bora ölwechselintervall ausweiten empfehlenswert.....?

VW Golf 4 (1J)

servus,

meine schwiegereltern haben einen bore 1,9 tdi 85kw mit ca. 215000 km auf der uhr. alle 15000 km wurde bisher immer ölwechsel machen lassen von vw werkstätten.
da mir das intervall des vw's sehr gering vorkommt stelle ich mir/euch nun die frage ob es denn generell ein problem ist wenn ich den nächsten ölwechsel erst bei 230000 machen lasse (der letzte war bei 200000) oder sollte ich lieber das vorgegebene intervall einhalten ?

fahrzeug wird nicht zu sehr bewegt und schon garkeine langstrecken was meines erachtens eigentlich für ein kurzes wechselintervall spricht.?

ich möchte keine empfehlung oder garantie (is klar) sondern nur eine meinung (erfahrungswerte) hören ob das bedenkenlos machbar ist.....?

.....noch ne frage: reicht ein herkömmliches 10w40 mit norm 505001 oder muss es was spezielles sein ?

danke
grias
cc

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von comander cool


was bedeutet AJM ? was bedeutet longlife im genaueren sinn ?
da müsst ihr mir schon auf die sprünge helfen.......!

AJM ist der Motorkennbuchstabe (hier im Forum auch oft mit MKB bezeichnet, GKB=Getriebekennbuchstabe),

also 115PS TDI.

Longlife heißt (siehe Serviceheft), dass sich das Auto selbst meldet, wenn der Ölwechsel fällig ist (Einfluss von Messgrößen wie Öltemperatur, Lastzustände etc.) und sich daher auch längere Intervalle bis zu 30tkm und 2 Jahre ergeben können.

Übrigens, weil es mir hier gerade einfällt:
bis Modelljahr 2000 muss der Zahnriemen (ZR) alle 60tkm gewechselt werden,
ab Modelljahr 2001 alle 90tkm.
Diese Intervalle sollte man unbedingt einhalten, denn: Wenn ZR-Riss dann Motor Schrott!

Zitat:

btw: darauf gekommen bin ich eigentlich weil ein kollege mir erzählt hat, dass er den tdi mit 110 ps in seinem passat hat und er wechselt sein öl alle 80000 km. das fahrzeug hat bereits 320000 km runter und scheint keine erkennbare nachteile zu haben. (ist nicht gelogen)
ich will mein intervall nicht auf 80000 ausweiten aber eben ein wenig erweitern (30000).

Ich kenne solche Stories aus meiner Praxis als KFZ-Mechaniker, aus der "Fachpresse" und von der Technik-Abt. meines jetzigen Arbeitgebers (Mineralölunternehmen) und ich kann nur sagen, dass ich es aufgrund der Abnahme der Schmierfähigkeit (Zerscheren der Polymerketten, Lebensdauer der Additive, Verdünnung durch Wasserkondensat, Verdickung durch Ruß, Aufgaben des Öls wie Reinigung und in-der-Schwebe-halten von Schmutzpartikeln) in Relation zu den vermeintlichen Einparpotentialen nicht machen würde.

Allerdings bin ich eben auch kein Jünger dieser ganzen Markenhisterie, die (auch hier) in Sachen Öl so verbreitet wird (nur Castrol, nur Mobil1, nur dieses oder jenes), denn Fakt ist, dass hier niemand auf Versuchsreihen verweisen kann und die gute Bewerbung eines Produktes und dessen noch höherer Preis (das Geld für die Werbung muss ja schließlich irgendwo herkommen, dito das für die Hersteller-Freigabe und das, um beim Hersteller Exklusiv-Lieferant zu werden, gelle, Castrol?) ist noch kein beweisbarer und reproduzierbarer Qualitätsbeweis (in Fahrzeugflotten werden ja ganz andere Öle zum Einsatz gebracht als die aus dem after-sales-Markt...).

Ergo frage ich mich: WARUM denn bloß?

Würde ich nur machen, wenn der evtl. Effekt sowieso egal wäre, weil das Auto nur noch einen geringen Restwert hat.

Will sagen: In einen alten Golf III würde ich sicher auch kein Öl mehr für EUR 100,-/Kanister schütten, aber in meinen schütte ich sicher auch später noch alle 15tkm ein Öl gem. VW-Norm, das es auch billiger gibt als von Castrol etc.

Zitat:

ich persönlich glaube, dass man ein motorenöl der heutigen generation aber auch schon früher länger im motor lassen kann als das ein hersteller vorgibt. zerstörte additive, russanteil, verminderte schmierfähigkeiten sind hier für mich um das so auszudrücken nicht "hieb und stichfest".

Untersuchungen diesbezüglich sind aber nicht hieb- und stichfest, die Untersuchung eines Labors jüngst in den Medien, die angeblich bewiesen hat, dass man Öle heute beliebig lange fahren könnte, war gefaked und wurde vom Labor zurückgenommen bzw. deren Ergebnisse wurden zwar richtiggestellt, nur liest diese Richtigstellung dann niemand mehr, bzw.: Die vermeintliche Möglichkeit stand noch in jeder Dorfzeitung, die Korrektur dieser fehlerhaften Berichterstattung dann aber nur noch in der wirklichen Fachpresse (womit ich nicht die Automagazine für priv. Endverbraucher meine!), da liest sie der Bildzeitungsleser aber nicht...!

Die Ansprüche an das Öl sind heute so hoch (allein schon die neue B7-Problematik beim Diesel ab diesem Jahr), dass ich bei einem neueren Auto keine Experimente wagen würde.

Ob Du es bei Deinem "alten" machst, musst du selbst abwägen.

Ja, klar, der after-sales-Markt in Sachen Öl ist sicher enorm, nicht ohne Grund sind ja auch die Literpreise in den Werkstätten so hoch wie sie sind, aber darum geht es hier ja nicht.

Kauf ein günstiges, aber passendes Öl und lass es alle 15tkm raus - und gut!

Alles grundsätzliche

hier.

Zitat:

aber ich merke schon das eigentlich keiner etwas negatives in dieser hinsicht berichten kann......

vermutlich, weil es so wenige machen und wagen, aber selbst wenn, welche Aussagekraft hätte das dann für Dich?

Nur aus der Tatsache, dass das EINER so gemacht und dabei Glück gehabt hat (jenseits der objektiven Beurteilung des Motors am Ende dieser Versuchsreihe...), kannst Du ja noch nicht ableiten, dass man das generell gefahrlos machen kann und das ganze Gerede vom regelmäßigen Ölwechsel nur eine riesige Marketingkampagne ist.

Dazu müsste man ganze Fahrzeugflotten so betreiben, also empirische Untersuchungen betreiben und das ganze ist nicht zuletzt enorm abhängig vom Nutzungsprofil des Fahrzeuges.

Ergo: Natürlich sind dann also Sicherheits-Spielräume im Gesamtsystem, wenn der Hersteller und der Öllieferant quasi garantieren müssen, dass unter allen Betriebszuständen und Nutzungsprofilen etc. eine Betriebssicherheit des Motors und eine (Ziel-)Lebensdauer gewährleistet sind, wenn man das Öl gem. Wechselvorgabe wechselt.

Nur gibt es natürlich Untersuchungen der Auto- und Ölhersteller, wie es mit der Schmierfähigkeit und sonstigen Eigenschaften des Öls z.b. nach 15tkm bestellt ist - und nicht zu vergessen:

Ein Auto auf den Markt bringen zu KÖNNEN mit dem Marketinggag: Nie mehr Ölwechseln

wäre sicher nicht ohne, aber da machen die Ölhersteller sicher nicht mit, die sägen sich ja nicht den Ast ab, auf dem sie sitzen.

Wir drehen uns also im Kreis und daher bleibt nur:

a) einfach machen und mit dem Risiko und ggf. techn. Folgen dann auch leben können

b) einen GÜNSTIGEN Ölwechsel gem. Herstellervorgabe machen

Ich habe mich für b) entschieden! Erscheint mir wirtschaftlich sinnvoller und weniger risikoreich!

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Zitat:

Original geschrieben von comander cool


servus,

meine schwiegereltern haben einen bore 1,9 tdi 85kw mit ca. 215000 km auf der uhr. alle 15000 km wurde bisher immer ölwechsel machen lassen von vw werkstätten.
da mir das intervall des vw's sehr gering vorkommt stelle ich mir/euch nun die frage ob es denn generell ein problem ist wenn ich den nächsten ölwechsel erst bei 230000 machen lasse (der letzte war bei 200000) oder sollte ich lieber das vorgegebene intervall einhalten ?

fahrzeug wird nicht zu sehr bewegt und schon garkeine langstrecken was meines erachtens eigentlich für ein kurzes wechselintervall spricht.?

ich möchte keine empfehlung oder garantie (is klar) sondern nur eine meinung (erfahrungswerte) hören ob das bedenkenlos machbar ist.....?

.....noch ne frage: reicht ein herkömmliches 10w40 mit norm 505001 oder muss es was spezielles sein ?

danke
grias
cc

AJM-Motor, nicht Longlife-fähig.

215.000 km (???) und nur Kurzstrecke? Respekt!

Generell kann man sicher sagen, dass Kurzstreckenfahrzeuge eher zum Ölwechsel müssen (Longlife-Meldung) oder sollten als Langstreckenfahrzeuge.

Der besagte AJM dürfte sicher noch nicht LL-fähig sein, also gilt:
Alle 15tkm oder 1x im Jahr mit VW 505.01 (die ein 5W-40er Öl vorschreibt. Ausnahme: Shell bietet ein 505.01 in 5W30 mit VW-Freigabe...)

Da dieses Öl bei weitem nicht so teuer ist wie LL-Öl (mein letzter 5l-Kanister Liqui-Moly hat bei REAL EUR 37,99 gekostet), dürfte einem jährlichen Ölwechsel nichts entgegenstehen.
Wem jemals die schwarze Brühe nach 1 Jahr anlässlich eines eigenhändigen Ölwechsels über die Finger gelaufen ist, wird sicher nicht im Traum daran denken, das noch länger drin zu lassen. Im Ggt., nach Aussehen würde ich meines vermutlich spätestens nach 7.500 km oder gar 5.000 km wechseln, der Rußeintrag beim Diesel ist ja nicht ohne...

Klar, wenn Du dir sagst: Ach, das Auto hat eh schon 215 tkm runter, geht bald weg bzw. wird aufgefahren, dann reicht ggf. regelmäßiges Nachfüllen mit frischem Öl (sofern dies aufgrund signifikanten Ölverbrauchs überhaupt möglich ist, meiner verbraucht nämlich unter 0,5l auf 15tkm) und ggf. kann man auf Risiko (Defekte an den PD-Elementen...) auch etwas anderes einfüllen, was nicht exakt der VW-Norm entspricht.

Taxi-Unternehmen mit MB-Fahrzeugen während meiner Lehre hat das mit den Altfahrzeugen so gemacht. Die wurden nicht mehr sonderlich gewartet, der Ölfilter kam mal raus, ansonsten haben sie alle Öl verbraucht, so dass das Öl selbst nicht mehr gewechselt wurde. Wenn kaputt, dann kaputt, den teuren Ölwechsel haben sie sich bei den Altfahrzeugen gespart. Ging auch, irgendwie...

Ich würde es aufgrund des o.g. Preises für Öl (umgelegt auf 1 Jahr) zwar nicht machen, sondern notfalls selber wechseln und schlimmstenfalls sogar absaugen an der Tanke, neuer Ölfilter und fertig, aber am Intervall selbst würde ich nicht sparen, das ist sicher die falsche Stelle.

also, das fahrzeug war bis 190000 km ein langstreckenfahrzeug und ist jetzt durch weniger gebrauch genau gegenteiliges um dies erklärt zu haben.

jetzt mal der reihe nach ich bin da nämlich kein experte:

was bedeutet AJM ? was bedeutet longlife im genaueren sinn ?
da müsst ihr mir schon auf die sprünge helfen.......!

btw: darauf gekommen bin ich eigentlich weil ein kollege mir erzählt hat, dass er den tdi mit 110 ps in seinem passat hat und er wechselt sein öl alle 80000 km. das fahrzeug hat bereits 320000 km runter und scheint keine erkennbare nachteile zu haben. (ist nicht gelogen)
ich will mein intervall nicht auf 80000 ausweiten aber eben ein wenig erweitern (30000).

ich persönlich glaube, dass man ein motorenöl der heutigen generation aber auch schon früher länger im motor lassen kann als das ein hersteller vorgibt. zerstörte additive, russanteil, verminderte schmierfähigkeiten sind hier für mich um das so auszudrücken nicht "hieb und stichfest".

natürlich rät mir keiner dazu den wechsel auszuweiten aber ich dachte vllt. gibts den ein oder anderen der das auch gemacht hat und keine nachweisslich schlechten erfahrungen gemacht hat.
um den preis gehts eigentlich nicht, dies hat einen wirtschaftlichen aspekt für mich in dem alles eine kleine rolle spielt.

aber ich merke schon das eigentlich keiner etwas negatives in dieser hinsicht berichten kann......

danke
grias
cc

Zitat:

Original geschrieben von comander cool


was bedeutet AJM ? was bedeutet longlife im genaueren sinn ?
da müsst ihr mir schon auf die sprünge helfen.......!

AJM ist der Motorkennbuchstabe (hier im Forum auch oft mit MKB bezeichnet, GKB=Getriebekennbuchstabe),

also 115PS TDI.

Longlife heißt (siehe Serviceheft), dass sich das Auto selbst meldet, wenn der Ölwechsel fällig ist (Einfluss von Messgrößen wie Öltemperatur, Lastzustände etc.) und sich daher auch längere Intervalle bis zu 30tkm und 2 Jahre ergeben können.

Übrigens, weil es mir hier gerade einfällt:
bis Modelljahr 2000 muss der Zahnriemen (ZR) alle 60tkm gewechselt werden,
ab Modelljahr 2001 alle 90tkm.
Diese Intervalle sollte man unbedingt einhalten, denn: Wenn ZR-Riss dann Motor Schrott!

Zitat:

btw: darauf gekommen bin ich eigentlich weil ein kollege mir erzählt hat, dass er den tdi mit 110 ps in seinem passat hat und er wechselt sein öl alle 80000 km. das fahrzeug hat bereits 320000 km runter und scheint keine erkennbare nachteile zu haben. (ist nicht gelogen)
ich will mein intervall nicht auf 80000 ausweiten aber eben ein wenig erweitern (30000).

Ich kenne solche Stories aus meiner Praxis als KFZ-Mechaniker, aus der "Fachpresse" und von der Technik-Abt. meines jetzigen Arbeitgebers (Mineralölunternehmen) und ich kann nur sagen, dass ich es aufgrund der Abnahme der Schmierfähigkeit (Zerscheren der Polymerketten, Lebensdauer der Additive, Verdünnung durch Wasserkondensat, Verdickung durch Ruß, Aufgaben des Öls wie Reinigung und in-der-Schwebe-halten von Schmutzpartikeln) in Relation zu den vermeintlichen Einparpotentialen nicht machen würde.

Allerdings bin ich eben auch kein Jünger dieser ganzen Markenhisterie, die (auch hier) in Sachen Öl so verbreitet wird (nur Castrol, nur Mobil1, nur dieses oder jenes), denn Fakt ist, dass hier niemand auf Versuchsreihen verweisen kann und die gute Bewerbung eines Produktes und dessen noch höherer Preis (das Geld für die Werbung muss ja schließlich irgendwo herkommen, dito das für die Hersteller-Freigabe und das, um beim Hersteller Exklusiv-Lieferant zu werden, gelle, Castrol?) ist noch kein beweisbarer und reproduzierbarer Qualitätsbeweis (in Fahrzeugflotten werden ja ganz andere Öle zum Einsatz gebracht als die aus dem after-sales-Markt...).

Ergo frage ich mich: WARUM denn bloß?

Würde ich nur machen, wenn der evtl. Effekt sowieso egal wäre, weil das Auto nur noch einen geringen Restwert hat.

Will sagen: In einen alten Golf III würde ich sicher auch kein Öl mehr für EUR 100,-/Kanister schütten, aber in meinen schütte ich sicher auch später noch alle 15tkm ein Öl gem. VW-Norm, das es auch billiger gibt als von Castrol etc.

Zitat:

ich persönlich glaube, dass man ein motorenöl der heutigen generation aber auch schon früher länger im motor lassen kann als das ein hersteller vorgibt. zerstörte additive, russanteil, verminderte schmierfähigkeiten sind hier für mich um das so auszudrücken nicht "hieb und stichfest".

Untersuchungen diesbezüglich sind aber nicht hieb- und stichfest, die Untersuchung eines Labors jüngst in den Medien, die angeblich bewiesen hat, dass man Öle heute beliebig lange fahren könnte, war gefaked und wurde vom Labor zurückgenommen bzw. deren Ergebnisse wurden zwar richtiggestellt, nur liest diese Richtigstellung dann niemand mehr, bzw.: Die vermeintliche Möglichkeit stand noch in jeder Dorfzeitung, die Korrektur dieser fehlerhaften Berichterstattung dann aber nur noch in der wirklichen Fachpresse (womit ich nicht die Automagazine für priv. Endverbraucher meine!), da liest sie der Bildzeitungsleser aber nicht...!

Die Ansprüche an das Öl sind heute so hoch (allein schon die neue B7-Problematik beim Diesel ab diesem Jahr), dass ich bei einem neueren Auto keine Experimente wagen würde.

Ob Du es bei Deinem "alten" machst, musst du selbst abwägen.

Ja, klar, der after-sales-Markt in Sachen Öl ist sicher enorm, nicht ohne Grund sind ja auch die Literpreise in den Werkstätten so hoch wie sie sind, aber darum geht es hier ja nicht.

Kauf ein günstiges, aber passendes Öl und lass es alle 15tkm raus - und gut!

Alles grundsätzliche

hier.

Zitat:

aber ich merke schon das eigentlich keiner etwas negatives in dieser hinsicht berichten kann......

vermutlich, weil es so wenige machen und wagen, aber selbst wenn, welche Aussagekraft hätte das dann für Dich?

Nur aus der Tatsache, dass das EINER so gemacht und dabei Glück gehabt hat (jenseits der objektiven Beurteilung des Motors am Ende dieser Versuchsreihe...), kannst Du ja noch nicht ableiten, dass man das generell gefahrlos machen kann und das ganze Gerede vom regelmäßigen Ölwechsel nur eine riesige Marketingkampagne ist.

Dazu müsste man ganze Fahrzeugflotten so betreiben, also empirische Untersuchungen betreiben und das ganze ist nicht zuletzt enorm abhängig vom Nutzungsprofil des Fahrzeuges.

Ergo: Natürlich sind dann also Sicherheits-Spielräume im Gesamtsystem, wenn der Hersteller und der Öllieferant quasi garantieren müssen, dass unter allen Betriebszuständen und Nutzungsprofilen etc. eine Betriebssicherheit des Motors und eine (Ziel-)Lebensdauer gewährleistet sind, wenn man das Öl gem. Wechselvorgabe wechselt.

Nur gibt es natürlich Untersuchungen der Auto- und Ölhersteller, wie es mit der Schmierfähigkeit und sonstigen Eigenschaften des Öls z.b. nach 15tkm bestellt ist - und nicht zu vergessen:

Ein Auto auf den Markt bringen zu KÖNNEN mit dem Marketinggag: Nie mehr Ölwechseln

wäre sicher nicht ohne, aber da machen die Ölhersteller sicher nicht mit, die sägen sich ja nicht den Ast ab, auf dem sie sitzen.

Wir drehen uns also im Kreis und daher bleibt nur:

a) einfach machen und mit dem Risiko und ggf. techn. Folgen dann auch leben können

b) einen GÜNSTIGEN Ölwechsel gem. Herstellervorgabe machen

Ich habe mich für b) entschieden! Erscheint mir wirtschaftlich sinnvoller und weniger risikoreich!

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Ich würds nicht machen, gerade dann wenn Kurzstrecken im Spiel sind.

sind die 35 Euro es wert, die man nach 3 Überschreitung spart?

Ich würde weil er Kurzstrecke benutzt wird, ihn verkaufen!

Zitat:

Original geschrieben von Schyschka


sind die 35 Euro es wert, die man nach 3 Überschreitung spart?

war auch mein gedanke. wenn der jetzt nur kurzstecke genutzt wird, wird sich doch auch der nächste ölwechsel nach hinten verschieben da wenig KM im jahr. die paar € für einen wechsel zu sparen wäre es mir nicht wert mit einem unguten gefühl durch die gegen zu fahren. zudem ist ein 15.000er eigendlich standart ohne LL. ich hab bei mir extra von LL auf feste interwalle umstellen lassen. weil ich diesem LL nicht über den weg traue. was sich da alles drin ablagert... ne gute schmierung ist das a und o. reibt einmal metall auf metall ist der spaß vorbei.

mein gedanke bei der umstellung war:

1. die LL suppe ist bei VW schweine teuer (öl nur im netz kaufen)
2. ist das jetzige öl /mobile 1 5w40) deutlich besser. hatte vorher ölverbauch und nach ca. 3000km nach umstellung war dieser auf Null gesunken (sonst 0,7L auf 1000km). auch wurde der wagen deutlich laufruhiger.

ich sag mir immer: nen motor brauch luft zum athmen (1xJahr filterwechsel), wasser zum kühlen und öl zum schmieren. ist eines davon zu wenig oder n.i.o., macht der motor mucken ^^

Hi,

wie schon erwähnt würde ich den Ölwechselintervall keinesfalls verkürzen. Ob es in dem alter immer ne komplette Inspektion sein muß darüber kann man streiten,vieles kann man auch regelmäßig selbst kontrollieren.

Den Ölwechsel kann man auch selbst machen,oder aber bei einer der vielen Ölwechselstationen. Das senkt die Kosten ganz erheblich und schont den Motor.

Gruß Tobias

meinen golf habe ich auch bis 283.000km langstrecke gefahren (mit 180.000km februar 06 gekauft) aber von 06.2007 - 07.2008 70.000km draufgefahren.

im letzten jahr habe ich durch die intensive nutzung auch nur alle 20.000km ölwechsel gemacht, aber jetzt wo ihn mein bruder hat wird wieder 1x jährlich ölwechsel gemacht. da er auch eher kurzstrecke fährt.

dafür wird beim passat auch wieder nur alle 20.000km ein ölwechsel gemacht, der schafft ja jetzt auch zwischen 60.000 und 80.000km im jahr 😁

Ich persönlich wechsle, nach der frontal24 Berichterstattung und eigener Überlegungen, auch viel später als sonst.

Die beschriebene Gegendarstellung der besagten Firma habe ich auch gelesen.
Für mich klang das jedoch nur nach Absicherung nach außen und hat dem frontal24 Bericht nicht widersprochen, sondern nur relativiert (Geben keine Garantie, nur nach Öluntersuchung usw. (die verdienen damit Geld, oder?)).

Erfahrung hat mich auch gelehrt, dass Firmen immer auf Nummer sicher gehen. Wenn 15.000 km Wechselintervall vorgeschlagen sind, sind AUF JEDEN FALL mehr möglich. (Meine Meinung, solange bis ich vom Gegenteil überzeugt bin)

Ich wechsle alle 50.000 km mit 10W40 nach VW Spezifikation und bin mir sicher, dass es nicht schadet. Alles eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Obwohl ich eigentlich keinerlei Risiko sehe.

Habe allerdings einen 8V Benziner - weiß jetzt nicht, ob ich das bei einem Diesel mit Turbolader, und Einspritzpumpe/Düsen auch so unbesorgt machen würde. Auf jeden Fall hätte ich ein schlechteres Gefühl dabei.

Frontal24? Oh je, ganz hohes Niveau, über deren Berichte braucht man erst garnicht Diskutieren.

Zum Thema: Gerade bei Kurzstrecken sollte man das Öl eher öfters wechseln und nicht später! Ich denke da sind sich auch (fast) alle einig. 50.000km ist sehr viel, aber ist ja nicht mein Auto. Hoffentlich verkaufst ihn auch nicht! 😉

Zitat:

Original geschrieben von Kettenrassler


Frontal24? Oh je, ganz hohes Niveau, über deren Berichte braucht man erst garnicht Diskutieren.

Zum Thema: Gerade bei Kurzstrecken sollte man das Öl eher öfters wechseln und nicht später! Ich denke da sind sich auch (fast) alle einig. 50.000km ist sehr viel, aber ist ja nicht mein Auto. Hoffentlich verkaufst ihn auch nicht! 😉

Es liegt immer am Empfänger einer Nachricht, was er aus den gebotenen Informationen macht.

Selbst aus der Bild Zeitung oder anderen Unsinnsblättern/Fernsehsendungen kann man Informationen zur eigenen Entscheidungsfindung ziehen.

Die Entscheidung, den Ölwechsel hinauszuzögern, habe ich nicht einfach von einem Fernsehbericht abhängig gemacht, oder kritiklos übernommen, sondern, als ich von der Sendung erfahren habe, hat mich das zu eigenen Nachforschungen getrieben.

Verstehst Du den Unterschied?

Hi,

das modernes Motorenöl nach 15tkm im Langstreckenbetrieb wahrscheinlich noch nicht an der Verschleißgrenze ist dürfte klar sein,jedenfalls dann wenn man den Motor nicht ständig am Limit mit hohen Öltemoeraturen bewegt.

Im Kurzstreckenbetrieb sieht die Sache aber ganz anders aus da hier außer der reinen Ölabnutzung auch noch Kondenzwasser und Benzinkondensat ins Motorenöl gelangt. Daher empfiehlt sich nach einem Jahr ein Ölwechsel auch wenn man noch keine 15tkm runter hat.

Ich kenne auch viele die lieber billigeres Öl verwenden und öfter einen Ölwechsel machen als vorgesehen.

Ich habe für den letzten Ölwechsel bei unserem Audi A4 42€ bezahlt für markenöl incl. Filter. Gedauert hat das ganze in einer Ölwechselstation 20min. Da überleg ich doch net lange ob ich den nächsten wechsel hinausschiebe sondern laß schnell mal einen machen😉

Gruß Tobias

hey Tobias, sag mal bitte was ne Ölwechselstation ist?

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