Golf 8 Neuigkeiten
Im Netz findet sich ein schöner Beitrag zum G8 bei dem u.a. H. Diess folgendermassen zitiert wird:
Diess meinte dazu: „Den vergleichsweise großen Schritt in der Digitalisierung muss man vor dem Hintergrund sehen, dass die Elektronik und Bedienarchitektur über den Lebenszyklus – also vielleicht 7 Jahre funktionieren muss und noch sehr viel an Fahrerassistenz, Apps und Comfort Features dazukommen werden."
Interessant, muss nur 7 Jahre funktionieren ?
Aus dem VW-Handel ist zudem regelmäßig ein Kritikpunkt zu hören, den auch Osterloh in seiner Tirade angeführt hatte: Der neue Golf ist für viele offenbar „overengineered“. Gerade das Bediensystem kommt immer wieder schlecht weg. Ein VW-Verkäufer kommentierte gegenüber »kfz-betrieb« zuletzt: „Das Fahrzeug ist auf den ersten Blick nicht bedienbar. Wenn man beim Fahren nachdenken muss, wie man die Klimaanlage bedient, stimmt etwas nicht.“
https://www.kfz-betrieb.vogel.de/.../
Die Kommentare unter dem Artikel sprechen für sich 😉
261 Antworten
Ich finde in der Quelle keine Rendite für VW. Wohl aber den Hinweis auf 8,8 % Konzernrendite. Mit Porsche und Audi um und über 10 % und dem Wissen, dass Skoda auch mehr Rendite als VW macht, kann die Zahl für VW dann nicht besonders hoch sein. Also nein, ich kann Dir immer noch nicht folgen, woraus Du ableitest, dass die Marke VW so fabelhaft gut verdient haben soll im letzten Jahr.
Zitat:
@MacV8 schrieb am 21. Oktober 2021 um 13:43:04 Uhr:
Ich finde in der Quelle keine Rendite für VW. Wohl aber den Hinweis auf 8,8 % Konzernrendite. Mit Porsche und Audi um und über 10 % und dem Wissen, dass Skoda auch mehr Rendite als VW macht, kann die Zahl für VW dann nicht besonders hoch sein. Also nein, ich kann Dir immer noch nicht folgen, woraus Du ableitest, dass die Marke VW so fabelhaft gut verdient haben soll im letzten Jahr.
Es geht nicht um das letzte Jahr, sondern um das erste Halbjahr 2021. Dass der Konzerngewinn auf Rekordniveau liegt, kann nicht in Abrede gestellt werden. Sicherlich wird die Hausmarke weniger gewinnträchtig sein, aber da basiert dein Posting nur auf Annahmen, wenn auch gestützt auf Zahlen der Vorjahre.
Fakt ist, dass die Hersteller von der Knappheit an Zulieferteilen profitieren und Diess' Schauermärchen über die ach so hohen Kosten der Elektrotransformation Krokodilstränen sind.
Jetzt wird es aber wirklich unsinnig zu schreiben, dass vom Chipmangel profitiert wird. Während es im ersten Halbjahr anscheinend gelungen ist die Nachfrage geschickt umzuleiten, stehen aktuell die Bänder und das Gesamtjahr 2021 wird mit Sicherheit kein Rekordjahr. Im Prinzip waren das wohl eher Aufholeffekte im ersten Halbjahr, die dann schnell ausgelaufen sind.
Und nein, das sind keine Annahmen bei mir, da ich Geschäftsberichte finden und lesen kann. Ich mache mir aktuell nur nicht die Mühe, die genauen Zahlen heraus zu suchen. Das kannst Du gerne selber erledigen, wenn Du es möchtest.
Du musst tatsächlich sehr weit von dieser Branche weg sein, wenn Du nicht mitbekommst was da läuft und das auch noch alles nicht verstehst und als nicht richtig darstellst.
Wie erklärst Du dir dann die Rekordgewinne?
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Habe ich doch geschrieben. Nachholeffekte und geschickte Umsteuerung. Das waren sozusagen Einmaleffekte, während jetzt die Bänder stehen und die Verluste auflaufen. Kannst Du in vielen Zeitungen nachlesen, dass VW seit Wochen Kurzarbeit macht und gerade das Werk Wolfsburg nur sehr wenige Autos bauen kann. Das machen die nicht freiwillig, weil sie gerade Zeit brauchen, um das Geld umzuschaufeln.
Und nochmal, auch das Ergebnis des ersten Halbjahres war bereinigt kein „Rekordgewinn“, auch wenn die Zeitung mit dem B… und andere es vielleicht so bezeichnen, damit der Stammtisch sich darüber aufregen kann. Rekordgewinn im Vergleich zu den Verlusten im Vorjahr, aber das ist ja eine ganz schlechte Referenz.
Nein, Nachholeffekte begründen keine Rekordgewinne, weil die Absatzzahlen immer noch unter denen vor Corona sind.
Kleiner Tipp: Einfach mal in die Preislisten schauen. 😮
Edit: Und das, was Du "geschickte Umsteuerung" nennst ... was soll das eigentlich sein? Diese Formulierung besagt schlicht und ergreifend nichts.
Habe ich doch auch geschrieben Umsteuerung, also Portfolio-Effekte und ziemlich harte Einsparmaßnahmen. Das sind aus meiner Sicht klare Einmaleffekte, denn ich kann nicht nur Topmodelle bauen und auch nicht immer wieder die gleichen Summen sparen.
VW hat zum Beispiel aktuell viele Basismodelle (Golf, ID.3 …) und kleinere Varianten aus dem Programm genommen. Das hilft beim Ergebnisbeitrag, ist aber nicht nachhaltig, wenn man Fabriken auslasten und Skaling erreichen möchte. Also Notmaßnahmen, um das beste aus der Situation zu machen.
Hier in der Region geht das täglich durch die Presse.
https://www.news38.de/.../...zarbeit-Halbleiter-Mangel-volkswagen.html
Auch hier ist von Nachholeffekten aufgrund des Corona-Jahres und Risiken durch den Chipmangel die Rede:
https://www.autohaus.de/.../...w-konzern-mit-sehr-hohem-umsatz-2911566
Man findet alles dazu in der Presse, wenn man sich die Mühe macht zu recherchieren und nicht einfach den Schlagzeilen hinterherläuft.
Das mit den „Preislisten“ verstehe ich nicht. Mir ist nicht bekannt, dass VW schlagartig irgendwelche Preise stark erhöht hat und dadurch jetzt Riesengewinne ggü. früheren Jahren einfährt. Preislisten gab es schließlich schon immer und spannend wäre diese Info nur, wenn sich da etwas signifikantes geändert hätte.
Wolfsburg wurde seinerzeit für den Käfer konzipiert. Ein massentaugliches Produkt für breite Bevölkerungsschichten. Der Firmenname war Programm. Nachdem der Käfer schwächelte kam zum Glück der Golf. Gerade rechtzeitig. Das riesige Werk muss ausstoßen und braucht ein Brot und Butter Produkt. Mittlerweile hat VW viele Produkte aber das geht zulasten der Skalen-Effekte. Gewinne hin oder her; Volkswagen ist das höchstverschuldeste Unternehmen der Welt und der Golf 8 mutiert zum Ladenhüter. Wie kann man das ändern?
"Volkswagen ist das höchstverschuldeste Unternehmen der Welt..."
Kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Wo hast bitte diese Info her?
Die Betrachtung von Schulden macht nur Sinn, wenn man sie auf Umsatz und Cashflow bezieht. Da beides bei VW sehr hoch ist, sind die „hohen“ Schulden in einem absolut gesunden Rahmen. Die Liquidität von VW ist auch hervorragend.
Wenn man so eine Bemerkung vom Stapel lässt, dann sollte man sich wenigstens ein bisschen mit Unternehmenskennzahlen auskennen. Bei einem DAX Unternehmen stehen die alle transparent zur Verfügung, wenn man Geschäftsberichte findet und lesen kann.
In jedem Artikel zu dem Thema steht auch, dass Schulden bei Autobauer nichts ungewöhnliches sind (Hälfte der Top 10, allein BMW, Benz und VW unter ihnen) aber dann hätte man ja Kontext und die Aussage klingt nicht mehr so schön reißerisch 😉
Alle Jahre wieder.....das Thema Verschuldung...!
Und wie seinerzeit auch, Aktiva und Passiva genau ansehen, und jetzt ganz wichtig:
Das bilanzielle Eigenkapital findet man auf der Passivseite, bedeutet, das Vermögen übersteigt den Bestand an Fremdkapital bei weitem...!!!
So gewisse Grundlagen im Rechnungswesen helfen da manchmal ungemein.
NOCH sieht alles gut aus, wie lange das allerdings so sein wird, das weiß heute niemand.
Bitte BTT. Es geht hier um Neuigkeiten zum G8.
Edit: Stirbt denn die Mär von den guten Schulden nie aus? Es wird ausdrücklich gebeten, auf diese rhetorische Frage nicht zu antworten.
Zitat:
@MacV8 schrieb am 22. Oktober 2021 um 22:51:56 Uhr:
Die Betrachtung von Schulden macht nur Sinn, wenn man sie auf Umsatz und Cashflow bezieht. Da beides bei VW sehr hoch ist, sind die „hohen“ Schulden in einem absolut gesunden Rahmen. Die Liquidität von VW ist auch hervorragend.
Wenn man so eine Bemerkung vom Stapel lässt, dann sollte man sich wenigstens ein bisschen mit Unternehmenskennzahlen auskennen. Bei einem DAX Unternehmen stehen die alle transparent zur Verfügung, wenn man Geschäftsberichte findet und lesen kann.
Da habe ich ja mächtig was vom Stapel gelassen.
Das war in jeder Provinzzeitung zu lesen und anschließend folgen große Worte zu Unternehmenskennzahlen.
Da werden lediglich Zahlen mittels Multiplikation oder Division ins Verhältnis zueinander gesetzt und jeder kaufmännische Auszubildende bei Bäcker Meyer kann das.
Aber zum Glück bekomme ich ja sofort eine "fundierte" Lehrstunde. Der Cash Flow ist beim VW Konzern okay; dank Cashcows wie Audi, Porsche etc. Die Kernmarke, zu der auch der Golf zählt...na ja...ohne China eher mau.
Umsatz als schiere Größe zu betrachten. Schön. Toyota setzt ähnlich viel um bei sehr viel weniger Personal. Dann bleiben wir mal bei Deinen Zahlen. Bspw. Umsatz pro Mitarbeiter. Besser nicht ausrechnen. Obwohl, geht ganz einfach mittels dividieren - wie bei so vielen Kennzahlen.
Die Liquidität ist also hervorragend!? Schon mal überlegt, dass generierte Liquidität aus Fremdkapital i.d.R. Geld kostet? Aktuell sind die Zinsen niedrig aber sollte sich auch das ändern hat VW am Kapitaldienst ordentlich zu knabbern. Apropos Kapital. Kommen wir zum Eigenkapital. Die Marktkapitalisierung ist im Vergleich zu wichtigen Wettbewerbern eine Katastrophe und die Dividendenpolitik eine Sauerei. In Zeiten der Krise sollten die Shareholder als erste zurückstecken und was macht VW!?