Braucht man im Winter Winterreifen?

Hallo Leute,

ich weiß, dass meine Nachbarin, im letzen Jahr keine Winterreifen (auch keine Allwetterreifen) auf Auto hatte. Nachdem das alte Auto für ne Woche verschwand und ein neueres """Auto""" auftauchte, habe ich gehofft, dass wenigstens das Winterreifen drauf hat. Aber fehlanzeige.

Ich habe sie mal darauf angesprochen, sie meinte, dass sie keine braucht. Denn mit dem Auto fährt sie eh nur einkaufen und bei uns in der Stadt sind die Wege fast den ganzen Tag geräumt. Und wenn es schneit oder bei glateis würde sie eh nicht rausfahren.

Ich habe momentan keine Ahnung, was ich davon halten soll. Ich kann diese Einstellung nicht teilen. Aber ich gehöre auch zu den Leuten, die es mal erlebt haben, dass bei einem wunderschönem Wetter im Winter es angefangen hat zu Regnen und aus der Autobahn eine Rutschbahn geworden ist.

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Man kann es auch übertreiben!

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Zitat:

Original geschrieben von Hartgummifelge


Sommer- wie Winterreifen kommen ab Minus 60Grad an ihre Grenzen, das Gummi wird, wenn es nöch kälter wird, so hart, das es zerbröselt.
Winterreifen geben gegenüber des Sommerreifens, wegen des höheren Naturkautschukanteils etwas eher auf..

Es gibt auch nur wenige Fahrzeuge die bei -60 Grad noch laufen.

http://upload.wikimedia.org/.../Magirus-Deutz_232_in_Kasachstan.jpg

Das Bild stammt aus dem Delta-Projekt.
Bei Luftkühlung erreicht man ungefähr eine Betriebssicherheit bis -57 Grad, daher wurde der Auftrag damals an Deutz vergeben.
Die LKWs und ihre Reifen waren sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt (Bau der BAM= Baikal-Amur-Magistrale ). Ich denke da wurden auch spezial Reifenmischungen eingesetzt bzw. muss es für diese Temperaturen bestimmte Reifen geben, denn in Oimjakon (Teilweise über -60 Grad) trifft man auch Autos an deren Reifen halten.

Es gibt viele Fahrzeuge die in solchen Regionen laufen müssen.
Die Ice-Roaders in Alaska und Canada, wie die LKWs in Sibirien und der Mongolei.
Die Russen und Mongolen lassen dier Motore im Herbst an und stellen sie im Frühjahr wieder ab, getankt wird nebenbei, bevor die Motore auszugehen drohen.
Die Amerikaner und Canadier fahren die Touren ohne lange Aufenthalte, aus der "Wärme" ins und durch Eis und zurück, Pause machen sie in "wärmeren" Regionen.
Die Forscher am Südpol verzichten meist auf Radfahrzeuge und steigen in Kettenfahrzeuge um.
Luftgekühlte Diesel und Benziner, egal von welcher Nation genutzt, hatten nicht nur während des 2. Weltkriegs enorme Vorteile, nicht nur weil man denen keinen Kühler mit schnellem Blei oder gesplittertem Stahl lochen konnte, denen konnte kein Wasser einfrieren..
Kühlwasserfreie Fahrzeuge haben in solchen Regionen enorme Vorteile, man kann mit denen fahren, bis die Kälte den Reifen ein Ende setzt.

Mal Locker bleiben.

Die STVO ist da ja wohl eindeutig:
"(3a) Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, die die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen)."
Und wir brauchen hier nich darüber diskutieren, ob die eingehalten werden muß.
Ich halte aber eine Reglung die im Winter grundsäzlich für alle Fahrzeuge Winterberreifung fordert für falsch.
Meine Mutter (76 Jahre alt) hat einen E220D (Bj 98) , den sie eigentlich nur für Besorgungsfahrten in den nächsten Ort benutzt (ca 5 km). Sie fährt im Winter mit dem Fahrzeig nur, wenn die Staßenverhältnisse das zulassen (siehe STVO). Wenn dies nicht der Fall ist, kann sie auf zwei weitere Fahrzeuge zurückgreifen, die mit Winterreifen ausgerüstet sind oder auch mir die Einkaufsliste mal mitgeben.
Warum solle sie unter diesen Bedingungen auf ihr Auto, bei einer Fahrleistung von unter 5000 km im Jahr, Winterreifen aufziehen lassen.
Ebenso gibt mittlerweile es viele Leite mit zweit und Drittwagen, zum Beispiel auch Cabrios oder so, die nicht alle Fahrzeuge mit Winterbreifung ausrüsten. Warum sollten sie das tun, wenn sie im Winter nicht auf diese Fahrzeuge angewiesen sind? Steht ein Fahrzeug auf Winterreifen in der Garage besser?

Zitat:

Original geschrieben von Jogi46


Mal Locker bleiben.

Die STVO ist da ja wohl eindeutig:
"(3a) Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, die die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen)."
Und wir brauchen hier nich darüber diskutieren, ob die eingehalten werden muß.
Ich halte aber eine Reglung die im Winter grundsäzlich für alle Fahrzeuge Winterberreifung fordert für falsch.

Das stimmt so nicht. Gefordert ist ja nur, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen ein sich unterwegs befindliches Fahrzeug mit WR ausgerüstet sein muss. Das Cabrio darf doch an einem sonnigen Februartag auf trockener Fahrbahn bewegt werden und alle Zweitfahrzeuge mit SR auch. Beim heranbrausenden Schneesturm müssen sie aber huschhusch wieder von der Straße gewichen sein. Ganz klare Regelung oder?

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Zitat:

Original geschrieben von freddi2010



Zitat:

Original geschrieben von Jogi46


Mal Locker bleiben.

Die STVO ist da ja wohl eindeutig:
"(3a) Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, die die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen)."
Und wir brauchen hier nich darüber diskutieren, ob die eingehalten werden muß.
Ich halte aber eine Reglung die im Winter grundsäzlich für alle Fahrzeuge Winterberreifung fordert für falsch.

Das stimmt so nicht. Gefordert ist ja nur, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen ein sich unterwegs befindliches Fahrzeug mit WR ausgerüstet sein muss. Das Cabrio darf doch an einem sonnigen Februartag auf trockener Fahrbahn bewegt werden und alle Zweitfahrzeuge mit SR auch. Beim heranbrausenden Schneesturm müssen sie aber huschhusch wieder von der Straße gewichen sein. Ganz klare Regelung oder?

Er hat ja auch genau das gesagt. Nur anders formuliert. Demzufolge ist beides richtig.

Was ist so unverständlich an der Verordnung, sein Fahrzeug den Witterungsverhältnissen angepasst auszurüsten? 😕

Der deutsche Autofahrer braucht sich nicht zu wundern, dass er stetig mehr bevormundet wird, solange er nicht einmal im Stande ist, eigenverantwortlich die Nebelschlussleuchte oder geeignete Bereifung einzusetzen. 

Zitat:

Original geschrieben von Gummihoeker


Was ist so unverständlich an der Verordnung, sein Fahrzeug den Witterungsverhältnissen angepasst auszurüsten? 😕

Wenn man es wirklich genau nimmt, dürften bei trockener Straße auch keine "Matsch-und-Schnee"-Reifen verwendet werden 😉

Zitat:

Original geschrieben von Gummihoeker


Der deutsche Autofahrer braucht sich nicht zu wundern, dass er stetig mehr bevormundet wird, solange er nicht einmal im Stande ist, eigenverantwortlich die Nebelschlussleuchte oder geeignete Bereifung einzusetzen. 

Die meisten sind es doch. Nur wenige verhalten sich falsch.

Zitat:

Original geschrieben von Gummihoeker


Was ist so unverständlich an der Verordnung, sein Fahrzeug den Witterungsverhältnissen angepasst auszurüsten? 😕

Der deutsche Autofahrer braucht sich nicht zu wundern, dass er stetig mehr bevormundet wird, solange er nicht einmal im Stande ist, eigenverantwortlich die Nebelschlussleuchte oder geeignete Bereifung einzusetzen. 

OT

Nebelschlussleuchte ist scheinbar auch so ein kompliziertes Ding -

entweder ist die Sichtweite unter 50m, dann darf die NSL eingeschaltet aber max. 50km/h (auch auf der BAB) gefahren werden oder die Sichtweite ist über 50m, dann hat die NSL aus zu bleiben.

Mir ist es immernoch ein Rätsel, wieso moderne Fahrzeige nicht anfangen zu piepen, wenn man bei eingeschalteter NSL über ~60kmh fährt. Bei jedem Mist gibts heutzutage einen Gong oder Piepton.
Ich habe das Gefühl, manche wollen die NSW anmachen (was meist auch unnütz ist), wissen aber nicht welcher Knopf das ist und drücken dann beide an. Die NSL auszuschalten wird eigentlich immer vergessen und kann auf der Landstraße genau wie in der Stadt echt nerven.

Zitat:

Original geschrieben von Frazer


Mir ist es immernoch ein Rätsel, wieso moderne Fahrzeige nicht anfangen zu piepen, wenn man bei eingeschalteter NSL über ~60kmh fährt. Bei jedem Mist gibts heutzutage einen Gong oder Piepton.
Ich habe das Gefühl, manche wollen die NSW anmachen (was meist auch unnütz ist), wissen aber nicht welcher Knopf das ist und drücken dann beide an. Die NSL auszuschalten wird eigentlich immer vergessen und kann auf der Landstraße genau wie in der Stadt echt nerven.

Meinst du das im Ernst? Noch so ein nerviger Piepton! Willst du wirklich dahin kommen, dein Gehirn nicht mehr gebrauchen zu wollen oder zu müssen, um alles außer dem Steuern kleinen Helferlein zu überlassen. Verantwortungsvolles Fahren heisst doch auch, die Instrumentierung im Auge zu haben. Oder aber musst du dir eine App aufs Handy laden, die das übernimmt😁. Geht aber nicht: Beim Fahren Finger weg vom Handy😎

Wenn die Allgemeinheit das Gehirn nicht mehr nutzen kann, ist das durchaus eine sinnvolle Alternative.
Ich wäre dafür, dass zumindest die NSL ab 60km/h einfach wieder ausgeht!
Von mir aus können die Leute viel machen, was keinen Sinn ergibt oder nicht der Stvo entspricht, aber es sollte nicht mich/andere Beeinträchtigen. Ab dem Punkt sind sicherlich eingreifende Maßnahmen angebracht.

Ausgehen ist natürlich noch besser ab 60 kmh. Und ja, ICH meine das ernst, aber nicht für mich, sondern für die die es nicht kapieren oder vergessen.

Ich hatte mal eine Autofahrerin an einer roten Ampel gebeten, die NSL auszumachen. Ihre Antwort: "Ich kenn mich mit dem Auto nicht aus..."

Die Nebelschlussleuchte bräuchte einen extra Schalter, wie es in den 80er und 90ern üblich war.

Zitat:

Original geschrieben von DeutzDavid


Die Nebelschlussleuchte bräuchte einen extra Schalter, wie es in den 80er und 90ern üblich war.

Wozu einen extra Schalter? Die Kontrollleuchte sollte doch eigentlich reichen um ein unbeabsichtigtes Einschalten zu verhindern.

Mir fällt da noch das mangelnde bzw. gänzlich fehlende Blinkverhalten vieler Verkehrsteilnehmer unangenehm auf, als ob die Benutzung was kosten würde. Das nervt mich noch viel mehr, da es mich häufiger als die NSL betrifft.

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