an Hämoglobin bindet und so den Sauerstofftransport im Blut unterbindet.

Falls ich mich irgendwo total irre bitte mich unverzüglich zurechtwseien.

Schöne Grüße und ein schönes WE
Bemmerkpeppi

Quatsch, mein Benziner ist total sauber. Steht doch so in jedem Test 😛

Zitat:

@softwarefriedl schrieb am 26. September 2015 um 11:47:07 Uhr:


Quatsch, mein Benziner ist total sauber. Steht doch so in jedem Test 😛

Na wenn du ihn sooft wäscht, muss er ja sauber sein!

Werden die Stickoxide und deren Ausstoß im Realbetrieb weiter verfolgt, dann sehe ich beim F3x große Probleme auf die 30d und 35d zukommen. Anders als bei den 5ern etc., hat sich BMW hier nämlich die Harnstoffeinspritzung gespart.

Grüße
Stefan

Meines Wissens können Sickoxide in der Praxis(TÜV) gar nicht gemessen werden, sondern es wird nur der vom Steuergerät gelieferte Wert über die OBD-Buchse angezeigt und abgelesen.
Und anzeigen lassen -und glauben lassen- kann man per Softwarprogrammierung viel ...

Ich bin ja generell kein Dieselfan und von der Harnstoffrinspritzung halte ich auch nicht viel:
Das ist ein kompliziertes, sauteueres "Chemielabor mit 5 Abteilungen", von dem keiner weiß, ob es ein (langes ...) Autoleben problemlos funktioniert !
Der "Krempel" kann also, besonders für spätere Gebrauchtwagenkäufer, seeehr teuer werden ...
Ob sich dann mal ingesamt die "Dieselersparnis" rechnet ?

Und so ein "sauberer Diesel" ist damit totzdem nur so sauber wie ein einfacherer Benziner ...

Zitat:

@Rambello schrieb am 27. September 2015 um 09:03:32 Uhr:


Ich bin ja generell kein Dieselfan und von der Harnstoffrinspritzung halte ich auch nicht viel:
Das ist ein kompliziertes, sauteueres "Chemielabor mit 5 Abteilungen", von dem keiner weiß, ob es ein (langes ...) Autoleben problemlos funktioniert !

Und das ist doch genau der Punkt, den VW versucht hat zu optimieren. D.h. wenn VW jetzt nachbessert, heißt das im Grunde nichts anderes, als dass man den Haltern der Fahrzeuge die Probleme aufhalst, die man durch die Software versucht hat zu vermeiden.

Zitat:

@Kite Flyer schrieb am 26. September 2015 um 19:05:27 Uhr:


Werden die Stickoxide und deren Ausstoß im Realbetrieb weiter verfolgt, dann sehe ich beim F3x große Probleme auf die 30d und 35d zukommen. Anders als bei den 5ern etc., hat sich BMW hier nämlich die Harnstoffeinspritzung gespart.

Das ist aber halt auch ein Platzproblem. Ich weiß von einem Landmaschinenhersteller, der lange daran rumgetüftelt hat dieses Verfahren in den zur Verfügung stheneden Platz zu integrieren.

Zitat:

@Jens Zerl schrieb am 27. September 2015 um 10:01:09 Uhr:



Zitat:

@Rambello schrieb am 27. September 2015 um 09:03:32 Uhr:


Ich bin ja generell kein Dieselfan und von der Harnstoffrinspritzung halte ich auch nicht viel:
Das ist ein kompliziertes, sauteueres "Chemielabor mit 5 Abteilungen", von dem keiner weiß, ob es ein (langes ...) Autoleben problemlos funktioniert !
Und das ist doch genau der Punkt, den VW versucht hat zu optimieren. D.h. wenn VW jetzt nachbessert, heißt das im Grunde nichts anderes, als dass man den Haltern der Fahrzeuge die Probleme aufhalst, die man durch die Software versucht hat zu vermeiden.

In diesem Zusammenhang gibt es im aktuellen Spiegel einen sehr schönen Bericht. Darin werden die Probleme VWs analyisiert, die Grenzwerte einzuhalten. Das hat zum einen Teil mit technischen Problemen, zu einem anderen Teil mit Problemen beim Führungsstil zu tun.

Intern hat mal sich wohl immer darüber gewundert, dass besagter Motor bei jedem Test die Grenzwerte eingehalten hat, aber die Konfrontation mit Winterkorn wollte sich (verständlicherweise) keiner antun.
Wenn gestandene Ingenieure der Führungsmannschaft von Problemen berichten, diese davon nichts wissen will, die Ingenieure für unfähig erklärt, und auf das übelste beschimpft, ist das - vorsichtig ausgedrückt - kontraproduktiv.

Der Spiegel hatte den Führungstil bei VW mal als "Nordkorea minus Arbeitslager" beschrieben.

Wobei jetzt auch alle anderen Hersteller in der Pflicht sind, nachzuweisen, dass nicht getrickst wurde.

Und irgendeine wohlgesetzte Erklärung eines Anzugständers reicht da nicht, da werden die Amis schon für sorgen!

Zitat:

@RalphM schrieb am 27. September 2015 um 10:11:52 Uhr:


...
Wenn gestandene Ingenieure der Führungsmannschaft von Problemen berichten, diese davon nichts wissen will, die Ingenieure für unfähig erklärt, und auf das übelste beschimpft, ist das - vorsichtig ausgedrückt - kontraproduktiv.
...

Dies ist jedoch in nahezu allen Großunternehmen der Standard. Die Fachleute haben die Anweisungen von oben zu befolgen und den Mund zu halten. Punkt!

Lt. Management fehlt den Fachleuten auf Grund ihrer begrenzten Sichtweise der Weitblick, um die entsprechenden Entscheidungen des Managements bewerten, oder diese gar in Frage stellen zu können.

Könnten Sie dies, dann wären sie ja im Management 😉.

Ganz normale Unternehmenskultur also...

Grüße
Stefan

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