Golf 8 Neuigkeiten

VW Golf 8 (CD)

Im Netz findet sich ein schöner Beitrag zum G8 bei dem u.a. H. Diess folgendermassen zitiert wird:

Diess meinte dazu: „Den vergleichsweise großen Schritt in der Digitalisierung muss man vor dem Hintergrund sehen, dass die Elektronik und Bedienarchitektur über den Lebenszyklus – also vielleicht 7 Jahre funktionieren muss und noch sehr viel an Fahrerassistenz, Apps und Comfort Features dazukommen werden."

Interessant, muss nur 7 Jahre funktionieren ?

Aus dem VW-Handel ist zudem regelmäßig ein Kritikpunkt zu hören, den auch Osterloh in seiner Tirade angeführt hatte: Der neue Golf ist für viele offenbar „overengineered“. Gerade das Bediensystem kommt immer wieder schlecht weg. Ein VW-Verkäufer kommentierte gegenüber »kfz-betrieb« zuletzt: „Das Fahrzeug ist auf den ersten Blick nicht bedienbar. Wenn man beim Fahren nachdenken muss, wie man die Klimaanlage bedient, stimmt etwas nicht.“

https://www.kfz-betrieb.vogel.de/.../

Die Kommentare unter dem Artikel sprechen für sich 😉

261 Antworten

Als jemand aus der Region und vielleicht sogar Bezug zum Konzern, würde ich diesen Zweckoptimismus sicherlich auch haben wollen und VW ist auch auf einem guten Weg aber andere auf einem besseren. Ich muss jetzt gar keine einzelnen Quellen bemühen, denn das würde den Rahmen sprengen. Einfach mal selbst googeln und dann sieht man wie der Ioniq 5 den Enyaq und Id.4 in die Schranken verweist oder der Tesla 3 kürzlich den id.3. Selbst wenn es knapp zugeht, so hatte früher VW immer die Nasenspitze vorn und jetzt andere Hersteller. Ich möchte jetzt auch nicht drauf rumhacken, das macht schon die Konzernspitze aber Diess hat schon recht; es ist eine gewisse Art von Trägheit zutage getreten. Der Erfolg war da und die Erfolgsbeteiligung war reichlich. Jetzt muss auch VW als OEM Speck abtrainieren. Die Zulieferer sind bereits ausgepresst wie alte Zitronen. Der Preis muss sinken. Ausstattungsbereinigt ist VW zu teuer. Ganz einfach. Immer weniger sind bereit, dass zu bezahlen, denn das Image alter Tage verblasst immer mehr, während mit Tesla ein neuer Star am Horizont erscheint und auch andere ihr Image aufpolieren.

Ich lasse Dir gerne Deine Sichtweise und sehe es eben anders. Teuer kann ich übrigens nicht nachvollziehen, oder welcher Wettbewerber kann BEV für knapp 30 t€ mit ähnlicher Ausstattung? Interessant auch, dass Du dann ausgerechnet Tesla, als teuren Premiumanbieter als Vorbild siehst ;-) und gleichzeitig die Preiswürdigkeit von VW anzweifelst.
Vollständige OTA Fähigkeit ist ein weiteres Stichwort, wo ich VW auf einem guten Weg und wenig Konkurrenz sehe. Genauso werden die Skalierungseffekte mit der Zeit durchschlagen.
Ich teile Deine Einschätzung, dass man da genau die drei genannten Firmen im Auge behalten muss und dann wird es dünn. Insofern nmE keine schlechte Startposition für VW, unter den Topp drei, zumal die Elektrifizierung extrem konsequent voran getrieben wird.

Und die Presse, naja, früher hieß es immer, die wäre so „pro VW“. Jetzt sind andere vorne. Daraus würde ich noch nicht den Untergang des Abendlandes ableiten. Die Baustellen bei VW, Innenraumqualität, Bedienphilosophie, Ladegeschwindigkeit, SW-Qualität, Notwendigkeit günstigerer und kleinerer BEVs sind doch bekannt und VW arbeitet daran.

Die Situation insgesamt bei VW und in der Automobil-Industrie insgesamt war sicher schon einmal gemütlicher. Ich finde es aber überhaupt nicht überraschend, dass es aktuell ungemütlich wird und sich auch mal die Marktanteile verschieben, wenn die ganze Branche vor der größten Transformation steht, die sie jemals gemacht hat. Insofern bin ich auf jeden Fall bei Dir, dass so ein Wachrüttler aktuell gut ist und ich bin der festen Überzeugung, dass das auch angekommen ist und etwas passiert. Man sieht es ja an den aktuellen Pressemeldungen.

Die Kommentare wie es innerhalb von VW aussieht finde ich immer sehr kühn. Entweder Du hast Insider-Wissen, oder Du bedienst hier einfach alle Stereotypen und Vorurteile, was ich immer für schwierig halte.

Aber am Ende kann man da natürlich unterschiedliche Sichtweisen haben …

Zitat:

@MacV8 schrieb am 21. Oktober 2021 um 10:05:24 Uhr:


...am Ende kann man da natürlich unterschiedliche Sichtweisen haben …

Definitiv. Ansonsten wäre jeglicher Dialog hier unnötig. Das Thema Haptik ist übrigens auch so eine Sache. Wir haben insgesamt 3 VW auf dem Gehöfft. Die einhellige Meinung dazu ist, dass der jüngste den am wenigsten wertigen Eindruck macht - trotz Highline Ausstattung. Auch da holt der Wettbewerb auf und überholt teilweise.

Ja, man merkt den Kostendruck definitiv und auch die Linie des Herrn Dies. Das war bei BMW auch nicht anders. Wir werden sehen, wie es weiter geht.

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VW ist im Umbruch mit den Plattformen, fährt aktuell mit Verbrenner und Elektro nicht schlecht. Die Lieferzeiten sind wirklich lang und die Rabatte gering. So schlecht sieht es nicht aus, sie müssen halt produzieren können. VW hat seine Konkurrenten schon im Blick, weiß auch, wo sie ansetzen müssen und sind dran (Überarbeitung Innenraum und Software). Das ist wie ein kleines Wettrennen zwischen den Fortschrittlichen, bei keinem läuft alles reibungslos, aber Stars wo dauerhaft alles top ist, sehe ich auch nicht. Es bleibt interessant.

Lange Lieferzeiten sind beim Golf 8 wohl eher das Resultat von schlechter Einkaufs- und Produktionsplanung statt erfolgreicher Verkaufsplanung. Wenn ich als Kunde UNBEDINGT einen Golf 8 haben wollen würde, wäre die Auswahl an jungen Gebrauchten riesig und für unseren Golf 6 würde ich sogar noch schönes Geld vom Händler für die Inzahlungnahme bekommen. Nöööö....lass mal. Möchte auch nicht wissen, wieviele Dienstwagen und Bestellungen von WA auf der langen Bestellliste stehen. Tippe auf einen hohen prozentualen Anteil. Otto Normalverbraucher hat die dann früher ja anschließend als Jahreswagen gekauft...macht er anscheinend nicht mehr...sondern schaut, was er für dasselbe Geld woanders bekommt. Vielleicht sogar neu...

Zitat:

@MacV8 schrieb am 21. Oktober 2021 um 10:30:23 Uhr:


Ja, man merkt den Kostendruck definitiv und auch die Linie des Herrn Dies. Das war bei BMW auch nicht anders. Wir werden sehen, wie es weiter geht.

Von den Kosten redet Diess viel, aber Klappern gehört zum Handwerk, zumal VAG im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn verbuchte. Dieses ganze Gerede von der ach so teuren Transformation ins Elektrozeitalter kann man in die Tonne kloppen; es geht einzig und alleine darum, sich die Taschen zu füllen.

Mag sein, dass das zweite Halbjahr weniger profitabel wird, aber sie werden nicht am Hungertuch nagen.

VW ist übrigens branchenweit keine Ausnahme.

ich glaube Du bist da einer Riesensache auf der Spur. Ein kommerzielles Unternehmen in der Marktwirtschaft erwirtschaftet Gewinne für seine Shareholder? Ein Riesen-Skandal, verschenken sollen sie sie, Ihre Autos ;-) .
Also ja, „Taschen füllen“ ist System immanent. Sauerei so etwas.

...aber das muss man VW zugute halten. Sie kümmern sich nicht nur um die Shareholder. Auch um die Stakeholder. Vorbildlich sogar. Das will Diess ja gerade ändern.

Zitat:

@MacV8 schrieb am 21. Oktober 2021 um 12:34:24 Uhr:


ich glaube Du bist da einer Riesensache auf der Spur. Ein kommerzielles Unternehmen in der Marktwirtschaft erwirtschaftet Gewinne für seine Shareholder? Ein Riesen-Skandal, verschenken sollen sie sie, Ihre Autos ;-) .
Also ja, „Taschen füllen“ ist System immanent. Sauerei so etwas.

Riesensache? Nö, gängige Praxis. Aber der Rekordgewinn steht im Gegensatz von dem Gejammer über die ach so hohen Kosten. Als kritischer Leser sollte man sich die Relationen schon mal klarmachen. Von Verschenken hat übrigens niemand gesprochen.

Ja, genau Relationen. Schau Dir die Anzahl der Angestellten an, die Größe des Unternehmens, die Anzahl der verkauften Autos, rechne Dir vielleicht sogar mal den Gewinn pro Fahrzeug aus und dann werden aus Deinen großen Zahlen sehr schnell eher kleine Zahlen und man versteht die Nervosität.
Ein Rekordgewinn für VW hat ja erstmal gar nichts damit zu tun, ob die Rendite auch absolut gut ist und nein, darüber hinaus war es ja gar kein Rekordgewinn im letzten Jahr und wird es auch dieses Jahr nicht werden. Ganz im Gegenteil.

So schlecht können die Autos nicht laufen, wenn man trotz der Umstellung/Umstrukturierung hohe Gewinne macht. Um VW, Tesla, Hyundai mach ich mir sowieso keine Sorgen, andere Hersteller werden die Umstrukturierungen viel mehr herausfordern.

Zumal es faktisch einfach stimmt, dass der Wandel hin zur e-Mobilität und Mobilitätsdienstleister die größte Wandlung seit dem Ende des luftgekühlten Motors für VW ist...wenn nicht sogar die größte überhaupt.

Und das kostet Geld. Viel Geld. Da kann VW über jeden Gewinn froh sein.

Zitat:

@Christian He schrieb am 21. Oktober 2021 um 13:34:40 Uhr:


So schlecht können die Autos nicht laufen, wenn man trotz der Umstellung/Umstrukturierung hohe Gewinne macht. Um VW, Tesla, Hyundai mach ich mir sowieso keine Sorgen, andere Hersteller werden die Umstrukturierungen viel mehr herausfordern.

VW größtes Problem ist aktuell die Verfügbarkeit der Bauteile. Die Auftragsbücher sind voll und viele Autos teilproduziert. Wenn man die aber nicht fertig bekommt fehlt der Gewinn

Zitat:

@MacV8 schrieb am 21. Oktober 2021 um 13:32:32 Uhr:


Ja, genau Relationen. Schau Dir die Anzahl der Angestellten an, die Größe des Unternehmens, die Anzahl der verkauften Autos, rechne Dir vielleicht sogar mal den Gewinn pro Fahrzeug aus und dann werden aus Deinen großen Zahlen sehr schnell eher kleine Zahlen und man versteht die Nervosität.
Ein Rekordgewinn für VW hat ja erstmal gar nichts damit zu tun, ob die Rendite auch absolut gut ist und nein, darüber hinaus war es ja gar kein Rekordgewinn im letzten Jahr und wird es auch dieses Jahr nicht werden. Ganz im Gegenteil.

Rendite ... gutes Stichwort. Haste mal die Quelle gelesen im Hinblick auf VW's Rendite?

Oder willst Du hier weiterhin die These vertreten, VW nage am Hungertuch? 😁

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