Golf 7, 1.2 TSI Motoröl Spezifikationen

VW Golf 7 (AU/5G)

Hallo,
mein Golf 7 TSI 86 PS Bj. 2015 hat laut Handbuch die Motoröl Herstellerfreigabe VW 50200 und 50500.
Longlife ist für mich nicht relevant, mache sowieso jedes Jahr Ölwechsel.
In den Werkstätten wurde in der Vergangenheit 5W30 von Mobil 1 oder Castrol Edge verwendet.
Nun habe ich festgestellt, das McOel in Hamburg mir im Sommer diesen Jahres Shell Helix 0W30 Ultra ECT2/C eingefüllt hat, schön teuer aber mit der Herstellerfreigabe VW 50400 und 50700. Damit bin ich bereits 4000 km gefahren.
Nun meine Frage : Das Shell-Oel hat für meinen Motor ja eigentlich gar keine Herstellerfreigabe von VW.
Auch wenn es hochwertiges Motoröl ist, kann ich das Öl trotzdem noch ca. 4000 km ohne Schaden am Motor weiterfahren oder sollte es schnellstmöglich gewechselt werden ?
Über Tipps und Infos wäre ich sehr dankbar !
Gruß ubootfahrer

19 Antworten

Du hast recht, wie oben schon erwähnt habe ich kein Handbuch, sondern durchs Web stöbern erlesen.
Das beim Neukauf 2015 im Motor befindliche Castrol Edge 5W30 LL hat ja auch die VW Herstellerfreigabe 50400, genau wie mein momentan im Motor befindliches Shell Helix Ultra ECT2/C 0W30.
Bleibt nur noch die Frage, ob das Shell 0W30 dauerhaft gut ist, oder wieder auf 5W30 umsteigen, wobei Longlife für mich keine Rolle spielt, ich wechsel auch Longlife-Öl jedes Jahr nach ca. 6000 km.

Ich bin der Meinung es macht keinen Unterschied ob 0W30 oder 5W30. Irgendwie scheinen viele Leute eine Abneigung gegen 0W30 zu haben (ich selbst mit eingeschlossen), vermutlich weil es neu ist und sich das Neue gegen das Altbewährte erst mal durchsetzen muss.

Die Zahl vor dem W gibt aber die Viskosität bei tiefen Temperaturen an und die hintere Zahl die Viskosität im Betrieb. Kann man sich hier auch im Datenblatt von zwei VW 50400 Ölen anschauen:
https://pim.liqui-moly.de/pdf/de_DE/liqui/96/P000323
https://pim.liqui-moly.de/pdf/de_DE/liqui/21/P005106

Viskosität (größere Zahl heißt dickflüssiger) bei 40°C:
5W30: 70,0 mm²/s
0W30: 60,0 mm²/s

Viskosität bei 100°C:
5W30: 12,2 mm²/s
0W30: 11,9 mm²/s

Im Betrieb sind die Öle quasi identisch von der Viskosität aber bei niedrigeren Temperaturen ist das 0W schon etwas dünnflüssiger (was ja durchaus gut ist). Aus technischer Sicht würde ich sogar sagen das 0W ist das "bessere" Öl weil die Viskosität über die Temperatur konstanter ist.

Motoröl 0W30 ist gegenüber 5W30 bei kalten Temperaturen ja aber beim Kaltstart viel schneller an den benötigten Schmierstellen.
Die Viskosität bei hohen Temperaturen von 30 ist ja bei beiden Ölen identisch.
Ein weiterer Vorteil von 0W30 ist der Schutz von Ascheablagerungen Kat/OPF/DPF, hier laut Shell :

Hauptanwendungsbereiche:
Shell Helix Ultra ECT C2/C3 arbeitet mit der innovativen „Emissions Compatible Technology“ von Shell zum Schutz von Abgasnachbehandlungssystemen. Es schu?tzt Abgaskatalysatoren von Benzinmotoren und ha?lt Dieselpartikelfilter sauber und schu?tzt sie vor Ascheablagerungen, die sonst das Abgasnachbehandlungssystem verstopfen und somit die Motorleistung beeintra?chtigen ko?nnen.
- Shell Helix Ultra ECT C2/C3 kann in modernen Benzinmotoren, in Dieselfahrzeugen mit Partikelfilter und Fahrzeugen mit Gasmotor eingesetzt werden.

Ehrlich gesagt, bei viel oder fast nur Kurzstrecke, würde ich lieber ein 5W40 fahren. Öl und Motor werden nicht richtig warm und Kondenswasser und ggf Benzin im Öl kann nicht verbrennen. Da wird das dünne Öl noch mehr verdünnt, gerade jetzt im Winter.
Lg Uwe

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Macht es für Kurzstrecke und Winter nicht eher Sinn ein dünneres Öl zu fahren, da die Betriebstemperatur und damit richtige Viskosität nur selten erreicht wird? Gegen die Ölverdünnung dann häufiger Öl wechseln (was der TO ja bereits jährlich macht). Das dicke Öl dann für Vollgas Autobahnfahrten im Sommer.

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