Golf 2,3 V5 - 1 Liter Öl / 1000km
Mein 98er V5 frisst Öl wie n Loch. Ca. 1 Liter auf 1000 km bei leicht sportlicher Fahrweise. Das Problem scheint hier im Forum ja bereits bekannt zu sein, jedoch eher bei den 1,4 er oder 2,0 er Motoren. Es tritt nirgendwo Öl aus, das Öl scheint verbrannt zu werden.
Ich war bereits bei VW und hab mich auch im Netz durch sämtliche Beiträge gelesen die mit dem Thema zutun haben. Mittlerweile bin ich aber etwas ratlos und eigentlich kurz davor den Golf abzugeben, was eigentlich schade wär, nachdem der Wagen komlett umgebaut wurde.
Was könnte man in meinem Fall noch ausprobieren um den Ölverbrauch zu senken? Bin bereits auf anderes Öl umgestiegen und es hat rein garnichts gebracht. Habe hier gelesen, das man dieses Problem in manchen Fällen durch den Tausch des Öldeckels beseitigen kann. Wie siehts beim 2,3er aus. Hat irgendjemand damit Erfahrung gemacht oder vielleicht noch ne andere Idee???
34 Antworten
Re: Golf 2,3 V5 - 1 Liter Öl / 1000km
Zitat:
Original geschrieben von sebbb 6n
Fällen durch den Tausch des Öldeckels beseitigen kann. Wie siehts beim 2,3er aus. Hat irgendjemand damit
Dein Wagen ist schon 9 Jahre alt, wie viele Kilometer hat der denn jetzt drauf ? Das mit dem Öldeckel kannst Du getrost vergessen. In Verdacht kommen die üblichen verdächtigen für Ölverbrauch: Zylinderkopfdichtung, Ventilschaftdichtungen, Kolbenringe.
Die Kompressionswerte sollte man sich mal ansehen, das ist zumindest günstig und läst auf den zustand des Motors schließen. Zylinderkopfdichtung währe dann das nächste.
Gruß,
Christian
Mittlerweile hat er 121 000 km weg, wobei das eigentlich für diesen Motor nix ist. Kompression prüfen, wo lässt man das am besten machen und was würde sowas kosten???
Die Kompression prüfen kann man wirklich überall machen, da kein Hexenwerk.
Als wir bei einem Fahrzeug im Rahmen einer Inspektion die Kompression prüfen ließen, hat er das nicht berechnet.
Wenn du nur wegen der Kompression kommst, dürfte es aber auch nicht teuer sein, vielleicht 20€.
Nach 121.000 km sollte die ZKD nicht defekt sein, sofern das Auto nicht misshandelt wurde.
Die Ventilschaftabdichtungen wären nach einer solchen KM-Leistung ungewöhnlich früh kaputt, sofern die verantwortlich für den Ölverbrauch sind - ist aber dennoch möglich, bei viel Kurzstrecke.
Die Ventilschaftabdichtungen zu tauschen ist allerdings auch keine große Reparatur. Ich würde dir empfehlen im Rahmen der nächsten Wartung diese einfach tauschen zu lassen. Dadurch wird der Ölverbrauch vielleicht nicht verschwinden, aber auf jedenfall merklich sinken.
Des Weiteren kann das LL2-Öl für den hohen Ölverbrauch verantwortlich sein. Abhilfe: Anderes, vollsynthetisches Öl verwenden ohne herabgesenkten HTHS, oder zumindest LL3, wenn's LL sein soll.
Hoffe, ich konnte weiterhelfen.
MfG, Lappos
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Laut VW is der Verbrauch normal und so auch in der Betribsanleitung nachzulesen =)
Bin bereits auf Vollsynthetik umgestigen. Undzwar auf 0 W 40.
Nein ich glaube eigentlich nicht, dass mein Wagen misshandelt wurde. Ich selber fahre den nun seit ca. 25 000 km und bis dahin gabs auch nur einen Vorbesitzer und der wa BJ 54 und ist auch immer schön brav zu allen Inspektionen hin. Laut VW wurde , jedoch bezüglich des Ölverbrauchs nie was bemängelt oder repariert. Ich denke mal das Beste wird sein erstmal die Kompression prüfen zu lassen... Werd ich dann nächste Woche direkt mal machen lassen
Du wirst garkein LL haben wenn deiner schon 9 Jahre alt ist. Also steig doch mal auf 10W40 um. Ich fahr das auch nur, und der Ölverbrauch ist "in Ordnung".
Zitat:
Original geschrieben von VW-Heinz
Also steig doch mal auf 10W40 um. Ich fahr das auch nur, und der Ölverbrauch ist "in Ordnung".
Das solltest du nicht tun, sepp. Wenn du auf einmal schlechteres Öl verwendest, wird der Verbrauch nicht sinken.
Wie kommst du zu dieser Empfehlung, Heinz? Etwa, weil das 10W-40 dicker ist und somit weniger "durchkommt"? 😁
Zitat:
Original geschrieben von lappos
Das solltest du nicht tun, sepp. Wenn du auf einmal schlechteres Öl verwendest, wird der Verbrauch nicht sinken.
Wie kommst du zu dieser Empfehlung, Heinz? Etwa, weil das 10W-40 dicker ist und somit weniger "durchkommt"? 😁
Hast du auch das Problem? Hast du dir auch schon viele verschiedene meinungen eingeholt? Hast du auch schon verschiedene öle probiert?
Keine Angst, ich weiß von was ich hier schreibe.
Es ist schlieslich auch ne Geldfrage, denn die LL Öle sind nicht gerade billig.
Und was soll bitteschön an dem Motor passieren mit 10W40? 😉
Ich würde eine Motorspülung mit Liqui Moly Motor Clean machen und anschließend sofort einen Ölwechsel.
Damit ließe sich zumindest feststellen, ob verkokte Kolbenringe schuld am Ölverbrauch sind. Ausserdem würde ich beim 0W-40 bleiben, am besten das Mobil1 verwenden. Das bringt schon von Haus aus gute Reinigungsadditive mit.
Eine weitere mögliche Ursache wäre die Kurbelgehäuseentlüftung. Möglicherweise wird das Öl nicht mehr korrekt abgeschieden und gelangt durch die KGE über die Ansaugwege in die Brennräume.
Hohen mechanischen Verschleiß würde ich bei dieser Laufleistung für eher unwahrscheinlich halten.
@ Heinz
- nein, ich habe dieses Problem nicht (mehr)
- Ja, ich habe schon viele Meinungen gehört. Allerdings sind Meinungen eben nur Meinungen, und keine Fakten. Und bei vielen Themen ist es wenig hilfreich, sich nach Meingungen zu richten. Man kann eine Meinung z. B. zu Religion, Politik oder Geschmack haben. Zu z. B. Motoröl kann man zwar auch eine Meinung haben, doch ändert das nichts an den Fakten über dieses sehr komplexe Thema.
Wenn du also die Meinung hast, 10W-40 sei eine tolle Sache, ist das ja schön und gut und natürlich dein gutes Recht. Aber deswegen ist es trotzdem falsch 🙂 Auch wenn dein Auto damit fährt.
- Ja, ich habe schon einige verschiedene Öle ausprobiert/verwendet. Mir fallen spontan 8 Stück ein.
Ich habe keine Angst, keine Angst 😉 Ich will dir nicht an den Karren fahren, aber wenn du wirklich wüsstest, wovon du schreibst, würdest du kein 10W-40 ausdrücklich empfehlen.
- Mit einem 10W-40 im Motor passiert natürlich erst einmal gar nichts. Aber ein 10W-40 hat nur mäßige Kaltstarteigenschaften (wenn's sehr kalt draußen ist sogar schlechte) und es ist nicht vollsynthetisch. Das sind zwei Eigenschaften, die es zu einem bestenfalls mittelmäßigen Öl machen. Und wenn man für kaum mehr Geld wesentlich bessere Produkte haben kann, warum nicht?
Ein LL-Öl habe ich hier nirgends empfohlen, würde ich auch nicht tun. Vom LL2-Öl ist sogar abzuraten wegen der niedrigen Scherstabilität.
Es bringt allerdings jetzt nichts, den Thread damit vollzudiskutieren. Wenn du dich näher informieren willst, gehe den großen Ölthread nach den Beiträgen von Sterndocktor durch. Zwei tolle und hilfreiche Zusammenfassungen findest du einmal hier und hier
Grüße und schönes WE, Lappos.
Re: Golf 2,3 V5 - 1 Liter Öl / 1000km
Zitat:
Original geschrieben von sebbb 6n
Habe hier gelesen, das man dieses Problem in manchen Fällen durch den Tausch des Öldeckels beseitigen kann. Wie siehts beim 2,3er aus. Hat irgendjemand damit Erfahrung gemacht oder vielleicht noch ne andere Idee???
Erfahrung war bei einigen Usern positiv bei anderen hat sich leider gar nichts verbessert. Sollte der Öleinfülldeckel sehr undicht sein dann kann dies durchaus der Grund für einen erhöhten Ölverbrauch sein da dies wie eine KG-Belüftung fungiert und sich dadurch der Blowby Volumenstrom erhöht.
Der Deckel kostet ja nicht die Welt ich würds einfach probieren.
Ansonsten hat der juppomat schon hilfreiche tipps gegeben.
Also ich habe immer ein 10W 40 Öl gefahren.
Allerdings hatte ich nach dem Umbau auf Autogas mit diesem Öl einen erhöhten Ölverbrauch und bin dann auf das Castrol 10W 60 Umgestiegen.
Der Ölverbrauch ist dabei merklich gesunken.
Vielleicht wäre solch ein Öl auch etwas für dich. Die Meinungen gehen zwar auseinander ob man wirklich 10W 60 braucht aber bei mir hat es halt geholfen.
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von lappos
Die Ventilschaftabdichtungen zu tauschen ist allerdings auch keine große Reparatur. Ich würde dir empfehlen im Rahmen der nächsten Wartung diese einfach tauschen zu lassen. Dadurch wird der Ölverbrauch vielleicht nicht verschwinden, aber auf jedenfall merklich sinken.
Zeig mir mal wie das geht ohne den Zyl.-kopf abzunehmen!!!
Hm, also wenn dein Motor nicht auf dem Kopf eingebaut ist, nimmst du den Ventildeckel ab, hast Blick auf die Nockenwelle, Ventile, Hydros ect.
Und da, wo die Ventile sind, sind auch die Ventilschaftabdichtungen, deswegen heißen die ja auch so.
Warum man jetzt noch den Zylinderkopf abnehmen sollte, weißt nur du allein.
Klar, man kann ihn abnehmen, um ihn auf eine Werkbank zu legen - u. U. kommt man so besser an alles ran. Notwendig ist es aber nicht.
Im angehängten Bild sieht man im roten Kreis den Ventilschaft ohne Ventilfeder. Der Pfeil zeigt auf die daraufsitzende Dichtung.
Zwar ist der Kopf hier ausgebaut, aber wie du sehen kannst, müsste man ihn nicht abnehmen, um nur die Dichtungen zu wechseln.
Bei dem Aggregat handelt es sich um einen Mercedes-Motor, und vielleicht baut VW ja seine Motoren ganz anders? Ich bezweifle es jedoch 🙂
MfG, Lappos