Befestigungsschraube Bremsscheibe
Hallo zusammen,
habe am Samstag die vorderen Bremsscheiben getauscht und da ist mir beim Lösen der Befestigungsschrauben eine abgebrochen (Kreuzschlitzschraube) und nun sitzt der Rest im Gewinde der Nabe. Hätte nie gedacht, dass das Originalmaterial so mind ist, dass man es ohne den Kreuzschlitzkopf auszudrehen abdrehen kann. Kann mir jemand einen Tipp geben, was nun zu tun ist. Ausbohren und eventuell das Gewinde beschädigen oder brauche ich eine neue Nabe?
Gruß
Norbert
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Zitat:
Original geschrieben von Schyschka
das Teil setzt man an, schlägt von hinten mit nem Hammer drauf und durch den Druck und die gleichzeitige Drehbewegung löst sich die Schraube und der Kopf wird nicht rund gedreht!habe ich mir auch mal zugelegt!
Bleibt nur zu hoffen, dass das Teil für unter 10 Euro auch hält. Zu meiner Uni-Zeit hatte die mechanische Werkstatt ein solches Werkzeug von Hazet, hat meines Wissens schon damals (1980) weit über 100 DM gekostet und damit habe ich jede festsitzende Kreuzschlitzschraube aufbekommen. Aber wenn die Schraube abreißt, hilft dieses Gerät vielleicht auch nichts, denn genug Kraft zum Drehen hatte ich ja.
Wir haben letztens die Schraube beim Skoda Fabia meines Kumpels welche in der Radnabe abgerissen ist durch auf schweißen -> klopfen -> auf schweißen -> klopfen -> auf schweißen einer Mutter -> abkühlen mit Rostlöser herausbekommen.
Durch das schweißen dehnt sich die Schraube aus und löst sich etwas, leider dehnt sich mit der Zeit die Nabe auch aus. Deshalb das abkühlen, der Schraubenrest ließ sich fast mit der Hand raus drehen.
Nun, das Thema mit dem Schlagschrauber hat sich ja erledigt, Schraube ist ja abgerissen, geh los und kaufe Dir ein paar gute Metallbohrer, ab 2 oder 3 mm, dann den Gewinderest so GUT wie möglich mittig ankörnern, dann bohren, langsam bohren, Schneidöl drauf und Du kommst gut durch, dann 5 mm bohren, dann noch einmal 7 mm bohren, und nu schauen wie es ausschaut, oft kann man dann das Restgewinde rausfriemeln, oder nochmal 7.5 mm bohren (wenn beim ersten bohren die Mitte getroffen wurde), solltest Du Gewindeschneider haben kannst Du auch versuchen nach 7 mm so ein Schneideisen anzusetzen, Viel Glück.
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bei 7mm Bohrer ist das Gewinde futsch^^
ist eine M6 Schraube, also 1mm Steigung und somit Kernloch 5 mm oder sprichst du die Tiefe an???
Sorry, war gedanklich bei einer anderen Baustelle. 6 mm ist korrekt. Wenn man gut mittig vorgebohrt hat dann 5 oder 5.5 mm aufbohren dann schauen dass man nachschneidet.
naja das hat nix mir schlechter qualität zu tun...wen man die fläche der senkkopfschraube sieht und das drehmoment dann ergibt das n riesen kraftschluss. dann nimmst noch in kauf das sich die scheibe auch nur 0,01mm verzieht plus n bissle rost im gewinde und schon hast n satten formschluss.
ansonsten is der schlagschrauber ne feine sache....nur bringts hier in vielen fällen net viel weil das kopf abreist 😉
Leute, jetzt mal echt!
In meiner privaten Schrauberzeit habe ich alle Nase lang die Bremsscheiben an Golf I+II und später Golf III gewechselt und seit meiner KFZ-Schrauber-Lehre benutze ich privat den abgebildeten Schlagschrauber, der so heißt, weil man durch eine schiebe Ebene im Gerät die Schraube durch Schlag löst (ist einstellbar auf Rechts- oder Linkslauf).
Das Ding ist mechanisch höchst simpel, habe ich mal vor gefühlten 100 Jahren bei Conrad gekauft (+ daher mit Absicht das Preisschild mitfotografiert) und es ist daher mitnichten notwendig, gleich 63.469,- EUR bei HAZET o.ä. für sowas auszugeben, was man als Normalschrauber ggf. 1 oder 2x braucht und ich selbst bis dato selbst bei den o.g. div. Privatfahrzeugen aus der Be-&Verwandschaft letztlich nur selten gebraucht habe.
Ist aber nützlich, weil man ein höheres Drehmoment aufbringen kann und weil das Übel der Kreuzschlitzschraube ja immer ist, dass sich aufgrund der schrägen Schrauben(dreher)flanken der Schraubendreher immer selbst aus dem Schraubenkopf heraushebt.
Dass sich eine Schraube durch axiales Klopfen auf dieselbe löst, sollte allg. bekannt sein.
Dass man, bevor man loslegt, die Schrauber unterm Kopf mit Kriechöl einjaucht und das etwas einziehen lässt, sollte auch klar sein.
Ich habe noch nicht einen Schraubenkopf der Verdrehsicherung damit abgerissen, bis heute nicht! Ergo scheint es damit ja zu funktionieren.
Im weiteren ist es ja eh nur eine Verdrehsicherung und wenn man den Kopf doch abreißt, dann bohrt oder linksdreht man den Rest eben aus und schneidet ggf. das Gewinde nach oder lässt den Schraubenstumpf drin.
Wo ist das Problem? Die Schraube hält ja nix, sie sorgt lediglich dafür, dass ich beim Radwechsel nicht die Tasse der Bremsscheibe UND die Radfelge in Flucht zu den Schraubenlöchern in der Radnabe bringen muss..., das wäre etwas nervig...
Das An- bzw. Festrosten der Tasse auf den Radnabenflansch kann man natürlich auch verhindern...
1x gewechselte Scheiben habe ich immer mit der Hand demontieren können, da muss man also nicht wieder klopfen, wenn man die entsprechend vorbereitet.