Dämmung in Türen und Seitenwänden im W447 verbessern

Mercedes Vito W447

Vorweg: Ich empfinde meinen 2019'er Vito Tourer im Innenraum nicht als laut. Dennoch will ich nachrüsten, denn noch leiser ist noch besser. Zudem verspreche ich mir mit Blick auf den Klang der Serien-Lautsprecher am Audio 40 (Pioneer) ebenfalls eine Verbesserung.

Nun habe ich mich hier und im Netz ein wenig kundig gemacht. Allerorten stösst man dabei unweigerlich auf Alubutyl und Armaflex, das ich jedoch nicht verwenden mag.

Bei meiner Recherche nach einer Alternative stiess ich u. a. auf ein kurzes Video von ADMS, das ich sehr überzeugend fand, rät der Hersteller darin doch zu einer materialsparenden (und dennoch zielführenden) statt flächendeckenden (und damit nur dem Hersteller gut tuenden) Verwendung bei den Schwerschichtmatten zur Reduzierung des Körperschalls. Aber schaut gern selbst hier https://www.youtube.com/watch?v=bJIWSjg7IHE . Den Inhaber kann man für konkrete Fragen ansprechen, bevorzugt telefonisch, bei meinem Anruf sehr netter Kontakt.

Beim normal langen W447 ermittle ich in etwa 8m laufende Länge (vordere Türen, seitliche Türen, hintere Seitenwände, Kofferraumklappe), so dass ich wie folgt bestellen werde:
- 4 Stück Schwerschichtmatten (100 x 50 cm / ca. 3,5Kg/m² / 1,8 mm) https://www.adms-shop.de/.../401
- 7 Stück Innenraumdämmung mit schwarzem Abdeckvlies (120 x 60 cm / 10 mm) https://www.adms-shop.de/.../210-10
In Summe rund 120 Euronen.

Der Einbau der selbstklebenden Matten wird bei Temperaturen von mindestens 20°C empfohlen, insofern muss das Vorhaben noch warten.

Da ich dann ja die Innenverkleidung ohnehin demontiert habe: Gibt es aus der Erfahrung irgendetwas was ich bei der Gelegenheit dann gleich mit erledigen sollte?

fragt der HHH1961

473 Antworten

Kostet ca 2,50€ pro Stück

Unterbodenschutz hinter der Radhausschale, Schwerschichtstreifen am Kotflügel und Rückbau vorne links…

Linke Seite ist soweit „abgeschlossen“. Radhausschale ist wieder an ihrem Platz. War eine ziemliche Fummelei. Die knapp 9mm an Dämmaufbau sind schon grenzwertig. Mehr geht nicht. Zumindest nicht, wenn man die Schale von allen Seiten bekleben möchte….

Eine gute Aufnahme, wo die Dämmung noch zu sehen ist, ist nicht wirklich möglich. Die Unterbodenverkleidung sowie das Innenleben im Motorraum erlauben keinen guten Blickwinkel.

Nun ist die rechte Seite dran. Geht nun wesentlich schneller :-)

Wünsche frohes Schaffen!

Originalzustand
Benutztes Spray
Nach dem Einsprayen
+3

Bin jetzt sehr gespannt auf das Ergebnis! Das kann man wahrscheinlich erst beurteilen wenn beide Seiten fertig sind.
Interessant ist, ob dann die Geräusche von Motorraum über Stirnwand dominieren werden.

Ja, das ganze ist keine kurze Aktion...
Ich bin selbst jetzt mit hinteren Seitenvwrkleidungen und Kotflügel einige Tage beschäftigt. Mache dort aber alles nur von Innenraum.

Auf erstem Foto in der Mitte von Kotflügel ist ein Stück von Originaler Schwersschicht Dämmung zu sehen? Oder ist es Metallstück?

Langsam nährt sich das Eichhörnchen….
@MetalHeart: wenn man es für sich macht, ist es keine Arbeit ;-)…. Muss man sich zumindest einreden.

Nein. Auf dem ersten Photo ist alles Original. Die zusätzlichen Schwerschichtmatten habe ich am Kotflügel angebracht (Photo 4).

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Nein, so habe ich das auch verstanden 😉
Ich meine, ob dieses Stück welches auf dem 1. Foto zu sehen ist, eine Dämmung vom Hersteller ist? Ist es eine Bitumen/Gummiartige Matte oder ist es nur eine Metall-Verstärkung der Kotflügel?

Das ist eine bitumenartige Maße, wie du sie stellenweise auch vom Inneren des Fahrzeugs wahrnehmen kannst, wenn du die Panele ausbaust ;-)

So.. Beifahrerseite ist fertig. Etwas weniger Aufwand , als auf der linken Seite. Habe an einigen Stellen an der zum Motorraum gerichteten Seite bewusst auf Dämmmaterial verzichtet.

Erster Eindruck: ich höre die Lüftung und Motorengeräusche. Von den Rädern höre ich i.g.O. nichts. Die Geräusche bezüglich Unebenheiten kommen sehr dumpf im Innenraum an. Nun bleiben nur noch die hinteren Radhausschalen.

Bei der Abdeckung, die den Wagenheberpunkt umgibt, müsst ihr beim Abnehmen aufpassen. Da sind am Rand zwei Nasen, die an der angrenzenden Verkleidung eingehakt sind. Es ist hilfreich, die angrenzenden Verkleidungen (Unterboden-Element und Schwellerschutz) loszuschrauben, damit man diese entsprechend bewegen kann. Dann kann das entsprechende Panel seitlich herausgezogen werden.

PS: morgen bekomme ich eine kostenneutrale Nachrüstung hinsichtlich dem Totwinkelassistenten. Schließlich war der Wagen so bestellt. Entsprechend wird das nun nachgeholt.

Übersichtsaufnahme vor dem Einbau
Keine Dämmung im unteren Bereich
Blick bei geöffneter Motorhaube

Erneut Danke für Deine Beschreibungen. Musste erstmal recherchieren, was "i.g.O." bedeutet - in geschlossenen Ortschaften.
Magst Du schon bewerten - Aufwand zum Ergebnis?

Für mich persönlich lohnt es sich, da wir auch als Familie viel und lange damit reisen wollen. Der Wagen soll bei uns „alt“ werden und möglichst lange dienen. Für jemanden, der alle paar Jahre das Fahrzeug wechselt, ist das definitiv zu viel Aufwand und steht meiner Meinung nach nicht im Verhältnis.

Auf der anderen Seite hat man natürlich einen Gegenwert geschaffen. Wenn man den eigene Aufwand nicht berechnet natürlich… und der interessierte Käufer im Falle eines Verkaufs darauf wert legt… schwer zu sagen. Machbar ist es. Und wirklich teuer war das Material von ADMS ja auch nicht.

Ich denke, dass jemand, der alle paar Jahre sein Fahrzeug wechselt, dieses Thema sowieso überblättert. Der vor allem zeitliche eigene Aufwand lohnt in der Tat nur, wenn man das Fahrzeug langfristig halten will. Obgleich ich Dir zustimme, dass die Dämmungsmassnahmen wertsteigernd sein dürften.

Mein Eindruck aufgrund Deiner Beschreibung ist aber schon, dass der Aufwand bei den Radhausschalen ungleich größer ist als beispielsweise bei den Türen und Seitenwänden. Nun ist mein Fahrzeug von unten her ohnehin schon recht leise, vermutlich in den sehr leisen Reifen wie auch in der Schmutzfangmatte mit Gummirücken auf dem TPO-Boden begründet. Dennoch lese ich fleissig weiter mit ... bis ich die Radhausschalen selbst in Angriff nehmen werde.

Es ist schon etwas anderes am Fahrzeug zu arbeiten, während dieses im unmittelbaren Bereich aufgebockt ist. Da muss man Vertrauen in den Wagenheber haben. Bei anderen Fahrzeugen habe ich stets noch eine Dreibeinstütze als Absicherung drunter gestellt. Beim w447 wüsste ich nicht, wo ich diese positionieren sollte…

Man liegt zum Teil beim Schrauben,Lösen und wieder Einsetzen der Clipse auf dem Boden und unter dem Fahrzeug. Gutes, trockenes Wetter ist somit von Vorteil… wer mit der Arbeitsweise oder mit seiner Gelenkigkeit kein Problem hat , wird es mit etwas Geduld auch schaffen.

Ich vertraue auch niemals ausschließlich auf einen Wagenheber, egal wie hochwertig dieser mutmaßlich sein mag.
Den Bock kannst Du doch getrost unter die innere Aufnahme des Querlenkers stellen.

Zitat:

@HHH1961
Ich denke, dass jemand, der alle paar Jahre sein Fahrzeug wechselt, dieses Thema sowieso überblättert. Der vor allem zeitliche eigene Aufwand lohnt in der Tat nur, wenn man das Fahrzeug langfristig halten will.

Das denke ich ebenso immer wenn ich am Fahrzeug am werkeln bin 🙂, gerade eben hintere Seiten beendet. Da war der Aufwand deutlich größer als ich dachte, obwohl ich alle restlichen Teile vorher schon gemacht habe und etwas an Erfahrung gesammelt, auch dank diesen Thread.
Je mehr man am Fahrzeug selber macht, desto mehr "heiratet" man mit dem und will länger mit dem Leben 😁 Hoffentlich, es gibt's noch länger die klassischen Tankstellen 😉

Kurzes Bericht:
- Die Radkasten und wo es ging die Karosseriebleche mit Alubutyl von Innen gedammt; dann über Alubutyl auf der Radkasten Innenraumdämmung (hatte ich als Bodendämmung von irgendeinem alten Fahrzeug, beide Seiten sind mit Polyethylen versiegelt
- Alle löse Schrauben nachgezogen (insbesondere bei der Lüftungsanlage und um die Lautsprecherträger, auf einer Seite war hintere Fenster auch löse und machte entsprechende Geräusche...)
- Verkleidungen mit Innendämmungmatten und davor etwas die Plastikteile mit Schwerschichtmatten "veredelt"
- Lautsprecher Träger und Anliegestelle unter der Lautsprecher mit Alubutylstreifen gedämmt
- Der Träger für Anhängerkupplung auf rechter Seite mit Cutmesser "optimiert" sodass der Bereich unter dem für Werkzeug, Pumpe, Reifenpannenset, Abschleppseil genutzt werden könnte. Schluss mit Platzverschwendung! 🙂

@MetalHeart: hört sich auch nach viel Arbeit an. Hast du zufällig Photos gemacht ?

Ja, aber nicht so viele Zwischenschritte fotografiert.
Anbei sind paar Fotos.

Die Lautsprecher sehen wirklich sehr traurig aus...
Von Platz her könnte da kleine Boxen mit Bassreflexrohr oder Subwoofer locker reinpassen. Aber erstmal Augen zu und wieder alles zugemacht.
Bevor man mit Lautsprechern Spiel ist ein DSP wirklich notwendig für diesen großen Raum.

Im unteren Bereich und auf die Kotflügel habe ich alte Bodendämmung angebracht.
So st großflächig die Adms Innenraumdämmung.
Die Schwerschichtmatten sind gut für große Ebene Flächen.
Alubutyl auf kleine und unebene Flächen mit Rolle angepresst.

Der neu geschaffenen Raum für Werkzeug rund um mit Bodendämmung verlegt, damit da nichts klappert.

Anti-Dorn Dämmung im Process
Mit Dämmung
Lautsprecherträger
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