Bravo erreicht den 3. Platz beim Vergleichstest der AMS

Fiat

Also, wie zu erwarten war, erreicht der FIAT Bravo 150 MJ den 3. Platz im Vergleichstest mit dem OPEL Astra 150 PS Diesel (also der gleiche Motor wie im Bravo) und SEAT Leon 140 PS Pumpe Düse. Erster wird der OPEL.

Kritik am FIAT:

- Lenkung schwammig
- zu hohe Ladekante
- unausgeglichenes Fahrwerk
- Heckklappe öffnet nur auf Knopfdruck
- beengte Platzverhältnisse im Fond
- Sitze (die normalen mit Leder, keine Sport) bieten zu wenig Seitenhalt
- das Auto klappert (jeder FIAT klappert...)
- Heckklappenzuziehgriffe sind scharfkantig (achso)

Was mich aber noch mehr nervt ist die Tatsache, dass Auto Motor und Sport dermaßen schlecht recherchiert.
Ein Beispiel: der FIAT Bravo wird auch mit Bi-Xenon Scheinwerfern angeboten. Laut AMS jedoch nur mit Xenon.

Als Abschluss dann dies:

"Der Sieg geht an den ausgewogenen Opel Astra. Zweiter wird der Leon. Dem neuen Fiat Bravo bleibt beim ersten Kräftemessen nur der dritte Platz. Obwohl der Rückstand des Bravo in den einzelnen Kapiteln nicht sehr groß ist, darf man von einem neuen Modell, das Fiat wieder zu nennenswerten Stückzahlen in der Kompaktklasse verhelfen soll, wohl mehr erwarten, als nur eine adrette Karosserie."

Dem ist nichts hinzuzufügen...

172 Antworten

Es ist völlig egal ob der Bravo abgeschlagen 3. wurde oder knapp. Für viele ist da schon klar den Wagen kann man nicht kaufen. Das ist einfach so.

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Moin,

@Alfitsch ... DESIGN ... sollte bei einer NUTZBEWERTUNG immer aussen vor bleiben. Und nur davon reden wir. Und das Auto wird im VERGLEICHSTEST Dritter ... mit Kritikpunkten die eher den Punkten MARGINALIEN zuzuordnen sind. Es wird nirgendwo GESAGT das das Auto abgeschlagen ist und auf keinen Fall gekauft werden sollte. Es ist EINFACH nur Dritter geworden. Das ist KEIN WELTUNTERGANG, auch wenn Ihr den offenbar daraus macht.

Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Wie schon "Grossvater18" schrieb wurde der Bravo "nur" Dritter. In Dt. ist das aber bei den Lesern im allgemeinen ein Weltuntergang und ein no-go. Insbesondere wenn man mit den Worten schließt " Von dem neuen Bravo hätte man mehr erwarten dürfen als nur eine adrette Karosserie. Das ist zutiefst abfällig, widerspricht den Eigenschaften des Fahrzeuges und ist nebenbei auch sehr imageschädigend.

Übrigens ist die Optik heutzutage ein überaus starkes Verkaufsargument. Warum sollte so etwas nicht in die Bewertung mit einfließen. Auch wenn natürlich Schönheit subjektiv ist und im Auge des Betrachters liegt, gibt es "Gesetzmässigkeiten" für ein schönes Design, welches manche Hersteller mehr berücksichtigen als andere.

Schau mal die Sendung Motorvision, da gibt es die Kategorie "Emotion und Design".

Gruß Markus

Moin,

Syn ... Ich finde auch nicht ... das der A4 ein "Wunder" der Fahrwerksabstimmung iss ... Ich persönlich finde ... das der Wagen zum Hoppeln udn seitlichen Versetzen, insbesondere an der Hinterachse neigt. Ich finde es nicht angenehm, Ich interpretiere allerdings den Begriff "Schaukelpferd" als "zu weich" abgestimmt, und das kann man Audi nun wahrlich nicht nachsagen.

Der Vorteil der BMWs ist ... und das merkt man bei der Agilität sehr stark, das sie eine wesentlich bessere Gewichtsverteilung haben. Da sitzen auf der Vorderachse z.T. nur 48% des Fahrzeuggewichtes ... das macht sich sehr positiv bemerkbar, deshalb sind die BMWs in Sachen Fahragilität bei trockener Strecke z.B. auch den Allradlern von Audi überlegen, da gerade die Quattros immer mit der Positionierung des Vorderradantriebes zu kämpfen haben.

Wie Ich schon sagte ... andere Hersteller schaffen es im Zweifel einfach BESSER das hohe Gewicht über die Abstimmung zu kaschieren, so dass es nicht sofort auffällt. Und wie ich auch sagte ... von einem Mercedes erwartet man keine sonderlich großen Sportlichen Aktionen ... da kratzt das Gewicht nur dann, wenn die Kiste schlecht bremst oder total versoffen iss.

@Grossvater18 ... DIESE Kunden ... wären aber eh NIE mit dem Bravo glücklich geworden, und ihn nur deshalh damit sich 5 Autos mehr verkaufen lassen ... auf den 1. Platz zu stellen ... ist auch Quatsch oder ?! Denn derjenige, der sich ohne ein Auto SELBST zu testen, auf solche Tests hört ... der würde überspitzt auch heute noch kritiklos den Käfer für 50.000 Euro kaufen.

@Alfitsch Ich weiss schon ... das Design WICHTIG ist und auch das es sehr genaue Regeln gibt, wie man ein Auto designen sollte in Bezug auf Proportionen etc.pp. Dennoch läßt sich da nur etwas abstraktes bewerten, aber nicht ob der Kunde DIESES Auto nun SCHÖN findet. Denn immerhin nutzen die Designer bei Opel etc.pp. die gleichen Grundregeln, nur die Ausstaffierung ist dann eine andere. Und wofür möchtest du Punkte vergeben bei sowas ?! Möchtest du eher einer sportlichen Klientel das Übergewicht geben, eher dem konservativen Design oder einer eher futuristischen Designsprache ?! Und hier entfernen wir uns von OBJEKTIV bewertbaren Größen. Ein Auto mit den "richtigen" Proportionen ... kann eben KONSERVATIV gestaltet sein (z.B. Lancia Kappa) oder sehr modern und Sportiv (Alfa 159). Welchem Auto gibst Du jetzt mehr Punkte, denn beide Autos sind in Ihren Proportionen SEHR GUT, in Ihrer Formensprache in sich schlüssig und gelungen, bedienen aber trotzdem zwei unterschiedliche Geschmäcker.

Und als Abschluss dieses Beitrages noch ein Gedankengang ... wenn es so einfach ist, einen Vergleichstest zu gewinnen ... also sagen wir mal ... 20.000 Zeitungen kaufen, dem Journalisten einen Urlaub auf Malle zustecken, dem Chefredakteur mal nen Monat nen Ferrari hinstellen und 4 Ausgaben mit Werbung VOLLKLEISTERN ... WARUM macht Fiat das dann nicht, wenn sie dafür dann SO VIEL besser wegkämen ??? Ich denke eben ... das es doch nicht GANZ SO einfach ist, wie man sich das so vorstellt.

Gruß Kester

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Wie Ich schon sagte ... andere Hersteller schaffen es im Zweifel einfach BESSER das hohe Gewicht über die Abstimmung zu kaschieren, so dass es nicht sofort auffällt. Und wie ich auch sagte ... von einem Mercedes erwartet man keine sonderlich großen Sportlichen Aktionen ... da kratzt das Gewicht nur dann, wenn die Kiste schlecht bremst oder total versoffen iss.

Wie schon versucht darzulegen, wenn niemand auf die Idee gekommen wäre, das mit dem Gewicht so auszutreten, dann würde auch niemand was über die angeblich mangelnde Fahrdynamik sagen. Ich versteh es halt nicht, warum ausgerechnet beim 159 so auf dem Thema rumgehackt wird. Wie gesagt, es gibt genügend Fahrzeuge, die für sich gesehen auch recht schwer sind. Dass man beim Brera oder beim Spider übers Ziel hinausgeschossen ist, ist wohl nicht zu bestreiten.

Aber nehmen wir den 159 so wie er ist. Sicherheits- und erwindungstechnisch sowie qualitätiv der beste Alfa aller Zeiten, der sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss, auch nicht beim Fahrdynamiktest (siehe Mastertest). Einen Benchmark wird wohl niemand von dem Auto verlangen. Und freuen wir uns über die 500.000 Kilometer, die die Radaufhängungen halten werden, im Gegensatz zur Premiumkonkurrenz. So hat die Panzerbauweise auch seine Vorteile. Mal schauen, wie sich die 77,83526 kg Gweichtsabnahme bei der Mopf auswirken.

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Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Und als Abschluss dieses Beitrages noch ein Gedankengang ... wenn es so einfach ist, einen Vergleichstest zu gewinnen ... also sagen wir mal ... 20.000 Zeitungen kaufen, dem Journalisten einen Urlaub auf Malle zustecken, dem Chefredakteur mal nen Monat nen Ferrari hinstellen und 4 Ausgaben mit Werbung VOLLKLEISTERN ... WARUM macht Fiat das dann nicht, wenn sie dafür dann SO VIEL besser wegkämen ??? Ich denke eben ... das es doch nicht GANZ SO einfach ist, wie man sich das so vorstellt.

das Problem ist meiner Meinung nach auch eher, dass die meisten Käufer dieser Zeitschriften gar nicht gerne lesen würden, wenn die Deutschen Marken den Test verlieren. Genauso wie wir hier nicht lesen wollen wenn die Italiener verlieren.

Es wird hier ganz einfach geschaut wie man am meisten Hefte verkaufen kann. Und das muss ja nicht unbedingt mit den objektivsten Tests zusammenhängen.

Ich war schon ab und an mal bei Aufnahmen für Autotests dabei... Ich will dazu nur beispielhaft sagen: Wenn ich deutsche und englische Journalisten vergleiche, dann legen die Engländer mehr Wert auf das Auto und weniger auf das drumherum (besonders kunstvolle Aufnahmen, usw...). Die Art, wie da ein Autotest angegangen wird ist einfach komplett anders.

Stimmt. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: VW hat zusammen mit Audi, Seat und Skoda die höchsten Marktanteile in Deutschland, also fahren auch tendenziell die meisten Leser einer deutschen Motorzeitschrift einen Wagen
aus dem VW-Konzern. Danach folgen dann die anderen heimischen Hersteller. Ausländische Produzenten kommen ganz am Ende.

1. will der Verlag in der Berichterstattung nicht die Masse seiner Leser enttäuschen. Wer dumm genug war, einen überteuerten VW zu kaufen, wird von der Redaktion im Nachhinein in seiner Entscheidung bestätigt. Das macht dem Leser Freude und lässt ihn bei der nächsten Ausgabe wieder zum Heft greifen.

2. Zählt doch einfach mal durch, welcher Hersteller die meisten Anzeigen schaltet. Der VW-Konzern ist da ganz vorne. Kritik an deutschen Herstellern gibt es von deutschen Automedien erst dann, wenn ihre Leser massiv verärgert sind - dass ist dann aber auch das Zeichen für die Hersteller, dass sie einlenken müssen, um Kunden zu halten. Erinnert sei da nur an die im Winter durch Frost geplatzten VW-Motoren.

Ergo: Hätte Fiat einen größeren Werbeetat als VW, würden die Fiat-Modelle tendenziell besser abschneiden. Würde der Marktanteil von Fiat dadurch steigen, also mehr Leser Fiat fahren, würde die Berichterstattung noch positiver.

Der ams-Bericht zumindest ist von der ersten Zeile an in der Tendenz gegen den Bravo gerichtet und zielt meiner Meinung nach nur darauf ab, bestehende Vorurteile zu bestärken. Absatz für Absatz steigert sich die Kritik bis am Ende für die meisten Leser klar ist: Die blöden Italiener können noch immer keine Autos bauen. Objektiver Journalismus ist das nicht.

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


@MFR ... niemand wird einen Verlag oder eine Zeitung dazu bringen einen Artikel zu schreiben ... der FERNAB jeder Realität ist, denn dies würde dazu führen, das über kurz oder lang diese Zeitung massiv an Reputation verliert. Denn KEIN Leser wird gerne angelogen.

Es geht nicht darum, realitätsferne Tests zu veröffentlichen. Nuancen genügen ja. Wie Du richtig sagst sind die Autos heute sehr dicht beieinander, was nicht verwundert, wenn Zulieferer/Technologien/Plattformen/Motoren konzernübergreifend vermischt werden. Bei der Dichte ist es doch umso verwunderlicher, wenn mache Marken in manchen Zeitschriften das Siegerfeld für sich gepachtet haben, oder?

Mit der Argumentation, ein Dritter Platz ist doch auch nicht schlecht, liegst Du völlig daneben. Das ist Deine eigene Einstellung, und objektiv übrigens auch die richtige, aber für die Masse zählen nur Sieger. Wer viel Geld ausgibt, will nicht das Zweitbeste bekommen, sondern nur das Beste (was man ihm sagt). Ist einfach so. Der Trick des Marketings liegt darin, dem Kunden mitzuteilen, was das Beste in Relation zum Preis ist.

Rotherbach, Du schließt eine manipulierte Motorpresse aus. Normalerweise schätze ich Deine fundierten, mit Fakten ummauerten Beiträge. Das fehlt hier. Die einzigen Argumente, die ich lese, sind möglicher Verlust an Reputation (aber nur, wenn's rauskommt, sonst kann man es wieder glattbügeln, s. u.) und das nicht sein kann, was nicht sein darf. Heile Blümchenwelt eben. Das ist extrem dünn.

Zitat:

Ihr werft den Zeitungen sogar RECHTSVERSTÖSSE (Korruption) vor, die Ihr nicht belegen könnt.

Ich hatte aber

starke

Indizien genau dafür genannt. Das Problem wird immer sein, es auch beweisen zu können. Deswegen funktioniert es auch so gut. Offenbar kennst Du das Autobild/Mercedes Debakel nicht genau. Also, Rotherbach, schau es Dir bitte im Detail an:

fluvar Blog: PR GAU für Mercedes Benz und Auto Bild
The Blog that never sleeps: Vertane Chancen im Profijournalismus

Die Video-Streams der Sendung sind bei stern.de längst verschwunden (offenbar hat sich Gruner & Jahr doch noch dazu entschieden, weitere Anzeigen von DC entgegen zu nehmen ;-). Aber es gibt ja noch die tapferen Schweizer und das Internet:

Video und Analyse bei rhethorik.ch (Flash benötigt): Das Mercedes Crash-Test-Debakel
Alternativ: Video bei Youtube (Flash benötigt)

Und danach beantworte bitte meine Frage: Welchen Grund soll es für den Autobild-Redakteur gegeben haben, die Probleme gegenüber seinen Journalistenkollegen (!) zu verheimlichen? Eine alte Weisheit sagt: Folge dem Geld.

Moin,

mfr ... das sind aber EINZELEREIGNISSE ... und alleine das die RAUSKOMMEN zeigt doch ... das es rauskommt.

Wenn Ich als Verlag oder Zeitung über JAHRE Tests verschiebe, und zwar so stark, das man nicht mehr mit einem subjektiven Eindruck argumentieren kann ... dann stehe Ich ganz gewaltig ALLEINE da, denn die anderen werden nicht ausschließlich und immer mitziehen. Und wenn der Eindruck der Kunden GRUNDSÄTZLICH anders ist ... wird sich das auch auf meine Verkaufszahlen auswirken. Geschweige denn von der Tatsache, das immer wieder jemand FESTSTELLEN wird, das da geschoben wird, alleine schon die Gefahr, das angefressene oder entlassene Mitarbeiter da mit Beweisen rausrücken ... sorry ... das Risiko iss so groß.

Und wie schon gesagt ... Wenn Ich einen SEHR GUTEN Tests haben wollte ... müßte Ich halt einmal Geld in die Hand nehmen. Dann verballer ich eben einmal 1 Mio. Euro um mir 3 Zeitungen zu kaufen. Wenn VW das macht ... warum macht Fiat es dann nicht ?! Diese Argumentation hängt sich doch selbst auf, weil wenn es so einfach wäre ... würde es STARK gegen das Marketing von Fiat sprechen, das es diese Option nicht SELBST nutzt.

Ich sehe die Gründe eher woanders, z.B. darin das es z.B. VW oder Opel leichter fällt ein "passendes" Auto zu einem Test zu schicken, einfach weil man wesentlich mehr Fahrzeuge zur Auswahl hat. Fiat tut sich da schwerer ein aufgehübschtes Auto hinzuschicken, da man einfach nur einen beschränkten Pool an Pressefahrzeugen in Deutschland hat. Oder hat schonmal jemand bei einem Autotest ein deutsches Basismodell gesehen ?

Lasst die Kirche einfach mal im Dorf. Es mag sein, und das wird auch so sein, das da jeder Journalist seine persönlichen Vorlieben mit reinbringt, der eine mehr, der andere weniger Stark. Aber großmasstäblich GEKAUFT ist da nichts. Und wie schon gesagt ... traut den deutschen Autokunden mehr zu ... denn wenn Ihr so RECHT hättet ... dürfte KEIN KOREANER auch nur EIN EINZIGES Auto in Deutschland verkaufen. Und derjenige der SO VERBOHRT ist ... der kauft EH keinen Fiat, weil er da jemanden kennt der jemanden kennt etc.pp.

MFG Kester

Zitat:

Zitat:

Original geschrieben von mfr


Es ist kein Geheimnis, dass die Hersteller vor der Premiere ganze Auflagen kaufen, um sie den Händlern für Promotionzwecke zur Verfügung zu stellen. Entweder als Sonderdruck eines bestimmten Vergleichstests oder gleich das ganze Heft.
[...]
Diese Hefte erscheinen immer zeitgleich zur Premiere
Original geschrieben von Rotherbach
Im übrigen Nachdrucke von Artikeln kann jeder ordern. Kostet nur Geld 😉 Ich denke dass Ihr das ganze doch GEHÖRIG übertreibt.

Das sind aber keine Nachdrucke. Also mal konkret. Autopremiere: Samstag. Erscheinungstag der Autozeitschrift mit Special über das neue Auto: Gleicher Samstag, am Kiosk ab Freitag (war bis in die 90er so). Karton mit dieser Zeitschrift bei allen Händlern: Gleicher Freitag vor der Premiere (von mir persönlich entgegengenommen).

Welcher Hersteller organisiert für seine Händler haufenweise Promotion-Exemplare unbekannten Inhalts? Es ist ja wohl sonnenklar, dass diese Premieren-Specials in den Autozeitschriften vom jeweiligen Hersteller gebucht werden. Also sind redaktionelle Inhalte käuflich, auch ohne ---Anzeige--- drüber. Oder meint jemand, eine Zeitschrift investiert freiwillig 8 oder 12 Seiten für einen neuen Chevrolet Epica, weil das die Leser wahnsinnig interessiert?

Zitat:

Original geschrieben von mfr


Das sind aber keine Nachdrucke. Also mal konkret. Autopremiere: Samstag. Erscheinungstag der Autozeitschrift mit Special über das neue Auto: Gleicher Samstag, am Kiosk ab Freitag (war bis in die 90er so). Karton mit dieser Zeitschrift bei allen Händlern: Gleicher Freitag vor der Premiere (von mir persönlich entgegengenommen).

Diese Sonderdrucke gibt es für jeden Hersteller von jeder Zeitung. Die Hersteller kaufen diese Sonderdrucke und können dafür die ihnen unpassenden Passagen weglassen. Dieser Quatsch liegt dann monatelang in den Autohäusern und werden nur aus langer Weile von den wartenden Kunden gelesen. Kein Mensch glaubt den Kack, der da drin steht.

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


mfr ... das sind aber EINZELEREIGNISSE ... und alleine das die RAUSKOMMEN zeigt doch ... das es rauskommt.

Wenn Ich als Verlag oder Zeitung über JAHRE Tests verschiebe, und zwar so stark, das man nicht mehr mit einem subjektiven Eindruck argumentieren kann ... dann stehe Ich ganz gewaltig ALLEINE da, denn die anderen werden nicht ausschließlich und immer mitziehen. Und wenn der Eindruck der Kunden GRUNDSÄTZLICH anders ist ... wird sich das auch auf meine Verkaufszahlen auswirken. Geschweige denn von der Tatsache, das immer wieder jemand FESTSTELLEN wird, das da geschoben wird, alleine schon die Gefahr, das angefressene oder entlassene Mitarbeiter da mit Beweisen rausrücken ... sorry ... das Risiko iss so groß.

Deinen Idealismus in Ehren, aber mit PR durchsetzte redaktionelle Beiträge sind leider Standard. Rotherbach, von Zeit zu Zeit braucht man manchmal einen Reality-Check. Schau Dich mal in Foren von Journalisten um, z. B. hier:

Zitat:

http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=24113
So, jetzt wurde mir aber erzählt, dass zum Beispiel ein Freizeittipp jede Woche in unserer Zeitung erscheint. Der wurde vom Touristikverein in Auftrag gegeben und wird auch bezahlt. Aber da beißt sich doch was: Weil Öffentlichkeitsarbeit nie käuflich ist (siehe Text). Habe ich da einen Denkfehler? Oder ist nur ein bestimmter Teil der Öffentlichkeitsarbeit nicht käuflich?
[...]
wird sind alle käuflich - offenbar auch "deine" zeitung. steht denn anzeige über dem tipp? falls nicht, dann ist es weder werbung noch pr, sondern einfach schmutzig.
[...]
Und was die Trennung angeht: schön wär`s. Aber viele freie Journalisten können nun mal nicht allein von den Aufträgen einer Tageszietung oder Fachzeitschrift leben, deshalb sind sie auf PR-Aufträge angewiesen. Also tut nicht so! Erst wenn man einige Berufsjahre auf dem Buckel hat, wird man auch mal Aufträge ablehnen können.

Es gibt darüber sogar Studien:

Zitat:

http://www.pr-journal.de/redaktion/branche/einflussnahme-der-wirtschaft-auf-redaktionelle-inhalte.html
Nach einer Studie zur Unabhängigkeit des Journalismus, die der Medienwissenschaftler Michael Haller am 7. Dezember in Berlin vorstellte, ist die Zahl der redaktionellen Beiträge in Tageszeitungen, die ein einzelnes Produkt oder eine Dienstleistung ohne weitere Recherche lobend darstellten, in den vergangenen vier Jahren um 62 Prozent gestiegen. So werde der Trennungsgrundsatz, nach dem der redaktionelle Teil frei von Werbebotschaften sein soll, auf vielfältige Weise aufgeweicht.

Haller listet Kopplungsgeschäfte mit Anzeigenkunden, redaktionell verbrämte PR-Texte, Veröffentlichung von Werbematerial ohne Kennzeichnung und redaktionelle Produktionen in finanzieller Kooperation mit Werbekunden auf. Für die Leser bedeute das einen Glaubwürdigkeitsschwund. Die Zunahme PR-gesteuerter Berichte im redaktionellen Teil gehe einher mit dem Schwund journalistischer Professionalität, beklagte Haller.

Und weiter gehts mit einer Studie (PDF-Format):

Zitat:

http://www.netzwerkrecherche.de/docs/Kurzfassung_NR_PR-Studie.pdf
Die PR-Profis produzieren beispielsweise sendefertige Rundfunkbeiträge und bieten sie den Radio- und Fernsehredaktionen kostenlos an, sie imitieren auf „Sonderseiten“ oder in „Sonderbeilagen“ täuschend echt den klassischen Journalismus, sie lancieren über freie Journalisten gefärbte Artikel. Große Unternehmen und Verbände engagieren immer wieder erfahrene Journalisten, um deren Wissen über die Bedürfnisse der Redaktionen und über die Mechanismen der Medienberichterstattung für sich nutzen zu können. Die Seitenwechsler wissen genau, was die ehemaligen Kollegen in den Redaktionen wünschen: Die journalistisch ausgebildeten PR-Schaffenden inszenieren geschickt Pseudo-Ereignisse mit Berichterstattungsgarantie, sie präsentieren Regionalzeitungen fertige Drehbücher für Expertentelefone, sie geben wissenschaftliche Studien in Auftrag und bieten den Journalisten dann die lesbar aufbereiteten Ergebnisse als fertige Textbausteine an.
[...]
„PR hat großen Einfluss auf redaktionelle Inhalte, Gefährdungen für die
Unabhängigkeit der Berichterstattung sind allgegenwärtig“, so Lutz Tillmanns,
Geschäftsführer des Selbstkontrollgremiums.

Und wenn Du es immer noch nicht glaubst, kannst Du es hier bestellen:

Zitat:

http://www.geccomedia.de/Marketing-100/index.html
Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) ist ein kostengünstiges Werkzeug, um mit Ihrem Unternehmen in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Über PR lassen sich Botschaften Ihres Unternehmens nahezu kostenlos einem breiten Publikum vermitteln.

Wir sehen PR nicht nur als Möglichkeit, Neuigkeiten aus dem Firmengeschehen als redaktionelle Inhalte zu publizieren: Vielmehr lassen sich über geschickt aufgebaute PR z.B. in Fachzeitschriften auch direkte Kontakte generieren.

Ich denke, das reicht jetzt. Zigtausend weitere Belege findest Du bei Google unter dem Suchbegriff "redaktionelle Inhalte PR".

Hallo,

bei manchen Meinungen hier gewinnt man den Eindruck, man befände sich in irgendeiner Bananenrepublik. Sicher ist die Gefahr durchaus gegeben, daß eine Redaktion (oder auch einzelne Redakteure) sich von zu sehr von irgendwelchen Herstellern "lenken" lassen, aus welchem Grund auch immer.

Daß das ein weit verbreitetes Problem ist, glaub ich aber eher nicht. Wenn rauskäme, daß sowas in großem Stil durchgezogen wird, dann wär es in dem meisten Fällen schlagartig zuende mit der ganzen Zeitung (Verlag etc.).

Meiner Meinung nach ergibt sich der Eindruck nur durch die subjektiven Meinungen der Tester, die halt nicht in jedem Fall mit den Meinungen der Leserschaft übereinstimmen.

Wenn der Bravo in der italienschen Presse besser wegkommt, dann könnte man das da ja auch behaupten, daß man sich da auch bestechen liesse.

Was stimmt denn dann am Ende? Sowas wie ne objketive Berichtersttattung ist halt schwierig und nur inden seltesten Fällen gegeben.

Man sollte halt nicht alles glauben, was in den Tests steht, sondern nur die für jeden persönlich relevanten Informationen herausfiltern, die mit dem persönlichen Eindruck der jeweiligen Autos vor Ort kombinieren und dann seine eigene Meinung bilden.

Gruß
Alf

Moin,

Meine Güte ... zwischen EINFLUSS nehmen und KAUFEN gibt es MASSIVE Unterschiede. Das eine nennt sich Lobbyarbeit, das andere Korruption ... Übergänge sind manchmal FLIESSEND. Wo es Schiefgegangen ist ... ist Legende.

Also NOCHMAL die Frage ... Die PR Abteilung von Fiat ist also SO UNFÄHIG, das sie nicht in der Lage ist diese Mechanismen SELBST zu benutzen ?! Also sich einen "positiven Test" zu ERKAUFEN ???

So bekloppt sind die Italiener nicht, sie würden es GENAUSO machen, wenn es so einfach MÖGLICH wäre. Viel mehr als den SUBJEKTIVEN Eindruck aufzupolieren ist da nicht in dem Maße möglich (Das kann dann schonmal in die Wortwahl reinfließen).

Nur ... wenn das Fahrwerk nunmal etwas mehr poltert als das des Konkurenten ... dann poltert es nunmal etwas mehr. Wenn eine Lösung A unpraktischer ist als eine Lösung B, ist sie das nunmal.

Du stellst die Sachen SO ABSOLUT hin, so ABSOLUT sind sie nunmal nicht. Ein schlechtes Auto von VW ist nunmal ein schlechtes Auto, und das macht auch keine Fahrzeugpräsentation in Marbella wett, damit aus dem Auto auf einmal ein "Fiat" Killer wird. So blöd sind die Leser dann nämlich NICHT mehr. Die setzen sich nur 2 mal in die Autos rein, machen ne Probefahrt ... dann würde es massive Leserbriefe setzen *Fg*

MFG Kester

Sorry, Kester, so sehr ich Deine zurückhaltende Art mag - diesmal sehe ich Dich ebenfalls auf dem Holzweg. Deine Sicht der Dinge erscheint mir schon ein wenig arg vertrauensseelig.

Journalistenverbände wie der DJU (Deutsche Journalisten Union) kämpfen seit Jahren darum, dass PR-Beiträge gekennzeichnet werden - oftmals ohne Erfolg. Das Hauptproblem sind die deutschen Mediengesetze. In anderen Ländern, etwa den USA, Großbritannien und Skandinavien müssen PR-Beiträge als solche gekennzeichnet werden. Verstöße werden hart bestraft und können in den USA sogar zum Entzug der Veröffentlichungslizenz führen.

Derartige harte Regeln gibt es in Deutschland nicht. Ertappte Journalisten müssen auch kaum Strafen fürchten. Denk nur mal an die Skandale um Finanzjournalisten, die während der Internetblase irgendwelche IT-Aktien hochjubelten, die sie zuvor selbst gekauft hatten - und dann mit kräftigem Gewinn abstießen, als Kleinanleger ihren Empfehlungen folgten. Ist irgendeiner von ihnen verurteilt worden? Die ARD-Sender waren noch in diesem Frühjahr bereit, den Vertrag mit ihrem umstrittenen Sportkoordinator Hagen Boßdorf zu verlängern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hagen_Bo%C3%9Fdorf

Was die Frage betrifft, warum Fiat es nicht anderen gleichtut: Ganz einfach.

1. steckten die Italiener jahrelang in der Krise, strampeln sich gerade erst frei. Milliardenbeträge für PR sind in Turin nicht vorhanden.

2. müßten Fiat-Manager deutlich höhere Strafen fürchten als die deutschen Autobosse - weil sie italienischen Gesetzen unterliegen. Wie in Deutschland Skandale strafrechtlicht geahndet werden, wie hiesige Unternehmen deshalb Schmiergeld anwenden, um Aufträge zu erhalten oder Betriebsräte ruhig zu stellen, konnten wir in den vergangenen Monaten doch bestens sehen bei Siemens und VW. Ich glaube kaum, dass das Urteil gegen Peter Hartz eine abschreckende Wirkung hatte.

Genau so ist es.
Wer denkt, bei irgendeinem großen Untenehmen geht es legal zu, hat einfach keine Ahnung. Lug und Trug, Bestechung und Begünstigung ist die REGEL nicht die Ausnahme. Das System "Die Grossen lässt man laufen" fördert das. 20 Millionen in die eigene Tasche klauen, besch..., betrügen - 2 Millionen Strafe + ein Jahr Bewährung.

Wie das Geldbewegte Zeitungsmarketing funktioniert zeigt eindrucksvoll ein großer japanischer Hersteller - mit gefüllter Kampfkasse wird ein schwer mittelmässiges Auto MASSIVST (m.E. wiederlich) beworben und auch gleichzeitig die passenden Testsiege gekauft.
Alles nur Zufall? Wer das denkt - glaubt auch an den Weihnachtsmann. 😉

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